Robert Kneschke

Zeitungen und Zeitschriften wie FOCUS, Freundin, Süddeutsche Zeitung, BUNTE, Computerbild, BRAVO, Eltern und vielen anderen.

In seinem Blog “Alltag eines Fotoproduzenten” lädt Robert Kneschke zu einem Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit ein und beschäftigt sich mit den beruflichen Seiten der Fotografie. Seine Webseite verrät ebenfalls mehr über Robert Kneschke.

Robert ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 152 Artikel von Robert Kneschke auf fokussiert.com:

Alleefoto:
Das Auge trumpft beim Kontrastumfang

Kameras und das menschliche Auge sind ähnlich, aber doch so verschiedenen. Diese Fotografie illustriert gut, wo die Grenzen einer Kamera liegen, während das Auge das Szene in ihrer vollen Schönheit wahrnehmen kann.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sophie Wolter).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sophie Wolter).

Kommentar des Fotografen:

Ich liebe Alleen und versuche hin und wieder, eine gute Bildumsetzung von diesem Motiv. Probleme habe ich mit den hier herrschenden hohen Kontrastunterschieden. Daher stelle ich zeitgleich eine Fachfrage: Lohnt sich die Verwendung eines nicht allzu starken Graufilters? Bei der Aufnahme habe ich die kamerainterne automatische Belichtungszeit etwas korrigiert. Vielleicht bewirkt der Graufilter auch nur das Gleiche? Die Kamera- und Objektivdaten sind in der Bilddatei hinterlegt. Ich freue mich über Hinweise!

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sophie Wolter:

Das Prinzip ist ähnlich, aber die Unterschiede sind enorm. Wer das menschliche Auge mit dem System einer Kamera vergleicht, wird viele Parallelen, aber auch Differenzen finden. Ein sehr wichtiger Unterschied für Fotografen ist die Tatsache, dass das menschliche Auge gleichzeitig einen deutlich höheren Kontrastumfang wahrnehmen kann und sich so schnell an unterschiedliche Lichtgegebenheiten anpasst, dass wir zum Beispiel verschiedene Farbtemperaturen kaum wahrnehmen.

» weiterlesen

Architekturfotografie:
Der Mensch als Requisit

Architekturaufnahmen können schnell steril und tot wirken. Ein immer gern verwendeter Kunstgriff dagegen ist die Verwendung von Menschen im Bild, welche eine Grössenrelation ermöglichen und im wahrsten Sinne des Wortes Leben ins Bild bringen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Wecker).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Wecker).

Kommentar des Fotografen:

Diese Szene habe ich in Wiesbaden an der Fassade des Luisen-Forum aufgenommen. Dieses Bild habe ich bereits im Vorfeld geplant, da mir die bunte Fassade und das BUS-Zeichen schon vorher in der Konstellation gefallen haben. Es musste aber unbedingt noch der Mensch-Faktor ins Bild, um dem Ganzen etwas mehr Emotion zu geben.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Andreas Wecker:

Es ist ein alter Trick in der Architekturfotografie und wurde auch hier schon manchmal angewendet: Der Mensch als lebendiges Requisit, um dem Bild mehr Leben zu verleihen und die Größe der Gebäude für die Betrachter besser in Relation setzen zu können.

Auch der Fotograf Andreas Wecker nutzt diese Technik, um die Fassade des Luisen-Forums in Wiesbaden besser zur Geltung kommen zu lassen:

» weiterlesen

Landschaftsfotografie:
Der Dunst und die Schatten

Der morgendliche Dunst und die Schatten der aufgehenden Sonne ergeben bei diesem Panoramabild eine eindrucksvolle Kombination. Dafür lohnt es sich, früh aufzustehen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Franz Bogner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Franz Bogner).

Kommentar des Fotografen:

An einem Sonntag-Sommermorgen erwartete ich nach einer klaren Nacht den für manche hochgelegenen Senken hier im Bayerischen Wald typischen Morgendunst und wurde direkt an der Grenze zum österreichischen Mühlviertel um ca. 6:00 Uhr nicht enttäuscht.

Entlang einer einsamen Straße fand ich diesen kleinen Weiler, wo die Sonne den Morgendunst gerade aufzulösen begann. Mit dem Stativ machte ich unter anderem 7 Hochformataufnahmen, die ich zu diesem Panorama zusammenfügte. Zuhause am PC fand ich die Farben allerdings viel zu blass und entschloss mich deshalb, daraus eine SW-Umsetzung zu machen.

Das Bild gefällt mir so ganz gut, doch so hundertprozentig zufrieden bin ich doch nicht. Ich würde gerne wissen was man hier bei der Bildgestaltung und Bearbeitung noch besser machen könnte. Bearbeitung: RAW-Enzwicklung mit Lightroom, Panorama mit Autopano Giga und SW-Umsetzung mit NIK Silferefex Pro.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Franz Bogner:

Ein Foto wie ein Gemälde. Solche Motive sind prädestiniert dafür, groß auf eine Leinwand gezogen und über das heimische – oder auch ein fremdes – Sofa gehangen zu werden.

Das Bild lebt vor allen durch zwei Komponenten, die gut ineinandergreifen:

» weiterlesen

Schauspielerin-Porträt:
Lässig auf dem Häuserdach

Weniger ist mehr – das gilt oft auch beim Hintergrund, der manchmal so dominant ist, dass er das wesentlich wichtigere Hauptmotiv in den Schatten stellt. Abhilfe schafft bisweilen nur radikales Beschneiden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens Sage).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens Sage).

Kommentar des Fotografen:

Schauspielerin Patricia A. auf den Dächern Berlins.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jens Sage:

Vor vielen Jahren hatte ich ein Schuljahr lang Unterricht in einer Dunkelkammer, wo mir die zuständige Kunstlehrerin immer erklärte, ein gutes Foto sei eins, an dem man nichts mehr wegschneiden könne.

Das fiel mir beim Anblick dieser jungen Frau auf den Berliner Häuserdächern sofort wieder ein. Grundsätzlich ist es ein gutes und gelungenes Foto, darauf komme ich gleich zu sprechen:

» weiterlesen

Landschaftsfotografie:
Viadukt im Winter

Schnee-Fotos sind schwierig aufzunehmen, weil die Farbe fehlt und der kamerainterne Belichtungsmesser schwer mit dem vielen Weiß klarkommt. Aber es lohnt sich, wie dieses Winterfoto zeigt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dominic Walter).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dominic Walter).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt das Bietigheimer Enz-Viadukt, fotografiert von einer Fußgängerbrücke über den selben Fluss. Ich hab das Bild nach Sonnenaufgang aufgenommen. Früher bin ich auf meinem Schulweg oft über diese Brücke gelaufen, und auf der Suche nach einem neuen Fotomotiv habe ich mich an den Blick auf das Viadukt von der Brücke aus erinnert. Ich habe des Bild im nachhinein zu schwarz/weiß konvertiert, da im linken Teil des Bildes eine Straßenlaterne die Bäume beleuchtet hat, was mir zum einen nicht gefiel und zum andern die Symmetrie des Bildes zerstörte, da auf der anderen Seite keine solche Laterne zu sehen ist.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Dominic Walter:

Winterfotos, vor allem Schneefotos, sind für Fotografen immer eine Herausforderung. Nicht nur ist es meist so kalt, dass man sich am liebsten mit einem heißen Kakao am Kamin wärmen würde.

Der Schnee schluckt mit seinem Weiß auch alles Farbige und lässt sonst so strahlende Landschaften auf einmal ruhig und idyllisch erscheinen:

» weiterlesen

Naturfoto:
Nachteil der Megazooms

Was nützt ein Megazoom-Objektiv auf der Kamera, wenn andere Objektive die Arbeit viel besser verrichtet hätten? Das gezeigte Bild wäre wahrscheinlich viel schärfer geworden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dana Pandici).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dana Pandici).

Kommentar des Fotografen:

Surrealismus 1, Nikon D200 mit Nikkor Zoomobjektiv – 18 mm – 200 mm

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Dana Pandici:

Wofür braucht ein Fotograf ein Ultramegaweitwinkelzoomobjektiv (also Brummer mit Brennweitenbereichen von 18-200mm oder gar mehr), wenn die Qualität so schlecht ist, dass damit keine brauchbaren Fotos entstehen? Bisher ist mir kein Grund eingefallen und auch dieses Foto, aufgenommen mit dem Nikkor 18-200mm f3.5-5.6 überzeugt mich nicht vom Gegenteil.

» weiterlesen

Digitale Kunst:
Die verpasste Möwe

Manchmal muss sich ein Fotograf eingestehen, dass seine geplanten Fotos nichts geworden sind. Hilfreich ist es dann, zu analysieren, woran das gelegen haben könnte.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Arno Syska).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Arno Syska).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich auf der Fähre von Venedig (Italien) nach Patras (Griechenland) aufgenommen. Es war ein etwas düsterer Morgen und das Ziel war es, eine Möve scharf zu fotografieren. Zuerst dachte man natürlich, das Bild sei wie die andern nichts geworden, doch nach näherem Betrachten fällt einem der Kontrast ins Auge, und gerade das Verschwommene macht dieses Bild aus.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Arno Syska:

Kennt Ihr das Gefühl, in der Ausstellung für Modern Art eines Kunstmuseums zu stehen und beim Betrachten der Bilder an der Wand gelegentlich zu denken: “Meint der Künstler das tatsächlich ernst oder wurde hier nur ein versehentliches Zufallsprodukt zur Absicht erklärt?”

» weiterlesen

Konzeptfoto:
Blickfang im Feld

Dieses Bild hat einige Zutaten für ein gutes Foto: Ein blickwürdiges, etwas ungewöhnliches Motiv, eine passend eingesetzte Schärfentiefe und eine Reduktion der Farben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Catherina Stuckmann).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Catherina Stuckmann).

Kommentar des Fotografen:

Als ich dieses Foto aufnahm, hatte ich die genaue Idee schon einige Zeit vorher im Kopf, als Vorlage hatte ich auch ein ähnliches Bild. Nur auf der Vorlage sah man eine bunte Blumenwiese und die Kamera war genau in der Mitte, was mir dann nicht so gefallen hat. Bei meinem Bild wollte ich es so minimalistisch wie möglich hinkriegen und die Kamera auch in den Goldenen Schnitt bekommen. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Catherina Stuckmann:

Dieses Bild hat einige Zutaten, die ein gutes Foto ausmachen. In Kürze wären das ein blickwürdiges, etwas ungewöhnliches Motiv, eine passend eingesetzte Schärfentiefe (bzw. hier eher Schärfenuntiefe) und eine Reduktion der Farben. Selbstverständlich gibt es Beispiele gelungener Fotografie, in denen genau die Gegenteile das gelungene Ergebnis ausachen, aber wichtig ist oftmals das Zusammenspiel verschiedener Zutaten, die in anderer Kombination oder bei anderen Motiven total unpassend wären.

» weiterlesen

Lichtbild:
Die Kutten der Mönche

Farbfilter, Komplementärkontrast und eine Prise Exotik sind die Zutaten, welche dieses Bild zu einem Hingucker machen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Bühler).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Bühler).

Kommentar des Fotografen:

Olafur Eliassons Kunstwerk “Your Rainbow Panorama” wurde im Mai 2011 auf dem Dach des Kunstmuseums Aros eröffnet. Der Rundgang verteilt alle Farben des Regenbogens auf die 360 Grad des Panoramas. Bei meinem Besuch traf ich auf diese Mönche in ihren orangenen Gewändern und passte den Moment ab, als sie in Richtung der orangefarbenen Fenster gingen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Matthias Bühler:

“Hey, cooles Licht”, dachte ich mir beim ersten Blick auf das Foto. Als ich las, dass das Foto im Kunstwerk “Your Rainbow Panorama” entstanden ist, schaute ich mir im Internet einige Fotos davon an und merkte, dass diese permanente begehbare Installation in der Tat sehr fotogen ist und es wenig Aufwand erfordert, dort gelungene Fotos zu machen.

» weiterlesen

Porträtfoto:
Sanft im Getreidefeld

Sanft sollte dieses Porträt eines jungen Mädchens sein – und das hat die Fotografin Petra Jaldon auch durch Kontrastarmut und geringe Tiefenschärfe erreicht. Nur der bei Porträts so wichtige Gesichtsausdruck sitzt noch nicht ganz.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Petra Jaldon).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Petra Jaldon).

Kommentar des Fotografen:

Eine meiner ersten Porträtaufnahmen, die mir am besten gefallen hat! Ich wollte dieses sanfte Mädchen (13J., Model)irgendwie in eine sanfte Umgebung einbetten! Mit dem weichen Abendlicht konnte ich meine Idee gut umsetzen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Petra Jaldon:

Sanft sollte dieses Portrait eines jungen Mädchens sein, und das hat die Fotografin Petra Jaldon auch erreicht. Das Foto ist durch die Abendsonne sehr weich von hinten angeleuchtet, erzeugt so an den Armen einen leichten Lichtsaum, und das Getreidefeld scheint von innen zu leuchten.

» weiterlesen