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	<title>fokussiert.com &#187; Peter Sennhauser</title>
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	<description>Digitalfotografie mit Anspruch</description>
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		<title>Fotografien aus 24 Stunden: Feuerwerk</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 22:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[24 Stunden]]></category>
		<category><![CDATA[Pressebilder]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Feuer, Flammen, Eisenerz und andere Zeichen der Zivilisation.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_1jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/191406/hghghghwe_ue.jpg" width="450"  usemap="#imagemaphghghghwe"  alt="Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)" /></a> <!---Start imagemap--><br />
<map id="imagemaphghghghwe" name="imagemaphghghghwe">
<area title="Feuerwerk in der Stadt der Kunst und Wissenschaften in der Feuernacht: Valencia, Spanien (Keystone/EPA/Manuel Bruque)" href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_1jpg/" shape="rect" coords="-2, -2,452,284" />
<area title="Die Matrosin der deutschen Marine Christine Oppermann wird von ihrem Freund begrüsst, nachdem die Fregatte Augsburg nach Wilhelmshaven, Deutschland, zurückgekehrt ist. (Keystone/EPA/Ingo Wagner)" href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_2jpg/" shape="rect" coords="-2, 285,169,417" />
<area title="Eine Krankenschwester beim Wandklettern für eine amerikanische TV-Serie namens Nurse Jackie in New York, USA (Keystone/AP SYKEC/Charles Sykes)" href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_3jpg/" shape="rect" coords="170, 285,260,417" />
<area title="Ein afghanischer Feuerwehrmann beim versuch, einen Tanklaster der Nato-Truppen zu löschen, nachdem er angeblich von Taliban in Brand geschossen worden ist. Jalalabad, Afghanistan (Keystone/AP/Rahmat Gul)" href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_4jpg/" shape="rect" coords="261, 285,462,417" />
<area title="Ein Arbeiter beobachtet das Ausladen von Eisenerz-Pulver, das aus Australien in den chinesischen Hafen von Tianjin, China verschifft worden ist. (Keystone/EPA/Geno Zhou)" href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_5jpg/" shape="rect" coords="-2, 418,150,521" />
<area title="Ein Arbeiter auf einer Baustelle in Taiyuan, China (Keystone/AP CHINATOPIX/)" href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_6jpg/" shape="rect" coords="151, 418,300,521" />
<area title="Menschen im vom Erdbeben nachhaltig zerstörten Port-Au-Prince, Haiti (Keystone/AP/Jorge Saenz) " href="http://fokussiert.com/2010/03/20/fotografien-aus-24-stunden-feuerwerk-2/20100319hghghghwe_7jpg/" shape="rect" coords="301, 418,462,521" /></map>
<p><!---Ende imagemap--></p>
<p>Feuer, Flammen, Eisenerz und andere Zeichen der Zivilisation.</p>
<p><small><strong>In der <a href="http://fokussiert.com/category/24%20stunden/">Rubrik &#8220;24 Stunden&#8221;</a></strong> veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/03/18/fotografien-aus-24-stunden-einzeln-und-in-paaren/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/182105/ywsmkt_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/03/18/fotografien-aus-24-stunden-einzeln-und-in-paaren/">Fotografien aus 24 Stunden: Einzeln und in Paaren</a></b><br /><font size="2"><p>Menschen und Tiere im Frühling. Allein und zu zweit.</p> </font><font color="#aaa">(18. März 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/03/17/fotografien-aus-24-stunden-umgebungen/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/170745/llrleindmhr_4-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/03/17/fotografien-aus-24-stunden-umgebungen/">Fotografien aus 24 Stunden: Umgebungen</a></b><br /><font size="2"><p>Situationen und Lebens-Umstände, Umgebungen, Umwelt.</p> </font><font color="#aaa">(17. März 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/03/16/fotografien-aus-24-stunden-ungewoehnlichkeiten/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/160534/ngwhnts_6-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/03/16/fotografien-aus-24-stunden-ungewoehnlichkeiten/">Fotografien aus 24 Stunden: Ungewöhnlichkeiten</a></b><br /><font size="2"><p>Rattenbraten und ein schwimmendes Kleinflugzeug: Ungewohnter, aber nicht schöner als Hong Kong im Nebel.</p> </font><font color="#aaa">(16. März 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Tordurchblick: Nachträgliche Linsenspiele</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/10/tordurchblick-nachtraegliche-linsenspiele/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/10/tordurchblick-nachtraegliche-linsenspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Scheimpflug]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Dunkelkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlicht]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfentiefe]]></category>
		<category><![CDATA[Sepia]]></category>

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		<description><![CDATA[Die digitale Dunkelkammer gibt uns Möglichkeiten wie nachträgliches Unscharfmaskieren in die Hand. Diese Mittel sind aber mit Vorsicht zu nutzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die digitale Dunkelkammer gibt uns Möglichkeiten wie nachträgliches Unscharfmaskieren in die Hand. Diese Mittel sind aber mit Vorsicht zu nutzen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/10/tordurchblick-nachtraegliche-linsenspiele/torbogen-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/torbogen-small.jpg" width="300" height="403"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Rose - Marie Pawlitte)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Bei diesem Bild gibt es viele Möglichkeiten der Interpretation, finde ich. Was diese Beiden verbindet&#8230;.oder vielleicht nicht oder nicht mehr verbindet? Wer geht wohin? Bezüglich der Tonung fiel mir die Entscheidung zwischen s/w und dieser Tonung schwer. Bin auch jetzt nicht ganz sicher.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Rose &#8211; Marie Pawlitte<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein junger (?) Mann geht durch einen Torbogen im Gegenlicht auf einer Strasse auf einen zweiten Torbogen zu, der wie der innere Einlass eines Schlosses aussieht. Unser Blick fällt aus dem Dunkel des ersten Torbogens auf den Vorplatz, wo eine Frau auf das zweite Tor zugeht, ins dortige Dunkel und hinaus ins Licht dahinter.</p>
<p>Diese Aufnahme ist mir wegen der gelungenen Komposition in den Vorschauen aufgefallen:</p>
<p><span id="more-17093"></span>
<p>Doppelt gerahmte &#8220;Durchblicke&#8221; wirken in Fotografien meistens gut, besonders, wenn dabei Kontrastwechsel stattfinden &#8211; von einem hellen Raum durchs Dunkel in einen andern oder wie hier aus dem Dunkel ins Helle und wieder ins Dunkel.</p>

<p>Der dreifach aufgegriffene Torbogen schafft hier zusätzlich einen eindeutigen Tunnelblick, und die scharfgezeichnete Kontur des jungen Mannes bietet einen Haltepunkt, der gut im Goldenen Schnitt liegt.</p>
<p>Die Tönung in Sepia passt zur Motivwahl der Bauten und verleiht dem Bild etwas Nostalgisches &#8211; das ist indes Geschmackssache.</p>
<p>Allerdings habe ich in der kleinen Vorschau das Bild für eine gelungene Offenblenden-Aufnahme mit entsprechendem Schärfentiefen-Effekt gehalten.</p>
<p>In der Vollansicht erweist es sich dann als Vollschärfenbild mit Blende 10 &#8211; welches Du in der digitalen Dunkelkammer mit einem Unschärfefilter bearbeitet hast.</p>
<p>Dagegen ist grundsätzlich noch nichts einzuwenden, auch wenn man sich fragen kann, wieso Du in relativ heiklen Lichtverhältnissen mit einer solch kleinen Blende arbeitest, vor allem, wenn Du später die Unschärfe für die Bildgestaltung einsetzen möchtest.</p>
<p>Das Problem bei der manuellen Unschärfenmaskierung ist das Mass. Denn wenn Du es nur ein bisschen übertreibst, wirkt das Bild sofort wie eine <a href="http://fokussiert.com/2009/04/06/pseudo-modellfoto-smallgantischer-schlepper/">Fake Tilt/Shift-Aufnahme</a> mit dem bekannten Modellcharakter.</p>
<p>Schlimmer aber ist hier, dass Du nicht den effektiven Distanzverhältnissen im Bild entlang maskiert hast. Du hast hier sozusagen einen <a href="http://fokussiert.com/2007/08/01/antischeimpflug-effekte-mit-schraeger-schaerfe/">Anti-Scheimpflugeffekt</a> eingebaut (Schärfenebene verläuft nicht parallel zur Sensorebene), der die Schärfenebene fast in einen rechten Winkel zum Betrachter stellt &#8211; aber nur fast: Alles um den jungen Mann ist scharf, dann kommt die unschärfe des entfernt liegenden zweiten Torbogens, und dann dahinter erneut eine Schärfenzone &#8211; das ist physikalisch schlicht unmöglich und vollständig verwirrend.</p>
<p>Es ist sehr aufwändig, wenn man den Schärfentiefeneffekt nachträglich sauber anwenden will, weil man im zweidimensionalen Bild die Ebenen der Tiefe der dritten Dimension erkennen und mit der Maske sauber erfassen muss &#8211; und das auch noch in korrekter Abstufung. Du hättest hier, um eine offene Blende zu simulieren, etwa die uns gegenüberliegende Fassade so unschärfen können, wie Du es getan hast, dann aber die Dinge im Durchblick des zweiten Torbogens noch viel stärker unschärfen müssen.</p>
<p>Trotzdem &#8211; ein ansprechendes Bild, das mit einem vielleicht etwas grosszügiger gewählten Vordergrund-Torbogen und behutsamerer Unschärfemaskierung noch besser geworden wäre.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/05/27/abendlicht-brise-fuer-unschaerfe-nutzen/">Abendlicht: Brise für Unschärfe nutzen</a></b><br /><font size="2">Standard-Motive, wie romantisch auch immer sie sein mögen, verlangen nach einem eigenen Stil. Hier könnte mehr Unschärfe und ein bisschen längeres Warten auf das Abendlicht etwas bringen. </font><font color="#aaa">(27. Mai 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/05/26/schneckenbild-zu-nah-dran/">Schneckenbild: Zu nah dran</a></b><br /><font size="2">Alles ist hier ungewöhnlich: Perspektive, Situation, Winkel - aber leider auch die Schärfe. Man kann bisweilen zu nah am Motiv sein, vor allem mit grosser Blende und damit extrem geringer Schärfentiefe. </font><font color="#aaa">(26. Mai 2008)</font></td></tr><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/05/22/tele-makro-farbklecks-mit-perspektive/">Tele-Makro: Farbklecks mit Perspektive</a></b><br /><font size="2">Makro muss nicht mit dem Makro-Objektiv passieren. Das Tele hilft bisweilen zusätzlich, die Schärfentiefe extrem kurz zu halten und das Bild auf eine einzige, winzige Sache zu konzentrieren. Hier ist das mit der Komposition zusätzlich wirksam. </font><font color="#aaa">(22. Mai 2008)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Abendrot: Kontrastprobleme</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufhellblitz]]></category>
		<category><![CDATA[Histogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sonnenuntergang-Fotos sind Gegenlicht-Aufnahmen. Der Kontrastumfang wird dabei fast unweigerlich zum Problem.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Sonnenuntergang-Fotos sind Gegenlicht-Aufnahmen. Der Kontrastumfang wird dabei fast unweigerlich zum Problem.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/ruderboot-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/ruderboot-small.jpg" width="300" height="447"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andy Reinboth)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Hallo, das Bild ist bei einer Ausfahrt nach Brandenburg entstanden. Ich fand die Zusammenstellung aus untergehender Sonne im Hintergrund und dem Boot/Baum im Vordergrund wunderbar. Ich bin gespannt was die Kritiker zu dem Bild sagen. viele Grüße Andy</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.reisegnome.de">Andy Reinboth</a>:</strong></p>
<p>Ein verlassenes Ruderboot liegt in dieser Aufnahme im untersten Bilddrittel in der linken Bildhälfte neben einem Baum. Der Blick über einen Fluss führt zu einem leicht bewölkten Himmel, die Sonne ist bereits untergegangen oder von Wolken verdeckt.</p>
<p>Dieses Bild ist leider radikal unterbelichtet. Zwar ist &#8220;korrekte&#8221; Belichtung ein relativer Begriff:</p>
<p><span id="more-17064"></span>
<p>Zu den spannenden Eigenschaften der Kamera gehört ja auch, dass anders sehen kann als wir und beispielsweise Schattenrisse aus Gegenlicht-Anblicken macht, die wir ganz anders wahrnehmen.</p>
<p>Aber Du hast hier offensichtlich versucht, Boot und Sonnenuntergang in ein Bild zu kriegen. Das gelingt mit den &#8220;Bordmitteln&#8221;, die Du zur Verfügung hattest, nur schlecht.</p>
<p>Einerseits bieten Sonnenuntergänge das Problem, dass wir meist fast direkt gegen das natürliche Licht fotografieren. Um dabei zu einer spannenden Aufnahme zu kommen, brauchen wir viele Objekte in der Komposition, die das vorhandene Licht in einem anderen Winkel reflektieren &#8211; Wolken, unter denen die Sonne untergeht, eine Wasseroberfläche, die das Licht des Himmels spiegelt, oder aber einen markanten Horizont, der in einer Silhouette als Schattenriss belichtet werden kann.</p>
<p>Du hast hier versucht, mit dem Blitz &#8211; und ich nehme an, es handelt sich um den eingebauten Blitz &#8211; den Vordergrund so aufzuhellen, dass der Kontrast zwischen Himmel und ausgeleuchtetem Vordergrund abgeglichen wird.</p>
<p>Du hast zwar manuell belichtet, dabei aber trotzdem die Belichtungskorrektur mit +1EV, eine Blende von 9 und eine Sechzigstelsekunde eingestellt &#8211; was insgesamt und besonders mit zugeschaltetem Blitz kaum mehr Sinn ergibt: Die Belichtungskorrektur dient zwar dazu, Fehler der Matrixmessung (bei extrem hellem oder dunklem Vordergrund) auszugleichen &#8211; aber eigentlich in Kombination mit automatischer Belichtung (Zeit-, Blenden- oder Vollautomat).</p>
