Artikel der Kategorie „Fotografieren“ lesen

Stativ:
Welches Dreibein ist nicht einerlei

Stative kennt man. Sie helfen gegen verwackelte Bilder, sind aus Aluminium, haben drei Beine mit Verstrebungen, einen Fluid-Neigekopf und sind für Video- und Fotokameras gleichermaßen geeignet. Richtig? Nein, falsch!

Billig-Stativ

Ein einfaches Universalstativ mit Griff – zum Tragen oder zum Wegwerfen? (Bild: W.D. Roth)

Billige Universalstative für Foto und Video machen wenig Freude, denn Foto- und Videokameras haben unterschiedliche Ansprüche an ein Stativ.

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Die Theorie des Digitalbilds

Einführungen und Weiterführungen zur digitalen Bildtechnik stellt der Berliner Professor Uwe Barthel in Form von Videomittschnitten seiner Vorlesungen zur Verfügung. Auch für Nicht-Medieninformatik-Studenten durchaus interessant.

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Ganz so furchtbar trocken, wie man anderswo vermutet, finde ich die Vorträge des Studiengangsprechers an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin gar nicht.

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Mit Kunstlicht Akzente setzen

Mit der Lightbrush-Technik lassen sich mit wenigen Mitteln stimmungsvolle, interessant-ausgeleuchtete Fotos erstellen. Für diese Technik benötigt man nur ein paar Dinge, die jeder zu Hause haben dürfte – also eine richtig günstige Art, gute Fotos zu machen.

Eine Voraussetzung ist ein stabiles Stativ, eine weitere ist eine Kamera mit BULB-Einstellung: Das heißt, sie muss Langzeitbelichtungen ermöglichen. Das waren auch schon die größten technischen Hürden. Eine leuchtstarke Taschenlampe und vielleicht noch ein paar farbige Folien, die vor die Taschenlampe geklebt werden können, Kerzen, Fackeln, oder eben alles was leuchtet – und schon kann es losgehen.

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Reisen inspiriert

Profis verraten in ihren Blogs bisweilen nicht nur technische Kniffe, sondern die Geheimnisse ihrer Inspiration. Etwa Magnum-Fotograf David Alan Harvey.

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Das hier ist Martin Parr. Fotografiert hat ihn sein Magnum-Kollege David Alan Harvey. Die beiden trafen sich zufällig im Flugzeug auf dem Weg zu den Recontres nach Arles.
„Road Trips“ heißt Harveys Blog, in dem er diese Begegnung schildert und dazu das Bild veröffentlichte. Damit nicht genug: Harvey betreibt gleich vier Blogs.
Reisen inspiriert – auf Road Trips ist das nachzulesen. In einem Eintrag vom 29. Juni denkt er über die Inspiration selbst nach. Über das, was den Fotografen erst dazu bringt, die Kamera aus der Tasche zu holen:

„… wenige Fotografen springen geradewegs vom Stuhl auf und machen ein interessantes Foto … scheinbar muss da eine ganze Reihe von Bedingungen zutreffen …

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Antischeimpflug:
Effekte mit schräger Schärfe

Die Schärfe einer Fotografie liegt (üblicherweise) in einer Tiefenebene parallel zum Film/Sensor. Mit Fachkameras oder Spezialobjektiven lässt sie sich manipulieren und verläuft dann beispielsweise „schräg“ durchs Bild.

thomasrathay.jpgDie Scheimpflugsche Regel besagt, dass sich die Bild-, Objektiv- und Schärfeebene in einer gemeinsamen Schnittgeraden schneiden müssen, damit alle Objekte der Schärfeebene (auch Projektions-, Objekt- oder Gegenstandsebene genannt) auf der Bildebene scharf abgebildet werden. Sie wurde 1907 von dem österreichischen Offizier und Kartographen Theodor Scheimpflug (1865–1911) entwickelt.

Grade in der Architekturfotografie spielt sie eine grosse Rolle: Um stürzende Linien, verzerrte Kanten und abfallende Schärfe an langgestreckten oder hochaufragenden Gebäuden zu vermeiden, braucht man eine Kamera, deren Bild- und Objektivebene nicht zwingend parallel zueinander stehen müssen. Spezialobjektive dafür gibts auch für die digitale Spiegelreflex (siehe unten).

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Das RAW-Format:
Wozu roh fotografieren?

Digitale Spiegelreflex und immer mehr kompakte Kameras können Bilder im sogenannten RAW-Format speichern. Es bietet wesentlich mehr Spielraum für Korrekturen und Kreativität – und ein paar deftige Nachteile, wenns um Speicherung und das Archiv geht.

