Fotografien aus 24 Stunden:
Lichter in der Stadt

Lichter in der Stadt, Cowboys und bunte Fahnen

Lichter in der Stadt: Installation in Hongkong (AP Photo/Vincent Yu)Charros - Comboys in Mexiko bei einem Fest  (AP Photo/Marco Ugarte)Hinter der Bühne bei einer Modenschau in Madrid, Spanien (AP Photo/Daniel Ochoa de Olza)Junge Frauen mit Schönheitsköniginnen-Kronen vor der Wahl zur Miss America, Atlantic City, USA (AP Photo/Julio Cortez)
Touristen in einer Fähre, Ioannina, Nordwest-Griechenland  (AP Photo/Thanassis Stavrakis)Bunte Fahnen: Demonstration für die Unabhängigkeit Kataloniens, Barcelona, Spanien   (AP Photo/Emilio Morenatti, File)Hinduistische Zeremonie in Mumbai, Indien (AP Photo/Bernat Armangue)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Staatsgalerie Stuttgart:
Experimente mit dem Licht

So etwa um 1920 entdeckten Künstler ganz unterschiedlicher Richtungen die Fotografie als Experimentierfeld und Ausdrucksmittel. Wir denken da nur zum Beispiel an Christian Schad, Man Ray oder László Moholy-Nagy.

Anton Stankowski, Begrüßung Zürich Riedenplatz, 1932-1980, schwarzweiß Fotografie, 31,6 x 24,2 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Stankowski-Stiftung 2014

Anton Stankowski, Begrüßung Zürich Riedenplatz, 1932-1980, schwarzweiß Fotografie, 31,6 x 24,2 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Stankowski-Stiftung 2014

Beispiele für dieses experimentelle Gestalten mit Licht sehen wir aktuell in der Stuttgarter Staatsgalerie – von 16 Künstlern aus der Zeit von 1920 bis etwa 1980.

Am Beginn dieser Entwicklung steht die Neuentdeckung des bereits in der Frühzeit der Fotografie verwendeten Fotogramms, so teilt die Staatsgalerie Stuttgart mit. Die Präsentation beginnt mit dieser Phase des künstlerischen Experimentierens und zeigt Fotogramme von Man Ray, László Moholy-Nagy, der ab 1923 am Bauhaus lehrt und sich dort intensiv mit der Fotografie und der „reinen Gestaltung des Lichtes“ beschäftigt, sowie Victor Vasarely und Anton Stankowski. Christian Schad ist durch eines seiner späteren Fotogramme vertreten, das der zweiten intensiven Beschäftigung mit dem Thema ab 1960 entstammt.

Anton Stankowski, Begrüßung Zürich Riedenplatz, 1932-1980, schwarzweiß Fotografie, 31,6 x 24,2 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Stankowski-Stiftung 2014Anton Stankowksi, Interferenz-Objekt als Negativ, 1933, Gelatine-Silber-Papier, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Stankowski-StiftungAntoni Mikolajczyk , aus der Serie: "Lichtzeichnungen I", no. 2/2/10, 1979 schwarzweiß Fotografie
54 x 70,5 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische SammlungMarcel Duchamp, Obres portées (Schlagschatten), 1917/18, schwarzweiß Fotografie - Vintage Print, Passepartout vom Künstler, Blatt: 8,2 x 6,1 cm; Passepartout: 15 x 10,7 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Walter de Maria, The Lightning Field, 1977, Colorfotografie Cibachrome, 50,7 x 60,8 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, © Walter de Maria 2014, Foto: John Cliett 1979

Die Staatsgalerie Stuttgart verfügt über einen umfangreichen Bestand an konzeptionellen Werken Sechziger- und Siebzigerjahre, den es ebenfalls wieder zu entdecken gilt. » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Regen in Erfurt

Regen in Erfurt, Deutschland (Keystone/AP Photo/Jens Meyer)

Regen in Erfurt, Deutschland (Keystone/AP Photo/Jens Meyer)

Modenschauen in London, Soldaten Friedhöfe in den USA und Italien und ein Schweizer Steinbruch

Gedenken an gefallene Soldaten in Holly Township, USA (Keystone/AP Photo/Paul Sancya)Gedenken an den Putsch vor 41 Jahren in Santiago, Chile (Keystone/EPA/Sebastian Silva)Der Cresciano Gneis fotografiert im Gotthard Steinbruch, Schweiz (Keystone/Samuel Golay)Modenschau in London, Großbritannien (Keystone/AP Photo/Alastair Grant)
Regen in Erfurt, Deutschland (Keystone/AP Photo/Jens Meyer)Modenschau in London, Großbritannien (Keystone/EPA/Andrew Cowie)Soldatenfriedhof in Fogliano Redipuglia, Italien (Keystone/EPA/Daniel Dal Zennaro)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Leserfoto – Hamburger Rathaus bei Nacht in HDR:
Effekt und Details

Man sollte, wenn man sich die Zeit nehmen kann, auf Kleinigkeiten achten.

