Uli Eberhardt

Uli Eberhardt, Jahrgang 1959, beschäftigt sich schon viele, viele Jahre mit der Kunst der Fotografie. Immer wieder gibt es neue, spannende Fotografinnen und Fotografen mit ihren Arbeiten zu entdecken, neue Entwicklungen zu verfolgen. Darüber schreibt er seit 2007 für fokussiert.com.

In der Freizeit arbeitet er an seinen eigenen Bildern und kennt sich mit Freud und Leid des fotografischen Handwerks deshalb bestens aus.

 

Alle 654 Artikel von Uli Eberhardt auf fokussiert.com:

Staatsgalerie Stuttgart:
Experimente mit dem Licht

So etwa um 1920 entdeckten Künstler ganz unterschiedlicher Richtungen die Fotografie als Experimentierfeld und Ausdrucksmittel. Wir denken da nur zum Beispiel an Christian Schad, Man Ray oder László Moholy-Nagy.

Anton Stankowski, Begrüßung Zürich Riedenplatz, 1932-1980, schwarzweiß Fotografie, 31,6 x 24,2 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Stankowski-Stiftung 2014

Anton Stankowski, Begrüßung Zürich Riedenplatz, 1932-1980, schwarzweiß Fotografie, 31,6 x 24,2 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Stankowski-Stiftung 2014

Beispiele für dieses experimentelle Gestalten mit Licht sehen wir aktuell in der Stuttgarter Staatsgalerie – von 16 Künstlern aus der Zeit von 1920 bis etwa 1980.

Am Beginn dieser Entwicklung steht die Neuentdeckung des bereits in der Frühzeit der Fotografie verwendeten Fotogramms, so teilt die Staatsgalerie Stuttgart mit. Die Präsentation beginnt mit dieser Phase des künstlerischen Experimentierens und zeigt Fotogramme von Man Ray, László Moholy-Nagy, der ab 1923 am Bauhaus lehrt und sich dort intensiv mit der Fotografie und der „reinen Gestaltung des Lichtes“ beschäftigt, sowie Victor Vasarely und Anton Stankowski. Christian Schad ist durch eines seiner späteren Fotogramme vertreten, das der zweiten intensiven Beschäftigung mit dem Thema ab 1960 entstammt.

Anton Stankowski, Begrüßung Zürich Riedenplatz, 1932-1980, schwarzweiß Fotografie, 31,6 x 24,2 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Stankowski-Stiftung 2014Anton Stankowksi, Interferenz-Objekt als Negativ, 1933, Gelatine-Silber-Papier, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Stankowski-StiftungAntoni Mikolajczyk , aus der Serie: "Lichtzeichnungen I", no. 2/2/10, 1979 schwarzweiß Fotografie
54 x 70,5 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische SammlungMarcel Duchamp, Obres portées (Schlagschatten), 1917/18, schwarzweiß Fotografie - Vintage Print, Passepartout vom Künstler, Blatt: 8,2 x 6,1 cm; Passepartout: 15 x 10,7 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Walter de Maria, The Lightning Field, 1977, Colorfotografie Cibachrome, 50,7 x 60,8 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Walter de Maria 2014, Foto: John Cliett 1979

Die Staatsgalerie Stuttgart verfügt über einen umfangreichen Bestand an konzeptionellen Werken Sechziger- und Siebzigerjahre, den es ebenfalls wieder zu entdecken gilt. » weiterlesen

Alec Soth & Freunde:
Fotografie und Pingpong

Magnum-Fotograf Alec Soth sieht die Fotografie in erweiterter Form gerade auch als Mittel eines kommunikativen Handelns. Zur aktuellen Ausstellung in Hannover veranstaltete er ein Pingpong-Turnier und stiftete den Pokal.

