Konzertbild:
10 Minuten Stress

Wie kann man trotz all der widrigen Umstände an Konzerten die positiven Elemente nutzen, um gute Fotos zu machen?

© Michael Schmid - Canon EOS 20D - 1/800s - f/2.8 - ISO 400 - 70mm (90mm)

© Michael Schmid - Canon EOS 20D - 1/800s - f/2.8 - ISO 400 - 70mm (90mm)


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Schmid). – Canon EOS 20D – 1/800s – f/2.8 – ISO 400 – 70mm (90mm)

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Schmid:

Wird ein Fotograf zu einem Konzert gesandt, dann, um die Lebendigkeit, Energie und Emotionen des Interpreten und die Essenz der Show festzuhalten.

Die positive Seite der Konzertfotografie ist, dass es normalerweise jede Menge Elemente gibt, mit denen Du Deinen Sucher füllen kannst, denn Konzerte sind dazu da, die Sinne visuell und akustisch zu stimulieren, z.B. mit Explosionen, buntem Licht, glitzernden Kostümen, sowie den kreischenden Fans.

Aus einer Reihe von Gründen kann es jedoch schwierig sein, gute Konzertfotos zu machen:

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24 Stunden:
Nah und fern

Beste Pressebilder

Beste Pressebilder


Berg Rila, Bulgarien; Norddeich, Deutschland; Tiflis, Georgien; Huairou-Provinz, China; La Guardia, Bolivien. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Vielschichtige Pressebilder sind eine besondere Kategorie: In den verschiedenen Ebenen stecken Teile der Gesamtinformation – was in sich einen künstlerischen Ausdruck darstellt.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

 

Josef Koudelka:
Das Ende des Frühlings

Vor 40 Jahren – am 21. August 1968 – endete der hoffnungsvolle “Prager Frühling” in Gewalt und Unterdrückung. Josef Koudelkas Bilder aus den Tagen der Invasion blieben bis heute weltweit im kollektiven Gedächtnis.

Josef Koudelka: Prag 1968 – schon nach 12 Uhr

Josef Koudelka: Prag 1968 – schon nach 12 Uhr


Josef Koudelka: Prag 1968 – schon 12 Uhr vorbei

Koudelkas Bilder gingen damals im August 1968 um die Welt. Er konnte seine Filme heimlich außer Landes bringen. Die Fotoagentur Magnum entwickelte die Fotos und veröffentlichte sie zuerst anonym unter dem Kürzel “P.P.” für “Prag Photographer”. Erst Jahre später, als er selbst emigriert war, konnte Josef Koudelka sich als Autor bekennen. Eine Ausstellung in Prag zeigt die Bilder bis zum 13. September.

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Grössenvergleich:
Zu viel ist zu wenig

Diesem Bild fehlt eine eindeutige Aussage – durch fehlenden Vorder- und Hintergrund und einen Mangel an Konzentration auf das Wesentliche. Die Bildabsicht – ein Grössenkontrast – wird nicht erreicht.

© Thomas Meier. - Canon EOS 450D - 1/250s - f/11 - ISO 100 - 10mm (15mm)

© Thomas Meier. - Canon EOS 450D - 1/250s - f/11 - ISO 100 - 10mm (15mm)


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Meier). – Canon EOS 450D – 1/250s – f/11 – ISO 100 – 10mm (15mm)

Kommentar des Fotografen:

War am Wochenende in Cadiz. Den Kontrast zwischen kl. Fischerbooten und gigantischen Strommasten fand ich interessant (alt und modern, groß und klein). Zum Bildaufbau: Hauptmotiv ist der Strommast rechts, Blick soll von den Seezeichen unten halb rechts in einer Linie zum Hauptmotiv und dann in den Mittelpunkt zum zweiten Mast auf der anderen Seite der Meerenge gehen.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Thomas Meier:

Der Fotograf wollte bei diesem Bild den Kontrast zwischen kleinen, alten Fischerbooten und dem gigantischen, moderenen Strommast hervorheben. Eine gute Idee, da diese Kontraste ganz offensichtlich vorhanden sind und damit allein schon Spannung im Bild erzeugen könnten.

Könnten, denn im Foto selber gibt es keine Spannung, da die Kontraste der Bildinhalte nicht sorgfältig genug herausgearbeitet wurden:

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24 Stunden:
“Konflikt”

Die besten Pressebilder

Die besten Pressebilder


Gori, Georgien; Tiflis, Georgien; Gori, Georgien; Baqouba, Irak, Jammu, Indien. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Es heisst nicht mehr Krieg oder Bürgerkrieg, sondern politisch korrekt und völlig unparteiisch “Konflikt”, und es kommt in allen Formen und Gestalten daher – in den Bildern meistens nicht zu sehen ist das Leiden der Zivilbevölkerung. In Georgien, wo die Parteien nicht die Kontrolle ausüben wie beispielsweise die US-Militärs im Irak, hat sich das für einmal geändert.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

 

Hochzeitsbild:
Leichte Eingriffe

Die Nachbearbeitung von Bildern in Photoshop oder einer anderen Software-Dunkelkammer heisst nicht, dass ein Bild nicht gut genug war – wirklich gute Bilder verdienen leichte Eingriffe.

