Paul Graham:
Die ungeschminkte Wirklichkeit

Der Brite Paul Graham richtet seinen Blick ohne Umschweife auf die soziale Wirklichkeit – sei es im Arbeitsamt oder in der Landschaft Nordirlands. Und er findet, Digitaltechnik befreie die Fotografen.

Paul Graham: Fotografie aus der Serie Beyond Caring, 1984-85. © Paul Graham, 2008

Paul Graham: Fotografie aus der Serie Beyond Caring, 1984-85. © Paul Graham, 2008

Paul Graham steht in der Tradition der britischen sozialdokumentarischen Fotografie, die nach dem Zweiten Weltkrieg der gebürtige Hamburger Bill Brandt begründet hat. Das Essener Museum Folkwang zeigt erstmals in Deutschland eine Zusammenfassung von Grahams Werk.

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24 Stunden:
Menschen und Dinge

Moskau, Russland; Minnehonk Lake, Maine, USA; Genf, Schweiz; Beit Lahiya, Gaza; London, England; Esteli, Nicaragua; Pachay las Lomas, Guatemala. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)

Moskau, Russland; Minnehonk Lake, Maine, USA; Genf, Schweiz; Beit Lahiya, Gaza; London, England; Esteli, Nicaragua; Pachay las Lomas, Guatemala. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)

Menschen im Alltag, an der Arbeit, im Umgang mit Dingen: Situationsbilder und Geschichten.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Zeitgenössische Fotokunst:
Spot on Africa

Bislang wenig beachtet in Europa – die zeitgenössische Fotografie Afrikas. In Stuttgart ist nun ein Kennenlernen möglich – “Spot on … Africa”.

Aida Muluneh: Der Geist der Schwesternschaft aus der Serie Äthiopisches Licht

Aida Muluneh: Der Geist der Schwesternschaft aus der Serie Äthiopisches Licht

Die “Rencontres Africaines de la Photographie” im westafrikanischen Mali genießen wohl international einen sehr guten Ruf, wurden jedoch hierzulande bislang kaum wahrgenommen. Die Stuttgarter Galerie des deutschen Institutes für Auslandsbeziehungen (ifa) stellt uns in einer Auswahl elf afrikanische Fotografinnen und Fotografen vor.

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Low Key Tafel:
Feinabstimmung verpasst

Eine Kamera kann aus Alltäglichem ein Kunstwerk machen. Dazu muss aber der Fotograf das Bild in der Nachbearbeitung perfektionieren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Markus Stange).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Markus Stange).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstand in einem Amsterdamer Cafe. Mich faszinierte an diesem Motiv vor allem der hohe Kontrastumfang.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Markus Stange:

Es erstaunt mich oft, wie Fotografie aus einer gewöhnlichen, normalen Szenerie etwas so verblüffend Ästhetisches machen kann. Hier werden ein Tisch, Stühle und Geschirr in ein wunderbares Stillleben verwandelt, das an ein Gemälde aus dem 17. oder 18. Jahrhundert erinnert.

Besonders bei solchen Szenen spielt das Licht dabei eine wesentliche Rolle:

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24 Stunden:
Im Gegenlicht

Ramallah, West Bank (2x); St. Petersburg, Russland; Beit Lahiya, Gaza; Washington, USA; Rio de Janeiro, Brasilien; Tel Aviv, Israel. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)

Ramallah, West Bank (2x); St. Petersburg, Russland; Beit Lahiya, Gaza; Washington, USA; Rio de Janeiro, Brasilien; Tel Aviv, Israel. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)

Schattenriss- und Gegenlichtbilder schaffen eine eindeujtige, einfach zu verstehende Welt.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Landschaftsfotografie:
Wenn Wolken über den Himmel rasen

Landschaftsfotografie ist eine behäbige, langsame Sache? Weit gefehlt. Wer seine Ausrüstung nicht im Griff und das Licht nicht im Auge hat, bleibt auf der Strecke. Erste Lektion des Death-Valley-Workshops.

Die vier keeper: Die Sonne wartet nicht. Klick für Vollansicht (© Peter Sennhauser)

Die vier keeper: Die Sonne wartet nicht. Klick für Vollansicht (© Peter Sennhauser)

Es war eine ernüchternde Erfahrung: Ich halte mich für einen ganz passablen Landschaftsfotografen, ich sehe Motive, und ich weiss einigermassen, wie ich sie inszenieren kann. Aber mit dem ersten Sonnenuntergang im Death Valley kamen leise Zweifel in mir auf, ob ich für diesen Typus der Fotografie schnell genug bin.

Schnell genug? Gary Hart, der Workshop-Leiter, hatte noch vor dem Shooting gesagt: “Ich bin Landschaftsfotograf. Ich fotografiere nichts, was sich bewegt.” Und Don Smith, Profi-Sportfotograf seit dreissig Jahren und Garys Ko-Instruktor, hatte auf die Geduld verwiesen, die in der Landschaftsfotografie nötig sei. Wie kann man also für diese Art der Fotografie nicht schnell genug sein?

