Douglas Abuelo

Douglas Abuelo, 1967 geboren, ist in den USA in Oklahoma und in Deutschland in Frankfurt am Main aufgewachsen. Er fühlt sich hinter der Kamera deutlich wohler als davor, so dass wir eine Ausnahme machen und auf sein Bild verzichten.

Bevor er vor acht Jahren die Fotografie wählte (oder sie ihn), hatte Douglas verschiedenste Jobs: Lange strampelte er sich zum Beispiel als Velokurier durchs Leben. Schliesslich entschied er sich anders und erlangte an der University of Arts in London einen Masters Degree in Dokumentar-Fotografie und Fotojournalismus.

Seit acht Jahren nun arbeitet er für verschiedene Titel als Fotoreporter, Presse-, Dokumentar-, und Porträt-Fotograf. Seine Fotos sind in lokalen, nationalen, und internationalen Publikationen wie Time, Der Spiegel, Focus, Neon, Le Point und The New York Times erschienen. Er wird von der Agentur Polaris Images in New York repräsentiert.

Douglas Abuelo lebt in Berlin.

Mehr über ihn und sein Portfolio ist zu finden auf Douglas’ Abuelos Homepage

 

Alle 150 Artikel von Douglas Abuelo auf fokussiert.com:

Strassenfotografie:
Das Motiv betonen

Um ein harmonisches Bild zu schaffen, ist es wichtig, sich dafür zu entscheiden, welches der Elemente das Hauptobjekt sein soll und wo visuelle Betonung angemessen ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Therre).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Therre).

Kommentar des Fotografen:

Berlin unterm Brandenburger Tor: Streetlife

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Patrick Therre:

Im Vordergrund befindet sich, fast den schmalen Rahmen füllend, ein junger Mann, der gerade in die Luft springt und dabei mit seinen Füßen ein Skateboard inmitten einer Drehung manövriert.

Eine kurze Belichtungszeit hat die Bewegung scheinbar angehalten, was den Skater in der Luft hängen und das Publikum im Hintergrund in einem Zustand ewiger Erwartung dessen, was als nächstes kommen mag, erstarren lässt.

Das einzige verwischte Detail ist die Hand des jungen Mannes, die sich für die gewählte Belichtungszeit ein wenig zu schnell bewegt hat, um im Bild eingefroren zu werden. Ansonsten ist der Rest des Bildes relativ scharf.

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Mittenhorizont:
Symmetrisch ausgewogene Harmonie

Manchmal kann ein “regelwidrig” in die Mitte des Bildes gelegter Horizont einem Bild das gewisse Etwas verleihen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Mirco Widmer).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Mirco Widmer).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand auf dem Alaska Highway in Kanada im Februar 2009. Meine Absicht war, mit Hilfe des Highways den Blick auf die weiss verschneiten Berge im Hintergrund zu lenken.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Mirco Widmer:

Vor ein paar Wochen habe ich die Rezension zu einer Art minimalistischem Bild geschrieben, das zwei fast gleich große Bildhälften über und unter der Horizontlinie zeigte. Ich sagte, man solle sich entscheiden, welche der beiden Hälften mehr ins Gewicht fällt, und dass diese Hälfte den größeren Bildanteil einnehmen solle.

In jenem Fall war es wichtig, eine größere Hälfte abzubilden, vorzugsweise im Rahmen der Drittelregel, weil die Komposition zu statisch und ohne Höhepunkt war.

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Flusslandschaft:
Bemerkenswerte Stimmung

Es gibt viel zu sagen über den simplen Akt, das Ambiente eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Zeit festzuhalten.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Fischer).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Fischer).

Kommentar des Fotografen:

Ein Sonntagsspaziergang im März. Eigentlich ein langweiliges Bild… aber mich hat das seltsame flache allgegenwärtige Nachmittagslicht fasziniert. Und soweit möglich, konnte ich die ruhige Stimmung glaube ich auch festhalten. Wollte mal wissen, ob die Stimmung auch transportiert wird?

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas Fischer:

Von diesem Foto wendet man sich allzu schnell ab. Es gibt hier nichts Sensationelles oder Außergewöhnliches zu sehen. Obwohl es eine gewöhnliche Szene abbildet, vermittelt es eine Art atmosphärische Banalität. Dabei steckt einiges drin:

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Sonnenuntergang:
Zwei Hälften sind nicht immer ein Ganzes

Mit so vielen interessanteren Bereichen im Bild ist es gut, den Regeln zu folgen und von der Mitte fern zu bleiben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Chris Wallnitz).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Chris Wallnitz).

Kommentar des Fotografen:

Ein Sonnenuntergang auf dem Land, erste Versuche, frei Hand

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Chris Wallnitz:

Ein leuchtend roter Sonnenuntergang füllt die obere Bildhälfte, während die untere von einem alles schluckenden Meer von schwarz bedeckt wird. Die beiden fast gleich großen Hälften werden von einer leicht gebogenen, nach oben strebenden Linie unterbrochen.

Leider ergeben die beiden gegensätzlichen Hälften kein überzeugendes Ganzes.

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Puzzlespieler-Strassenfoto:
Die Komposition befiehlt

Bevor Du Teile Deines Objekts mit der Bildkante abschneidest, überlege Dir genau, warum Du es tust. Jeder einzelne Aspekt Deiner Komposition sollte seinen Grund haben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Grein).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Grein).

Kommentar des Fotografen:

“Überlebenskünstler” Das Foto dokumentiert einen Mann in Paris (Gare Montparnasse), welcher mit viel Einfallsreichtum versucht, ein wenig Geld zu verdienen: “Eine kleine Spende für einen Künstler” Das Bild zeigt das Aufeinandertreffen zweier verschiedenster Menschen unserer leider doch sehr gespaltenen und ignoranten Gesellschaft. Das Bild wurde in Farbe fotografiert und mit Photoshop in SW umgewandelt. Zur Verstärkung der Bildwirkung und der Gegensätze wurde es zusätzlich beschnitten.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Grein:

Einst sagte mir ein Fotograf, dass nur Fotografen, die nicht die Fertigkeit besäßen, eine interessante Komposition im Bild zu schaffen, ihre Objekte mit dem Bildrand abschnitten.

Eine interessante Meinung, die leicht widerlegt werden kann:

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Situationsfoto:
Dimension und Maßstab

Der Zusammenhang und Vergleich verschiedener Objekte kann einer Fotografie gleichzeitig Kontext und Dimensionen verleihen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Rose - Marie Pawlitte).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Rose - Marie Pawlitte).

Kommentar der Fotografin:

Das Kletterparadies im Landschaftspark Duisburg. War interessant Ihnen zuzuschauen. Ich bin unsicher, ob an diesem Bild etwas fehlt, was die Bildaussage unterstützt… etwas mehr Klettermauer?

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Rose – Marie Pawlitte:

Aus dem Hintergrund ragt ein altes Fabrikgebäude oder eine große Maschine weit über drei junge Männer, die in verschiedenen Körperhaltungen auf einer dicken Steinwand stehen.

Obwohl wir nicht viel von ihrer Umgebung sehen können, sagen uns ihre Helme und ihre Ausrüstung, dass sie klettern.

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Skulpturbild mit Framing:
Subjektive Schärfe

Selektive Schärfe soll genutzt werden, um das Objekt hervorzuheben und den Blick des Betrachters durch das Bild zu leiten.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Horst Mumper).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Horst Mumper).

Kommentar des Fotografen:

Entstanden im Skulpturenpark in Köln, zeigt das Foto den Zaundurchblick auf die Skulptur “Herbert-Bayer-Zigarettenkiosk/Atomskulptur” von Torsten Slama. Auf gestalterischer und motivischer Ebene wird das Spannungsfeld zwischen Natur und Zivilisation thematisiert. Die Äste und Blätter (Natur) bilden mit den Zaun (Zivilisation) die obere Bildebene, die es zu durchdringen gilt. Dahinter wird das Thema gestalterisch durch die kontrastreichen Farbflächen aufgegriffen. Der Gorilla – synonym für das Wilde, Triebhafte – steht er für die bedrohlich Natur, vor der wir uns zu schützen versuchen, oder die Gefahren des ungezügelten Fortschritts?

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Horst Mumper:

Satt gefärbte Äste und Blätter schlängeln sich in knotigen Mustern und fließenden Formen aus der Dunkelheit heraus. Im Kontrast zu den natürlichen Formen der Äste und Blätter ist der Zaun, durch den wir spähen, aus perfekt proportionierten horizontalen und vertikalen Linien gemacht und erstreckt sich über das gesamte Bild.

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Nachtaufnahme:
Zu viel Kontrast, zu wenig Thema

Starker Kontrast und viele Objekte verlangen mehr als eine einzige Belichtung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Möller Sebastian).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Möller Sebastian).

Kommentar des Fotografen:

Hierbei handelt es sich um das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Ich wollte die Lichtstimmung die durch vorbeifahrende Autos, die blauen Lichtsäulen und dem Mond, der genau über dem Gebäude stand festhalten.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Möller Sebastian:

Lichtlinien, -streifen und –punkte ziehen unseren Blick in ein Meer von Dunkelheit. Abgesehen von den Lichtern ist im tiefen Schatten nicht viel zu erkennen:

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Strassenbar auf Kuba:
Eine angemessene Atmosphäre

Der Inhalt allein schafft noch keine Atmosphäre. Komposition und technische Elemente spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Wyler).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Wyler).

Kommentar des Fotografen:

Mit einem fuji 1600 mit absicht, weil ich extremes korn liebe. belichtungsdaten weiss ich nicht mehr. eine szene in kuba

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas Wyler:

Wenn wir auf Reisen sind, und wir auf scheinbar archetypische, intime Szenen stoßen, so hoffen wir, mit einem Foto ein kleines Stückchen davon mit nach hause nehmen zu können.

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Manuelle Belichtung:
Komponenten zusammenbringen

Mit dem manuellen Modus kann man recht schicke Effekte erzielen. Dabei sollten jedoch alle anderen Aspekte des Fotos gleichermassen stark sein, um ein Bild mit nachhaltiger Wirkung entstehen zu lassen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© S.F.).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© S.F.).

Kommentar des Fotografen:

Auf vielfachen Wunsch ein weiteres Portrait meiner Freundin… ;-) Ich bin mit dem Bild nicht 100% zufrieden und mir einiger kleiner Fehler auch bewusst. Trotz alledem würde mich Eure fundierte Kritik sehr interessieren!

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von S.F.:

Seitdem viele Leute hochqualitative Digitalkameras mit manuellen Einstellungen nutzen, werden häufig Effekte angewendet, die einst für den Amateur unerreichbar schienen. Der manuellen Modus hat es hier ermöglicht, dass die Sonne einen Überbelichteten Kaleidoskopeffekt schafft, während der Blitz das Gesicht der Person belichtet und so das starke Gegenlicht kompensiert.

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