Hundefotografie:
Das Menschliche im Tier

Ausdrucksstarke Haustierfotografie sollte versuchen, den Charakter des Tiers einzufangen. Gleichzeitig darf die Beachtung grundlegender technischer Aspekte nicht auf der Strecke bleiben.

Beware of the dog

© Philip Knaul

Unser Leser Philip Knaul auf Frankfurt hat ein Hundeportrait zur Besprechung eingereicht. Magnum-Fotograf Elliott Erwitt, der seit vielen Jahrzehnten stets mit einem Augenzwinkern Hunde ablichtet, stellte unlängst die Behauptung auf, dass Hunde die besseren Modells seien. Aus eigener leidvoller Erfahrung möchte ich das allerdings nicht für alle Vierbeiner bestätigen. Im Folgenden wollen wir uns jedenfalls mit der Wirkung des vorliegenden Bildes auseinandersetzen, aber auch über die technischen Schwächen sprechen.

Unter dem Titel „Beware of the dog“ zeigt uns Philip einen Hund, den ich aus Laiensicht als Yorkshire Terrier (Affiliate-Link) identifizieren würde. Charakteristisch für diese kleinen Hunde ist ihr agiles, aufgewecktes Wesen. Interessant wird dieses Bild für mich, weil es über das bloße Abbild eines Tiers hinausgeht.

Aufgeregt schiebt der Terrier seinen Kopf durch den Zaun. Körperhaltung und Gestik wirken hierbei jedoch auf den Betrachter freundlich und neugierig. Dieses wenig bedrohliche Erscheinungsbild kontrastiert Philip durch die Wahl des Titels mit der Vorstellung, die man üblicherweise von einem Wachhund hat. Die geringe Größe des Hundes wird durch den Maßstab zum Zaun betont.

Deutlich erkennbar scheinen die Gefühlsregungen des Tieres, die aber gar nicht rein tierischer Natur sind; Neugierde, Kontaktfreude, Offenheit und vielleicht auch etwas Mut. Wir können uns in den Hund hineinversetzen, da uns diese Empfindungen vertraut oder zumindest vorstellbar sind. Es sind menschliche Charakterzüge. Aus diesem Grund spricht uns dieses Bild auf einer emotionalen Ebene an, während die Sachaussage eher banal daher kommt (Hund guckt durch Zaun).

Im Grunde fungiert der Hund in diesem Sinne als Projektionsfläche menschlicher Empfindungen. Denn was das Tier wirklich fühlt, können wir nicht wissen. Wir deuten es lediglich, indem wir menschliche Maßstäbe an die Körperhaltung und Gestik des Tiers anlegen. Dies ermöglicht der Fotograf, indem er uns perspektivisch auf Augenhöhe des Hundes versetzt.

Die mittige Anordnung des Terriers lässt diesen unmittelbarer auf den Betrachter wirken und hat in diesem Sinne durchaus ihre Berechtigung. In dem Bild nehmen wir die Position eines Beteiligten ein, der durch den Bildaufbau direkt angesprochen wird. Darüber hinaus wird zusätzlich die statische Wirkung des Zauns betont.

Allerdings ist deutlich erkennbar, dass hier nicht wirklich die Bildmitte getroffen wurde. Der Hund ist um einiges nach links verschoben, jedoch noch weit entfernt vom Goldenen Schnitt. Orientierungspunkt für diese Betrachtung bildet das Dreieck aus Augen und Nase. Diese Unachtsamkeit wird auch dadurch betont, dass am linken Rand der Zaun nicht in die obere Ecke läuft, während dies rechts geschieht.

Beware of the Dog Linien

Mittellinien (rot) und Goldener Schnitt (grün)

Vertikal ist der Hund tatsächlich mittig positioniert, sofern man das Gesamtbild als Maßstab heranzieht. Praktisch wirkt er etwas nach unten verschoben, da die Aufnahme an der unteren kannte eine Art Rahmen in Form des horizontalen Zaunelements aufweist, der den für die Komposition maßgeblichen Raum begrenzt. Nachteilig wirkt dies aus meiner Sicht jedoch nicht. Grundsätzlich sollte der Ausschnitt etwas verengt werden, da durch die mittige Anordnung des Terriers und mangels weiterer relevanter Bildbestandteile faktisch kein Blickdurchgang erfolgt. Das Auge des Betrachters wird zuerst durch den Hund angezogen und bleibt dort nach einer kurzen Orientierung im Umfeld auch haften. Das Bild lebt wie eingangs beschrieben alleine von der Wirkung des Hundes. Seine (subjektive) Charakterisierung bildet die Essenz der Aufnahme. Dies sollte auch durch eine grafische Verdichtung betont werden.

