Douglas Abuelo

Douglas Abuelo, 1967 geboren, ist in den USA in Oklahoma und in Deutschland in Frankfurt am Main aufgewachsen. Er fühlt sich hinter der Kamera deutlich wohler als davor, so dass wir eine Ausnahme machen und auf sein Bild verzichten.

Addis Abeba, Äthiopien, August 2006: Kinder äthiopischer Juden - sie nennen sich Falsha Mura - warten in einem Klassenzimmer auf ihr Frühstück. (© Douglas Abuelo)

Bevor er vor acht Jahren die Fotografie wählte (oder sie ihn), hatte Douglas verschiedenste Jobs: Lange strampelte er sich zum Beispiel als Velokurier durchs Leben. Schliesslich entschied er sich anders und erlangte an der University of Arts in London einen Masters Degree in Dokumentar-Fotografie und Fotojournalismus.

Rostock, Juni 2007: Während einer Demo gegen das G8-Treffen in Heiligendamm. (© Douglas Abuelo)

Seit acht Jahren nun arbeitet er für verschiedene Titel als Fotoreporter, Presse-, Dokumentar-, und Porträt-Fotograf.
Seine Fotos sind in lokalen, nationalen, und internationalen Publikationen wie Time, Der Spiegel, Focus, Neon, Le Point und The New York Times erschienen. Er wird von der Agentur Polaris Images in New York repräsentiert.

Im Norden Rumäniens, Januar 2003. (© Douglas Abuelo)

Douglas Abuelo lebt in Berlin.

Mehr über ihn und sein Portfolio ist zu finden auf Douglas’ Abuelos Homepage

Douglas ist zu erreichen unter

 

Alle 101 Artikel von Douglas Abuelo auf fokussiert.com:

Buchenwald:
Landschaft ohne Tricks

Douglas Abuelo, 20. Oktober 2008 um 10.14 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Moderne Landschaftsfotografie ist voll von Farben, weiten Blickwinkeln und tiefer Perspektive. Werden Betrachter ein Landschaftsbild zu schätzen wissen, das sich auf das Ursprüngliche besinnt?

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen im Natuschutzgebiet Hangelstein bei Giessen, Ende April gegen Abend. Ich wollte den ursprünglich ganz Mitteleuropa bedeckenden Teil der Natur, den Buchenwald, zeigen, und zwar so, dass man den gleichen Eindruck beim Betrachten hat wie bei Landschaftsaufnahmen anderer Erdteile, die uns fremder und ürtümlicher erscheinen. Ich wollte daher auch keinerlei “Zivilisation” wie Wege oder andere Bauten auf dem Bild haben. Der Betrachter soll sich vorstellen können, dass auch Deutschland mal Naturerlebnis pur war. Das Bild hatte ich schon einen Tag bevor ich es machte, als ich an der Stelle vorbeikam, im Kopf. Durch die noch zarte Belaubung hoffte ich keine zu harten Kontraste zu bekommen, die Waldbilder sonst oft ruinieren.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Benjamin Pollmann:

Mit diesem Foto brichst Du viele Regeln der zeitgenössischen Landschaftsfotografie:

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Strassenschild:
Atmosphäre mit Farbe und Filtern

Douglas Abuelo, 17. Oktober 2008 um 10.24 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Eine starke Stimmung in Deinen Fotos zu schaffen, kann Deine Botschaft verstärken, Emotionen wecken und Atmosphäre erzeugen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Räuuber Katrin:

Ich bin kein großer Fan dieser Art Fotos. Es gibt weder Überraschungen, noch Raum für Interpretation, und das Schild wird für meinen Geschmack auf eine zu direkte und trickige Art benutzt.

Aber was es sich hier anzusehen lohnt, ist, wie einfach eine Stimmung erzeugt werden kann, die zur Bildaussage beiträgt:

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Zeche Zollverein:
Eine Szenerie bearbeiten

Douglas Abuelo, 16. Oktober 2008 um 13.17 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Mach Deine Fotos, hab Spaß und mach sie so aufsehenerregend und interessant, wie Du magst und kannst. Aber um richtig interessante Bilder zu machen, solltest Du Deine Kamera zur Seite legen und erst einmal nachdenken.

Kommentar des Fotografen:

Kokerei Zollverein in Essen. Bei einem Ausflug habe ich spontan dort angehalten und bin mit meiner Kamera durch die Anlagen gelaufen. Das rostige Metall und die Linien der Konstruktion haben mich irgendwie eingefangen. Die Vignettierung sowie einige Korrekturen wurden in Camera Raw vorgenommen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Volker Hackmann:

Gleich Vorneweg: Ich finde, dass Du mit deinem Bild zufrieden sein und es dabei belassen solltest. Warum auch nicht? Du hast Linien, Formen, Kontrastfarben, einen unorthodoxen Kompositionswinkel und noch dazu die Erinnerung an Dein Erlebnis.

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Stromschafe:
Das Bild sehen

Douglas Abuelo, 15. Oktober 2008 um 13.13 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Großartige Fotos kommen nicht von ungefähr. Trifft man auf ein Szene mit großem fotografischen Potential, so kann es schwierig sein, die vorhandenen Elemente so einzufangen, dass man „das Foto“ macht.

Kommentar des Fotografen:

STROM UND SCHAF Das brave Wolltier wird aufs Finsterste von der Großindustrie überschattet. Zu sehen sind der Schattenwurf und Leitungen der riesigen Strommasten an der Elbe bei Hetlingen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Kai Brinkmann:

Alles war an Ort und Stelle, um von dem Fotografen zu einer visuell interessanten, farbintensiven Komposition geformt zu werden, die mit Formen und Perspektiven gefüllt ist. Ich glaube jedoch, wir haben hier den Fall, dass der Fotograf zu schnell aufgegeben hat, um ein großartiges Bild aus einer Situation mit großem Potential zu machen:

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Konzertbild:
Dokumentation gegen Aufsehen

Douglas Abuelo, 13. Oktober 2008 um 11.13 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ist es wichtiger, die Realität einer Szene wahrheitsgetreu abzubilden, als sie ästhetisch so ansprechend zu gestalten, wie es Dir gefällt?

Kommentar des Fotografen:

Stillfire, eine australische Nachwuchs-Hardrockband, aufgenommen an den Seminfinals der “National Campus Band Competition” in einem kleinen Pub in Fremantle, Western Australia. Dank dem Licht auf den Monitoren wirkt die Szene viel grösser als sie in Wirklichkeit ist. Die Band steht erst am Anfang ihrer Karriere, beherrscht aber bereits alle Tricks der “Grossen”, um das Publikum zu begeistern.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Lorenz Ramseyer:

Als Konzertfoto ist dieses Bild nicht schlecht. Es gibt schöne Farben von den Lichtern, einen Musiker in einer dramatischen Position, der einen Ton aus seiner Gitarre herausquetscht, und der Fotograf hat die Lautsprecher und Kabel benutzt, um unsere Augen zum Hintergrund des Bildes zu leiten, wo die Handlung stattfindet. Es ist auch cool, wie das Haar des Gitarristen sein Gesicht verbirgt, was ein wenig Geheimnisvolles hat.

Während das für ein ziemlich anständiges Konzertfoto durchaus genug ist, bleibt immer noch die Frage: wie können wir es verbessern?

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Luftige Höhe:
Wo steckt die Gefahr?

Douglas Abuelo, 3. Oktober 2008 um 17.13 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Bilder, die eine bestimmte Botschaft übertragen sollen, müssen objektiv geplant werden. Häufig spielt dem Fotografen sein eigener Eindruck einen Streich: Seine Emotionen sind nicht mit im Bild.

Kommentar des Fotografen:

Schweißen in Zwangslage: Das Photo sollte die Härte des Jobs, die Gefährlichkeit der Arbeit (40m frei über dem Boden) und den Mut der Arbeiter widerspiegeln.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Jürgen Schulte:

Mit der Schutzkleidung, den dicken, schweren Masken und der Position, in der die Schweißer arbeiten, wird die Härte des Jobs in diesem Foto klar herübergebracht.

Was jedoch die Gefährlichkeit der Arbeit und den Mut der Arbeiter angeht, ist es gut, dass Du uns mitgeteilt hast, dass sie 40 Meter über dem Boden arbeiten und dass Du uns das zeigen wolltest:

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Lichtschrift:
Idee vs. Ästhetik

Douglas Abuelo, 1. Oktober 2008 um 10.12 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Konzeptbilder benötigen nicht unbedingt fotografische Ästhetik, um eine Aussage herüberzubringen. Bisweilen fasziniert die Idee allein - sogar dann, wenn sie nicht neu ist.

Kommentar des Fotografen:

Kurz nach dem Auspacken meiner neuen G9 - sogenannte \”Lichttags\” mache ich oft an berühmten Plätzen (nicht in diesem Fall): Kleine Zeichen oder Unterschriften, die nur der Kamera und dessen Betrachter verständlich sind - der Zuschauer wundert sich höchstens kurz über eine oder mehrere Personen, die mit Taschenlampen unsichtbare Zeichen ziehen. Kleine Verwirrungen im Alltag versüßen jedem den Nachhauseweg vom Alltag und dessen Tristesse.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von M David:

Die meisten Fotos, die bei Fokussiert zum Rezensieren eingereicht werden, würden sehr von ein paar kleinen Veränderungen profitieren.

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Ast und Türe:
Triste Objekte

Douglas Abuelo, 30. September 2008 um 11.03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die verschiedenen Kontrastelemente in diesem Bild reichen nicht aus, um das eher triste Objekt und die Ablenkungen im Hintergrund zu kompensieren.

Kommentar des Fotografen:

Toscana, Oktober 2003, Zweig und Türe.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Sennhauser:

Das Thema hier ist still und nüchtern. Es gibt keine Spannung oder Dramatik, nichts Geheimnisvolles oder Emotionales, keine herausragenden Objekte oder Geschichten. Also hat der Fotograf versucht, das Foto interessanter zu machen, indem er eine eher ungewohnte Komposition und einen Hintergrund, der in Kontrast zum Hauptobjekt steht, wählte.

Das war schon ein guter Anfang:

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Touristenbild:
Dem Zweck entsprechend

Douglas Abuelo, 29. September 2008 um 11.10 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Ein Touristenfoto muss nicht unbedingt perfekt komponiert oder beleuchtet sein; das Wichtigste ist, dass es die Erinnerungen festhält, die Du mit Deiner Reise verbindest.

Kommentar der Fotografin:

Aufgenommen in Victoria, B.C., Kanada, vor einigen Wochen. Ich habe das Bild mit Photoshop bearbeitet und einige störende Köpfe im unteren Bereich wegretuschiert sowie einen Rahmen hinzugefügt.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Anna-Lena Schleiss:

Ich habe viel über dieses Foto und das, was es repräsentiert nachgedacht, bevor ich mich entschieden habe, etwas darüber zu schreiben. Denn ich halte es für ein Touristenfoto, ein Foto, das für jemanden, der eine Reise gemacht, hat eine schöne Erinnerung darstellt, und mehr nicht. Was aber heisst das, und woran ist es zu erkennen?

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Schattenchaos:
Unkonventionell spannend

Douglas Abuelo, 25. September 2008 um 17.33 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die meisten Betrachter brauchen mehr als nur hübsche Farben und abstrakte Formen, um wirklich beeindruckt zu sein. Dies trifft vor allem zu, wenn der Inhalt dem traditionellen Kontext entgegengesetzt ist.

Kommentar der Fotografin:

Eines meiner absoluten Lieblingsbilder. Das Yenidze-Gebäude in Dresden, aufgenommen vom Elbufer gegenüber von Frauenkirche&co. Strommasten/Laternen/Menschensilhouette kommen von der großen Brücke, über die ich hinweg fotografiert habe. Ich finde die Komposition absolut toll :) Nur irgendwie hab ich das Gefühl, dass das Bild bei anderen nicht ganz so gut ankommt wie bei mir. Ich wäre also gespannt, zu hören was ihr zu dem Bild zu sagen habt!

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Franziska Schwade:

Mir gefällt dieses Foto.

Die Farben sind lebhaft, wenn auch vielleicht ein wenig zu kitschig und kalenderhaft, während die Komposition ungewöhnlich und auffallend ist. Durch einen vorteilhaften Gebrauch von negativem Raum wird unsere Aufmerksamkeit auf die wenigen abgebildeten Objekte gelenkt, die eine Silhouette vor einer orangefarbenen Wand bilden.

Ich finde, weniger schwarze Fläche am unteren Bildrand wäre besser:

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