Raw ist englisch und heisst soviel wie „roh, unbearbeitet“. Genau dafür – unbearbeitet – steht das „RAW“-Format bei digitalen Kameras.

RAW Bilder

Wie denn – die Fotos aus meiner Knipsbox sind „bearbeitet“? Oh ja – und wie. Wer sich mal in die Tiefen der Menüsteuerung seiner Kamera vorwagt, stösst auf einen Haufen Einstellungen von „Weissabgleich“ über „Schärfe“ bis zu „Brillianz“ und dergleichen.

Während die Charakteristik einer Fotografie früher von der Wahl des Films und der Nachbearbeitung in der Dunkelkammer abhing, übernimmt in den Digitalen der eingebaute Prozessor einen Grossteil der Anpassung an äussere Umstände. Und wie jeder Computer ist er ziemlich beschränkt in seiner Wahrnehmung.

Davon kann ein Lied singen, wer schon mal im Schnee oder an einem Sandstrand fotografiert und dazu nicht das entsprechende Motivprogramm gewählt hat: Die Aufnahmen wurden flau und unansehlich. Und sie sind auch am PC kaum noch zu retten. Ausser, sie wurden als RAW fotografiert.

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Klarspüler für digitale Bilder

Mehr Klarheit und Brillanz für digitale Bilder – dafür gibt’s einen ganz einfachen Trick. Der Klarspüler heißt „Unscharf maskieren“.

Unscharf maskieren ist einer der Basisfilter in Adobe Photoshop und Elements sowie PaintShop Pro. Wer den bisher allein zum Schärfen benutzt hat, der hat ihn nur zum Teil ausgenutzt.
Auf die richtigen Werte eingestellt, verbessert der Filter den lokalen Kontrast in den Mitteltönen. Mit verblüffendem Effekt: Das Bild wir klarer, die Farben brillanter, die kleinen Details werden lebendiger. Es ist, als wäre ein leichter Dunstschleier vom Bild entfernt worden.

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Selfmade-Stabilisator:
Draufhalten

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Der einfachste Kniff für schärfere Bilder bei grenzwertig langen Verschlusszeiten war bisher den Profis mit Motor-Kameras vorbehalten, die sich um Materialkosten nicht scheren mussten. Heute können sich auch Amateure mit einer schnellen Spiegelreflex den preiswertesten Bildstabilisator leisten, den es gibt – das „Seriefeuer“.

Dazu positioniert sich die Fotografin möglichst stabil, visiert das Motiv und drückt den Auslöser in extremem „Zeitlupentempo“ bei eingeschalteter Schnellserie. Dabei wird der Druck gleichmässig erhöht, bis der Auslösepunkt erreicht ist – und darüber hinaus: Je nach Kamera führt das zu einer Serie von drei bis fünf Bildern. Die hier gezeigten Resultate sind bei ISO 100 mit 1/6s, 200mm (300mm KB-äquivalent) bei Blende 5,6 entstanden und zeigen den Effekt recht deutlich:

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…und was tun mit all den Bildern

Für Profifotografen stellte sich irgendwann die Frage, was sie mit ihren ganzen digitalen Bildern anstellen sollen. Ich schiesse beispielsweise schnell mal 3000 Fotos an einem einzigen Produktionstag.

Die alte Schuhkarton- und Hängeregisterlösung greift hierbei nicht mehr, kann aber durchaus auf die Digitaldaten übertragen werden – man muss nur wissen, wie und mit welchen Mitteln es sich anstellen läßt. Und erfahrungsgemäss fällt es leichter, je eher man damit anfängt.

Ein wirklich gutes Buch dazu habe ich im dpunkt.-Verlag gefunden: „Professionelle Bildverwaltung für Fotografen“ von Peter Krogh, der selber Berufsfotograf ist und daher sehr konkrekte, themenbezogen Tipps gibt, aber auch leicht verständliche und vor allem nachvollziehbare Anleitungen liefert, wie man das digitale Archiv auf aktuellem Stand halten oder es dorthin bringen kann.

Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich darin blättere und dennoch stets Neues entdecke, das ich in meinen Workflow einbauen kann.

Der Topzusatz ist die Webseite des Autors , auf die man immer wieder schauen sollte, wenn es Probleme gibt, oder wenn man Neuigkeiten sucht.

„Fotoespresso“ zu Lightroom

fotoespresso-1

Der neue “ Fotoespresso “ behandelt ausführlich das Update von Adobes Workflow-Software Lightroom auf die Version 1.1.

Die englische Ausgabe des „Fotoespresso“ ist soeben erschienen, die deutsche Version wird demnächst folgen.

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