Artikel der Kategorie „Ansehen“ lesen

Reportage von der „Farm der Tiere“

Mit Alessandra Sanguinetti gibt es eine Fotografin zu entdecken, die das Genre der Reportage auf neue und faszinierende Weise interpretiert.

Und am sechsten Tag sprach Gott: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Mit ihrer Bildserie „On the Sixth Day“ bezieht sich Alessandra Sanguinetti auf die Bibel. Ihre Sicht auf das argentinische Landleben zeigt uns, wie der Mensch über das Vieh herrscht. Sentimentale Gefühle sind völlig fehl am Platz. Die Tiere sind Nutztiere, sie werden verwertet, und genauso blutig sieht es auf vielen Bildern aus. Der Tod ist allgegenwärtig.

Weiterlesen

Stay cool, stay calm…

cool photographers

Gute Nerven und eine anständige Ausrüstung, und schon sind die Bilder im Kasten…

Die Bilder auf dieser Seite sind zweifellos zusammengeklaut, und Bildunterschriften wären bisweilen eine zusätzliche Erheiterung. Aber es reicht auch so.

[Via dokufoto.de]

Heimweh in Stuttgart

Der Stuttgarter Foto-Sommer gilt als ein Spiegel aktueller und junger Fotografie und Fotokunst in Deutschland. Bei über 50 Einzelausstellungen ist das aber eine sehr unübersichtliche Angelegenheit geworden. Weitere Ausstellungsprojekte – allesamt zum Thema Heimat und Identität – vergrößern noch die Qual der Wahl.

Fotosommer Lo
Die Hauptausstellung des Fotosommers geht am 5. August zu Ende – das vielleicht noch als Tipp für’s Wochenende. Wer’s nicht mehr schafft: Auf der Webseite des Fotosommers gibt es eine Auswahl der Bilder zu sehen.
Am 4. August beginnt dafür die zweite große Stuttgarter Ausstellung Fokus 0711, die bis zum 26. August zu sehen sein wird. Das Thema ist: Heimweh.

Weiterlesen

Reisen inspiriert

Profis verraten in ihren Blogs bisweilen nicht nur technische Kniffe, sondern die Geheimnisse ihrer Inspiration. Etwa Magnum-Fotograf David Alan Harvey.

parr

Das hier ist Martin Parr. Fotografiert hat ihn sein Magnum-Kollege David Alan Harvey. Die beiden trafen sich zufällig im Flugzeug auf dem Weg zu den Recontres nach Arles.
„Road Trips“ heißt Harveys Blog, in dem er diese Begegnung schildert und dazu das Bild veröffentlichte. Damit nicht genug: Harvey betreibt gleich vier Blogs.
Reisen inspiriert – auf Road Trips ist das nachzulesen. In einem Eintrag vom 29. Juni denkt er über die Inspiration selbst nach. Über das, was den Fotografen erst dazu bringt, die Kamera aus der Tasche zu holen:

„… wenige Fotografen springen geradewegs vom Stuhl auf und machen ein interessantes Foto … scheinbar muss da eine ganze Reihe von Bedingungen zutreffen …

Weiterlesen

Schaudernde Trauer

Enclosedbird2007 L

Sehr seltsam mutet sie an, die Welt der amerikanischen Fotografin Camille Solyagua. Es sieht aus wie in einer naturkundlichen Sammlung des 19. Jahrhunderts, in der die Insekten säuberlich aufgespießt, die Tiere sorgfältig ausgestopft und die Pflanzen akkurat gepresst wurden. Zur Erkenntnis und zur Erbauung.

Hände, Knochen, Seesterne, Quallen, Eidechsenhaut, Motten, Fruchtfliegen und immer wieder Vögel – das sind Motive der in Denver, Colorado, 1959 geborenen Künstlerin. Und Fotogramme – wer macht heute schon noch Fotogramme außer Floris Neusüss?
Weiterlesen

Antischeimpflug:
Effekte mit schräger Schärfe

Die Schärfe einer Fotografie liegt (üblicherweise) in einer Tiefenebene parallel zum Film/Sensor. Mit Fachkameras oder Spezialobjektiven lässt sie sich manipulieren und verläuft dann beispielsweise „schräg“ durchs Bild.

thomasrathay.jpgDie Scheimpflugsche Regel besagt, dass sich die Bild-, Objektiv- und Schärfeebene in einer gemeinsamen Schnittgeraden schneiden müssen, damit alle Objekte der Schärfeebene (auch Projektions-, Objekt- oder Gegenstandsebene genannt) auf der Bildebene scharf abgebildet werden. Sie wurde 1907 von dem österreichischen Offizier und Kartographen Theodor Scheimpflug (1865–1911) entwickelt.

Grade in der Architekturfotografie spielt sie eine grosse Rolle: Um stürzende Linien, verzerrte Kanten und abfallende Schärfe an langgestreckten oder hochaufragenden Gebäuden zu vermeiden, braucht man eine Kamera, deren Bild- und Objektivebene nicht zwingend parallel zueinander stehen müssen. Spezialobjektive dafür gibts auch für die digitale Spiegelreflex (siehe unten).

Weiterlesen

Mehr als 3000 Fotografen im Netz

Auf der Webseite www.photolink.de werden derzeit über 3000 ausgewählte Fotografen präsentiert. Die Auswahl erfolgt durch den Berufsfotografen Jürgen Stumpe und ist für die vorgestellten Fotografen kostenfrei.

Stumpe stellt in seinem Fotoblog auch immer wieder Portfolios von Fotografen aus aller Welt vor, die anzuschauen sich lohnt.

Tour de France:
Bilder aus besseren Zeiten

Die Tour de France – eine Legende liegt in Trümmern. Eine andere Legende – die Fotoagentur Magnum – erinnert an glorreichere Zeiten.

magnum tour de france

In Magnums Essay zur Tour de France sind Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Robert Capa und Elliott Erwitt mit Bildern vertreten. Für Radsportfans ein wenig Nostalgie und Trost.

Magnums Essay zur Tour de France

Bilder eines nie gedrehten Films

Ein Fotograf ist Filmemacher ist Fotograf. Schon mehrfach sind Nuri Bilge Ceylans Filme am Filmfestival in Cannes vorgeführt worden und haben Preise gewonnen. Wie Wim Wenders ist Ceylan auch Fotograf. Seine frühen Bilder orientieren sich an der klassischen Foto-Ästhetik der 1970er Jahre. Die aktuellen Fotoarbeiten haben mit dieser Vergangenheit radikal gebrochen. Dazwischen liegt der Film: «Turkey Cinemascope« heißt die neue Reihe. Sie zeigt türkische Landschaften, Stadtansichten, Porträts, die mit einer Panoramakamera aufgenommen wurden, sozusagen im Kinoformat.

Weiterlesen

100 Jahre alte Farbfotos aus dem Zarenreich

Vor rund 100 Jahren begann der russische Fotograf Sergei Mikhailovich Prokudin-Gorskii mit einer systematischen Dokumentation des Zarenreiches. Das Besondere: Er fotografierte echte Farbfotos mit Glasplatten-Negativen.

Weiterlesen