Histogramm

Histogramm

Die Belichtung des Bildes ist ausgewogen. Nennenswerte Tonwertabbrüche sind nicht ersichtlich. Lediglich die oberste Fellpartie am Kopf könnte nach meinem Geschmack etwas dunkler ausfallen. Auch die Farbewiedergabe des Fells wirkt weitestgehend natürlich. Allerdings glaube ich eine nachträgliche Erhöhung der Sättigung und des Kontrasts zu erkennen, die eine verstärkte Betonung der Rot- und Gelbtöne mit sich bringt.

Insbesondere erscheinen die Pflanzen im Hintergrund deutlich bunter und wären daher geeignet, den Blick abzulenken. Dies läuft der oben beschriebenen Wirkung zuwider. Vermutlich aus diesem Grund hat sich Philip entschieden, eine Vignette zu setzen, die bereits sehr nah am Hund beginnt und einen Großteil des Bildes stark abdunkelt. Dies ist leider nicht nur im nebenstehenden Histogramm deutlich ersichtlich. Auch wenn ich die Absicht verstehe, möchte ich hier einen weiteren Verbesserungsvorschlag unterbreiten. Die Vignettierung wirkt für mich aus drei Gründen unnatürlich:

  1. Sie ist zu groß, nimmt also einen zu hohen Bildanteil ein.
  2. Der Kontrast zum nicht vignettierten Bereich erscheint zu stark.
  3. Ihre Form ist zu eckig und orientiert sich erkennbar an der Kopfform des Hundes.
Pastelltöne und beschnitten (leider Artefakte durch Filter in Ausgangsbild)

Pastelltöne und beschnitten (leider Artefakte durch Filter in Ausgangsbild)

Eine auf die Optik zurückzuführende – und in diesem Sinne „natürliche“ – Vignettierung wäre auf die Ränder beschränkt und kreisförmig aufgebaut. Da sich der farbige Hintergrund aber bis weit in die Bildmitte zieht, kann dieses Dilemma nicht durch eine Vignette gelöst werden.

Überlegenswert wäre es, auf diese komplett zu verzichten und die Aufnahme stattdessen in ein Schwarz-Weiß-Bild zu konvertieren. In der praktischen Umsetzung musste ich jedoch erkennen, dass dies aufgrund des diffusen Hintergrunds nur schwer zu realisieren ist. Die monochrome Ausarbeitung unterläuft die klare optische Trennung zwischen Fell und Hintergrund. Der Hund wirkt nicht mehr sauber freigestellt, da die Struktur des Fells mit jener der Pflanzen verschwimmt.

Alternativ bietet sich in diesem Fall eine Absenkung der Farbsättigung an. Der hier gezeigte Entwurf soll die Wirkung dieser Verschiebung in Pastelltöne skizzieren. Das Problem des ablenkenden Hintergrunds wird weitestgehend pariert. Gleichzeitig geht ein Stück der agilen Wirkung verloren. Anyway, there‘s no free lunch!

Das Bild wurde bei Blende 5.0 und Normalbrennweite mit einer verhältnismäßig geringen Schärfentiefe gestaltet, was der Freistellung des Terriers und des Zauns vor dem relativ diffusen Hintergrund zu Gute kommt. Die Fokussierung orientiert sich bei Portraitaufnahmen in der Regel an den Augen des Modells. Hierbei ist es generell belanglos, ob dieses auf zwei oder vier Beinen läuft. Unser Bild erfüllt diesen Grundsatz insoweit, dass die Augen des Hundes im Schärfebereich liegen.

