Uli Eberhardt

Uli Eberhardt, Jahrgang 1959, beschäftigt sich schon viele, viele Jahre mit der Kunst der Fotografie. Immer wieder gibt es neue, spannende Fotografinnen und Fotografen mit ihren Arbeiten zu entdecken, neue Entwicklungen zu verfolgen. Darüber schreibt er seit 2007 für fokussiert.com.

In der Freizeit arbeitet er an seinen eigenen Bildern und kennt sich mit Freud und Leid des fotografischen Handwerks deshalb bestens aus.

Uli ist zu erreichen via

 

Alle 545 Artikel von Uli Eberhardt auf fokussiert.com:

Bildersturm in Arles

Gegen eine der Hauptausstellungen der Rencontres d’Arles gibt es heftige Proteste. Eine regionale katholische Gruppierung geht gegen die Retrospektive des Werkes von Alberto García-Alix vor.

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Alberto García-Alix, Selbstporträt 2002

Die Libération berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 14. August.

Der deutsch-französische Kultursender Arte informierte in den Kulturnachrichten am gleichen Tag ebenfalls ganz kurz – und entschuldigte sich, dass der Sender die Bilder leider nicht zeigen dürfe. Das ist schon Zensur – und dieses garstige Wort nahmen auch Behördenvertreter bei der Präfektur bereits in den Mund.

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Bumdogs Traum

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Bumdog – downtown LA

Bumdog ist ein Obdachloser in Los Angeles mit einem Traum: “Ein Film, ich wollte immer einen Film machen.” Sein erstes Video handelt von einem Buch des amerikanischen Fotografen Jim Goldberg: “Raised by Wolves” – von Wölfen aufgezogen.

Jim Goldberg, Magnum-Fotograf seit 2006, fotografierte Ende der 1980er, Anfang der 90er Jahre obdachlose und verwahrloste Jugendliche in Los Angeles. Goldberg ist einer der ganz wenigen Fotografen, die ihre Bilder mit Texten ergänzen und erweitern.

Bumdog war gerade im Gefängnis von LA County, Er hatte die Idee zu einen kleinen Film über Bob Dylans Song “Like a Rolling Stone” im Kopf. In der Zeitung las er einen Bericht über eine Ausstellung von Jim Goldberg: “Raised by Wolves”. Da wurde ihm klar, dass genau diese Bilder zu seiner Filmidee “Like a Rolling Stone” passen würden.

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Wie Stephen Shore verstanden werden will

Wir haben die Quelle gefunden: Stephen Shores Äußerungen über die Qualität der Fotos bei Flickr stammen aus einem Interview, das er der Chef-Kuratorin der Henry Art Gallery in Seattle gegeben hatte. Die Galerie der University of Washington zeigte Ende 2006 eine Ausstellung mit Shores Bildern. Siehe das Posting auf fokussiert.com vom 9. August.

Shore At Henry
Die Henry Art Gallery führt Interviews mit den ausstellenden Künstlern und veröffentlicht diese Gespräche als “Artcasts”. So auch das Gespräch mit Shore, das es hier als mp3-Datei im Original zu hören gibt.
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Weegee auf Tour in Paris

Weegee Midnight 2
Midnight – Weegee auf Tour

Das erste Mal in Paris zu sehen – Weegee, der Fotograf der Nacht, der Verbrechen und der Liebenden. Das Musée Maillol zeigt seine Bilder aus der Berliner Sammlung Berinson noch bis zum 15. Oktober.

Weegee (1899 bis 1968, Usher Fellig, ab 1910 Arthur Fellig), ein bekannter Pressefotograf, nahm mit seiner Kamera hauptsächlich Verbrechen- und Unfallszenen in New York City auf. 1935 begann seine Karriere als freiberuflicher Fotograf.
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Stephen Shore über Flickr:
“Tausendfacher Shit”

Shore Falls
Stephen Shore: U.S. Route 10, Post Falls, Idaho. August 25, 1974

Die Wogen schlagen hoch: Der Amerikanische Starfotograf Stephen Shore hat sich auf Flickr umgeschaut und ein vernichtendes Urteil darüber abgegeben: Das ist alles Shit!