© Volker Hackmann - 1/125s - f/2.5 - ISO 400 - 85mm

© Volker Hackmann - 1/125s - f/2.5 - ISO 400 - 85mm


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Volker Hackmann). – 1/125s – f/2.5 – ISO 400 – 85mm

Kommentar des Fotografen:

Eine Freundin hat letzte Woche geheiratet und mich gebeten, während der Trauung zu fotografieren. Blende 2,5 Belichtungszeit 1/125 ISO 400 85 mm Im RAW-Konverter habe ich die Blende um +0,9 korrigiert, sowie ein bisschen mit Helligkeit und Kontrast rumgespielt.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Volker Hackmann:

Dies ist ein visuell ansprechendes Porträt einer Braut, interessant besonders wegen der Beleuchtung. Es scheint natürliches Licht zu sein, das durch Fenster auf der rechten Seite fällt. Diese Beleuchtung ist gelungen, denn die eine Gesichtshälfte ist beleuchtet, während immer noch genug Licht bleibt, um nicht die andere Seite des Gesichts in tiefem Schatten verschwinden zu lassen, wie es manchmal passieren kann, wenn man mit Fenstern und natürlichem Licht arbeitet.

Durch eine leichte Überbelichtung haben die Farben einen pastellartigen Unterton bekommen. Dies mit der leichten Unschärfe gibt dem Foto fast einen verträumten Anschein.

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24 Stunden:
Der Moment des Abgangs

Die besten Pressebilder

Die besten Pressebilder


Quetta, Pakistan; Hamburg, Deutschland; Köln, Deutschland; Peking, China -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

 

Fotografieren an den olympischen Spielen:
Hürden der Sportfotografen

Das Foto-Team von Newsweek bloggt über die Erfahrungen an den olympischen Spielen – mit unzähligen “anderen” Bildern und vielen Einblicken in den Job der Sportfotografen.

Zu sehen, wie die Fotografen hunderte von ferngesteuerten Kameras einrichten, ist geradezu komisch: Newsweek-Fotograf Vincent Laforet publiziert Einsichten in den Job der Olympia-Fotografen in Wort und vielen Bildern.

Zu sehen, wie die Fotografen hunderte von ferngesteuerten Kameras einrichten, ist geradezu komisch: Newsweek-Fotograf Vincent Laforet publiziert Einsichten in den Job der Olympia-Fotografen in Wort und vielen Bildern.

“Zu sehen, wie die Fotografen hunderte von ferngesteuerten Kameras in Serie einrichten, ist geradezu komisch. Die Fotografen stellen den Fokus jeder Kamera ein, nehmen letzte Detaileinstellungen an der Komposition zur vollständigen Perfektion vor – und irgendwann wird ein anderer Fotograf unweigerlich über eine der Installationsschienen stolpern, und zwei Dutzend Kameras müssen wieder neu eingestellt werden. Es ist vollkommen verrückt, glaubt mir… “

Newsweek-Fotograf Vincent Laforet und seine Kollegen Mike Powell und Donald Miralle schreiben eines der interessantesten Olympia-Fotoblogs, die derzeit zu verfolgen sind:

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Robert Polidori:
Auf den Spuren der Zeit

Der Kanadier Robert Polidori ist auf der Suche nach den Spuren der Zeit. Seine opulenten Bilder aus Versailles oder dem Kreml werden gerade in Berlin bei Camera Work gezeigt.

Robert Polidori: Empty Frame Salles de XVIIIeme, Chateau de Versailles 1984

Robert Polidori: Empty Frame Salles de XVIIIeme, Chateau de Versailles 1984


Robert Polidori: Empty Frame Salles de XVIIIeme, Schloss Versailles 1984

Robert Polidori interessiert sich nicht allein für die Architektur der meistens glanzvollen Orte. Er sucht die Patina der Geschichte und erzählt in seinen Bildern davon, was dort alles bisher wohl geschehen sein könnte.

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Richtiger Moment:
Falsche Perspektive

Wenn er einen besonderen Moment erlebt, muss ein Fotograf alles geben, um diese Stimmung auch im Bild zu transportieren. Diskretes Vorgehen ist immer vorteilhaft, aber Hemmungen sind hinderlich.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Figaj). - Canon EOS 350D DIGITAL - 1/40s - f/5.6 - ISO 400 - 45mm (67mm)

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Figaj). - Canon EOS 350D DIGITAL - 1/40s - f/5.6 - ISO 400 - 45mm (67mm)


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Figaj). – Canon EOS 350D DIGITAL – 1/40s – f/5.6 – ISO 400 – 45mm (67mm)

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme entstand in einem kleineren Tempel in Bangkok, abseits der “Schauzeremonien” schon zu recht später Stunde. Nach einem freundlichen Blick eines seitlich betenden Mönchs kniete ich mich in die letzte Reihe und wartete erst einige Minuten ab, bevor ich ein paar Bilder schoss – inzwischen saßen auch betende Mönche hinter mir. Für mich ein magischer und auch authentischer Moment in einer sonst hektischen Stadt.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Patrick Figaj:

Dieses Bild funktioniert meiner Meinung nach nicht. Vor allem aber deckt sich die emotionale Beschreibung des Moments nicht mit dem transportierten Inhalt des Fotos. Dies hat mehrere inhaltiche Gründe:

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