Artikel der Kategorie „Ansehen“ lesen

Siegerfotos im Juli:
Rainshower

Ab Juli haben wir die eingereichten Fotografien erstmals nach einer langen Pause wieder nach Originalität, Umsetzung, fotografischem Eindruck und unseren Vorlieben bewerten können, und wir haben einen Sieger und vier Bilder auf den Rängen.

Die Top-Einreichungen vom Juli 2016: Rainshower, Schwankende Gestalten, Sternboot, Ohne eine Spur von Reue verliess Frau Emma den Tatort, Ackerrillen.

Die Top-Einreichungen vom Juli 2016: Rainshower, Schwankende Gestalten, Sternboot, Ohne eine Spur von Reue verliess Frau Emma den Tatort, Ackerrillen.

Dieser Artikel kommt fast einen Monat zu spät, aber er kommt: Die Kritiker von Fokussiert.com haben bestimmt, welche der im Juli eingereichten Fotografien sie am meisten beeindruckt haben. Auf dem ersten Platz liegt, wenig verwunderlich, das bereits in einer Kritik gewürdigte Nass-Selbstporträt „Rainshower“. Dicht dahinter folgen ein halbabstraktes Street-Bild, eine Konzeptfotografie, eine grafisch anmutende Fotografie aus der Landwirtschaft und eine Lichtmalerei.

Der erste Preis geht damit an Manuel Stülten aus Hamburg, der sich aus den verfügbaren Büchern einen Preis aussuchen kann.  Weiterlesen

Tutorial Panorama-Fotografie (3/4):
Zusammenfügen, was zusammengehört

Die digitale Verarbeitung einer Serie von Fotografien zum Panorama kann mit sehr teurer oder mit frei verfügbarer Software bewerkstelligt werden. DIe Korrekturfähigkeiten der Software variiert allerdings stark.

Ein klassisches Gipfelpanorama vom Großen Widderstein im Allgäu, Brennweite 38 mm. © Dietrich Kunze

Ein klassisches Gipfelpanorama vom Großen Widderstein im Allgäu, Brennweite 38 mm. © Dietrich Kunze

Wenn die Belichtung, Fokussierung und Brennweiteneinstellung der Bilder korrekt angewendet worden sind, bleibt eigentlich nur noch der Feinschliff übrig, in dem die Weißabgleichwerte der Bilder harmonisiert und eventuelle Änderungen an Kontrasten, Tonwertkurven u.ä. vorgenommen werden. Deren Parameter sollten bei allen Bildern identisch sein.

Nun folgt endlich die Erstellung des Panoramas aus den Einzelbildern. Dazu benötigt man Software, die genau dieses Ergebnis liefert. Diese Programme werden häufig „Stitchprogramme“ oder „Stitchsoftware“ genannt (stitch – zusammenfügen, zusammenflicken etc.). Weiterlesen

Laub mit Tropfen:
Herbst in Draufsicht

In der Landschaft lassen sich faszinierende Details auf immer wieder neue Art fotografisch inszenieren. Ein wesentliches Gestaltungsinstrument ist dabei der Blickwinkel: Die Kamera kann ja auch anders „gucken“ als der Betrachter.

Regentropfen auf Laub Coolpix P510 Aufnahmedaten: 1/40s bei Blende 3 mit 4.3mm Brennweite und ISO 100

Regentropfen auf Laub Coolpix P510 Aufnahmedaten: 1/40s bei Blende 3 mit 4.3mm Brennweite und ISO 100

Lukas Roth aus Karlsruhe schreibt: Ich war im Herbst in der Pfalz wandern und es hatte vorher sehr lange geregnet, so dass alles ziemlich nass war. Es gab fast keine Motive, die mir gefallen hatten und ich war fast schon am Ende meiner Tour, als mir bewusst wurde, dass ich die ganze Zeit die Tropfen auf dem Laub vergessen hatte. Also schoss ich das Bild und daheim, bei der Betrachtung der Bilder, fiel mir auf, dass diese Bild (für mich) perfekt den Herbst ausdrückt. Auf flickr war das Bild dann auch relativ beliebt und ich wollte jetzt einfach mal die Meinung von Profis wie euch dazu einholen :)

Das ist in der Tat ein kräftiges Bild: Herbst, das sagen schon die Farben, dann die Blätter, dann der Regen oder Tau. Gut gesehen!

Deine Farbfotografie zeigt ein Eichenblatt in einer bodendeckenden Schicht von rotgefärbten Buchenlaub. Die Blätter sind augenscheinlich nass, wie an Glanzspuren an einigen Ecken erkennbar ist. Auf dem Eichenblatt haben sich zahlreiche Tau- oder Regentropfen gesammelt. Durch die Lichtbrechung der Oberflächenspannung stechen einige von ihnen in der oberen Blatthälfte als heller Blickfang heraus.

Als bunte Illustration zum Thema Herbst ist an diesem Bild fast nichts herumzumäkeln. Weiterlesen

Buchrezension «Ohne Kamera»:
Über Scanography hinaus

Das Fotobuch „Ohne Kamera“ führt uns in eine eigene visuelle Sphäre irgendwo zwischen digitalem Kupferstich und Scanography. Es zeigt das Werk des Scanner-Fotografen Walter Spagerer.

Cover - (c) Walter Spagerer

Cover – (c) Walter Spagerer

Ich habe hier und da über die Jahre versucht, mit meinem Scanner Kunst zu produzieren. Es kam auch ab und an mal etwas Brauchbares dabei heraus, aber häufig sahen die Ergebnisse aus, als hätte ich etwas irgendwie kopiert. Spagerers Buch hat diesen Bemühungen neues Leben eingehaucht, denn er stellt eindrücklich da, was mit einem Scanner alles möglich ist. Weiterlesen

Leser-Fotobuchprojekt «Doppelt Gesehen»:
Gnadenfrist bis Sonntagabend

Für unser juriertes Leser-Fotobuchprojekt erweitern wir die Anmeldefrist bis zum 3. Juli 2016: So haben die Beschäftigten unter Euch Gelegenheit, am Wochenende nach ihrem besten Bild zu kramen.

Doppelt gesehen - irgendwie. © PS

Doppelt gesehen – irgendwie. © PS

Eigentlich wäre seit Mitternacht Schluss. Das Wochenende steht aber vor der Tür und damit die beste Zeit, nach dem ultimativen Bild zum Thema „Doppelt Gesehen“ zu suchen – und wir hätten gerne Eure Meisterwerke. Wer sich noch nicht schlüssig ist, was er/sie schicken soll, ob das ausgesuchte Foto passt, kriegt noch ein paar Stunden Gelegenheit, uns etwas zu schicken. Zerdenkt das Ganze nicht – wenn Ihr es gut findet, finden wir es höchstwahrscheinlich auch gut.

Also, jetzt mitmachen!


Habt Ihr Fotos, die Ihr zu „Doppelt Gesehen“ einreichen wollt? Schickt sie uns!

DAS gibt es zu gewinnen: Weiterlesen

Datenpanne:
Bitte nochmals hochladen!

Wer uns seit April eine Fotografie zur Kritik hochgeladen hat, möge den Vorgang wiederholen… leider hat unser Tool gestreikt.

Das Problem auf dem Schnabel nicht gesehen. © MrLewis

Das Problem auf dem Schnabel nicht gesehen. © MrLewis

Asche auf mein Haupt: Was ich, ohne genaues Hinsehen, für einen drastischen Einbruch bei der Einreichung von Fotos für die Bildkritik gehalten habe, entpuppt sich als Datenbank-Panne. Tatsächlich sind die Uploads seit Mitte April nur noch sporadisch bis zu uns durchgedrungen – die Einsender der Beiträge haben aber dennoch eine Bestätigung erhalten!

Das heisst, wir haben zwar die Bilder bei uns, aber wir wissen nicht, von wem sie kamen, wir kennen weder Kategorie noch Titel etc. (das gilt nur für die Bildkritik, nicht für das Fotobuchprojekt). Für den dummen Fehler bitten wir um Entschuldigung. Er hat Folgen:  Weiterlesen

Ken Schles/Jeffrey Silverthorne/Miron Zownir:
Und wenn wir das heute machten?

Fotografien vom Rande der Gesellschaft – oder mitten aus ihr heraus. In Tabubrüchen, die früher skandalträchtig und heute allenfalls noch anrührig sind, zeigt das Haus der Photographie in Hamburg. Die Ausstellung wirft für mich auch Fragen nach dem Wert von Bildern auf.

Miron Zownir, Moskau, 1995. Aus der Ausstellung KEN SCHLES/JEFFREY SILVERTHORNE/MIRON ZOWNIR, 5. Mai - 7. August 2016 im Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg.

Miron Zownir, Moskau, 1995. Aus der Ausstellung KEN SCHLES/JEFFREY SILVERTHORNE/MIRON ZOWNIR, 5. Mai – 7. August 2016 im Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg.

Die Fotos sind weder schön noch ansprechend. Viele sind allenfalls berührend, wenn auch vielleicht auf eine ungewohnt unangenehme Art: Kunst ist, was bewegt. Jeffrey Silverthorne, der in den Deichtorhallen in Hamburg mit einer Serie Fotos aus dem Leichenschauhaus vertreten ist, sagt irgendwo im Audioguide:

„Fotos, die schön sind, aber nichts aussagen – das ist doch nicht mehr als ‚fashion‘. „

Und an einer anderen Stelle regt er sich in einem Interview sinngemäss darüber auf, dass er früher als Fotograf an der mexikanischen Grenze frei hin- und her pendeln und die Grenzbeamten bei Arbeit und Freizeit begleiten konnte, während man heute zwar die wildesten Fetischparties ablichten, aber bei den Grenzorganen nicht einmal mehr mit einer Sondergenehmigung fotografieren dürfe: Hier werde das Privateste, was es gibt, problemlos öffentlich, dort werde gleichzeitig das Öffentlichste, was passieren könnte, von der Berichterstattung ausgeschlossen.

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Purismus oder Zukunft:
Wenn man zu sehr am Althergebrachten hängt

Neue Entwicklungen auf einem totgeglaubten Gebiet lassen dieses wiederauferstehen – aber nicht notwendigerweise in derselben Form. Das muss nicht schlecht sein.

My Favorite RV #4 - (c) Sofie Dittmann

My Favorite RV #4 – (c) Sofie Dittmann

Vor ein paar Wochen habe ich voller Enthusiasmus in der (mit Impossible nicht offiziell zusammenhängenden) Facebook-Gruppe, die sich den neuen Entwicklungen von Sofortbildfilm von Impossible Project verschrieben hat, Fotos eingestellt, die allesamt digital fotografiert und auf dem Instant Lab auf Color 600 beta abgezogen worden waren. Die Resultate hatten meine Erwartungen übertroffen, und wenn auch der neue Farbfilm in der entgültigen Version online gemischte Bewertungen bekommt – ich fand diese Bilder einfach klasse. Weiterlesen

Leser-Fotobuchprojekt «Doppelt Gesehen»:
Nur noch ZWEI Wochen!

Für unser juriertes Leser-Fotobuchprojekt suchen wir derzeit Einreichungen, die für Euch das Thema „Doppelt Gesehen“ beschreiben, also Aufnahmen, in denen die Zahl Zwei eine Rolle spielt.

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Am 30. Juni 2016 läuft die Einreichungsfrist für unser Leser-Fotobuchprojekt aus! Wir haben bereits einige interessante Bilder von Euch bekommen – wer sich noch nicht schlüssig ist, was er/sie schicken soll, ob das ausgesuchte Foto passt und so weiter, hat noch knapp vier Wochen die Gelegenheit, uns etwas zu schicken. Zerdenkt das Ganze nicht – wenn Ihr es gut findet, finden wir es höchstwahrscheinlich auch gut.

Also, jetzt mitmachen!


Habt Ihr Fotos, die Ihr zu „Doppelt Gesehen“ einreichen wollt? Schickt sie uns!

DAS gibt es zu gewinnen:

buchpreise

Zu knapper Bildausschnitt:
„Burgen-Romantik“

Einen knappen Bildausschnitt zu wählen, ist grundsätzlich richtig – wenn man so nichts „amputiert“.

img_8630-burg

Karsten Zolk aus Düren schreibt zu diesem Bild:

Tv 1/250, Av 10,0, ISO 125, 24,0 mm

Auch die heimische Landschaft bietet schöne Aussichten.
Durch die Schwarzweisskonvertierung gewinnt das Motiv eine graphische Klarheit, die an alte Kupferstich-Darstellungen erinnert.

Eine Freundin meinerseits bemerkte einmal, die Deutschen würden sich im Ausland – im Sinne von typischen Urlaubsländern – besser auskennen als daheim. Bei mir stimmte das leider auch; ich bin im Ausland mehr unterwegs gewesen als in Deutschland. Dein Foto zeigt, dass das ein Fehler ist, denn die heimische Landschaft bietet in der Tat viele schöne Motive. Weiterlesen