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	<title>fokussiert.com &#187; Bildkritik</title>
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	<description>Digitalfotografie mit Anspruch</description>
	<lastBuildDate>Fri, 19 Mar 2010 10:01:31 +0000</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Autofoto: Lack, Form und Licht</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/19/autofoto-lack-form-und-licht/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/19/autofoto-lack-form-und-licht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rathay</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrast]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bilder einer Ausstellung: Faszinierende Motive in schwierigen Lichtsituationen, zum Beispiel Autos in Schauräumen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bilder einer Ausstellung: Faszinierende Motive in schwierigen Lichtsituationen, zum Beispiel Autos in Schauräumen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/19/autofoto-lack-form-und-licht/autofarben-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/autofarben-small.jpg" width="300" height="449"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Kindler)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild entstand bei einem Besuch in einer Ausstellung für Oldtimer. Ich hab den Bildausschnitt lediglich auf die runden Formen und Kurven reduziert. Weiter wollte den metallisch glänzenden Lack zum Vorschein bringen, der dieses Fahrzeug ausmacht. Dass diese beide Komponenten zusammen in einer so wunderschönen Form funktionieren, fasziniert mich immer wieder.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Thomas Rathay">Thomas Rathay</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Thomas Kindler<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Formen und Farben sind in der Fotografie genauso spannend wie Licht und Schatten, werden hierdurch doch auch Kontraste geschaffen, die ein Bild lebendig und ansprechend wirken lassen.</p>
<p><span id="more-17217"></span>
<p>Durch deine Reduktion hast du auch schon versucht, einen ganz schwierigen Aspekt der Fotografie bei solchen Ausstellungen zu bewältigen:</p>
<p>Überall sind Lichter aufgehängt und spiegeln sich eben gerade in glänzenden Bauteilen und Modellen. Das macht es nicht einfach, Flächen als solche darzustellen.</p>
<p>Eine Fläche sollte ruhig und <strong>flächig</strong> wirken, wenn du ihre Struktur darstellen willst. Der Metalliclack des Fahrzeuges wirkt in deinem Bild eher matt, aber dadurch nicht weniger edel.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/19/autofoto-lack-form-und-licht/autospiegelung2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/autospiegelung2-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Beschnittenes Bild" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die sich spiegelnden Fensterfronten in der hinteren Scheibe wirken auf mich fast wie eine Lichtwanne in einem großen Studio. Allerdings müssten sie dann noch etwas ausgerichtet werden, um die Scheibenform optimal zu betonen. Für deine Aufnahme während der Ausstellung finde ich es aber ziemlich gelungen, die Fenster der Halle so einzubauen.</p>
<p>Was mich aber wirklich noch stört, ist die zweite Spiegelung derselben Lichter im Teil unter der Scheibe. Was die andere Spiegelung ist, kann ich nicht richtig ausmachen. Ich dachte zuerst an einen Türgriff, der es aber dann doch nicht ist.</p>
<p>Wenn diese Fläche auch noch ruhiger wäre, würde das Bild auf mich stimmig wirken. So habe ich einen Kompromiss versucht, wenigstens die untere Spiegelung abgeschnitten und ein paar Reflexe entfernt.</p>
<p>Nun soll der Betrachter in das Bild einsteigen und versuchen herauszufinden, was die zweite Spiegelung bedeutet. Somit hast du auch schon erreicht, dass das Auge länger auf deinem Bild ruht.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Brücke im Weitwinkel: Der richtige Bildausschnitt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/18/bruecke-im-weitwinkel-der-richtige-bildausschnitt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/18/bruecke-im-weitwinkel-der-richtige-bildausschnitt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 10:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofie Dittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sepia]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwinkel]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der richtige Beschnitt kann Elemente in einem Foto noch verstärken.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der richtige Beschnitt kann Elemente in einem Foto noch verstärken.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/18/bruecke-im-weitwinkel-der-richtige-bildausschnitt/kopfstandbruecke-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/kopfstandbruecke-small.jpg" width="400" height="384"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Matthias Brake)." /></a></p>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Sofie Dittmann">Sofie Dittmann</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Matthias Brake<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Nachdem ich Dein Foto umgedreht (&#8230;) und etwas begradigt hatte, konnte ich mich voll und ganz dieser insgesamt meines Erachtens guten Aufnahme widmen. Sie hat ein paar Mängel, aber die fallen nur bedingt ins Gewicht.</p>
<p><span id="more-17195"></span>
<p>Du hast das Bild hier quadratisch beschnitten, wodurch die starken Vektoren der Brücke effektiv in den Bildmittelpunkt gerückt werden.</p>
<p>Da das Foto auch mit einer Brennweite von 18 mm aufgenommen wurde, nehme ich an, daß der Beschnitt relativ extrem war. Hier ist er aber zugunsten des Motivs erfolgt.</p>
<p>Obwohl der Fluchtpunkt jetzt fast genau in der Mitte unten liegt, sind genügend Elemente im Foto vorhanden, um es nicht langweilig erscheinen zu lassen. Die Säulen links haben oben dunkle Ränder, die die Säulen rechts nicht aufweisen etc. Der Goldene Schnitt ist hier insgesamt nicht gewahrt, aber ich denke, daß diese Regel hier gekonnt gebrochen wurde. Die Nachbearbeitung mit Sepia und der leichten Verstärkung des Kontrasts finde ich effektiv und gelungen, wenn auch Teile des Fotos ausgebrannt sind (siehe unten).</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/18/bruecke-im-weitwinkel-der-richtige-bildausschnitt/brueckenbild-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/brueckenbild-small.jpg" width="250" height="240"  alt="Die Brücke ohne Kopfstand." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Was mir nicht ganz klar ist, warum dieses Bild die ISO Daten aufweist, die es hat. Wenn man hier mit Stativ fotografiert hätte, hätte man locker bei ISO 100 alle Einstellungen manuell so hinbekommen, daß ein so hoher ISO nicht notwendig gewesen wäre. Die Pflanzen, der Himmel etc. links und rechts außerhalb der Brücke sind ausgebrannt. Das stört hier nicht wesentlich, aber ich vermute mal, daß die Kameraeinstellungen darauf zurückzuführen sind, daß vergessen wurde, etwas umzustellen &#8211; der Rest des Fotos sieht nach hellichtem Tag aus, da kann es unter der Brücke nicht SO dunkel gewesen sein.</p>
<p>Das alles tut allerdings dem Foto nicht wesentlichen Abbruch, und das Bildrauschen, das auf 1:1 sichtbar ist, paßt zum Motiv.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Sportfoto: Orientierungsloser Skirennfahrer</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/17/sportfoto-orientierungsloser-skirennfahrer/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/17/sportfoto-orientierungsloser-skirennfahrer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 10:03:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Rathay</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegungsraum]]></category>
		<category><![CDATA[Highkey]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Sportfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sportfotografie setzt ein paar Regeln voraus: Verschlusszeit - Blende - Brennweite. Es fehlt die Motivklingel.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Sportfotografie setzt ein paar Regeln voraus: Verschlusszeit &#8211; Blende &#8211; Brennweite. Es fehlt die Motivklingel.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/03/17/sportfoto-orientierungsloser-skirennfahrer/skirennfahrer-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/skirennfahrer-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gerhard Buthmann)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild wurde beim Ski Worldcup Garmisch-Partenkirchen 2010 aufgenommen. Es zeigt den Schweizer Carlo Janka beim Abschwung des Riesenslaloms.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Thomas Rathay">Thomas Rathay</a> meint zum Bild von <a href="http://www.gerhardbuthmann.de">Gerhard Buthmann</a>:</strong></p>
<p>Sportfotografie ist mein Steckenpferd, deshalb möchte ich auch kurz etwas zu dem Bild von Gerhard schreiben.</p>
<p>Es ist leichter bei Sportarten, die man selber betreibt, gute Bilder zu bekommen, als wenn man keine Ahnung von Regeln und Ablauf hat.</p>
<p>Nun kann ich zwar nicht Alpinskifahren, wie ich gestehen muss, aber bei diesem Geschwindigkeitssport gibt es doch viele Gleichnisse der Abfolgen und Bewegungsrichtungen wie beim Biken auch.</p>
<p><span id="more-17181"></span>
<p>Und Bildaufbau und Komposition erfolgt ja sowieso meist nach bekannten Regeln.</p>
<p>Von der Aufnahmetechnik her gibt es an dem Bild nichts auszusetzen: Kurze Verschlusszeit, damit der stiebende Schnee noch als solcher zu erkennen ist, und eine Blende von 7,1 bringt auch die nötige Schärfe an den Mann, so dass alle Werbeschriftzüge lesbar sind. Durch die lange Brennweite von 500mm löst sich der Hintergrund dennoch gut in Unschärfe auf.</p>
<p>Da sich hier viel weiß vor weiß abspielt, habe ich mal versucht, dem Bild einen Highkey-Touch zu verpassen.</p>
<p>Doch nun noch der wesentliche Makel, der dieser Aufnahme meiner Meinung nach anhaftet.</p>
<p><strong>Auf dem Foto erkennt man nicht genau, was der Fahrer gerade macht.</strong> Aus der Bildbeschreibung geht hervor, dass er wohl gerade bremst. Auch die Richtung der Augen geht in Richtung Bremspunkt, doch erschließt sich erst auf den zweiten Blick und für einen Kenner der Skiszene, denke ich.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/17/sportfoto-orientierungsloser-skirennfahrer/skirennfahrer2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/skirennfahrer2-small.jpg" width="220" height="146"  alt="" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ansonsten fühle ich den Athleten etwas eingeengt im Bild festgehalten. Es fehlt der Raum für die Bewegung. In meinem grob bearbeiteten Bild habe ich dem Rennfahrer etwas mehr Raum gegeben und zwar aus der Richtung aus der er kommt. Nun wirkt die Begrenzung durch das Bild wie eine Barriere vor der er abbremsen muss.</p>
<p>Da ich aber natürlich mal auf Gerhards Webseite nachgesehen habe, sehe ich: Es geht auch anders.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kinderporträt in Schwarzweiß: Ungestellt und natürlich</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/16/kinderportraet-in-schwarzweiss-ungestellt-und-natuerlich/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/16/kinderportraet-in-schwarzweiss-ungestellt-und-natuerlich/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 10:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofie Dittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die besten Porträts legen etwas Persönliches offen. Dazu braucht man weder eine teure Beleuchtungsausrüstung, noch ein Studio.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die besten Porträts legen etwas Persönliches offen, sie fördern das Innere des Porträtierten zu Tage. Dazu braucht man weder eine teure Beleuchtungsausrüstung, noch ein Studio. Ein einfaches Fenster genügt schon.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/16/kinderportraet-in-schwarzweiss-ungestellt-und-natuerlich/kinderportrait-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/kinderportrait-small.jpg" width="300" height="374"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stephan Bremicker)." /></a></p>
