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Tutorial:
Das digitale Belichtungsdilemma (5)

‘Schöne neue Welt’ durch digitale Sensortechnik und Belichtungsautomatik? Leider nicht ganz, wie dieses Tutorial aufzeigen möchte. Eine Bestandsaufnahme mit Lösungsansätzen, die ihren Charakter einer Glosse nicht ganz verbergen kann …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Noch mehr Geschichtliches …
3. Zurück in die Gegenwart …
4. Einige Grundlagen zum vergleichenden Verständnis …
5. Wie die Kamera die Welt sieht …
6. Die Wiederherstellbarkeit der verschiedenen Tonwertbereiche
7. Generelle Empfehlungen zur Belichtungssteuerung
8. Praktische Durchführung der Belichtungssteuerung
9. Umgang mit dem ‘übersteigerten Kontrastumfang’
10. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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9. Umgang mit dem ‘übersteigerten Kontrastumfang’

Wenn der Szenenkontrast den Dynamikumfang unserer Digitalkamera überschreitet, haben wir ein Problem – es ist beträchtlich, weil zugelaufene Schatten und überstrahlte Lichter ohne Detailzeichnung und Tonwertmodulation ‘wie tote Flächen im Bild’ sind; und es wird uns häufig widerfahren, denn eine helle Mittagsszene mit Schattenpartien etwa kann locker 15 bis 20 Belichtungs- bzw. Blendenstufen umfassen (und auch dies nur ohne Einbezug der Sonne).

In dieser Situation stehen uns die nachfolgenden Möglichkeiten zur Verfügung … » weiterlesen

Tutorial:
Das digitale Belichtungsdilemma (4)

‘Schöne neue Welt’ durch digitale Sensortechnik und Belichtungsautomatik? Leider nicht ganz, wie dieses Tutorial aufzeigen möchte. Eine Bestandsaufnahme mit Lösungsansätzen, die ihren Charakter einer Glosse nicht ganz verbergen kann …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Noch mehr Geschichtliches …
3. Zurück in die Gegenwart …
4. Einige Grundlagen zum vergleichenden Verständnis …
5. Wie die Kamera die Welt sieht …
6. Die Wiederherstellbarkeit der verschiedenen Tonwertbereiche
7. Generelle Empfehlungen zur Belichtungssteuerung
8. Praktische Durchführung der Belichtungssteuerung
9. Umgang mit dem ‘übersteigerten Kontrastumfang’
10. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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8. Praktische Durchführung der Belichtungssteuerung

Was ich zu diesem Aspekt zu empfehlen habe, ist mit dem heute weitverbreiteten ‘point and shoot’ (jener ‘schnellen Aufnahme im Vorübergehen also) kaum vereinbar. Es ist eher eine Rückkehr zur gemächlichen Arbeitsweise anspruchsvoller Analogfotografen, nur eben mit digitaler Ausrüstung …

Die entscheidenden Hilfsmittel sind dabei …

  1. ein stabiles Stativ,
  2. ein verfügbarer Live-View-Modus mit Histogrammanzeige,
  3. viel Zeit bzw. Geduld.

Das Stativ benötigen wir, um die gewünschte Szene zunächst stabil einzustellen, um ‘den Kopf und die Hände frei zu haben’ für die nächsten Schritte. Der verfügbare Live-View-Modus mit Histogrammanzeige hilft uns dabei, den Dynamikumfang und die Idealbelichtung festzulegen. Und die erforderliche Zeit und Geduld reduziert zwar die Anzahl der letztlich nach Hause gebrachten Bilder deutlich, birgt aber darüber hinaus den unschätzbaren Vorteil, daß wir mit Muße unsere Überlegungen und Empfindungen zum Motiv entfalten können und so Chancen auf bessere Bilder haben. » weiterlesen

Tutorial:
Das digitale Belichtungsdilemma (3)

‘Schöne neue Welt’ durch digitale Sensortechnik und Belichtungsautomatik? Leider nicht ganz, wie dieses Tutorial aufzeigen möchte. Eine Bestandsaufnahme mit Lösungsansätzen, die ihren Charakter einer Glosse nicht ganz verbergen kann …

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2. Noch mehr Geschichtliches …
3. Zurück in die Gegenwart …
4. Einige Grundlagen zum vergleichenden Verständnis …
5. Wie die Kamera die Welt sieht …
6. Die Wiederherstellbarkeit der verschiedenen Tonwertbereiche
7. Generelle Empfehlungen zur Belichtungssteuerung
8. Praktische Durchführung der Belichtungssteuerung
9. Umgang mit dem ‘übersteigerten Kontrastumfang’
10. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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6. Die Wiederherstellbarkeit der verschiedenen Tonwertbereiche

Wenden wir uns nach dieser Darstellung der kamerainternen Meisterung der Aufnahme nun der Frage zu, inwieweit wir einzelne Bereiche nachfolgend (mittels der digitalen Bildbearbeitung, hier die Möglichkeiten der RAW-Konvertierung und der verschiedenen Grafikprogramme zusammenfassend) noch ausgleichen bzw. wiederherstellen können.