<p><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/ruderboothistogramm.jpg" width="404" height="405"  alt="Das Histogramm der beiden Varianten zeigt die Verschiebung der Werte nach rechts." /><br /></p>
<p>Wenn Du ohnehin manuell belichtest, würde sich die Nutzung der Spotmessung anbieten. Sie misst nur einen ganz kleinen Bildausschnitt statt wie die matrixmessung den Durchschnitt der Helligkeit über fast das ganze Bild.</p>
<p>Dabei misst Du den hellsten Bereich des Bildes (den Himmel) und den dunkelsten, in dem Du noch Zeichnung haben willst (den Baum) und wählst eine Belichtungszeit zwischen den beiden Werten. Am Monitor der Kamera kannst Du jetzt anhand des Histogramms Deine Einstellungen der Testaufnahmen überprüfen. Bei einer Aufnahme wie dieser kannst Du dabei nicht auf die Faustregel der &#8220;Glockenform&#8221; im Histogramm gehen, sondern wirst ein umgekehrtes Profil erhalten.</p>
<p>Der Aufhell-Blitz schliesslich müsste ebenfalls händisch auf den Baum gemessen werden. Du hast mit Deiner Konfiguration allerdings ohnehin das Problem, dass der eingebaute Notblitz der D200 für eine Weitwinkel-Aufnahme mit 18mm (27mm) zu schwach und zu gebündelt ist &#8211; namentlich bei Blende 9 und einer Aussenaufnahme mit dunklen Flächen, die beleuchtet werden sollen. das Resultat ist hier, dass eigentlich nur die beiden Grasbüschel ganz im Vordergrund merklich vom Blitz aufgehellt wurden &#8211; die wir eher nicht heller haben wollen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/ruderboot1-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/ruderboot1-small.jpg" width="220" height="328"  alt="Das Boot, nachbelichtet." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ich habe Deine Aufnahme in Lightroom um volle zwei Blendenwerte &#8220;nachbelichtet&#8221; und zusätzlich mit der Funktion &#8220;Aufhelllicht&#8221; (welche nur die dunkleren Bildtöne anhebt) sozusagen den Aufhellblitz simuliert. Schliesslich habe ich in der Gradierungskurve die Mitteltöne leicht abgesenkt und die Tiefen noch etwas angehoben. In einem &#8220;normal&#8221; belichteten Bild sorgt das sofort für einen Kontrastverlust &#8211; und das ist ja just, was Du hier anstrebst.</p>
<p>Das Resultat ist noch immer nicht perfekt und aus Anschauungsgründen etwas übertrieben, aber es dürfte einem optimalen Ergebnis näher sein als das Ursprungsbild.</p>
<p>Zur Komposition liesse sich noch sagen, dass die Lücke zwischen Baum und linkem Bildrand oben eher zu vermeiden oder zu schneiden wäre. Ausserdem habe ich den Starkstrommast und die eine, vom Blitz überhellte Blüte unten links aus dem Bild geklont und den Ausschnitt etwas enger gewählt.</p>
<p>Fazit: Extreme Kontrastumfänge verlangen viel Übung, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, und das gleiche gilt für die Anwendung des Aufhellblitzes. Glücklicherweise erlauben uns die digitalen Kameras beliebige Experimente und liefern mit dem Vorschaubild und dem Histogramm ein Lerninstrument im Feld, von dem unsere fotografischen &#8220;Vorfahren&#8221; nur träumen konnten.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Blumenfoto: Die vielen Unterschiede</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/05/blumenfoto-die-vielen-unterschiede/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Vignettierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer Reihe von Punkten lassen sich auch Blumenbilder spannend komponieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Was hebt diese Fotografie einer wilden Orchidee von den üblichen Blumenbildern ab? Eine ganze Liste beachtenswerter Punkte.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/05/blumenfoto-die-vielen-unterschiede/orchidee-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/orchidee-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stephan Amm)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Holunderknabenkraut, früher eine weit verbreitete Orchidee, ist heute außerhalb der Alpen nur noch an wenigen Fundorten anzutreffen. Bei uns im Frankenwald gibt es noch einige Stellen mit teilweise über 100 Exemplaren. Besonderes Glück hatte ich dieses Jahr bei einer kleineren Population, die in ihrer Lage für mich einmalig ist, am Hang, mit der Chance, daß die Frühjahrssonne mit ihren letzten Strahlen die Orchideen, von denen es auch eine rote Variante gibt, illuminiert. Ein Makro mit langer Brennweite (200mm) bei offener Blende sorgte für die Vignettierung und die &#8220;Auflösung&#8221; der Umgebung.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://naturfranken.de/">Stephan Amm</a>:</strong></p>
<p>Eine wilde Orchidee im letzten Licht des Tages, fotografiert mit extremer Brennweite, steht in einer Wiese mit hohen Grashalmen, die im Vorder- und Hintergrund ind er Unschärfe verschwinden.</p>
<p>Diese Aufnahme könnte als Schulbeispiel für gut gemachte Blumenaufnahmen dienen:</p>
<p><span id="more-17020"></span>
<p>Sie hebt sich in vielen Punkten von den üblichen Blumenfotos ab, die wir fast täglich erhalten, und die meist von oben formatfüllend die Blüte zeigen. Ich versuche aufzuzeigen, was Stephan anders gemacht hat und damit eine Aufnahme geschaffen hat, die wohl auch den Ansprüchen für Hochglanz-Publikationen oder Werbung genügen dürfte.</p>
<p><strong>Die Perspektive:</strong> Nur weil wir Blumen &#8211; ausser wenn sie in einer Vase auf dem Tisch stehen &#8211; meistens von oben sehen, müssen wir sie nicht so fotografieren &#8211; schon gar nicht in ihrem angestammten Lebensraum. Stephan hat sich hier auf die Knie oder den Bauch herabgelassen und macht die Orchidee damit zu etwas aufragend-erhabenem.</p>
<p><strong>Das Licht:</strong> Blumen sind bunt, und Buntes muss man möglichst hell anleuchten, um die Farben hervorzubringen? Falsch. Das weiche Licht am Abend kurz vor oder nach Sonnenuntergang dient nicht nur Landschaftsfotografen, um weiche Konturen und Kontraste zu kriegen, sondern kann auch bei solchen Detailaufnahmen für einen einzigartigen warmen Ton sorgen.</p>
<p><strong>Die Komposition:</strong> Zumindest wilde Blumen oder solche, die in einem Umfeld stehen, das sich einzubeziehen lohnt, sollte man in ihre Umgebung integriert zeigen. Diese Orchidee wird durch ihren Standort im hohen, faden Gras emotional zum Fundstück, indem sie &#8211; im klassischen Drittelsschnitt &#8211; eingebettet gezeigt wird und uns nicht mit voller Tele-Wucht ins Gesicht gestreckt wird. Sie steht stolz in den Wogen der Grashalme, und wir haben etwas zu entdecken in diesem Bild.</p>
<p><strong>Die Brennweite:</strong> Das Tele hier für eine Makro-Aufnahme in der Waagerechten zu verwenden sorgt erst für den Tiefeneindruck des Bildes. Die Orchidee wird aus dem Vorder- und Hintergrund isoliert &#8211; aber der Kniff besteht eben darin, dass es einen Vorder- und einen Hintergrund gibt! Die geringe Schärfentiefe verleiht der Blüte so die dritte Dimension, die es in einem zweidimensionalen Bild umzusetzen gilt.</p>
<p><strong>Die Technik:</strong> Die sogenannte Vignettierung &#8211; die Randabdunkelung in der Fotografie, die bei weniger perfekt geschliffenen Linsen oder auch schon mal durch eine in den Bildausschnitt hineinragende Sonnenblende auftreten kann &#8211; hebt das Motiv fast unmerklich weiter heraus und lässt es erstrahlen. Wer ein &#8220;zu hochwertiges&#8221; Objektiv benützt, kann die Vignettierung heute mit den meisten Bearbeitungsprogrammen wie Aperture, Lightroom oder Photoshop nachträglich einfügen &#8211; und derzeit liegt das sehr im Trend, weshalb ich speziell zur Zurückhaltung aufrufen möchte. Hier ist der Effekt zweifellos gut angewandt.</p>
<p><strong>Planung und Vorbereitung:</strong> Dieser Fotografie ist deutlich anzusehen, wie viel Zeit und Planung Stephan hineingesteckt hat. Darauf deutet auch seine Beschreibung hin und die Tatsache, dass er weiss, wie selten diese Pflanze inzwischen ist. Also hat er sie im richtigen Licht sehr sorgfältig in ein Bild komponiert, das allen Umstänmden Rechnung trägt, aber über eine schöne Dokumentation hinaus auch künstlerische Aspekte berücksichtigt &#8211; etwa die Verteilung der Schattierungen (links der dunkle Horizont oben und der dunkle Vordergrund, rechts der Bogen der Grashalme im Vordergrund und der Kranz der grünen Blätter der Orchidee selber).</p>
<p>Müsste ich ein Haar in dieser Suppe finden, ich würde behaupten, dass die Schärfentiefe einen Tick zu gering oder zu weit im Vordergrund gewählt ist, weil bereits der hintere Teil der Blüte in starker Unschärfe verschwindet. Möglicherweise handelt es sich dabei aber um einen zweiten Blütenstand, der in etwas grösserem Abstand vom vorderen steht. Und ausreissen geht ja wohl nicht&#8230;</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>70er Innenraum: Komposition folgt Inhalt</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[70er Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Symmetrie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Komposition einer Fotografie kann sich durchaus dem Inhalt unterordnen und damit das Motiv inhaltlich überhöhen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Auch wenn Design der Funktion folgt, muss Foto-Komposition nicht unbedingt dem Bildinhalt folgen. Bisweilen allerdings kann es das Bild überhaupt erst ausmachen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/03/70er-innenraum-komposition-folgt-inhalt/70eroptiker-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/70eroptiker-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© jessica ziegler)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Scan einer analogen Aufnahme mit einer Hasselblad. Ich habe diese Aufnahme in einem Optikerladen in Leer/Ostfriesland gemacht. Die komplett erhaltene Einrichtung aus den 70ern hat mich fasziniert und schloss sich meinem Endexamensthema an. Für mein Endexamen an der Kunshochschule Minerva Groningen (NL) habe ich Räumlichkeiten festgelegt, in denen wir uns selber an jemand anderen überhandigen, was ein höchst persönlicher eingriff ist; diese Räumlichkeiten strahlen haäfig räumliche kälte und gleichzeitig menschliche Wärme aus.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://ww.jot-zet.nl">jessica ziegler</a>:</strong></p>
<p>Drei Kunstoff-Sessel in Reihe, im unverkennbaren Design der 70er Jahre und in Giftgrün, stehen etwas von der Kameraposition entfernt auf einem grünen, gemusterten Spanntepichboden vor einer Fensterfront.</p>
<p><span id="more-16971"></span>
<p>Die grossflächige Scheibe ist von einem grobmaschigen Netzvorhang bedeckt, die Aussenwelt ist nur zu erahnen.</p>
<p>Das Bild im Quadratschnitt der Hasselblad folgt streng den rechten Winkeln in der Motivplatzierung. Der &#8220;Horizont&#8221; der Fensterscheibe teilt es in der Mitte, die totale Symmetrie wird einzig durch einen Teil des Fensterrahmens am linken Bildrand gebrochen.</p>
<p>Dein Thema &#8211; Räumlichkeiten, denen wir uns sozusagen ausliefern &#8211; trifft dieses Bild sicherlich &#8211; vor allem nach heutigem Designempfinden. Man beachte, wie schnell hier wieviel Information fliesst, die sich zu einem Ganzen zusammenfügt: Wir erkennen sofort die Zeit, aus dem die Einrichtung stammt; es ist eindeutig, dass es sich um ein Ladengeschäft oder einen sonstigen Dienstleistungsbetrieb handelt und nicht um eine Amtsstube; die Andeutung der Aussenwelt lässt auf Kleinstadtcharakter schliessen und der saubere Teppich und die geometrisch exakte Anordnung der Wartesessel unterstriechen dfen Eindruck einer kleinbürgerlichen Welt.</p>
<p>Mit dem strengen Blickwinkel und der symmetrischen Perspektive ordnet sich die Komposition dem Inhalt des Bildes unter: Es mutet an wie eine zeitgenössische Photographie (aus den 70ern) und lehnt sich mit der Reduktion auf Objekte und Farbe an die Fotografie im Stil eines <a href="http://fokussiert.com/2009/02/28/william-eggleston-alles-ist-bildwuerdig/">William Eggleston</a>.</p>
<p>Zu bemerken ist dabei, dass die Blickhöhe nicht etwa die eines stehenden Menschen, sondern eher Aug` in Aug` mit den leeren Sesseln liegt: Ein Detail, das den Kunststoffschalenstühlen aber zu einer ebenbürtigen Position verhilft und sie zu erhabenen Protagonisten im Raum macht.</p>
<p>Der Bruch mit der Symmetrie durch den Fensterrahmen links ist ebenfalls ein wichtiges Mittel, um die Szene nicht ins absurd-abstrakte kippen zu lassen. Mich stört daran einzig die durch den leicht nach unten gerichteten Blick ebenfalls leicht stürzende Kante. Die Schräglage ist minimal, aber so nah am Bildrand fällt sie auf und lenkt ab. Ein winziger Eingriff mit der Photoshop-Perspektivenkorrektur wäre hier meiner Ansicht nach angemessen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Ausstellungsbesucherinnen: Starke Vektoren</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Highkey]]></category>
		<category><![CDATA[Linienführung]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Vektoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Emotionalität, Aussage und Komposition sind in einer Fotografie wichtiger als technische Perfektion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Technische Perfektion und Schärfe sind keine Voraussetzung für eine starke Fotografie. Emotionalität, Aussage und Komposition sind massgebend.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/schlenderian-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/schlenderian-small.jpg" width="300" height="389"  alt="Leserinnenfoto: Klick für Vollansicht (© lilo ulke)." /></a></p>
<p>
<strong>Kommentar der Fotografin:</strong></p>
<blockquote><p>besucherinnen einer ausstellung. ziel: darstellung von bewegung und innehalten</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Lilo Ulke<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Zwei Frauen in einem Schwarz-Weissen Highkey-Bild bewegen sich schlendernd vom Betrachter weg, die eine, etwas näher im Vordergrund, nach links, die andere nach rechts hinten. Zwischen ihnen führt eine Reihe von drei kreisrunden Bodenelementen schnurgerade in den Bildhintergrund.</p>
<p>Technisch betrachtet gibt es an diesem Bild viel zu bemängeln. Es ist unscharf und mit extremem Kontrast auf Highkey getrimmt, was zu Ausblühungen und Artefakten in den Graubereichen führt. Nicht trotzdem, sondern auch deswegen ist es eine starke Fotografie:</p>
<p><span id="more-16965"></span>
<p>Radikal reduziert, zieht die Fotografie den Betrachter in den Bann seiner ebenso einfachen wie eindeutigen Strukturen. Zwei ihrer Kleidung nach zu schliessen recht verschiedene Frauentypen bewegen sich im gleichen Raum voneinander weg.</p>
<p><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/frauenpfade.jpg" width="250" height="249"  alt="Vektoren im Bild" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wir erkennen die Bewegung zunächst an den in entgegengesetzte Richtung führenden Blicken der beiden, die wir als erstes im Bild suchen, und folgen danach in zwei halbrunden Bögen entlang der Mittellinie nach links und rechts. Dabei sind diese Linien rein imaginär und in keiner Art im weissen Negativraum des Bildes zu sehen &#8211; wir ziehen sie in unserem Kopf automatisch der Körperhaltung der Frauen folgend.</p>
<p>Das ist eine Steigerung der Kompositionsregel, wonach sich die Bildgestaltung an den vorhandenen Linien im Motiv orientieren soll: Sie an <em>nicht</em> vorhanden, aber <em>fühlbaren</em> Linien auszurichten, könnte als nächste Stufe bezeichnet werden. Du schaffst das hier durch die ideale Perspektive und betonst den Effekt mit der radikalen Reduktion.</p>
<p>Zugleich lässt Du der Betrachterin viel emotionalen Interpretationsspielraum &#8211; zwei Menschen, die auseinandergehen; die sich trennen; die nichts miteinander zu tun haben wollen oder die auf anderes konzentriert sind.</p>
<p>Schliesslich kommt die Unschärfe ins Spiel, die ich zunächst für einen Mangel hielt, bis ich erkannte, dass mein Interesse an den beiden Frauen durch die lediglich sphinxhafte Andeutung eines Gesichts, dem kein Ausdruck zu entnehmen ist, nur noch gesteigert wird.</p>
<p>So unterstützen die vermeintlichen Mängel dieser Fotografie ihre Stärke. Ich frage mich trotzdem, warum Du in einer Galerie mit Blende 14 operiert hast. Wenn es um Bewegungsunschärfe und Körnung durch die hohe Empfindlichkeit ging, hast Du das Ziel verfehlt &#8211; denn die Unschärfe ist nicht eindeutig aus der bewegung der Frauen erkennbar, sondern könnte auch Verwackelung der Kamera sein.</p>
<p>Ferner stört mich die graue Wand hinten links, die für die Räumlichkeit des Bildes nicht nötig ist, weil Du schon die Linie der drei Bodenelemente hast, die in die Raumtiefe führen &#8211; ein hervorragendes Mittel, die in Highkey-Aufnahmen häufig entstehende Zweidimensionalität zu überwinden. Zugleich lässt das Bildformat und die Aufteilung meiner Ansicht nach rechts zu wenig Raum für die Protagonistin.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/innehalten-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/innehalten-small.jpg" width="220" height="219"  alt="Retusche und Neuaufteilung" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Ich habe die Wand deshalb mit dem &#8220;Hintergrund-Radiergummi&#8221;-Werkzeug in Photoshop wegretuschiert und das Bild danach ausserdem in eine quadratische Form gebracht sowie die Komposition leicht nach links versetzt.</p>
<p>Ich meine, Du hast Dein Ziel, Bewegung und Innehalten auszudrücken, mit diesem Bild mehr als erreicht. Das Thema ist unverkennbar, aber zugleich nur die Basis für die Interpretationen und emotionalen Deutungen, die sich nach dem ersten Blick auf das Bild im Kopf der Betrachter anbahnen.</p>
<p>Starkes Stück.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Landschaftsfotografie: Sehen statt denken</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 02:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Genre]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In der Landschaftsfotografie zählt allein das Sehen. Wer zuviel nachdenkt, läuft Gefahr, in die Dokumentarfotografie zu verfallen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In der Landschaftsfotografie zählt allein das Sehen. Wer zuviel nachdenkt, läuft Gefahr, in die Dokumentarfotografie zu verfallen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/bootarch-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/bootarch-small.jpg" width="450" height="308"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Roland Wagner)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild entstand im vergangenen Sommer in den Alabama Hills, einem Gebiet mit einer Unzahl abgerundeter Felsformationen vor der aufragenden Sierra Nevada in Kalifornien. Die Gegend diente bereits als Kulisse zahlreiche Filme (unter anderem: Gladiator). Es gibt einige schön anzuschauende Felsbögen. Dieser hier wird Boot Arch genannt. Das Bild entstand am Abend, da nur zu dieser Tageszeit das Licht von der richtigen Seite kommt. Den Standort habe ich versucht, so zu wählen, dass die Form der Öffnung genau so zu sehen ist, damit sich der Name des Arches erklärt. Als Brennweite wurden 10 mm gewählt. Damit auch der Hintergrund noch einigermaßen scharf ist, wurde die Blende 14 verwendet. Ich freue mich auf eine kritische Betrachtung.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Roland Wagner<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein verwitterter Steinbogen in einer rundgeschliffenen Felsformation steht in der linken Hälfte dieses Farbbildes vor dem Hintergrund einer Gebirgskette unter einem von Schleierwolken durchzogenen blauen Himmel.<span id="more-16921"></span>
<p>Es ist eine sehr interessante Landschaft, in der Du dieses Bild gemacht hast, und ich schätze mich glücklich, wenige Fahrstunden von diesem Zauberpark für den Landschaftsfotografen zu leben. Gleich ging es den buchstäblich hunderten von Hollywood-Regisseuren, welche die Landschaft zur Kulisse machten &#8211; bisweilen spielt sie sogar die Hauptrolle, wie etwa im famosen <a href="http://www.imdb.com/title/tt0100814/">B-Movie &#8220;Tremors&#8221; mit Kevin Bacon</a> (unbedingt ansehen).</p>
<p>In deinem Bild allerdings kommt sie wenig zur Geltung. Die Elemente sind wohl alle da: Der Felsbogen, die rundgeschliffenen Brocken und die Sierra Nevada im Hintergrund. Aber irgendwie wirkt die Anordnung zufällig.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/moebius-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/moebius-small.jpg" width="220" height="145"  alt="Der Moebius-Arch mit zwei Hintergrund-Elementen (© PS)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Du wolltest den Steinbogen so abbilden, dass sich sein Name erklärt, indem man erkennt, dass das Loch die Form eines Stiefels (&#8220;boot&#8221;) annimmt.</p>
<p>Damit allerdings hast Du Deine Möglichkeiten für eine gestaltete Komposition extrem beschränkt. Und das macht Dein Bild mehr zu einer Dokumentar- als zur Landschaftsfotografie, als die Du sie eingereicht hast. Erstere will einen bestimmten Um- oder Zustand in einem Bild eindeutig beschreiben, letztere folgt  rein ästhetischen Kriterien.</p>
<p>Mit Deinem Vorsatz, den Stiefel zu zeigen, hast Du unbewusst den Wechsel zu einem anderen fotografischen Genre vollzogen, in dem andere Fähigkeiten gefragt sind und andere Regeln gelten. Die Mischung der beiden Arten von Fotografie ist einn heikles und schwieriges Unterfangen. Das zeigt sich hier: Ohne Deinen Hinweis auf den Namen des Bogens kämen wenige Betrachter darauf &#8211; sie würden den Stiefel noch nicht mal erkennen. Aber ohne den Hinweis auf den Stiefel im Bogen macht die Komposition wenig Sinn.</p>
<p>Wenn es Dir <strong>um den Stiefel ging</strong>, hättest Du alle andern Aspekte zurückstellen und ausschliesslich den Stiefelausschnitt inszenieren müssen. Das heisst nicht einfach viel näher rangehen &#8211; obwohl das ein Weg sein kann. Die Sierra etwa ergibt einen wunderbaren Hintergrund für eine Landschaftsfotografie, hier aber stört sie sogar den Ausschnitt des Felsbogens und verwischt die Form des Stiefels. Hättest Du Dich näher und tiefer an ihn rangemacht, hättest Du den Ausschnitt mit Himmel füllen und dadurch die Form betonen können.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/moebius2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/moebius2-small.jpg" width="220" height="145"  alt="Moebius-Arch vor Sonnenaufgang (©PS)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Für eine <strong>reine Landschaftsaufnahme</strong> mit einer durchgehend starken Komposition hingegen hättest Du besser <strong>vom Denken gänzlich aufs Sehen umgestellt</strong>. Die Felsen und Bögen faszinieren uns ja weniger wegen der Dinge, die wir in ihre Formen hineininterpretieren können, als wegen der Formen selber &#8211; und wenn Du Dich zwischen den Felsen bewegst, fallen Dir tausend Blickwinkel und Perspektiven auf, welche einzigartige Kombinationen aus Lichteinfall-, Linienführung-, Vorder- und Hintergrund bieten.</p>
<p>Ich hatte bisher dreimal Gelegenheit für Shootings in den Alabama Hills. Zweimal abends und einmal morgens; und alle drei Male ist mir aufgefallen, dass die Felsen am plastischsten wirken, wenn sie <strong>nicht mehr oder noch nicht im direkten Licht der Sonne</strong> liegen.</p>
<p>Bei meinem ersten Besuch habe ich mich ebenfalls vor allem einem Arch gewidmet &#8211; ohne allerdings seinen Namen zu kennen. Dem folgend, was ich sah, habe ich eine Komposition gewählt, in welcher Mount Whitney (der höchste Berg der lower US) durch den Bogen und der Lone Pine Peak links daneben zu sehen ist. Es ist <a href="http://images.google.com/images?um=1&amp;hl=en&amp;client=firefox-a&amp;hs=A9C&amp;rls=org.mozilla%3Aen-US%3Aofficial&amp;tbs=isch%3A1&amp;sa=1&amp;q=moebius+arch&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;start=0&amp;social=false">&#8220;der Klassiker&#8221;</a> der Fotografien aus den Alabama Hills. Die Aufnahme entstand kurz vor Sonnenuntergang, und interessanterweise betont der Schatten im Bogen seine Form, so dass der Name sich deutlich abzeichnet: &#8220;Moebius Arch&#8221; heisst er, weil er wie das vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6biusband">Mathematiker Möebius entdeckte &#8220;endlos&#8221;-Band</a> geformt ist. Nur habe ich keine Sekunde lang daran gedacht, dies im Bild auszudrücken.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/lonepine-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/lonepine-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Alabama Hills und Lone Pine Peak, Kalifornien. (©PS)" /></a></p>
<p>Die beiden anderen Bilder sind jeweils vor Sonnenaufgang entstanden und zeigen den Lone Pine Peak &#8211; noch einmal durch den Moebius Arch, der ohne Schlagschatten stärker zur Geltung kommt, und einmal in einer Übersicht, welche die Tiefe und die Unterschiede der Landschaft im Vorder- und im Hintergrund betonen soll (Sekunden vor den ersten Sonnenstrahlen).</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Tilt/Shift-Film &#8220;The Sandpit&#8221;: Miniatur-New York in 35&#8242;000 Bildern</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/26/tiltshift-film-the-sandpit-miniatur-new-york-in-35000-bildern/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 02:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansehen]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Scheimpflug]]></category>
		<category><![CDATA[Miniatur]]></category>
		<category><![CDATA[Tilt/Shift]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieser wunderbare Fake-Tilt/Shift-Film, der New York im Sommer 2009 "en miniature" zeigt, ist mit einer Spiegelreflex und der Intervall-Funktion entstanden.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Dieser wunderbare Fake-Tilt/Shift-Film, der New York im Sommer 2009 &#8220;en miniature&#8221; zeigt, ist mit einer Spiegelreflex und der Intervall-Funktion entstanden. Das verleiht ihm zusätzlich einen Timelapse-Effekt.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/26/tiltshift-film-the-sandpit-miniatur-new-york-in-35000-bildern/samoharechurchsquare-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/samoharechurchsquare-small.jpg" width="450" height="253"  alt="Sam O'Hare: The Sandpit - Church Square, New York" /></a></p>
<p>Rund 35&#8242;000 Aufnahmen hat Sam O&#8217;Hare seiner Nikon D3 (und ein paar seiner D80) zugemutet, alle innerhalb von fünf heissen Tagen im August 2009, und daraus diesen schmucken Kurzfilm über den Sommer in New York produziert:</p>
<p><span id="more-16893"></span>
<p>Aussergewöhnlich ist das Filmchen ausserdem, weil es den Timelapse-Effekt aufweist, der dem <a title="Fake Tilt-Shift: Modellwelten" href="http://fokussiert.com/2007/08/09/die-grosse-welt-ganz-klein-oder-andersherum/">modellartigen Charakter</a>, der durch die extrem geringe Schärfentiefe entsteht (die wir sonst nur von Makro-Fotos kennen), auch noch den einer Animation verleiht. Haben wir zwar alles in der Werbung schon gesehen, aber eben nie so stimmungsvoll und mit einem derart angenehmen Soundtrack.</p>
<p>Nachtrag: Nachdem ich das Werk jetzt ein paar Mal angesehen habe, komme ich auch zum Schluss, dass seine Qualität zu einem beträchtlichen Teil in der Qualität der Fotografie liegt: Die meisten Shots sind hervorragend komponiert. Der Film ist ausserdem sehr schön geschnitten, hat witzige Elemente und einen sorgfältig abgestimmten Rhythmus. Aber all das wäre nicht wirklich wirksam ohne die fotografische Qualität, die ihn zu mehr macht als bloss ein Spiel mit dem Smallgantics-Effekt. </p>
<p><object width="480" height="270"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9679622&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9679622&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="480" height="270"/></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/9679622?hd=1">The Sandpit</a> from <a href="http://vimeo.com/user1639813">Sam O&#8217;Hare</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Hinter dem Film steckt indes vor allem ein gigantischer Post-Production-Prozess: Sam hat nämlich nicht ein <a href="http://fokussiert.com/2008/12/28/nikkor-pc-e-24-mm-135d-ed-im-test-der-aufsteller/">Tilt/Shift-Objektiv</a> verwendet, sondern den Effekt nachträglich in die 35&#8242;000 Frames eingebaut. </p>
<p>Das hat den Nachteil, dass in einzelnen Bildern die Schärfenebene sichtbar nicht wirklich im Raum der Bildtiefe liegt, sondern bisweilen Gebäude und andere Dinge entzweischneidet. Dafür hat Sam ein paar Nachtshots eingebaut und sogar leichte Schwenks vorgenommen, was dem ganzen noch mehr Dynamik verleiht. </p>
<p>Die Fotos sind übrigens zu einem Teil aus der Hand geschossen worden, wobei Sam die Intervall-Funktion der Nikon benutzt hat. die Entstehungsgeschichte kann hier im englischsprachigen <a title="Interview mit Sam O'Hare" href="http://aerofilm.blogspot.com/2010/02/sandpit-short-film-by-aero-director-sam.html">Interview auf aerofilm</a> nachgelesen werden.</p>
<p>Persönlich kann ich mich an allem, was irgendwie miniaturisiert scheint, zwar nicht sattsehen. Trotzdem ist zu befürchten, dass der Tilt/Shift-Effekt sich in den nächsten Jahren, wenn nicht Monaten heftig abnutzt. </p>
<p><a href="http://aerofilm.blogspot.com/2010/02/sandpit-short-film-by-aero-director-sam.html">Interview mit Sam O&#8217;Hare</a> über die Entstehung des Films</p>
<p><a href="http://vimeo.com/9679622?hd=1">&#8220;The Sandpit&#8221; Video auf Vimeo</a>, auch in HD.</p>
<p>Via <a href="http://www.buzzfeed.com/scott/tilt-shift-new-york-in-spring/">buzzfeed</a></p>
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		<title>Babyfoto: Komposition zählt auch im Studio</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 10:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Softbox]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>

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		<description><![CDATA[Studiofotografie bietet fast totale Kontrolle, aber ob all der Faktoren darf die Komposition nicht zu kurz kommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studiofotografie bietet fast totale Kontrolle, aber ob all der einstellbaren Faktoren darf die Bildkomposition nicht zu kurz kommen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/babyaufarm-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/babyaufarm-small.jpg" width="450" height="301"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Mike Hillebrand)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Mein erster Versuch in der Babyfotografie im Studio. mit ISO 100, Blende 8 und einer Verschlusszeit von 1/50 war das wohl eher Zufall, dass ich das so scharf bekommen habe. Ausleuchtung vor einer schwarzen Moltonleinwand war ein Walimex 300 Blitzkopf mit einem Tubus und Wabe und ein Walimex 300 Blitzkopf mit Softbox. Das genaue Setup weiß ich leider nicht mehr.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.mikehillebrand.com">Mike Hillebrand</a>:</strong></p>
<p>Schwarz-weiss-Aufnahme eines auf einem Arm liegenden Babys. Die seitliche Beleuchtung betont die Räumlichkeit des kleinen Körpers, ein Blitz mit Softbox sorgt für einen grossen Reflex in die Augen des Babys. Die nach unten hängenden Arme und der Gesichtsausdruck lassen auf vetrauensvolle Entspanntheit schliessen.</p>
<p>Gleich zum Vornherein:</p>
<p><span id="more-16880"></span>
<p>Ich habe wenig Ahnung von Studiobeleuchtung, kann dazu also nur das Offensichtliche anmerken.</p>
<p>Ich habe mich trotzdem an eine Kritik an dem Bild gewagt, weil ich es für ein Beispiel dafür halte, wie leicht wir uns überfordern: Studiofotografie bietet dem Fotografen die grösstmögliche Gestaltungsfreiheit, erhöht damit aber die Zahl der Faktoren, die es zu beachten gilt, auf ein kaum mehr überschaubares Mass. Und wenn darunter die Bildgestaltung leidet, ist das bei einer Aufnahme wie dieser besonders bedauerlich.</p>
<p>Die Bildkomposition schmerzt auf den ersten Blick fast unerträglich. Mike, die Füsse! Du schneidest dem Baby die Füsse ab!</p>
<p>Und auch wenn es dafür ein Dutzend gute, praktische Gründe gibt &#8211; bei einem Studiobild ist das Abhacken von Körperteilen nicht verzeihbar: Es lässt das ganze Bild flüchtig wirken und zieht soviel Aufmerksamkeit auf sich, dass die ganze Sorgfalt der Inszenierung nachhaltig gestört wird.</p>
<p>Abgesehen davon, dass die winzigen Hände und Füsse an einem Kleinkind neben den Kulleraugen das sind, was uns immer wieder aufs neue fasziniert &#8211; und hier leider auch die Finger nicht zu sehen sind, folgen alle Blicke vom Kopf des Babys unweigerlich der schön geschwungenen Körperlinie zu den Füssen &#8211; die fehlen!</p>
<p>Das fällt extrem auf, weil die Beine zu sehen sind, weil das ganze Bildformat einen kompletten Körper erwarten lässt, weil wir darauf trainiert sind, gerade in Studiofotografien entweder ganze Körper oder klar akzentuierte Details zu sehen. So, wie Du mir das Kleine hier zeigst, will ich die Füsse sehen &#8211; nicht nur, aber auch, und weil sie nicht vorhanden sind, eben erst recht.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/babyquer-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/babyquer-small.jpg" width="220" height="219"  alt="Das Baby, betont im Bild" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/babyhoch-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/babyhoch-small.jpg" width="220" height="219"  alt="Das Baby aufgestellt" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die Methode, diese enorme Abwertung des sonst so schön gelungen Fotos nachträglich zu vermeiden, besteht in einem beherzten Schnitt. Denn was bewusst und offensichtlich weggelassen wurde, das vermisse ich nicht &#8211; die Reduktion wird vielmehr Bestandteil des Kunstwerks und verleiht ihm Aussage.</p>
<p>Wenn die Körperform des Babys Dein Motiv war, hättest Du den ganzen Körper zeigen müssen. Wenn sein Gesichtsausdruck, das Vertrauen in die Hand, die geschwungene Linie des liegenden Oberkörpers dein Motiv war, dann hättest Du das Bild von Anfang an so Komponieren können, wie ich es hier geschnitten habe. (Als Variante noch die Aufgestellte Version &#8211; verspielt, aber witzig.)</p>
<p>Das Beispiel zeigt wohl deutlich, dass in der Weglassung mehr Aussage steckt, dass das ganze Bild bestimmter, fertiger, abgeschlossener wirkt als das Ausgangsbild, dem so offensichtlich etwas fehlt.</p>
<p>Was die Technik angeht, frage ich mich eigentlich nur, warum Du diese Blende-ISO-Zeit-Kombination gewählt hast, wo doch eigentlich überall zugunsten einer kürzeren Zeit minim hätte geschraubt werden können, um die Schärfe zu garantieren.</p>
<p>Was die Ausleuchtung angeht, bin ich wie gesagt Laie und finde sie gelungen, auch wenn mich der etwas zu harte Schlagschatten des Baby-Arms auf dem Träger-Arm stört.</p>
<p>Die Reflexionen der Softbox in den Augen allerdings sind mir deutlich zu gross und zu rechteckig. Vielleicht weiss jemand mit mehr Erfahrung, wie sich das vermeiden liesse und gibt seine Ratschläge zur Ausleuchtung in den Kommentaren zum Besten?</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Morgentau-Grashalm: Braucht keine Story</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/23/morgentau-grashalm-braucht-keine-story/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/23/morgentau-grashalm-braucht-keine-story/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 09:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bokeh]]></category>
		<category><![CDATA[Makrofotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfe]]></category>
		<category><![CDATA[Tautropfen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nicht jede Fotografie braucht eine "Geschichte". Ein wirklich gutes Bild lässt sie im Kopf des Betrachters entstehen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nicht jede Fotografie braucht eine &#8220;Geschichte&#8221;. Ein wirklich gutes Bild lässt sie im Kopf des Betrachters entstehen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/23/morgentau-grashalm-braucht-keine-story/grashalme-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/grashalme-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Beyer)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Hallo, tja, irgendwann einmal beim Weg zur Arbeit machte ich an einer taufeuchten Wiese halt, um ein paar Fotos zu schießen. Dabei ist dieses hier entstanden. Da ich immer sehr gerne die Kritiken hier auf fokussiert lese, lernt man mit der Zeit ja, auf was es ankommen sollte. Ein Punkt, der fast immer angesprochen wird ist die Geschichte, die ein Foto erzählen kann oder sollte. Aber kann man so etwas auch auf die Makrofotografie anwenden? Daher lege ich in diesem Bild eher wert auf die technische und kompositorische Bewertung des eingereichten Fotos. Schon einmal Danke dafür.</p>
</blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://olfo.deviantart.com/">Florian Beyer</a>:</strong></p>
<p>Ein taufrischer Grashalm in der Morgensonne vor einer Wiese, fotografiert mit Makro und weit geöffneter Blende. Der Hintergrund verschwimmt in zahllosen, verschieden grossen Bokeh-Kreisen, deutet das Umfeld aber mit hochschiessenden Schatten an.</p>
<p><span id="more-16838"></span>
<p>Der Grashalm selber windet sich von rechts unten in den Vordergrund des Bildes. Die Schärfe liegt auf einigen der dicht gedrängten Tropfen in der Biegung des Blattes.</p>
<p>Florian, ich weiss nicht, welche Kritiken Du ansprichst, aber ich habe schon lange keine mehr gesehen, die eine Geschichte im Bild <strong>verlangt</strong>. Abgesehen davon würde ich behaupten, dass es sich dabei jeweils um einen ganz bestimmtes Genre handelt &#8211; Strassenfotografie braucht eine Geschichte, eine Reportage braucht eine Geschichte, oder ein Studiobild, das als Stockfoto verkauft werden soll.</p>
<p>Daneben gibt es aber unzählige Genres, die vom Bild als solchem, von grafischen Eindrücken, Landschaften, Farben und Formen leben und dabei nur eine Bedingung erfüllen müssen: Die Betrachterin dermassen stark faszinieren, dass sie ihre eigene Geschichte zum Bild im Kopf entstehen lässt.</p>
<p>Mit diesem Bild lieferst Du mir mehr als eine vorgegebene Geschichte. Es ist das Setting für einen romantischen Morgen, die Geschichte einer Ameise, der Kameraschwenk zum Beginn eines Tages auf einem Bauernhof&#8230; das schöne daran ist ja grade, dass dieser Typ Fotografie Raum lässt für Vorstellung und Phantasie.</p>
<p>Solange das Bild einen zu fesseln vermag und die berüchtigten zehn Sekunden standhält, ist das erste Etappenziel erreicht.</p>
<p>Das ist hier sicherlich der Fall. Die Faszination geht von der Einfachheit des Motivs und der darin verborgenen Komplexität aus: Wie viele Tropfen können auf einem Grashalm sitzen? Wo stammen sie her? Warum perlen sie nicht sogleich ab? Wie entsteht diese faszinierende Oberflächenspannung?</p>
<p>Und all das wiederholt sich im Hintergrund millionenfach, angedeutet durch das Bokeh, das in solch einer Aufnahme kaum besser angebracht werden könnte.</p>
<p>Was mich stört, ist die zu geringe Schärfentiefe. Es ist sinnvoll, den unteren Teil des Grasblattes in der Unschärfe verschwinden zu lassen, und Deine Position war dafür perfekt gewählt.</p>
<p>Leider aber ragt die Spitze des Blattes in die Vordergrund-Unschärfe. Das ist deshalb unglücklich, weil der Fokus in den Tropfen gesucht werden muss und der Blick natürlicherweise zuerst auf die Blattspitze fällt, die unscharf ist und den Eindruck erwecken könnte, das ganze Bild sei unscharf.</p>
<p>Ausserdem fällt der Horizont (sehr gut platziert) leicht nach rechts ab, was ja bei einer Wiese durchaus sein kann, hier aber auf den zweiten Blick auffällt. Ich hätte ihn wahrscheinlich gerade gerückt &#8211; was durchaus möglich ist, weil die Grashalme allesamt nicht sauber vertikal stehen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/gorilla-small-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/">Skulpturbild mit Framing: Subjektive Schärfe</a></b><br /><font size="2"><p>Selektive Schärfe soll genutzt werden, um das Objekt hervorzuheben und den Blick des Betrachters durch das Bild zu leiten.</p> </font><font color="#aaa">(25. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/01/14/feen-pilz-bokeh-mit-leuchthintergrund/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/feenpilz-small-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/01/14/feen-pilz-bokeh-mit-leuchthintergrund/">Feen-Pilz: Bokeh mit Leuchthintergrund</a></b><br /><font size="2"><p>Ein Regelbruch mit Hintergrund und schönes Bokeh schaffen eine Traumstimmung.</p> </font><font color="#aaa">(14. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/12/02/pilz-makrofoto-kleiner-riese-im-wald/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/12/bitterroehrling-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/12/02/pilz-makrofoto-kleiner-riese-im-wald/">Pilz-Makrofoto: Kleiner Riese im Wald</a></b><br /><font size="2"><p>Makro-Fotografie mit Umgebungseinbezug ragt sofort aus der Masse der Blumen- und Insektenbilder heraus.</p> </font><font color="#aaa">(2. Dezember 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Fotografien aus 24 Stunden: Farben</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 23:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[24 Stunden]]></category>
		<category><![CDATA[Pressebilder]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bunte Welt, bisweilen in pures Weiss getaucht.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_1jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/181907/frbnnn_ue.jpg" width="450"  usemap="#imagemapfrbnnn"  alt="Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)" /></a> <!---Start imagemap--><br />
<map id="imagemapfrbnnn" name="imagemapfrbnnn">
<area title="Eine Aurora Borealis (Nordlicht) im Himmel über dem norwegischen Hakoybotn.(Keystone/Martial Trezzini)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_1jpg/" shape="rect" coords="-2, -2,452,301" />
<area title="Ein Kind spielt mit dem Sprinkler in einem Teegarten in Siliguri, Indien (Keystone/AP/Tamal Roy)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_2jpg/" shape="rect" coords="-2, 302,204,411" />
<area title="Eine Frau spaziert bei Tauwetter durch die nassweisse Landschaft im Olympiapark in München, Deutschland (Keystone/DAPD/Christof Stache)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_3jpg/" shape="rect" coords="205, 302,295,411" />
<area title="Menschen verbrennen Weihrauch als Opfergabe für Glück und Reichtum im neuen (Mond-) Jahr in Wuhan, China (Keystone/AP CHINATOPIX/)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_4jpg/" shape="rect" coords="296, 302,462,411" />
<area title="Eine Gruppe Menschen der Miao-Ethnie feiert ein Tanz- und Flötenfestival in einer Höhle bei Longli, China (Keystone/EPA/Str)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_5jpg/" shape="rect" coords="-2, 412,152,516" />
<area title="Menschen vergnügen sich im Chaoyang-Park in Beijing, China, zur Feier des neuen Jahres (Keystone/EPA/Diego Azubel)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_6jpg/" shape="rect" coords="153, 412,307,516" />
<area title="Ein Bauer stapelt Karotten für den Strassenverkauf in Amman, Jordanien (Keystone/AP/Mohammad Abu Ghosh)" href="http://fokussiert.com/2010/02/19/fotografien-aus-24-stunden-farben/20100218frbnnn_7jpg/" shape="rect" coords="308, 412,462,516" /></map>
<p><!---Ende imagemap--></p>
<p>Bunte Welt, bisweilen in pures Weiss getaucht.</p>
<p><small><strong>In der <a href="http://fokussiert.com/category/24%20stunden/">Rubrik &#8220;24 Stunden&#8221;</a></strong> veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/18/fotografien-aus-24-stunden-menschen-4/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/180458/mnschn_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/18/fotografien-aus-24-stunden-menschen-4/">Fotografien aus 24 Stunden: Menschen</a></b><br /><font size="2"><p>Im Welt- und in anderen Räumen.</p> </font><font color="#aaa">(18. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/17/fotografien-aus-24-stunden-armut-und-macht/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/162338/rmtndmcht_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/17/fotografien-aus-24-stunden-armut-und-macht/">Fotografien aus 24 Stunden: Armut und Macht</a></b><br /><font size="2"><p>Haustrümmer, spielende Kinder, verhaftete Demonstranten, ein Pudel und ein roter Teppich.</p> </font><font color="#aaa">(17. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/16/fotografien-aus-24-stunden-karneval/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/160024/krnvl_2-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/16/fotografien-aus-24-stunden-karneval/">Fotografien aus 24 Stunden: Karneval</a></b><br /><font size="2"><p>Tänzerinnen, ein Präsident, ein Offizier a. D. und weitere Narren.  </p> </font><font color="#aaa">(16. Februar 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Nachtfotografie: Die Reduktion der Nacht genutzt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/18/nachtfotografie-die-reduktion-der-nacht-genutzt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/18/nachtfotografie-die-reduktion-der-nacht-genutzt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkelheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gegensatz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Negativraum]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Für die Fotokamera sind nachts keineswegs alle Katzen grau. Die klare Trennung von dunkel und hell hilft, starke Reduktionen zu inszenieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Für die Fotokamera sind nachts keineswegs alle Katzen grau. Die klare Trennung von dunkel und hell hilft, starke Reduktionen zu inszenieren.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/18/nachtfotografie-die-reduktion-der-nacht-genutzt/nachtlaterne-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/nachtlaterne-small.jpg" width="300" height="427"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Anton Krieger)." /></a><br />
<strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ein Foto aus einem nächtlichen Spaziergang. Ich hatte Lust ein wenig frisches Luft zu schnappen und habe meine Kamera mitgenommen. Auf dem Weg nach Hause entdeckte ich ein interessantes Motiv. Eine einsame Lampe, die einen kleinen, leeren und mit Schnee bedeckten Parkplatz beleuchtet. Unter der Lampe ein Fenster der im warmen, gelben Farbton erscheint. Da ich Freihand fotografiert habe, wählte ich die Blende von 1,4, um die Belichtungszeit kurz zu halten. Später wurden am Foto kleine Korrekturen vorgenommen wie Ausschnitt, Kontrast etc.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://antonkrieger.an.ohost.de/">Anton Krieger</a>:</strong></p>
<p>Eine Hauswand im rechten Bildteil mit einer montierten Strassenlaterne, die einen durch die Perspektive elliptisch wirkenden Lichtkreis auf den ansonsten in völliger Dunkelheit liegenden Vorplatz wirft. Wie ein Bühnenspot beleuchtet die Strassenlampe mit ihrem kalten Halogenlicht einen kleinen Teil der Hauswand und einen klar begrenzten Raum der Strasse:</p>
<p><span id="more-16771"></span></p>
<p>Teile der Fassade werden im Umfeld des Scheinwerfers sichtbar, gegen den Bildrand hin verläuft alles ins radikale, totale Schwarz der Nacht.</p>
<p>Ein einziges schräggestelltes, mit einem Vorhang gedämmtes Fenster im Hochparterre wirft einen Spalt warmen, gelblichen Lichts in die Nacht hinaus und verleiht dem vermeintlich kalten, abweisenden Haus eine Andeutung von Geborgenheit, die hinter den dunklen Fenstern herrschen könnte.</p>
<p>Ein impressionistisches Bild, welches nicht nur den Gegensatz von Licht und Dunkel, sondern auch verschiedener Arten von Licht benutzt: Der bläulich-helle Spotkreis auf dem Vorplatz wirkt, obwohl erhellt, keineswegs einladend. Vielmehr würde man hier sichtbar mitten in der Bedrohung des von allen Seiten herankriechenden Dunkels stehen.</p>
<p>Die Hauswand, der horizontale Fensterlinien den Sog in die Schwärze hinten links verstärken, wirkt abweisend und aussperrend &#8211; und mitten drin gibt es diesen einen Hoffnungsschimmer, das gelbliche Licht einer Behausung hinter der Fassade, das alles verspricht, was die sonstige Umgebung verwehrt.</p>
<p>Diese Fotografie ist ein schönes Beispiel für die starke Wirkung der Reduktion, welche Du als Fotograf hier nicht &#8220;herstellen&#8221; musstest, weil sie durch das nächtliche Dunkel geliefert wird: Wesentliche Elemente sind die beiden Lichtquellen und der Lichtschein auf der Strasse.</p>
<p>Die Hausfassade sorgt für strukturierte Linien und setzt die Lichtquellen in einen Kontext (aussen, abwehrend), bleibt aber genau im richtigen Masse im Hintergrund. Dass auch noch just unter dem erleuchteten Fenster, der Höhle mit dem Feuer, das den Menschen Schutz vor den Monstern der Dunkelheit bietet, Graffiti an der Wand stehen wie die Signale einer Zivilisation mit ihren eigenen Dschungel-Regeln, ist ein neckisches Interpretations-Detail; dass die Läden der untersten Fensterreihe im Vordergrund dicht verschlossen sind, ein inhaltlicher Glücksfall.</p>
<p>Und zugleich beweisen diese Details, dass es hier viel zu entdecken und zu interpretieren gibt, und das Spotlicht der Strassenlaterne zieht die Blicke magisch an, um in konzentrischen Kreisen das Bühnenbild dieser Vorstadt-Nacht zu erkunden.</p>
<p>Dieses Motiv muss man auf einem nächtlichen Spaziergang erst mal so sehen &#8211; Gratulation dazu.</p>
<p>Die Komposition indessen hätte meines Erachtens besser sein können. Zunächst ist das Hochformat hier nur auf den ersten Blick die richtige Wahl &#8211; die Hausfassade braucht das aufstrebende Format nicht, zusammen mit dem Lichtschein am Boden sorgt sie in jedem Fall aus dem gespiegelten &#8220;L&#8221; für einen vertikalen Vektor.</p>
<p>Der in Dunkelheit getauchte Vordergrund ist zu umfangreich. Wenn zwischen Lichtschein und Bildkante nur ein schmaler Rand ohne Licht liegt, reicht das für den Eindruck beim Betrachter, in der Dunkelheit zu stehen. Dieser negative Raum trägt &#8211; anders als die grosse, bedrohliche schwarze Fläche oben links, die als Hintergrund wahrgenommen wird &#8211; nichts zum Bild bei.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/18/nachtfotografie-die-reduktion-der-nacht-genutzt/nachtscheinwerferbearb-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/nachtscheinwerferbearb-small.jpg" width="220" height="216"  alt="Quadratischer Beschnitt mit Ergänzungen am linken Bildrand." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Schliesslich stört der abgeschnittene linke Rand des Strassenlichtscheins. Wenn es möglich war, hättest Du hier besser einen leicht verschobenen Standpunkt gewählt und versucht, die gesamte Lichtfläche von Dunkelheit umgeben sein zu lassen. Dafür hätte sich vielleicht ein Querformat (und ein paar Schritte rückwärts) aufgedrängt. Mit einem nach links verschobenen Ausschnitt hätte sich zudem die Fassade aus dem aktuellen 50/50-Verhältnis bringen lassen.</p>
<p>Ich habe das im Beispiel mit etwas Klonarbeit zu simulieren versucht. Ausserdem habe ich die Hausfassade um eine Stufe stärker belichtet und zugleich die Spreizung gesenkt, so dass etwas mehr Detail sichtbar wird, der Verlauf ins Dunkle im Hintergrund aber eher verstärkt wird. Mit einem quadratischen Schnitt schliesslich habe ich versucht, eine spürbare Gewichtung zwischen Lichtschein und Hausfassade in der Drittel-Regel zu erreichen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/01/27/nachtfotografie-farbabstraktion-unsichtbare-grafik/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/bahnbruecke-small-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/01/27/nachtfotografie-farbabstraktion-unsichtbare-grafik/">Nachtfotografie-Farbabstraktion: Unsichtbare Grafik</a></b><br /><font size="2"><p>Wer lernt zu sehen, wie die Kamera sieht, kann Bilder schiessen, die wie aus einer andern Welt scheinen.</p> </font><font color="#aaa">(27. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/12/15/bildserie-voellegefuehl-konzeptserie-mit-witz/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/12/voellegefuehl-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/12/15/bildserie-voellegefuehl-konzeptserie-mit-witz/">Bildserie Völlegefühl: Konzeptserie mit Witz</a></b><br /><font size="2"><p>Bunt, konzipiert und doppelt: Die Fotokünstlerin lässt mit ihren Doppel-Selbstportraits raten.</p> </font><font color="#aaa">(15. Dezember 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/12/04/fassaden-foto-die-andere-perspektive/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/12/sanremo-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/12/04/fassaden-foto-die-andere-perspektive/">Fassaden-Foto: Die andere Perspektive</a></b><br /><font size="2"><p>Fotografie aus einer ungewohnten Perspektive gewinnt augenblicklich Aufmerksamkeit.</p> </font><font color="#aaa">(4. Dezember 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fotografien aus 12 Monaten: Worldpressphoto Awards 2010</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 08:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[24 Stunden]]></category>
		<category><![CDATA[Awards]]></category>
		<category><![CDATA[Bildjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pressebilder]]></category>
		<category><![CDATA[world press photo]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die besten Presse-Fotos des Jahres 2009 sind gekürt. Alle sind dramatisch, viele sind leider blutig und schockierend.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die besten Presse-Fotos des Jahres 2009 sind gekürt. Alle sind dramatisch, viele sind leider blutig und schockierend. Das Top-Bild allerdings ist ebenso stimmungsvoll wie politisch bedeutend.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_1jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/130652/wrldprsspht_ue.jpg" width="450"  usemap="#imagemapwrldprsspht"  alt="Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)" /></a> <!---Start imagemap--><br />
<map id="imagemapwrldprsspht" name="imagemapwrldprsspht">
<area title="Frauen rufen ihren Protest gegen den Wahlausgang im Iran von den Dächern in Teheran. Dies ist das Siegerbild des Italieners Pietro Masturzo der Worldpressphoto-Awards 2010. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Pietro Masturzo)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_1jpg/" shape="rect" coords="-2, -2,452,302" />
<area title="Verdurstete Giraffe in Kenya. Zweiter Preis der Gegenwarts-Einzelbilder der Worldpressphoto-Awards. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Stefano De Luigi)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_2jpg/" shape="rect" coords="-2, 303,152,407" />
<area title="Tuzzah, Gazastreifen 3. März 2009. Erster Preis der Allgemeinen Einzelbilder im Worldpressphoto-Award. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Kent Klich)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_3jpg/" shape="rect" coords="153, 303,307,407" />
<area title="War is personal - Erster Preis der Kategorie zeitgenössische Stories der Worldpressphoto-Awards. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Eugene Richards)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_4jpg/" shape="rect" coords="308, 303,462,407" />
<area title="Blutbad in madagaskar. Erster Preis Worldpressphoto-Awards ind er Kategorie Einzelgeschichten - ein Bild aus einer überaus brutalen Serie. Sie stammt vom argentinischen Fotografen Walter Astrada. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Walter Astrada)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_5jpg/" shape="rect" coords="-2, 408,151,511" />
<area title="Amtseinführung von präsident Obama. Erster preis der Kategorie Poeple der Worldpressphoto-Awards vom Briten Charles Ommanney. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Charles Ommanney)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_6jpg/" shape="rect" coords="152, 408,308,511" />