<p><em><br /></em><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Der Frühling lag schon in der Luft, und auf einmal ist es wieder kalt und ungemütlich. Dies waren wohl die Gedanken meiner Tochter, als sie an diesem Samstag aus dem Fenster geschaut hat. Ich habe mit einer kontrastreichen s/w-Umwandlung versucht diese Emotionen noch besser zum Betrachter zu transportieren. Mich berührt das Bild und daher wäre ich sehr gespannt, was ein Profi dazu zu sagen hat und was man noch hätte besser machen können.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Sofie Dittmann">Sofie Dittmann</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Stephan Bremicker<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>In dem von mir viel zitierten Buch &#8220;On Being a Photographer&#8221;, das sich einem ausführlichen Dialog von Bill Jay und David Hurn widmet, spricht Bill Jay u.a. davon, daß für ihn die wirklich guten Porträts nicht unbedingt die technisch perfekten sind, sondern die, die etwas über den Porträtierten verraten.</p>
<p><span id="more-17165"></span>
<p>Wenn ein Porträt sowohl dieses erreicht, aber auch technisch recht gelungen ist, ist das, als hätte man als Betrachter den Jackpot im Lotto gewonnen.</p>
<p>Das verwendete Objektiv hat eine extreme Lichtstärke, und so konnte hier bei weit offener Blende ohne Blitz fotografiert werden. Standardobjektive (vermute mal, daß das hier verwendet wurde) sind in dieser Hinsicht ideal, und ich verwende selbst gerne, nein, fast exklusiv, mein 50mm Objektiv für Porträts dieser Art.</p>
<p>Bei diesem Kinderfoto ging mir das Herz auf, als ich es sah. Es hat alles, was für mich ein gutes Porträt ausmacht. Ausdruck, Stimmung, und da ich kontrastreiche Fotos bevorzuge, fühlte ich mich natürlich sofort hingezogen.</p>
<p>Aus dreierlei Gründen.</p>
<p>1. Zur Pose: Wenn die Kleine auch etwas zu weit nach oben gerutscht ist, so stellt dieses Bild doch den vielbesprochenen unbeobachteten Augenblick dar. Sie sieht nachdenklich nach draußen, und es bleibt dem Betrachter überlassen, diesen Blick zu interpretieren.</p>
<p>2. Zur Beleuchtung: Natürliches Licht ist für mich immer noch die Meßlatte, an der sich auch Studiofotos messen lassen müssen. Die effektivsten Fotos sind meistens die, die wenigstens so wirken, als wären sie nur von einer Lichtquelle beleuchtet worden. Das ist hier voll gelungen.</p>
<p>3. Zur Nachbearbeitung: Das Bild in schwarzweiß zu verwandeln hat hier dazu beigetragen, den etwas melancholischen Ausdruck im Gesicht des Kindes noch zu verstärken. Daß der eine Teil der Jacke etwas wegsumpft, macht hier nichts, denn es paßt zum Foto und der Rest der Jacke weist genügend Einzelheiten auf.</p>
<p>Glückwunsch zu diesem Bild, und weiter so.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Treppenhaus-Foto: Perfekte Form durch Standpunkt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 10:03:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Abstraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>
		<category><![CDATA[Linienführung]]></category>
		<category><![CDATA[Treppenhaus]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Standpunkt des Fotografen entscheidet über die Wirkung der Linien in der Komposition.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Standpunkt des Fotografen entscheidet über die Wirkung der Linien in der Komposition.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/bild-21-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/bild-21-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christoph Merklein)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild ist das Treppenhaus des Neuen Museums in Nürnberg. Durch die Komposition wollte ich etwas Ruhiges und Angenehmes zum Ausdruck bringen, gleichzeitig wollte ich aber den Betrachter sich wundern lassen, was dieses Bild darstellt, denn nur die ungleichmäßig strukturierte Decke gibt Aufschluss. Keinerlei Bildbearbeitung, nur Verkleinerung durch Irfanview.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.christophmerklein.de">Christoph Merklein</a>:</strong></p>
<p>Treppenhäuser können einen verzücken oder verzweifeln lassen. Hier ist alles gelungen. Glückwunsch. Vor allem der Standpunkt ist ausgezeichnet gewählt.</p>
<p><span id="more-17155"></span>
<p>Die Linien laufen durch das Bild, jeder Zentimeter ist ausgefüllt mit Linien oder ruhiger Fläche, die nicht von den Linien ablenkt.</p>
<p>Auch die Linienführung ist durchdacht. Von oben links spiralförmig über die rechte untere Ecke bis ins Zentrum, in dem eine Lampe als Lichfläche den Endpunkt bildet. Dazwischen feine Abstufungen in den Tonwerten der Wände, die die geschwungene Form der Treppe unterstützen und dem Bild Plastizität verleihen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/15/treppenhaus-foto-perfekte-form-durch-standpunkt/treppenhaus-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/treppenhaus-small.jpg" width="220" height="146"  alt="Wirkungverstärken durch Kontrast und Tonwert." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Allerdings hätte man schon noch mit ein wenig Bildbearbeitung die Wirkung verstärken können. Vor allem den Kontrast würde ich anziehen. Damit würde sicherlich nicht die Ruhe und das Angenehme verschwinden. Einfach nur so wirkt das Bild etwas flau.</p>
<p>Mehr kann ich jetzt auch nicht sagen. Außer: Sehr gut!</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Aktfoto in Lowlight: Minimalismus verlangt Perfektion</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/12/aktfoto-in-lowlight-minimalismus-verlangt-perfektion/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/12/aktfoto-in-lowlight-minimalismus-verlangt-perfektion/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 09:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofie Dittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Akt]]></category>
		<category><![CDATA[Beleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Lowkey]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein Foto bewußt minimalistisch gehalten ist, muß noch eher als sonst jedes Detail stimmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn ein Foto bewußt minimalistisch gehalten ist, muß jedes Detail stimmen. Denn durch die Reduktion auf wenige Elemente lebt das Bild, und wenn eines hinkt, hinken alle.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/12/aktfoto-in-lowlight-minimalismus-verlangt-perfektion/aktmin-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/aktmin-small.jpg" width="280" height="419"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Cäcilia Todte)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar der Fotografin:</strong></p>
<blockquote><p>Ich möchte Eure Meinung zu meinem Aktportrait hören. Bildausschnitt, Lichtführung und Haltung des Models sind bewusst so gewählt. Ich selbst liebe dieses Portrait, ein sehr &#8220;frauliches&#8221; Model, ich habe versucht, ihre Weiblichkeit, Natürlichkeit und Vorzüge hervorzuheben.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Sofie Dittmann">Sofie Dittmann</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Cäcilia Todte<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Eine junge Frau, in Lowlight fotografiert. Dadurch werden ihre Konturen auf das Minimale reduziert, und wir erahnen den Rest des Körpers.</p>
<p><span id="more-17127"></span>
<p>Die Beleuchtung läßt das Foto spannend erscheinen, denn der Betrachter wird zum Nachdenken gezwungen, es wird nicht alles sofort offenbart. Eine insgesamt gute Idee, und so, wie das Modell aufgenommen wurde, eine gelungene Pose.</p>
<p><p class="textad" style='color: rgb(153,153,153);'>&mdash; <a class='textad-blogwerk' href='http://blogwerk.com/verlag/werbung/textanzeige' rel=\"nofollow\">Textanzeige</a> &mdash; Gegen Bilderklau: mit FixProtect.de können Sie auf einfache Weise Ihre Bilder im Internet schützen und wissen genau, wo diese im Internet auftauchen. Ein kostenloses Tool von Fixetools.de! <a href='http://www.fixprotect.de'>Kostenloser Bilderschutz: fixprotect.de</a> &mdash;</p>
<p>Ich hätte vielleicht sogar noch etwas aufgehellt, aber das ist hier Geschmackssache.</p>
<p>Dieses Foto lebt durch seine minimalistische Komposition. Es sind keinerlei störenden Elemente vorhanden, wie das von Robert Kneschke in einem anderen Fall angesprochen wurde. Es verrät im großen und ganzen gute Planung.</p>
<p>Da Du aber das Foto auf das Wesentliche reduziert hast, muß hier auch wirklich alles hundertprozentig stimmen. Gut, das muß es für ein außergewöhnliches Foto immer, aber es fällt bei einer Komposition wie dieser noch mehr auf, wenn es das nicht tut. Wovon ich rede, ist hier die rechte Brust des Modells.</p>
<p>Ihre linke ist gut in Szene gesetzt, man erahnt die volle Kontur. Die rechte dagegen sieht aus, als wäre sie teilamputiert. Sie wirkt deutlich kleiner als die andere, man sieht die Brustwarze nicht, und hat daher den Eindruck, als wäre sie irgendwie unter den rechten Arm geklemmt worden.</p>
<p>Das hätte durch eine Korrektur der Beleuchtung oder der Pose leicht verhindert werden können. Denn insgesamt hast Du recht: es ist ein sehr frauliches Modell, und sehr schön inszeniert. Wenn nicht die Sache mit dem Busen rechts wäre, es wäre ein durch und durch gelungenes Bild.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Kino-Portrait: Experimente wagen</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Zappner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blitz]]></category>
		<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Skyport]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Für Porträtfotografie sind originelle Ideen wichtig. Technik und das Verständnis dafür helfen bei der Umsetzung.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Für Porträtfotografie sind originelle Ideen wichtig. Technik und das Verständnis dafür helfen bei der Umsetzung.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/kinoportrait-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/kinoportrait-small.jpg" width="350" height="315"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Ochsenreither)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Foto entstand spontan gegen Abend. Es war schon ziemlich dunkel und die einzigste Lichtquelle hier sind orangfarbene Scheinwerfer die das Hafenbecken beleuchten.. Die besonderheit hier: Hinter der Person steht ein seperater Blitz, der mit Skyports ausgelöst wurde.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Jan Zappner">Jan Zappner</a> meint zum Bild von <a href="http://www.flickr.com/photos/still-bleeding/">Andreas Ochsenreither</a>:</strong></p>
<p>Ein Bild wie aus einem Kinofilm. Das liegt nicht nur an der Letterbox, wie das eingepasste Format mit den schwarzen Balken genannt wird, sondern vor allem an der gewählten Szenerie.</p>
<p><span id="more-17099"></span>
<p>Die Dunkelheit gibt dem Hafen etwas Mysteriöses, man sieht nur Schatten und vereinzelte Lichter. Da passt die gleissende Korona des Portraitierten sehr gut hinein, die ihn vom Hintergrund deutlich abhebt.</p>