Eingangs sei angemerkt, daß das bei der Aufnahme und zur Bearbeitung gewählte Bildformat eine erhebliche Rolle bei den nachfolgenden Bearbeitungsmöglichkeiten spielt – die besten Aussichten bietet eine Aufnahme im RAW-Format und eine Ausarbeitung im 16-Bit-TIF-Format, während die Aufnahme im (platzsparenden) 8-Bit-JPG-Format bereits eine kamerainterne Bearbeitung (insbesondere Kompression und Schärfung) beinhaltet; ein solches Bild ist quasi ‘schon in der Kamera fertig’ und für eine artefaktfreie Nachbearbeitung verloren. » weiterlesen

Tutorial:
Das digitale Belichtungsdilemma (2)

‘Schöne neue Welt’ durch digitale Sensortechnik und Belichtungsautomatik? Leider nicht ganz, wie dieses Tutorial aufzeigen möchte. Eine Bestandsaufnahme mit Lösungsansätzen, die ihren Charakter einer Glosse nicht ganz verbergen kann …

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1. Einführung
2. Noch mehr Geschichtliches …
3. Zurück in die Gegenwart …
4. Einige Grundlagen zum vergleichenden Verständnis …
5. Wie die Kamera die Welt sieht …
6. Die Wiederherstellbarkeit der verschiedenen Tonwertbereiche
7. Generelle Empfehlungen zur Belichtungssteuerung
8. Praktische Durchführung der Belichtungssteuerung
9. Umgang mit dem ‘übersteigerten Kontrastumfang’
10. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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4. Einige Grundlagen zum vergleichenden Verständnis …

4.1. Analogfotografie

Bild 8: Belichtung und Entwicklung (Quelle: div.)

Bild 8: Belichtung und Entwicklung (Quelle: div.)

Bei der Filmbelichtung wurden durch die Lichteinwirkung zur Aufnahme einige der in der Fotoemulsionsschicht vorhandenen Silberionen (Ag+) zu Silberatomen (Ag) reduziert.

Wegen des geringen Ausmaßes dieser chemischen Reaktion blieb das Belichtungsergebnis so lange unsichtbar, bis die entsprechend veränderten Areale durch den Entwickler vergrößert wurden. Nun traten im fertig entwickelten Negativ die belichteten Partien durch Schwärzung zutage, die nach Fixierung und Auswaschen auch bei Tageslicht betrachtet werden konnten. » weiterlesen

Tutorial:
Das digitale Belichtungsdilemma (1)

‘Schöne neue Welt’ durch digitale Sensortechnik und Belichtungsautomatik? Leider nicht ganz, wie dieses Tutorial aufzeigen möchte. Eine Bestandsaufnahme mit Lösungsansätzen, die ihren Charakter einer Glosse nicht ganz verbergen kann …

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1. Einführung
2. Noch mehr Geschichtliches …
3. Zurück in die Gegenwart …
4. Einige Grundlagen zum vergleichenden Verständnis …
5. Wie die Kamera die Welt sieht …
6. Die Wiederherstellbarkeit der verschiedenen Tonwertbereiche
7. Generelle Empfehlungen zur Belichtungssteuerung
8. Praktische Durchführung der Belichtungssteuerung
9. Umgang mit dem ‘übersteigerten Kontrastumfang’
10. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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1. Einführung

Bild 1: 'You press the button ...' (Quelle: div.)

Bild 1: 'You press the button ...' (Quelle: div.)

„You press the button, we do the rest” (siehe Bild 1, Übersetzung: ‘Sie drücken den Auslöser, wir machen den Rest’) – diesen bekannt gewordenen Werbespruch ersann George Eastman (siehe Bild 2), der Gründer von Kodak, bereits 1888.