Allerdings scheint der Fokus etwas weiter hinten zu sitzen. Während einige Fellpartien, die sich auf der Ebene hinter dem Zaun befinden, noch verhältnismäßig scharf gezeichnet sind, wirkt die Nase bereits deutlich verschwommen. Aufgrund der fehlenden Zeichnung kann dies in der Nachbearbeitung durch Anwendung des Hochpassfilters oder andere digitale Schärfungsmethoden leider nicht mehr sinnvoll korrigiert werden. Eine Erhöhung des Schärfebereichs durch Wahl einer kleineren Blende hätte hier aus meiner Sicht zu einem stimmigeren Ergebnis geführt. Gleichzeitig hätte der Fokuspunkt etwas weiter vorn liegen sollen.

Philips Aufnahme spricht mich grundsätzlich an, da sie das Gesehene plausibel transportiert und den Betrachter emotional anspricht. Um daraus einen Erwitt zu machen, müssen aber noch einige technische Schwächen ausgefeilt werden.

23 Antworten
  1. Paula says:

    Lieer Christian,

    hier mal der von mir „bearbeitete“ Hund.
    Ich habe die Rottöne im Hundefell blasser gemacht. Etwas mit Kontrast (Sättigung), Helligkeit gearbeitet, den Zaun beschnitten und versucht die Pflanzen im Hintergrund etwas nachzudunkeln.

    hundebild-1 (2)

    Antworten
    • Paula says:

      Lieber Dierk,

      Starke Fotos!!!!
      Mir persönlich gefallen die Fotos mit den Wölfen gut. Ich frage mich allerdings, w i e diese Fotos, mit möglicherweise nicht zahmen Tieren entstanden sind (Montage?). Leider ist mein Englisch nicht so flüssig, dass ich den Text schnell durchlesen und übersetzen kann.
      Jedoch sehr sehenswert und eine wertvolle Anregung.

      Paula

  2. Lehmann says:

    Lieber Christian,

    Vielen Dank für die freundliche und konstruktive Kritik, sehr gute Anregung und Idee!!! Gut wahrgenommen und gut transportiert.
    Das werde ich ausprobieren und berücksichtigen.
    Herzlichen Dank für Deine Mühe und Herzlichkeit der Auseinandersetzung meines ersten Hundebildes!
    Paula

    Antworten
  3. Paula says:

    Liebes fokussiert Team, dürfen auch Hobbyfotografen, so wie ich, eingeschickte Fotos selbstständig bearbeiten und als Anregung zeigen, oder ist das unhöflich und/oder nicht gestattet, was ich selbstverständlich respektieren würde. Ich habe das Hundefoto von Philipp versucht zu bearbeiten….
    schönen Gruss Paula

    Antworten
    • Christian Bartusch says:

      Paula, das ist kein Problem, sondern immer eine willkommene Diskussionsgrundlage. :)

      Wichtig ist es dabei, die vorgenommenen Bearbeitungsschritte kurz zu benennen, damit die anderen Leser diese nachvollziehen können.

  4. Richard says:

    Für mich ist technische Qualität eine Vorraussetzung als Mindestanforderung. Hier ist das absolut zu wenig was jeder Foto-Interessierte (auch Anfänger, der andere Fotos auch betrachtet und sieht und vergleichen kann) erkennen sollte. Wenn man vielleicht den emotionalen Faktor berücksichtigt dann reicht für Familienalbum aber nie für eine Veröffentlichung egal welcher Art. Die Fehler wurden hier alle angesprochen deshalb möchte ich mich nicht wiederholen.

    Antworten
    • Stefan Jeschke says:

      Richard: wenn ich diese Seite richtig verstanden habe, so kuratieren wie hier keine Fotokunstausstellung sondern Fotobegeisterte aller Stufen (inkl. Anfaenger) reichen hier ihre Werke zur Besprechung ein, um sich Tips und Anregungen zu holen was sie z.B. besser machen koennen. Anfaenger koennen naturgemaess auch noch nicht so gut mit Bildbearbeitungssoftware umgehen.
      Vor diesem Hintergrund finde ich Deinen Kommentar ala „das ist technisch so schlecht, dazu sage ich gleich gar nichts Konstruktives“ fuer den Einreicher „wenig hilfreich“.