Alec Soth St. Paul, 2014 Offsetdruck 193 x 269,2 cm in 64 Teilen © Alec Soth / Magnum-Foto

Alec Soth St. Paul, 2014 Offsetdruck 193 x 269,2 cm in 64 Teilen © Alec Soth / Magnum-Foto

Pingpong als Sinnbild: für das Hin und Her zwischen zwischen den Künstlern und jenen, die sich die Werke ansehen und nun auch teilhaben dürfen – oder auch zwischen den Freunden, mit denen Alec Soth konsequenterweise gemeinsam ausstellt.

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Paulien Oltheten:
Die Straße als Bühne

Paulien Oltheten verwandelt die Straße in einen Bühnenraum, in dem anonyme Akteure als Schauspieler wirken. Wir wissen nicht, ob es Schnappschuss ist oder vielleicht Teil einer Performance.

Paulien Oltheten, Envelope, Rangoon 2012
 © Paulien Oltheten

Paulien Oltheten, Envelope, Rangoon 2012
 © Paulien Oltheten

Jedenfalls erkundet die niederländische Fotografin in der Tradition der Street Photography die Straßen. Sie findet dabei kleine, mehr oder wenig zufällige, aber vielsagende Gesten nonverbaler Kommunikation, immer ungewöhnlich und eigentümlich.

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VisualLeader 2014:
Was aktuell angesagt ist

Ob Print, Online oder bewegtes Bild – die Medien entwickeln sich unaufhörlich. VisualLeader 2014 zeigt uns aktuell angesagte Fotografie, Magazinbeiträge, Websites und Werbekampagnen.

Bela Borsodi, »Black Hole Sun«, L'Officiel Hommes Nr. 01. Nominiert in der Hauptkategorie Fotografie, Mood- und Modefotografie. © Bela Borsodi

Bela Borsodi, »Black Hole Sun«, L'Officiel Hommes Nr. 01. Nominiert in der Hauptkategorie Fotografie, Mood- und Modefotografie. © Bela Borsodi

VisualLeader ist die Ausstellung zum Wettbewerb der LeadAwards, die als Deutschlands führende Auszeichnungen für Fotografie, Medien und visuelle Kommunikation gelten.

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Deutscher Jugendfotopreis 2014:
Trends der jungen Fotografen

Alchemisten in Pankow, Fotogruppe der Jugendkunstschule Pankow, Berlin, Ø 15 Jahre, Deutscher Jugendfotopreis 2014, Titel: Körperfotogramm

Alchemisten in Pankow, Fotogruppe der Jugendkunstschule Pankow, Berlin, Ø 15 Jahre, Deutscher Jugendfotopreis 2014, Titel: Körperfotogramm

Im September ist Photokina in Köln und dort werden die Preisträger des Deutschen Jugendfotopreises 2014 ausgestellt. Die Trends: künstlerisch gestaltete Fotobücher und fotografische Selbstdarstellungen.

Rund 5.000 Teilnehmer hatten über 21.000 Arbeiten eingereicht und die Jury stand vor einem wahren Foto-Marathon, noch erschwert durch die hohe Qualität der Einsendungen.

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Farbfotografie vor dem Ersten Weltkrieg:
Versunkene Welt um 1914

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg war die Technik so weit, dass erste Farbfotografien in einem vertretbaren Aufwand möglich wurden. Sofort schwärmten Fotografen  in die ganze Welt hinaus, um die Völker und ihr Leben farbig zu dokumentieren. In stillen Bildern zeigt sich eine versunkene Welt um 1914.

Albert Kahn, Les Archives de la planète. Auguste Leon: Bosnien-Herzegowina, Sarajevo, Brothändler auf dem Markt. 15. Oktober 1912 © Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

Albert Kahn, Les Archives de la planète. Auguste Leon: Bosnien-Herzegowina, Sarajevo, Brothändler auf dem Markt. 15. Oktober 1912 © Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

In Erinnerung an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren zeigt der Berliner Martin-Gropius-Bau jetzt die fast vergessenen Farbfotografien und Filme, die der französische Bankier Albert Kahn vor dem Ersten Weltkrieg in Auftrag gegeben hat. Außerdem im Gropius-Bau: Walker Evans. » weiterlesen

Robert Capa, Julian Röder:
Eine Gegenüberstellung

Es ist eine spannende Gegenüberstellung: Julian Röders Bilder heutiger gesellschaftlicher Konflikte sind zusammen mit Robert Capas klassischen Kriegsfotografien zu sehen.

