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Tutorial:
Schärfentiefe (1)

Ein Grundlagentutorial – in fünf Folgen und sieben Abschnitten, mit reichlich Text, zehn Bildern, vier Merkregeln und zwei Links zu Berechnungstools …

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung
2. Tiefenschärfe versus Schärfentiefe
3. Abhängigkeit von der Blendenöffnung
4. Abhängigkeit von der Brennweite
5. Abhängigkeit vom Objektabstand
6. Die hyperfokale Entfernung
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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1. Einleitung

Bild 1 (Quelle: Wikipedia, PiccoloNamek)

Bild 1 (Quelle: Wikipedia, PiccoloNamek)

Die Schärfentiefe (englisch ‘depth of field’ bzw. DOF) ist ein zentraler Begriff in der Fotografie. Sie umfaßt (von der Kamera aus gesehen) denjenigen Entfernungsbereich, in dessen Grenzen ein Objekt mit ausreichender Schärfe bzw. noch akzeptabler Unschärfe (ich komme auf diese Begriffe noch zurück) auf dem Film oder Sensor abgebildet werden kann.

Die Steuerung der Schärfentiefe bei der Aufnahme ist somit ein wichtiges Gestaltungsmittel mit merklicher Auswirkung auf das Bildergebnis.

Die Abschätzung der Schärfentiefe gelang in analogen Zeiten mittels manueller Umschaltung von Offen- zur Zielblende, während dies bei der bei heutigen Digitalkameras üblichen, automatischen Springblende mit der Abblendtaste erfolgt. In beiden Fällen ist eine orientierende optische Kontrolle der Schärfentiefe möglich. » weiterlesen

Tutorial:
Waldfotografie (4)

Ein themenbezogenes Tutorial in vier Teilen.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Ein Versuch der Annäherung …
2.1. Geschichtliches …
2.2. Poetisches …
2.3. Psychologisches …
3. Problembereiche und Lösungsansätze
3.1. Komposition …
3.2. Belichtung …
3.3. Figur-Grund-Konstellation …
4. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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3. Problembereiche und Lösungsansätze (Fortsetzung)

3.3. Figur-Grund-Differenzierung

Eine mittelbare Folge der kompositorischen und belichtungstechnischen Schwierigkeiten ist oft eine geringe Freistellung der verschiedenen Motivgruppen im Bild. In Matthias’ letztwöchig vorgestellter Aufnahme etwa sind Baumstamm und darunterliegendes Gebüsch kaum mehr differenziert.

Doch möchte ich an dieser Stelle von den konkreten (kompositorischen und belichtungsbezogenen) Problemen der Waldfotografie ein Stückweit loskommen und das Ganze mit Euch noch auf einer abstrakteren Ebene betrachten.

Ihr erinnert Euch vielleicht an jene Passage in meinem Tutorial zur Gestaltpsychologie: » weiterlesen

Tutorial:
Waldfotografie (3)

Ein themenbezogenes Tutorial in vier Teilen.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Ein Versuch der Annäherung …
2.1. Geschichtliches …
2.2. Poetisches …
2.3. Psychologisches …
3. Problembereiche und Lösungsansätze
3.1. Komposition …
3.2. Belichtung …
3.3. Figur-Grund-Konstellation …
4. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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3. Problembereiche und Lösungsansätze (Fortsetzung)

3.2. Belichtung …

Nicht weniger gravierend wie die kompositorischen Probleme in der Waldfotografie sind die belichtungsbezogenen.

Ein guter Zugang ergibt sich, wie ich meine, über die Vorstellung einer Innenraumaufnahme bei Tageslicht. Wer solches schon versucht hat, kennt das Problem, daß auf konventionellen Aufnahmen die Elemente im Raum oftmals in tiefe Schatten fallen, das durch Fenster hineinfallende Licht hingegen völlig überblendet erscheint.

Bild 15 (Joujou / Pixelio)

Bild 15 (Joujou / Pixelio)

In gewisser Weise ist die Situation im Wald demgegenüber noch verschärft – einem dunklen ‘Innenraum’ stehen zahlreiche ‘Fenster’ bzw. Lücken im Blätterdach entgegen.

Der Sonnenstand bzw. die Einfallrichtung des Lichts ändert daran wenig – Gegenlichtaufnahmen wie in Bild 15 lassen wohl eher an einen ‘über Waldgebiet gezündeten Explosivkörper’ denn an eine stimmungsvolle Naturaufnahme denken. » weiterlesen

Tutorial:
Waldfotografie (2)

Ein themenbezogenes Tutorial in vier Teilen.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Ein Versuch der Annäherung …
2.1. Geschichtliches …
2.2. Poetisches …
2.3. Psychologisches …
3. Problembereiche und Lösungsansätze
3.1. Komposition …
3.2. Belichtung …
3.3. Figur-Grund-Konstellation …
4. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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3. Problembereiche und Lösungsansätze

3.1. Komposition …

Die typischen kompositorischen Probleme in der Waldfotografie belaufen sich auf eine ‘Mischung von zu geringer Strukturierung auf Bildebene und zu großer Vielfalt auf Elementebene’. Nachstehend einige Beispiele zur Veranschaulichung.

Bild 5 (P. Habereder / Pixelio)

Bild 5 (P. Habereder / Pixelio)

Bild 5 zeigt die Standardvariante der Untersicht, des Blickes vom Waldboden also.

Wir sehen vor allem eine Vielzahl einförmiger Stämme (‘Spargelwald’), ohne daß sich dem Blick Gruppierungen und Ordnungen anbieten. » weiterlesen

Tutorial:
Waldfotografie (1)

Ein themenbezogenes Tutorial in vier Teilen.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Ein Versuch der Annäherung …
2.1. Geschichtliches …
2.2. Poetisches …
2.3. Psychologisches …
3. Problembereiche und Lösungsansätze
3.1. Komposition …
3.2. Belichtung …
3.3. Figur-Grund-Konstellation …
4. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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1. Einführung in das Thema

Bild 1 ('Waldeingang bei Zaberfeld')

Bild 1 ('Waldeingang bei Zaberfeld')

Relativ selten nur erreichen uns Bildeinreichungen mit Motiven des Waldes.

Dies mag erstaunen – angesichts der Bedeutung, die der Wald doch für viele von uns zu haben scheint; und auch angesichts der Vielzahl der dort (im Wald) verfügbaren, interessanten Szenen.

Auch in sonstigen Foren und Onlinegalerien entdeckte ich nur eine vergleichsweise geringe Anzahl an Waldfotografien. All dies – nennen wir es ruhig ein ‘Mißverhältnis’ – gab mir Anlaß, mich mit diesem Thema einmal näher zu befassen … » weiterlesen

Tutorial:
Posterisation als ergänzendes Hilfsmittel der Bildanalyse (2)

Ein zweiteiliges Tutorial an der Schnittstelle zwischen Grundlagen und Anwendung.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Verwendung in der Bildanalyse
Bisherige Tutorials des Autors

 

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2. Verwendung in der Bildanalyse

2.1. Vorbemerkung

Bild 4: Zu wenig Bild, zu viel Text

Bild 4: Zu wenig Bild, zu viel Text

Der Versuch, ein Bild nur durch Text zu beschreiben, kann zu einer zähen Sache ausarten (siehe Bild 4) – Illustrationen mögen insofern willkommen sein.

Von meinen Bildbesprechungen her sind Euch meine farbenfrohen Bemalungen zur Veranschaulichung von Kompositionselementen und Blickführungen ja schon vertraut, desgleichen die Einblendungen der Histogramme und Zonenbeschriftungen.

Bislang suchte ich noch nach einer Möglichkeit, die Bilddramatik zu illustrieren. Nun meine ich, in der Posterisation hierfür ein geeignetes Hilfsmittel gefunden zu haben. Ich will dies an einem Beispiel veranschaulichen. » weiterlesen

Tutorial:
Posterisation als ergänzendes Hilfsmittel der Bildanalyse (1)

Ein zweiteiliges Tutorial an der Schnittstelle zwischen Grundlagen und Anwendung.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Verwendung in der Bildanalyse
Bisherige Tutorials des Autors

 

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1. Einführung in das Thema

Bild 1: Ursprungs- und Ausgabebild im Vergleich

Bild 1: Ursprungs- und Ausgabebild im Vergleich

Der Begriff ‘Posterisation‘ bedeutet, daß die Vielzahl der Farb- und Tonwerte im Ursprungsbild eine Beschränkung erfährt und in solch reduzierter Form im Ausgabebild in Erscheinung tritt.

Das nebenstehende Bild 1 zeigt ein Beispiel.

