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	<title>fokussiert.com &#187; Jan Zappner</title>
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	<description>Digitalfotografie mit Anspruch</description>
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		<title>Treppenhaus-Foto: Perfekte Form durch Standpunkt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 10:03:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>
		<category><![CDATA[Linienführung]]></category>
		<category><![CDATA[Treppenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Standpunkt des Fotografen entscheidet über die Wirkung der Linien in der Komposition.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Standpunkt des Fotografen entscheidet über die Wirkung der Linien in der Komposition.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/bild-21-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/bild-21-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christoph Merklein)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild ist das Treppenhaus des Neuen Museums in Nürnberg. Durch die Komposition wollte ich etwas Ruhiges und Angenehmes zum Ausdruck bringen, gleichzeitig wollte ich aber den Betrachter sich wundern lassen, was dieses Bild darstellt, denn nur die ungleichmäßig strukturierte Decke gibt Aufschluss. Keinerlei Bildbearbeitung, nur Verkleinerung durch Irfanview.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.christophmerklein.de">Christoph Merklein</a>:</strong></p>
<p>Treppenhäuser können einen verzücken oder verzweifeln lassen. Hier ist alles gelungen. Glückwunsch. Vor allem der Standpunkt ist ausgezeichnet gewählt.</p>
<p><span id="more-17155"></span>
<p>Die Linien laufen durch das Bild, jeder Zentimeter ist ausgefüllt mit Linien oder ruhiger Fläche, die nicht von den Linien ablenkt.</p>
<p>Auch die Linienführung ist durchdacht. Von oben links spiralförmig über die rechte untere Ecke bis ins Zentrum, in dem eine Lampe als Lichfläche den Endpunkt bildet. Dazwischen feine Abstufungen in den Tonwerten der Wände, die die geschwungene Form der Treppe unterstützen und dem Bild Plastizität verleihen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/treppenhaus-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/treppenhaus-small.jpg" width="220" height="146"  alt="Wirkungverstärken durch Kontrast und Tonwert." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Allerdings hätte man schon noch mit ein wenig Bildbearbeitung die Wirkung verstärken können. Vor allem den Kontrast würde ich anziehen. Damit würde sicherlich nicht die Ruhe und das Angenehme verschwinden. Einfach nur so wirkt das Bild etwas flau.</p>
<p>Mehr kann ich jetzt auch nicht sagen. Außer: Sehr gut!</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
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		<title>Kino-Portrait: Experimente wagen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blitz]]></category>
		<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Skyport]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Für Porträtfotografie sind originelle Ideen wichtig. Technik und das Verständnis dafür helfen bei der Umsetzung.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Für Porträtfotografie sind originelle Ideen wichtig. Technik und das Verständnis dafür helfen bei der Umsetzung.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/kinoportrait-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/kinoportrait-small.jpg" width="350" height="315"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Ochsenreither)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Foto entstand spontan gegen Abend. Es war schon ziemlich dunkel und die einzigste Lichtquelle hier sind orangfarbene Scheinwerfer die das Hafenbecken beleuchten.. Die besonderheit hier: Hinter der Person steht ein seperater Blitz, der mit Skyports ausgelöst wurde.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/still-bleeding/">Andreas Ochsenreither</a>:</strong></p>
<p>Ein Bild wie aus einem Kinofilm. Das liegt nicht nur an der Letterbox, wie das eingepasste Format mit den schwarzen Balken genannt wird, sondern vor allem an der gewählten Szenerie.</p>
<p><span id="more-17099"></span>
<p>Die Dunkelheit gibt dem Hafen etwas Mysteriöses, man sieht nur Schatten und vereinzelte Lichter. Da passt die gleissende Korona des Portraitierten sehr gut hinein, die ihn vom Hintergrund deutlich abhebt.</p>
<p>
<p>Vor allem der Einsatz des Blitzlichts von hinten gefällt mir gut.</p>
<p>Einmal ist es ganz wichtig, mit den technischen Möglichkeiten der Fotografie zu experimentieren, da man damit auch lernt, besondere Punkte in einem Bild zu schaffen, die Aufmerksamkeit erregen. Und zusätzlich lernt man, seine eigenen fotografischen Wünsche auszuweiten und mit Hilfsmitteln zu perfektionieren.</p>
<p>Hier wurde ein externer Blitz mithilfe eines Infrarot-Auslösers hinter der Person positioniert und ausgelöst. Dadurch erhält die Person den hellen Schein des Blitzes in den Haaren und an den Körperrändern.</p>
<p>Damit wiederum wird die Kontur der Person klarer und das Mysteriöse der Situation wird noch verstärkt, da der Mann aus einem hellen Licht zu treten scheint. Es wurde also eine Technik gewählt, die der Situation entsprach.</p>
<p>Auch die Wahl einer offenen Blende, die den Hintergrund unscharf abzeichnet und damit nur den Portraitierten scharf zeigt, ist gut gewählt. Ich bin nur über das Licht im Gesicht des Mannes erstaunt, das so blau ist, dass es nicht von den orangen Scheinwerfern kommen kann.</p>
<p>Auf jeden Fall kann man mit dem Skyport viele schöne Ideen umsetzen. Für mich ist das Bild in jeder Hinsicht gelungen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Gleitschirmflieger im Streiflicht: Schnappschuss mit Lichtzirkus</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/10/15/gleitschirmflieger-im-streiflicht-schnappschuss-mit-lichtzirkus/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/10/15/gleitschirmflieger-im-streiflicht-schnappschuss-mit-lichtzirkus/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 09:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der richtige Moment, die richtige Komposition, und am Plexiglasfenster ist nun mal nicht zu rütteln.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Im richtigen Moment den Auslöser zu drücken macht nicht nur Spaß. Es zeigt auch ein schönes Gespür für besondere Momente. Manchmal muss man die eben durch Plexiglas fotografieren.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/10/15/gleitschirmflieger-im-streiflicht-schnappschuss-mit-lichtzirkus/matlgleitschirm-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/10/matlgleitschirm-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© David Matl)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Dieser Herr hat sich kurz nach dem Knipps in den Schatten verabschiedet, und ich bin froh, vorher nochmal mit 40mm Hallo gesagt zu haben. Trattberg bei Salzburg -</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <!---webseite-->David Matl<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Mir gefällt dieses Bild sehr gut. Das hat mehrere Gründe: Zunächst finde ich die Aufteilung zwischen Licht und Schatten sehr schön gelöst. Aufsteigenden Linien wie diese hier empfindet unser Auge als positiv (wie der aufsteigenden Aktienwert eines Unternehmes oder ähnliches). Das kann auch daran liegen, dass der Fotograf das Hauptmotiv, den Gleitschirmflieger, einfach in die Mitte genommen hat. An der Wirkung der Linien ändert das erstmal nichts.</p>
<p><span id="more-14887"></span>
<p>Das Hauptmotiv ist der zweite Grund. Der Paraglider ist natürlich unschlagbar im richtigen Moment erwischt: Vor dem schattigen, dunklen Berghang einen leuchtend roten Schirm zunächst einmal nur zu sehen, ist nicht schlecht. In dem Moment aber auch noch die Kamera bereit zu haben und das Foto zu machen, das ist dann perfekt.</p>
<p>Auch hier stimmt die Positionierung in der Mitte meiner Meinung nach. Einmal wird daruch die Diagonale betont, da sie direkt neben dem Paraglider verläuft. Und zweitens wirkt er nicht so verloren, als wenn er am Rand fotografiert worden wäre.</p>
<p>Allerdings sehe ich auch ein paar Dinge, die mich stören. Dieses Bild wurde anscheinend aus einer fahrenden Gondel aufgenommen: Die Spiegelungen des Plexiglases oben links und der Grauschleier sehen mir danach aus. Das ist schade, nehmen diese Dinge dem Bild doch die Brillianz.</p>
<p>Vielleicht wäre es möglich gewesen, die Kamera ganz nah an das Plexiglas zu drücken, um so diese Punkte zu umgehen. In Bezug auf die Details ist leider auch ziemlich offensichtlich, dass der kleine Sensor der G9 nicht ganz so brilliante Ergebnisse liefert wie eine ihrer grösseren Schwestern.</p>
<p>Sehr wahrscheinlich nimmt aber wirklich das Plexiglas viel von der gewünschten Schärfe weg.</p>
<p>Trotzdem: Sehr gelungen. Das Hallo sagen hat sich auf jeden Fall gelohnt.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>

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	</item>
		<item>
		<title>Gegenlicht-Fussballfans: Guter Regelbruch, schwacher Inhalt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/10/09/gegenlicht-fussballfans-guter-regelbruch-schwacher-inhalt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/10/09/gegenlicht-fussballfans-guter-regelbruch-schwacher-inhalt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 09:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlicht]]></category>
