257 Artikel in der Kategorie Bildkritik auf fokussiert.com.

Schlange im Sand:
Schneidende Schärfe

Peter Sennhauser, 7. November 2008 um 13.38 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Geringe Schärfentiefe zeichnet gute Objektive aus und eröffnet Möglichkeiten zur Bildgestaltung. Sie kann aber auch eigenartige Effekte verursachen.

Kommentar des Fotografen:

Diese Ringelnatter fungierte als Testobjekt für meine erst DSLR. Aufgenommen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Beyer:

Was grenzt Spiegelreflexkameras von kompakten digitalen ab und wird es immer tun? Die Schärfentiefe. Denn wohl kann das Verhältnis von Brennweite zu Blende, nicht aber die physikalischen Eigenschaften der Lichtbrechung so beliebig miniaturisiert werden wie viele andere technische Eigenschaften.

Deswegen eröffnen sich Dir als Fotografen mit einer Spiegelreflex ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten - und je mehr Geld Du ausserdem für teures Glas in Form lichtstarker Objektive ausgeben magst, desto grösser wird der Spielraum.

Die Schärfentiefe, also die “Dicke” jener “Schicht” im Raum vor Deinem Objektiv, in deren Bereich liegende Motive scharf abgebildet werden, nimmt bei grosser Blende (kleine Blendenzahl) ab:

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Morgenschwimmer:
Ruhe ohne Pol

Peter Sennhauser, 5. November 2008 um 15.59 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Landschafts- oder Szenenfotografie? Es zahlt sich nicht immer aus, eigentlich unerwünschte Elemente ins Bild einzubeziehen: Dabei geht der Fokus der Bildgestaltung schnell verloren.

Kommentar des Fotografen:

Älteres Paar, das ich am frühen Morgen beim Schwimmen \”erwischt\” habe. Das Foto ist im Oktober an der Ostsee entstanden.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Franziska Zuber:

Zwei ältere Schwimmer am frühen Morgen also. Ja, wenn man genau hinguckt, erkennt man zwei Personen im Wasser. Ich wette allerdings darauf, dass das nicht das war, was Du Dir ursprünglich zu fotografieren vorgenommen hattest:

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Mädchenporträt:
Raum für den Blick

Peter Sennhauser, 4. November 2008 um 11.27 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Schnappschussportäts sind ein Risiko. Häufig scheitern ansonsten grossartige Bilder an einem unglücklichen Ausschnitt. Daran ist der Autofokus mitschuldig.

Kommentar des Fotografen:

Die Serie mit meiner jüngeren Schwester habe ich letzten Sommer an einem See aufgenommen. Ich wollte den Übergang vom Kind-Sein zum Erwachsenwerden zeigen, die Nachdenklichkeit, die ebenso Kindern wie Erwachsenen eigen ist.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Jeannine Jentsch:

Vor rund einem halben Jahr habe ich das erste Bild aus dieser Serie besprochen. Hier sehen wir das gleiche Mädchen, schätzungsweise in der gleichen Örtlichkeit, aber diesmal in schwarz/weiss und ohne jeden Hintergrund.

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Action-Porträt:
Volltreffer

Peter Sennhauser, 3. November 2008 um 10.11 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Im Studio entstehen kunstvoll präparierte Porträts vor endlos-Hintergründen und mit sorgfältig ausbalancierter Beleuchtung. Das spontane Shooting dagegen hat Seele.

Kommentar des Fotografen:

Ein spontanes Shooting beim Herumalbern mit meinen Sohn.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Mario Mertsch:

Da gibt es diesen Witz - die Besucherin fragt die Gastgeberin beim Diner: “Sind das Dosenerbsen?” - “Nein, sind selbstgezogen aus dem Garten!” - “Erstaunlich. Schmecken wie aus der Dose.”

Ich hab ihn auch nie wirklich kapiert, aber er scheint mir hier angebracht:

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Superzoom-Makro:
Echse ganz nah

Peter Sennhauser, 30. Oktober 2008 um 18.24 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Makrofotografie mit dem Superzoom: Mit langer Brennweite lässt sich Tiefe in die Miniatur bringen.

Kommentar des Fotografen:

Makro-Aufnahme eines Gekkos auf der Veranda des Ferienhauses in Italien. Da der Gekko bereits seinen Schwanz verloren hat, musste ein akzeptabler Blickwinkel her - die Lösung war das Blatt im Vordergrund. Das Tier wollte nur kurz hinhalten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Schroff:

Diese Echse sitzt schon sehr lange in unserer Datenbank - dabei blickt sie so freundlich zwischen den Blättern hervor, dass man sich durchaus mal ihrer annehmen dürfte.

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Obdachlos:
Sozialkritik mit Engagement

Peter Sennhauser, 29. Oktober 2008 um 16.26 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Sozialkritische westliche Fotografie findet in Obdachlosen ein dankbares Motiv. Es ist allerdings sehr ausgereizt und stellt hohe Anforderungen, um nicht effekthascherisch zu wirken.