      Viele Gruesse,
      Stefan

    • Richard says:

      Sorry, ich erwarte von einem Enthusiast (Hobby-Fotograf, Foto-Interessiert etc.) etwas also das Minimum an eigene Initiative. Es gibt Bücher, Videos, Internetportale und auch Seminare. Ich verstehe wenn ein Gelegenheitsknipser sich freut wenn er seine Katze abgelichtet hat und sie überhaupt erkennbar als Katze ist. Schwerer tue ich mir bei Leuten, die sich für Fotografie interessieren oder behaupten, dass so ist.
      Aber … ich nutze nur die Meinungsfreiheit und beschreibe meine Sicht der Dinge.

    • Lehmann says:

      Richard,

      Stefan hat Dir ein, in meinen „Augen“ sehr konstruktives und (hin-) weisendes Feedback gegeben, worüber ich sehr erleichtert bin und mir aus der Seele spricht!!!!
      Deine Resonanz hier wieder, wie auch an anderen Stellen, mich fast sprachlos und staunend zurück lassen.
      Paula

  5. dierk
    dierk says:

    hier habe ich etwas für Hundeliebhaber,
    die besten Hundebilder, die ich je gesehen habe, also ggf. unbedingt ansehen!
    Little Kids and their Big Dogs:
    http://www.greatdane.photography/Prints/Little-Kids-and-their-Big-Dogs/
    da sind noch mehr
    http://www.greatdane.photography/Prints
    und noch mehr
    Heartwarming Photos of Little Kids and Their Big Dogs
    https://petapixel.com/2016/12/29/heartwarming-photos-little-kids-big-dogs/

    Christian, du schreibst:
    Magnum-Fotograf Elliott Erwitt, der seit vielen Jahrzehnten stets mit einem Augenzwinkern Hunde ablichtet, stellte unlängst die Behauptung auf, dass Hunde die besseren Modells seien.

    ein Beispiel dazu aus meiner Sammlung:-)
    VG
    dierk

    hund

    Antworten
    • Christian Bartusch says:

      Dierk, ich sehe, Du hast ein deutlich kooperativeres Modell erwischt als ich. ;)

      VG Christian

    • Paula says:

      Lieber Dierk,

      Ja, gerne !! Das freut und motiviert mich sehr!!
      Schön auch, dass Du Dich mitfreuen kannst : ))

      Schönen Gruss Paula

  6. dierk
    dierk says:

    Das Motiv scheint ein ungeplanter Schnappschuss zu sein. Es würde mich vielleicht ansprechen, wenn der Kopf besser freigestellt wäre. Der unruhige Hintergrund lenkt mich aber zu sehr von dem Hundeportrait ab. Um den Kopf vor dem unruhigen Hintergrund frei zustellen, hätte es unbedingt mit offener Blende und möglichst langer Brennweite (hier sind es nur entsprechend 40mm) aufgenommen werden müssen. Alles Weitere wurde schon angesprochen.

    Ich habe vor Allem ein Problem mit der Technik des Bildes. Für mich sieht es sehr überschärft aus (s. Anhang ein 1:1 Ausschnitt), das ganze Bild sieht aus wie mit hoher ISO aufgenommen, was bei ISO 200 sicher nicht zutrifft, ich kenne die Eigenschaften von dem Four Thirds (17.3 x 13 mm) Sensor jedoch nicht. Es ist ein leichter Ausschnitt, der aber nicht zusätzlich zu dem Problem führen kann. Das Bild wurde mit CS6 auf dem Mac bearbeitet und ich gehe deshalb davon aus, dass Philip die Bearbeitung bewusst so gewählt hat.
    VG
    dierk

    OLYMPUS DIGITAL CAMERA

    Antworten
    • Christian Bartusch says:

      Deine Anmerkungen bezüglich der Freistellung teile ich grundsätzlich. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob eine längere Brennweite hier viel geholfen hätte. Die Distanz zwischen Vorder- und Hintergrund scheint mir dazu beinahe etwas zu gering?