		<category><![CDATA[Regelbruch]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbelichtung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Regeln zu brechen ist völlig in Ordnung - aber die Bildaussage sollte darunter nicht leiden.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Es gibt unzählige Regeln in der Fotografie, mit denen zu brechen sich lohnt. Darüber hinaus sollte aber die Bildaussage klar bleiben.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/10/09/gegenlicht-fussballfans-guter-regelbruch-schwacher-inhalt/duesseldorf-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/10/duesseldorf-small.jpg" width="450" height="337"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Heinz Kelleners)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>eigentlich ein klarer fall von &#8220;unterbelichtung&#8221; bzw. in &#8220;in die sonne fotografiert&#8221;, trotzdem wird gerade dadurch dieses bild so reizvoll. im letzten jahr beim auswärtsspiel meiner fortuna bei kickers emden entstanden &amp; zeigt es den fussball von einer anderen seite, die fahne im wind ist der mittelpunkt symbolisch für den verein der niemals untergehen wird. über einen besuch auf meinem fotoblog über meine stadt düsseldorf würde ich mich sehr freuen &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://eightdaysaweek.de">Michael Heinz Kelleners</a>:</strong></p>
<p>Klarer Fall von Unterbelichtung und gegen die Sonne fotografiert. Im Volksmund heißt das dann: &#8220;falsch fotografiert&#8221; oder &#8220;darf man nicht&#8221;. Stimmt nicht, darf man sehr wohl. Denn wie immer im Leben: Keine Regel ohne Ausnahme. Also alles richtig gemacht. Jedenfalls fast alles:</p>
<p><span id="more-14778"></span>
<p>Durch die Belichtung im Gegenlicht auf den Himmel erscheint natürlich alles andere im Bild sehr dunkel. Dieses scherenschnittartige Bild reduziert die Inhalte auf Umrisse, auf Silhouetten. Gerade das macht in der Tat den Reiz des Bildes aus: Die absolute Reduktion der Inhalte. Und genau hier liegt die Schwäche des Bildes. Ich sehe kaum Inhalte. Du schreibst, Dir gehe es um die Fortuna, einen Fußballclub, und dass dieser niemals untergehen wird. Symbol dessen soll die Flagge sein.</p>
<p>Nun, als Nicht-Düsseldorfer weiß ich erstmal nicht, wie die Vereinsfarben der Fortuna aussehen, und kenne auch nicht deren Flagge. Vielleicht sieht manch einer noch nicht mal die Tribünen und damit ein Stadion.</p>
<p>Was ich damit sagen will, ist, dass manche Herleitung und Symbolik nur einem selbst einleutchtet. Damit andere das aber in einem Foto verstehen, sollte man die gewünschten Inhalte stärker zur Geltung bringen. Denn an den Inhalten selber kann man natürlich nichts aussetzen.</p>
<p>Ich könnte mir folgendes (immer im Gegenlicht, denn das gefällt mir wirklich gut) vorstellen: Zunächst wäre für mich diese Symbolik vor allem durch einen Menschen, der die Fahne schwenkt, zu erreichen gewesen. Dieser könnte beim gleichen Standpunkt auf der Tribüne stehen. Oder man könnte sich näher an einen wagen, um das Bild auf reines Fahnenschwenken zu reduzieren.</p>
<p>Technisch könnte man auch überlegen, ob man durch ein Blitz nicht einen Vordergrund aufhellt (z.B. Gesicht) und dadurch noch etwas mehr Inhalte vermittelt. Zwar wäre dann der Zusammenhang zur Fortuna immer noch nicht klarer. Allerdings hätte das Bild dann einen allgemeinen Symbolcharakter.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Streetfoto: Guter Ausschnitt, falscher Moment</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/10/06/streetfoto-guter-ausschnitt-falscher-moment/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/10/06/streetfoto-guter-ausschnitt-falscher-moment/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 09:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Strassenszene]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Strassenaufnahme lebt von der körperlichen Nähe zu den abgebildeten Menschen. Leider passiert zu wenig, um länger hinzuschauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Diese Strassenaufnahme lebt von der körperlichen Nähe zu den abgebildeten Menschen. Leider passiert zu wenig, um länger hinzuschauen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/10/06/streetfoto-guter-ausschnitt-falscher-moment/strassenszene-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/10/strassenszene-small.jpg" width="450" height="285"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stephan Amm)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Aufgenommen bei einem kleinen Open-Air, bei dem den Menschen noch Freiheiten zugestanden werden, die auf den großen Kommerzveranstaltungen nicht mehr möglich sind. Photographieren nach Lust und Laune ist eine dieser Freiheiten, Bier aus &#8220;anständigen&#8221; Behältnissen eine andere, die Liste könnte man fortsetzen&#8230;</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.mescamesh.deviantart.com">Stephan Amm</a>:</strong></p>
<p>Ein seltenes Bild auf fokussiert. Menschen von vorn, nah, nicht gestellt &#8211;  Super. Den uns zur Auswahl stehenden Bildern nach zu urteilen haben die meisten Fotografen genau damit die größten Schwierigkeiten. Auch das 20 mm Weitwinkel spricht für eine Vorliebe, den anderen auf die Pelle zu rücken. Vielen Dank erstmal dafür.</p>
<p>Auch wenn ich die körperliche Nähe toll finde, fehlt dem Bild leider der entscheidende Moment, der mich den abgebildeteten Menschen näher bringt:</p>
<p><span id="more-14686"></span>
<p>Mir fehlt eine Handlung, eine Emotion, eine Bewegung. Schlicht irgendwas. Es ist ne coole Type, mit Totenkopf um den Hals, Haartolle und Ohrringen: Da muss doch mehr drin gewesen sein. Die Barfrau hätte das Bier über den Tresen reichen können, er hätte aus dem Humpen trinken können, er hätte mit der Barfrau reden oder flirten können, so dass in den Gesichtern was passiert.</p>
<p>Ein bisschen kann man als Fotograf die Szenerie auch mitbestimmen. Dafür muss man aber in Kontakt mit den Leuten treten. Ich meine damit gar nicht, ihnen zu sagen, was sie tun sollen, sondern eher, ihnen zunächst einfach nur auf die Pelle rücken, um eine Reaktion zu provozieren. Und dann kann man ja wieder ein wenig zurücktreten.</p>
<p>Wenn man den Unterschied ein paar Mal in einem eigenen Bild gesehen hat, weiß man, was einem besser gefällt. Meistens fährt es einem (oder mir) durch den Körper, wenn man so nervt. Aber dieses Kribbeln hat man eben auch nochmal, wenn man seine Bilder editiert. Und dafür lohnt es sich, ein paar Grenzen zu überwinden.</p>
<p>Vielleicht kann man ja auch noch näher ran, um stärker zwischen Vorder- und Hintergrund zu unterscheiden. Einen ganzen Schritt näher (nur das Gesicht z.b.), und die Blende 2,8 entfaltet noch stärker ihre Wirkung.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Frontalporträt: Starker Ausdruck, aber zu flau</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/10/01/frontalportraet-starker-ausdruck-aber-zu-flau/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/10/01/frontalportraet-starker-ausdruck-aber-zu-flau/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 09:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Dunkelkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein starkes Porträt, das sich ganz auf den Menschen konzentriert. Ein wenig stärkere Nachbearbeitung würde der Fotografie jedoch gut tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ein starkes Porträt, das sich ganz auf den Menschen konzentriert. Ein wenig stärkere Nachbearbeitung würde der Fotografie jedoch gut tun.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/10/01/frontalportraet-starker-ausdruck-aber-zu-flau/portraetfrontal-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/10/portraetfrontal-small.jpg" width="450" height="336"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Brössel)." /></a>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Nein, es handelt sich bewusst nicht um ein Portrait eines Straßenkehrers in einem Schwellenland, der mit seinem vom Leben gezeichnetem Gesicht Lesern eines Hochglanz-Magazins an Ihren Wohlstand erinnert. Wir schreiben das wirtschaftlich ereignisreiche Jahr 2009 &#8211; und das Portrait zeigt einen deutschen &#8220;Arbeiter&#8221; vor seinem Büroeingang, der sich angesichts der zunehmend schwierigen Situation auf dem Arbeitsmarkt Gedanken um seine Zukunft und Familie machen muss.</p>
<p>Ziel der Aufnahme war es, eine ungefilterte Momentaufnahme einzufangen, die jene aktuelle Problematik unserer dahinscheidenden Wohlstandsgesellschaft abbildet. Bewusst wurde das Bild nicht mit dem Ausbessern-Werkzeug bearbeitet. Das Gesicht sollte natürlich, unvollkommen und unverfälscht belassen werden. Lediglich der Rot-Kanal wurde bei der Konvertierung in SW etwas angehoben.</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://keine">Andreas Brössel</a>:</strong></p>
<p>Ein klassisches Porträt, das technisch einwandfrei umgesetzt wurde und damit den Menschen sehr schön in den Vordergrund rückt. Inhaltlich hätte ich mir beim Anspruch des Fotografen, die dahinscheidende Wohlstandsgesellschaft abzubilden, ein wenig mehr Informationen gewünscht. Ein isoliertes Porträt als Symbol für eine solch komplexe Aussage nutzen zu wollen, ist sehr schwierig.</p>
<p>Zunächst zum technischen Part:</p>
<p><span id="more-14613"></span>
<p>Hier ist der Mensch sehr schön herausgearbeitet worden. Durch das 80mm-Objektiv (auf der Nikon D200 ein 120 mm) fällt es leichter, Vorder- und Hintergrund zu definieren. Außerdem werden die menschlichen Gesichtszüge unverzerrter und damit vorteilhafter für den Abgebildeten dargestellt.</p>
<p>Bei einer Blende von 2.0 werden hier nur die Augen scharf, was die Aufmerksamkeit automatisch auf den gewünschten Bereich bei einem Porträt legt. Der Rest (schon die Ohren) verschwindet in Unschärfe, wodurch man als Betrachter nicht abgelenkt wird. Insofern alles schön.</p>
<p>Allerdings verstehe ich die Belichtungszeit von 1/45 nicht ganz. Eigentlich sollte man, um ein Verwackeln zu vermeiden, mindestens mit einer Geschwindigkeit gleich der Brennweite fotografieren. Hier wären das dann 1/125 oder schneller. Da das Bild ja trotzdem unverwackelt ist, nehme ich an, das Objektiv hat einen Stabilisator. Damit kann man erheblich längere Belichtungszeiten in schwierigen Lichtverhältnissen wählen. Ob das hier der Fall war?</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/10/01/frontalportraet-starker-ausdruck-aber-zu-flau/frontalportraetkontrast-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/10/frontalportraetkontrast-small.jpg" width="300" height="224"  alt="Kontrast verstärkt, eine Dunkelkammer-Bearbeitung fern von Manipulation." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Bei der Aufteilung verstehe ich das &#8220;an den Rand schieben&#8221; nicht ganz. Warum? Der Goldenen Schnitt macht ja nur Sinn, wenn ich in jedem Bereich eine Information plazieren kann. Vieleicht hätte man hier ja eine Information am anderen Rand einbauen können, die den Status des Porträtierten verdeutlicht. Denn der wird mir hier nicht klar.</p>
<p>Und damit läuft die &#8220;Kritik&#8221; auch ein wenig ins Leere. Ich weiß als Betrachter nämlich nicht, wer das ist und was er macht. Deshalb wäre ein konkreteres Konzept-Bild (oder Reihe) nicht so schlecht.</p>
<p>Ich habe das Bild trotz Deiner Zurückhaltung ein wenig in PS gearbeitet und die Kontraste verstärkt, da es mir einfach zu flau vorkam. Zwar verstehe ich den Ansatz des Fotografen, nichts verändern zu wollen. Digitale Dunkelkammertechniken halte ich jedoch für sehr legitim: Wir reden nicht von Bildmanipulation, sondern von der Verstärkung des gewünschten Ausdrucks mit den vorhandenen Mitteln.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Porträt auf den Geleisen: Schöne Idee, unglücklicher Ausschnitt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/09/28/portraet-auf-den-geleisen-schoene-idee-ungluecklicher-ausschnitt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/09/28/portraet-auf-den-geleisen-schoene-idee-ungluecklicher-ausschnitt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 09:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bei Porträtfotos spielen die Verbindung zum Menschen, das Licht und der Auschnitt eine große Rolle.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bei Porträtfotos spielen die Verbindung zum Menschen, das Licht und der Auschnitt eine große Rolle. Hier stimmt jedenfalls die Verbindung zum Menschen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/09/28/portraet-auf-den-geleisen-schoene-idee-ungluecklicher-ausschnitt/geleiseportraet-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/09/geleiseportraet-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Bax)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ich versuchte hier ein Umgebungsportrait zu schaffen, das dem Modell auch Raum für seine Persönlichkeit gibt. Bewußt möchte ich auf Farbe und Weichzeichner-Techniken verzichten. Ich bin ja Eure harte Kritik schon gewohnt ;) Also immer haut drauf ))</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/23850146@N02/">André Bax</a>:</strong></p>
<p>Du erwartest eine harte Kritik? Nun, bevor ich zum Sahnehäubchen komme dieses: Auf deinem Flickr-Stream sehe ich einige Varianten dieses Portraits. Vor allem sehe ich aber, dass die Bilder dort bearbeitet sind. <strong>Und zwar ziemlich gut.</strong> Die Kontraste sind verstärkt, die Schärfe nachgebessert, einzelne Bildbereiche explizit bearbeitet.</p>
<p><span id="more-14567"></span>
<p>Bei dem eingereichten Bild auf fokussiert sehe ich nichts davon. Gar nichts. Also entweder es ist dir hier egal oder es hat vielleicht jemand anderes für dich gemacht. Auf jeden Fall verstehe ich es nicht, denn <strong>qualitativ ändert sich durch die Bearbeitung doch eine ganze Menge</strong>. Deshalb die dringliche Bitte, keine so unbearbeiteten Bilder einzureichen. Die Nachbearbeitung gehört zum Prozess des Fotografierens dazu.</p>
<p>Was mir auffällt an diesem und den anderen Bildern auf Flickr: Du hast ein gutes Gespür für Menschen. Mir gefällt die Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit, die Dion (der Portraitierte) ausstrahlt. Diese Fähigkeit hat nicht jeder Fotograf. Es macht Dir und den Menschen vor der Kamera Spaß, zusammen an einem Bild zu arbeiten. Das ist sehr gut.</p>
<p>Was mir weniger gefällt ist Dein Framing, also die Wahl des Ausschnitts. Ich finde ihn zu wahllos, beliebig. Die Szene auf dem Bahndamm mit den Eisenbahngleisen und dem Wald im Hintergrund ist gut gewählt. Jedoch ist im Bild selber nach meinem Geschmack einfach zu viel von jedem Element zu sehen: Damit verlieren alle Elemente zusammen wieder an Bedeutung, vor allem aber der Mensch.</p>
<p>Konkret: Mir ist zu viel Platz links neben dem Menschen. Der Rucksack ist ein wenig achtlos zur Seite gelegt. Die Gleise sind nicht wirklich ins Bild integriert. Ein Fuß ist halb abgeschnitten.</p>
<p>Probier bei Gleisen das nächste Mal eine mittig, hochformatige Komposition aus. Dion zwischen die Gleise setzen und die Gleise von unten nach oben durchs Bild laufen lassen, einfach zum üben eines Linienverlaufs.</p>
<p>So, und nun das Sahnehäubchen. Das <a href="http://www.flickr.com/photos/23850146@N02/3926820982/">Hochkant-Bild von Dion</a> auf Flickr ist richtig, richtig gut. Aufteilung, Stimmung und Bearbeitung passen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2008/12/22/portraets-das-modell-weiss-es-am-besten/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2008/12/herbst-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2008/12/22/portraets-das-modell-weiss-es-am-besten/">Porträts: Das Modell weiss es am besten</a></b><br /><font size="2"> </font><font color="#aaa">(22. Dezember 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/11/04/maedchenportraet-raum-fuer-den-blick/">Mädchenporträt: Raum für den Blick</a></b><br /><font size="2">Schnappschussportäts sind ein Risiko. Häufig scheitern ansonsten grossartige Bilder an einem unglücklichen Ausschnitt. Daran ist der Autofokus mitschuldig. </font><font color="#aaa">(4. November 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/08/19/hochzeitsbild-leichte-eingriffe/">Hochzeitsbild: Leichte Eingriffe</a></b><br /><font size="2">Die Nachbearbeitung von Bildern in Photoshop oder einer anderen Software-Dunkelkammer heisst nicht, dass ein Bild nicht gut genug war - wirklich gute Bilder verdienen leichte Eingriffe. </font><font color="#aaa">(19. August 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fokussiert.com/2009/09/28/portraet-auf-den-geleisen-schoene-idee-ungluecklicher-ausschnitt/feed/</wfw:commentRss>
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	</item>
		<item>
		<title>Sportbild: Mitgezogen und eingefroren</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/08/26/sportbild-mitgezogen-und-eingefroren/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/08/26/sportbild-mitgezogen-und-eingefroren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 09:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufhellblitz]]></category>
		<category><![CDATA[Mitziehen]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sportfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwinkel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fokussiert.com/?p=13692</guid>
		<description><![CDATA[In Sportbildern Dramatik und Bewegung zu vereinen ist nicht leicht - Mitziehen ist eine wirksame Technik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In Sportbildern Dramatik und Bewegung zu vereinen ist nicht leicht &#8211; hier aber sehr gut gelungen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/08/26/sportbild-mitgezogen-und-eingefroren/mitzieher-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/08/mitzieher-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht und Kameradaten (© Stefan Von Ryssel)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>und noch eins aus der Serie bewegte Motive&#8230; Ich denke, die Anstrengung im Gesicht der kleinen Teilnehmerin ist so kurz vorm Ziel berechtigt, nachdem sie knapp 500m bei 40° Steigung alles gegeben hat. Hab besonders Probleme Dinge, die sich auf mich zu /weg bewegen, schwarf zu kriegen und die bewegten Teile (Räder etc) in Bewegung zu halten, dass es dynamisch aussieht&#8230;</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.designbysvr.de">stefan von ryssel</a>:</strong></p>
<p>Sportereignisse leben von der Anstrengung der Teilnehmer und der Begeisterung der Zuschauer. Der Kontrast zwischen entspannten Zuschauern und den hart um die Plätze kämpfenden Sportlern verdeutlicht ja erst die Anstrengung der Wettkämpfer:</p>
<p><span id="more-13692"></span>
<p>Dieser Kontrast ist hier super herausgearbeitet worden. Vor allem durch die Technik des Mitziehens ist in diesem Bild eine unglaubliche Dynamik zu spüren. Diese Dynamik wird durch den Gesichtsausdruck des Mädchens noch verstärkt, der so unglaublich konzentriert (fast schon ein Tunnelblick) ist, dass ich die Anstrengung förmlich in meinen Oberschenkeln spüren kann.</p>
<p>Beim Mitziehen bewegt der Fotograf seine Kamera bei einer längeren Verschlusszeit gleichschnell mit seinem Objekt in die gleiche Richtung. Dadurch wird das Objekt scharf und der Hintergrund verwischt leicht, was den Eindruck der Bewegung verstärkt. Das Mitziehen ist keine einfache Technik und hier wirklich gut geglückt. Die Entscheidung für ein Weitwinkelobjektiv ist hier ausserdem richtig, weil Du relativ nah and er Wettkämpferin bist und ihre Umgebung im Bild mitnehmen willst, aber auch, weil es durch die grosse Schärfentiefe für einen Mitzieher besonders geeignet ist.</p>
<p>Gemäss Exif-Daten hast Du ausserdem einen Aufhellblitz verwandt, was die Bewegung auch der verwischten Zuschauer zu einem Zeitpunkt einfriert. Wenn man das tut, ist es wichtig, den Blitz bei einer längeren Belichtungszeit auf den zweiten Vorhang auslösen zu lassen: So wird die Zeit nach dem &#8220;geschärften Moment&#8221; verwischt. Löst der Blitz auf den ersten Vorhang aus, also, wenn sich der Verschluss öffnet, dann verwischt sich die Zeit danach &#8211; und die Bewegungspuren lassen die Akteure sozusagen &#8220;rückwärts&#8221; gehen.</p>
<p>Beim nächsten Rennen kann man die Dramatik aber noch weiter auf die Spitze treiben. Ich lese im Text von einer Steigung, die zu überwinden war. Die will ich im Bild sehen. Entweder die Rennfahrer gehen aus dem Sattel oder der Anstieg wird durch den Berg deutlich gemacht. Auf jeden Fall stelle ich mir hier einen Gesichtsausdruck vor, der die Quintessenz des gequälten Sportlers zeigt. Außerdem sollte man eine Position suchen, von der aus man auf richtig begeisterte Zuschauer sieht, die wild schreien, klatschen oder jubeln.</p>
<p>Zum Schärfeproblem: Es gibt eine Einstellung bei allen SLR Kameras im Autofocus-Menü, die eine automatische Schärfenachführung aktiviert. Mit dem Continous-Focus und dem Focus in der Automatik der Kamera auf Motiverkennung (alle Sensoren benutzten, nicht einen Punkt auswählen) eingestellt, sollten diese Probleme erstmal behoben sein.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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	</item>
		<item>
		<title>Dampfschiff-Heizer: Porträts brauchen Zeit</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/08/21/dampfschiff-heizer-portraets-brauchen-zeit/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/08/21/dampfschiff-heizer-portraets-brauchen-zeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 09:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Situationsporträt]]></category>

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		<description><![CDATA[Porträt ist nicht gleich Porträt: Je nachdem, was ausgedrückt werden soll, kann man sich für eine andere Methode entscheiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nicht jedes Bild eines Menschen ist gleich ein gelungenes Porträt. Inhalt und Ästhetik müssen zueinander passen, um einen Charakter zu zeigen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/08/21/dampfschiff-heizer-portraets-brauchen-zeit/derheizer-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/08/derheizer-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht und Kameradaten (© Petra Nölle)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar der Fotografin:</strong></p>
<blockquote><p>Das Foto entstand im Heizraum eines Eisbrechers, in den über eine 2 Etagen höher gelegene Luke nur minimal Licht einfiel. Der Eisbrecher ist vor ein paar Jahren stillgelegt worden und liegt nun im Flensburger Hafen und kann besichtigt werden. Er wird von Fans unterhalten, die mit Herz und Seele ihrem Hobby nachgehen &#8211; und auch mit dem Schiff noch reisen. Bevor das Schiff losfahren kann, muss es drei Tage lang mit Kohle geheizt werden, bis es betriebsbereit ist. Mir war es wichtig, den Stolz des Heizers wiederzugeben, mit dem er über seine Aufgabe erzählte (und sie dann auch noch vorgeführt hat). Dazu war es mir auch wichtig, den Ofen im Hintergrund mit auf das Foto zu bekommen. Leider ist das Rauschen nicht wegzubekommen.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Petra Nölle<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Wenn ich die Einleitung richtig verstanden habe, ist das Porträt auf Tour durch einen spärlich beleuchteten Heizraum entstanden, in dem ein Heizer Kohle in einen riesigen Ofen schüttete.</p>
<p>Allein, das alles sehe ich dem Portrait nicht:</p>
<p><span id="more-13689"></span>
<p>Weder die sicherlich schweisstreibende Arbeit des Kohleschippens, noch die anstrengende Hitze, noch die Dimension des Ofens, des Heizraums. Ich sehe einen Menschen mit einer militärisch anmutenden Mütze, der in die Kamera grinst. Das könnte aber auch ein Besucher am Tag der offenen Tür sein.</p>
<p>Dabei bietet dieses beschriebene Setting unglaubliche Chancen, spannende Bildideen umzusetzen. Ich weiss natürlich nicht, wie es wirklich vor Ort aussah, lasse deshalb meiner Phantasie ein wenig freien Lauf. Ganz allgemein denke ich jedoch, dass dies ein wesentliches Element in der Fotografie ist: <strong>Mit Phantasie und Kreativität Menschen oder Orte auf eine ganz eigenen Art zu beschreiben</strong>.</p>
<p>Mit den vorliegenden Informationen kann ich mir auf jeden Fall ein Setting vorstellen, das die Kontrastmomente dort unten stärker hervorhebt:</p>
<p>Zum Beispiel gibt es nur eine schwache Lichtquelle von oben. Aber wie schön könnte ein schwach ausgeleuchteter Dampfkessel mit dem Schatten des Heizers sein, der gerade Kohle in den Ofen schippt, wobei sein Gesicht von der roten Glut angestrahlt wird (dazu müsste man weiter weg und viel Platz um die Objekte lassen, um die Dimensionen zu zeigen).</p>
<p>Oder der Schweiss vom Kohleschippen im Gesicht des Mannes, der sich mit dem weissen Tuch versucht, sich die Stirn zu wischen (sehr nah dran, um die Anstrengung im Gesicht zu sehen). Oder aufgestützt auf die Kohleschaufel.</p>
<p>Auf jeden Fall fehlt mir eine inhaltliche Verbindung zwischen dem Menschen und dem, was ihn besonders macht. Grade Situationsporträts müssen, um zu wirken und all das Auszudrücken, was Du gemäss Beschreibung ausdrücken wolltest, mehr einbeziehen als nur das Gesicht des Poträtierten. Dabei ist es durchaus erlaubt, die Person mit Anweisungen zu steuern &#8211; die berühmtesten Fotografen haben solche Bildserien gemacht, Richard Avedon hat sich damit von der Modefotografie emanzipiert, die er vorher mit Situationsbildern revolutioniert hat.</p>
<p>Alles hängt ein bisschen davon ab, sich für die richtige Art des Porträts zu entscheiden: Geht es um die Person, und nur um die Person? Dann kannst Du den Heizer auch nach draussen ans Tageslicht bitten. Geht es um seine Situation, seine Arbeit, seinen Stolz? Dann kannst Du ihn in seiner Umgebung arrangieren, vielleicht auch mit indirektem entfesseltem Blitz oder andern Hilfsmitteln operieren. Geht es um reine Dokumentation? dann solltest Du versuchen, ihn in Aktion in einer typischen Pose unter den Bedingungen abzulichten, die Du vorgefunden hast.</p>
<p>Alle diese Methoden verlangen aber vor allem eines: Eine Entscheidung und die Zeit, sie sorgfältig umzusetzen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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		<item>
		<title>Kuhhintern: Weitwinkelfotografie braucht Absicht</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/08/18/kuhhintern-weitwinkelfotografie-braucht-absicht/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/08/18/kuhhintern-weitwinkelfotografie-braucht-absicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 09:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwinkel]]></category>

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		<description><![CDATA[Weitwinkelobjektive bieten viele Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten. Ihr Einsatz will aber bewusst gestaltet sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Weitwinkelobjektive bieten viele Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten. Ihr Einsatz will aber bewusst gestaltet sein.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/08/18/kuhhintern-weitwinkelfotografie-braucht-absicht/kuhhintern-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/08/kuhhintern-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht und Kameradaten (© Stefan Brödner)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild entstand beim Abstieg von einer Bergtour im Oberallgäu. Um die Kuh (den Jungbullen?) nicht zu dunkel erscheinen zu lassen, habe ich den integrierten Blitz benutzt und bin mit dem Ergebnis eigentlich sehr zufrieden. Bei einem Menschen hätte die kurze Brennweite wohl eher zu seltsamen Proportionen geführt, hier verstärkt sie meiner Meinung nach noch die Wirkung.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/broednerstefan/">Stefan Brödner</a>:</strong></p>
