Uli Eberhardt, Jahrgang 1959, beschäftigt sich schon viele, viele Jahre mit der Kunst der Fotografie. Immer wieder gibt es neue, spannende Fotografinnen und Fotografen mit ihren Arbeiten zu entdecken, neue Entwicklungen zu verfolgen. Darüber schreibt er seit 2007 für fokussiert.com.
In der Freizeit arbeitet er an seinen eigenen Bildern und kennt sich mit Freud und Leid des fotografischen Handwerks deshalb bestens aus.
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Alle 532 Artikel von Uli Eberhardt auf fokussiert.com:
Alexander Rodtschenko gehört zu den bahnbrechenden Fotografen der Moderne im jungen 20. Jahrhundert: Er hat das Sehen verändert. Im Martin-Gropius-Bau in Berlin ist sein Werk bis zum 18. August zu sehen.

Alexander Rodtschenko: Stufen, 1930
Alle Bilder: © A. Rodtschenko Archiv / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Alexander Rodtschenkos Werk ist weltweit bekannt geworden. Bevor er Mitte der 1920er Jahre die Fotografie als neues Medium für sich entdeckte, hatte er sich bereits als vielseitiger und innovativer Künstler in Moskau hervorgetan. Seine Fotografie verstand sich als radikaler Bruch mit der Kunstfotografie der Jahrhundertwende. Der fotografische Blick sollte revolutioniert werden, ein “neues Sehen« die Gesellschaft und den Menschen verändern – ganz im Sinne revolutionärer Ziele.
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“Das Tier und sein Mensch” – Stefan Moses zeigt derzeit in Berlin seine tierisch-menschlichen Bildgeschichten.
Stefan Moses: Müllschweine, Rio de Janeiro, Brasilien, 1959
Der Fotozyklus “Das Tier und sein Mensch” ist ein Thema, mit dem sich Stefan Moses seit rund siebzig Jahren auseinandersetzt. Also seit Kindertagen schon, denn Ende August wird Moses 80 Jahre alt. Er bezeichnet sich selbst als “Katzenmensch”.
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Die Fotografie von heute ist mehr denn je auch weiblich. Eine neu gegründete Online-Galerie will das ausdrücklich zeigen. Women in Photography heißt sie und stellt nur die Arbeit von Fotografinnen aus.

Elinor Carucci: and if I don’t get enough attention, 2003. Courtesy Edywnn Houk Gallery
Women in Photography – der Ausstellungsraum für die weibliche Fotografie wurde in New York ins Leben gerufen. Fotografinnen können dort Beispiele ihrer Arbeiten und ein Statement dazu einreichen. Jeden Monat gibt es eine neue Online-Ausstellung, die eine ausgewählte Künstlerin präsentiert. Elinor Carucci hat den Anfang gemacht, Sally Gall ist nun die zweite.
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Heldengeschichten werden beim Fußball geschrieben. Oder in den Wirrungen einer haltlosen Welt: Sergey Bratkov zeigt ganz normale Alltagshelden aus der ehemaligen Sowjetunion.

Sergey Bratkov: Aus der Serie “My Moscow”, 2003 (Mein Moskau)
Alle Bilder: Courtesy Regina Gallery, Moskau
“Heldenzeiten” – so heißt die Ausstellung im Fotomuseum Winterthur. Mit etwa 130 Bildern zeigt sie einen tiefen Einblick in Sergey Bratkovs Arbeit: sozialkritisch, politisch und zugleich poetisch:
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Jan von Holleben fotografiert Kinderträume: die vom Fliegen und die vom Starksein.

Jan von Holleben: Ich bin der Stärkste
Es ist das Spielen und Ausprobieren, das Jan von Holleben, Jahrgang 1977, fasziniert. Die Ausstellung “Dreams of Flying” ist gemeinsam mit neueren Motiven im Uno Art Space in Stuttgart bis zum 16. Juli zu sehen.
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Christian Gieraths Bilder aus den Städten dieser Welt kommen ganz still daher. Im Kopf lassen sie ganze Filme ablaufen.

Christian Gieraths: Messehalle Cape Town – Laid back, 2004
Christian Gieraths bereist Städte in aller Welt und benennt nach diesen seine fotografischen Serien. Dabei interessieren ihn insbesonders jene Orte, in denen er Spuren des Umbruchs findet – sei dieser historischer, politischer oder ästhetischer Natur. Die “Urban Stills” – Standbilder aus Städten – sind zur Zeit in der Kölner Baukunst Galerie zu sehen.
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Herbert Tobias wiederentdeckt: Er hatte seine große Zeit als Fotograf in den fünfziger und sechziger Jahren und starb 1982 an Aids.

Herbert Tobias: The Berlin-Party is over, Berlin 1961
Herbert Tobias zählt wohl zu den bedeutendsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit. Sein Name geriet jedoch in Vergessenheit. Denn Mitte der sechziger Jahre stieg Herbert Tobias aus der bis dahin glanzvollen Karriere aus. In der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie befindet sich der Nachlass, aus dem nun die erste Retrospektive zusammengestellt wurde (zu sehen bis 25. August):
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Die Helmut Newton Stiftung in Berlin zeigt erstmals in Deutschland eine umfangreiche Schau der Paparazzo-Fotografie. Titel: Pigozzi and the Paparazzi.

Jean Pigozzi: Carla Bruni und Jean Pigozzi, Venedig 1991 -> Bildgalerie
Titelgeber Jean Pigozzi fotografiert seit den siebziger Jahren die Schönen, die Reichen und andere Prominente. Zu denen hat er – im Gegensatz zu “echten” Paparazzi – wegen seines eigenen gehobenen gesellschaftlichen Standes weitgehend freien Zutritt.
Eine Besonderheit sind seine Doppelporträts:
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Beim Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus dreht sich alles um die journalistische Fotografie. 60 junge, talentierte Fotojournalisten aus der ganzen Welt zeigen auf dem Expo-Gelände in Hannover zusammen rund 1400 Fotos. Bis 22. Juni.

Justin Jin: Midnight Blue, Jeans-Produktion in China
Die Bildserien thematisieren Krieg und Alltag, die Suche nach sich selbst und die Schwierigkeit des Erwachsenwerdens, die Melancholie des Alters und fremde Kulturen, so teilen die Oganisatoren mit. Der Besucher kann eine visuelle Reise rund um den Globus erleben – mal traurig und dramatisch, mal ironisch und heiter, mal besinnlich.
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Nachts sind keineswegs alle Fußballplätze grau. Das zeigt uns Martin Wolf Wagner – seine Bilder sind zur Zeit in Bielefeld ausgestellt.

Martin Wolf Wagner: Green Series, #04
Denk ich an Fußball in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht: Die Fans aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland können bei der Euro 2008 frei nach Heinrich Heine nur traurige Lieder singen. Bei Nacht und Nebel aber offenbaren Fußballplätze erstaunliche Farben. Martin Wolf Wagner fotografierte sie in Süddeutschland und hat dazu über zwei Jahre die Nächte zu Tagen gemacht:
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