  7. Lehmann says:

    Hallo Philipp,

    Mit Tierfotografie bin ich (noch) nicht erfahren genug, um ein Feedback zu geben. Auf jeden Fall wirkt es ansprechend auf den ersten Blick und im Hinblick darauf, dass der Hund so genial neckisch, neugierig, verspielt im Zaun seinen Kopf innehält ist ein wahrhaftig netter Moment!
    Mein erster Tierfotoversuch im Anhang ;-)
    Schönen Gruss Paula

    Antworten
    • dierk
      dierk says:

      Liebe Paula,
      unter dem Kommentarfeld ist der Bereich für „Datei hochladen „, auf den klicken und dein Bild von der Platte auswählen (also kein TIFF!)
      du kannst auch einfach ein Bild aus dem Datei Explorer auf den Knopf ziehen,
      dann ganz normal auf abschicken und es wird rauf geladen (sollte :-) )
      LG
      dierk

      screen shot

    • Paula says:

      hier kommt der „smartfonehund“, wobei ich absolut unerfahren bin, zumindest in Tierfotografie! Leider hatte ich a) keine Kamera dabei b) fehlen die Pfoten, was mich persönlich stört und c) werde ich weiter experimentieren :-)

      20170423_163053 (3)

    • Christian Bartusch says:

      Liebe Paula, vielen Dank, dass Du uns an Deinen ersten Versuchen in diesem Bereich teilhaben lässt.

      Ich möchte Dir eine ganz kurze Rückmeldung zu Deinem Bild geben. Neben dem Problem mit den Pfoten, sehe ich einen weiteren Schwachpunkt im großen negativen Raum links neben dem Kopf. Bei einer vergleichbaren Aufnahme würde ich versuchen, den Hund weiter links zu positionieren (wohl sogar eher auf der Drittellinie als im Goldenen Schnitt), um den Blick des Hundes zu betonen. Durch eine Positionierung im linken Bildbereich würde dieser Blick den Betrachter in das Bild hineinführen, statt aus ihm heraus.
      Dein Hund hat scheinbar irgendetwas rechts von ihm (vermutlich noch in einiger Ferne) entdeckt, das er konzentriert fixiert. Das ist zumindest der Eindruck, den das Bild bei mir auslöst. Diese angespannte Konzentration transportiert Dein Bild schon recht gut.

      Ich wünsche Dir viel Freude und Erfolg bei Deinen nächsten Versuchen.

      Grüße Christian

  8. Stefan Jeschke says:

    Prinzipiell kann ich Christians Lesart dieses Fotos verstehen und er hat seine Ausfuehrungen von seinem Standpunkt aus sehr umfassend und stimmig beschrieben.
    Ich habe nur das „Problem“ (welches eigentlich gar keines ist), dass ich das Foto komplett anders lese, und zwar ziemlich sicher aus meinen bisherigen (als Laeufer und Radfahrer oft negativen) Erfahrungen heraus. Insofern leitet sich meine Interpretation hier aus diesen Erfahrungen ab. Auch deshalb, weil ich Hundemimik nicht sehr gut lesen kann, insbesondere bei stark behaarten Tieren wie dem Obigen. Wenn so ein Terrier hinter einem Zaun auftaucht, gabs in meinem Leben bisher praktisch ausnahmslos ein ausgepraegtes Revierverhalten. Deshalb lese ich das Bild auch eher wie „meins, also hau ab!“, was sich auf seine kleine Welt bestehend aus Blumentoepfen und Vorgartenpflanzen bezieht, die er wie im Hintergrund angedeutet hinter sich „versammelt“. Zu dieser Sicht passt das Querformat hier m.E. auch sehr gut, es hebt diese „Verteidigungshaltung“ sehr schoen hervor. Auch dass die Nase schon unscharf ist, setzt hier eine schoen klare Distanz zwischen schon sehr naher Hundeschnauze und dem Hintergrund (den es zu bewachen gilt).
    Die anderen technischen Dinge sehe ich genauso. Besonders die starke, eckige Vignette haette technisch besser ausgefuehrt werden koennen.
    Letztlich zeigen unsere unterschiedlichen Sichtweisen hier, dass man eben sehr viel in ein solches Foto hineininterpretieren kann, und das macht es interessant wie Christian oben ja auch schon schrieb. Damit ists fuer mich ein gutes Bild. :-)

    Viele Gruesse,
    Stefan

    Antworten
    • Christian Bartusch says:

      Lieber Stefan,

      ich gebe dir vollkommen Recht. Man kann das Bild natürlich auch anders deuten. Vielen Dank, dass Du uns an Deiner Interpretation teilhaben lässt.

      Viele Grüße
      Christian

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *