Landschaft mit Schafen:
Smartphone-Fotoromantik

Eine gute Fotografie braucht nicht unbedingt eine hohe Auflösung. Bisweilen kann der „Weichzeichner“ einer Pixelreduktion sogar einen zusätzlichen Reiz ins Bild bringen.

iPhone-Foto: Schafe in grüner Landschaft

Schafe vor Grün iPhone 4S © Kerstin Hermelink

Kerstin Hermelink aus München schreibt: Diese Aufnahme habe ich im Sommer 2016 mit einem i-Phone im Northumberland National Park gemacht, in einer völlig menschenleeren Landschaft.

Smartphone (oder iPhone-)-Fotografie ist ja inzwischen, wenn man den Kursangeboten folgt, eine eigene fotografische Disziplin. Das hat durchaus seine Berechtigung, denn die technischen Eigenschaften wie auch die ungewohnte Handhabung der Geräte verlangen in paar eigene Regeln, damit man das einfängt, was man gesehen hat. Hier ist ein wunderbares Bild gelungen, das trotz oder sogar wegen der geringen Auflösung bezaubert.

Weiterlesen

Tierfotografie:
Soaking up the Sun

Für angehende Tierfotografen sind Reptilien dankbare Modelle: Sie halten wenigstens zeitweise absolut still. Wie diese Echse in Arizona.

eidechse

Canon EOS 550D, EF70-300mm f/4-5.6 IS USM 160mm, 1/200s, f/10, ISO 100, © Jean-Claude Thelen

Jean-Claude Thelen aus Ottery St. Mary, UK: Ich habe diese Eidechse im Saguaro National Park in Arizona fotografiert, eins von den einzigen Tieren das mir Zeit gelassen hat mit den Kamera herum zuspielen. Ich sass ein paar Stunden im National Park um Tiere zu fotografieren und ich glaube dass diese meine beste Aufnahme ist.

 

Sie sind zwar blitzschnell, wenn sie laufen, aber wenn sie stillstehen, dann stehen sie STILL: Eid- und andere Echsen sind perfekt für Fotografinnen und Fotografen, die keine bewegten Ziele in den Fokus kriegen.

Weiterlesen

Orang Utan:
Ein Bild auf den Punkt bringen

Mit wenigen Schritten kann man in Lightroom ein gutes Ausgangsfoto extrem aufwerten. Bildschnitt, Kontraste und Lichtführung bringen das Bild auf den Punkt.

orangutan

Simon K aus Heusweiler schreibt zu diesem Bild: „Orang Utans sind sehr gefährdete Tiere. Mein Traum ist es einen in freier Wildbahn zu sehen. Leider war mir das bisher nur in Zoos möglich, doch dort sehe ich immer öfters eine Traurigkeit in ihren Augen.“

Du hast bei Deinem Foto ein gutes Auge gehabt und die Motiv-Situation des Orang Utans erkannt und im Bild festgehalten. Es scheint, dass der Orang Utan Blickkontakt zum Betrachter aufnimmt, was meiner Meinung nach das existentielle an diesem Foto ist. Dass er einen traurigen Blick hat, finde ich eigentlich nicht.

Weiterlesen

Ameisen-Dinner:
Wie gross ist ein Makrofoto?

Makrofotografie will Kleines möglichst gross abbilden. Ein hochwertiger, grosser Sensor tut dies aber etwas weniger stark als ein kleiner. Und es ist nur eine mässig gute Idee, das Foto nach der Aufnahme weiter zu vergrössern.

Ameisen beim Fressen Makrofotografie

Canon EOS 50D mit Tamron SP 90mm F/2.8 Di VC USD MACRO1:1 bei Blende 9, Belichtungszeit 1/125, 90.0 mm und ISO 800. © Markus Kellmann

Markus Kellmann aus Harpstedt schreibt zu diesem Bild:  Das Foto der Ameisen ist mir diesen Sommer gelungen. Nachdem ich lange erfolglos versucht habe sie an ihrem Loch zu fotografieren, habe ich einen Trick angewendet, um sie länger in Ruhe vor mir zu haben. Ich habe einen Tropfen Sirup auf die Steine geträufelt…und schon waren sie da…und blieben auch.

Was ist der Vergrösserungsfaktor eines Makro-Objektivs? Und was ist ein formatfüllendes Motiv? Dieses Bild wirft solche Fragen auf.

Farbfotografie fressender Ameisen: Wir sehen im Bildzentrum zwei Tiere, die an einem roten Berg in der rechten Bildseite zu fressen scheinen. Das vorne in der Schärfentiefen-Ebene liegende Tier spiegelt sich in der roten Masse, die bei genauem Hinsehen eine Flüssigkeit mit grosser Oberflächenspannung zu sein scheint. Weiterlesen

Annakolibri:
„Schnellschuss“, gelungen

Kolibris im Flug zu fotografieren, ist schwierig, obwohl sie vor den Futterblüten stehen bleiben. Hier ist es mit kurzer Verschlusszeit gelungen.

Annakolibri im Flug

Annakolibri – Canon EOS 100D 1/4000s bei Blende 5.6 mit 250mm Brennweite und ISO 640. © Matthias Hoffmann

Matthias Hoffmann aus San Carlos schreibt zu diesem Bild: Ein Schnappschuss bei uns im Garten. Der Kolibri nascht an einem mexikanischen Salbei. Das ganze ist mit verhältnismäßig einfachen Mitteln aufgenommen: Canon 100D und 55-250mm Objektiv (zusammen unter $600), kein Blitz, da hilft die kalifornische Sonne.

 

Heimweh ist das erste, was mich beim Anblick dieser Vogel-Fotografie (Affiliate-Link) ankommt – selbst im kühlen San Francisco waren die surrenden Winzvögel häufige Gäste an meiner Feuerleiter (Zuckerwasser vorausgesetzt). Sie sind nicht einfach zu fotografieren, aus mehreren Gründen.  Weiterlesen

Waldweg:
Fotografisches Haiku

Der Wald ist uns lieb, aber als Fotomotiv eine echte Herausforderung: Man sieht ihn vor lauter Bäumen nicht. Dennoch gibt es Linien und Möglichkeiten für eine Komposition.

Waldweg in Schwarz-Weiss

Aufgenommen mit: Canon EOS 40D + Tokina 12-24 mm f/8.0; 1/160s; ISO 200; 12,0 mm

Dirk Altehoefer aus Wittenbach: Waldweg. Bearbeitet mit RawTherapee. Umwandlung in sw; Kontrast angepasst und dann das Format von 3:2 auf 4:3 zugeschnitten.
So wollte ich die Bildaussage verdichten.

Es ist schwierig, Wald gekonnt zu fotografieren (Affiliate-Link). Einmal, weil man sich gezwungenermaßen auf etwas konzentrieren muss, was aber eben ob der Bäume schwerfällt. Und außerdem, weil das Auge an nichts wirklich hängen bleibt. Man schwimmt visuell im Grünen, und das kann sehr schnell langweilig werden. Ich selbst fotografiere deshalb nicht oft Wald – ich möchte immer irgendwie jemanden mitten hineinstellen. Aber davon unten mehr. Weiterlesen

Langzeit-Belichtung aus der Hand:
Flatterhaft

Was wir angesichts der digitalen Technik häufig vergessen: Dass man auch mit diesen Kameras spannende Langzeit-Aufnahmen, Mehrfach-Belichtungen und andere kreative „Fehler“ machen kann.

Möwen in Langzeitbelichtung

Nikon D5500,1/4s bei Blende 18 mit 105mm Brennweite und ISO 100 © Ingrid Steinmel

Ingrid Steinmel aus Kriftel schreibt zu diesem Bild: Aufgenommen bei Sonnenuntergang in Ahlbeck auf Usedom mit einer Nikon D5500 mit AF-S Nikkor 18 – 105 mm. Eine Frau warf von der Seebrücke aus Brotstückchen in die Luft und ich habe einige Aufnahmen von den Lachmöwen, die nach dem Brot gejagt haben, gemacht. Dieses Bild gefällt mir besonders gut, weil zwei der Vögel noch erkennbar sind, der Rest aber nur noch schwirrende Formen vor einem tiefblauen Meer. Die Bildaufteilung ist unter den Umständen Glücksache, von daher konzentriert sich das Geschehen in den oberen zwei Drittel. Mich würde interessieren, ob ich es mit der Nachbearbeitung hinsichtlich der Farben übertrieben habe.