<p>
<p>Vor allem der Einsatz des Blitzlichts von hinten gefällt mir gut.</p>
<p>Einmal ist es ganz wichtig, mit den technischen Möglichkeiten der Fotografie zu experimentieren, da man damit auch lernt, besondere Punkte in einem Bild zu schaffen, die Aufmerksamkeit erregen. Und zusätzlich lernt man, seine eigenen fotografischen Wünsche auszuweiten und mit Hilfsmitteln zu perfektionieren.</p>
<p>Hier wurde ein externer Blitz mithilfe eines Infrarot-Auslösers hinter der Person positioniert und ausgelöst. Dadurch erhält die Person den hellen Schein des Blitzes in den Haaren und an den Körperrändern.</p>
<p>Damit wiederum wird die Kontur der Person klarer und das Mysteriöse der Situation wird noch verstärkt, da der Mann aus einem hellen Licht zu treten scheint. Es wurde also eine Technik gewählt, die der Situation entsprach.</p>
<p>Auch die Wahl einer offenen Blende, die den Hintergrund unscharf abzeichnet und damit nur den Portraitierten scharf zeigt, ist gut gewählt. Ich bin nur über das Licht im Gesicht des Mannes erstaunt, das so blau ist, dass es nicht von den orangen Scheinwerfern kommen kann.</p>
<p>Auf jeden Fall kann man mit dem Skyport viele schöne Ideen umsetzen. Für mich ist das Bild in jeder Hinsicht gelungen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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			<wfw:commentRss>http://fokussiert.com/2010/03/11/kino-portrait-experimente-wagen/feed/</wfw:commentRss>
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	</item>
		<item>
		<title>Tordurchblick: Nachträgliche Linsenspiele</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/10/tordurchblick-nachtraegliche-linsenspiele/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/10/tordurchblick-nachtraegliche-linsenspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Scheimpflug]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Dunkelkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenlicht]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfe]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfentiefe]]></category>
		<category><![CDATA[Sepia]]></category>

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		<description><![CDATA[Die digitale Dunkelkammer gibt uns Möglichkeiten wie nachträgliches Unscharfmaskieren in die Hand. Diese Mittel sind aber mit Vorsicht zu nutzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Die digitale Dunkelkammer gibt uns Möglichkeiten wie nachträgliches Unscharfmaskieren in die Hand. Diese Mittel sind aber mit Vorsicht zu nutzen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/10/tordurchblick-nachtraegliche-linsenspiele/torbogen-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/torbogen-small.jpg" width="300" height="403"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Rose - Marie Pawlitte)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Bei diesem Bild gibt es viele Möglichkeiten der Interpretation, finde ich. Was diese Beiden verbindet&#8230;.oder vielleicht nicht oder nicht mehr verbindet? Wer geht wohin? Bezüglich der Tonung fiel mir die Entscheidung zwischen s/w und dieser Tonung schwer. Bin auch jetzt nicht ganz sicher.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Rose &#8211; Marie Pawlitte<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein junger (?) Mann geht durch einen Torbogen im Gegenlicht auf einer Strasse auf einen zweiten Torbogen zu, der wie der innere Einlass eines Schlosses aussieht. Unser Blick fällt aus dem Dunkel des ersten Torbogens auf den Vorplatz, wo eine Frau auf das zweite Tor zugeht, ins dortige Dunkel und hinaus ins Licht dahinter.</p>
<p>Diese Aufnahme ist mir wegen der gelungenen Komposition in den Vorschauen aufgefallen:</p>
<p><span id="more-17093"></span>
<p>Doppelt gerahmte &#8220;Durchblicke&#8221; wirken in Fotografien meistens gut, besonders, wenn dabei Kontrastwechsel stattfinden &#8211; von einem hellen Raum durchs Dunkel in einen andern oder wie hier aus dem Dunkel ins Helle und wieder ins Dunkel.</p>
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<p>Der dreifach aufgegriffene Torbogen schafft hier zusätzlich einen eindeutigen Tunnelblick, und die scharfgezeichnete Kontur des jungen Mannes bietet einen Haltepunkt, der gut im Goldenen Schnitt liegt.</p>
<p>Die Tönung in Sepia passt zur Motivwahl der Bauten und verleiht dem Bild etwas Nostalgisches &#8211; das ist indes Geschmackssache.</p>
<p>Allerdings habe ich in der kleinen Vorschau das Bild für eine gelungene Offenblenden-Aufnahme mit entsprechendem Schärfentiefen-Effekt gehalten.</p>
<p>In der Vollansicht erweist es sich dann als Vollschärfenbild mit Blende 10 &#8211; welches Du in der digitalen Dunkelkammer mit einem Unschärfefilter bearbeitet hast.</p>
<p>Dagegen ist grundsätzlich noch nichts einzuwenden, auch wenn man sich fragen kann, wieso Du in relativ heiklen Lichtverhältnissen mit einer solch kleinen Blende arbeitest, vor allem, wenn Du später die Unschärfe für die Bildgestaltung einsetzen möchtest.</p>
<p>Das Problem bei der manuellen Unschärfenmaskierung ist das Mass. Denn wenn Du es nur ein bisschen übertreibst, wirkt das Bild sofort wie eine <a href="http://fokussiert.com/2009/04/06/pseudo-modellfoto-smallgantischer-schlepper/">Fake Tilt/Shift-Aufnahme</a> mit dem bekannten Modellcharakter.</p>
<p>Schlimmer aber ist hier, dass Du nicht den effektiven Distanzverhältnissen im Bild entlang maskiert hast. Du hast hier sozusagen einen <a href="http://fokussiert.com/2007/08/01/antischeimpflug-effekte-mit-schraeger-schaerfe/">Anti-Scheimpflugeffekt</a> eingebaut (Schärfenebene verläuft nicht parallel zur Sensorebene), der die Schärfenebene fast in einen rechten Winkel zum Betrachter stellt &#8211; aber nur fast: Alles um den jungen Mann ist scharf, dann kommt die unschärfe des entfernt liegenden zweiten Torbogens, und dann dahinter erneut eine Schärfenzone &#8211; das ist physikalisch schlicht unmöglich und vollständig verwirrend.</p>
<p>Es ist sehr aufwändig, wenn man den Schärfentiefeneffekt nachträglich sauber anwenden will, weil man im zweidimensionalen Bild die Ebenen der Tiefe der dritten Dimension erkennen und mit der Maske sauber erfassen muss &#8211; und das auch noch in korrekter Abstufung. Du hättest hier, um eine offene Blende zu simulieren, etwa die uns gegenüberliegende Fassade so unschärfen können, wie Du es getan hast, dann aber die Dinge im Durchblick des zweiten Torbogens noch viel stärker unschärfen müssen.</p>
<p>Trotzdem &#8211; ein ansprechendes Bild, das mit einem vielleicht etwas grosszügiger gewählten Vordergrund-Torbogen und behutsamerer Unschärfemaskierung noch besser geworden wäre.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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		<title>Abendrot: Kontrastprobleme</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufhellblitz]]></category>
		<category><![CDATA[Histogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sonnenuntergang-Fotos sind Gegenlicht-Aufnahmen. Der Kontrastumfang wird dabei fast unweigerlich zum Problem.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Sonnenuntergang-Fotos sind Gegenlicht-Aufnahmen. Der Kontrastumfang wird dabei fast unweigerlich zum Problem.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/ruderboot-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/ruderboot-small.jpg" width="300" height="447"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andy Reinboth)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Hallo, das Bild ist bei einer Ausfahrt nach Brandenburg entstanden. Ich fand die Zusammenstellung aus untergehender Sonne im Hintergrund und dem Boot/Baum im Vordergrund wunderbar. Ich bin gespannt was die Kritiker zu dem Bild sagen. viele Grüße Andy</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.reisegnome.de">Andy Reinboth</a>:</strong></p>
<p>Ein verlassenes Ruderboot liegt in dieser Aufnahme im untersten Bilddrittel in der linken Bildhälfte neben einem Baum. Der Blick über einen Fluss führt zu einem leicht bewölkten Himmel, die Sonne ist bereits untergegangen oder von Wolken verdeckt.</p>
<p>Dieses Bild ist leider radikal unterbelichtet. Zwar ist &#8220;korrekte&#8221; Belichtung ein relativer Begriff:</p>
<p><span id="more-17064"></span>
<p>Zu den spannenden Eigenschaften der Kamera gehört ja auch, dass anders sehen kann als wir und beispielsweise Schattenrisse aus Gegenlicht-Anblicken macht, die wir ganz anders wahrnehmen.</p>
<p>Aber Du hast hier offensichtlich versucht, Boot und Sonnenuntergang in ein Bild zu kriegen. Das gelingt mit den &#8220;Bordmitteln&#8221;, die Du zur Verfügung hattest, nur schlecht.</p>
<p>Einerseits bieten Sonnenuntergänge das Problem, dass wir meist fast direkt gegen das natürliche Licht fotografieren. Um dabei zu einer spannenden Aufnahme zu kommen, brauchen wir viele Objekte in der Komposition, die das vorhandene Licht in einem anderen Winkel reflektieren &#8211; Wolken, unter denen die Sonne untergeht, eine Wasseroberfläche, die das Licht des Himmels spiegelt, oder aber einen markanten Horizont, der in einer Silhouette als Schattenriss belichtet werden kann.</p>
<p>Du hast hier versucht, mit dem Blitz &#8211; und ich nehme an, es handelt sich um den eingebauten Blitz &#8211; den Vordergrund so aufzuhellen, dass der Kontrast zwischen Himmel und ausgeleuchtetem Vordergrund abgeglichen wird.</p>
<p>Du hast zwar manuell belichtet, dabei aber trotzdem die Belichtungskorrektur mit +1EV, eine Blende von 9 und eine Sechzigstelsekunde eingestellt &#8211; was insgesamt und besonders mit zugeschaltetem Blitz kaum mehr Sinn ergibt: Die Belichtungskorrektur dient zwar dazu, Fehler der Matrixmessung (bei extrem hellem oder dunklem Vordergrund) auszugleichen &#8211; aber eigentlich in Kombination mit automatischer Belichtung (Zeit-, Blenden- oder Vollautomat).</p>
<p><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/ruderboothistogramm.jpg" width="404" height="405"  alt="Das Histogramm der beiden Varianten zeigt die Verschiebung der Werte nach rechts." /><br /></p>
<p>Wenn Du ohnehin manuell belichtest, würde sich die Nutzung der Spotmessung anbieten. Sie misst nur einen ganz kleinen Bildausschnitt statt wie die matrixmessung den Durchschnitt der Helligkeit über fast das ganze Bild.</p>
<p>Dabei misst Du den hellsten Bereich des Bildes (den Himmel) und den dunkelsten, in dem Du noch Zeichnung haben willst (den Baum) und wählst eine Belichtungszeit zwischen den beiden Werten. Am Monitor der Kamera kannst Du jetzt anhand des Histogramms Deine Einstellungen der Testaufnahmen überprüfen. Bei einer Aufnahme wie dieser kannst Du dabei nicht auf die Faustregel der &#8220;Glockenform&#8221; im Histogramm gehen, sondern wirst ein umgekehrtes Profil erhalten.</p>
<p>Der Aufhell-Blitz schliesslich müsste ebenfalls händisch auf den Baum gemessen werden. Du hast mit Deiner Konfiguration allerdings ohnehin das Problem, dass der eingebaute Notblitz der D200 für eine Weitwinkel-Aufnahme mit 18mm (27mm) zu schwach und zu gebündelt ist &#8211; namentlich bei Blende 9 und einer Aussenaufnahme mit dunklen Flächen, die beleuchtet werden sollen. das Resultat ist hier, dass eigentlich nur die beiden Grasbüschel ganz im Vordergrund merklich vom Blitz aufgehellt wurden &#8211; die wir eher nicht heller haben wollen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/09/abendrot-kontrastprobleme/ruderboot1-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/ruderboot1-small.jpg" width="220" height="328"  alt="Das Boot, nachbelichtet." align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Ich habe Deine Aufnahme in Lightroom um volle zwei Blendenwerte &#8220;nachbelichtet&#8221; und zusätzlich mit der Funktion &#8220;Aufhelllicht&#8221; (welche nur die dunkleren Bildtöne anhebt) sozusagen den Aufhellblitz simuliert. Schliesslich habe ich in der Gradierungskurve die Mitteltöne leicht abgesenkt und die Tiefen noch etwas angehoben. In einem &#8220;normal&#8221; belichteten Bild sorgt das sofort für einen Kontrastverlust &#8211; und das ist ja just, was Du hier anstrebst.</p>