Recht herzig liest sich auf der englischen Wikipedia-Seite dazu folgender Kommentar zu Eastmans Zerwürfnis mit einem beauftragten Werbetexter: „Displeased with the man’s inability to understand the simplicity of his picture taking machine, Eastman took over the writing and created the slogan” (Übersetzung: ‘Verärgert über die Unfähigkeit des Mannes, die Einfachheit seines Bildaufnahmeapparates zu erfassen, übernahm Eastman selbst das Schreiben und ersann den Slogan’) … » weiterlesen

Tutorial:
Schärfentiefe (5)

Ein Grundlagentutorial – in fünf Folgen und sieben Abschnitten, mit reichlich Text, zehn Bildern, vier Merkregeln und zwei Links zu Berechnungstools …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Tiefenschärfe versus Schärfentiefe
3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung
4. Abhängigkeit von der Brennweite
5. Abhängigkeit vom Objektabstand
6. Die hyperfokale Entfernung
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung

Links zu Berechnungstools
1. Depth of Field Calculator
(Don Fleming / DOFMaster)
2. Schärfentiefe-, Abbildungsmaßstab- und Nahlinsenrechner
(Tom Striewisch, Alexander Kluge und Erik Krause)

 
Ich will nun zum Schluß kommen.

Die Schärfentiefe, das wollte ich in diesem Tutorial veranschaulichen, spielt einerseits eine oft entscheidende Rolle bei der gefälligen und erfolgversprechenden Bildgestaltung, ist andererseits aber auch eine recht abstrakte Angelegenheit, die sich nur schwerlich spontan bzw. ‘aus dem Bauch heraus’ handhaben läßt.

Bild 9: Das Ende naht ... (Quelle: eigenes Portfolio)

Bild 9: Das Ende naht ... (Quelle: eigenes Portfolio)

Der Grund hierfür ist auch in den Gegebenheiten unseres ‘optischen Apparats’ (Auge, Sehrinde, wie in anderen Tutorials schon näher ausgeführt) angelegt.

Zwar verfügt auch unser Auge über Blende und Brennweite, doch sehen wir die Dinge einfach grundsätzlich anders wie eine Kamera – aufgrund der sehr kleinen ‘Zone des schärfsten Sehens’ tasten wir eine Szene mit vielen kleinen Blickbewegungen quer und längs der Sehachse ab und fokussieren dabei ständig nach.

Eine funktionelle Entsprechung der ‘Schärfentiefe der Kamera’ gibt es also bei unserem eigenen Sehapparat nicht. » weiterlesen

Tutorial:
Schärfentiefe (4)

Ein Grundlagentutorial – in fünf Folgen und sieben Abschnitten, mit reichlich Text, zehn Bildern, vier Merkregeln und zwei Links zu Berechnungstools …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Tiefenschärfe versus Schärfentiefe
3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung
4. Abhängigkeit von der Brennweite
5. Abhängigkeit vom Objektabstand
6. Die hyperfokale Entfernung
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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6. Die hyperfokale Entfernung

Merkregel
Große hyperfokale Entfernung: Geringe Schärfentiefe
Kleine hyperfokale Entfernung: Große Schärfentiefe

 
Zur Vertiefung des oben Gesagten und zum Ende hin möchte ich Euch noch kurz die Berechnungsgrundlagen vorstellen.

Bild 8: Formel und Legende zur hyperfokalen Entfernung

Bild 8: Formel und Legende zur hyperfokalen Entfernung

Von entscheidender Bedeutung hierfür ist der Begriff der ‘hyperfokalen Entfernung’.

Dies mag nun zunächst ‘sehr bedeutend, geheimnisvoll und technisch’ klingen, doch findet sich bei Wikipedia eine – wie ich meine – recht griffige Erklärung, die das Ganze auch ‘für uns Nichtphysiker und -mathematiker’ verständlich macht:

„Als hyperfokale Entfernung beziehungsweise hyperfokale Distanz wird in der Fotografie diejenige endliche Gegenstandsweite bezeichnet, bei der, wenn man genau auf diese Entfernung fokussiert, im Unendlichen liegende Objekte ebenfalls gerade noch mit akzeptabler Unschärfe abgebildet werden. Der gesamte mit akzeptabler Unschärfe abgebildete Bereich, die sogenannte Schärfentiefe, reicht dann von der halben hyperfokalen Entfernung bis ins Unendliche.” » weiterlesen

Tutorial:
Schärfentiefe (3)

Ein Grundlagentutorial – in fünf Folgen und sieben Abschnitten, mit reichlich Text, zehn Bildern, vier Merkregeln und zwei Links zu Berechnungstools …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Tiefenschärfe versus Schärfentiefe
3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung
4. Abhängigkeit von der Brennweite
5. Abhängigkeit vom Objektabstand
6. Die hyperfokale Entfernung
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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4. Abhängigkeit von der Brennweite

Merkregel
Lange Brennweite: Geringe Schärfentiefe
Kurze Brennweite: Große Schärfentiefe

 
Vergleichsweise schon weniger verbreitet ist das Wissen um den Zusammenhang zwischen Brennweite und Schärfentiefe.