Kommentar des Fotografen:

Berber. Ein Wohnungsloser in Konstanz - am schönen Bodensee. Aber eigentlich ist das egal, denn dieses Bild könnte auf der ganzen Welt aufgenommen worden sein. Und genau darum geht es! Die Langzeitbelichtung als Mittel der Kommunikation für eine Gesellschaft, die Werte wie Solidarität, Liebe und Freundschaft durch “Unwerte” wie Ignoranz und Egoismus ersetzt zu haben scheint. Auch darum - und nicht nur aus ästhetischen Gesichtspunkten - ist das Bild in SW gehalten.

Die Aufteilung ist sehr bewusst gewählt, um westliche Sehgewohnheiten und gestalterische Grundregeln wie rechts-links (rückschritt, negativ, …) und li-re (fortschritt, postitiv, schön, …) gross-klein und hell-dunkel auszunutzen. Das wars eigentlich. Würde mich über die Massen über eine Kritik freuen.

MR ist übrigens vorhanden, falls es rechtliche Fragen gibt. Und zum Schluss noch ein großes Dankeschön an die Macher und Initiatoren dieser Seite. Grandios, die Möglichkeit der Bildkritik für junge und unerfahrene Fotografieneulinge wie mich.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thommy Gebhardt:

Fotografie soll Menschen berühren. Wer sich mit dieser Kunst auseinanderzusetzen beginnt, möchte bald schon die Welt verändern und eindeutige Aussagen machen.

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Zwiegespräch:
Strassen-Schnappschuss

Peter Sennhauser, 28. Oktober 2008 um 17.18 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die Begegnung zweier fremder Menschen zu beobachten und auch noch zu fotografieren ist eine spannende Angelegenheit. Die Herausforderung besteht darin, das Optimum einzufangen, ohne die Interaktion zu stören.

Kommentar des Fotografen:

Andalusisches Fest zum Ende des Sommers: Hinter den Kulissen ein alter Herr mit seinem Hund, der mit jedem, der sich ihm nähert, auch gerne mal ein Schwätzchen hält - ob man nun will oder nicht. In der Aufnahme ging es mir einerseits um die pure Situation, anderseits um den Kontrast zwischen den Personen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Patrick Figaj:

“Menschen zusehen” ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen in Städten und auf Reisen. Am Rande postiert, könnte ich den Ein- und bisweilen Zwei- und Dreiaktern auf Gehsteig und Strasse stundenlang zusehen:

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Das Schlossbild:
Architektur mit Anforderungen

Douglas Abuelo, 27. Oktober 2008 um 12.00 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Architekturfotografie hat spezielle Anforderungen. Einige Faktoren lassen sich dabei beeinflussen, andere nicht. Technische Hilfsmittel gibt es, aber sie sind teuer.

Kommentar des Fotografen:

HDR Aufnahme bestehend aus 9 Aufnahmen (3×3). Aufgenommen mit der Canon EOS 350D und einem Standard-Objektiv von Sigma. Das Panorama zeigt das Schloss Solitude in Stuttgart.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Sascha Ronge:

Architekturfotografie kann bisweilen eine Herausforderung sein. Eine der größten Schwierigkeiten ist die Beleuchtung:

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Stacheldraht:
Hyperperfekt und unvollkommen

Peter Sennhauser, 24. Oktober 2008 um 15.01 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Digitalisierung hat der Fotografie große Veränderungen beschert. Einer der negativen Auswirkungen ist eine übertriebene Perfektion und Leblosigkeit der Bilder.

Kommentar des Fotografen:

Soll düster, beklemmend wirken

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von GreGor Holzner:

Während der letzten Jahre hat die digitale Technologie einen großen Einfluss auf die Fotografie ausgeübt. Für uns alle, die mit dem Verwenden von Film begannen, ist einer der größten Neuerungen die Beschaffenheit und Tiefe, die man mit Digitalkameras im Vergleich zu Fotofilmkameras erreichen kann. Dieses Foto ist ein gutes Beispiel:

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Motorrad:
Perspektiven-Witz

Douglas Abuelo, 23. Oktober 2008 um 11.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Bildaussagen lassen sich verstärken, indem nur jene Elemente ins Foto eingeschlossen werden, die eine Ergänzung zum Hauptobjekt und zur Komposition darstellen.

Kommentar des Fotografen:

Triumph Bonneville in meinem Garten, aufgenommen mit Sony a200 Einstellung AUTO

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Christof Baumgartner:

Als ich das Foto sah, musste ich zuerst ein bisschen lachen. So, wie es gerahmt ist, und wir durch die Blätter lugen müssen, erweckt es den Eindruck der Perspektive eines Motorraddiebes, der grade seine künftige Beute ausspäht. Ich musste mich fragen, warum der Fotograf die Blätter im Bild lassen musste. Wollte er einfach einen Trick anwenden, um zu versuchen, ein ansonsten alltägliches Foto interessanter zu machen?

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