<area title="Naturfotografie, Siegerbild des Ungaren Joe Petersburger: Kingfisher bei der Jagd. Amsterdam, Niederlande (Keystone/AP WORLD PRESS PHOTO/Joe Petersburger)" href="http://fokussiert.com/2010/02/13/fotografien-aus-12-monaten-worldpressphoto-awards-2010/20100213wrldprsspht_7jpg/" shape="rect" coords="309, 408,462,511" /></map>
<p><!---Ende imagemap--></p>
<p>Die <a href="http://www.worldpressphoto.org">World Press Photo-Organisation</a> hat die Siegerbilder des Jahres 2009 bekannt gegeben. Es handelt sich bei diesen Fotos um ausgesprochen journalistische Arbeiten:</p>
<p><span id="more-16701"></span>
<p>viele der Bilder in den 10 Kategorien namentlich in &#8220;Aktuelles Zeitgeschehen&#8221;, &#8220;Tagesnews&#8221; und &#8220;Generelle Nachrichten&#8221; sind ausserdordentlich dramatisch und bisweilen von weit höherem journalistischem als &#8220;fotografischem Wert&#8221; &#8211; etwa die schonungslosen Bilder vom Blutbad in Madagaskar, aus denen hier eines der verhältnismässig unblutigen, aber dramatischen gezeigt wird. Herausragend ist dabei die vier Bilder-Serie von der Steinigung eines Ehebrechers in Somalia, die ich für journalistisch wichtig, aber in diesem Umfeld unseren Lesern nicht zumutbar halte.</p>
<p>Die Jury der World Press Photo Vereinigung hat in diesem jahr auch eine Zusatznennung vorgenommen, und zwar für ein Einzelbild aus einem Youtube-Video: Die blutüberströmte iranische Demonstrantin Neda Agha Soltan, die bei den Protesten in Teheran nach den Wahlen erschossen wurde und zum Symbol der Widerstandsbewegung wurde.</p>
<p><a title="World Press Photo" href="http://www.worldpressphoto.org">World Press Photo</a></p>
<p><small><strong>In der <a href="http://fokussiert.com/category/24%20stunden/">Rubrik &#8220;Fotografien aus 12 Monaten&#8221;</a></strong> veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 12 Monate, ausgewählt nach fotografischen Kriterien, geordnet nach Monaten, zum Jahresabschluss.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/12/fotografien-aus-24-stunden-kinderaugenblicke/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/120642/kndrnds_3-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/12/fotografien-aus-24-stunden-kinderaugenblicke/">Fotografien aus 24 Stunden: Kinderaugenblicke</a></b><br /><font size="2"><p>Schnee und Kinder. Demonstranten und der Ganges.</p> </font><font color="#aaa">(12. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/11/fotografien-aus-24-stunden-ueberblicke/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/110216/brblcjk_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/11/fotografien-aus-24-stunden-ueberblicke/">Fotografien aus 24 Stunden: Überblicke</a></b><br /><font size="2"><p>Von hoch oben, frontal oder von unten (Unterblicke?)</p> </font><font color="#aaa">(11. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/092331/blkcrchtng_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/">Fotografien aus 24 Stunden: Blickrichtung</a></b><br /><font size="2"><p>Schräge, andere, ungewöhnliche Blickwinkel schaffen spannende Bilder.</p> </font><font color="#aaa">(10. Februar 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mohnblütenfoto: Verführung statt Zwang</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/12/mohnbluetenfoto-verfuehrung-statt-zwang/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/12/mohnbluetenfoto-verfuehrung-statt-zwang/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 19:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blickführung]]></category>
		<category><![CDATA[Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[Freistellung]]></category>
		<category><![CDATA[Weichzeichnen]]></category>

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		<description><![CDATA[<h4>Ausbleichen und Weichzeichnen sind starke Effekte, die deswegen mit Mass angewandt werden wollen.</h4>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ausbleichen und Weichzeichnen sind starke Effekte, die deswegen mit Mass angewandt werden wollen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/12/mohnbluetenfoto-verfuehrung-statt-zwang/hummelmohn-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/hummelmohn-small.jpg" width="380" height="341"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andrea Schneider)." /></a></p>
<p>
<strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Eines meiner liebsten Sommermotive. Objektiv: das Canon 100-400 bei 400mm. Beschnitten, entsättig. Die Tiefenschärfe verringert, obwohl die 400mm und f5,6 eh schon gering war.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.andrea-schneider.eu">Andrea Schneider</a>:</strong></p>
<p>Eine Mohnblüte in einem grünen Feld, stark weichgezeichnet im Zentrum eines fast quadratisch geschnittenen Bildes. Im Hintergrund sind in der Unschärfe weitere Mohnblüten erahnbar. Auf der Blüte sitzt, bei genauem Hinsehen zu erkennen, eine Hummel.</p>
<p>Ein sehr impressionistisches Bild, das wir &#8211; wohl erworben aus der Anwendung in Filmen &#8211; mit Illusion oder Traum zu assoziieren tendieren.</p>
<p>Sehr gut funktioniert hier die Entsättigung der Farben, welche das Grün der Wiese auf eine feine Pastellfarbe reduziert, dabei aber die Leuchtwirkung des Klatschmohns nicht herabmindert.</p>
<p><small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"></a></small> </p>
<p><span id="more-16700"></span>
<p>Eine starke Vignettierung der Effekte &#8211; Unschärfe ebenso wie Entsättigung &#8211; rückt das Motiv noch stärker ins Blickfeld des Betrachters. Ein bisschen sorgt das ganze für den Eindruck eines Tunnelblicks. David Hamilton, der &#8220;Weichzeichner&#8221;-Fotograf, soll für solche Effekte unter anderem einen Nylonstrumpf übers Objektiv gezogen und mit einer Zigarette ein Loch hineingebrannt haben &#8211; ob es sich dabei um eine &#8220;urban legend&#8221; handelt, weiss ich indes nicht.</p>
<p>Im Prinzip handelt es sich, wie Du selber ja bemerkst, um eine Übersteigerung des Schärfentiefen-Effekts: Allerdings wird dabei die Schärfe statt auf eine bestimmte Tiefenebene des Bildes zusätzlich auf einen festlegbaren Ausschnitt innerhalb dieser Ebene reduziert. So soll der Blick des Betrachters noch eindeutiger auf das Motiv gelenkt und eine &#8220;Freistellung&#8221; erreicht werden, die rein optisch eigentlich nicht möglich ist: Beim Betrachter stellt sich eben deswegen das Tunnelblick-Gefühl ein, wie wenn man etwas mit fast ganz geschlossenen Augen oder kurz vor Verlust des Bewusstseins sieht.</p>
<p>Weil der Effekt aber eine solch starke Wirkung hat, muss er meines Erachtens sehr sorgfältig angewandt werden. Schon die geringe Schärfentiefe ist ein gewaltiger Eingriff in die Bildgestaltung; sie lässt dem Betrachter keine Wahl und setzt einen zwingenden Schwerpunkt. Das ist in zwei Fällen Wünschbar: Bei Makro- oder extrem-Tele-Aufnahmen, bei denen ein Objekt aus den Tiefenebenen herausgelöst werden soll oder in Situationen, in denen ein Individuum aus einer Menge von Dingen und isoliert (&#8220;freigestellt&#8221;) werden soll.</p>
<p>Das ist hier der Fall &#8211; Du hast mit dem Extrem-Tele eine Mohnblüte im Feld isoliert, wolltest aber zeigen, dass es sich um ein Element einer Gruppe in einem grünen Feld handelt.</p>
<p>Ob man nun dazu über die geringe Schärfentiefe des Teles noch einen Weichzeichner-Effekt einsetzt, ist Geschmackssache.</p>
<p>Ausgehend von der Komposition allerdings halte ich es hier für etwas zu viel des Guten: Mit dem Quadratschnitt und dem Hauptmotiv im Bildzentrum richtest Du bereits alle Blicke dorthin. Eine weitere Blickführungshilfe braucht die Betrachterin eigentlich nicht. Aber auch diese Zentrierung wäre nicht zwingend gewesen, und die Muster der unscharf im Hintergrund liegenden Blüten hätten sich eigentlich für eine weniger zentristische Komposition angeboten.</p>
<p>Zudem hättest Du die Blüte durch eine leichte Verschiebung Deines Standpunkts vor dem grünen Hintergrund statt direkt vor den in Bokeh-aufgelösten Blüten auf &#8220;natürliche Weise&#8221; noch besser freistellen können. Der Vorteil läge darin, dass der Betrachter des Bildes fast gleich stark zum Objekt des Interesses hingeführt würde, aber weniger genau erklären könnte, warum.</p>
<p>Ferner wirkt bei genauer Betrachtung der Weichzeichner-Effekt geradezu brutal, indem nicht nur das weitere Umfeld in der gleichen Tiefenebene, sondern sogar Teile des Objekts selber, der Blüte ebenso wie des Stils und der feinen Gräser daneben, sich auf unerklärliche Weise in der Unschärfe auflösen.</p>
<p>Das wirkt sehr unnatürlich, weil diese Teile in der Ebene der Schärfe liegen. Der Blütenstiel taucht nicht räumlich aus der Unschärfe- in die Schärfenebene, sondern verschwindet aus unfassbaren Gründen in der Unschärfe. Weniger wäre hier mehr.</p>
<p>Schliesslich noch ein Wort zur Hummel in der Blüte: Auch das ist Geschmackssache, aber sie würde sich als &#8220;Entdeckung&#8221; anbieten, die erst auf den zweiten Blick im Bild zu sehen ist und die Betrachterin für ihren Untersuchungsgang ins Bild &#8220;belohnt&#8221;. Weil hier aber mit so vielen starken Elementen der Blick ohnehin zur Blüte gezwungen wird, ist die Hummel weniger Belohnung als ein wenig frustrierend, weil sie mehr zu erahnen als wirklich zu sehen ist.</p>
<p>Und weil das alles jetzt in der Summe ziemlich vernichtend klingt, möchte ich relativieren: Dies ist ein auffälliges Bild, das mit einigen spannenden Effekten arbeitet. Aber es würde noch viel stärker wirken, wenn jeder einzelne von ihnen, inklusive der Zentrierung des Bildes, um vielleicht 30 Prozent gemindert würde.</p>
<p>Es lohnt sich eigentlich immer, alle Elemente und Effekte, welche die Bildabsicht unterstützen sollen, auf ihre Stärke zu prüfen und tendenziell abzuschwächen &#8211; ihre Wirkung wird dadurch erhöht.</p>
<p>Denn die Menschen werden viel lieber verführt als zu etwas gezwungen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/gorilla-small-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/01/25/skulpturbild-mit-framing-subjektive-schaerfe/">Skulpturbild mit Framing: Subjektive Schärfe</a></b><br /><font size="2"><p>Selektive Schärfe soll genutzt werden, um das Objekt hervorzuheben und den Blick des Betrachters durch das Bild zu leiten.</p> </font><font color="#aaa">(25. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/01/14/feen-pilz-bokeh-mit-leuchthintergrund/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/feenpilz-small-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/01/14/feen-pilz-bokeh-mit-leuchthintergrund/">Feen-Pilz: Bokeh mit Leuchthintergrund</a></b><br /><font size="2"><p>Ein Regelbruch mit Hintergrund und schönes Bokeh schaffen eine Traumstimmung.</p> </font><font color="#aaa">(14. Januar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/01/13/setzlingsfeld-mit-drohwolken-behutsames-hdr/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/kornfeld-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/01/13/setzlingsfeld-mit-drohwolken-behutsames-hdr/">Setzlingsfeld mit Drohwolken: Behutsames HDR</a></b><br /><font size="2"><p>Wenn ein Effekt wie HDR behutsam benutzt wird, kann er das Motiv  unterstützen.</p> </font><font color="#aaa">(13. Januar 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Pferdefoto: Zufall und Bemühen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/10/pferdefoto-zufall-und-bemuehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Großartige Fotos sind meist das Resultat von viel Bemühung und guter Planung.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Großartige Fotos können einem gelegentlich einfach so zufallen, meistens sind sie jedoch das Resultat von viel Bemühung und guter Planung.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/02/10/pferdefoto-zufall-und-bemuehen/bild-16-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/bild-16-small.jpg" width="450" height="244"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Birgit Engelhardt)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Während eines Reiter-Pferd-Shootings für eine Bekannte gefielen mir die kraftvollen Hufe des Pferdes besonders. Ich wartete, bis der Schatten der Reiterin ebenfalls gut zu sehen war, und bezog sie so mit ins Bild ein.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Douglas Abuelo">Douglas Abuelo</a> meint zum Bild von <a href="http://www.birgitengelhardt.de">Birgit Engelhardt</a>:</strong></p>
<p>So viel Spaß Fotografie auch machen kann, meist ist sie mit einer Reihe von Kämpfen verbunden: Dem Kampf, das perfekte Thema zu finden, die Beleuchtung genau richtig zu treffen, die Komposition präzise zu gestalten und im richtigen Moment den Auslöser zu drücken, um nur ein paar zu nennen.</p>
<p>Manchmal, wenn auch selten, entsteht jedoch ein sehr schönes Bild einfach durch einen glücklichen Zufall. Hier haben wir ein Beispiel dessen, obwohl ein wenig mehr Bemühung und Planung zu einem stärkeren Bild geführt hätten.</p>
<p><span id="more-16658"></span>
<p>Die Wirkung dieses Fotos rührt von der Kombination des Pferdes und seinen Schatten her. Ein etwas höherer Blickwinkel hätte einen besseren Blick auf die Schatten ermöglicht und die Gegenüberstellung verstärkt.</p>
<p>Wie wir hier sehen, kann man Objekte, die sich schnell bewegen, nur schwer scharf einfangen. Moderne SLR-Systeme mit ihrem superschnellen Autofocus können hier von großer Hilfe sein.</p>
<p>Aber in solchen Situationen, in denen viel Licht vorhanden ist und Du Deine Kamera gut auf das Objekt richten kannst, lassen sich mit jedem beliebigen Apparat scharfe Bilder erzeugen, egal ob alt oder neu.</p>
<p>Das Geheimnis besteht darin, Dein Objektiv auf einen Punkt scharf zu stellen, an dem sich das Objekt <em>in Kürze befinden wird</em>. Wähle eine kleine Blende, um die Tiefenschärfe zu erhöhen und setze Deine Belichtungszeit so hoch wie möglich. Wenn dann das Objekt an der richtigen Stelle ist, drücke den Auslöser. Hab keine Scheu, deinem Objekt zusagen, wohin es sich bewegen soll.</p>
<p>Und als letztes, aber nicht weniger wichtig, sind die Pferdehufe. Das Bild hätte dramatischeres Potential, wären die Beine ausgetreckt, als würden sie nach dem Boden tasten, mit weniger Fokus auf nur dem einen Huf in der Mitte. Eine Serie von Bildern hätte Deinen Chancen deutlich erhöht, dies zu erreichen. Dieses Extradrama wäre das Sahnehäubchen gewesen.</p>
<p>Sucht Dich der glückliche Zufall heim und Du schaffst ein gutes Foto, dann sollte das nicht Anlass zum Innehalten sein, sondern für weitere Versuche &#8211; der Kampf endet nie.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td colspan="2"><b><a href="http://fokussiert.com/2008/04/24/nachtaufnahmen-aufhellblitz-oder-taschenlampe/">Nachtaufnahmen: Aufhellblitz oder Taschenlampe</a></b><br /><font size="2">Nächtliche Langzeitaufnahmen könnten häufig einen Aufhellblitz - meist auf dem Vordergrund-Objekt - vertragen. Alternative wäre die Lightbrush-Technik. </font><font color="#aaa">(24. April 2008)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/06/06/mondfotografie-einen-tag-vor-dem-vollmond/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/mondueberalcatraz-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/06/06/mondfotografie-einen-tag-vor-dem-vollmond/">Mondfotografie: Einen Tag vor dem Vollmond</a></b><br /><font size="2">Heute ist mal wieder Mondfoto-Tag. Eine kurzfristige Anleitung. </font><font color="#aaa">(6. Juni 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/06/05/24-stunden-situationen-3/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/06/050840/situations66_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/06/05/24-stunden-situationen-3/">24 Stunden: Situationen</a></b><br /><font size="2"><p>Obama und Hillary Clinton in Kairo und ein Café in Havanna: Situationen aus dem Bilderstrom.</p> </font><font color="#aaa">(5. Juni 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Fotografien aus 24 Stunden: Blickrichtung</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 23:38:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[24 Stunden]]></category>
		<category><![CDATA[Pressebilder]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schräge, andere, ungewöhnliche Blickwinkel schaffen spannende Bilder.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_1jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/092331/blkcrchtng_ue.jpg" width="450"  usemap="#imagemapblkcrchtng"  alt="Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone )" /></a> <!---Start imagemap--><br />
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<area title="Hufschmied Alojzija Bijackic, 65, arbeitet an einem Eisen in Ocevije, Bosnien (Keystone/AP/Amel Emric)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_1jpg/" shape="rect" coords="-2, -2,452,302" />
<area title="Zeremonie zum Empfang der Reliquien der heiligen Bernadette in Rom in der Basilica Santa Maria Maggiore, Italien (Keystone/EPA/Claudio Peri)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_2jpg/" shape="rect" coords="-2, 303,154,406" />
<area title="Eine Frau passiert ein Wandbild in Athen, Griechenland (Keystone/AP/Petros Giannakouris)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_3jpg/" shape="rect" coords="155, 303,308,406" />
<area title="Der zweieinhalbjährige Mateo Bonome klettert aus seinem Iglu im Lincoln park auf dem Capitol Hill in washington USA. (Keystone/AP/Alex Brandon)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_4jpg/" shape="rect" coords="309, 303,462,406" />
<area title="Ein Arbeiter betätigt eine hydraulische Presse bei der Produktion von Weihrauch-Stäbchen in Tangerang, Indonesien (Keystone/EPA/Adi Weda)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_5jpg/" shape="rect" coords="-2, 407,148,509" />
<area title="Rick Ghani und Eric Brannon räumen gemeinsam den Schnee rund um den Festival Hall Park in Racine, USA (Keystone/AP THE JOURNAL TIMES/Mark Hertzberg)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_6jpg/" shape="rect" coords="149, 407,297,509" />
<area title="Baustelle in der Spiegelung in Islamabad, Pakistan (Keystone/AP/Muhammed Muheisen)" href="http://fokussiert.com/2010/02/10/fotografien-aus-24-stunden-blickrichtung/20100210blkcrchtng_7jpg/" shape="rect" coords="298, 407,462,509" /></map>
<p><!---Ende imagemap--></p>
<p>Schräge, andere, ungewöhnliche Blickwinkel schaffen spannende Bilder.</p>
<p><small><strong>In der <a href="http://fokussiert.com/category/24%20stunden/">Rubrik &#8220;24 Stunden&#8221;</a></strong> veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.</small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/09/fotografien-aus-24-stunden-koepfe/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/090458/kpfslbr_3-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/09/fotografien-aus-24-stunden-koepfe/">Fotografien aus 24 Stunden: Köpfe</a></b><br /><font size="2"><p>Tiger mit Schülerinnen, Folienköpfe, DiCaprio und ein Plakat. </p> </font><font color="#aaa">(9. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/08/fotografien-aus-24-stunden-sie-sieht-nichts/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/080126/chingayprde_1-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/08/fotografien-aus-24-stunden-sie-sieht-nichts/">Fotografien aus 24 Stunden: Sie sieht nichts</a></b><br /><font size="2"><p>Die heilige Maria sieht Haiti nicht. Strassenfestivals in Asien. Wahlen in der Ukraine.</p> </font><font color="#aaa">(8. Februar 2010)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2010/02/07/fotografien-aus-24-stunden-winter-maerchen-wunderland/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/070502/schnnstkst_6-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2010/02/07/fotografien-aus-24-stunden-winter-maerchen-wunderland/">Fotografien aus 24 Stunden: Winter Märchen Wunderland</a></b><br /><font size="2"><p>Die US-Ostküste versinkt in meterhohem Schnee.</p> </font><font color="#aaa">(7. Februar 2010)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sumpffotografie: Schattenriss mit Tiefe</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/09/sumpffotografie-schattenriss-mit-tiefe/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/09/sumpffotografie-schattenriss-mit-tiefe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Nebel]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Landschaftsfotografie braucht nicht unbedingt einen Vordergrund, aber unbedingt Tiefe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Landschaftsfotografie braucht nicht unbedingt einen Vordergrund, aber unbedingt Tiefe. In diesem Sinne sollten Regeln verstanden und angewandt werden.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/02/09/sumpffotografie-schattenriss-mit-tiefe/everglades-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/everglades-small.jpg" width="450" height="314"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Friedhelm Stille)." /></a></em></p>
<p><em> </em><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Kiefern im Morgennebel. Der Nebel des Morgens dämpft das Licht der frühen Sonne; wie Silhouetten erscheinen die Kiefern vor dem Hintergrund. Everglades Nationalpark, EOS 1V, Diafilm, Stativ, SVA</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.webstalle.de">Friedhelm Stille</a>:</strong></p>
<p>Eine Gruppe magerer, hoch aufragender Kiefern vor einer fahlen, durch dichten Nebel radikal gefilterten Sonne. Wäre deren Schein und ihre &#8220;Aura&#8221; nicht gelblich gefärbt, würde das Bild monochrom wirken.</p>
<p>Die Bäume füllen die Komposition in spannungsbauendem Rhythmus in allen drei Dimensionen:</p>
<p><span id="more-16632"></span>
<p>Durch Höhe und Verteilung setzen sie sowohl vertikal als auch horizontal Akzente; vor allem aber durch die vom Nebel und seine verwaschene Wirkung erzeugte Ebenen-Schichtung.</p>
<p>Darin liegt die grösste Qualität dieser Fotografie: Sie hat eine enorme Tiefenwirkung. Das ist umso bemerkenswerter, als es sich um eine Gegenlicht-Aufnahme handelt, die auf den Schattenrissen der Bäume direkt vor der Sonne baut und auf den ersten Blick mit einem japanischen Scherenschnitt verwechselt werden könnte.</p>
<p>Die Aufnahme ist ein hervorragendes Beispiel dafür, <strong>wie Regeln in der Fotografie angewandt werden sollten: Nach ihrem Gehalt und nicht nach den Buchstaben.</strong> Landschaftsfotografie, lernt der Anfänger, verlangt unbedingt nach Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund.</p>
<p>Das ist jedenfalls die Regel. Sie ist aber nur die Eselsbrücke für ein weitaus umfassenderes Ziel: Landschaftsfotografie muss versuchen, in den zwei Dimensionen der Fotografie den dreidimensionalen Raum, den sie darstellt, fühlbar wiederzugeben.</p>
<p>Weil dabei &#8211; meistens &#8211; ein Weitwinkel-Objektiv benutzt und die Schärfentiefe maximiert wird, bleibt dem Fotografen nicht viel anderes, als dem Bild durch dedizierte Vorder- und Hintergrundtrennung Tiefe zu verleihen. Daher rührt die Regel, und hätte Friedhelm sie hier angewandt, dann würde irgendein Objekt nahe dem Standort des Fotografen das Bild dominieren, und damit seine Wirkung wahrscheinlich vernichten.</p>
<p>Denn bei der Regel geht es wie gesagt <strong>nicht um Vorder- und Hintergrund, sondern um Tiefe.</strong> Wie diese Wirkung erzeugt wird, ist nicht in Stein gemeisselt. Friedhelm hat hier einen herausragenden Moment erlebt, in welchem sich der Raum dank des Nebels allein durch Nebel und Licht manifestiert hat. Den gleichen Effekt kann man etwa in hügeligem Gelände am Abend und meistens bei hoher Luftfeuchtigkeit im Gegenlicht beobachten: Das Wasser in der Luft lässt die Farbe und die Konturen der Berggipfel mit wachsender Entfernung ausbleichen, sodass es aussieht, als wären von unten nach oben &#8211; oder eben von vorne nach hinten &#8211; abnehmend stark gefärbte Papierabrisse übereinandergelegt.</p>
<p>Du hast den Effekt hier sehr wirksam inszeniert und dabei eine Komposition gewählt, die ihn nicht durch zu viele Objekte konkurrenziert.</p>
<p>Vielleicht hätte man, wenn denn der Standort gewechselt werden konnte &#8211; keine Selbstverständlichkeit in den Sümpfen der Everglades &#8211; mit ein paar Schritten nach rechts die drei dominanten Bäume in der vordersten Tiefenebene etwas nach links verschieben und namentlich den höchsten Baum damit ein bisschen zu seinem Pendant im Hintergrund versetzen können. Denn während die Lücke zwischen den Bäumen im goldenen Schnitt, wo die Sonne liegt, den Rhythmus wunderbar bricht, reisst diejenige links zusammen mit dem Leerraum am Bildrand eher ein Loch in das Gefüge, indem die Lücken etwas zu regelmässig werden.</p>
<p>Aber auch so ist dieses Bild jedenfalls ein sehr stiller Hingucker mit starker &#8220;Sogwirkung&#8221;.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
 <strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Spiegelkabinett: Museumsfotografie, anders</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/05/spiegelkabinett-museumsfotografie-anders/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/05/spiegelkabinett-museumsfotografie-anders/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 10:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegungsunschärfe]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelung]]></category>
		<category><![CDATA[Symmetrie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Ausstellungsobjekte sind keineswegs das einzige oder das beste Motiv in Museen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Ausstellungsobjekte sind keineswegs das einzige oder das beste Motiv in Museen. Die Architektur, die Raumeinteilung, die Beleuchtung und die Menschen bieten sich für spannende Fotografie an.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/02/05/spiegelkabinett-museumsfotografie-anders/zechenmuseum-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/zechenmuseum-small.jpg" width="450" height="337"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Guido Sokolis)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Zeche Zollverein 2010, Ruhr Museum Eröffnung. Spontan aufgenommen. Kompaktkamera auf Vitrine positioniert. Interessant fand ich die Spiegelungen und die Einbettung der Ausstellungstücke in die gegebene Architektur. Die Tiefe des Raumes wird durch die Kameraposition verstärkt. Ich wollte die Stimmung im Museum festhalten und fand die Beleuchtung der Austellungsstücke im Museum sehr gelungen. Kann ich noch etwas verbessern (Nachbearbeitung).</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Guido Sokolis<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein ebenso futuristisch wie minimalistisch anmutender Raum mit dunklen Farbtönen und fragmentierter Betondecke, vielen indirekten Lichtquellen und einigen Menschen erstreckt sich aus der Perspektive des Betrachters ins Bild hinein.</p>
<p>Menschen schlendern um eine Vitrine im Bildzentrum und -vordergrund herum, in welcher Gesteinsbrocken liegen, nur halb sichtbar durch die Spiegelungen im Glas, welche die linienreiche Raumgestaltung und die Lichtquellen verdoppelt und über andere Ansichten im Bild legt.</p>
<p>Eine spannende Fotografie, die viele Leitplanken bietet, denen das Auge folgen kann, ohne sogleich alles preiszugeben, was es zu entdecken gilt.</p>
<p><small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"></a></small> </p>
<p><span id="more-16598"></span>
<p>Zunächst will der Betrachter erfahren, was denn hier ausgestellt wird, und wird sich die Objekte in der Vitrine angucken, dann den Blick nach links zu dem Besucher wandern lassen, der sozusagen aus dem Bild hinaus in eine Wandvitrine blickt und von deren Beleuchtung ideal erhellt wird; dann folgt das Auge den Linien zum Fluchtpunkt vom linken vorderen Bildrand in die starke Raumtiefe und stösst dort auf Reflexionen, welche die Trennung von Raumgefüge und Spiegelung fast nicht mehr ermöglichen, und folgt den Kanten der Vitrine auf der rechten Seite zurück in den Vordergrund, wo weitere Menschen, von der Kamera abgewandt, das Bild beleben und ein in der Bewegungsunschärfe von der Kamera weggehender Mann für Dynamik sorgt.</p>