Bild 5: 'Auseinandergezogene' Landschaftsaufnahme bei 32 mm kleinbildäquivalenter Brennweite (Quelle: eigenes Portfolio)

Bild 5: 'Auseinandergezogene' Landschaftsaufnahme bei 32 mm kleinbildäquivalenter Brennweite (Quelle: eigenes Portfolio)

Nun tendiert die kurze Brennweite bzw. das, was wir gemeinhin als Weitwinkligkeit (mäßige ~ bei kleinbildäquivalenter Brennweite unter 35 mm, starke ~ unter 24 mm) bezeichnen, bereits durch die Anordnung der Elemente zu einer vertieften Raumwirkung.

Die nahegelegenen Objekte werden vergrößert abgebildet und damit hervorgehoben, die entfernten Objekte dagegen verkleinert abgebildet und damit hintangestellt. Gleichsam bewirkt der weite Öffnungswinkel durch die Vielzahl und Auseinanderziehung der erfaßten Objekte einen ‘weiten Blick in den Raum’ (siehe Bild 5). » weiterlesen

Tutorial:
Schärfentiefe (2)

Ein Grundlagentutorial – in fünf Folgen und sieben Abschnitten, mit reichlich Text, zehn Bildern, vier Merkregeln und zwei Links zu Berechnungstools …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Tiefenschärfe versus Schärfentiefe
3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung
4. Abhängigkeit von der Brennweite
5. Abhängigkeit vom Objektabstand
6. Die hyperfokale Entfernung
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung

Merkregel
Große Blendenöffnung bzw. kleine Blendenzahl: Geringe Schärfentiefe
Kleine Blendenöffnung bzw. große Blendenzahl: Große Schärfentiefe

 
Der Zusammenhang zwischen Blendenöffnung und Schärfentiefe ist auch in heutigen Zeiten von Belichtungsautomatik und Autofokus noch weithin bekannt. Es ist insofern anzunehmen, daß es sich um die bekannteste der verschiedenen Gebundenheiten der Schärfentiefe handelt.

Bild 3: Porträtaufnahme bei 75 mm kleinbildäquivalenter Brennweite und Blende f/2,2 (Quelle: Maike Frisch)

Bild 3: Porträtaufnahme bei 75 mm kleinbildäquivalenter Brennweite und Blende f/2,2 (Quelle: Maike Frisch)

So wird man bei Fotografen auf dem Level engagierter Amateure, die sich um eine bewußte Bildgestaltung bemühen, ein Wissen voraussetzen dürfen, daß eine große Blendenöffnung bzw. kleine Blendenzahl eine geringe Schärfentiefe, eine kleine Blendenöffnung bzw. große Blendenzahl hingegen eine große Schärfentiefe nach sich zieht.

Hier ein kleines Rechenbeispiel, um Euch eine größenordnungsmäßige Vorstellung dieses Zusammenhangs zu geben: bei einer ‘Normalbrennweite’ von 50 Millimeter am Kleinbildvollformat und einem Objektabstand von 5 Meter erstreckt sich die Schärfentiefe bei einer Blende f/2,8 über den recht schmalen Bereich von 4,29 bis 6,00 Meter, bei einer Blende f/22,0 hingegen über den weitläufigen Bereich von 2,17 Meter bis Unendlich. » weiterlesen

Tutorial:
Schärfentiefe (1)

Ein Grundlagentutorial – in fünf Folgen und sieben Abschnitten, mit reichlich Text, zehn Bildern, vier Merkregeln und zwei Links zu Berechnungstools …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Tiefenschärfe versus Schärfentiefe
3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung
4. Abhängigkeit von der Brennweite
5. Abhängigkeit vom Objektabstand
6. Die hyperfokale Entfernung
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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1. Einleitung

Bild 1 (Quelle: Wikipedia, PiccoloNamek)

Bild 1 (Quelle: Wikipedia, PiccoloNamek)

Die Schärfentiefe (englisch ‘depth of field’ bzw. DOF) ist ein zentraler Begriff in der Fotografie. Sie umfaßt (von der Kamera aus gesehen) denjenigen Entfernungsbereich, in dessen Grenzen ein Objekt mit ausreichender Schärfe bzw. noch akzeptabler Unschärfe (ich komme auf diese Begriffe noch zurück) auf dem Film oder Sensor abgebildet werden kann.

Die Steuerung der Schärfentiefe bei der Aufnahme ist somit ein wichtiges Gestaltungsmittel mit merklicher Auswirkung auf das Bildergebnis.

Die Abschätzung der Schärfentiefe gelang in analogen Zeiten mittels manueller Umschaltung von Offen- zur Zielblende, während dies bei der bei heutigen Digitalkameras üblichen, automatischen Springblende mit der Abblendtaste erfolgt. In beiden Fällen ist eine orientierende optische Kontrolle der Schärfentiefe möglich. » weiterlesen