Uli Eberhardt, Jahrgang 1959, beschäftigt sich schon viele, viele Jahre mit der Kunst der Fotografie. Immer wieder gibt es neue, spannende Fotografinnen und Fotografen mit ihren Arbeiten zu entdecken, neue Entwicklungen zu verfolgen. Darüber schreibt er seit 2007 für fokussiert.com.
In der Freizeit arbeitet er an seinen eigenen Bildern und kennt sich mit Freud und Leid des fotografischen Handwerks deshalb bestens aus.
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Alle 532 Artikel von Uli Eberhardt auf fokussiert.com:
Ansichtskarten – gibt’s das noch? Urlaubsgrüße werden inzwischen eher per MMS verschickt. Aber vor 100 Jahren, da war die Postkarte das Medium der Zeit – wie uns das Essener Folkwang-Museum zeigt.

Ein Wagen voller Surrealisten: Max Morise, Max Ernst, Simone Breton, Paul Éluard, Joseph Delteil, Gala Éluard, Robert Desnos und André Breton auf einem Jahrmarkt, ca. 1923
Unbekannter Studiofotograf, Frankreich, © Sammlung Marc und Sylvie Sator
Ab etwa 1900 wurde die Ansichtskarte gewaltig populär. Unter dem Sammelbegriff “Fantasie-Postkarten” wurden neben Stadt- und Landschaftsansichten mehr und mehr unterhaltsame Bilder aufgelegt: Glückwunsch- oder 1. April-Karten, Sprichwörter, imaginäre, komische oder auch erotische Szenen.
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Vor den Olympischen Spielen sich China im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. 2005 hat Frank Rothe China und Chinesen fotografiert – bis auf die Haut.

Frank Rothe: Shanghai II, China 2005
Der Berliner Frank Rothe war als 19-Jähriger Anfang der neunziger Jahre erstmals nach China gereist. Damals empfand er das Land als graue Silhouette mit roten Fahnen, wie einen Schwarzweißfilm auf einem alten Fernseher. Etwas mehr als zehn Jahre später war alles anders: Der chinesische Drache war wieder erwacht.
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Martin Fengels neue Bilderserie “Journal of Science” erweckt den Anschein wissenschaftlicher Genauigkeit, führt aber tatsächlich an den Rand des Faktischen.

Martin Fengel: Abb. 4 und Abb. 2
Zu sehen sind rätselhafte Objekte, die aus dem Inventar von Museen der Naturkunde oder Technik oder anderen Gebäuden mit sonst offizösem Zweck stammen könnten. In der Fotografischen Sammlung des Münchner Stadtmuseums bis 21. September.
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Die Deutsche Guggenheim in Berlin zeigt über den Sommer aktuelle amerikanische Kunst – das meiste Fotografie und Video, aber auch Skulptur und Installation.

Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995
Jaja, das da oben auf Sara Gilberts Foto, das ist Leonardo DiCaprio – und er war ihr Freund. Die Bilder entstanden noch vor dem Aufstieg des Schauspielers zum Superstar. Die Ausstellung, in der unter vielen anderen die Bilder von DiCaprio zu sehen sind, heißt “Freeway Balconies”. Übersetzt etwa: “Balkone über der Schnellstraße”. Das soll den Schnittpunkt zwischen Spektakel und Voyeurismus in der amerikanischen Kultur meinen.
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In Leipzig beginnt am 16. Juli 2008 das zweite F/Stop-Festival für internationale künstlerische Fotografie. 84 Künstler aus 15 Ländern gibt es dort zu sehen.

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)
Gut zu Fuß sollte man sein und sich auf eine kleine Wanderung einstellen: Den 30 Ausstellungsorten auf dem Gelände der Spinnerei im Leipziger Stadtteil Plagwitz schließt sich ein weiterer Kunstparcours von rund zwei Kilometern Länge an. Bis Sonntag, 20. Juli.
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Man Rays Grabspruch wurde als Titel für die aktuelle Ausstellung in Berlin ausgewählt: “Unbekümmert, aber nicht gleichgültig”.

Man Ray: Noire et Blanche, 1936
Alle Bilder: © Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Man Rays Bilder sind zusammen mit dem Werk Alexander Rodtschenkos (fokussiert.com berichtete) im Berliner Martin-Gropius-Bau bis zum 18. August ausgestellt. Die Ausstellung setzt Man Rays künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung, aus denen er seine Inspiration schöpfte: die Melone, der Spazierstock, Gegenstände aus seinem Pariser Studio, seine Sammlung erotischer Fotografien und Objekte, die er für seine Rayografien verwendete.
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Die TV-Programme verzeichnen in den nächsten Tagen eine ganze Reihe von Beiträgen über Fotografen. Eine Zusammenfassung – von Gabo, der “Herrin des Lichts”, über die Herren Malick Sidibé und Titarenko bis zu Parr.

Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976
Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf
Am Freitag, 11. Juli, gibt’s bei Arte um 22.25 Uhr einen Film über den großen alten malischen Fotografen Malick Sidibé – Titel: Dolce Vita Africana.
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Weil wir gerade bei den Rencontres d’Arles waren, wo Modeschöpfer Christian Lacroix für den fotografischen Schwerpunkt sorgt: In Berlin ist derzeit Modefotografie von Ralph Mecke zu sehen, die unter die schöne Oberfläche geht.

Ralph Mecke: Luca in Barbados
“Einen jungen Meister der Modefotografie” zeigt nach ihren eigenen Angaben die Galerie Camera Work jetzt bis zum 26. Juli. Der in Berlin geborene und heute in Paris und New York lebende Ralph Mecke erlangte mit Veröffentlichungen seiner Portraits von Intellektuellen und Kultur-Ikonen in der französischen Vogue Bekanntheit.
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In München wird in vielfältiger Weise der 200. Geburtstag der Akademie der Künste begangen. Die Galerie f5,6 zeigt dazu aktuelle Foto- und Video-Arbeiten von vier Studenten: “mäandern”.

Kilian Blees: Lalhung, 2006
Der Ausstellungstitel “mäandern” soll den Weg der Studenten ausdrücken: Sie “mäandern” während ihrer Ausbildung durch die Weiten der künstlerischen Freiheit – ganz gemäß der Münchner Akademie, wo es keinen bestimmten Lehrplan gibt.
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Die Rencontres d’Arles 2008 startet jetzt mit der Eröffnungswoche von 8. bis 13. Juli. Die Ausstellungen sind aber noch bis 14. September zu sehen – und allemal einen Trip im vielleicht anstehenden Urlaub wert.

Seltene Vögel in der Provence: Logo der Rencontres d’Arles 2008
Die Rencontres suchen sich alle zwei Jahre einen Gastkurator und haben sich 2008 den Modeschöpfer Christian Lacroix ausgewählt – auch einer der “seltenen Vögel”, wie Rencontres-Präsident Francois Barré bemerkt. Lacroix’ Fotografen-Auswahl ist freilich keine Modenschau geworden, sondern zeigt deren subjektive Versionen vom Leben: “von Identität, Anwesenheit, Abwesenheit, Leben, Leere, von gestern, jetzt, hier und anderswo”, wie Christian Lacroix selbst erzählt.
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