Julian Röder, Genoa, 2001, Aus der Serie The Summits, 2001 - 2008, C-Print, 210 x 140 cm

Julian Röder, Genoa, 2001, Aus der Serie The Summits, 2001 - 2008, C-Print, 210 x 140 cm

Julian Röder wurde bekannt mit seinen Bildern von den gewaltsamen Auseinandersetzungen beim G8-Gipfel in Genua. Was verbindet, was trennt den zeitgenössischen Fotografen vom Klassiker Robert Capa?

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Martin Schlüter:
Im Hauptquartier des Geheimdienstes

Was immer streng geheim war, können liegt nun vor unseren Augen: Martin Schlüter konnte das Hauptquartier des Bundesnachrichtendienstes in München-Pullach fotografieren.

Die BND-Zentrale In Pullach. Neuer Geländeteil, Eingang Fußgängertunnel. © Martin Schlüter / Kunstfoyer München

Die BND-Zentrale In Pullach. Neuer Geländeteil, Eingang Fußgängertunnel. © Martin Schlüter / Kunstfoyer München

Ob die aktuell in München ausgestellte Dokumentarserie viel mehr über den Geheimdienst BND verrät, als wir ohnehin vermuten, bleibt offen. Auch Martin Schlüter blieb erstmal ratlos.

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Robert Adams:
Wo wir leben

Wo wir leben: Robert Adams fotografierte über 45 Jahre die Veränderungen in der Landschaft des amerikanischen Westens – zwischen wuchernden Vorstädten und der urwüchsigen Kraft der immer noch grandiosen Weite.

Robert Adams
: Quarried Mesa Top, Pueblo County, Colorado, 1978 (abgetragene oberste Schicht einer Hochebene), Silbergelatine-Abzug, 22.7 x 28.3 cm, Yale University Art Gallery, gekauft mit einer Schenkung von Saundra B. Lane und Zuschüssen aus dem Trellis Fund sowie dem Janet and Simeon Braguin Fund.
© Robert Adams

Robert Adams
: Quarried Mesa Top, Pueblo County, Colorado, 1978 (abgetragene oberste Schicht einer Hochebene), Silbergelatine-Abzug, 22.7 x 28.3 cm, Yale University Art Gallery, gekauft mit einer Schenkung von Saundra B. Lane und Zuschüssen aus dem Trellis Fund sowie dem Janet and Simeon Braguin Fund.
© Robert Adams

Adams gehört zu den Klassikern unter den Landschaftsfotografen. Deshalb sollten wir auf die große Retrospektive seiner Originalabzüge in diesem Sommer im Fotomuseum Winterthur nicht verzichten, selbst wenn wir das eine oder andere Werk schon kennen.

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Eugenio Recuenco:
Surreales Pathos

Der spanische Fotograf Eugenio Recuenco scheut nicht davor zurück, in opulenter Bildsprache Schneewittchen oder die Schöne und das Biest zu inszenieren.

Eugenio Recuenco: Blancanieves, 2005, 120 x 155 cm, Archival Pigment Print. Mounted on Aluminium, aus REVUE, erschienen bei teNeues © 2013 Eugenio Recuenco. All rights reserved

Eugenio Recuenco: Blancanieves, 2005, 120 x 155 cm, Archival Pigment Print. Mounted on Aluminium, aus REVUE, erschienen bei teNeues © 2013 Eugenio Recuenco. All rights reserved

Seine bühnenartigen, detailversessenen Szenen bereitet Recuenco aufwändig vor. Die Portagonisten geraten in surreale, gar pathetische Situationen.

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