Oh, es ist ganz einfach:

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Gegenlichtromantik:
Lass die Sonne brennen

Aufnahmen direkt ins Sonnenlicht sind häufig unterbelichtet. Statt Belichtungskorrektur nach Schätzwerten anzuwenden, lohnt sich der Einsatz der Spotmessung.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Immo Lackschewitz).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Immo Lackschewitz).

Kommentar des Fotografen:

Yellowstone NP, September 2008, Norris Geysir Basin. Was hier so ruhig wirkt, ist das Ergebnis spontanen Sehens und Zupackens. Ich hatte gerade noch Zeit darauf zu achten, dass der Steg einigermaßen parallel zur unteren Bildkante verläuft. In die Abendsonne hineingehalten und auf Verdacht 3 Blenden heruntergedreht. Bilddaten deswegen nur näherungsweise angegeben. Hier sind sie: Konica Minolta Dimage A2, M-Modus, Bl. 16, 1/60 sec

Peter Sennhauser meint zum Bild von Immo Lackschewitz:

Ein romantischer Abendspaziergang an dampfendem Gewässer: Dieses Bild lebt vom Paar, das auf dem Steg vor der Sonne lustwandelt. Alle anderen Elemente sind zwar für die Gesamtkomposition unabdingbar – aber ohne die beiden Menschen wäre das Bild eine ziemlich öde Angelegenheit. Gut gesehen, und ziemlich gut reagiert. Wäre es noch besser gegangen? Ich denke ja:

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24 Stunden:
Kuriose Ansichten

Vancouver, Kanada; Stara Zagora, Bulgarien; Val d'Isère, Frankreich; Washington, USA; Marib-Provinz, Jemen; Glapagos; New York, USA. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)

Vancouver, Kanada; Stara Zagora, Bulgarien; Val d'Isère, Frankreich; Washington, USA; Marib-Provinz, Jemen; Glapagos; New York, USA. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)

Fotos sollen unter anderem überraschen, fesseln, Geschichten erzählen. Das gelingt immer, wenn die Situation im Bild “nicht stimmt”.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Investition Foto-Workshop:
Die richtige Wahl treffen

Foto-Workshops sind eine grossartige Weiterbildungsmöglichkeit für Amateure. Sieben Punkte, mit denen man den richtigen Kurs findet.

Workshops: Die Qual der Wahl

Workshops: Die Qual der Wahl

Workshops sind die Tugend, die viele Fotoprofis aus der Not machen, die ihnen durch die Digitaltechnologie entstanden ist: Die Masse der schnell lernenden Amateure und Selfmade-Digitalfotografen ist unerwünschte Konkurrenz und zugleich ein ganz neuer Markt. Denn sie wollen lernen.

Immer mehr Berufsfotografen bieten deshalb Workshops an und geben ihr Wissen mehr oder weniger bereitwillig weiter. Und ebenso viele Berufsleute ohne jede didaktische Fähigkeit oder – schlimmer – selbsternannte Fotografen zielen auf den schnellen Euro und machen die Wahl des Kurses zum Roulettespiel.

Dabei ist ein Workshop, richtig begleitet und mit der richtigen Zusammensetzung an Teilnehmern, nicht nur die effizienteste, sondern auch die vergnüglichste Form, sich technisch und künstlerisch weiter zu entwickeln. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, jährlich mindestens zwei Kurse zu besuchen – sei es nun ein zweitägiger Beleuchtungslehrgang im Studio oder fünf Tage Landschaftsfotografie im Death Valley.

Die habe ich, wie an anderer Stelle bereits vermerkt, grade hinter mich gebracht. Der Workshop war in jeder Hinsicht ein Erfolg:

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Leuchtfahrrad:
Lowkey und viele Linien

Blickführung durch viele markante Linien und eine klare Aussage durch Lowkey-Belichtung sind starke Gestaltungselemente in einem Bild. Sie brauchen aber einen Inhalt und ein gewisses Mass an Balance.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Schnorf).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Schnorf).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Motiv habe ich heute auf dem Heimweg von der Arbeit entdeckt, es steht auf einer Holzrampe bei einem Farhrradgeschäft. Eigentlich laufe ich jeden Tag an diesem vorbei, ist mit erst jetzt aufgefallen (zum Glück wohne ich nur 3 Fussminuten davon entfernt:). Das Originalbild (unbearbeitet) hat einen sehr starken Gelbstich, der von den Strassenlaternen und der Radbeleuchtung kommt. Ich versuchte diesen nachträglich zu entfernen, leider nicht zufriedenstellend, deshalb S/W.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas Schnorf:

Bevor du weiterliest, schau dir das Foto noch einmal lange und gründlich an und überleg mal, warum es optisch interessant ist.

Und, was denkst du? Inhalt? Bildkomposition? Licht? Alles zusammen?

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