Ich hatte diese Ausnahme markiert und wollte sie schon für später reservieren, wenn ich wieder an einem kalibrierten Bildschirm sitze. Schliesslich fragst Du nach den Farben. Und die wollte ich nicht am Notebook-Computer im Zug beurteilen. Und dann dachte ich: Kann man es denn mit der Farbe übertreiben?

Weiterlesen

Schmetterling im Flug:
Ohne Tricks und Technik

Insektenbilder gibt es so viele, da braucht eine Fotografie das gewisse Etwas. Zum Beispiel muss der Schmetterling im Flug zu sehen sein – wozu viele Makrofotografen komplizierte Installationen mit viel Elektronik benutzen, ist hier aus der Hand gelungen.

kohlweissling

Kohlweissling im Flug. Nikon D3100, 1600/s, f/6.3 bei 55mm und ISO 400. © Markus Geier

Markus Geier aus 55270 schreibt zu diesem Bild: Kohlweißling nach einer halben Stunde Verfolgungsjagd endlich erwischt

Es gibt Lichtschranken, (Affiliate-Link) Fokus-Auslöseprogramme und ganze Wälder von Hintergründen, die man im Freien aufstellen kann, um Insekten in die Fotofalle zu locken und automatisch rechtzeitig auszulösen: Damit lassen sich faszinierende Insektenfotografien erstellen, die anders sind und sich verkaufen lassen.

Oder man verfolgt im Garten einen Flatterling und schiesst so lange Fotos, bis man ihn irgendwo sauber draufhat. Das scheint Deine Methode gewesen zu sein, und ich kann Dir zum Resultat nur gratulieren.

Weiterlesen

Elefantenporträt:
Die Situation nutzen

Tierfotografie in freier Wildbahn ist etwas ganz besonderes. Sie sollte deswegen unbedingt als solche erkennbar sein.

Foto eines Elefanten in freier Wildbahn ©

Nikon D750: 1/640s bei Blende 4 mit 120mm Brennweite und ISO 100 © Marius Druschke

Marius Druschke schreibt zu diesem Bild: Dieses Bild habe ich auf einer Safari in Südafrika aufgenommen. Im Jeep war der Blickwinkel immer wieder sehr eingeschränkt, so dass ich die Wahl des Ausschnitts nur bedingt beeinflussen konnte. Es war mir wichtig das Gesicht des Elefanten ins Zentrum des Bildes zu rücken. Um so nahe wie möglich ran zu kommen habe ich darauf verzichtet das Tier bis zu den Füßen zu fotografieren. Zum weiteren hervorheben habe ich den Hintergrund etwas Unscharf gestaltet, ohne dass er komplett verschwimmt.

Grosse Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren: Wahrscheinlich ein Traum vieler Fotografinnen und Fotografen. Du hast ihn verwirklicht und dieses gelungene Porträt eines Elefanten geschossen.-

Es handelt sich um eine Farbfotografie eines afrikanischen Elefanten. Das Tier ist, von schräg hinten wahrscheinlich im Mittagslicht beschienen, dem Betrachter zugewandt. Der Bildausschnitt zeigt den Kopf bis zu den Stosszähnen und einen kleinen teil der Umgebung, vor allem einen Busch oder Baum, der hinter dem Tier emporragt. Weiterlesen

Schmetterlingsaufnahme:
Zuviel drumrum?

Bei manchen Fotos kann der Raum um das eigentliche Motiv jenes überwältigen – oder aus dem ganzen ein interessantes Suchbild machen, das illustriert, wie gut sich manche Tiere an ihre Umgebung angepasst haben. Letztlich entscheidet der Fotograf, aber auch der Betrachter.

Kamera: SLT-A58 Aufnahmedaten: 1/400s bei Blende 71/10 mit 2000/10mm Brennweite und ISO 100 - Richard Göppel

Kamera: SLT-A58 Aufnahmedaten: 1/400s bei Blende 71/10 mit 2000/10mm Brennweite und ISO 100 – Richard Göppel

Richard Göppel aus Dillingen schreibt zu diesem Bild:

Der eigene Garten orange Blumen oranger Schmetterling ein wenig grüner Kontrast und fertig ist ein ansprechendes Bild,oder geb ich mich einer Täuschung hin.

Naturbilder sind so eine Sache. Man hat diese Motive schon oft geboten bekommen, und es ist schwierig, noch etwas Neues aus dem Thema herauszuholen. Weiterlesen