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	<title>fokussiert.com &#187; Douglas Abuelo</title>
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	<description>Digitalfotografie mit Anspruch</description>
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		<title>Flusslandschaft: Bemerkenswerte Stimmung</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:02:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mittagslicht]]></category>
		<category><![CDATA[Sepia]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viel zu sagen über den simplen Akt, das Ambiente eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Zeit festzuhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Es gibt viel zu sagen über den simplen Akt, das Ambiente eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Zeit festzuhalten.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/02/08/flusslandschaft-bemerkenswerte-stimmung/flusslandschaft-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/flusslandschaft-small.jpg" width="450" height="294"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Fischer)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Ein Sonntagsspaziergang im März. Eigentlich ein langweiliges Bild&#8230; aber mich hat das seltsame flache allgegenwärtige Nachmittagslicht fasziniert. Und soweit möglich, konnte ich die ruhige Stimmung glaube ich auch festhalten. Wollte mal wissen, ob die Stimmung auch transportiert wird?</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://keine">Thomas Fischer</a>:</strong></p>
<p>Von diesem Foto wendet man sich allzu schnell ab. Es gibt hier nichts Sensationelles oder Außergewöhnliches zu sehen. Obwohl es eine gewöhnliche Szene abbildet, vermittelt es eine Art atmosphärische Banalität. Dabei steckt einiges drin:</p>
<p><span id="more-16629"></span>
<p>So wie die Komposition arrangiert ist, gibt es verschiedene Formen, die unseren Blick durch das Bild leiten. Das hervorstechendste Merkmal ist der gewundene Fluss, den der Fotograf an genau dem rechten Ort im Bild platziert hat. So wird unser Blick vom Fluss und den anderen Objekten, die seiner Windung folgen, z.B. den Bäumen und dem Weg, von der unteren linken Bildecke bis in die Mitte geführt. Von hier leiten uns die Strommasten und die Linie der Berge weiter durch das Bild. Es entsteht eine Tiefe, die noch dadurch verstärkt wird, dass der Vordergrund scharf, und der Hintergrund leicht unscharf gehalten ist.</p>
<p>Dieses Bild scheint eine gute visuelle Repräsentation dessen zu sein, wie der Fotograf den Zeitpunkt der Aufnahme erlebte: ein Sonntagsspaziergang an einem feuchten, kalten Wintertag. Langweilig, trübe oder belanglos, das Ambiente ist klar.</p>
<p>Ebenso interessant ist die Mischung von domestizierter Natur, Strommasten und Häusern.</p>
<p>Mit ein paar kleinen Veränderungen könnte ich mir vorstellen, dass dieses Bild für Werbezwecke oder eine Broschüre verwendet wird. Es gibt vieles, auf was eine solche Szene anspielen kann.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/08/flusslandschaft-bemerkenswerte-stimmung/1930-3-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/1930-3-small.jpg" width="220" height="143"  alt="Sepia" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><a href="http://fokussiert.com/2010/02/08/flusslandschaft-bemerkenswerte-stimmung/flusslandschaft-1-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/flusslandschaft-1-small.jpg" width="220" height="143"  alt="Farbanpassung" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Eine Veränderung, die gemacht werden könnte, betrifft die Farben. Du könntest einfach die Farben ein wenig klären, wie in Beispiel Nr.1, oder ein wenig Stimmung erzeugen, z.B. mit Sepia wie in Beispiel Nr.2.</p>
<p>Obwohl Dein Bild vermutlich keinen Wettbewerb gewinnen wird, und unabhängig davon, für welche Farbveränderung Du Dich entscheidest, hat Dein Foto doch viel zu sagen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
 <strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Sonnenuntergang: Zwei Hälften sind nicht immer ein Ganzes</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 11:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit so vielen interessanteren Bereichen im Bild ist es gut, den Regeln zu folgen und von der Mitte fern zu bleiben.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit so vielen interessanteren Bereichen im Bild ist es gut, den Regeln zu folgen und von der Mitte fern zu bleiben.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/sonnenuntergang-1-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/sonnenuntergang-1-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Chris Wallnitz)." /></a></p>
<p>
<strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ein Sonnenuntergang auf dem Land, erste Versuche, frei Hand</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://keine">Chris Wallnitz</a>:</strong></p>
<p>Ein leuchtend roter Sonnenuntergang füllt die obere Bildhälfte, während die untere von einem alles schluckenden Meer von schwarz bedeckt wird. Die beiden fast gleich großen Hälften werden von einer leicht gebogenen, nach oben strebenden Linie unterbrochen.</p>
<p>Leider ergeben die beiden gegensätzlichen Hälften kein überzeugendes Ganzes.</p>
<p><span id="more-16552"></span>
<p>Obwohl kompositorische Regeln und Richtlinien nicht in Stein gemeißelt sind, kann eine Auflehnung gegen sie recht kontraproduktiv sein. Dieses Beispiel wäre bei weitem interessanter, wenn wenigstens eine der beiden folgenden Kompositionsregeln angewendet worden wären.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/sonnenuntergang2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/sonnenuntergang2-small.jpg" width="200" height="142"  alt="Das Bild mit neuer Komposition (hier durch Beschnitt)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die erste Regel ist, es zu vermeiden, Dein Bild in zwei gleiche Hälften zu zerteilen, indem Du die Horizontllinie genau in der Mitte des Bildes verlaufen lässt. Entscheide Dich, welcher Teil der Szene wichtiger ist, und räume ihm einen größeren Bereich der Komposition ein. Meiner Meinung nach sollte der Himmel mehr Raum einnehmen, aber wie man an den Beispielen sieht, ist jede der beiden Optionen weitaus dramatischer als die zwei gleich großen Hälften.</p>
<p>Dies bringt uns zur Regel Nummer zwei, die besagt, dass Objekte im Bild entweder entlang der Linien oder an den Kreuzungspunkten des Goldenen Schnitts positioniert werden sollten.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/20100204snnnntergng_1jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/030800/snnnntergng_ue.jpg" width="450"  usemap="#imagemapsnnnntergng"  alt="Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Leserbild)" /></a> <!---Start imagemap--><br />
<map id="imagemapsnnnntergng" name="imagemapsnnnntergng">
<area title="Ein flacher Schnitt betont die Weite des Horizonts.. (Leserbild)" href="http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/20100204snnnntergng_1jpg/" shape="rect" coords="-2, -2,452,183" />
<area title="Hier wird der Vordergrund bedeutend (Leserbild)" href="http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/20100204snnnntergng_2jpg/" shape="rect" coords="-2, 184,294,396" />
<area title="Das Hochformat betont die Weite und Tiefe des Himmels. (Leserbild)" href="http://fokussiert.com/2010/02/03/sonnenuntergang-zwei-haelften-ergeben-nicht-immer-ein-ganzes/20100204snnnntergng_3jpg/" shape="rect" coords="295, 184,457,396" /></map>
<p><!---Ende imagemap-->In den Beispielen können wir klar erkennen, wie diese Regeln kompositorische Struktur und Drama dem Bild hinzufügen. Denk jedoch daran, dass Du Dich nicht <em>immer</em> an solche Regeln halten musst, um ein interessantes Bild zu erzeugen. Beispiel Nummer zwei ist auch ein starkes Foto, obwohl es nicht genau der Drittel-Regel entspricht.</p>
<p>Du solltest immer nach der bestmögliche Komposition streben, wenn Du Fotos machst. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, gibt es immernoch die Möglichkeit, Dein Bild in der digitalen Dunkelkammer zu schneiden und in Form zu bringen. Aus diesem Grund solltest Du stets die höchtmögliche Bildqualität Deiner Kamera nutzen.</p>
<p>Kennst Du Dich erst einmal mit den grundlegenden Kompositionsregeln aus, wirst Du imstande sein, zu entscheiden, ob das Auflehnen gegen die Regeln zu einem überzeugenden Ganzen führt.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Puzzlespieler-Strassenfoto: Die Komposition befiehlt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/01/puzzlespieler-strassenfoto-die-komposition-befiehlt/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 11:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Eugene Richards]]></category>
		<category><![CDATA[James Nachtwey]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Jeder einzelne Aspekt Deiner Komposition sollte seinen Grund haben.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bevor Du Teile Deines Objekts mit der Bildkante abschneidest, überlege Dir genau, warum Du es tust. Jeder einzelne Aspekt Deiner Komposition sollte seinen Grund haben.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/01/puzzlespieler-strassenfoto-die-komposition-befiehlt/puzzlespieler-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/puzzlespieler-small.jpg" width="450" height="265"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Grein)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Überlebenskünstler&#8221; Das Foto dokumentiert einen Mann in Paris (Gare Montparnasse), welcher mit viel Einfallsreichtum versucht, ein wenig Geld zu verdienen: &#8220;Eine kleine Spende für einen Künstler&#8221; Das Bild zeigt das Aufeinandertreffen zweier verschiedenster Menschen unserer leider doch sehr gespaltenen und ignoranten Gesellschaft. Das Bild wurde in Farbe fotografiert und mit Photoshop in SW umgewandelt. Zur Verstärkung der Bildwirkung und der Gegensätze wurde es zusätzlich beschnitten.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Michael Grein<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Einst sagte mir ein Fotograf, dass nur Fotografen, die nicht die Fertigkeit besäßen, eine interessante Komposition im Bild zu schaffen, ihre Objekte mit dem Bildrand abschnitten.</p>
<p>Eine interessante Meinung, die leicht widerlegt werden kann:</p>