<p>Jedes Objektiv hat sein spezielles Einsatzgebiet, für das es besonders gut geeignet ist. Das Weitwinkel, hier 15mm (22mm mit Brennweitenverlängerung), kann natürlich wesentlich mehr einfangen als ein 50 mm Standardobjektiv.</p>
<p><span id="more-13666"></span>
<p>Seine Anwendung ist zunächst mal nicht einfach ein Vorteil, sondern eher eine Frage der eigenen Intention beim Fotografieren.</p>
<p>Was will ich wie ausdrücken? &#8211; das sollte als Frage vor jedem Foto stehen, das man macht. Die zweite Frage ist dann, welches Objektiv ich für die Umsetzung benötige.</p>
<p>Da das Weitwinkel an den Rändern verzerrt und damit Dinge größer darstellt als in der Mitte des Objektivs, braucht es schon eine genaue Begründung, warum man gerade diesen Effekt möchte. Man kann die Verzerrung auch ein wenig abschwächen, indem man eher eine Szenerie oder Landschaft aufnimmt, die einen größeren Abstand zum Objektiv hat. Weitwinkelobjektive werden deshalb vor allem für Landschaftsfotografie, Innenarchitektur (mit Perspektivenkorrektur), und zur Dokumentation von Anlässen und Vorgängen verandt, bei denen die Verzerrung kein Problem ist oder aber als Stilmittel eingesetzt wird.</p>
<p>Kühe mögen für Großstädter ein wenig unförmig erscheinen. Das macht sie vielleicht sogar lustig. Um diesen Eindruck zu verstärken, kann es also sinnvoll sein, mit einem Weitwinkelobjektiv noch einen drauf zu setzen. Das wäre ein bewusster Einsatz des Weitwinkels in einem Bereich, in dem man ihn sonst gerade wegen der Verzerrung eher nicht verwenden würde.</p>
<p>Aber so richtig sehe ich das hier nicht. Es fehlt der Mut, noch näher ranzugehen, die Kuh bildfüllend und an beiden Enden verzerrt zu zeigen &#8211; das wäre konsequent. Man hätte aber auch die Kuh in ihrer Lebensumgebung zeigen können: Die Alm, der Wald, grüne Hügel, und dann grasen da ein paar Kühe. Auch dafür ist das Weitwinkel geeignet, weil man viele Informationen unterbringen kann. Dabei verzeiht das Weitwinkelobjektiv Dinge wie Schärfenfehler, verlangt aber eine weit genauere Komposition des Bildes: Es dient vor allem dazu, Weite, Raum und Distanz umzusetzen, benötigt aber ein gut komponiertes Bild, um nicht langweilig oder öde zu wirken.</p>
<p>Das Problem mit dem Licht ist gut gesehen und die Lösung durch den Blitz finde ich schön gelungen. Du hättest aber auch auf die andere Seite der Kuh wechseln können, die dann in der Sonne gestanden hätte.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Spezialaufgabe Lichtquellen: Mehr Mut zu Experimenten</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/08/11/spezialaufgabe-lichtquellen-mehr-mut-zu-experimenten/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/08/11/spezialaufgabe-lichtquellen-mehr-mut-zu-experimenten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 09:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Beleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Belichtungszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitbelichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Light Painting]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Aufgabe lautet, verschiedene Lichtquellen in ein Bild zu integrieren, bietet sich eine komplexe Komposition oder eine Technik wie Light Painting an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn eine Aufgabe zu einfach scheint, hat man meist nicht die richtige Idee im Kopf, sie spannend zu interpretieren.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/08/11/spezialaufgabe-lichtquellen-mehr-mut-zu-experimenten/lichtquellen-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/08/lichtquellen-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht und Kameradaten (© Moritz Wörle)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ich habe dieses Bild im Rahmen einer Hausaufgabe eines Fotographiekurses gemacht. Die Aufgabenstellung war &#8220;Verschiedene Lichtquellen&#8221;. Ich habe probiert, die Stimmung einzufangen die an dem Abend entstand durch das sehr Schwache Licht von Rechts und dem Haus. Zusätzlich dazu auch das Feuer im Bild.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Moritz Wörle<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Man kann nicht sagen, die Aufgabe, die dem Fotografen gestellt wurde, sei nicht erfüllt woren.</p>
<p><span id="more-13675"></span>
<p>Du hast in der Tat verschiedene Lichtquellen in Dein Foto integriert. Aber meiner Meinung nach sehr langweilig &#8211; die Aufgabe ist gelöst, aber das Bild ist vollkommen uninteressant. Es passiert einfach nichts aufregendes &#8211; auch nicht mit den Lichtquellen, die Du zusammengebracht hast. Das sollte jedoch Voraussetzung für ein Drücken des Auslösers sein.</p>
<p>Wenn die Aufgabe also lautet, verschiendene Lichtquellen aufzunehmen, dann würde ich zunächst spannende Lichtquellen als Objekte auflisten. Das fängt bei einem beleuchteten Stadion oder fahrenden Autos von Autobahnbrücken oder beleuchteten Gebäuden an und geht bis hin zu Kerzen, Sternen oder dem Mond.</p>
<p>Dann würde ich die interessantesten markieren und schliesslich darüber nachdenken, wie man diese wann und wo kombinieren kann, um möglichst viele schöne und ausdrucksstarke Lichtquellen in einem Bild zu zeigen. Die wahre Arbeit beginnt erst danach &#8211; mit der Komposition, in welcher diese Motive dann noch in einen bezug zueinander gebracht werden müssten.</p>
<p>Hier ist leider alles zu dunkel. Der Himmel könnte strahlen und vielleicht sogar Sterne als zusätzliche Lichtquellen zeigen, ist aber schwarz, die Sterne sieht aufgrund der kurzen Belichtungszeit nicht. Das Haus ist weder als solches spannend, noch interessant angeleuchtet. Du hast gemäss der Regel der Digitalfotografie auf die hellste Stelle, das Feuer, belichtet, um es nicht ausbrennen zu lassen. Hier böten sich aber andere Methoden an. Du hättest zum Beispiel sehr nah ans Feuer rangehen und durch seine Flammen hindurch das Haus fotografieren können. Oder wie erwähnt schräg nach oben, mit einer Belichtungszeit, welche die Sterne &#8211; vielleicht sogar als Sternspuren &#8211; gezeigt hätte.</p>
<p>Oder Du hättest &#8220;lichtmalen&#8221; können: Vor ein paar Jahren wurde der laif-Fotograf <a title="Lightworks" href="http://www.bertholdsteinhilber.com/">Berthold Steinhilber</a> (seine Website ist leider Flash und daher nicht direkt verlinkbar &#8211; Portfolio &#8211; Lightworks &#8211; Ghost Towns) sehr bekannt durch seine Art, nachts zu fotografieren. Er rannte &#8211; ganz in schwarz gekleidet &#8211; durch verlassene Westernstädte und beleuchtete mit mobilen Lampen subjektiv Gebäude aus, während eine Kamera eine Langzeitbelichtung durchführte. damit hatte er seine eigene Lichtquelle geschaffen. Diese Art der Zusatzbeleuchtung wird heute auch von Landschaftsfotografen angewandt, hier ein schönes Beispiel für <a title="Light Painting" href="http://www.donsmithphotography.com/Image.asp?ImageID=267333&amp;AKey=J5ADJ6V2">&#8220;Light Painting&#8221; von Don Smith.</a> Er erklärt im zugehörigen Text, wie das Bild entstanden ist.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>

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		<title>Charakterkopf: Porträt mit Lichtproblemen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/08/07/charakterkopf-portraet-mit-lichtproblemen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/08/07/charakterkopf-portraet-mit-lichtproblemen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 09:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Reflektor]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Porträtsituation, bei der viele Standardprobleme aufgetreten sind, die jedoch relativ leicht zu lösen sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine Porträtsituation, bei der viele Standardprobleme aufgetreten sind, die jedoch relativ leicht zu lösen sind.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/08/07/charakterkopf-portraet-mit-lichtproblemen/charakterkopf-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/08/charakterkopf-small.jpg" width="300" height="414"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht und Fotodaten (© Antje Zwanzig)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Naja, zeigen wollte ich natürlich einen &#8220;Charakterkopf&#8221;. Durch die knappere Tiefenschärfe habe ich versucht, den Blick des Betrachters ins Gesicht der porträtierten Person zu lenken. Schwierig war das Licht, da er von hohen Mauern umgeben war, Licht kam nur von oben. Ich denke, daß deshalb die Augenpartie vielleicht etwas zu dunkel ist. Nun will ich natürlich wissen, ob mir damit trotzdem ein ausdrucksstarkes Portrait gelungen ist.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Antje Zwanzig<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein schönes Portrait, bei dem mich besonders freut, dass die Probleme von der Fotografin richtig erkannt wurden.</p>
<p><span id="more-13634"></span>
<p>Die technischen Dinge kurz vorweg. Das 70-mm Objektiv ist die richtige Wahl für ein Portrait, da es die Gesichtszüge und -proportionen natürlich, das heißt unverzerrt, wiedergibt. Durch die Reduktion der Tiefenschärfe erreicht die Fotografin genau das, was beabsichtigt ist: der Betrachter schaut automatisch auf die Augen, da die anderen Dinge im Bild durch Unschärfe im Kopf ausgeblendet werden.</p>
<p>Einzig das helle Etwas stört mich, da es vom Menschen ablenkt. Der geöffnete Mund im übrigen auch.</p>
<p>Das Lichtproblem hat aber wohl eher zu Kopfzerbrechen geführt und ist eine Situation, in der sich Fotografen ständig befinden. Das Licht ist nämlich nie so, wie man es gern hätte. Also muss immer improvisiert werden.</p>
<p>Es gibt mehrere Möglichkeiten, Licht in die Augen zu leiten. Die einfachste Variante ist, die Person einfach ins Licht schauen lassen, hier also nach schräg oben. Zack!</p>
<p>Zweite Möglickeit wäre, ein reflektierendes Objekt vor der Person zu platzieren, so dass das Licht auf die Person zurückgeworfen wird. Dabei ist bei der Auswahl der Objekte Kreativität gefragt. Es könnte vielleicht sogar das glänzende Holz (oder was das auch immer ist) verwendet werden. Manchmal gehen helle Wände sehr gut.</p>
<p>Am einfachsten ist ein  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001GA25JC?ie=UTF8&tag=blwfok-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=B001GA25JC">Reflexionsschirm, (Affiliate-Link)</a>  den es in silberner und goldener Beschichtung gibt. Die sind sehr leicht, man kann sie schön in einer Hand halten, ausrichten und mit der anderen Hand die Kamera bedienen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Laotische Grossmama mit Enkel: Draufhalten reicht nicht</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/30/laotische-grossmama-mit-enkel-draufhalten-reicht-nicht/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/06/30/laotische-grossmama-mit-enkel-draufhalten-reicht-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 09:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blende]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlicht-Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Ausland verfällt man schnell der Exotik - die allein aber macht noch kein gutes Bild.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Im Ausland verfällt man schnell der Exotik. Jedoch macht Exotik noch lange kein gutes Bild.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/06/30/laotische-grossmama-mit-enkel-draufhalten-reicht-nicht/laotischeoma-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/laotischeoma-small.jpg" width="300" height="394"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Philipp Meier)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ganz früh morgens in einem Dorf bei Tadlo (Laos). Das Kind war etwas erschreckt von der Kamera, die Oma hat sich aber gerne Ablichten lassen, und hat mir nach dem Bildbetrachten sogar ein schwarzes Betelnuss Lächeln geschenkt. Mich hat der Kontrast begeistert; bei uns beginnt man den Tag mit Kaffee und Brötchen, dort mit Reis, Nüssen und Tabak (oder gar Opium?).</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Philipp Meier<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Dies ist ein Paradebeispiel für Bilder aus dem Urlaub. Man ist fasziniert von fremden Ländern und Menschen und fotografiert wild und ohne Unterlass alles und jeden. Das ist auch genau richtig. Der erste Schritt ist getan, und das ist das Wichtigste:</p>
<p><span id="more-12857"></span>
<p>Man hat mit fremden Menschen Kontakt aufgenommen. Nur darf man bestimmte Dinge nicht vergessen, die aus Schnappschüssen ein schönes Bild machen.</p>
<p>Natürlich ist diese Frau faszinierend, wie sie ihre Zigarre früh am morgen pafft. Und natürlich ist der Junge süß, der den Kontrast zwischen Alter und Jugend zeigt und alles extrem dramatisiert.</p>
<p>Ich finde das Bild aber trotzdem nicht gut umgesetzt, da mich Aufbau, Umsetzung und technisch viele Dinge stören und damit von der Hauptaussage ablenken.</p>
<p>Zunächst ist es sehr unpraktisch, eine Blende von 2,5 zu wählen, wenn <strong>zwei Menschen</strong> auf einem Foto scharf sein sollen. Vor allem, wenn die Lichtverhältnisse es zulassen, muss man die Blende in einem solchen Fall schließen und damit den Schärfetiefenbereich erweitern. Hier hast du mit einer Geschwindigkeit von 1/800 fotografiert, was dir mehrere (drei) Blendenstufen verschafft hätte. Vor allem mit einer schon kleinen Telebrennweite von 75 mm ist eine Blende von 2,5 viel offen.</p>
<p>Die Belichtung gefällt mir auch nicht. Das Licht kommt sehr hell von der Seite und lässt bei beiden Gesichtern die Seiten ausfressen, da diese wesentlich heller sind. Die Gesichter selber sind dann wiederum zu dunkel. Hier helfen nur zwei Dinge:</p>
<ul>
<li>Entweder man fotografiert von der anderen Seite, sozusagen gegen die Sonne, und lässt die Umrisse ausfressen, <strong>belichtet aber die Gesichter richtig,</strong> was früh morgens geht.</li>
<li>Oder man bitte die Personen in den Schatten, oder besser, in den Halbschatten. Dann hätte man sogar den Pfeifenrauch der Oma stärker im Bild integriert. Ausserdem hätte man den Vorteil, einen ruhigen Hintergrund wählen zu können. Der ist hier viel zu unruhig, mal hell, mal dunkel, mal ein Haus, mal grüner Rasen oder ein Baum. Das verwirrt.</li>
</ul>
<p>Den größten Vorteil hätte man aber für sich selbst erlebt, wenn man mit den Menschen redet oder kommuniziert. Man würde nämlich einen kurzen Moment an ihrem Leben teilhaben, wenn sie einen zum Beispiel mit nach Hause nehmen und dort Fotos im Halbschatten machen lassen.</p>
<p>Diese Emotionen nimmt man für immer mit.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>

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	</item>
		<item>
		<title>Mädchen bei Verkleidungsspiel: Ein Bild wie ein Gemälde</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/29/maedchen-bei-verkleidungsspiel-ein-bild-wie-ein-gemaelde/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/06/29/maedchen-bei-verkleidungsspiel-ein-bild-wie-ein-gemaelde/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 09:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Holländische Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelformat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Fotografieren heisst "mit Licht malen". Dieses Bild zeigt, warum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Fotografieren heisst &#8220;mit Licht malen&#8221;. Dieses Bild zeigt, warum.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/06/29/maedchen-bei-verkleidungsspiel-ein-bild-wie-ein-gemaelde/maedchenverkleidet-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/maedchenverkleidet-small.jpg" width="300" height="448"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Kerstin Koletzki)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Berlin, 1997, Porträts (aus Serie) von Mädchen beim Verkleidungsspiel, analoge Aufnahme, Mittelformat</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.kerstinkoletzki.de">Kerstin Koletzki</a>:</strong></p>
<p>Dieses Bild ist der beste Beweis dafür, dass Fotografie Lichtmalerei ist. Es erinnert mich stark an die alten holländischen Meistermaler wie Vermeer (das Mädchen mit dem Perlohrring) oder Rembrandt, die es schafften, in Porträts eine unglaublich Stimmung durch Licht herzustellen. So auch hier:</p>
<p><span id="more-12833"></span>
<p>Das Licht ist hier der entscheidende Faktor, der das Bild und damit die Mädchen zum Leben erweckt.</p>
<p>Jedoch ist bei näherem Hinsehen der Aufbau und die Positionierung der Mädchen sehr sorgsam gewählt und verstärkt die Lichtwirkung extrem.</p>
<p>Zum einen werden jeweils exakt die anderen Gesichtshälften erhellt, was fast ein wenig symbiotisch wirkt. Zum anderen wird der Raum durch die Lichtführung von den Gesichtern über den Arm durch einen Viertelkreis geteilt, was durch die von links nach rechts abfallende Linie dem Bild eine melancholische Stimmung verleiht.</p>
<p>Verstärkt wird die Teilung auch durch die dunkle Kleidung, die den Kontrast zu den Gesichtern erhöht und nicht vom Ausdruck in den jungen Gesichtern ablenkt. Die Mädchen selber sind zauberhaft ernst und gleichzeitig verträumt.</p>
<p>Ein unglaublich gut durchdachtes, inszeniertes und fotografiertes Portrait. Kompliment. Ich kann die Webseite von <a href="http://www.kerstinkoletzki.de">Kerstin Koletzki</a>  nur empfehlen. Dort findet man auch weitere Fotos aus der Serie.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Bassist: Ohne Mimik keine Emotion</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/25/der-bassist-ohne-mimik-keine-emotion/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/06/25/der-bassist-ohne-mimik-keine-emotion/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 09:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Musikfotografie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fokussiert.com/2009/06/25/der-bassist-ohne-mimik-keine-emotion/</guid>
		<description><![CDATA[Musikfotografie braucht starke Mimik der Künstler - denn Töne sind im Bild nicht einzufangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In der Musikfotografie kommt eigentlich alles auf den entscheidenden Moment an, in dem die Musiker ihre Emotionen zeigen. Dies fehlt mir hier.</h4>
<p><a href="http://www.fokussiert.com/Fotos/1910.jpg"></a> </p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/06/25/der-bassist-ohne-mimik-keine-emotion/bassist-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/bassist-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Marianne Hamann-Weiss)." /></a></p>
<p> <strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Hallo, das Bild wurde am 04.206 in Ludwigshafen aufgenommen. Der Künstler, den ich sehr bewundere ist Ron Carter (Bass) ein &#8220;Klassiker&#8221; der internationalen Jazzszene. Ich kann fömlich fühlen wie er in seiner Musik ist. Dass das Foto ohne Blitz oder bearbeiten entstanden ist, was bei Konzertfotos üblich ist, möchte ich noch erwähnen. Für mich ist diese Art zu Fotografieren besonders reizvoll. Improvisation ist hier wie in der Musik alles. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.photo-jazz-live.de">Marianne Hamann-Weiss</a>:</strong></p>
<p>Grundsätzlich finde ich dieses Bild nicht schlecht. Mir gefällt der Aufbau, die Belichtung ist in Ordnung, der Moment ist ok und die Brennweite ist richtig gewählt. Nur die Verschlussgeschwindigkeit mit 1/25 ist viel zu kurz. Und doch reizt es mich nicht, das Bild länger anzuschauen:</p>
<p><span id="more-12759"></span>
<p>Denn eigentlich wirkt es doch ein wenig zufällig ausgewählt. Mir fehlen ein paar elementare Dinge, welche die Musikfotografie zum Leben erwecken.</p>
<p>Musiker <em>leben</em> ihre Musik. Du schreibst, Du kannst sie sogar fühlen. Das ist natürlich ein wenig leichter, wenn man vor Ort der Magie des Moments ausgesetzt war und durch das Betrachten des Bildes wieder die Erinnerung hervorgerufen wird. Bei mir passiert das nicht. Warum?</p>
<p>Mir fehlen vor allem markante Emotionen im Gesichtsausdruck von Ron Carter. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Ron die ganze Zeit so ruhig seinen Bass zupft.</p>
<p>So wirkt das Bild aber auf mich &#8211; sehr ruhig. Ich denke aber an einen besonders emotionalen Moment, bei dem er die Augen zusammenkneift, die Augenbrauen nach oben reißt, den Mundwinkel verzieht, sich über den Hals des Basses beugt und sich selber zuhört und, und, und.</p>
<p>Die Variationen sind endlos &#8211; allerdings bisweilen tatsächlich beschränkt durch den Musiker und seine spärliche Gestik und Mimik, die vielleicht gar nicht variiert. Insofern kann es sein, dass die oben beschriebenen Momente nicht existieren, dann entschuldige bitte. Ich glaube aber, dass Ron Carter sehr wohl eine Mimik zeigt, <a href="http://akbankcazfestivali.blogkafe.com/files/2008/09/ron-carter-2.jpg">wie eine kurze Suche zeigte</a>.</p>
<p>Das bringt mich zu einem Punkt, den wohl alle Fotografen kennen. Wenn man diese Momente einfangen möchte, dann <strong>darf man die Kamera nicht vom Auge nehmen.</strong> Denn man könnte ja genau diesen Moment verpassen, in dem etwas Besonderes passiert. Nur verpasst man damit natürlich auch einen wertvollen Teil des Konzerts, da man sich auf optische Dinge konzentriert und nicht mehr zuhören kann.</p>
<p>Das ist die Krux am Fotografieren.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Hafenröte: Ein Motiv muss her</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/23/hafenroete-ein-motiv-muss-her/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 09:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Silhouette]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch die schönste Lichtstimmung wirkt flach, wenn das Bild kein Motiv aufweist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Trotz schöner Lichtstimmung schafft es das Bild nicht, Aufmerksamkeit zu wecken. Es fehlt nämlich ein Motiv.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/06/23/hafenroete-ein-motiv-muss-her/gruenzweil-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/gruenzweil-small.jpg" width="300" height="449"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Erhard Grünzweil)." /></a></em></p>
<p> <strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Dieses Bild habe ich am späten Abend am Hafen in Barcelona geschossen. Wollte diese wunderbar schöne Stimmung einfangen. Jetzt würde ich gerne wissen, wie ihr findet, dass es mir gelungen ist? (Farbe, Bildaufbau, usw.?)</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.earlyphotography.at">Erhard Grünzweil</font></a>:</strong></p>
<p>Eine wunderbare Lichtstimmmung ist es wahrlich. Die Sonne geht unter, ein paar Wolken schimmern rot, man kann das Verglühen der Sonne am Horizont geradezu spüren. Aber trotzdem ergreift mich das Bild nicht. Warum? Dafür gibt es vor allen einen Grund:</p>
<p><span id="more-12707"></span>
<p>Vor allem fehlt mir ein zentrales Motiv, das die Lichtstimmung aufnimmt, wiederspiegelt oder verstärkt. Ich sehe hier eigentlich nur ein leeres, schwarzes Hafenbecken, das einen großen Teil des Bildes einnimmt und mich langweilt, weil da nichts passiert.</p>
<p>Auch der Himmel ist im Prinzip leer und langweilig, bis auf diese eine Ecke, die irgendiwe interessant strahlt. Aber leider auch nur ansatzweise. Es scheint so, als sei der Fotograf zum rechten Zeitpunkt am <em>falschen</em> Ort gewesen.</p>
<p>Wenn ich mir das Bild anschaue, könnte ich mir als Motiv ein paar Dinge vorstellen, die eine Hafen-Sonnenuntergangsstimmung belebt hätten. Zunächst ist da dieser Eisenleuchtturm, der vielleicht sogar periodisch ein Lichtsignal ausstrahlt, in der linken Ecke. Der hätte als Silhouette dienen können.</p>
<p>Vielleicht wäre es auch möglich gewesen, ein Schiff oder mehrere in einer Reihe Richtung Sonnenuntergang zu finden, die dann rot glänzen oder auch wieder als Schattenumrisse in einem rot leuchtenden Hafenbecken zu sehen sind.</p>
<p>Oder vielleicht eine charakteristische Hafen-Stadt Ansicht, auch als Silhoutte, da ja gegen die Sonne fotografiert wird. Eigentlich egal was, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich im Hafen von Barcelona keine Motive finden, auf die man seine Aufmerksamkeit richten kann, und die sehr prominent im Bild eine Rolle spielen sollten.</p>
<p>Da hilft nur viel laufen, schauen und unterschiedliche Blickwinkel ausprobieren.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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		<title>Fischen, Beten, Waschen: Früh Aufstehen wird belohnt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/22/fischen-beten-waschen-frueh-aufstehen-wird-belohnt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/06/22/fischen-beten-waschen-frueh-aufstehen-wird-belohnt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 09:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Monochrom]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Früh morgens ist das Licht noch sehr kontrastschwach, was eine besondere Stimmung möglich macht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Früh morgens ist das Licht noch sehr kontrastschwach, was eine besondere Stimmung möglich macht.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/06/22/fischen-beten-waschen-frueh-aufstehen-wird-belohnt/bild-102-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/bild-102-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sybille Stempel)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>In Varanasi, ca. 5 a.m., fotografiert mit Nikon Coolpix compact. Mich hat die Selbstverständlichkeit interessiert, mit der in Indien Religion ausgeübt wird &#8211; die einen beten, die anderen fischen, daneben wird auch im Morgengrauen schon gewaschen&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von Sybille Stempel:</strong></p>
<p>Ein wunderschönes Foto. An diesem Bild gefällt mir vor allem die einfache, aber trotzdem sehr effektive Aufteilung der Bildelemente (der Bildaufbau) und natürlich dieses Licht, das das Wasser irgendwie konturlos, kontrastarm und dickflüssig macht. Eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen. Nur eins vielleicht:</p>
<p><span id="more-12672"></span>
<p>Der Standpunkt der Fotografin schneidet leider den Fischern jeweils die Köpfe ab, indem diese auf dem dunkleren Hintergrundstreifen liegen. Hier wäre es schöner gewesen, den Standpunkt ein wenig höher oder eben tiefer zu wählen. Damit wären alle Beteiligten freigestellt und damit klarer erkennbar gewesen.</p>
<p>Ansonsten gefällt mir das Licht sehr gut. Insgesamt ist das ganze Bild farblich sehr monochrom gehalten, was die Konzentration auf die einzelnen Elemente verstärkt. Diese Elemente sind klar herausgearbeitet.</p>
<p>Der Mittelpunkt ist natürlich der betende Mann im Wasser, der die gesamte Spannung auf sich zieht und gleichzeitig der Ruhepunkt ist. Wichtig ist hier, dass er seitlich zur Fotografin liegt und man in der Silhoutte das Gesicht und die betenden Hände erkennt.</p>
<p>Ich kann mir dieses Bild sehr gut in sehr groß an der Wand vorstellen. Auch die Wahl auf ein quadratisches Format finde ich sehr gut gewählt. Dadurch stehen die Elemente in einem interessanten Spannungsbogen zueinander.</p>
<p>Mehr kann ich nicht sagen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.</a></small></p>
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		<title>Entenporträt: Schöne Studie</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/19/entenportraet-schoene-studie/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/06/19/entenportraet-schoene-studie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 09:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Brennweite]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Tele]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Einsatz des Teleobjektivs ist bei einem Porträt genau die richtige Wahl.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Einsatz des Teleobjektivs ist bei einem Porträt genau die richtige Wahl.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/06/19/entenportraet-schoene-studie/entenportraet-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/entenportraet-small.jpg" width="300" height="407"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Walter)." /></a></p>
<p>
<strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Dieses Bild einer Ente entstand im August 2008 im Park des Schlosses Nymphenburg in München. Ziel war es, ein intim wirkendes, persöhnliches Portrait eines Vogels, in diesem Fall einer Ente, zu erstellen.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.tobiaswalter.com">Tobias Walter</a>:</strong></p>
<p>Bei diesem schönen Tier-Portrait sind viele Punkte richtig gemacht worden, die auch auf andere Portraits übertragen werden könnten. Denn grundsätzlich können für beide, Mensch- wie Tierportraits, die gleichen Herangehensweisen gewählt werden:</p>
<p><span id="more-12639"></span>
<p>Bei diesem Bild ist es dem Fotografen durch mehrere technische Punkte gelungen, der Ente in dem Foto etwas Persönlichkeit einzuhauchen. Zum einen ist eine schöne Brennweite gewählt worden, nämlich eine lange. 200 mm ist zwar nicht die optimale Portraitbrennweite, die grundsätzlich von 80 bis 120 mm liegt, aber sie hat den entscheidenden Vorteil, einen sehr kleinen Tiefenschärfebereich zu ermöglichen.</p>
<p>Weitwinkelobjektive kann man für Portraits zwar auch benutzen, jedoch habe diese den großen Nachteil, dass sie die Proportionen des Portraitierten ungünstig verzerren. So werden dem Objektiv nahe liegende Bereiche größer und weiter weg liegende Bereiche kleiner dargestellt. Was sich besonders bei Nasen, Händen usw bemerkbar macht, die dann übergroß im Bild wirken. Bei einer Portraitbrennweite werden die Proportionen am natürlichsten wiedergegeben und man kann das Gesicht formatfüllend aufnehmen.</p>
<p>Hier bei der Ente gefällt mir auch die Schärfe-Konzentration auf die Augen, was auch durch die Wahl der langen Brennweite erleichtert wird. Dadurch habe ich den Eindruck, ein wenig von einer Entenstimmung mitzubekommen, da mich nichts von den Augen ablenkt. Außerdem ist der Hintergrund schön freigestellt von störenden Ästen, Kanten, oder anderen Dingen, die von der Ente hätten ablenken können.</p>
<p>Nur ein wenig mehr Schnabel hätte ich mir gewünscht. Aber den haben Enten wohl immer so eingegraben.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>See-Dramatik: Zuviel fantastisches Licht</title>
		<link>http://fokussiert.com/2009/06/18/see-dramatik-zuviel-fantastisches-licht/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2009/06/18/see-dramatik-zuviel-fantastisches-licht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 09:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Lichtstimmung ist toll, aber die Konzentration auf einen der beiden Farbtöne hätte dem Bild geholfen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Lichtstimmung hier ist toll, allerdings hätte die Konzentration auf einen der beiden Farbtöne dem Bild geholfen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/06/18/see-dramatik-zuviel-fantastisches-licht/seedramatik-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/seedramatik-small.jpg" width="450" height="300"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Bodo Viebahn)." /></a></p>
<p><em><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></em></p>
<blockquote><p>Die Aufnahme entstand auf Usedom, am Hafen von Raknitz am Achterwasser. Ich war von der Lichtstimmung und der fast meditativen Ruhe beeindruckt. Jetzt bin ich neugierig auf die Bildbesprechung.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Bodo Viebahn<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Zur rechten Zeit am rechten Ort. Das denkt man häufiger und ist wahrlich glücklich über diese Momente. So auch hier:</p>
<p><span id="more-12618"></span>
<p>Die untergehende Sonne strahlt weich und fächerförmig auf den See, der golden zu glänzen beginnt. Was will man mehr? Vielleicht ein wenig Himmel, eine Möwe und noch mehr Wolken? Genau hier liegt eine Schwäche des Bildes.</p>
<p>Die anderen Licht-Stimmungen lenken nämlich nicht unwesentlich von der entscheidenden ab. Für mich jedenfalls ist der goldenen Schimmer und Lichtfächer der träumerische Hauptaspekt hier im Bild. Das Blau des Himmels im Vordergrund oben ist zwar schön, lenkt aber doch durch seinen Kontrast zum Gold ab. Die Wolken sind natürlich auch schön, doch sie ziehen das Bild unnötig in die Länge und Breite und lenken so auch nicht unwesentlich ab. Stelle ich mir den Moment nun ohne diese Faktoren vor, so wäre es doch möglich gewesen, dem Bild eine Tiefe (ohne die Möwe) zu geben und die Lichtstimmung beizubehalten.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/06/18/see-dramatik-zuviel-fantastisches-licht/seeromantik-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/seeromantik-small.jpg" width="450" height="300"  alt="Die bearbeitete Version (© Bodo Viebahn)." /></a></p>
<p>Für die Tiefe hätte man den &#8220;Steg&#8221; prominenter im Bild plazieren können. So dass dieser offensichtlicher ins Bild hinein geführt hätte. Die Sonnenstrahlen hätten dann eine Krone über dem anderen Ufer bilden können.</p>
<p>Dafür wäre es vielleicht auch wichtig gewesen, die ganze Szene mit einem Teleobjekiv aufzunehmen und nicht mit einem Weitwinkel. Dadurch verkürzt man die Distanz zwischen den einzelnen Ebenen und schafft so ein kompakteres Bild, wodurch man den Betrachter stärker auf eine Aussage leitet.</p>
<p>Auf einem Stativ hätte die Belichtungszeit verlängert werden können, wodurch der See eine glatte Oberfläche erhalten und die Spiegelfunktion des goldenen Schimmers noch stärker zum Tragen gekommen wäre. Und Vielleicht wäre dann <strong>auch</strong> noch eine Möwe vorbeigeflogen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p</p>
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		<title>Skater-Trash: Ein Suchbild</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 10:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Skateboard]]></category>
		<category><![CDATA[Trashstyle]]></category>
		<category><![CDATA[Vordergrund]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn bestimmte Techniken die Bildaussage unterstützen sollen, braucht es doch auch eine klare Bildaussage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn bestimmte Techniken die Bildaussage unterstützen sollen, braucht es doch auch eine klare Bildaussage.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2009/03/23/skater-trash-ein-suchbild/skaterjpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/03/skater-small.jpg" width="450" height="263"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Niederwieser)." /></a></em></p>
<p> <strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;the bowl&#8221; &#8211; Regenwetter, dreckiger Skatepark und wie es der Teufel so will, bin ich nur mit einer Snapshotkamera bewaffnet. Doch genau dieses &#8220;Low-Budget-Setting&#8221; wollte ich festhalten. Kontraste stark angehoben, Graffitis etwas in den Vordergrund gerückt, auf Widescreen zugeschnitten und via Cross Processing nochmal umgekrempelt, um alles einen Tick &#8220;trashiger&#8221; aussehen zu lassen.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.andreasniederwieser.com">Andreas Niederwieser</a>:</strong></p>
<p>Ich bin an diesem Bild hängen geblieben, weil es so trashig, so bunt, so grell rüber kam. Mich hat auch der Gegensatz zwischen wildem Vorder- und bürgerlichem Hintergrund interessiert. Doch erst beim sehr genauen Hinsehen, oder ehrlich gesagt, vielleicht auch eher per Zufall, habe ich überhaupt erst den den Skater erkannt, der gerade durch die Luft schwebt. Da dachte ich dann eher an ein Suchbild. Was ist hier schief gelaufen?</p>
<p><span id="more-10727"></span>
<p>Obwohl es eine klare Unterscheidung zwischen Vorder- und Hintergrund gibt, ist das eigentlich zentrale Motiv, der Skater, fast unsichtbar. Durch die Überlappung zwischen der lila Grafitti-Wand und dem lila T-Shirt, dunkler Hose und Cap ergibt sich kein Kontrast zwischen diesen Bildinhalten. Auch fehlt dem Skater die Spannung, die ich erwarte, wenn ich jemanden durch die Luft fliegen sehe. Ich sehe nicht, wie hoch er springt. Ich sehe nicht, ob es anstrengend ist.</p>
<p>Es ist einfach ein falscher Blickwinkel zum Fotografieren gewählt worden &#8211; nämlich ein langweiliger. Der Skater ist <strong>das Motiv</strong>. Also muss er am deutlichsten herausgearbeitet werden. Abgesehen von dem Pfosten rechts, der völlig überflüssig ist, hätte dem Bild eine Froschperpektive gut getan: Der Skater flöge dann durch den Himmel und wäre klar abgegrenzt vom Hintergrund.</p>
<p>Als weitere Info hätte ich gern gesehen, <strong>wieso</strong> er durch die Luft fliegt. Eine Schanze? eine Halfpipe? Als unscharfer Vordergrund hätte diese Info dem Bild vielleicht auch noch eine gewisse Tiefe gegeben. Es ist natürlich möglich, dass durch den Perspektivenwechsel der Stadthintergrund verloren geht. So what! Egal. Hauptsache, der Skater ist gut getroffen.</p>
<p>Und wenn der erstmal richtig in Szene gesetzt wurde, kann man mit den eingesetzten Techniken das Bild bearbeiten und nach Belieben dramatisieren. Es sei denn, Du wolltest ein Suchbild. Dann ist es ein Volltreffer.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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