<p>Das Resultat ist noch immer nicht perfekt und aus Anschauungsgründen etwas übertrieben, aber es dürfte einem optimalen Ergebnis näher sein als das Ursprungsbild.</p>
<p>Zur Komposition liesse sich noch sagen, dass die Lücke zwischen Baum und linkem Bildrand oben eher zu vermeiden oder zu schneiden wäre. Ausserdem habe ich den Starkstrommast und die eine, vom Blitz überhellte Blüte unten links aus dem Bild geklont und den Ausschnitt etwas enger gewählt.</p>
<p>Fazit: Extreme Kontrastumfänge verlangen viel Übung, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, und das gleiche gilt für die Anwendung des Aufhellblitzes. Glücklicherweise erlauben uns die digitalen Kameras beliebige Experimente und liefern mit dem Vorschaubild und dem Histogramm ein Lerninstrument im Feld, von dem unsere fotografischen &#8220;Vorfahren&#8221; nur träumen konnten.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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		<title>Schattenfoto: Indirekte Gestaltung</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/08/schattenfoto-indirekte-gestaltung/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/08/schattenfoto-indirekte-gestaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Analogfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Schatten]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Strassenfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Schatten sind ein ebenso legitimes Mittel zur Bildgestaltung wie das Licht selbst, von dem sie erzeugt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Schatten sind ein ebenso legitimes Mittel zur Bildgestaltung wie das Licht selbst, von dem sie erzeugt werden. In fast klassischer &#8220;Street Photography&#8221;-Manier werden hier die Schatten eines Hauses für den Bildaufbau benutzt.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/08/schattenfoto-indirekte-gestaltung/schattenbild-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/schattenbild-small.jpg" width="300" height="412"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sven Schwinning)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Dieses Bild habe ich im Novemer 2009 in Valencia/Spanien aufgenommen. Es ist eines der ersten Versuche, wieder mit der analogen Spiegelreflex zu arbeiten. Dieses Bild ist Teil einer Serie, die als Straßenfotografie bezeichnet werden kann. Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Robert Kneschke">Robert Kneschke</a> meint zum Bild von <a href="http://www.b-real.de/fotoblog">Sven Schwinning</a>:</strong></p>
<p>Ich kann dem Fotografen Sven nur zustimmen, wenn er als Kommentar zu seinem Bild schreibt: &#8220;Gelungen finde ich an dieser Fotografie das Spiel zwischen Licht und Schatten.&#8221; Das ist es in der Tat.</p>
<p><span id="more-17050"></span>
<p>Dieses riesige, fast monströse Schattenungetüm von Haus auf der kahlen, hellen Fassade eines anderen Hauses, mit all den Türmchen, Vorsprüngen und als i-Tüpfelchen noch die altmodische Straßenlaterne mit ihrem eigenen Schatten, das ist es, was das Foto sehenswert macht, dieses Indirekte, nicht Sehen, aber doch Erkennen.</p>
<p>Kritisch anzumerken bleibt, dass die Schärfe &#8211; nun ja &#8211; nicht richtig vorhanden ist und sich irgendwo zwischen Rücken und Rad verliert. Hier wird der Nachteil der Analogfotografie deutlich, indem die Bildergebnisse nicht sofort kontrolliert werden können.</p>
<p>Der Mann im Vordergrund verkommt fast zur Dekoration, allein um das Bild etwas menschlicher zu machen. Interessant wäre es, als Vergleich ein Foto ohne den Passanten zu sehen. Käme der Hausschatten noch imposanter rüber? Oder ist der Mann ein gelungener Kompromiss, um die hinter ihm stehenden Räder und Autos zu verdecken? Wir wissen es nicht.</p>
<p>Mir gefällt jedoch, wie der Schatten rechts am Bein den Eindruck zu erwecken versucht, der Mann würde gleichsam durch Nebel waten oder im nächsten Moment vom Boden verschluckt werden.</p>
<p>Vielleicht lehne ich mich etwas weit aus dem Fenster, wenn ich schreibe, dass mich der Bildstil stark an Henri Cartier-Bresson erinnert? Aber mal ehrlich: Wenn das Handy nicht wäre, hätte ich es für ein verschollenes Foto des berühmten Street-Fotografen halten können.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Blumenfoto: Die vielen Unterschiede</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/05/blumenfoto-die-vielen-unterschiede/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Vignettierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einer Reihe von Punkten lassen sich auch Blumenbilder spannend komponieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Was hebt diese Fotografie einer wilden Orchidee von den üblichen Blumenbildern ab? Eine ganze Liste beachtenswerter Punkte.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/05/blumenfoto-die-vielen-unterschiede/orchidee-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/orchidee-small.jpg" width="450" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stephan Amm)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Holunderknabenkraut, früher eine weit verbreitete Orchidee, ist heute außerhalb der Alpen nur noch an wenigen Fundorten anzutreffen. Bei uns im Frankenwald gibt es noch einige Stellen mit teilweise über 100 Exemplaren. Besonderes Glück hatte ich dieses Jahr bei einer kleineren Population, die in ihrer Lage für mich einmalig ist, am Hang, mit der Chance, daß die Frühjahrssonne mit ihren letzten Strahlen die Orchideen, von denen es auch eine rote Variante gibt, illuminiert. Ein Makro mit langer Brennweite (200mm) bei offener Blende sorgte für die Vignettierung und die &#8220;Auflösung&#8221; der Umgebung.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://naturfranken.de/">Stephan Amm</a>:</strong></p>
<p>Eine wilde Orchidee im letzten Licht des Tages, fotografiert mit extremer Brennweite, steht in einer Wiese mit hohen Grashalmen, die im Vorder- und Hintergrund ind er Unschärfe verschwinden.</p>
<p>Diese Aufnahme könnte als Schulbeispiel für gut gemachte Blumenaufnahmen dienen:</p>
<p><span id="more-17020"></span>
<p>Sie hebt sich in vielen Punkten von den üblichen Blumenfotos ab, die wir fast täglich erhalten, und die meist von oben formatfüllend die Blüte zeigen. Ich versuche aufzuzeigen, was Stephan anders gemacht hat und damit eine Aufnahme geschaffen hat, die wohl auch den Ansprüchen für Hochglanz-Publikationen oder Werbung genügen dürfte.</p>
<p><strong>Die Perspektive:</strong> Nur weil wir Blumen &#8211; ausser wenn sie in einer Vase auf dem Tisch stehen &#8211; meistens von oben sehen, müssen wir sie nicht so fotografieren &#8211; schon gar nicht in ihrem angestammten Lebensraum. Stephan hat sich hier auf die Knie oder den Bauch herabgelassen und macht die Orchidee damit zu etwas aufragend-erhabenem.</p>
<p><strong>Das Licht:</strong> Blumen sind bunt, und Buntes muss man möglichst hell anleuchten, um die Farben hervorzubringen? Falsch. Das weiche Licht am Abend kurz vor oder nach Sonnenuntergang dient nicht nur Landschaftsfotografen, um weiche Konturen und Kontraste zu kriegen, sondern kann auch bei solchen Detailaufnahmen für einen einzigartigen warmen Ton sorgen.</p>
<p><strong>Die Komposition:</strong> Zumindest wilde Blumen oder solche, die in einem Umfeld stehen, das sich einzubeziehen lohnt, sollte man in ihre Umgebung integriert zeigen. Diese Orchidee wird durch ihren Standort im hohen, faden Gras emotional zum Fundstück, indem sie &#8211; im klassischen Drittelsschnitt &#8211; eingebettet gezeigt wird und uns nicht mit voller Tele-Wucht ins Gesicht gestreckt wird. Sie steht stolz in den Wogen der Grashalme, und wir haben etwas zu entdecken in diesem Bild.</p>
<p><strong>Die Brennweite:</strong> Das Tele hier für eine Makro-Aufnahme in der Waagerechten zu verwenden sorgt erst für den Tiefeneindruck des Bildes. Die Orchidee wird aus dem Vorder- und Hintergrund isoliert &#8211; aber der Kniff besteht eben darin, dass es einen Vorder- und einen Hintergrund gibt! Die geringe Schärfentiefe verleiht der Blüte so die dritte Dimension, die es in einem zweidimensionalen Bild umzusetzen gilt.</p>
<p><strong>Die Technik:</strong> Die sogenannte Vignettierung &#8211; die Randabdunkelung in der Fotografie, die bei weniger perfekt geschliffenen Linsen oder auch schon mal durch eine in den Bildausschnitt hineinragende Sonnenblende auftreten kann &#8211; hebt das Motiv fast unmerklich weiter heraus und lässt es erstrahlen. Wer ein &#8220;zu hochwertiges&#8221; Objektiv benützt, kann die Vignettierung heute mit den meisten Bearbeitungsprogrammen wie Aperture, Lightroom oder Photoshop nachträglich einfügen &#8211; und derzeit liegt das sehr im Trend, weshalb ich speziell zur Zurückhaltung aufrufen möchte. Hier ist der Effekt zweifellos gut angewandt.</p>
<p><strong>Planung und Vorbereitung:</strong> Dieser Fotografie ist deutlich anzusehen, wie viel Zeit und Planung Stephan hineingesteckt hat. Darauf deutet auch seine Beschreibung hin und die Tatsache, dass er weiss, wie selten diese Pflanze inzwischen ist. Also hat er sie im richtigen Licht sehr sorgfältig in ein Bild komponiert, das allen Umstänmden Rechnung trägt, aber über eine schöne Dokumentation hinaus auch künstlerische Aspekte berücksichtigt &#8211; etwa die Verteilung der Schattierungen (links der dunkle Horizont oben und der dunkle Vordergrund, rechts der Bogen der Grashalme im Vordergrund und der Kranz der grünen Blätter der Orchidee selber).</p>
<p>Müsste ich ein Haar in dieser Suppe finden, ich würde behaupten, dass die Schärfentiefe einen Tick zu gering oder zu weit im Vordergrund gewählt ist, weil bereits der hintere Teil der Blüte in starker Unschärfe verschwindet. Möglicherweise handelt es sich dabei aber um einen zweiten Blütenstand, der in etwas grösserem Abstand vom vorderen steht. Und ausreissen geht ja wohl nicht&#8230;</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
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		<item>
		<title>Schneewüste: Photoshopeffekte sparsam anwenden</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/04/schneewueste-photoshopeffekte-sparsam-anwenden/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/04/schneewueste-photoshopeffekte-sparsam-anwenden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 10:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofie Dittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Monochrom]]></category>
		<category><![CDATA[Photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Photoshop hat seinen Platz, aber Spezialeffekte können ein gutes Foto nachträglich verschlimmbessern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Photoshop hat seinen Platz, aber Spezialeffekte können ein gutes Foto nachträglich verschlimmbessern.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/03/04/schneewueste-photoshopeffekte-sparsam-anwenden/schneekraehe-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/schneekraehe-small.jpg" width="300" height="399"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Leipold)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild habe ich auf einer Fototour in der Rhön unweit von Frankenheim gemacht. Auf einer Höhe von über 700m wird die Landschaft oftmals zur Schneewüste in dieser Jahreszeit. Starke Schneeverwehungen werden oft nur durch Fangzäune verhindert. Doch in diese Wüste gibt es Leben! Eine geschwungene Straße durchzieht die Landschaft, und ab und zu kommen hier Fahrzeuge durch, die in der Ferne wieder im Nebel verschwinden. Ein Amsel sitzt auf einen Baum am Straßenrand, mitten in dieser lebensfeindlichen Umgebung. Futter wird sie hier kaum finden, aber was macht sie dann hier? Mit diesem Bild will ich zeigen, dass weniger oft mehr ist. Bearbeitet habe ich das Bild mit PS. Als Hobbyfotograf konzentriere ich mich hauptsächlich auf die Landschaft in der Rhön.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Sofie Dittmann">Sofie Dittmann</a> meint zum Bild von <a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/847779">Michael Leipold</a>:</strong></p>
<p>Kompliment zu diesem Foto. Es vereinigt einige Ratschläge, die hier in den vergangenen Wochen in der Kritik erschienen sind. Vom inneren <a title="Landschaftsfotografie verlangt Opfer" href="http://fokussiert.com/2010/01/13/wetter-und-fotografie-den-schweinehund-ueberwinden/">Schweinehund</a> zu <a title="Fotografie mit Tiefe" href="http://fokussiert.com/2010/02/09/sumpffotografie-schattenriss-mit-tiefe/">Tiefe im Foto</a>  zu <a title="Fotografie mit andern Perspektiven" href="http://fokussiert.com/2010/02/24/extreme-perspektiven-blick-nach-oben/">einfacher Komposition</a> &#8211; ein insgesamt sehr gelungenes Bild.</p>
<p><span id="more-17008"></span>
<p>Die Straße mündet links unten auf die dort liegende Ecke, was ein Auge fürs Detail verrät. Besonders schön fand ich die Tiefe, die das Bild hat, hauptsächlich aufgrund des Nebels und des Kontrasts der Bäume vor dem weißen Hintergrund.</p>
<p>Was mich auch gleich zu meinem Hauptpunkt bringt. Warum nur der Verlaufsfilter? Vor ein paar Monaten wurde <a href="http://fokussiert.com/2009/10/22/strandfoto-endzeit-leuchten/">hier ein Foto</a> vorgestellt, das diesen Effekt auch benutzt hat. Es war eine Strandszene, und der Filter hat die im Bild bereits vorhandenen Farbeffekte gekonnt verstärkt.</p>
<p>Hier stört er mich erheblich. Auf Deiner Webseite konnte ich sehen, daß Du Verlaufsfilter gerne einzusetzen scheinst, und manchmal auch gelungen. Aber die meisten Deiner Bilder haben sie nicht nötig, sie würden als monochrome Aufnahmen weit besser wirken &#8211; denn so hast Du sie aufgenommen.</p>
<p>Konkret macht der Verlaufsfilter für mich nachträglich aus Deinem sehr gelungenen Foto Effekthascherei, die es nicht nötig hat.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/04/schneewueste-photoshopeffekte-sparsam-anwenden/kraehenschnee-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/kraehenschnee-small.jpg" width="150" height="199"  alt="Schwarz-Weiss ohne Verlauf" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Hier die reine Schwarzweißversion (einfach nur mit Silver Efex), und sie wirkt subtil aus sich heraus. Ich spiele auch gerne mit PS, und manchmal auch zuviel. Wenn ich z.B. eine ganze Reihe Porträts derselben Serie editiere, schiebe ich gerne mal für mein eigenes Amüsement einen Nik-Effekt mit hinein &#8211; der sieht nett aus, und Kunden sind beeindruckt.</p>
<p>Auch wenn das Porträt das nicht nötig gehabt hätte. Wie gesagt, Deine Landschaft hat es auch nicht nötig. Sie ist gelungen, wie sie ist.</p>
<p>Ansonsten wäre noch anzumerken, daß ich hier u.U. ein paar Schritte zurück und nach links gemacht hätte, um noch die Kurve der Straße mit einzubeziehen. Das hätte die Bildaufteilung gewahrt, dem Foto aber noch ein wenig mehr Dynamik verliehen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>70er Innenraum: Komposition folgt Inhalt</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/03/70er-innenraum-komposition-folgt-inhalt/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[70er Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Symmetrie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Komposition einer Fotografie kann sich durchaus dem Inhalt unterordnen und damit das Motiv inhaltlich überhöhen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Auch wenn Design der Funktion folgt, muss Foto-Komposition nicht unbedingt dem Bildinhalt folgen. Bisweilen allerdings kann es das Bild überhaupt erst ausmachen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/03/70er-innenraum-komposition-folgt-inhalt/70eroptiker-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/70eroptiker-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© jessica ziegler)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Scan einer analogen Aufnahme mit einer Hasselblad. Ich habe diese Aufnahme in einem Optikerladen in Leer/Ostfriesland gemacht. Die komplett erhaltene Einrichtung aus den 70ern hat mich fasziniert und schloss sich meinem Endexamensthema an. Für mein Endexamen an der Kunshochschule Minerva Groningen (NL) habe ich Räumlichkeiten festgelegt, in denen wir uns selber an jemand anderen überhandigen, was ein höchst persönlicher eingriff ist; diese Räumlichkeiten strahlen haäfig räumliche kälte und gleichzeitig menschliche Wärme aus.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://ww.jot-zet.nl">jessica ziegler</a>:</strong></p>
<p>Drei Kunstoff-Sessel in Reihe, im unverkennbaren Design der 70er Jahre und in Giftgrün, stehen etwas von der Kameraposition entfernt auf einem grünen, gemusterten Spanntepichboden vor einer Fensterfront.</p>
<p><span id="more-16971"></span>
<p>Die grossflächige Scheibe ist von einem grobmaschigen Netzvorhang bedeckt, die Aussenwelt ist nur zu erahnen.</p>
<p>Das Bild im Quadratschnitt der Hasselblad folgt streng den rechten Winkeln in der Motivplatzierung. Der &#8220;Horizont&#8221; der Fensterscheibe teilt es in der Mitte, die totale Symmetrie wird einzig durch einen Teil des Fensterrahmens am linken Bildrand gebrochen.</p>
<p>Dein Thema &#8211; Räumlichkeiten, denen wir uns sozusagen ausliefern &#8211; trifft dieses Bild sicherlich &#8211; vor allem nach heutigem Designempfinden. Man beachte, wie schnell hier wieviel Information fliesst, die sich zu einem Ganzen zusammenfügt: Wir erkennen sofort die Zeit, aus dem die Einrichtung stammt; es ist eindeutig, dass es sich um ein Ladengeschäft oder einen sonstigen Dienstleistungsbetrieb handelt und nicht um eine Amtsstube; die Andeutung der Aussenwelt lässt auf Kleinstadtcharakter schliessen und der saubere Teppich und die geometrisch exakte Anordnung der Wartesessel unterstriechen dfen Eindruck einer kleinbürgerlichen Welt.</p>
<p>Mit dem strengen Blickwinkel und der symmetrischen Perspektive ordnet sich die Komposition dem Inhalt des Bildes unter: Es mutet an wie eine zeitgenössische Photographie (aus den 70ern) und lehnt sich mit der Reduktion auf Objekte und Farbe an die Fotografie im Stil eines <a href="http://fokussiert.com/2009/02/28/william-eggleston-alles-ist-bildwuerdig/">William Eggleston</a>.</p>
<p>Zu bemerken ist dabei, dass die Blickhöhe nicht etwa die eines stehenden Menschen, sondern eher Aug` in Aug` mit den leeren Sesseln liegt: Ein Detail, das den Kunststoffschalenstühlen aber zu einer ebenbürtigen Position verhilft und sie zu erhabenen Protagonisten im Raum macht.</p>
<p>Der Bruch mit der Symmetrie durch den Fensterrahmen links ist ebenfalls ein wichtiges Mittel, um die Szene nicht ins absurd-abstrakte kippen zu lassen. Mich stört daran einzig die durch den leicht nach unten gerichteten Blick ebenfalls leicht stürzende Kante. Die Schräglage ist minimal, aber so nah am Bildrand fällt sie auf und lenkt ab. Ein winziger Eingriff mit der Photoshop-Perspektivenkorrektur wäre hier meiner Ansicht nach angemessen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ausstellungsbesucherinnen: Starke Vektoren</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aussage]]></category>
		<category><![CDATA[Highkey]]></category>
		<category><![CDATA[Linienführung]]></category>
		<category><![CDATA[Reduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Vektoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Emotionalität, Aussage und Komposition sind in einer Fotografie wichtiger als technische Perfektion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Technische Perfektion und Schärfe sind keine Voraussetzung für eine starke Fotografie. Emotionalität, Aussage und Komposition sind massgebend.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/schlenderian-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/schlenderian-small.jpg" width="300" height="389"  alt="Leserinnenfoto: Klick für Vollansicht (© lilo ulke)." /></a></p>
<p>
<strong>Kommentar der Fotografin:</strong></p>
<blockquote><p>besucherinnen einer ausstellung. ziel: darstellung von bewegung und innehalten</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Lilo Ulke<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Zwei Frauen in einem Schwarz-Weissen Highkey-Bild bewegen sich schlendernd vom Betrachter weg, die eine, etwas näher im Vordergrund, nach links, die andere nach rechts hinten. Zwischen ihnen führt eine Reihe von drei kreisrunden Bodenelementen schnurgerade in den Bildhintergrund.</p>
<p>Technisch betrachtet gibt es an diesem Bild viel zu bemängeln. Es ist unscharf und mit extremem Kontrast auf Highkey getrimmt, was zu Ausblühungen und Artefakten in den Graubereichen führt. Nicht trotzdem, sondern auch deswegen ist es eine starke Fotografie:</p>
<p><span id="more-16965"></span>
<p>Radikal reduziert, zieht die Fotografie den Betrachter in den Bann seiner ebenso einfachen wie eindeutigen Strukturen. Zwei ihrer Kleidung nach zu schliessen recht verschiedene Frauentypen bewegen sich im gleichen Raum voneinander weg.</p>
<p><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/frauenpfade.jpg" width="250" height="249"  alt="Vektoren im Bild" align="left" hspace="5" vspace="5"/>Wir erkennen die Bewegung zunächst an den in entgegengesetzte Richtung führenden Blicken der beiden, die wir als erstes im Bild suchen, und folgen danach in zwei halbrunden Bögen entlang der Mittellinie nach links und rechts. Dabei sind diese Linien rein imaginär und in keiner Art im weissen Negativraum des Bildes zu sehen &#8211; wir ziehen sie in unserem Kopf automatisch der Körperhaltung der Frauen folgend.</p>
<p>Das ist eine Steigerung der Kompositionsregel, wonach sich die Bildgestaltung an den vorhandenen Linien im Motiv orientieren soll: Sie an <em>nicht</em> vorhanden, aber <em>fühlbaren</em> Linien auszurichten, könnte als nächste Stufe bezeichnet werden. Du schaffst das hier durch die ideale Perspektive und betonst den Effekt mit der radikalen Reduktion.</p>
<p>Zugleich lässt Du der Betrachterin viel emotionalen Interpretationsspielraum &#8211; zwei Menschen, die auseinandergehen; die sich trennen; die nichts miteinander zu tun haben wollen oder die auf anderes konzentriert sind.</p>
<p>Schliesslich kommt die Unschärfe ins Spiel, die ich zunächst für einen Mangel hielt, bis ich erkannte, dass mein Interesse an den beiden Frauen durch die lediglich sphinxhafte Andeutung eines Gesichts, dem kein Ausdruck zu entnehmen ist, nur noch gesteigert wird.</p>
<p>So unterstützen die vermeintlichen Mängel dieser Fotografie ihre Stärke. Ich frage mich trotzdem, warum Du in einer Galerie mit Blende 14 operiert hast. Wenn es um Bewegungsunschärfe und Körnung durch die hohe Empfindlichkeit ging, hast Du das Ziel verfehlt &#8211; denn die Unschärfe ist nicht eindeutig aus der bewegung der Frauen erkennbar, sondern könnte auch Verwackelung der Kamera sein.</p>