<p><span id="more-16514"></span>
<p>Wenn man sich die Arbeiten von Eugene Richards oder James Nachtwey ansieht. Beide Fotografen nutzen diese Technik häufig &#8211; aber sie haben normalerweise gute Gründe dafür.</p>
<p>Sie nutzen sie, um ein Element des Fotos zu betonen, wie zum Beispiel die Augen oder Hände einer Person, um der Komposition Ausgewogenheit zu geben, um die Botschaft klarer zu machen, die sie vermitteln wollen, oder, um den Blick des Betrachters durch das Bild zu leiten. Beide sind äußerst kompetente Fotografen, die wissen, dass jedes kompositorische Detail nur benutzt werden sollte, wenn es dafür einen bestimmten Grund gibt, und die Aussage des Fotos dadurch gestärkt wird.</p>
<p>In diesem Foto gibt es zwei Fälle, in denen Menschen vom Bildrand abgeschnitten sind, in einem Fall ist es teilweise akzeptabel, im anderen nicht.</p>
<p>Die vielen verschiedenen Elemente in diesem Bild ergeben eine interessante Dynamik. Das helle Licht auf der Linken, besonders auf dem Gesicht des Mannes, lenkt unsere Aufmerksamkeit auf sich. Von dort werden unsere Augen über den gekrümmten Rücken des Mannes, seinen ausgestreckten Arm, die Formen des weißen Kartons und des Metallkreises, sowie die Linien der Schatten, die sich über das Bild erstrecken, bis zur rechten Bildseite gelenkt, wo sich die untere Hälfte einer schattenhaften Figur abzeichnet.</p>
<p>Die obere Hälfte der Frau abzuschneiden war eine gute Idee. Es gibt dem Bild etwas Mysteriöses und Bedrohliches. Aber ich sehe keinen guten Grund dafür, dass auch der Mann so abgeschnitten ist. Es lässt das Bild künstlich steif erscheinen. Ein weiterer Winkel würde uns einen klareren Eindruck von ihm und seiner Umgebung vermitteln und zugleich die Krümmung seines Rückens betonen, die nicht nur unseren Blick nach rechts weist, sondern auch symbolische Konnotationen besitzt.</p>
<p>Mit einem weiteren Winkel würde wir ebenfalls den Rest der unteren Körperhälfte der Frau sehen können, was sie noch imposanter machen würde. Dies würde der Komposition auch Ausgewogenheit geben und die Botschaft verstärken, die Du vermitteln wolltest.</p>
<p>Welches kompositorische Mittel Du auch immer anwendest, versuch Dich zu vergewissern, weshalb Du es tust.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Situationsfoto: Dimension und Maßstab</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/01/28/situationsfoto-dimension-und-massstab/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/01/28/situationsfoto-dimension-und-massstab/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 11:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Dimensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrast]]></category>
		<category><![CDATA[Umgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Zusammenhang und Vergleich verschiedener Objekte kann einer Fotografie gleichzeitig Kontext und Dimensionen verleihen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Zusammenhang und Vergleich verschiedener Objekte kann einer Fotografie gleichzeitig Kontext und Dimensionen verleihen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/01/28/situationsfoto-dimension-und-massstab/kletterer-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/kletterer-small.jpg" width="350" height="270"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Rose - Marie Pawlitte)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar der Fotografin:</strong></p>
<blockquote><p>Das Kletterparadies im Landschaftspark Duisburg. War interessant Ihnen zuzuschauen. Ich bin unsicher, ob an diesem Bild etwas fehlt, was die Bildaussage unterstützt&#8230; etwas mehr Klettermauer?</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Rose &#8211; Marie Pawlitte<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Aus dem Hintergrund ragt ein altes Fabrikgebäude oder eine große Maschine weit über drei junge Männer, die in verschiedenen Körperhaltungen auf einer dicken Steinwand stehen.</p>
<p>Obwohl wir nicht viel von ihrer Umgebung sehen können, sagen uns ihre Helme und ihre Ausrüstung, dass sie klettern.</p>
<p><small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"></a></small> </p>
<p><span id="more-16469"></span>
<p>Einer von ihnen hockt, als wolle er gleich einen Schritt aus dem Bild heraus wagen. Er hält sich fest an einem Seil, das von außen in das Bild herein ragt.</p>
<p>Weil wir nicht sicher wissen, was den jungen Mann erwartet, wenn er diesen Schritt macht, gibt es ein gewisses Maß an Unvorhersehbarkeit im Bild. Aber abgesehen vom Hintergrund mangelt es ihm an Tiefe, was die Aufnahme zu einem simplen, ruhigen Foto von drei kletternden Männern macht.</p>
<p>In praktisch jedem großartigen Foto gibt es mehr als eine Dimension. Es beinhaltet etwas, das über das Hauptobjekt hinaus geht und den Betrachter zum Nachdenken anregt und neugierig macht.</p>
<p>Hättest Du zu Beispiel ein wenig ausgezoomt und so mehr vom Hintergrund eingefangen, dann würde der Maßstab deutlich werden, in dem sich die Männer befinden, was in solchen Situationen bildwirksam sein kann. So kann zum Beispiel gezeigt werden, wie klein Menschen sind, wenn sie mit Maschinen oder der Natur in Kontrast gestellt werden. Das hätte dem Bild Tiefe gegeben und ihm Spannung verliehen.</p>
<p>Abhängig davon, was den hockenden jungen Mann jenseits des Bildrands erwartet, hätte mit dem Zeigen von mehr Umgebung auch die Unsicherheit oder Gefahr der Situation deutlich werden können. Zeig uns doch die Gefahr, zeig uns, weshalb er sich so fest am Seil festhält!</p>
<p>Sieh Dir <a href="http://www.archive.worldpressphoto.org/search/layout/result/indeling/detailwpp/form/wpp/start/45/q/ishoofdafbeelding/true/trefwoord/year/2000?id=wpp%3Acol1%3Adat1320">Simon Norfolks Serie</a> an, mit der er einen World Press Photo Preis gewonnen hat: Sie gibt Dir einen Eindruck davon, was ein Maßstab in Deinen Fotos bewirken kann.</p>
<p>Ein Merkmal, das Dein Bild mit Norfolks erstem Foto gemeinsam hat, ist der unscharfe Hintergrund – sehr effektiv in solchen Szenen.</p>
<p>Maßstab, Geheimnis, das Unbekannte, Muster, Beleuchtung: was immer Du willst, such Dir etwas davon für mehr Tiefe und eine zweite Dimension.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Skulpturbild mit Framing: Subjektive Schärfe</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 10:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Blende]]></category>
		<category><![CDATA[Blickführung]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperfokale Distanz]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Selektive Schärfe soll genutzt werden, um das Objekt hervorzuheben und den Blick des Betrachters durch das Bild zu leiten.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Selektive Schärfe soll genutzt werden, um das Objekt hervorzuheben und den Blick des Betrachters durch das Bild zu leiten.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/gorilla-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/gorilla-small.jpg" width="450" height="337"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Horst Mumper)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Entstanden im Skulpturenpark in Köln, zeigt das Foto den Zaundurchblick auf die Skulptur &#8220;Herbert-Bayer-Zigarettenkiosk/Atomskulptur&#8221; von Torsten Slama. Auf gestalterischer und motivischer Ebene wird das Spannungsfeld zwischen Natur und Zivilisation thematisiert. Die Äste und Blätter (Natur) bilden mit den Zaun (Zivilisation) die obere Bildebene, die es zu durchdringen gilt. Dahinter wird das Thema gestalterisch durch die kontrastreichen Farbflächen aufgegriffen. Der Gorilla &#8211; synonym für das Wilde, Triebhafte &#8211; steht er für die bedrohlich Natur, vor der wir uns zu schützen versuchen, oder die Gefahren des ungezügelten Fortschritts?</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.mumper.eu">Horst Mumper</a>:</strong></p>
<p>Satt gefärbte Äste und Blätter schlängeln sich in knotigen Mustern und fließenden Formen aus der Dunkelheit heraus. Im Kontrast zu den natürlichen Formen der Äste und Blätter ist der Zaun, durch den wir spähen, aus perfekt proportionierten horizontalen und vertikalen Linien gemacht und erstreckt sich über das gesamte Bild.</p>
<p><span id="more-16404"></span>
<p>Die Blätter und Äste schlängeln sich um das Bild herum, um eine Art Halbkreis in der Mitte freizugeben, durch den wir farbige Formen und den Rücken eines Gorillas sehen.</p>
<p>Auf der linken Seite des Bildes sind die Äste und Blätter, die durch den Zaun gucken scharf abgebildet. Der Rest jedoch, so auch der Gorilla im Hintergrund, ist unscharf.</p>
<p>Die Schärfe und relative Helligkeit auf der linken Seite stehen im Kontrast zu den bunten Formen im Hintergrund, die unscharf sind. Das Resultat ist, dass unklar wird, wohin man sehen soll, oder was eigentlich das Hauptobjekt sein sollte.</p>
<p>Da es Deine Absicht war, die beiden Szenen einander gegenüber zu stellen, wäre <a href="http://fokussiert.com/2009/02/16/hyperfokale-distanz-die-richtige-blende/">Hyperfokus</a> vielleicht die bessere Wahl gewesen. So wäre alles absolut scharf gewesen, und es hätte den Vergleich beider Szenen und das Wandern des Blicks erleichtert.</p>
<p>Fotografiert man mit geringer Tiefenschärfe, dann üblicherweise just, um das Hauptobjekt scharf abzubilden und alle Objekte drum herum, in diesem Fall die Blätter, als nebenmotiv zu deklarieren. So wird die Aufmerksamkeit des Betrachters fokussiert, und er muss sich nicht fragen, wohin er sehen soll.</p>
<p>So wie sich das Foto zeigt, ist es eine Abstraktion. Abstraktion hat durchaus ihren Platz in der Fotografie, aber im Fall solcher visuellen Vergleiche wäre Deine Botschaft mithilfe der Klarheit des Hyperfokus stärker transportiert.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Nachtaufnahme: Zu viel Kontrast, zu wenig Thema</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/01/21/nachtaufnahme-zu-viel-kontrast-zu-wenig-thema/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/01/21/nachtaufnahme-zu-viel-kontrast-zu-wenig-thema/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[HDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrast]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtgaufnahme]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fokussiert.com/2010/01/21/nachtaufnahme-zu-viel-kontrast-zu-wenig-thema/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Starker Kontrast und viele Objekte verlangen mehr als eine einzige Belichtung.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Starker Kontrast und viele Objekte verlangen mehr als eine einzige Belichtung.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/01/21/nachtaufnahme-zu-viel-kontrast-zu-wenig-thema/nachtaufnahme-2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/nachtaufnahme-2-small.jpg" width="450" height="271"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Möller Sebastian)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Hierbei handelt es sich um das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Ich wollte die Lichtstimmung die durch vorbeifahrende Autos, die blauen Lichtsäulen und dem Mond, der genau über dem Gebäude stand festhalten.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Möller Sebastian<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Lichtlinien, -streifen und –punkte ziehen unseren Blick in ein Meer von Dunkelheit. Abgesehen von den Lichtern ist im tiefen Schatten nicht viel zu erkennen:</p>
<p><span id="more-16301"></span>
<p>Um mehr Details heraus zu bringen, hättest Du eine längere Belichtungszeit wählen können, oder Du könntest das Bild aufhellen, indem Du ein Bildbearbeitungsprogramm benutzt, wie im Beispiel gezeigt. Jedoch führen beide Optionen zu einer noch größeren Überbelichtung der hellen Bereiche als im Original.</p>
<p>In solchen Situationen korrekt belichtete Fotos zu machen kann schwierig sein. Leider gibt es momentan noch keine digitale Kamera oder Film, der über einen Dynamikumfang verfügt, der zugleich die Details in solch dunklen Schatten sowie die hellen Bereiche einfängt. Abhängig von Deiner Belichtung wirst Du entweder Details in den hellen oder den dunklen Bereichen einbüßen. Oder, wie hier, sogar in beiden.</p>
<p><font color="#888888">&#8212; Textanzeige &#8212; Ihr kennt die Legende von der Sekretärin, die einen Tippfehler mit Tipp-Ex auf dem Computerbildschirm bearbeiten wollte? Zehn wahre, aber nicht weniger lustige IT-Geschichten <a href="http://25jahre.klubschule.ch/2010/01/21/top-10-die-lustigsten-computergeschichten/">gibt es bei » <strong>25jahre.klubschule.ch</strong></a>! </font></p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2008/03/20/hdri-handbuch-von-christian-blochworkshops-zur-unterstuetzung/">High Dynamic Range (HDR)</a> ist in solchen Fällen eine gute Option. HDR erzeugt ein Foto mit der vollen Bandbreite von Tonwerten, indem es eine Serie von drei oder mehr Bildern &#8211; inzwischen auch per <a href="http://fokussiert.com/2008/04/30/high-speed-hdr-mehr-licht-aus-der-hand/">High-Speed-HDR aus der Hand</a> geschossen &#8211; kombiniert, die jeweils unter, über und genau auf dem durchschnittlich korrekten Belichtungswert liegen. Viele Bildbearbeitungsprogramme haben eine HDR-Option, außerdem gibt es spezielle HDR-Programme wie <a href="http://fokussiert.com/2009/01/04/hdr-mit-photomatix-30-im-test-hohe-kontraste-reduzieren/">Photomatix</a>.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/01/21/nachtaufnahme-zu-viel-kontrast-zu-wenig-thema/bundesverwaltungsgericht-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/bundesverwaltungsgericht-small.jpg" width="220" height="132"  alt="Das Bild aufgehellt." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>HDR hätte in diesem Bild zwar das Kontrastproblem gelindert, war Dein Hauptanliegen jedoch, das Bundesverwaltungsgericht und die Lichtstimmung zu fotografieren, wäre ein anderer Blickwinkel effektiver gewesen. Die Komposition ist ausgewogen, aber sie zwängt das Bundesverwaltungsgericht zu sehr an den Rand und setzt zu vieles zwischen den Betrachter und das Objekt. Der Kanal und der Himmel beispielsweise füllen einen übergroßen Prozentsatz des Bildes.</p>
<p>Vielleicht ist weniger mehr – weniger Kontrast und Wirrwarr zugunsten eines detaillierteren und klareren Objekts.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Erinnerungsfoto: Klarheit durch Kontext durch Farbe</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/01/19/erinnerungsfoto-klarheit-durch-kontext-durch-farbe/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/01/19/erinnerungsfoto-klarheit-durch-kontext-durch-farbe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 10:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Familienfoto]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Kontext]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zweideutigkeit kann ein starkes Stilmittel sein - wird aber besser nicht in Familienfotos angewandt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Zweideutigkeit kann ein starkes Mittel im Foto sein. Familienbilder sind aber wohl die falschen Objekte dafür.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/01/19/erinnerungsfoto-klarheit-durch-kontext-durch-farbe/geburtsbild-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/geburtsbild-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Abdullah Sevik)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Dieses Bild entstand am 11. März 1993, an meinem Geburtstag. Es wurde von meinem Vater im Krankenhaus aufgenommen. Ich habe es eingescannt und bearbeitet. Zu sehen ist mein Großvater, der mich in seinen Armen hält. Dieses Bild ist das erste und wertvollste Bild von mir. Die Haltung meines Großvaters finde ich besonders faszinierend. Mein Kopf liegt behutsam in seinen Armen, seine linke Hand umschließt vorsichtig, fast schon elegant meinen Unterkörper. Die rechte Hand hält fest, aber dennoch sanft meine kleinen Füßchen. Sein stolzer Blick auf seinen Enkel ist ihm ins Gesicht geschrieben. Ein sehr gefühlvolles Bild. Mein Großvater starb 2001. Dieses Bild spiegelt seine Persönlichkeit. Auf eine schöne Art und Weise. Zwar habe ich das Bild nicht aufgenommen, aber mein Vater hat mir natürlich erlaubt, es zu modifizieren. Weil keine EXIF-Daten existieren, habe ich das &#8220;Original&#8221; mitgeliefert.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://twitter.com/a_sevik/">Abdullah Sevik</a>:</strong></p>
<p>Ein einfaches schwarz-weißes Quadrat, inmitten dessen ein Mann sitzt, der ein Baby im Arm hält. An der Wand hinter den beiden hängen keine Bilder, stehen keine Pflanzen, nichts gibt der Szene einen Kontext.</p>
<p><span id="more-16290"></span>
<p>Der Mann sieht zum Baby hinunter, sein Gesicht und sein Ausdruck sind von seiner Brille, seinem Schnurrbart und dem Winkel seines Kopfes verdeckt. Dies ist kein professionelles Foto, eher ein Bild, das spontan aus der Hand heraus gemacht wurde, ohne den technischen und kompositorischen Details viel Aufmerksamkeit zu schenken. Anzeichen eines typischen Familien-Schnappschuss, wie sie zu Millionen täglich gemacht werden.</p>
<p>Oder? Auf den ersten Blick war mir nicht ganz klar, was ich von diesem Bild halten sollte. Es wirkte auf mich, als sei das Objekt niedergeschlagen oder bedrückt, weshalb ich mir dramatische Szenarien vorstellte, was wohl vorgefallen war.</p>
<p>Erst Deine erklärung bringt Klarheit: Ein stolzer Großvater, der seinen neugeborenen Enkelsohn im Arm hält. Die Zweideutigkeit, die zu meiner Verwirrung führte, rührt vom Mangel an Kontext, dem körnigen Schwarz-weiß, dem starken Kontrast und dem für Interpretation offenen Gesichtsausdruck des Mannes her.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/01/19/erinnerungsfoto-klarheit-durch-kontext-durch-farbe/geburtsbild2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/geburtsbild2-small.jpg" width="450" height="309"  alt="Ursprung der Schwarz-Weiss-Aufnahme." /></a></p>
<p>Vergleichen wir diese Version mit dem Originalbild, so sehen wir, wie Farbe und ein paar kontextuelle Hinweise uns einen besseren Eindruck der Situation verpassen. In Farbe, ohne die harten Kontraste und dunklen Töne, erscheint der Gesichtsausdruck des Grossvaters weicher und leichter zugänglich.</p>
<p>Der orange Ton im Original scheint passend und verleiht dem Foto eine historische Patina, die mit einer bestimmten Ära verbunden ist. Nimmt man dem Bild diese Patina, wie im zweiten Beispiel, wird zwar der Kontext nicht verändert, jedoch ist der zeitliche Rahmen nicht so ersichtlich.</p>
<p>Zweideutigkeit hat ihren Platz in der Fotografie, besonders in der Kunst, denn Künstler wollen normalerweise, dass der Betrachter ihre Arbeiten interpretieren. Familienfotos sind jedoch nicht notwendigerweise zum Interpretieren bestimmt.</p>
<p>Ihre Stärke liegt darin, besondere Ereignisse und vertraute Momente für die Zukunft festzuhalten und zu konservieren. In diesem Sinne sind Familienfotos Dokumentarbildern ähnlich, indem eine klare Aussage vorgezogen und angestrebt wird.</p>
<p>Dieses gefühlvolle Bild von Dir und Deinem Großvater gewinnt mit der Klarheit, die diese kontextuellen Hinweise geben, an Stärke.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Strassenbar auf Kuba: Eine angemessene Atmosphäre</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/01/15/strassenbar-auf-kuba-eine-angemessene-atmosphaere/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/01/15/strassenbar-auf-kuba-eine-angemessene-atmosphaere/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 11:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kuba]]></category>
		<category><![CDATA[Verzerrung]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwinkel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Inhalt allein schafft noch keine Atmosphäre. Komposition und technische Elemente spielen eine ebenso wichtige Rolle.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Inhalt allein schafft noch keine Atmosphäre. Komposition und technische Elemente spielen eine ebenso wichtige Rolle.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/01/15/strassenbar-auf-kuba-eine-angemessene-atmosphaere/kuba-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/kuba-small.jpg" width="300" height="449"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Wyler)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Mit einem fuji 1600 mit absicht, weil ich extremes korn liebe. belichtungsdaten weiss ich nicht mehr. eine szene in kuba</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.powerpictures.net">Thomas Wyler:</a></strong></p>
<p>Wenn wir auf Reisen sind, und wir auf scheinbar archetypische, intime Szenen stoßen, so hoffen wir, mit einem Foto ein kleines Stückchen davon mit nach hause nehmen zu können.</p>
<p><span id="more-16260"></span>
<p>Wonach wir dann, besonders im Fall von doku-artiger Fotografie, streben sollten, ist, so nah wie möglich an der Atmosphäre der jeweiligen Szene zu bleiben.</p>
<p>Das bedeutet: Die Art, wie du fotografierst, sollte einerseits genau auf den spezifischen Elementen der Szene basieren, sowie darauf, was für eine Szene du fotografierst. Wenn du beispielsweise Karneval in Rio fotografierst, könntest du gut eine lange Belichtungszeit wählen und deine Kamera den Bewegungen der Tänzer folgen lassen, um diese einzufangen. Fotografierst Du andererseits eine ruhige Szene in Macchu Picchu, wäre dasselbe Verfahren eher unangebracht.</p>
<p>Sehen wir dieses Bild einer einfachen Alltagsszene, können wir uns vorstellen, weshalb es die Aufmerksamkeit des Fotografen auf sich zog. Abgesehen davon, dass die Einheimischen einen Drink nehmen, sind die Linien und Formen interessant, die uns weiter in das Bild hinein ziehen und eine Tiefe erzeugen, die der linearen Perspektive eines Renaissancegemäldes gleicht.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/01/15/strassenbar-auf-kuba-eine-angemessene-atmosphaere/kubazwei-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/kubazwei-small.jpg" width="220" height="329"  alt="Begradigung der Linien sorgt für mehr Stimmung." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Solch klassischen, dokumentarartigen Szenen werden oft durch eine gradlinige, saubere Komposition gestärkt. Nehmen wir all die Linien und Muster, die uns hier durch das Bild ziehen, in Betracht, wäre genau das hier der Fall, <strong>wenn das Bild nicht durch die Verwendung eines Weitwinkelobjektivs verzerrt wäre</strong>.</p>
<p>Ein etwas anderer Blickwinkel und eine üblichere Brennweite, etwa 50mm, hätte besser funktioniert. Obwohl das von mir bearbeitete Bild nicht vollständig wiedergibt, wie es hätte sein können, zeigt es doch die visuelle Stärke der begradigten, sich verflüchtigenden Linien.</p>
<p>Jeder Ort, den wir besuchen und fotografieren, hat seine eigene Atmosphäre und seinen eigenen Charakter.</p>
<p>Diese präzise mit einer Kamera einzufangen erfordert Sensibilität kombiniert mit technischer und kompositorischer Anpassungsfähigkeit.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Manuelle Belichtung: Komponenten zusammenbringen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/11/24/manuelle-belichtung-komponenten-zusammenbringen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/11/24/manuelle-belichtung-komponenten-zusammenbringen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 10:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Beleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Blitz]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlicht]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit dem manuellen Modus kann man schicke Effekte erzielen. Dabei sollten jedoch alle anderen Aspekte des Fotos gleich stark sein.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mit dem manuellen Modus kann man recht schicke Effekte erzielen. Dabei sollten jedoch alle anderen Aspekte des Fotos gleichermassen stark sein, um ein Bild mit nachhaltiger Wirkung entstehen zu lassen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/11/24/manuelle-belichtung-komponenten-zusammenbringen/portrait-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/11/portrait-small.jpg" width="250" height="376"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stefan Fürtbauer)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Auf vielfachen Wunsch ein weiteres Portrait meiner Freundin&#8230; ;-) Ich bin mit dem Bild nicht 100% zufrieden und mir einiger kleiner Fehler auch bewusst. Trotz alledem würde mich Eure fundierte Kritik sehr interessieren!</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/lensbert/">Stefan Fürtbauer</a>:</strong></p>
<p>Seitdem viele Leute hochqualitative Digitalkameras mit manuellen Einstellungen nutzen, werden häufig Effekte angewendet, die einst für den Amateur unerreichbar schienen. Der manuellen Modus hat es hier ermöglicht, dass die Sonne einen Überbelichteten Kaleidoskopeffekt schafft, während der Blitz das Gesicht der Person belichtet und so das starke Gegenlicht kompensiert.<small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"><br /></a></small></p>
<p><span id="more-15479"></span>
<p>In solchen Lichtverhältnissen werden Kameras, die auf Automatik eingestellt sind, oft das Objekt unterbelichten.</p>
<p>Der manuelle Modus erlaubt einem, den Belichtungsmesser zu überlisten, wenn er angibt, das Foto sei unter- oder überbelichtet. So kannst Du anstatt der Kamera entscheiden, wie Dein Foto aussehen wird.</p>
<p>Während der Effekt der Sonne und des Blitzes hier ein gutes Ergebnis liefern, sind andere Dinge im Bild nicht von gleicher Stärke. Das Haar der Frau, das ihr ins Gesicht weht, fügt einen schönen Aspekt hinzu, die paar Strähnen, die in ihrem Mund enden, sind jedoch ablenkend und schwächen die Stimmung des Bildes.</p>
<p>Zweitens passt ihr Gesichtsausdruck stilistisch nicht zur Beleuchtung oder zum Setting. Diese Art Belichtung repräsentiert für mich hier Frische, Reinheit und vielleicht Unabhängigkeit. Ihr Ausdruck scheint hingegen fragend, misstrauisch und unsicher.</p>
<p>Sicherlich sind dies kleine Details, sie machen aber einen himmelweiten Unterschied. Es sind all diese Dinge, die zusammen ein gutes Foto ausmachen. Jeder Fotograf, ob Amateur oder Professioneller, kämpft darum, dies zu erreichen.</p>
<p>Um ein eindrucksvolles Beispiel zu sehen, sieh Dir dieses grossartige Guardian Video über die <a href="http://www.guardian.co.uk/artanddesign/video/2009/oct/22/jane-bown-exposure-photography">Fotografin Jane Brown</a> an</p>
<p>Ihre fünf Fotos von Samuel Beckett sind fast identisch. Aber die winzigen Unterschiede in seinen Gesichtsausdrücken, und die kleinen Veränderungen in der Komposition machen das mittlere Bild zum ausdruckstärksten.</p>
<p>Es scheint, Du hast den manuellen Modus und die Beleuchtung schon gut drauf, jetzt ist es an der Zeit, alles zusammenzufügen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Flugzeughimmel: Wie nah ist zu nah?</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/11/12/flugzeughimmel-wie-nah-ist-zu-nah/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/11/12/flugzeughimmel-wie-nah-ist-zu-nah/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 10:03:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[David Burnett]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Capa]]></category>
		<category><![CDATA[Weite]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Bild sollte Raum bieten, damit der Blick des Betrachters schweifen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Egal, ob Nah- oder Fernaufnahme, Weitwinkel oder Zoom: Jedes Bild sollte Raum bieten, damit der Blick des Betrachters schweifen kann.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/11/12/flugzeughimmel-wie-nah-ist-zu-nah/flugzeug-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/11/flugzeug-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sergej Holzmann)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild ist auf einem Flugplatz entstanden, während ich auf einen Freund gewartet habe, der auf dem Weg zu seinem Fallschirmsprung war. Diese Maschine stand zum Start bereit, und ich wollte ein Bild einfangen, welches ein bisschen die Pilotperspektive darstellt&#8230; Da nur der Himmel durch ein Flugzeugfenster zu langweilig wäre, habe ich auch einen Teil der Fliegernase mit drauf genommen.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/sergio_85">Sergej Holzmann</a>:</strong></p>
<p>Die Belichtung ist gut, die Farben sind schön, die Komposition etwas neuartig und es gibt genug Abstraktion, um die Aufmerksamkeit des Betrachters länger zu halten, als nur für einen flüchtigen Blick mit einem quittierenden Kopfnicken. Trotz alledem fehlen diesem Bild Qualitäten, die es bemerkenswert machten:</p>
<p><span id="more-15333"></span>
<p>Laut Robert Capa und seinem Mantra: “Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran” ist es zugegebenerweise schwer, sich vorzustellen, dass du noch näher hättest rankommen können, es sei denn, Du hättest im Pilotensessel gesessen (was eigentlich eine gute Idee hätte sein können).</p>
<p>Indem Du so nah dran bist, und das Objekt so im Rahmen platziert ist, wie es ist, wirkt die Komposition erdrückend. Es gibt keinen Raum, der es dem Betrachter erlaubt, zu reagieren, oder seinen Blick wandern zu lassen. Verglichen mit dem Flugzeug erscheint der Himmel zu klein und unterrepräsentiert, was dem Bild eine gekünstelte Atmosphäre verleiht.</p>
<p>David Burnett, ein hochbegabter und überaus produktiver Fotojournalist, der versuchte, Robert Capas Theorie zu widerlegen, sieht die Dinge aus einer anderen Perspektive. Mit seiner 57 Fotos umfassenden Galerie zeigt <a href="http://www.davidburnett.com">David Burnett</a>, dass aussagekräftige, starke Bilder nicht notwendigerweise physische Nähe voraussetzen (in vielen von Capas Fotos gibt es auch einen sichtbaren Abstand zwischen ihm und seinen Objekten).</p>
<p>Eine umfassendere Sicht der Szene, entweder mit hHilfe eines Weitwinkelobjektivs oder mit größerer Entfernung zum Objekt erstellt, hätte zu einem größeren Kontrast zwischen dem Flugzeug und der ungeheuren Weite des Himmels geführt. Und dem Betrachter hätte es den nötigen Raum gegeben, um seinen Blick wandern lassen zu können.</p>
<p>Natürlich gibt es keine universelle Antwort dafür, wie weit man sich von seinem Objekt befinden sollte. Es hängt von der jeweiligen Szene und Situation ab. Aber ob nah a la Capa oder fern a la Burnett: mach es hervorstechend.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Papierflieger-Spiegelbild: Abstrakte Kommunikation</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/11/09/papierflieger-spiegelbild-abstrakte-kommunikation/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/11/09/papierflieger-spiegelbild-abstrakte-kommunikation/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 10:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Körnung]]></category>
		<category><![CDATA[Picasso]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fokussiert.com/?p=15290</guid>
		<description><![CDATA[Reduktion und Abstraktion können Bilder mit wesentlich erweitertem Bedeutungsumfang erzeugen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Leichte Abstraktion kann so gut wie jedes noch so unscheinbare Objekt in eine Darstellung von etwas Bedeutsamem und sogar Aufwühlendem verwandeln.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/11/09/papierflieger-spiegelbild-abstrakte-kommunikation/papierflieger-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/11/papierflieger-small.jpg" width="300" height="449"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christoph Hellmuth)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Die Idee war es, eine nicht mehr vorhandene Grenze zwischen Realität und Spiegelwelt zu schaffen. Mit Schwarz-Weiss habe ich versucht durch die farbliche Reduktion den Blick nochmal auf das wesentliche zu lenken.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Christoph Hellmuth<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Dies ist eine Art Foto, das mich nun schon eine ganze Weile mehr interessiert, als ich je für möglich gehalten hätte. Obwohl es wegen seiner Einfachheit und Thematik zunächst dumpf wirken mag, gibt es jedoch noch sehr viel mehr zu bedenken:</p>
<p><small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"></a></small> </p>
<p><span id="more-15290"></span>
<p>Das Thema sind ein paar einfache Papierflugzeuge, Kinderspielzeug sozusagen. Indem der Fotograf uns jedoch eine gelungene visuelle Interpretation der Flugzeuge liefert, legt er uns eine Reihe von möglichen Auslegungen ihrer Symbolik nahe.</p>
<p>Selbst im Zeitalter der Skeptiker wird Spielzeug als ein Symbol spielender Kinder, vielleicht sogar einer unbekümmerten Welt, verstanden.</p>
<p>Da es sich hier jedoch um Flugzeuge handelt, die auch noch auf eine solch fragende und irgendwie bestimmte Weise im Bild platziert sind, werden wir gezwungen, über die negativen Seiten des Fliegens nachzudenken: Abstürze, Bomben, Krieg.</p>
<p>Was auch immer der Einzelne hier sehen mag, es ist die leichte Abstraktion in diesem Bild, die es provozierend und damit bemerkenswert macht. Die Abstraktion rührt von den weichen Grautönen, dem weichen Fokus, sowie von der Kompositionsstruktur der Schatten und Linien her.</p>
<p>Die Nahaufnahme tut ihr übriges. Das Bildrauschen, das durch das Verwenden eines höheren ISO-Wertes entsteht, erinnert an die Körnung von Negativen, was dem Bild eine organische, historische Stimmung verleiht, die bei digitaler Fotografie oft verloren geht. Die abstrakte Darstellung in diesem Foto macht es sowohl dauerhaft als auch vergänglich.</p>
<p>Um mit Picassos Worten zu umschreiben: man sollte nicht das fotografieren, was man sieht, sondern was man denkt. In diesem Fall hat der Fotograf seine Gedanken sehr gut umgesetzt.</p>
<p>Jetzt, wo der Fotograf ein so einfaches und dennoch faszinierendes Bild geschaffen hat, könnte er überlegen, es Teil einer größeren Serie oder eines Projekts werden zu lassen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
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		<title>Romantisches Porträt: Beständige Perfektion à la Newton</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/07/10/romantisches-portraet-bestaendige-perfektion-a-la-newton/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/07/10/romantisches-portraet-bestaendige-perfektion-a-la-newton/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 09:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäude]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Newton]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ruine]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Kontinuität von Botschaft, Stil und Atmosphäre: Warum Inszenierung perfekt sein muss. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Kontinuität von Botschaft, Stil und Atmosphäre: Warum Inszenierung perfekt sein muss. </h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/07/10/romantisches-portraet-bestaendige-perfektion-a-la-newton/paarportraet-1-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/07/paarportraet-1-small.jpg" width="450" height="301"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Pascal Reis)." /></a></em></p>
<p><em><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></em></p>
<blockquote><p><em><a title="Die Rückeroberung" href="http://fokussiert.com/2009/04/17/die-rueckeroberung-moderne-ruinenlandschaft/">Florian Sprengers Bild</a> war die Grundlage für dieses Shooting. Nach seiner Bildbesprechung hier bei fokussiert war er so freundlich, mir die Adresse in Wien zu nennen. Eine Freundin und ein befreundetes Modell aus Wien ermöglichten dann dieses Shooting &#8220;on Location&#8221; in dieser surrealen Umgebung. Fotografiert habe ich mit einer D80 und dem 24-70 2.8 sowie einem SB-600 auf einem Gorillapod, der die Personen zusätzlich zum Abendlicht ausleuchtete.</em></p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/pascalreis">Pascal Reis</a>:</strong></p>
<p>Einer der berühmtesten Figuren im historischen Pantheon der Fotografie, nämlich Helmut Newton, schuf Fotos reich beladen mit Stil und Atmosphäre. Zudem, was ebenfalls von großer Wichtigkeit ist, verfügen Newtons Bilder über Kontinuität.</p>
<p><span id="more-12961"></span>
<p>Mit dem Begriff „Kontinuität“ meine ich die Tatsache, dass, während die Botschaft seiner Fotos der Interpretation offen bleiben, die Bilder selbst was Stimmung und Details angeht Beständigkeit aufweisen.</p>
<p>Im Gegensatz zu Newton sehe ich hier allerdings verwirrende, gemischte Botschaften. Der Mann ist gut angezogen, scheint bereit zum Ausgehen, während die Frau vergleichsweise lässig gekleidet ist. Seine Haltung ist entspannt und supercool, sie erscheint dagegen hölzern und unbequem in ihrer Pose. Sie scheinen schlichtweg nicht zusammen zu passen.</p>
<p>Wie oft in der Porträtfotografie ist hier das Setting ein baufälliges Gebäude. Obwohl diese Art von Hintergrund durchaus hilfreich ist, um eine gewisse Stimmung zu erzeugen, verlassen sich Fotografen zu oft und zu sehr auf derartige Settings, um eine Atmosphäre zu schaffen, die besser durch ein Zusammenspiel von Setting, Objekt, Beleuchtung und Komposition erzeugt werden sollte.</p>
<p>In diesem Bild existiert keine klare Verbindung zwischen den Menschen und dem Setting. Weshalb stehen diese beiden Personen inmitten dieses Raumes, auf einem Häufchen Altmetall?</p>
<p>Die Komposition ist nicht schlecht; Du hast das Pärchen an der linken Linie des rechten Bilddrittels platziert und die Rundung des Gebäudes genutzt, um unseren Blick von links nach rechts zu führen. Die Belichtung des Paares ist ein paar Punkte heller als der Hintergrund, was unser Augenmerk auf die beiden zieht.</p>
<p>Aber wieso ist da dieser große weiße Fleck auf dem Fußboden in der linken Bildhälfte? Und auch den weißen, vermutlich unbeabsichtigten Streifen auf dem Bein des Mannes finde ich störend.</p>
<p>Newton war bemüht, bei jedem seiner Fotos aufs Neue ein komplettes Bild mit perfekten Komponenten zu konstruieren. Das wäre auch für Dich ein guter Leitgedanke.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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		<title>Waldausgang: Archetypen nachahmen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/07/08/waldausgang-archetypen-nachahmen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/07/08/waldausgang-archetypen-nachahmen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 09:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ansel Adams]]></category>
		<category><![CDATA[Galen Rowell]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben uns an eine gewisse Form und Stimmung gewöhnt, die wir wahrnehmen und bewundern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Da wir täglich Bildern aller Art ausgesetzt sind, haben wir uns daran gewöhnt, in Fotos eine gewisse Form und Stimmung zu erwarten, die wir wahrnehmen und bewundern.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/07/08/waldausgang-archetypen-nachahmen/archetyplandschaft-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/07/archetyplandschaft-small.jpg" width="300" height="400"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Fabian Rouwen)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Sommer in der Rhön. Das Bild wird von den Bäumen gerahmt und führt in die Tiefe.</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Fabian Rouwen<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Weil wir heutzutage mit so vielen Fotos von allen erdenklichen Dingen konfrontiert werden, ist es keine Überraschung, dass wir beim Visualisieren der meisten Dinge in Archetypen denken. Die natürliche Umgebung wird zum Beispiel oft als die monochrome Welt eines Anselm Adams’ oder als das übersättigte Farbuniversum eines Galen Rowell in unseren inneren visuellen Bibliotheken katalogisiert. Es macht also Sinn, dass wir von gewissen Szenen erwarten, auf bestimmte Weise fotografiert zu werden, und dass wir die Arbeit berühmter Fotografen nachahmen.<small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"></a></small></p>
<p><span id="more-12951"></span>
<p>Ein eigener Stil oder das Aufgreifen von etwas Neuem ist natürlich erfrischend und etwas, das geschätzt werden sollte. Wenn das Resultat jedoch ein Foto ohne jeden Höhepunkt ist, kann es durchaus empfehlenswert sein, seinen Lieblingsfotografen zu imitieren, um eigene inspirierende Bilder zu machen.</p>
<p>Für jeden, der an Landschaftsfotografie interessiert ist, ist <a title="Galen Rowell" href="http://mountainlight.com/">Galen Rowells</a> Arbeit eine gute Ausgangsbasis. Rowell hatte, was die technische Seite der Fotografie angeht, einen sehr hohen Wissensstand und hatte stets die Leidenschaft, den Mehraufwand zu betreiben, den es brauchte, um das Bild seiner Vision nach zu gestalten.</p>
<p>In Rowells Fotos sind die Kompositionen ausgewogen und führen unseren Blick zu einem bestimmten Punkt oder Objekt. Sogar in schwierigen Lichtverhältnissen sind seine Bilder selten unter- oder überbelichtet, und er wusste genau, wie er Effekte erzeugen konnte, die am besten zur jeweiligen Szene passte (Silhouetten, ein gebogener Horizont, Hyperfocus). Rowell plante viele seiner Fotos im voraus, indem er Orte auskundschaftete und perfekte Blickwinkel ausfindig machte.</p>
<p>Dein Foto scheint ein schneller, spontaner Schnappschuss eines ruhigen Moments zu sein. Ich finde es jedoch nicht übermäßig interessant, weil das Licht keine ansprechende Farbe hat, der Himmel überbelichtet ist, und es nicht klar ist, wo Du uns hinführen möchtest, oder was das Hauptobjekt ist.</p>
<p>Schöneres Licht (am frühen Morgen oder am Abend), ein schärferer Hintergrund und eine klares Hauptobjekt hätten Dein Foto grundlegend verändert.</p>
<p>Du schreibst über die Bäume: „Das Bild wird von den Bäumen gerahmt und führt in die Tiefe.“ Das ist ein gutes kompositorisches Stilmittel, das in diesem Fall effektiver wäre, wenn der Vordergrund weniger, und der Hintergrund dafür absolut scharf wäre.</p>
<p>Zu lernen, was die Profis tun und sie zu imitieren kann Dir helfen, großartige Fotos zu machen. Und mit nur ein paar kleinen Veränderungen werden vielleicht auch bald andere Deine Bilder imitieren.</p>
<ul>
<li>Galen Rowell &#8211;  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939128112?ie=UTF8&tag=blwfok-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=3939128112">Nordamerika in faszinierenden Naturaufnahmen (Affiliate-Link)</a> </li>
<li>Ansel Adams &#8211;  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/082121750X?ie=UTF8&tag=blwfok-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=082121750X">The Making Of 40 Photographs (Affiliate-Link)</a> </li>
</ul>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Strassenbild: Komposition und Metapher</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/07/06/strassenbild-komposition-und-metapher/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/07/06/strassenbild-komposition-und-metapher/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 08:45:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[William Eggleston]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine gute Gegenüberstellung simpler Details kann zu interessanten Metaphern und aussagekräftigen Fotos führen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine gute Gegenüberstellung simpler Details kann zu interessanten Metaphern und aussagekräftigen Fotos führen.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/07/06/strassenbild-komposition-und-metapher/quartierschuss-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/07/quartierschuss-small.jpg" width="300" height="447"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nicolas Bruckmann)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Foto ist vor nicht allzu langer Zeit am frühen Abend auf dem Weg irgendwo hin entstanden. Ich schleppe meine Kamera eigentlich immer und überall hin mit . . . Weil ich noch auf der Suche nach meiner eigenen visuellen Sprache bin kopiere ich (natürlich nicht ausschliesslich!) gerne meine Vorbilder. In diesem Falle William Eggleston. Obwohl Mr. Eggleston, für mein Empfinden mehr &#8220;Raum&#8221; in seinen Fotos hat, finde ich, dass Lichtstimmung, Farbigkeit und die &#8220;Banalität&#8221; des Inhalts an ihn erinnern. Meiner Meinung nach ist das nachahmen von Vorbildern eine ziemlich gute Lernmethode, von der man sich, meint man es denn ernst, später ganz automatisch löst. Was denkt Ihr darüber?</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.strychnine.de">Nicolas Bruckmann</a>:</strong></p>
<p>Ich denke, Du bist in beiderlei Hinsicht auf dem richtigen Weg. Das Nachahmen von Vorbildern ist eine ziemlich gute Lernmethode, und Dein Bild hat etwas vom Geist <a title="William Eggleston" href="http://fokussiert.com/2008/10/06/william-eggleston-fotograf-kuenstlerische-farbfotografie/">William Egglestons</a>.</p>
<p><span id="more-12957"></span>
<p>Egglestone <a title="Eggleston in München" href="http://fokussiert.com/2009/02/28/william-eggleston-alles-ist-bildwuerdig/">schafft Werke, die an der Gesellschaft Maß nehmen</a>, und uns zur Auseinandersetzung mit der Frage „Wer sind wir?“ zwingen können.</p>
<p>Obwohl Dein Bild weniger Raum aufweist, als es seine Bilder gewöhnlich tun, verfügt Dein Foto in ähnlicher Weise über Aspekte, die für Interpretation offen sind und als Kommentar zur Gesellschaft gewertet werden könnten.</p>
<p>Metaphorisch gesehen repräsentieren Autos offene Straßen, Freiheit und Flucht aus dem Alltag.</p>
<p>Das Auto auf diese Weise einzufangen, nämlich den Häusern abgewandt und aus dem Rahmen hängend, könnte andeuten, dass der Besitzer, der vielleicht sogar am Steuer sitzt, bereit ist, loszufahren, um diese kleinkarierte Szene für immer hinter sich zu lassen. Dies ist ein wirksamer Kontrast zwischen der Sicherheit des eigenen Heims und der Vertautheit der Außenwelt und dem Ungewissen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/07/06/strassenbild-komposition-und-metapher/quartierstrasse-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/07/quartierstrasse-small.jpg" width="220" height="328"  alt="Kein Blickfang" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Weil der Lufterfrischer das einzige knallfarbene Objekt in der ansonsten neutral gehaltenen Szene ist, wird unser Blick sofort von ihm angezogen. Ohne dieses (siehe Beispiel) sehr einfache, banale, und gewisserweise kitschige Element wäre das Foto nicht annährend so interessant, und es gäbe weniger Grund zu Spekulation.</p>
<p>Doch fragen wir uns wegen ihm, ob der Wagen nicht zu einem der Anwohner mit diesem gewissen Sinn für Style gehört, oder einen auswärtigen Besitzer hat, dem die üblichen kleinstädtischen Charaktere und Klischees fremd sind. Zugleich zeigt es, wie wir alle unsere Umwelt nach unserem jeweiligen Geschmack formen wollen, um sie für uns bequemer zu machen.</p>
<p>Es war ein Glück, dass Du Deine Kamera dabei hattest und diese Szene bemerkt hast, denn dieses simple Foto ist sehr interessant.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26x%3D0%26ref%255F%3Dnb%255Fss%255Feb%26y%3D0%26field-keywords%3DWilliam%2520Eggleston%26url%3Dsearch-alias%253Daps&amp;site-redirect=de&amp;tag=blwneu-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">William Eggleston (Affiliate Link)</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=blwneu-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1"  alt="" /><br /></p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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		<item>
		<title>Situationsporträt: Bezug schaffen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/05/28/situationsportraet-bezug-schaffen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/05/28/situationsportraet-bezug-schaffen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 May 2009 09:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Für ausdrucksstarke Portraitfotos sollte man versuchen, hinter die allgemeine Fassade eines Gesichts zu schauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Für ausdrucksstarke Portraitfotos sollte man versuchen, hinter die allgemeine Fassade eines Gesichts zu schauen, um etwas über Persönlichkeit zu entdecken.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/05/28/situationsportraet-bezug-schaffen/portraetjpg-2/" title="© Seraina Balke - Canon EOS 450D - 1/160s - f/5.6 - ISO 400 - 55mm"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/05/portraet.jpg" width="214" height="320"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Seraina Balke)" /><br /></p>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.facebook.com">Seraina Balke</a>:</strong></p>
<p>Von all den verschiedenen Arten von Porträtfotografie sind Situationsporträts eine von den besten und einfachsten Möglichkeiten, um einen Einblick in eine Person zu gewinnen. Im Gegensatz zu Porträtfotos, die sich hauptsächlich auf die äußerlichen Merkmale konzentrieren, setzen Situationsporträts die Person in Bezug zu ihrem jeweiligen Beruf, ihren Leidenschaften, oder ihren Interessen.</p>
<p><span id="more-12162"></span>
<p>Schon auf den ersten Blick merkt man bei diesem Foto zum Beispiel, dass die dargestellte Person eine Verbindung zu diesem Wald oder der Natur allgemein hat. Wäre es stattdessen ein bunter Stoffhintergrund gewesen, wäre die Person rätselhafter gewesen. Trotz der Szenerie hat der Mann auf dem Foto etwas nicht Eindeutiges. Seine Jacke wirkt eher urban, und mir scheint es, als ob er an diesem Ort nicht sehr viel Zeit verbringt. Das ergibt einen interessanten Kontrast und dem Foto Tiefe. Wenn er die gängigen Outdoor-Klamotten tragen würde, gäbe es weniger Spannung und kein gegensätzliches Element, das unsere Vorstellungskraft anstachelt.</p>
<p>Für aussagekräftige Porträts ist es wichtig, hinter die allgemeingültige Fassade einer Person zu schauen und etwas über ihren Charakter zu entdecken. Im Studio benehmen sich die Leute meist verlegen oder unruhig. Wenn man sie aber an einem Ort fotografiert, den sie gewohnt sind, wie zum Beispiel in ihrem Zuhause oder an ihrem Lieblingsplatz, können sie eher sie selbst sein und sind ungezwungen vor der Kamera. Das merkt man auch deutlich auf den Fotos.</p>
<p>Obwohl die Person auf diesem Foto locker wirkt, ist das Porträt als Ganzes eher schwach. Ein Problem ist es, dass die Person nicht gut zum Hintergrund passt. Es gibt keine ergänzenden Formen oder Linien, die zu der Person führen oder sie umrahmen. Am oberen Bildrand gibt es zuviel freie Fläche. Freier Raum kann zwar ein ausdruckstarkes Gestaltungsmittel sein, hier wurde das aber nicht effektiv umgesetzt. Du könntest die Aufmerksamkeit mehr auf die Person lenken und somit die Beziehung zum Betrachter verstärken, wenn du oben etwas wegschneiden würdest.</p>
<p>Denke daran, dass das Wichtigste bei Porträtfotografien die Beziehung zwischen Subjekt und Betrachter ist, unabhängig von Szenerie, Bildausschnitt oder Kleidung.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Strassen-Meditation: Den Gegensatz betonen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/05/27/strassen-meditation-den-gegensatz-betonen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/05/27/strassen-meditation-den-gegensatz-betonen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 May 2009 09:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gegensatz]]></category>
		<category><![CDATA[Großstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrast]]></category>
		<category><![CDATA[Widerspruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Egal, ob du mit deinem Foto eine Aussage treffen willst oder nur eine farbenfrohe Komposition anstrebst, du solltest das fertige Bild vor deinem inneren Auge haben und dich darauf konzentrieren, bevor du den Auslöser drückst.

Kommentar des Fotografen:
April 2009, Mailand. Im Rahmen der Design und Möbelmesse in Mailand gab es in der Stadt viele interessante Aktionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Egal, ob du mit deinem Foto eine Aussage treffen willst oder nur eine farbenfrohe Komposition anstrebst, du solltest das fertige Bild vor deinem inneren Auge haben und dich darauf konzentrieren, bevor du den Auslöser drückst.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/05/27/strassen-meditation-den-gegensatz-betonen/mailandjpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/05/mailand-small.jpg" width="300" height="399"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniele Capra)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>April 2009, Mailand. Im Rahmen der Design und Möbelmesse in Mailand gab es in der Stadt viele interessante Aktionen und Initiativen zu sehen. Besonders gefallen hat mir dieser grüne &#8220;Meditationscontainer&#8221; mitten in der Stadt. Ich habe versucht, die Ruhe dieser grünen Insel im Verkehr zu vermitteln, die im Widerspruch zum hektischen Stadtleben in Mailand steht.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von Daniele Capra:</strong></p>
<p>Ruhige Szenen wie diese kann man in interessanten Fotos festhalten, keine Frage. Da sie aber so „ruhig“ sind, muss der Fotograf, wenn er etwas visuell Aussagekräftiges schaffen will, durch die Bildkomposition, die Farbe, die Beleuchtung oder das Gefühl die fehlende Handlung kompensieren.</p>
<p><span id="more-12173"></span>
<p>Es stimmt schon, dass die Szene ihre Stärke größtenteils durch den Erwartungsbruch gewinnt, einen Meditationscontainer direkt neben einer Straße zu finden. Aber leider fehlt in der Bildkomposition <strong>ein sichtbarer Kontrast</strong> zwischen der Stille des Meditationscontainers und des hektischen Stadtlebens in Mailand.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/05/27/strassen-meditation-den-gegensatz-betonen/mailand-2jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/05/mailand-2-small.jpg" width="200" height="212"  alt="Ein beherzter Schnitt konzentriert sich auf das Wesentliche." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, wenn du <strong>hinter der meditierenden Frau im Gras gestanden hättest und eine weitwinklige Einstellung</strong> auf die ganze Szene gehabt hättest. Das hätte genau die Gegenüberstellung, die du zeigen wolltest, ausgedrückt. Außerdem hättest du auf diese Weise vermeiden können, dass soviel trüber Himmel auf deinem Foto zu sehen ist.</p>
<p>Fotografie ist nur durch die eigene Vorstellungskraft begrenzt, und bei dieser Aufnahme sehe ich viele Möglichkeiten. Zum Beispiel hättest du die Frau von vorn fotografieren und sie in die Mitte des Bildrahmens setzen können. Die meditierende Frau mit Gebäuden oder vielleicht ein paar fahrenden Autos oder Fußgängern im Hintergrund wäre visuell sehr aussagekräftig gewesen.</p>
<p>Oder eine andere Möglichkeit wäre, wie in dem ersten Beispiel, nur die Farben und Formen zu benutzen, um eine interessante Komposition zu schaffen, anstatt eine Aussage zu treffen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/05/27/strassen-meditation-den-gegensatz-betonen/mailand-1jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/05/mailand-1-small.jpg" width="200" height="212"  alt="Spannung durch weniger Schärfentiefe!" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Du hättest auch eine geringere Schärfentiefe einstellen können, wie in dem zweiten Beispiel, um die Frau scharf zu fokussieren, inmitten einer unscharf gehaltenen Stadt. Das hätte in diesem Zusammenhang irgendwie metaphorisch gewirkt.</p>
<p>Für dich als Fotograf sollte das Drücken des Auslösers nicht der wichtigste Moment sein. Bedeutender ist zu visualisieren, was in genau diesem Moment passiert und sich darauf vorzubereiten, was daraus im Bild werden wird.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Karneval auf Teneriffa: Näher ran!</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/05/25/karneval-auf-teneriffa-stimmungsbilder/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/05/25/karneval-auf-teneriffa-stimmungsbilder/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 09:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>

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		<description><![CDATA[Um tolle Stimmungsbilder zu bekommen, brauchst du entweder einen Termin oder viel Zeit, Glück und Geduld. Das Teleobjektiv ist dabei eine undankbare Krücke: Es schafft Distanz statt Nähe.

Kommentar des Fotografen:
Der Karneval auf Teneriffa ist der zweitgrößte der Welt. Im Februar finden überall auf der Insel Festivitäten unterschiedlicher Größe statt, die bis in die Morgenstunden andauern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Um tolle Stimmungsbilder zu bekommen, brauchst du entweder einen Termin oder viel Zeit, Glück und Geduld. Das Teleobjektiv ist dabei eine undankbare Krücke: Es schafft Distanz statt Nähe.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/05/25/karneval-auf-teneriffa-stimmungsbilder/stimmungjpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/05/stimmung-small.jpg" width="300" height="297"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ulrich Brodde)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Der Karneval auf Teneriffa ist der zweitgrößte der Welt. Im Februar finden überall auf der Insel Festivitäten unterschiedlicher Größe statt, die bis in die Morgenstunden andauern. Das bunte Treiben habe ich in den letzten Jahren ausgiebig fotografiert und wollte in diesem Jahr etwas andere &#8220;Stimmungs&#8221;bilder vom Karneval machen. Ob mir dieses mit diesem Foto gelungen ist und auch, ob die etwas experimentelle Art der Bearbeitung beim Betrachter ankommen, möchte ich gerne wissen. P.S. Bei den Kategorien fehlt m.E. die &#8220;street-Fotografie&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.thewebphotogallery.com">Ulrich Brodde</a> :</strong></p>
<p>Von Karnevalfeiern erwarten wir Paraden und Tanzen. Aber was passiert eigentlich hinter den Kulissen? In diesem Fall wollte der Fotograf Stimmungsbilder schaffen; alles anderes als die üblichen Paraden- und Partyfotos.</p>
<p>Dafür gibt es normalerweise zwei Möglichkeiten:</p>
<p><span id="more-12165"></span>
<p>Man kann durch die Straßen ziehen und nach interessanten Motiven suchen. Dazu braucht man Zeit, Geduld und Glück. Dabei kann es auch passieren, dass man es <strong>nicht schafft</strong>, die Fotos zu machen, auf die man gehofft hat. Die zweite Möglichkeit ist es, einen Termin zu vereinbaren, um die Leute hinter den Kulissen zu fotografieren &#8211; vielleicht während sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten oder nach der Parade, wenn sie müde sind und alles andere als glamourös aussehen.</p>
<p>In diesem Fall sieht es so aus, als hätte der Fotograf die erste Möglichkeit gewählt und wäre in den frühen Morgenstunden durch die Straßen gezogen.</p>
<p>Alles, was ungewöhnlich oder seltsam erscheint, eignet sich normalerweise gut als Motiv. Hier z.B. sehen wir einen Mann in einem ungewöhnlichen Kostüm, der an zwei eher traditionell gekleideten Frauen vorbeiläuft. Das ist ein schöner Kontrast, aber er reicht nicht aus, um eine starke Verbindung zwischen dem Motiv und den Betrachtern herzustellen.</p>
<p>Es hätte vielleicht geholfen, den Abstand zwischen dir und dem Motiv zu verringern. <strong>Lass das Teleobjektiv weg,</strong> benutze deine Beine anstatt des Zooms und geh nah an dein Motiv heran. Wenn du ein 28mm, 35mm oder vielleicht sogar ein 50mm Objektiv benutzt, musst du dich <strong>viel mehr mit deinem Motiv auseinandersetzen,</strong> und durch die Nähe bekommst du ein besseres Gefühl für das, was du fotografieren möchtest.</p>
<p>Außerdem solltest du fordernd sein, Ausdauer haben und auf den genau richtigen Moment warten. Gib dich nicht mit irgendetwas Mittelmäßigem zufrieden.</p>
<p>Der auf diesem Foto eingefangene Moment hat Potential. Das Ergebnis ist aber nicht ausgereift.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Achat-Makro: Dinosaurier, Vögel und Meereswellen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/02/24/achat-makro-dinosaurier-voegel-und-meereswellen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/02/24/achat-makro-dinosaurier-voegel-und-meereswellen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 08:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Makro]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch eine interessante Beleuchtung oder einen kreativen Einsatz von Schärfentiefe kann man abstrakt anmutende Makro-Fotos interessanter machen.

