Fotografien aus 24 Stunden:
Kriegsbilder

Kriegsbilder, Gewitter und anderes

Palästinenser retten Habseligkeiten aus ihrem von Israelis zerstörten Haus, Gaza-Stadt (AP Photo/Khalil Hamra)Israelischer Soldat mit Moskitonetz nahe der Grenze zum Gaza-Streifen,  (AP Photo/Ariel Schalit)Flüchtlinge auf ihrem nächtlichen Weg zu einem Zug Richtung USA, Arriaga, Mexiko  (AP Photo/Rebecca Blackwell)Model bei der Modewoche in Berlin, D  (AP Photo/Markus Schreiber)
Gewittersturm aus Fisheye-Perspektive, Denver, Col. USA  (AP Photo/David Zalubowski)Arbeiter in der Fischindustrie im Senegal, EPA/HELMUT FOHRINGERBahnhof in Bangalore, Indien, EPA/JAGADEESH NV

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Leserfoto:
Effektfotografie

Fluch und Segen der Effektfotografie wollen wir in der heutigen Bildbesprechung diskutieren.

Überblick
Einleitung
Beschreibung
Zusammenfassung
Bildteil (4 Bilder)

 

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Maria Gianmoena aus dem oberösterreichischen Obertraun hat uns das obige Bild unter dem Titel „Light painting” in der Kategorie ‘Abstraktion’ zur Besprechung eingereicht. Sie schreibt dazu: „Bei diesem Bild habe ich versucht mit Stahlwolle 3 Orbs zu zeigen.”

Zur Ausrüstung und den Aufnahmedaten liegen keine Informationen vor.

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„Light painting, Stahlwolle, Orbs, dazu passend auch Geisterflecken …”. Kurz beschlich mich das Gefühl, bisher etwas Wesentliches in der Fotografie verpaßt zu haben. Fündig wurde ich dann u. a. beim Video ‘Steel Wool Photography Tutorial’, welches die Erstellung solcher Bilder recht gut beschreibt und unseren interessierten Lesern insofern anempfohlen werden kann.

Maria ist hier bei Fokussiert schon einmal vor zwei Jahren durch ein sehr stimmungsvolles Landschaftsbild (siehe auch nebenstehende Abbildung) in Erscheinung getreten.

Das heute besprochene Bild ist jedoch ganz anderer Natur und läßt auf Marias Experimentierfreude schließen. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
In Angst

Flüchtlinge in Angst, Mode, Schlangestehen

Die Angst der Flüchtlinge: US-Polizei stoppt eine Gruppe aus Honduras und El Salvador, Texas USA  (AP Photo/Eric Gay)Modewoche in Paris, F, EPA/ETIENNE LAURENTSzene am Rand der Stierkämpfe in Pamplona, Spanien  (AP Photo/Andres Kudacki)Mädchen bei einer traditionellen Hochzeit in Bulgarien (AP Photo/Vadim Ghirda)
Schlangestehen zu einem Vortrag des Dalai Lama, Indien  (AP Photo/Tsering Topgyal)Aquarium in Tokio, Japan  (AP Photo/Koji Sasahara)Kinder in einer Moschee, Ramallah, West Bank (AP Photo/Muhammed Muheisen)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Eugenio Recuenco:
Surreales Pathos

Der spanische Fotograf Eugenio Recuenco scheut nicht davor zurück, in opulenter Bildsprache Schneewittchen oder die Schöne und das Biest zu inszenieren.

Eugenio Recuenco: Blancanieves, 2005, 120 x 155 cm, Archival Pigment Print. Mounted on Aluminium, aus REVUE, erschienen bei teNeues © 2013 Eugenio Recuenco. All rights reserved

Eugenio Recuenco: Blancanieves, 2005, 120 x 155 cm, Archival Pigment Print. Mounted on Aluminium, aus REVUE, erschienen bei teNeues © 2013 Eugenio Recuenco. All rights reserved

Seine bühnenartigen, detailversessenen Szenen bereitet Recuenco aufwändig vor. Die Portagonisten geraten in surreale, gar pathetische Situationen.

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Leserfoto:
Film-noir-Eindruck

In der heutigen Bildbesprechung wollen wir Gestaltungselemente diskutieren, welche einen ‘Film-noir-Eindruck’ vermitteln können.

Überblick
Einleitung
Beschreibung
Zusammenfassung
Bildteil (4 Bilder)

 

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Zorica Antonic aus Karlsruhe hat uns das obige Bild unter dem Titel „Stranger” in der Kategorie ‘Konzept’ zur Besprechung eingereicht. Sie schreibt dazu: „Mein Foto ‘Stranger’ sehe ich als eine Art Neo Noir. Es soll wie ein Ausschnitt aus einem Film auf den Betrachter wirken.”

Zur Aufnahme wurde eine Nikon D7000 verwendet, zum Objektiv liegen keine Informationen vor. Die Brennweite betrug 170 mm (entsprechend 255 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1,5), die Belichtungsdaten waren 1/30 Sekunde bei Blende f/9,0 und ISO 400. Das mit 4338 × 3122 Pixel eingereichte Bild habe ich zur Darstellung auf normalen Monitoren auf 900 x 648 Pixel verkleinert.

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Betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Strandbilder

Surfen vor Tybee Island, USA (Keystone/AP Photo/Stephen B. Morton)

Surfen vor Tybee Island, USA (Keystone/AP Photo/Stephen B. Morton)

Sonnenuntergänge, Modenschau und ein kalter Morgen.

Sonnenuntergang in New York, USA (Keystone/EPA/Andrew Gombert)Modenschau in Mumbai, Indien (Keystone/EPA/Divyakant Solanki)Wolken über Carolina Beach, USA (Keystone/AP Photo/Mike Spencer)Surfen vor Tybee Island, USA (Keystone/AP Photo/Stephen B. Morton)
Am Strand von Wrightsville Beach, USA (Keystone/AP Photo/Mike Spencer)Kalter Morgen in Philadelphia, USA (Keystone/AP Photo/Matt Rourke)Sonnenuntergang im Pat Carey Park, USA (Keystone/AP Photo/Larry Steagall)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Tutorial:
Landschaftsfotografie (2)

Ein sechsteiliges Thementutorial.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Motivsuche (1) – Die grundsätzliche Auswahl …
3 Motivsuche (2) – Zur Einstimmung …
4. Komposition (1) – Eine Frage des Formats …
5. Komposition (2) – Zur Gliederung des Raums …
6. Komposition (3) – Die Platzierung der Elemente …
7. Dramaturgie (1) – Einfluß der Wetterstimmung …
8. Dramaturgie (2) – Bedeutung des Lichts …
9. Dramaturgie (3) – Wirkung der Farben …
10. Aufnahme (1) – Einige Worte zur Vorbereitung …
11. Aufnahme (2) – Hinweise zur Durchführung …
12. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

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3. Motivsuche (2) – Zur Einstimmung …

Im ersten Abschnitt hatte ich bereits auf die Bedeutung von Geduld und Muße in der Landschaftsfotografie hingewiesen. Im eiligen Durchgang wird sich nach meinem Dafürhalten nur selten ein Bild ergeben, welches den späteren Betrachter als ‘authentischer Ausdruck der eigenen Sichtweise und Empfindungen vor Ort’ anzusprechen und zu überzeugen vermag.

‘Entschleunigung und Bewußtmachung’ wären demnach wichtige Instrumente einer Landschaftsfotografie, die sich solcher (authentischer) Werte verpflichtet fühlte. Wie kommt man nun dahin? » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Freundliches Hallo

Ein Bauer in Karbab, Süd Dafur (Keystone/EPA/Albert Gonzalez Farran)

Ein Bauer in Karbab, Süd Dafur (Keystone/EPA/Albert Gonzalez Farran)

Raketenstart in den USA, Koran-Studien in Indien und Wandern in der Schwarz

Am Strand von Tokyo, Japan (Keystone/AP Photo/Eugene Hoshiko)Wandern über dem Schächental, Schweiz (Keystone/Arno Balzarini)Wandern über dem "Unteren Band", Schächental, Schweiz (Keystone/Arno Balzarini)Eisbär im Zoo von Tokyo, Japan (Keystone/EPA/Kimimasa Mayama)
Zuschauer eines Raketenstarts auf der Vandenberg Air Force Base, USA (Keystone/AP Photo/Bill Ingalls)Koran-Studien in Hyderabad, Indien (Keystone/AP Photo/Mahesh Kumar A.)Oscar Pistorius vor dem Gerichtsgebäude in Pretoria, Südafrika (Keystone/AP Photo/Jerome Delay)Im Hafen von Yangon, Myanmar (Keystone/EPA/Lynn Bo Bo)
Jensi Francisco beobachtet die Einbürgerungszeremonie in Atlanta, USA (Keystone/AP Photo/David Goldman)Ein Bauer in Karbab, Süd Dafur (Keystone/EPA/Albert Gonzalez Farran)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Leserfoto – “Sensuality”:
Die Qual der Wahl

Nach welchen Kriterien sollte man Fotos auswählen?

(c) Mario Franke

(c) Mario Franke

Hallo, das ist das 2. Foto vom selben shooting, ich konnte mich nicht entscheiden! :o) Vielleicht könnt ihr ja entscheiden, nochmals DANKE!
Groetjes uit Belgie, Mario

Bevor sich jetzt diejenigen unter unseren Lesern, die vergeblich Fotos eingereicht haben, benachteiligt fühlen, weil von einem Fotografen fast hintereinander zwei mit fast identischem Motiv besprochen wurden, möchte ich erklären, was mich zu dieser Auswahl bewogen hat.

Abgesehen von den Punkten, die bereits in der ersten Besprechung zu „Into the Light“ aufgelistet wurden, war ich der Meinung, daß es mir dieses Bild ermöglicht, einen Bezug zwischen mehreren Aufnahmen desselben Shootings herzustellen und Auswahlkriterien anzusprechen, ohne daß der Text so lang wird, daß man beim Lesen abschaltet.

Hier beide Bilder im Vergleich:

(c) Mario Franke

(c) Mario Franke

(c) Mario Franke

(c) Mario Franke

Zu sehen ist wiederum die junge Frau, dieses Mal links angeordnet. Das Gesicht, der Kamera direkt zugewandt, ist aus dem Goldenen Schnitt heraus verschoben, was hier aber für mich nicht problematisch ist, denn es entspricht dem experimentellen Charakter des Fotos. Du hast wieder dieselbe extreme Vignettierung benutzt, die ich bereits bei „Into the Light“ kritisiert hatte und auch hier für vollständig zuviel und unnötig halte. Man sieht aber hier an den Artefakten am unteren und oberen Bildrand recht gut, daß es Dein Ziel gewesen sein muß, den Hintergrund zu eliminieren. Warum Du allerdings den hellen Streifen oben rechts nicht losgeworden bist, wenn Du Dir ansonsten schon die Mühe gemacht hast, verstehe ich nicht. Das hätte ich auf jeden Fall vor allem anderen korrigiert. Dennoch bleibe ich dabei, daß diese Aspekte bereits bei der AUFNAHME angegangen werden sollten – wenn ein Foto zu viel Herumdoktorei benötigt, stimmt etwas mit Deinem Setup nicht.

Der Hauptgrund für die Auswahl dieses Bildes war aber, daß Du in Deinem Kommentar ansprichst, Dich nicht entscheiden zu können, und darauf will ich hier im folgenden eingehen.

Die schwierigste „Übung“ für jeden Fotografen – egal, in welcher Phase er oder sie sich befindet – ist immer, aus den Fotos, die bei einem Shooting anfallen, die wirklich besten herauszufiltern. Alles, was Du fotografierst, ist automatisch Dein „Baby“. Du hast dafür gearbeitet, manchmal sogar gekämpft, und deshalb hast Du zu allen Bildern ein besonderes Verhältnis. Dir gefallen sie alle gut, und Du möchtest sie alle behalten. Trotzdem möchte der Kunde oder anderweitige Betrachter nicht alle bekommen oder sehen, und einer Gallerie eine CD mit unzähligen Aufnahmen zu schicken, die entweder alle irgendwie gleich aussehen (oder schlimmer: nichts wirklich miteinander zu tun haben), macht einen amateurhaften Eindruck.

Wie und nach welchen Gesichtspunkten sollte man also Fotos auswählen? Welche Kriterien sollte man anlegen?

Ich selbst gehe schon seit Jahren folgendermaßen vor:

  1. Der erste Schritt meiner Bearbeitung ist immer Lightroom, wo bereits die Aufnahmen eliminiert werden, die eindeutig technisch nichts geworden sind.

  2. In Lightroom werden weiterhin Aufnahmen verglichen, die sich nur durch kleine Details unterscheiden und diejenigen ausgewählt, die kompositionell oder technisch besser sind.

  3. Wenn ein Shooting in verschiedene Kategorien eingeteilt werden kann, werden alle Fotos, die dieselben Merkmale aufweisen, zusammen gruppiert und weiter verarbeitet. Sie werden auch von Lightroom in getrennte Ordner exportiert.

  4. Nachdem die gesamte Nachbearbeitung abgeschlossen ist, sollte man auch bei Terminzwang optisch von den Fotos etwas Abstand nehmen, denn wenn man zu lange auf dieselben Motive starrt, kann man am Ende noch weniger objektiv urteilen und sieht auch Dinge nicht, die man sonst gesehen hätte.

  5. Schlußendlich kommt es unter anderem darauf an, ob man eine bestimmte Anzahl von Bildern abzuliefern hat, und welche Aufnahmen speziell gefordert waren (bei einer Hochzeit etwa gibt es regelmäßig bestimmte Motive, die einfach dabei sein müssen).

  6. Habe ich von einem Motiv mehrere Varianten, liegt es an mir, die Auswahl zu treffen. Das bedeutet NICHT, die anderen löschen zu müssen; es bezieht sich nur darauf, was ich dem Kunden letztendlich präsentiere. Vorausgesetzt, Du hast Deine (Nach-)Arbeit gut verrichtet und nur diejenigen Bilder übrig gelassen, die es wert waren, mußt Du Dich jetzt ganz subjektiv entscheiden. Folgende Fragen etc. können als Leitfaden dienen, sind aber nicht in Stein gemeißelt.

  • Paßt das Foto zu den anderen? Wirkt es beispielsweise nur in Farbe, während die anderen in Schwarzweiß besser sind? Ist der Stil der gleiche?

  • Wenn ich bei verschiedenen Variationen immer wieder zu einer zurückkehre, ist das ganz klar ein Grund, sie auszuwählen. Wenn ich umgekehrt bei einer anderen versucht bin, ständig daran noch etwas zu ändern, ist es ein Grund, sie NICHT in die Endauswahl zu nehmen.

  • Hat die Aufnahme einen „Wow-Faktor“, verglichen mit den anderen?

  • Wie wirkt die ganze Serie mit diesem Foto (und wie ohne)?

Im vorliegenden Fall hätte ich mich für das erste Foto entschieden (ohne die extreme Vignette etc.), weil mir die Anordnung der jungen Frau dort besser gefällt. Das ist aber, wie oben erwähnt, letztendlich Deine subjektive Entscheidung.

 

Fotografien aus 24 Stunden:
Sturmwolken

Sturmwolken, Akrobatik und Feuerwerk

Sturmwolken über Chicago, USA (AP Photo/Kiichiro Sato)Akrobatik in der New Yorker Untergrundbahn, USA (AP Photo/Bebeto Matthews)Lange Belichtungszeit: Vorbereitungen zum Raketenstart (NASA Handout)Zwei Pferde im Hochwasser, Asuncion, Paraguay  EPA/ANDRES CRISTALDO
Feuerwerk in Gaza-Stadt, Palästina, EPA/MOHAMMED SABERProtest gegen die Regierung in Tokio, Japan  (AP Photo/Eugene Hoshiko)Warentransporteur vor Filmplakat, Bangkok, Thailand, EPA/BARBARA WALTON

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