(c) Borg Enders

(c) Borg Enders

Als ich meine Nikon D300s vor einigen Jahren gekauft hatte, wollte ich natürlich auch die neuen Kamerafeatures ausprobieren.
Hier mein erster Versuch an einem HDR.
Aufgenommen hatte ich 9 Bilder mit einem Belichtungsunterschied von jeweils +1/3 mit der Belichtungsreihenfunktion.
Diese Bilder wurden dann damals in Adobe Photoshop Elements zusammengefügt.
Leider ist dieses erste HDR auch eins der wenigen HDR Bilder, die mir gelungen sind.
Was denkt ihr? Braucht man 9 Bilder für ein gutes HDR oder anders was sind Tipps, um gute (nicht überzogene) HDRs hinzubekommen?

Vielen Dank schon mal!

HDR-Bilder („High Dynamic Range“) sind ein andauerndes Thema hier bei fokussiert. Wir haben Tutorien darüber veröffentlicht, Kritiken geschrieben, und mit unseren Lesern angeregt diskutiert. Unterm Strich ist HDR Geschmackssache, und seit sie in Mode kam, ist sie eine dieser Bearbeitungsmöglichkeiten, die jeder schon mal irgendwie ausprobiert hat, oder ausprobieren wollte. Wenn sie gut gemacht sind, haben sie einen gewissen „Wow“-Effekt. Wenn sie schlecht gemacht sind, bestechen sie auf negative Art durch überzogene Farben und Aureolen.

Zunächst einmal zu Deiner Frage, wieviele Fotos für ein gutes HDR eigentlich erforderlich sind: auch, wenn Deine Kamera eine Belichtungsreihe von neun Bildern in +/- 1/3 Schritten aufnehmen kann, benötigst Du so viele nicht. Fünf Aufnahmen im Abstand von +/-1 reichen vollkommen. Du kannst es selbst ausprobieren – das menschliche Auge kann diese Feinheiten fast nicht unterscheiden. Ich selbst habe festgestellt, daß es sogar manchmal komplett ausreicht, eine einzige RAW-Datei zu duplizieren und via Photomatix in ein Pseudo-HDR zu verwandeln. Der Effekt wird nicht ganz so stark, aber es fällt kaum auf. » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Erinnerung an den 11. September

Erinnerung an den 11. September in New York, USA (Keystone/AP Photo/Mark Lennihan)

Erinnerung an den 11. September in New York, USA (Keystone/AP Photo/Mark Lennihan)

Fluten in Pakistan, Heißluftballon in Japan und Nostalgiezug in den USA

In der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, USA (Keystone/AP Photo/Richard Vogel)Mädchen in Jhang, Pakistan (Keystone/AP Photo/K. M. Chaudary)Erinnerung an den 11. September in Washington, USA (Keystone/AP Photo/Pablo Martinez)Ballonfahrt in Aso, Japan (Keystone/EPA/Everett Kennedy Brown)
Erinnerung an den 11. September in New York, USA (Keystone/AP Photo/Mark Lennihan)Monsun-Fluten in Jhang, Pakistan (Keystone/EPA/Rahat Dar)Dampf und Schnee umspielen einen historischen Zug in Hill City, USA (Keystone/AP Photo/Chris Huber)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Tutorial:
Folgt dem Untergang der Sonne derjenige der Fotografie auf dem Fuße? (6)

Betrachtungen zu einem ebenso wirkungsvollen wie überstrapazierten Motiv.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einführung in das Thema
2. Ein meteorologisch-astronomischer Ausflug
3. Kompositorisch-dramaturgische Exkursionen
4. Eine psychologische Annäherung
5. Kurzer Boxenstop beim Kitschbegriff
6. Zurück im fotografischen Alltag: Was können wir tun?
7. Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Bisherige Tutorials des Autors

 

***

6. Zurück im fotografischen Alltag: Was können wir tun?

Nach diesen Durchgängen durch meteorologisch-astronomische, kompositorisch-dramaturgische und psychologische Gefilde einschließlich eines Rekurses auf den Kitschbegriff stellt sich nun die Frage, was wir aus all dem nun machen. Wir stellen uns also vor, nächstens wieder von einem Sonnenuntergangsmotiv zu stehen und Überlegungen hinsichtlich einer bildnerischen Umsetzung anzustellen.

Aus methodischen Gründen möchte ich die gegebenen in drei hauptsächliche Möglichkeiten unterteilen … » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Vollmond

Vollmond in Madrid, Spanien (Keystone/AP Photo/Andres Kudacki)

Vollmond in Madrid, Spanien (Keystone/AP Photo/Andres Kudacki)

Nationalrat in Bern, Modenschau in New York und Armut in Rio

Am Rande einer Modenschau in New York, USA (Keystone/AP Photo/Jason DeCrow)Vollmond in Madrid, Spanien (Keystone/AP Photo/Andres Kudacki)Im neuen Leadenhall Building in London, Großbritannien (Keystone/EPA/Will Oliver)Diskussion im Nationalrat in Bern, Schweiz (Keystone/Peter Klaunzer)
Herman Van Rompuy in Lissabon, Portugal (Keystone/EPA/Tiago Petinga)Diskussionen und Betriebsamkeit in der Wandelhalle des Bundeshauses in Bern, Schweiz (Keystone/Peter Klaunzer)In den Slums von Rio de Janeiro, Brasilien (Keystone/EPA/Antonio Lacerda)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Leserfoto – „Nudelsuppe“:
Qual der Wahl des Beschnitts

Manchmal ist der beste Beschnitt, keinen vorzunehmen.

(c) Alexander Sprinz

(c) Alexander Sprinz

Letztes Jahr in Thailand im Heimatdorf meiner Frau. Eine kleine Suppenküche, jeder kennt jeden und es wird immer gerne und ausführlich über die Alltagsthemen diskutiert.

Analog fotografiert mit einer Minox 35GL und Kodak Gold 200. Entwicklung und Scan stammen vom Großlabor. Bearbeitung mit Gimp, geradegestellt, beschnitten, selektiv konvertiert nach BW mit Betonung auf den roten Kanal, Tiefen etwas angehoben und eine leichte Vignette dazu. Falls für das Fokussiert.com-Team von Interesse, das Ausgangsbild gibt es hier: http://www.rotemorgen.de/wp-content/uploads/2014/03/Bild011_Neg.Nr_.9.jpg

Ich höre häufig die Kritik an der Kritik, daß immer nur empfohlen werde, das Bild zu beschneiden. Vorliegendes Leserfoto ist ein exzellentes Beispiel, wie dieser Entscheidungsprozeß ablaufen mag, und wann man sich gegen einen Beschnitt entscheiden kann.

Du hast hier einen Schnappschuß aus Thailand eingereicht. Zu sehen sind mehrere Leute unter einem Wellblechdach. Eine Frau steht an einem Tisch und bereitet etwas zu. Eine andere neben ihr läuft mit einer Schale Suppe auf zwei wartende Männer zu, die wiederum rechts auf einem Tisch sitzen. Niemand scheint Dich als Fotografen wahrzunehmen. Das Foto ist körnig, und Du hast Dich für eine Schwarzweißumwandlung entschieden, was den Dokumentarcharakter des Bildes noch unterstreicht. » weiterlesen

Fotografien aus 24 Stunden:
Mondsüchtig

Mondsüchtig und noch mehr Nächtliches

Noch einmal Supermond: Ein Paar am Missouri, Kansas City, USA (AP Photo/Charlie Riedel)Mutter-Gottes-Statue auf der Universität von South Bend, Ind., USA (AP Photo/South Bend Tribune, Robert Franklin)Ibis und Vollmond, Johannesburg, Südafrika  (AP Photo/Themba Hadebe)Mond über einem Bürogebäude, Springfield, Ill., USA . (AP Photo/Seth Perlman)
Mond zwischen Straßenlampen, Hannover, D,  EPA/JULIAN STRATENSCHULTEPferde in einem überfluteten Gelände in der Dämmerung, Moapa, Nev., USA (AP Photo/John Locher)Nachtaufnahme des Technikmuseums in Berlin, D, EPA/PAUL ZINKEN

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Leserfoto:
Fluch und Segen des spektakulären Motivs

Ein spektakuläres und entsprechend schon oft aufgenommenes Motiv kann sich auch zur Bürde verwandeln, wie ich in der heutigen, vergleichenden Bildbesprechung aufzeigen möchte.

Überblick
Einleitung
Beschreibung
Zusammenfassung
Bildteil (4 Bilder)

 

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Daniel Knieper aus dem nordfriesischen Husum hat uns das obige Bild unter dem Titel „False Kiva” in der Kategorie ‘Landschaftsfotografie’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Als ich das erste mal ein Bild vom False Kiva gesehen hatte, war es bereits um mich geschehen. Für mich stand fest, wenn ich die Gelegenheit bekomme muss ich diesen Ausblick selber genießen. Im Dezember 2013 bot sich nun die Gelegenheit und ich krönte einen Wochenendroadtrip mit einer Wanderung zum False Kiva im Canyonlands Nationalpark in Utah. Kamera Canon EOS 650D Objektiv Canon EF-S 10-22mm Brennweite 11mm Belichtungszeit 1/400s ISO 100”

Über Ausrüstung und Aufnahmedaten hatte Daniel bereits berichtet. Zu ergänzen wäre noch die kleinbildäquivalente Brennweite von 17,6 mm bei einem Formatfaktor von 1,6.

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Zu ‘False Kiva’ mußte ich selbst erst ein wenig recherchieren …

Vergleichsarbeit (Quelle: John Fowler, Wikipedia)

Vergleichsarbeit (Quelle: John Fowler, Wikipedia)

Im englischen Wikipediabeitrag findet sich der entscheidende Hinweis: „False Kiva is a human-made stone circle of unknown origin in a cave in a remote area of the Canyonlands National Park, which is located in U.S. state of Utah … It has become a popular spot for photographers capturing the Southwest, offering a unique frame for the dramatic thunderstorms or clear skies beyond.”

Es geht also um den Steinkreis und den Ausblick als ein recht bekanntes Fotomotiv. Und es geht auch darum, wie sich Daniels Arbeit im Vergleich zu den zahllosen Abbildungen diese Motivs hält. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen