Douglas Abuelo

Douglas Abuelo, 1967 geboren, ist in den USA in Oklahoma und in Deutschland in Frankfurt am Main aufgewachsen. Er fühlt sich hinter der Kamera deutlich wohler als davor, so dass wir eine Ausnahme machen und auf sein Bild verzichten.

Bevor er vor acht Jahren die Fotografie wählte (oder sie ihn), hatte Douglas verschiedenste Jobs: Lange strampelte er sich zum Beispiel als Velokurier durchs Leben. Schliesslich entschied er sich anders und erlangte an der University of Arts in London einen Masters Degree in Dokumentar-Fotografie und Fotojournalismus.

Seit acht Jahren nun arbeitet er für verschiedene Titel als Fotoreporter, Presse-, Dokumentar-, und Porträt-Fotograf. Seine Fotos sind in lokalen, nationalen, und internationalen Publikationen wie Time, Der Spiegel, Focus, Neon, Le Point und The New York Times erschienen. Er wird von der Agentur Polaris Images in New York repräsentiert.

Douglas Abuelo lebt in Berlin.

Mehr über ihn und sein Portfolio ist zu finden auf Douglas’ Abuelos Homepage

 

Alle 150 Artikel von Douglas Abuelo auf fokussiert.com:

Eventbild:
Aufsehen durch Ungewohntes

Ein Spontanbild vermag Aufsehen zu erregen: Eine Ungewöhnliche Komposition, coole Farben – aber wo ist die Spannung?

Thomas R. Koll

Thomas R. Koll


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas R. Koll). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Entstand mit einer Konica Autoreflex 4 auf einer Party (genauer gesagt Abschlussfeier eines 10-Tage-Events), Licht war super, aber die Belichtung eher Pi-mal-Daumen. Geschnitten ist nix an dem Bild, Film dürfte ein 200er gewesen sein. Es gibt noch ein zweites Bild wo der Fokus auf ihm liegt aber er von schräg hinten zu sehen ist.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas R. Koll:

Eine sehr beladene, aber interessante Komposition erregt hier unser Aufsehen und zieht uns in eine Anordnung verschiedener Formen, Farben und Tiefen:

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Surreal oder Schnappschuss:
Die Komposition muss stimmen

Ausser in der Reportagefotografie spielt die Bildkomposition immer eine zentrale Hauptrolle. Um sie ohne Ablenkung zu überprüfen, stelle man das Bild auf den Kopf.

Gabriel Kowalik

Gabriel Kowalik


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gabriel Kowalik). – Casio EX-Z57 – 2.5s – f/2.6 – 5.8mm (35mm KB)

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich irgendwann in der Nacht in Berlin aufgenommen. Die Lichtfarbe hat mir sehr gut gefallen, allerdings gefällt mir der Freiraum an der linken Bildseite nicht.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Gabriel Kowalik:

Diese merkwürdige Szene erweckt aus vielerlei Gründen Interesse, nicht zuletzt, weil es sich um ein «persönliches« Porträt eines Salamanders handelt. Das Tier, das da einen Apfel anstarrt und dabei lässig mitten auf der Straße liegt, ist kein alltäglicher Anblick. Die starken Farben, das Orange der Straßenlaternen, sowie das Dunkelblau des Nachthimmels, spielen auch eine große Rolle, dass bei uns für das Foto Interesse aufkommt.

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Langweile abbilden:
Bitte mit Spannung!

Aussage und Bildinhalt sollten nicht verwechselt werden: Auch wenn ein Bild lange Weile ausdrücken soll, darf es selbst nicht langweilig sein. Hier fehlt ein klarer Bezugspunkt für den Betrachter.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Romano Z.). – Konica Minolta Dynax 7D – 1/50s – f/4.5 – ISO100 – 28mm (39mm)

Kommentar des Fotografen:

Soundcheck an einem Outdoor Konzert in Atlanta (USA). Dieses Bild spiegelt die Langeweile, welche sich vor einem Konzert für die Anwesenden abspielt, wieder.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Romano Z.:

In dieser Situation war großes Potential für ein interessantes Foto vorhanden. Aber ich glaube, Du hast zu wenig Zeit dafür aufgebracht, nach interessanten Kompositionsmöglichkeiten zu suchen, so dass dieses Bild als spontaner Schnappschuss gemacht wurde:

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Indiskreter Porträt-Ersatz:
Omas Nähzimmer

Bilder von persönlichen Dingen sagen vielfach mehr über Personen aus als klassische Porträts.

Marlies Plank: Omas Nähzimmer

Marlies Plank: Omas Nähzimmer


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Marlies Plank). – Canon EOS 350D – 1/60s – f/5 – ISO400 – 59mm (88mm)

Kommentar des Fotografen:

Grandmas vintage room: Das Nähzimmer meiner Oma.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Marlies Plank:

Aus nur drei Elementen ist dieses Bild gemacht, und trotzdem gibt es uns einen ziemlich guten Eindruck davon, wie Omas Nähzimmer, und sogar Oma selbst sein mögen. Diese Art Foto von häufig übersehenen Details kann uns manchmal mehr über Person erzählen als ein Standardporträt:

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Abstraktbild:
Wo ist die Aussage?

Auch radikal abstrakte, nur noch auf Farben und Formen reduzierte Fotos, brauchen eine klare visuelle Botschaft. Das unterscheidet Farbkleckse von spannenden Bildern.

Nils Nijenhuis

Nils Nijenhuis


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Niels Nijenhuis).

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Niels Nijenhuis:

Merkwürdige Farben und Formen sind das erste, was uns an diesem Bild auffällt, aber nach dem ersten Blick gibt es nicht viel mehr, was das Interesse des Betrachters erweckt. Ich persönlich habe Schwierigkeiten mit dieser Art Fotos. Ich mag Dinge, die fundierter und zugänglich sind, oder Dinge, die sich immer mehr erschließen, je länger Du sie ansiehst. In diesem Fall gibt es abgesehen von den ersten Eindrücken, wie ich es sehe, keine kleinen subtilen Details, die eine tiefere Bedeutung preisgeben, oder eine Geschichte erzählen könnten:

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Strassenporträt:
Mehr Zeit investieren

Menschen abzubilden, ohne dabei nur ihr Äusseres zu zeigen, verlangt Zeit und Auseinandersetzung mit dem Motiv. Denn wir alle posieren vor einer Kamera – am Fotografen ist es, durch die Fassade hindurch vorzustossen.

Karin rindlisbacher: Strassenjunge in mexico

Karin rindlisbacher: Strassenjunge in mexico


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Karin Rindlisbacher). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar der Fotografin:

Strassenjunge in Mexico, Distrito Federal TriX 400.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Karin Rindlisbacher:

Der Hauptanlass eines guten Porträts ist, den Charakter und die Essenz eines Objekts auf interessante Weise in ein Bild zu übertragen. Dieses Porträt hier gibt uns einen guten Eindruck der äußeren Erscheinung des Porträtierten, aber lässt uns nicht hinter seine Fassade blicken. Wir können die Person nur sehen, wie sie sich präsentieren möchte, denn sie posiert offensichtlich extra für das Foto. Leider erzeugt dies eine Art von Oberflächlichkeit, was hoffentlich nicht zu abwertend klingt:

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Nachtaufnahmen:
Aufhellblitz oder Taschenlampe

Nächtliche Langzeitaufnahmen könnten häufig einen Aufhellblitz – meist auf dem Vordergrund-Objekt – vertragen. Alternative wäre die Lightbrush-Technik.

Oliver Raupach

Oliver Raupach


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Oliver Raupach). – Canon EOS 350D – 25s – f/13 – ISO100 – 18mm (27mm)

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist eine nächtliche Langzeitaufnahme und zeigt das Trojanische Pferd vor der Antikensammlung in München. Belichtungsdaten siehe EXIF. Das Bild ist als Teil einer Belichtungsreihe entstanden – hier plus 2/3.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Oliver Raupach:

Dieses Foto hätte sehr von einer etwas anderen Perspektive, einem grösseren Weitwinkel und einem Blitz, der das Holzpferd aufhellt, profitiert.

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Konzertfotografie:
Das Mikrofon als Herausforderung

An öffentlichen Anlässen, namentlich Konzerten oder Reden, haben speziell Amateurfotografen mit zusätzlichen Hindernissen zu kämpfen: Die Position ist nicht frei wählbar, und Objekte wie Mikrofone und Stehpulte sind ständig in der Schusslinie.

Thoralf Abgarjan: Svenja Schmidt

Thoralf Abgarjan: Svenja Schmidt


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thoralf Abgarjan). – Canon EOS 5D – 1/160s – f/2 – ISO1000 – 85mm

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist auf der Frankfurter Musikmesse im März 2008 entstanden. Es zeigt die Sängerin und Keyboarderin Svenja Schmidt mit Band auf der Agora-Stage. Dieses Bild ist mit available Light (sofern man ueberhaupt von light sprechen kann) ohne Blitz unter extremen Lowlight aufgenommen. Es offenbart eine tiefgehende Gefühlswelt der Musikerin.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thoralf Abgarjan:

“Wenn die Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht nah genug dran.” Der Fotograf Robert Capa, der 1954 starb, hat dies zu einem Mantra für Generationen von Fotografen gemacht.

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Nacktheit Nebensache:
Ein ungewöhnliches Porträt

Zu häufig wird Nacktheit in der Fotografie eingesetzt, um auf einfache, billige Weise Aufmerksamkeit zu erregen oder den Betrachter zu schockieren. Hier ist ein exzellentes Gegenbeispiel.

Bela Beier

Bela Beier


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bela Beier). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Das im späten 2007 entstandene Bild war mehr oder weniger ein Zufallstreffer – das Experimentieren mit künstlicher Tiefenschärfe war das Ziel. Wie gut das funktioniert hat, und wie stark der Ausdruck des Bildes durch die S/W-Konvertierung wurde, hat mich am ehesten überrascht. Die Kamera war eine Dimage A2 von Minolta, die Blende ist mir nicht mehr bekannt, es sei denn, sie steht noch in den Exif-Daten.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Bela Beier:

Ich störe mich nicht an Aktfotografien – aber an Bildern, die ausser Nacktheit nichts zu bieten haben. Das erste, was der Betrachter hier bemerkt, ist, dass die Frau nackt ist. Aber in diesem Fall gibt es mehr, das unser Interesse erweckt und wir fragen uns, wie die umgebene Situation sein mag:

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Zu viel Vordergrund:
Rahmen mit Mass einsetzen

Das Spiel mit einem unscharfen Vordergrund vor einem weiten Hintergrund ist beliebt, um einem Bild Tiefe zu verleihen. Aber das sollte mit Mass geschehen – und beide Ebenen müssen etwas Interessantes zu bieten haben.

Cyril Schlauri

Cyril Schlauri


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Cyrill Schlauri). – Nikon D70s – 1/400s – f/5.6 – 20mm (30mm), ISO 200

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand auf Tierra del Fuego (Argentinien) im Dezember 2006. Es zeigt für mich eindrücklich die Weite und Kargheit, aber auch die faszinierende Schönheit dieser einmaligen Landschaft. Durch den Vorder- und Hintergrund und den Einsatz der Tiefenschärfe (ist aber zuwenig… nicht so tolles Objektiv) wollte ich Tiefe und Dimension ins Bild bringen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Cyrill Schlauri:

Es gibt viele Dinge, die dieses Bild zu einem besonderen Blickfänger machen. Die Wolken, die in die Ferne ziehen, verleihen dem Foto ein Gefühl von Tiefe und Dimension, die parallelen Linien des Zaunes und der Horizont teilen es in verschiedene Teile und führen unseren Blick durch das ganze Bild, während der Metallschuppen einen Referenzpunkt für unsere Augen darstellt, nachdem wir unseren Blick durch das Bild haben schweifen lassen.

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