Links findet sich das Ursprungsbild mit dem vollständigen, rechts das Ausgabebild mit einem eingeschränkten Satz an Farb- und Tonwerten. Die Posterisation wirkt kontrastreicher und dramatischer, allerdings auf Kosten des Farb- und Tonwertreichtums des Originals. » weiterlesen

Tutorial:
Blickwege bei der Bildbetrachtung (4)

Das vorliegende Tutorial knüpft an dasjenige zur Gestaltpsychologie an. Ging es dort vornehmlich um die Mustererkennung und innere Verarbeitung des Gesehenen, so stehen hier die Blickbewegungen und die verschiedenen Arten des Bildauslesens im Vordergrund.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Grundlagen des menschlichen Sehsystems
3. Blickwege aus Sicht kultureller Bedingung
4. Blickwege aus Sicht der Gestaltpsychologie
5. Blickwege aus Sicht der Eye-Tracking-Forschung
6. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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6. Zusammenfassung und Schlußbemerkung

Drei verschiedene Methoden, das menschliche Sehverhalten zu beschreiben, hatte ich Euch in den vorangehenden Teilen des Tutorials vorgestellt.

Zwei dieser Ansätze (diejenigen der Gestaltpsychologie und der Eye-Tracking-Forschung) kann man zweifellos als wissenschaftlich fundiert bezeichnen. » weiterlesen

Tutorial:
Blickwege bei der Bildbetrachtung (3)

Das vorliegende Tutorial knüpft an dasjenige zur Gestaltpsychologie an. Ging es dort vornehmlich um die Mustererkennung und innere Verarbeitung des Gesehenen, so stehen hier die Blickbewegungen und die verschiedenen Arten des Bildauslesens im Vordergrund.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Grundlagen des menschlichen Sehsystems
3. Blickwege aus Sicht kultureller Bedingung
4. Blickwege aus Sicht der Gestaltpsychologie
5. Blickwege aus Sicht der Eye-Tracking-Forschung
6. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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5. Blickwege aus Sicht der Eye-Tracking-Forschung

5.1. Begriffsklärung

Emile Javal

Emile Javal

Die ersten bekannten Erfassungen von Augenbewegungen erfolgten im 19. Jahrhundert durch den französischen Arzt Emile Javal (1839 bis 1907). Dieser beschrieb insbesondere die Augenbewegungen beim Lesen.

Weiteren Auftrieb erhielt die Forschungsrichtung Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Erfindung der Filmkamera, wodurch eine direkte Aufzeichnung und nachträgliche Analyse der Augenbewegungen ermöglicht wurde.

 

Alfred L. Yarbus

Alfred L. Yarbus

Weithin als Pionier der systematischen Blickregistrierung gilt jedoch der russische Psychologe Alfred Lukyanovich Yarbus (1914 bis 1986), der sich insbesondere mit den Blickbewegungen beim Betrachten von Bildern beschäftigte. Er hat uns ein wunderschönes Experiment hinterlassen, welches ich im nächsten Unterabschnitt skizzieren möchte. » weiterlesen

Tutorial:
Blickwege bei der Bildbetrachtung (2)

Das vorliegende Tutorial knüpft an dasjenige zur Gestaltpsychologie an. Ging es dort vornehmlich um die Mustererkennung und innere Verarbeitung des Gesehenen, so stehen hier die Blickbewegungen und die verschiedenen Arten des Bildauslesens im Vordergrund.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Grundlagen des menschlichen Sehsystems
3. Blickwege aus Sicht kultureller Bedingung
4. Blickwege aus Sicht der Gestaltpsychologie
5. Blickwege aus Sicht der Eye-Tracking-Forschung
6. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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3. Blickwege aus Sicht kultureller Bedingung

Wechsel von Fixationen und Sakkaden beim Lesen (LROU)

Wechsel von Fixationen und Sakkaden beim Lesen (LROU)

Das Wissen um bestimmte, kulturabhängige Lese- und Schreibrichtungen ist ein Gemeinplatz. Wir alle wissen um die bei uns gängige ‘Richtung von links nach rechts, nachfolgend von oben nach unten (LROU)’. Und die meisten von uns wissen um die Gegenbeispiele wie etwa die im arabischen und hebräischen Raum verbreitete ‘Richtung von rechts nach links, nachfolgend von oben nach unten (RLOU)’ oder die im japanischen und chinesischem Raum gebräuchliche ‘Richtung von oben nach unten, nachfolgend von rechts nach links (OURL)’. Bei meiner Recherche stieß ich noch auf die Schrift der philipinischen Tagbanuwa mit der ‘Richtung von unten nach oben, nachfolgend von links nach rechts (UOLR)’, womit nun fast alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. » weiterlesen