Kommentar des Fotografen:
Ich mache Makro-Aufnahmen vom Innenleben spezieller Achate. Dieses Bild stellt einen Ursaurier in der Wüste dar (meine Interpretation:-) Bildgrösse 5mm! Aufnahme bei Sonnenlicht, Objektiv Canon MP-E 65mm F2.8 1-5x, ISO 100, Belichtungszeit 2 Sek. Das Problem bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Durch eine interessante Beleuchtung oder einen kreativen Einsatz von Schärfentiefe kann man abstrakt anmutende Makro-Fotos interessanter machen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/02/24/achat-makro-dinosaurier-voegel-und-meereswellen/achatjpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/02/achat-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Kurt Worni)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ich mache Makro-Aufnahmen vom Innenleben spezieller Achate. Dieses Bild stellt einen Ursaurier in der Wüste dar (meine Interpretation:-) Bildgrösse 5mm! Aufnahme bei Sonnenlicht, Objektiv Canon MP-E 65mm F2.8 1-5x, ISO 100, Belichtungszeit 2 Sek. Das Problem bei diesen Fotos ist wie bekannt die Tiefenschärfe, zumal ich die Fotos bis zu 80&#215;120 cm vergrössere.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Kurt Worni<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Trotz des Aufgebots an Formen, Mustern und flotten Farben wirken Fotos wie diese auf die meisten Menschen etwas einfach. Obwohl ich verstehen kann, dass man solch ein Motiv fotografieren möchte, braucht man meiner Meinung nach viel Kreativität, um ein wirklich interessantes Foto zu machen.</p>
<p><span id="more-10078"></span>
<p>Wenn man sich das Foto genauer anschaut, kann man abstrakte Figuren bekannter Gegenstände entdecken. Vielleicht sieht man einen Dinosaurier, einen Vogel oder eine Meereswelle. Der eigentliche Bildinhalt ist nicht so wichtig.</p>
<p>Es ist erst einmal wichtig, so zu planen, dass die Formen und Muster unsere Augen durch das Foto führen, und zum zweiten muss das, was man fotografiert, visuell stimmig und ästhetisch überzeugend sein. Obwohl der Fotograf bei diesem Foto gut gearbeitet hat, glaube ich nicht, dass es ausreichend ist.</p>
<p>Wenn man Beleuchtung und Schärfentiefe kreativ einsetzt, kann man solche Fotos extrem verbessern. Abhängig von der Dicke des Steins könntest du zum Beispiel versuchen, ihn von hinten zu beleuchten, vielleicht in dem du ihn auf einen Leuchttisch legst. Oder du könntest ihn von der Seite beleuchten, um eventuelle Unebenheiten hervorzuheben und dadurch der Oberfläche mehr Textur zu geben.</p>
<p>Eine andere Möglichkeit wäre es, eine punktuelle Spot-Beleuchtung zu benutzen, um nur bestimmte Stellen zu beleuchten und andere dunkel zu lassen.</p>
<p>Wenn du einen anderen, weniger direkten Winkel wählst, könntest du eine größere Schärfentiefe benutzen, um bestimmte Stellen unscharf zu machen, dadurch erhält das Foto mehr Spannung und wirkt geheimnisvoller.</p>
<p>Etwas mehr Kreativität könnte solche Fotos mehr Spannung und Tiefe geben. Verbunden mit den Dinosauriern und Vögeln könnte man somit den Interessen des Betrachters besser nachkommen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>

<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/10/30/superzoom-makro-echse-ganz-nah/">Superzoom-Makro: Echse ganz nah</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(30. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/10/01/lichtschrift-idee-vs-aesthetik/">Lichtschrift: Idee vs. Ästhetik</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(1. Oktober 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/05/22/tele-makro-farbklecks-mit-perspektive/">Tele-Makro: Farbklecks mit Perspektive</a></b><br /><font size="2">Makro muss nicht mit dem Makro-Objektiv passieren. Das Tele hilft bisweilen zusätzlich, die Schärfentiefe extrem kurz zu halten und das Bild auf eine einzige, winzige Sache zu konzentrieren. Hier ist das mit der Komposition zusätzlich wirksam. </font><font color="#aaa">(22. Mai 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Linien und Schatten: Mehr Geduld und Planung</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/02/13/linien-und-schatten-mehr-geduld-und-planung/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/02/13/linien-und-schatten-mehr-geduld-und-planung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 10:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fokussiert.com/2009/02/13/linien-und-schatten-mehr-geduld-und-planung/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Langweilige Fotos entstehen meist nicht, weil das Motiv nichts hergibt, sondern durch einen Mangel an Planung, Geduld und Ausdauer.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Langweilige Fotos entstehen meist nicht, weil das Motiv nichts hergibt, sondern durch einen Mangel an Planung, Geduld und Ausdauer.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/02/13/linien-und-schatten-mehr-geduld-und-planung/lampeschneejpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/02/lampeschnee-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Endres Helbig)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Gesehen auf einem Spaziergang, nach dem ich mehrfach vorbeigegangen bin ohne zu fotografieren. Erst mit einem Schneehaufen, dem flachen Licht und dem Schattenwurf war es für mich interessant genug. Ein wenig skuril wirkt für mich auch der Gartenzaun welcher eigentlich nichts erkennbares begrenzt und das erst noch mit einer interessanten Laterne und Fusspuren betont.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Endres Helbig<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Wie viel Zeit hast du für die Planung und Komposition dieses Fotos aufgewendet? Obwohl zweifellos alle von Dir beschriebenen Elemente vorhanden und an sich interessant sind &#8211; in dieser Komposition ist das Bild einfach nicht spannend genug.</p>
<p><span id="more-9799"></span>
<p>Das größte Problem ist, dass es nichts Herausragendes darin gibt ausser der Laterne. Es gibt keinen Rhythmus, kein Muster, keine Spannung, nichts Rätselhaftes, nichts Dramatisches oder Emotionales und keine Botschaft. Dafür sind reihenweise Ansätze für möglicherweise spannende Bilder Vorhanden &#8211; aber sie sind übers ganze Bild verteilt.</p>
<p>Das heißt allerdings nicht, dass man anhand dieser Szene kein gutes Foto zustande bringen kann. Aber wir haben diees Problem schon mehrfach behandelt: In der Reduktion liegt meistens viel mehr Spannung als in einem Sammelbild. Hier könntest Du Dich auf Laterne und Zaun konzentrieren, oder auf das Schattenspiel weiter hinten, oder auf die Spur im Schnee mit den andern Dingen im (unscharfen) Hintergrund. Aber alles zusammen ist zuviel.</p>
<p>Der zweite Knackpunkt besteht darin, das Foto erst einmal zu planen. Wenn du auf ein geeignetes Motiv triffst, beobachte zuerst die Licht-Situation und versuch vorauszuahnen, wann das Licht gerade richtig sein wird. Das trifft vor allem bei Landschaften zu; wie hier kann das Licht im Laufe des Tages die Szenerie dramatisch verändern.</p>
<p>Zum Zweiten brauchst du nach deiner Planung Geduld. Die Szene zu erkunden, den richtigen Winkel zu finden, alles auszurichten und dann zu warten, bis alles passt, verlangt viel Geduld.</p>
<p>Und zum Dritten und Letzten: Ausdauer ist eine Eigenschaft, die wahrscheinlich jeder Top-Fotograf hat. Es ist nicht immer einfach, eine erstklassige Aufnahme zu machen, also musst du weiter und wieder machen, bis Du das Bild bekommen hast.. Der entscheidende Augenblick kommt, wenn man warten kann.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist die gelbe Lampe in der Mitte der sonst monochromatisch Szenerie das Coolste Element der Szene. Vielleicht versuchst du noch einmal, die Lampe in Beziehung zu der Umgebung zu setzen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/02/13/linien-und-schatten-mehr-geduld-und-planung/schneelanschaftjpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/02/schneelanschaft-small.jpg" width="220" height="154"  alt="Ein anderer Schnitt und mehr Farbsättigung." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Du hättest die Schärfentiefe verringern können auf 3,5 oder einen ähnlichen Bereich, während du das Licht fokussierst. Das wäre ein sehr einfaches Mittel gewesen, die Aufmerksamkeit auf einen Punkt im Bildrahmen zu lenken und es wäre außerdem optisch interessant.</p>
<p>Dies ist eine ruhige Szene mit vielen fotografischen Möglichkeiten. Man muss nur innehalten, nachdenken und im Kopf die Kompositionen durchgehen. Oder auf dem Monitor der Kamera &#8211; Schliesslich haben wir dieses Werkzeug heute, und es wäre dumm, es nicht ausgiebig zu nutzen.</p>
<p>Das Beispiel ist nur eine Variante, wie man diese Szene interpretieren könnte.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>

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		<title>Rätselbild: Blickführung nutzen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/02/10/raetselbild-blickfuehrung-nutzen/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 10:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Douglas Abuelo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwinkel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildelemente wie Formen, Kontraste und Gegenstände können dazu beitragen, unsere Sicht auf ein Foto zu lenken. Ein guter Fotograf benutzt alle Elemente, um für den Betrachter eine „Route“ zu planen.

Kommentar des Fotografen:
shines like a cup of cold tea in a winternightmare
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Chrisu Schlesiger:
Es ist oft sehr interessant, was Leute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bildelemente wie Formen, Kontraste und Gegenstände können dazu beitragen, unsere Sicht auf ein Foto zu lenken. Ein guter Fotograf benutzt alle Elemente, um für den Betrachter eine „Route“ zu planen.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/02/10/raetselbild-blickfuehrung-nutzen/frauamteichjpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/02/frauamteich-small.jpg" width="450" height="336"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Chrisu Schlesiger)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>shines like a cup of cold tea in a winternightmare</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Chrisu Schlesiger<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Es ist oft sehr interessant, was Leute zuallererst bemerken, wenn sie ein Foto anschauen. Was jemand sieht und womit derjenige sich identifiziert, verrät viel über diese Person. Wenn ein guter Fotograf korrekt arbeitet, kann er fast jeden Betrachter nach seinen Vorstellungen durch ein Foto führen, abhängig davon, welche Botschaft er übermitteln will.</p>
<p>Bei diesem Foto ist das schwer, weil es verschiedene optische Signale sendet und nicht klar macht, worum es geht. Sollen wir zuerst auf die Frau oder zuerst auf den Hintergrund schauen?</p>
<p><span id="more-9697"></span>
<p>Die Frau soll wahrscheinlich das Hauptelement sein und da sie das hellste Element im Bildrahmen ist, zieht sie unsere Aufmerksamkeit auf sich. Da sie unscharf ist, der Hintergrund aber scharf, ist nicht klar, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken sollen.</p>
<p>In diesem Foto gibt es einige starke Elemente, wie zum Beispiel die Blickrichtung der Frau und die diagonale Linie des Flusses. Diese Linie hätte unseren Blick gut durch den Bildrahmen geführt, wenn sie besser ausgerichtet gewesen wäre.</p>
<p>Die Frau müsste stärker im Fokuzs und nicht so weit am linken Bildrand sein. Ein etwas weiterer Winkel (Weitwinkel-Objektiv) wäre effektiv gewesen, sie im Bildrahmen weiter nach rechts zu holen. Somit wäre sie auf der Linie des Goldenen Schnitts.</p>
<p>Ihr abgewandter Blick auf das Wasser hätte unsere Augen dann zu dem Fluss und den Bäumen im Bildhintergrund gelenkt. Von da an würden wir entlang des Flusses und dann aus dem Bildrahmen hinaus schauen.</p>
<p>Außerdem hättest du somit die Position der Frau als wichtigstes Bildelement gestärkt und wir hätten uns mehr mit ihr identifiziert.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/02/10/raetselbild-blickfuehrung-nutzen/raetselfraujpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/02/raetselfrau-small.jpg" width="220" height="165"  alt="Mit etwas satteren Farben" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Wenn wir darüber hinaus pedantisch sein wollen: Ddie Farben wirken ausgewaschen und blass. Ich habe sie in der digitalen Dunkelkammer mittels Sättigung und Kontrast verstärkt, wie du in dem Beispiel sehen kannst.</p>
<p>Versuche mit jedem Foto, das du machst, eine Geschichte zu erzählen und überlege, wie du die Bildelemente im Foto am besten dafür nutzen kannst. Ein abgewandtes Gesicht ist eine satrek, weil ungewohnte Aussage &#8211; und es müsste deshalb auf etwas bemerkenswertes hinweisen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>

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