<p>Ferner stört mich die graue Wand hinten links, die für die Räumlichkeit des Bildes nicht nötig ist, weil Du schon die Linie der drei Bodenelemente hast, die in die Raumtiefe führen &#8211; ein hervorragendes Mittel, die in Highkey-Aufnahmen häufig entstehende Zweidimensionalität zu überwinden. Zugleich lässt das Bildformat und die Aufteilung meiner Ansicht nach rechts zu wenig Raum für die Protagonistin.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/02/ausstellungsbesucherinnen-starke-vektoren/innehalten-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/innehalten-small.jpg" width="220" height="219"  alt="Retusche und Neuaufteilung" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a></p>
<p>Ich habe die Wand deshalb mit dem &#8220;Hintergrund-Radiergummi&#8221;-Werkzeug in Photoshop wegretuschiert und das Bild danach ausserdem in eine quadratische Form gebracht sowie die Komposition leicht nach links versetzt.</p>
<p>Ich meine, Du hast Dein Ziel, Bewegung und Innehalten auszudrücken, mit diesem Bild mehr als erreicht. Das Thema ist unverkennbar, aber zugleich nur die Basis für die Interpretationen und emotionalen Deutungen, die sich nach dem ersten Blick auf das Bild im Kopf der Betrachter anbahnen.</p>
<p>Starkes Stück.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Studiofoto: Auf Details achten</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/03/01/studiofoto-auf-details-achten/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/03/01/studiofoto-auf-details-achten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 10:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofie Dittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>

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		<description><![CDATA[Studiofotografie bedeutet nicht nur Freiheit, sondern auch die Verantwortung, auf Einzelheiten zu achten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studiofotografie bedeutet nicht nur Freiheit, sondern auch die Verantwortung, auf Einzelheiten zu achten.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/01/studiofoto-auf-details-achten/nichte-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/nichte-small.jpg" width="450" height="300"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Simon Luginbühl)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Erstes Studio Shooting Ende Dezemebr mit meiner Nichte.. Ziel war neue Erfahrungen zu sammeln, für das &#8220;Model&#8221; sowei den Fotografen.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Sofie Dittmann">Sofie Dittmann</a> meint zum Bild von <a href="http://www.focuspoint.ch">Simon Luginbühl</a>:</strong></p>
<p>Studioaufnahme bedeutet nicht automatisch perfektes Foto. Es bedeutet nur, daß bestimmte Faktoren, wie Licht etc. leichter zu kontrollieren sind. Wie eben <a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/">woanders</a> angesprochen, heißt das aber nicht, daß Komposition und ihre Details zu kurz kommen sollte.</p>
<p>Ein hübsches Foto einer hübschen jungen Frau, in weiches Licht getaucht, was zu weichen Gradienten im Bild führt.</p>
<p><span id="more-16943"></span>
<p>Eine Studioaufnahme, und ein guter Anfang, an dem aber noch zu feilen ist.</p>
<p>Was mir gefallen hat an Deinem Foto, war, daß die Beleuchtung wie vorhandenes Licht wirkt. Allerdings ist es wesentlich zu dunkel, und das hätte in der Nachbearbeitung leicht korrigiert werden können. Was nicht so leicht zu korrigieren war, sind Details im Bild, die störend wirken, und die <em>vor</em> der Aufnahme wesentlich einfacher hätten behoben werden können.</p>
<p>Da ist etwa ein weißer Fleck am linken Bein des Modells, möglichwerweise ein Detail des Pullovers. Der war noch einfach wegzuretouchieren.</p>
<p>Die Halskette, die nichts zum Foto beiträgt, war schon schwieriger. Da man sich im Studio Zeit nehmen <em>kann</em>, sollte, nein <em>muss</em> man sich auch die Zeit nehmen, auf diese Dinge zu achten. In der Nachbearbeitung sind sie nicht immer alle ohne weiteres und ohne Schwierigkeiten zu beheben.</p>
<p>Zur Pose des Modells: Deine Nichte liegt hier auf dem Rücken, die rechte Hand unter ihrem Kopf, über dem Arm ihre langen, braunen Haare. Im Foto verschwindet allerdings der Ärmel im Dunkel, und das wirkt wie ein Armstumpf.</p>
<p>Ich hatte das Problem schon einmal <a href="http://fokussiert.com/2010/01/07/schwarzweiss-portraet-aufhell-blitz-benutzen/">in einer anderen Kritik</a> erwähnt. Es wäre hier besser gewesen, entweder einen Teil der Hand sichtbar zu machen &#8211; man denke hier an Finger im/am Haar, oder ihren Arm anders anzuordnen.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/03/01/studiofoto-auf-details-achten/nichteii-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/03/nichteii-small.jpg" width="450" height="300"  alt="Korrekturen inklusive angedeutetem Ausschnitt: Aufgehellt, Halskette und Pulloverdetail entfernt." /></a></p>
<p>Was ebenfalls auffällt, ist die schwarze Hose Deiner Nichte, die jetzt aufgrund der gewählten Blende als schwarze Fläche vor dem Hintergrund erscheint. Wenn man das Foto entsprechend abschneidet, stört sie weniger.</p>
<p>Allerdings ist man dann bereits an dem Punkt, wo Verschlimmbesserung anfängt. Meiner Erfahrung nach ist es ein <strong>sicheres Zeichen, daß das Bild nicht ideal aufgenommen wurde, wenn Nachbearbeitung in Verrenkungen ausartet</strong>.</p>
<p>Besser ist es, sich die Studioumgebung zunutze zu machen, und die Aufnahme in aller Ruhe vorzubereiten, nachzukorrigieren und dann in der Nachbearbeitung nur noch ein bisschen herzumzufeilen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Landschaftsfotografie: Sehen statt denken</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 02:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentarfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Genre]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsfotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In der Landschaftsfotografie zählt allein das Sehen. Wer zuviel nachdenkt, läuft Gefahr, in die Dokumentarfotografie zu verfallen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In der Landschaftsfotografie zählt allein das Sehen. Wer zuviel nachdenkt, läuft Gefahr, in die Dokumentarfotografie zu verfallen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/bootarch-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/bootarch-small.jpg" width="450" height="308"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Roland Wagner)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Das Bild entstand im vergangenen Sommer in den Alabama Hills, einem Gebiet mit einer Unzahl abgerundeter Felsformationen vor der aufragenden Sierra Nevada in Kalifornien. Die Gegend diente bereits als Kulisse zahlreiche Filme (unter anderem: Gladiator). Es gibt einige schön anzuschauende Felsbögen. Dieser hier wird Boot Arch genannt. Das Bild entstand am Abend, da nur zu dieser Tageszeit das Licht von der richtigen Seite kommt. Den Standort habe ich versucht, so zu wählen, dass die Form der Öffnung genau so zu sehen ist, damit sich der Name des Arches erklärt. Als Brennweite wurden 10 mm gewählt. Damit auch der Hintergrund noch einigermaßen scharf ist, wurde die Blende 14 verwendet. Ich freue mich auf eine kritische Betrachtung.</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Roland Wagner<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Ein verwitterter Steinbogen in einer rundgeschliffenen Felsformation steht in der linken Hälfte dieses Farbbildes vor dem Hintergrund einer Gebirgskette unter einem von Schleierwolken durchzogenen blauen Himmel.<span id="more-16921"></span>
<p>Es ist eine sehr interessante Landschaft, in der Du dieses Bild gemacht hast, und ich schätze mich glücklich, wenige Fahrstunden von diesem Zauberpark für den Landschaftsfotografen zu leben. Gleich ging es den buchstäblich hunderten von Hollywood-Regisseuren, welche die Landschaft zur Kulisse machten &#8211; bisweilen spielt sie sogar die Hauptrolle, wie etwa im famosen <a href="http://www.imdb.com/title/tt0100814/">B-Movie &#8220;Tremors&#8221; mit Kevin Bacon</a> (unbedingt ansehen).</p>
<p>In deinem Bild allerdings kommt sie wenig zur Geltung. Die Elemente sind wohl alle da: Der Felsbogen, die rundgeschliffenen Brocken und die Sierra Nevada im Hintergrund. Aber irgendwie wirkt die Anordnung zufällig.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/moebius-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/moebius-small.jpg" width="220" height="145"  alt="Der Moebius-Arch mit zwei Hintergrund-Elementen (© PS)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Du wolltest den Steinbogen so abbilden, dass sich sein Name erklärt, indem man erkennt, dass das Loch die Form eines Stiefels (&#8220;boot&#8221;) annimmt.</p>
<p>Damit allerdings hast Du Deine Möglichkeiten für eine gestaltete Komposition extrem beschränkt. Und das macht Dein Bild mehr zu einer Dokumentar- als zur Landschaftsfotografie, als die Du sie eingereicht hast. Erstere will einen bestimmten Um- oder Zustand in einem Bild eindeutig beschreiben, letztere folgt  rein ästhetischen Kriterien.</p>
<p>Mit Deinem Vorsatz, den Stiefel zu zeigen, hast Du unbewusst den Wechsel zu einem anderen fotografischen Genre vollzogen, in dem andere Fähigkeiten gefragt sind und andere Regeln gelten. Die Mischung der beiden Arten von Fotografie ist einn heikles und schwieriges Unterfangen. Das zeigt sich hier: Ohne Deinen Hinweis auf den Namen des Bogens kämen wenige Betrachter darauf &#8211; sie würden den Stiefel noch nicht mal erkennen. Aber ohne den Hinweis auf den Stiefel im Bogen macht die Komposition wenig Sinn.</p>
<p>Wenn es Dir <strong>um den Stiefel ging</strong>, hättest Du alle andern Aspekte zurückstellen und ausschliesslich den Stiefelausschnitt inszenieren müssen. Das heisst nicht einfach viel näher rangehen &#8211; obwohl das ein Weg sein kann. Die Sierra etwa ergibt einen wunderbaren Hintergrund für eine Landschaftsfotografie, hier aber stört sie sogar den Ausschnitt des Felsbogens und verwischt die Form des Stiefels. Hättest Du Dich näher und tiefer an ihn rangemacht, hättest Du den Ausschnitt mit Himmel füllen und dadurch die Form betonen können.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/moebius2-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/moebius2-small.jpg" width="220" height="145"  alt="Moebius-Arch vor Sonnenaufgang (©PS)" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Für eine <strong>reine Landschaftsaufnahme</strong> mit einer durchgehend starken Komposition hingegen hättest Du besser <strong>vom Denken gänzlich aufs Sehen umgestellt</strong>. Die Felsen und Bögen faszinieren uns ja weniger wegen der Dinge, die wir in ihre Formen hineininterpretieren können, als wegen der Formen selber &#8211; und wenn Du Dich zwischen den Felsen bewegst, fallen Dir tausend Blickwinkel und Perspektiven auf, welche einzigartige Kombinationen aus Lichteinfall-, Linienführung-, Vorder- und Hintergrund bieten.</p>
<p>Ich hatte bisher dreimal Gelegenheit für Shootings in den Alabama Hills. Zweimal abends und einmal morgens; und alle drei Male ist mir aufgefallen, dass die Felsen am plastischsten wirken, wenn sie <strong>nicht mehr oder noch nicht im direkten Licht der Sonne</strong> liegen.</p>
<p>Bei meinem ersten Besuch habe ich mich ebenfalls vor allem einem Arch gewidmet &#8211; ohne allerdings seinen Namen zu kennen. Dem folgend, was ich sah, habe ich eine Komposition gewählt, in welcher Mount Whitney (der höchste Berg der lower US) durch den Bogen und der Lone Pine Peak links daneben zu sehen ist. Es ist <a href="http://images.google.com/images?um=1&amp;hl=en&amp;client=firefox-a&amp;hs=A9C&amp;rls=org.mozilla%3Aen-US%3Aofficial&amp;tbs=isch%3A1&amp;sa=1&amp;q=moebius+arch&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;start=0&amp;social=false">&#8220;der Klassiker&#8221;</a> der Fotografien aus den Alabama Hills. Die Aufnahme entstand kurz vor Sonnenuntergang, und interessanterweise betont der Schatten im Bogen seine Form, so dass der Name sich deutlich abzeichnet: &#8220;Moebius Arch&#8221; heisst er, weil er wie das vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6biusband">Mathematiker Möebius entdeckte &#8220;endlos&#8221;-Band</a> geformt ist. Nur habe ich keine Sekunde lang daran gedacht, dies im Bild auszudrücken.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/27/landschaftsfotografie-sehen-statt-denken/lonepine-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/lonepine-small.jpg" width="450" height="298"  alt="Alabama Hills und Lone Pine Peak, Kalifornien. (©PS)" /></a></p>
<p>Die beiden anderen Bilder sind jeweils vor Sonnenaufgang entstanden und zeigen den Lone Pine Peak &#8211; noch einmal durch den Moebius Arch, der ohne Schlagschatten stärker zur Geltung kommt, und einmal in einer Übersicht, welche die Tiefe und die Unterschiede der Landschaft im Vorder- und im Hintergrund betonen soll (Sekunden vor den ersten Sonnenstrahlen).</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<item>
		<title>Babyfoto: Komposition zählt auch im Studio</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 10:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Ausleuchtung]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Softbox]]></category>
		<category><![CDATA[Studio]]></category>

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		<description><![CDATA[Studiofotografie bietet fast totale Kontrolle, aber ob all der Faktoren darf die Komposition nicht zu kurz kommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Studiofotografie bietet fast totale Kontrolle, aber ob all der einstellbaren Faktoren darf die Bildkomposition nicht zu kurz kommen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/babyaufarm-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/babyaufarm-small.jpg" width="450" height="301"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Mike Hillebrand)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Mein erster Versuch in der Babyfotografie im Studio. mit ISO 100, Blende 8 und einer Verschlusszeit von 1/50 war das wohl eher Zufall, dass ich das so scharf bekommen habe. Ausleuchtung vor einer schwarzen Moltonleinwand war ein Walimex 300 Blitzkopf mit einem Tubus und Wabe und ein Walimex 300 Blitzkopf mit Softbox. Das genaue Setup weiß ich leider nicht mehr.</p></blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://www.mikehillebrand.com">Mike Hillebrand</a>:</strong></p>
<p>Schwarz-weiss-Aufnahme eines auf einem Arm liegenden Babys. Die seitliche Beleuchtung betont die Räumlichkeit des kleinen Körpers, ein Blitz mit Softbox sorgt für einen grossen Reflex in die Augen des Babys. Die nach unten hängenden Arme und der Gesichtsausdruck lassen auf vetrauensvolle Entspanntheit schliessen.</p>
<p>Gleich zum Vornherein:</p>
<p><span id="more-16880"></span>
<p>Ich habe wenig Ahnung von Studiobeleuchtung, kann dazu also nur das Offensichtliche anmerken.</p>
<p>Ich habe mich trotzdem an eine Kritik an dem Bild gewagt, weil ich es für ein Beispiel dafür halte, wie leicht wir uns überfordern: Studiofotografie bietet dem Fotografen die grösstmögliche Gestaltungsfreiheit, erhöht damit aber die Zahl der Faktoren, die es zu beachten gilt, auf ein kaum mehr überschaubares Mass. Und wenn darunter die Bildgestaltung leidet, ist das bei einer Aufnahme wie dieser besonders bedauerlich.</p>
<p>Die Bildkomposition schmerzt auf den ersten Blick fast unerträglich. Mike, die Füsse! Du schneidest dem Baby die Füsse ab!</p>
<p>Und auch wenn es dafür ein Dutzend gute, praktische Gründe gibt &#8211; bei einem Studiobild ist das Abhacken von Körperteilen nicht verzeihbar: Es lässt das ganze Bild flüchtig wirken und zieht soviel Aufmerksamkeit auf sich, dass die ganze Sorgfalt der Inszenierung nachhaltig gestört wird.</p>
<p>Abgesehen davon, dass die winzigen Hände und Füsse an einem Kleinkind neben den Kulleraugen das sind, was uns immer wieder aufs neue fasziniert &#8211; und hier leider auch die Finger nicht zu sehen sind, folgen alle Blicke vom Kopf des Babys unweigerlich der schön geschwungenen Körperlinie zu den Füssen &#8211; die fehlen!</p>
<p>Das fällt extrem auf, weil die Beine zu sehen sind, weil das ganze Bildformat einen kompletten Körper erwarten lässt, weil wir darauf trainiert sind, gerade in Studiofotografien entweder ganze Körper oder klar akzentuierte Details zu sehen. So, wie Du mir das Kleine hier zeigst, will ich die Füsse sehen &#8211; nicht nur, aber auch, und weil sie nicht vorhanden sind, eben erst recht.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/babyquer-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/babyquer-small.jpg" width="220" height="219"  alt="Das Baby, betont im Bild" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><a href="http://fokussiert.com/2010/02/25/babyfoto-komposition-zaehlt-auch-im-studio/babyhoch-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/babyhoch-small.jpg" width="220" height="219"  alt="Das Baby aufgestellt" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a>Die Methode, diese enorme Abwertung des sonst so schön gelungen Fotos nachträglich zu vermeiden, besteht in einem beherzten Schnitt. Denn was bewusst und offensichtlich weggelassen wurde, das vermisse ich nicht &#8211; die Reduktion wird vielmehr Bestandteil des Kunstwerks und verleiht ihm Aussage.</p>
<p>Wenn die Körperform des Babys Dein Motiv war, hättest Du den ganzen Körper zeigen müssen. Wenn sein Gesichtsausdruck, das Vertrauen in die Hand, die geschwungene Linie des liegenden Oberkörpers dein Motiv war, dann hättest Du das Bild von Anfang an so Komponieren können, wie ich es hier geschnitten habe. (Als Variante noch die Aufgestellte Version &#8211; verspielt, aber witzig.)</p>
<p>Das Beispiel zeigt wohl deutlich, dass in der Weglassung mehr Aussage steckt, dass das ganze Bild bestimmter, fertiger, abgeschlossener wirkt als das Ausgangsbild, dem so offensichtlich etwas fehlt.</p>
<p>Was die Technik angeht, frage ich mich eigentlich nur, warum Du diese Blende-ISO-Zeit-Kombination gewählt hast, wo doch eigentlich überall zugunsten einer kürzeren Zeit minim hätte geschraubt werden können, um die Schärfe zu garantieren.</p>
<p>Was die Ausleuchtung angeht, bin ich wie gesagt Laie und finde sie gelungen, auch wenn mich der etwas zu harte Schlagschatten des Baby-Arms auf dem Träger-Arm stört.</p>
<p>Die Reflexionen der Softbox in den Augen allerdings sind mir deutlich zu gross und zu rechteckig. Vielleicht weiss jemand mit mehr Erfahrung, wie sich das vermeiden liesse und gibt seine Ratschläge zur Ausleuchtung in den Kommentaren zum Besten?</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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		<title>Extreme Perspektiven: Blick nach oben</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/24/extreme-perspektiven-blick-nach-oben/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/24/extreme-perspektiven-blick-nach-oben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 11:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sofie Dittmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Blickwinkel]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man sich die Zeit nimmt, eine Szene aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten, entsteht meist ein besseres Bild. Oft genügt ein Blick nach oben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn man sich die Zeit nimmt, eine Szene aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten, entsteht meist ein besseres Bild. Oft genügt ein Blick nach oben.</h4>
<p><em><a href="http://fokussiert.com/2010/02/24/extreme-perspektiven-blick-nach-oben/baumkronen-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/baumkronen-small.jpg" width="450" height="300"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Klaus Reichle)." /></a></em></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote><p>Ein imposanter Zedernwald in Japan aus spezieller Perspektive</p></blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Sofie Dittmann">Sofie Dittmann</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Klaus Reichle<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Zwei Dinge, die bei einer Aufnahme immer zu kontrollieren sind ist, wo man steht, und wann man auf den Auslöser drückt. Das mag banal klingen &#8211; wenn es aber so einfach wäre, würden wir alle immer im perfekten Moment vom perfekten Standpunkt aus das perfekte Foto schießen.</p>
<p>Viele Anfänger tendieren dazu, die Kamera wagerecht auf ein Objekt oder eine Person auf Augenhöhe zu richten. Viele Situationen, viele Szenen erschließen sich einem aber erst, wenn man die Perspektive ändert. Das kann so einfach sein, wie in einem Wald nach oben zu schauen:</p>
<p><small><a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/"></a></small> </p>
<p><span id="more-16854"></span>
<p>Dein Motiv ist zwar nicht neu, aber Du hast ihm einen gewissen Pfiff verliehen, indem Du hier mit einer Brennweite von 16 mm fotografiert hast. Das verzerrt, hilft aber auch mit, mehr des Motivs ins Bild zu holen. Hier funktioniert es besonders gut, weil die Form der Baumkronen dadurch noch mehr hervorgehoben wird. Sie sehen fast wie Staubwedel aus.</p>
<p>Auch hast Du hier den Stamm des Baumes, der Deinen Blickfang bildet, in der rechten unteren Ecke auftreffen lassen, was ich sehr gelungen finde. Er dominiert das Foto, was wohl Absicht war, und so kommt er gekonnt zur Geltung.</p>
<p>Obwohl der Wipfel des Baumes genau in der Mitte der linken und rechten Bildhälfte liegt, entsteht dadurch genügend visuelles Interesse, um das Foto nicht langweilig erscheinen zu lassen. Es wäre interessant gewesen, noch andere Varianten dieses Motivs zu Gesicht zu bekommen &#8211; beispielsweise hochkant, direkt am Stamm entlang nach oben.</p>
<p>Man könnte noch diskutieren, ob die Farben in diesem Foto nicht etwas zu matt sind, und ob es in schwarz-weiß noch stärker wirken würde. Es wirkt für mich nicht so, als wäre es nachbearbeitet worden, oder zumindest nicht sehr.</p>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/24/extreme-perspektiven-blick-nach-oben/mehrfarbkontrast-png/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/mehrfarbkontrast-small.png" width="220" height="146"  alt="Mehr Farbkontrast" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a><a href="http://fokussiert.com/2010/02/24/extreme-perspektiven-blick-nach-oben/schwarzweiss-png/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/schwarzweiss-small.png" width="220" height="146"  alt="Sdchwarz/Weiss" align="left" hspace="5" vspace="5"/></a> </p>
<p>Es ist zwar im Wald fotografiert, aber man könnte die Farben noch eine Idee verstärken. Das geht in jedem Bildbearbeitungsprogramm. Ich selbst habe Photoshop benutzt, um den Farbkontrast noch etwas zu erhöhen. Mit Betonung auf &#8220;etwas&#8221;, denn eine übermäßige Korrektur wäre der Sache abträglich.</p>
<p>Als großer Fan von Schwarzweißfotos habe ich auch tatsächlich ausprobiert, was Silver Efex aus diesem Foto machen würde.</p>