<p>Der Raum als solcher ist durch die ausgeprägten Linien in den Fluchtpunkt, die von zahlreichen rechtwinklig verlaufenden Horizontalen aufgebrochen werden, ein attraktives Motiv, das durch die ungleichmässige Ausleuchtung der Vitrinen und der Deckenelemente zu einem Labyrinth für den Blick wird. Solche Lichtbegebenheiten ist unser Auge nicht gewohnt, weshalb wir den Quellen auf die Spur zu kommen versuchen und damit das Bild ergründen. Weiter sorgen die Spiegelungen für zusätzliche Herausforderungen: Der Intellekt will verstehen, was echt ist und was nur Spiegelung, zugleich aber sorgt die Wiederholung einzelner Elemente im Glas der Vitrinen für Sehnervenkitzel.</p>
<p>All das wäre aber nur halb so spannend, wenn in dem Gewirr aus Linien und Lichteinfällen nicht auch noch Menschen zu sehen wären, die für Leben sorgen.</p>
<p>Und während sie ihre Aufgabe durch die blosse, auch in der Bewegung verwischten Anwesenheit erfüllen, wird unser Blick doch von Gesichtern angezogen. der Mann links im Vordergrund ist nicht nur ein Blickfang, sondern Ausgangspunkt der Reise durch die Ergründung der Spiegelung. Zum einen ist er, als Glücksfall, klar erkennbar und drückt die Stimmung des Museumsgängers aus.</p>
<p>Zum andern aber sorgt er mit der halbtransparenten Vitrinen-Oberfläche für eine grandiose &#8220;Hauptspiegelung&#8221;, indem er einerseits ganzheitlich sichtbar, aber zugleich auch im Torso wie eine Spielkarte gespiegelt ist. Als I-Tüpfelchen sorgt die eine, sehr helle Neonlicht-Linie, die ihn &#8220;entweischneidet&#8221;, wie die Aufgleisung des Blicks in die Fluchtpunktlinien.</p>
<p>Man könnte argumentieren, dass dieser Bildteil zu dominant ist. Ich glaube aber, dass just diese Unausgewogenheit die Stimmung des Bildes verstärkt. Die ansonsten fast genau im Bildzentrum zusammenlaufenden perspektivischen Linien erhalten eine Gewichtung und entgehen dem Schicksal, sich in der Symmetrie gegenseitig aufzuheben.</p>
<p>Die vielen Schichten des Bildes, seine starke Räumlichkeit und die ebenso starke Präsenz der Menschen sorgen für eine Mischung aus abstrakter Ästhetik und Erzählbild, welche jede Betrachterin zu ergründen versuchen und dafür ein gutes Stück Zeit investieren wird.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/05/spiegelkabinett-museumsfotografie-anders/zechenmuseum2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/zechenmuseum2-small.jpg" width="220" height="164"  alt="Ohne die dominanten Bildteile links und die Menschen verliert die Aufnahme an Gewichtung." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ich habe in einem schnellen, unsorgfältigen Klon-Durchgang die Menschen und die dominantesten Linien links aus dem Bild genommen um zu sehen, wie sich das auf Komplexität und Symmetrie auswirkt. Ich denke, das Resultat macht deutlich, wie wichtig diese Elemente im Original sind.</p>
<p>Technisch ist Dir die grosse Tiefenschärfe zugute gekommen, welche Kompaktkameras auch bei relativ weit geöffneter Blende wie 2,8 noch liefern &#8211; der Raum muss, damit die Spiegelungen wirken, durchgehend scharf bleiben, ausserdem kommt so erst die Bewegungsunschärfe des Mannes rechts zur Geltung.</p>
<p>In einem Punkt hätte man die Spannung der Komposition vielleicht noch steigern können, auch wenn Spiegelungen ebenso sehr wie Horizonte zur Zweiteilung des Bildes verführen, im Gegensatz zu jenen aber meistens besser wirken &#8211; eine leichte Neigung der Kamera nach vorne zur Verschiebung der &#8220;Horizontlinie&#8221; der Glasvitrine nach oben hätte zusammen mit einem verstärkten Vordergrund reizvoll sein können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
 <strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Halbmond-Foto: Er gleicht sich selber sehr</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/04/halbmond-foto-er-gleicht-sich-selber-sehr/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/04/halbmond-foto-er-gleicht-sich-selber-sehr/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 09:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mondfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[San Francisco]]></category>
		<category><![CDATA[Vordergrund]]></category>

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		<description><![CDATA[Mondfotos sind eine faszinierende Sache - mit einem grossen Nachteil: Das Motiv ist immer genau gleich. Deswegen braucht es einen Vordergrund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Mondfotos sind eine faszinierende Sache &#8211; mit einem grossen Nachteil: Das Motiv ist immer genau gleich. Es sei denn, man bettet es in einen Vordergrund ein.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/02/04/halbmond-foto-er-gleicht-sich-selber-sehr/mondhalbvoll-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/mondhalbvoll-small.jpg" width="300" height="295"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ken Wagner)." /></a></em><em><br /></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild entstand eines Tages nach meinen Training. Es ist ein voller Schnappschuss. Ich kam gerade im Winter von mein Klettertraining und habe den Mond vor mir gesehen und habe sofort meine Kamera aus dem Balkon gehangen und habe die Aussicht fotografiert, soviel Glück hatte ich bis her noch nicht gehabt um so einen tollen Mond zu fotografieren. (Das Bild habe ich mit dem PC nochmal heran geholt, vorher mit 250mm x1.6 fotografiert.)</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Ken Wagner<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein zunehmender Halbmond im schwarzen Himmel. &#8211; Der Mond ist ein faszinierendes Motiv, allein schon deshalb, weil wir ihn häufig als sehr gross wahrnehmen, er aber kaum zu fotografieren ist &#8211; mit einer Kompaktkamera mindestens.</p>
<p>Ein starkes Tele ist unabdingbar, um ein Bild wie Deins zu schiessen, in dem die Krater zu erkennen und auch noch scharf sind. Aber mit der Brennweite gesellt sich sofort das nächste Problem zur technischen Problematik:</p>
<p><span id="more-16584"></span></p>
<p>Der Mond steht nicht still, die Verschlusszeit kann nicht verlängert, sondern muss mit grösserer Brennweite sogar verkürzt werden, sonst resultiert Bewegungsunschärfe im Bild. Dir ist hier ein recht ansehnliches Bild gelungen. Nur hat das mit Glück eigentlich nichts zu tun, Ken. oder es muss nichts damit zu tun haben.</p>
<p>Ich habe auf fokussiert.com eine inzwischen recht lange <a href="http://fokussiert.com/2007/10/16/mondfotografie-iii-die-vertrackte-silberscheibe/">Serie von Postings zur Mondfotografie</a> publiziert, die sich nicht nur mit den technischen <a href="http://fokussiert.com/tag/mondfotografie/">Herausforderungen befassen</a>. Es gibt einen Haufen Tricks, wie man die Mondbilder optimieren kann. Ein Problem bleibt aber dabei immer bestehen: Der Mond sieht immer genau gleich aus. Deswegen können wir Fotografen Bilder wie dieses getrost der Nasa und den Astronomen überlassen. Sie werden sich ausschliesslich im Beleuchtungsstand des Mondes &#8211; und in der technischen Qualität unterscheiden.</p>
<p>Ist Mondfotografie also langweilig? Mitnichten. Ich finde, sie ist eine spannende Herausforderung, die eine tolle Mischung aus kreativen Möglichkeiten und technischen Hürden bietet.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2009/09/04/noch-mehr-mondfotografie-hoch-oben-am-himmel/mooncoit-6-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/mondcoit.jpg" width="150" height="226"  alt="Coit Tower, SF (©PS)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Stell Dir vor, Du hättest an diesem Abend noch den Kirchtum mit dem beleuchteten Wetterhahn im Vordergrund des Mondes gehabt &#8211; das Bild würde sofort so viel spannender. Und auch wenn es relativ aufwändig ist: die Komposition des Mondes beispielsweise in Landschaftsphotographie erlaubt einzigartige Aufnahmen auch auf fotographischen Trampelpfaden (wobei die Strasse in den Marin Hills hinter der Golden Gate Brücke in San Francisco an jedem fotografischen Vollmond-Abend mit hunderten von Fotografen gesäumt ist &#8211; aber es muss ja nicht die GG mit dem Mond sein&#8230;)</p>
<p>Wenn Du Dich ein bisschen mit der Materie beschäftigst stellst Du fest, dass Du bereits eine ganze Sammlung an möglichen Motiven in Deiner Umgebung kennst, die faszinierende Vordergründe für Mondbilder abgeben könnten &#8211; und die niemand anderes fotografiert hat.</p>
<p>Und wenn einem dann nach ein bisschen Planung (es gibt inzwischen einen Haufen <a href="http://stephentrainor.com/tools">grossartiger Tools</a> dafür) schon nur der Mond dort begegnet, wo man ihn erwartet hat, ist das ein besonders motivierendes Gefühl &#8211; und wenn noch ein tolles Bild dabei rausschaut, umso besser.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/10/20/sonnenaufgang-auf-mallorca-mehr-als-abdruecken/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/10/mallorca-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/10/20/sonnenaufgang-auf-mallorca-mehr-als-abdruecken/">Sonnenaufgang auf Mallorca: Mehr als Abdrücken</a></b><br /><font size="2"><p>Ein typisches Urlaubsbild-Sonnenaufgangsbild: Lässt sich mehr herausholen?</p> </font><font color="#aaa">(20. Oktober 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/09/30/mondfotos-in-berlin-krater-neben-dem-fernsehturm/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/09/mondberlin-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/09/30/mondfotos-in-berlin-krater-neben-dem-fernsehturm/">Mondfotos in Berlin: Krater neben dem Fernsehturm</a></b><br /><font size="2">Mondfotografie ist nur zum geringen Teil Shooting. Die Hauptarbeit ist vor Mondaufgang mit den Berechnungen des idealen Standorts zu leisten. </font><font color="#aaa">(30. September 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/09/04/noch-mehr-mondfotografie-hoch-oben-am-himmel/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/09/MoonCoit_mini.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/09/04/noch-mehr-mondfotografie-hoch-oben-am-himmel/">Noch mehr Mondfotografie: Hoch oben am Himmel...</a></b><br /><font size="2">Bilder vom September-Vollmond 2009: San Francisco unter flammendem Himmel. </font><font color="#aaa">(4. September 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nachtfotografie-Farbabstraktion: Unsichtbare Grafik</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/01/27/nachtfotografie-farbabstraktion-unsichtbare-grafik/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 10:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Beleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitbelichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachtfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer lernt zu sehen, wie die Kamera sieht, kann Bilder schiessen, die wie aus einer andern Welt scheinen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wer lernt, so zu sehen, wie die Kamera sieht, kann Bilder schiessen, die wie aus einer andern Welt scheinen.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/01/27/nachtfotografie-farbabstraktion-unsichtbare-grafik/bahnbruecke-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/01/bahnbruecke-small.jpg" width="450" height="306"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Rieber)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Eine Langzeitaufnahme, während die U-Bahn und zwei Autos vorbeifuhren. Die Brücke wird so wie auf den Bild blau angestrahlt. Musste unzählige Aufnahmen machen, damit ich die Bahn, die Scheinwerfer des Autos und die Rücklichter des anderen Autos in richtigen Moment erwischte.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.rieber.eu">Alexander Rieber</a>:</strong></p>
<p>Eine Bahnbrücke mit einer darunter in einer Kurve von vorne links nach Bildmitte links verlaufenden Strasse. Nachts fotografiert, sind auf der Aufnahme neben der blau beleuchteten Brücke ausschliesslich Lichtmuster eines vorbeifahrenden Zugs, der Autos und der Strassenbeleuchtung sichtbar. zu den elegant angeordneten Lichterlinien gesellt sich ind er Aufnahme eine rasante farbmischung von grafischer Qualität.</p>
<p>Kritik ist wohl hier falsch, ich möchte dieses Bild eher würdigen als das, was es ist:</p>
<p><span id="more-16447"></span>
<p>Die verdiente Belohnung für gutes Sehen und die geduld, das Sehen in einem Bild umzusetzen.</p>
<p>Neben den grafischen Qualitäten des Bildes, das in seiner Farbmischung und der Komposition eine sehr anziehende Wirkung hat, bewundere ich Deine Fähigkeit, etwas zu sehen, was es in der Realität nicht gibt. Du hast die Szene auf die Art erkannt, wie sie Kamera sehen wird &#8211; und das, obwohl Du sie nicht so sehen kannst.</p>
<p>Denn die Wirkung, die ineinander verschränkten Bögen von Brücke und Strasse, die Gerade des durchfahrenden Zugs und die Sternreihe am rechten Bildrand, all diese Dinge entstehen erst durch die Langzeitbelichtung von 30 Sekunden.</p>
<p>Das ist eine Fähigkeit, nach der Landschafts- und Strassen-, Architektur- und Makrofotografen gleichsam streben: sich die Sichtweise der Kamera einzuverleiben, Dinge vorwegzunehmen und ihre Auswirkungen in einer Komposition vorauszusehen.</p>
<p>Wenn man danach das Bild sieht, stimmt alles, und es erscheint völlig logisch, dass dieses Spield er Linien und der Beleuchtung in Sternform so zu sehen ist. Vor Ort aber und wahrscheinlich beim Scouting noch bei Tageslicht hätte das kaum jemand von uns gesehen.</p>
<p>Mich stört einzig vielleicht, dass das Bild spürbar leicht nach rechts abkippt. das sage ich aber auch nur, damit etwas gesagt ist &#8211; ansonsten würde ich zu der Arbeit &#8211; und ich weiss aus Erfahrung, dass viel Arbeit drinsteckt &#8211; gratulieren.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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