Tschechische Fotografie:
Bisher kaum entdeckt

Die tschechische Fotografie ist international bisher wenig entdeckt, kann sich aber einer Vielzahl origineller und talentierter Fotografen rühmen. Eine Ausstellung in Bonn stellt sie uns vor.

Tono Stano (geb. 1960): Sense, 1992, Sammlung des Fotografen

Tono Stano (geb. 1960): Sense, 1992, Sammlung des Fotografen

Ob Surrealismus oder andere Richtungen der Avantgarde-Fotografie, Realismus oder klassische Bildreportage – in allen Richtungen waren und sind tschechische Fotografen vertreten. Die Geschichte der tschechischen Fotografie des 20. Jahrhunderts wird nun erstmals in Deutschland präsentiert – in der Bonner Bundeskunsthalle. Am Sonntag, 15. März, zeigt 3sat einen Film dazu.

Das Spektrum der Ausstellung reicht vom Piktorialismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Avantgarde-Fotografie und die Fotomontagen der Zwanziger- bis Vierzigerjahre bis zu den zeitgenössischen Trends, wie die Bundeskunsthalle dazu mitteilt. Mit rund 450 Fotografien stellt sie die wichtigen Tendenzen, Künstler und Werke der tschechischen Fotografie vor.

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24 Stunden:
Eklektischer Mix

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)


Die besten Bilder zum Samstag. Mehr fällt mir dazu derzeit nicht ein.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Wassertor:
Schräge Linien

Lowkey-Aufnahmen mit hohem Schwarzanteil sind ein Abenteuerspielplatz fürs Auge. Sie sollten aber im Dunkeln etwas zu bieten haben. Hier stören ausserdem die stürzenden Linien.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© A Wagner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© A Wagner).

Kommentar des Fotografen:

Ich bin zwar kein Anfänger in der Fotografie, aber von der Qualität, die mir vorschwebt noch sehr weit entfernt. Ich möchte mich in nächster Zeit auf Architektur und Industrie konzentrieren. Als nächsten Schritt möchte ich das Augenmerk auf Gestaltung und Aussage des Bildes legen. Eins nach dem anderen…Ich bitte um Kommentierung der ersten Versuche hier, denn besser werden hat noch keinem geschadet…

Peter Sennhauser meint zum Bild von A Wagner:

Lowkey-Aufnahmen mit mehrheitlich dunklen Bildteilen sind eine Herausforderung für den Betrachter: Wir ahnen, nein, wir wissen, dass da im Dunklen Dinge zu sehen sind, die sich nur leicht vom Rabenschwarz abheben – und so suchen wir im Bild nach den versteckten Botschaften…

Ich habe mit dieser allerdings in der hier vorliegenden, auf den ersten Blick durch eine angenehme Komposition erfreulichen, Aufnahme ein Problem: Ich finde keine versteckte Botschaft.

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24 Stunden:
Das Licht der Welt

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)


Wir reden davon, als ob es eine objektive Sache wäre – das Licht der Welt ist noch nicht mal für alle das gleiche, die es zum ersten Mal erblicken.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Fantasyfilm-Romantik:
Gelungener Tunnelblick

Nebel, Bäume, Wasser, Rennaissance: Ein gelungenes Stimmungsbild mit einem raffinierten Dreh – dem “Filmausschnitt”.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Wolf).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Wolf).


Kommentar des Fotografen:

“Another World”: Nebel, Linien, die das Auge leiten, Reflexion, Statuen, mystische Atmosphäre und ein paar andere Umstände waren einfach fantastisch an diesem Morgen. Ich liebe diese Fantasy-Film-Ähnlichen Fotos einfach!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Martin Wolf:

Nebel ist etwas Faszinierendes, mit dem zu spielen sich lohnt. Wie oft habe ich im Sommer (in San Francisco ist der Sommer ein konstanter Herbst, der im Herbst in einen wunderschönen Sommer übergeht…) im Golden Gate Park nach Sonnenuntergang geflucht, weil ich die Kamera nicht dabei hatte und die Nebelschwaden mal wieder die eigene Vorstellungskraft auf eine Karussellfahrt mitnahmen.

Dir ist meiner Ansicht nach hier ein schönes, wenn auch etwas sehr melancholisches Bild gelungen. Vor allem aber zeigt es, was man mit einer dezenten, wohlüberlegten Bearbeitung aus einem Foto zusätzlich herausholen kann.

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Vollmond:
Ein Morgenbild

Vollmond: Die meisten versuchen ihn abends zu kriegen, dabei gehts morgens viel einfacher (wenn man aufstehen mag).

Der Saft-Mond. (Keystone)

Der Saft-Mond. (Keystone)

Ich hab das Zeitfenster diesen Monat verpasst, was mich nicht hindert, einmal mehr auf meine Mondfotografie-Serie hinzuweisen.

Und andere erledigen Job ja auch immer wieder für einen. Der San Francisco Chronicle beschäftigt Frederic Larsen, einen Fotografen, der wohl ungefähr jede mögliche Mondaufnahme in der Stadt gemacht hat, und jetzt sitzt offensichtlich Peter Dasilva von der EPA auf Alcatraz, wo er diesen “Saft-Mond eingefangen haben muss.

Das Fährboot kann als Weissabgleich dienen und unterstreicht die Bernstein-Farbe des Mondes, der angeblich Saft-Mond genannt wird, weil jetzt die Säfte des Ahorns zu fliessen beginnen, die als Maple-Syrup geerntet werden.

24 Stunden:
Köpfe

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)


Gesichter und Köpfe – zwei tierische davon aus meinen beiden liebsten Zoos der welt.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Gegenlicht:
Sonne im Herzen

Direktes Gegenlicht muss nicht zu Silhouetten führen. Bei näherem Hinsehen bringt eine Kontrasterhöhung so manch interessantes Detail zum Vorschein.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Krehl).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Krehl).

Kommentar des Fotografen:

Light-Show auf Phönix-West in Dortmund. Kunst-Standort war das ehemalige Stahlwerks-Gelände Phönix schon häufiger, z.B. mit nächtlichen Lichtinstallationen. An diesem wolkenlosen Spätnachmittag am 30. Januar 2009 um 15.30 Uhr hat mir Sonne und Gegenlicht eine Light-Show mit grünem Ausrufungszeichen auf dem Gasometer beschert.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Michael Krehl:

Ein (ver)alt(et)er Fotografenspruch ist mir immer noch im Ohr: „Sonne im Rücken bringt Fotografenentzücken!“ Und oftmals werde ich auch heute noch angesprochen, ob ich denn wirklich gegen die Sonne fotografieren will.

Ja, ich will. Sage ich dann meistens (muss natürlich schon mal gucken, wer mir so gegenübersteht ;-)). Denn gerade im Gegenlicht kommen viele Motive erst richtig zur Geltung. Mein Fotodesign-Dozent hatte einen anderen Spruch parat:

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24 Stunden:
Faszination des Schreckens

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder Keystone)


Unglück, Bedrohung oder Ergebnis einer Schreckenstat: Die Bilder davon ziehen den inneren Voyeur unweigerlich in ihren Bann.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Nebelmeer:
Auf das Schönste konzentrieren

Bei einer schönen Landschaft liegt das Geheimnis des Bildes in der Wahl des Ausschnitts. Meistens fassen wir ihn zu weit – aber das Bild steckt drin.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Wonisch).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Wonisch).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild enstand bei einem (Foto-)Ausflug auf einen Schwarzwald-Gipfel bei Inversions-Wetterlage. Der Nebel im Tal selbst war schon sehr imposant, aber als dann ein Pärchen Hand-in-Hand den Sonnenuntergang betrachtete, beschloss ich, sie noch mit in die Komposition einzubeziehen. Die Aussage ist für mich die Analogie zwischen Schönheit & Mächtigkeit der Natur und dem Leben (und Lieben) der Menschen. Um die “Schönheit” zu betonen, habe ich die Sättigung im Himmel etwas erhöht und zusätzlich einen Gradientenfilter angewendet.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Andreas Wonisch:

Es ist ein wunderschöner Moment, den Du hier eingefangen hast. Der Blick über das (Nebel)Tal und die gerade noch aus dem Nebel schauenden Rücken der Hügel ist wirklich imposant. Die Idee mit den Menschen im Vordergrund finde ich auch sehr gelungen.

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