Die Reaktionen fielen heftig aus, die Quelle des Zitats war aber nicht herauszufinden.
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Bilder für Millionen – oder:
Die “Struffskys”

Die Wochenzeitung Die Zeit beschäftigte sich in ihrem Dossier mit der zeitgenössischen Fotografie in Deutschland. Das Dossier ist jetzt online.

Zum einen geht es um den Hype, den es vor allem außerhalb Deutschlands um die deutsche Fotografie gibt. Es geht um die Preise, die ein Gursky auf Auktionen inzwischen erzielen kann und andererseits um Galerien wie Lumas, die fotografische Bilder zu erschwinglichen Preisen anbieten und sehr viel Erfolg damit haben. Die Fotokunst als Anlageobjekt. Der Kunstmarkt bekommt die Fotografie in den Griff, so wie er Malerei oder die Objektkunst längst kommerzialisiert hat.

Quasi nebenbei erklärt Die Zeit einen Diskurs, der die Fotografen weltanschaulich ziemlich entzweit: nämlich den Konflikt zwischen Bildersuchern und Bildermachern.

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Reportage von der “Farm der Tiere”

Mit Alessandra Sanguinetti gibt es eine Fotografin zu entdecken, die das Genre der Reportage auf neue und faszinierende Weise interpretiert.

Und am sechsten Tag sprach Gott: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Mit ihrer Bildserie “On the Sixth Day” bezieht sich Alessandra Sanguinetti auf die Bibel. Ihre Sicht auf das argentinische Landleben zeigt uns, wie der Mensch über das Vieh herrscht. Sentimentale Gefühle sind völlig fehl am Platz. Die Tiere sind Nutztiere, sie werden verwertet, und genauso blutig sieht es auf vielen Bildern aus. Der Tod ist allgegenwärtig.

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Heimweh in Stuttgart

Der Stuttgarter Foto-Sommer gilt als ein Spiegel aktueller und junger Fotografie und Fotokunst in Deutschland. Bei über 50 Einzelausstellungen ist das aber eine sehr unübersichtliche Angelegenheit geworden. Weitere Ausstellungsprojekte – allesamt zum Thema Heimat und Identität – vergrößern noch die Qual der Wahl.

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Die Hauptausstellung des Fotosommers geht am 5. August zu Ende – das vielleicht noch als Tipp für’s Wochenende. Wer’s nicht mehr schafft: Auf der Webseite des Fotosommers gibt es eine Auswahl der Bilder zu sehen.
Am 4. August beginnt dafür die zweite große Stuttgarter Ausstellung Fokus 0711, die bis zum 26. August zu sehen sein wird. Das Thema ist: Heimweh.

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Reisen inspiriert

Profis verraten in ihren Blogs bisweilen nicht nur technische Kniffe, sondern die Geheimnisse ihrer Inspiration. Etwa Magnum-Fotograf David Alan Harvey.

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Das hier ist Martin Parr. Fotografiert hat ihn sein Magnum-Kollege David Alan Harvey. Die beiden trafen sich zufällig im Flugzeug auf dem Weg zu den Recontres nach Arles.
“Road Trips” heißt Harveys Blog, in dem er diese Begegnung schildert und dazu das Bild veröffentlichte. Damit nicht genug: Harvey betreibt gleich vier Blogs.
Reisen inspiriert – auf Road Trips ist das nachzulesen. In einem Eintrag vom 29. Juni denkt er über die Inspiration selbst nach. Über das, was den Fotografen erst dazu bringt, die Kamera aus der Tasche zu holen:

“… wenige Fotografen springen geradewegs vom Stuhl auf und machen ein interessantes Foto … scheinbar muss da eine ganze Reihe von Bedingungen zutreffen …

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Schaudernde Trauer

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Sehr seltsam mutet sie an, die Welt der amerikanischen Fotografin Camille Solyagua. Es sieht aus wie in einer naturkundlichen Sammlung des 19. Jahrhunderts, in der die Insekten säuberlich aufgespießt, die Tiere sorgfältig ausgestopft und die Pflanzen akkurat gepresst wurden. Zur Erkenntnis und zur Erbauung.

Hände, Knochen, Seesterne, Quallen, Eidechsenhaut, Motten, Fruchtfliegen und immer wieder Vögel – das sind Motive der in Denver, Colorado, 1959 geborenen Künstlerin. Und Fotogramme – wer macht heute schon noch Fotogramme außer Floris Neusüss?
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