<p>Insgesamt meines Erachtens ein gelungenes Bild.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Morgentau-Grashalm: Braucht keine Story</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/23/morgentau-grashalm-braucht-keine-story/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/23/morgentau-grashalm-braucht-keine-story/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 09:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Sennhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bokeh]]></category>
		<category><![CDATA[Makrofotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Schärfe]]></category>
		<category><![CDATA[Tautropfen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nicht jede Fotografie braucht eine "Geschichte". Ein wirklich gutes Bild lässt sie im Kopf des Betrachters entstehen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Nicht jede Fotografie braucht eine &#8220;Geschichte&#8221;. Ein wirklich gutes Bild lässt sie im Kopf des Betrachters entstehen.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/23/morgentau-grashalm-braucht-keine-story/grashalme-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/grashalme-small.jpg" width="300" height="299"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Florian Beyer)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Hallo, tja, irgendwann einmal beim Weg zur Arbeit machte ich an einer taufeuchten Wiese halt, um ein paar Fotos zu schießen. Dabei ist dieses hier entstanden. Da ich immer sehr gerne die Kritiken hier auf fokussiert lese, lernt man mit der Zeit ja, auf was es ankommen sollte. Ein Punkt, der fast immer angesprochen wird ist die Geschichte, die ein Foto erzählen kann oder sollte. Aber kann man so etwas auch auf die Makrofotografie anwenden? Daher lege ich in diesem Bild eher wert auf die technische und kompositorische Bewertung des eingereichten Fotos. Schon einmal Danke dafür.</p>
</blockquote>
<p><strong><a href="http://fokussiert.com/autoren/Peter Sennhauser">Peter Sennhauser</a> meint zum Bild von <a href="http://olfo.deviantart.com/">Florian Beyer</a>:</strong></p>
<p>Ein taufrischer Grashalm in der Morgensonne vor einer Wiese, fotografiert mit Makro und weit geöffneter Blende. Der Hintergrund verschwimmt in zahllosen, verschieden grossen Bokeh-Kreisen, deutet das Umfeld aber mit hochschiessenden Schatten an.</p>
<p><span id="more-16838"></span>
<p>Der Grashalm selber windet sich von rechts unten in den Vordergrund des Bildes. Die Schärfe liegt auf einigen der dicht gedrängten Tropfen in der Biegung des Blattes.</p>
<p>Florian, ich weiss nicht, welche Kritiken Du ansprichst, aber ich habe schon lange keine mehr gesehen, die eine Geschichte im Bild <strong>verlangt</strong>. Abgesehen davon würde ich behaupten, dass es sich dabei jeweils um einen ganz bestimmtes Genre handelt &#8211; Strassenfotografie braucht eine Geschichte, eine Reportage braucht eine Geschichte, oder ein Studiobild, das als Stockfoto verkauft werden soll.</p>
<p>Daneben gibt es aber unzählige Genres, die vom Bild als solchem, von grafischen Eindrücken, Landschaften, Farben und Formen leben und dabei nur eine Bedingung erfüllen müssen: Die Betrachterin dermassen stark faszinieren, dass sie ihre eigene Geschichte zum Bild im Kopf entstehen lässt.</p>
<p>Mit diesem Bild lieferst Du mir mehr als eine vorgegebene Geschichte. Es ist das Setting für einen romantischen Morgen, die Geschichte einer Ameise, der Kameraschwenk zum Beginn eines Tages auf einem Bauernhof&#8230; das schöne daran ist ja grade, dass dieser Typ Fotografie Raum lässt für Vorstellung und Phantasie.</p>
<p>Solange das Bild einen zu fesseln vermag und die berüchtigten zehn Sekunden standhält, ist das erste Etappenziel erreicht.</p>
<p>Das ist hier sicherlich der Fall. Die Faszination geht von der Einfachheit des Motivs und der darin verborgenen Komplexität aus: Wie viele Tropfen können auf einem Grashalm sitzen? Wo stammen sie her? Warum perlen sie nicht sogleich ab? Wie entsteht diese faszinierende Oberflächenspannung?</p>
<p>Und all das wiederholt sich im Hintergrund millionenfach, angedeutet durch das Bokeh, das in solch einer Aufnahme kaum besser angebracht werden könnte.</p>
<p>Was mich stört, ist die zu geringe Schärfentiefe. Es ist sinnvoll, den unteren Teil des Grasblattes in der Unschärfe verschwinden zu lassen, und Deine Position war dafür perfekt gewählt.</p>
<p>Leider aber ragt die Spitze des Blattes in die Vordergrund-Unschärfe. Das ist deshalb unglücklich, weil der Fokus in den Tropfen gesucht werden muss und der Blick natürlicherweise zuerst auf die Blattspitze fällt, die unscharf ist und den Eindruck erwecken könnte, das ganze Bild sei unscharf.</p>
<p>Ausserdem fällt der Horizont (sehr gut platziert) leicht nach rechts ab, was ja bei einer Wiese durchaus sein kann, hier aber auf den zweiten Blick auffällt. Ich hätte ihn wahrscheinlich gerade gerückt &#8211; was durchaus möglich ist, weil die Grashalme allesamt nicht sauber vertikal stehen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Selbstporträt: Das Fenster als Softbox</title>
		<link>http://fokussiert.com/2010/02/22/selbstportraet-das-fenster-als-softbox/</link>
		<comments>http://fokussiert.com/2010/02/22/selbstportraet-das-fenster-als-softbox/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Kneschke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Seagull]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstporträt]]></category>
		<category><![CDATA[Softbox]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Weisse Vorhänge vorm Fenster am Morgen bieten einen kostenlosen Softbox-Effekt.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine ruhige Morgenstimmung fängt man am besten mit natürlichem Licht ein. Wer &#8211; wie hier &#8211; weiße Vorhänge vor das Fenster zieht, erhält als Bonus gleich einen unbezahlbaren Softbox-Effekt.</h4>
<p><a href="http://fokussiert.com/2010/02/22/selbstportraet-das-fenster-als-softbox/softbox-jpg/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2010/02/softbox-small.jpg" width="300" height="305"  alt="Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Steffen Jörg)." /></a></p>
<p><strong>Kommentar des Fotografen:</strong></p>
<blockquote>
<p>Dieses Bild mag ich sehr, weil es so geworden ist, wie ich es mir vorher vorgestellt habe. Das ist leider bisher nur selten der Fall. Ich mag besonders die Lichtstimmung &#8211; obwohl ich mir genau bei dieser auch wieder unsicher bin, ob sie dem Bild &#8220;gut tut&#8221;. Das Bild wurde an einem Sonntag Morgen mit meiner alten Seagull aufgenommen. ISO war 100 und Belichtungszeit ca. 1/30; Blende 8. Bin mir aber bei den Parametern nicht mehr sicher. Es handelt sich quasi um ein Selbstportrait und wurde per Selbstauslöser gemacht. Wie gesagt, bin ich mir über die Farbe des Lichts noch unsicher. Obwohl Sie der Realität sehr nahe kommt. Außerdem stört mich selbst, dass der Vorhang ein Trapez formt und nicht gerade fällt. Ich fotografiere noch nicht sehr lange und würde mich gerne verbessern.</p>
</blockquote>
<p><strong>Profi <a href="http://fokussiert.com/autoren/Robert Kneschke">Robert Kneschke</a> meint zum Bild von <!---webseite-->Steffen Jörg<!---webseitenende-->:</strong></p>
<p>Der Trick ist einfach, aber sehr effektiv. Man nehme ein sonnenbeleuchtetes Fenster, ziehe weiße Vorhänge davor und &#8211; schwupps &#8211; ergibt das einen samtweichen Softbox-Effekt. Den hast Du bei diesem Selbstportrait genutzt.</p>
<p><span id="more-16827"></span>
<p>Doch nicht nur das gleichmäßige, natürliche Licht tragen dazu bei, dass das Foto gelungen wirkt. Auch die Kameraperspektive neben dem Schlafenden wirkt echt und natürlich, als ob der Betrachter gleich daneben im selben Bett liegen würde.</p>
<p>Über den sichtlichen Farbstich ins Blaue kann man geteilter Meinung sein. Ich finde ihn hier sehr passend, da so der Kontrast zwischen dem Innenraum und dem durch das Sonnenlicht wärmer leuchtenden Fenster gut verstärkt wird. <strong>Außerdem ist Blau/Orange (wenn hier auch eher in den Pastell-Varianten vorhanden) oft ein wirksamer Komplementärkontrast.</strong></p>
<p>Trotzdem gibt es noch Raum für Verbesserungen. Mir selbst würde mehr Schärfe auf dem Körper gefallen, aber angesichts der entspannten Morgenstimmung im Bild würde ich sie nicht als Muss sehen.</p>
<p>Der Bildaussage etwas abträglich &#8211; vor allem, wenn es als Selbstportrait gezählt werden soll &#8211; ist die Position des Kissens links unten im Bild. Das hätte ruhig ein, zwei Zentimeter tiefer liegen können, um den (Hinter)Kopf besser und schneller erkennen zu können.</p>
<p>Aus dem gleichen Grund hätte der Rahmen auf dem Nachttisch links auf Mittelhöhe vor dem Fotografieren entfernt werden können. Auch der Kissenrest auf gleicher Höhe rechts am Bildrand lenkt etwas ab. Aber das sind Kleinigkeiten.</p>
<p>Insgesamt ist Dir ein harmonisches Bild mit ungewohnter, aber guter Komposition und einer überzeugenden Lichtstimmung gelungen.</p>
<p><small><strong>In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen</strong> im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.<br />
<strong>Mehr</strong> <a title="Leser reichen Bilder zur Kritik durch Profis ein" href="http://fokussiert.com/2007/12/05/experten-analysieren-eure-fotosstellt-euch-der-kritik/">über die Profi-Bildkritik</a> erfahren / <strong>Eigene</strong> <a title="Fotos von Profis kritisieren lassen" href="http://fokussiert.com/bilder-zur-kritik-einreichen/">Bilder zur Kritik einreichen.<br /></a></small></p>
<br /><table width="100%" cellspacing="0"><tr><td><b><u>Verwandte Artikel</u></b></td></tr><tr><td><table cellspacing="2" cellpadding="0" bgcolor="#ffffff" width="100%"><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/09/09/selbstportraet-mit-taschenlampe-das-auge-im-color-key/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/09/augenselbstportraet-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/09/09/selbstportraet-mit-taschenlampe-das-auge-im-color-key/">Selbstporträt mit Taschenlampe: Das Auge im Color-Key</a></b><br /><font size="2">Porträts sollten die Augen einer Person in Szene setzen - Eein Auge allein verlangt etwas mehr. </font><font color="#aaa">(9. September 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/07/30/treppe-ins-dunkle-perfekt-totgeblitzt/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/07/treppeinsdunkle-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/07/30/treppe-ins-dunkle-perfekt-totgeblitzt/">Treppe ins Dunkle: Perfekt totgeblitzt</a></b><br /><font size="2">Fotografieren mit Blitz ist bisweilen auch unterwegs im Freien sinnvoll. Allerdings kann das Kunstlicht auch die Stimmung völlig vernichten. </font><font color="#aaa">(30. Juli 2009)</font></td></tr><tr><td width="60"><a href="http://fokussiert.com/2009/07/27/low-light-konzept-portraet-mischung-aus-modell-und-freak/"><img src="http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/07/freakportrait-neu.jpg" height="55" width="55" border="0"></a></td><td><b><a href="http://fokussiert.com/2009/07/27/low-light-konzept-portraet-mischung-aus-modell-und-freak/">Low-Light Konzept-Porträt: Mischung aus Modell und Freak</a></b><br /><font size="2">Fotografien in in Low-Light-Verhältnissen verlangen besondere technische Sorgfalt. </font><font color="#aaa">(27. Juli 2009)</font></td></tr></table></td></tr></table><br /><p><small>ANZEIGE</small><br /><a href="http://jobs.netzwertig.com/add/" target="_blank"><img src="http://jobs.netzwertig.com/wp-content/uploads/2009/09/jobboard_feedfooter.png"></a></p>]]></content:encoded>
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