John Katzenbach – Der Fotograf:
Der Bilderjäger als Irrer

Wenn ein Buch “Der Fotograf” heißt, dann ist es doch ganz bestimmt für Fotografen interessant? Nicht unbedingt…

John Katzenbach - Der Fotograf

John Katzenbach - Der Fotograf


Hörbuch “John Katzenbach – Der Fotograf”

Vor einiger Zeit hatte der Hörbuch-Anbieter Audible Gutscheine verschenkt für Hörbücher von John Katzenbach. Dieser schreibt immer im Milieu von New York, Cape Cod und Long Island, im Milieu von psychisch schwer gestörten Mördern, Psychiatern und Psychopathen, wobei garantiert keine wirklich normale Person im Buch vorkommt – zumindest nicht längere Zeit lebendig.

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Bienenperspektive:
Frischer Blickwinkel

Bei Tierbildern wirkt der Kniff, sich auf Augenhöhe mit dem Motiv zu begeben und die Welt aus seiner Sicht abzulichten. Das Motiv sollte aber auch dabei nicht in der toten Bildmitte liegen – häufig ist der Gebrauch von Fokus- und Belichtungsspeicher angezeigt.

Thomas Hofer

Thomas Hofer


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Hofer). – Canon IXUS 400 – 1/400s – f/7.1 – 7.4mm (34mm)

Kommentar des Fotografen:

Vor vier Jahren mit meiner ersten Digitalkamera aufgenommen.

Profi Robert B. Fishman meint zum Bild von Thomas Hofer:

Bisweilen ist doch verblüffend, was sich mit einer kleinen Kompaktkamera wie der IXUS alles anstellen lässt. Angesichts der kurzen realen Brennweite erstaunt hier vorallem die Schärfentiefe: Genau die eine Blüte und das Insekt sind im Fokus, alles andere verschwimmt im Hintergrund – ein Effekt, der mit Kompaktkameras in der Regel nur im Makro-Modus möglich ist.

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24 Stunden:
Neugier am Fenster

Neugier

Neugier


Qunu, Südafrika; Acre, Israel, Portel-Pass, Frankreich; Dhaka, Bangladesch. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Neugierige Schüler aus nächster Nähe – ihre ungebrochene Konzentration für den lokalen Schulchor gab dem Fotografen Gelegenheit, ihre Neugier in einer unmittelbaren Art abzubilden, ohne den Moment mit seiner Präsenz zu stören. Weitere Legenden nach Klick aufs Bild.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

 

 

Weihnachtskommerz:
Ein Schritt zurück

Ausschnitte aus uns allen bekannten Szenen können zu einer Aussage verdichtet werden. Dazu muss aber die Botschafts eindeutig sein – und das Bild muss entweder inhaltsverstärkend verfremdet werden oder den Konventionen folgen.

Nam Chu Hoai

Nam Chu Hoai


Leserfoto: Klick
für Vollansicht (© Nam Chu Hoai). – Fuji Finepix S6500 – ISO 400 – F2.8 – 1/30 sec

Kommentar des Fotografen:

Kaufhof Alexanderplatz, Berlin. Das Bild ist eher auf der Tour nach Motiven entstanden, soll ansatzweise Kritik an Kommerzialisierung aussagen, deshalb die Santas verpackt und im Preis gesenkt. Titel wäre “3,2,1…meins?” Ich bin noch eher Anfänger, nicht gerade schön umgesetzt, viel plastisches mit Bearbeitung in Gimp, Ubuntu

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Nam Chu Hoai:

Vom Inhalt her erinnert mich dieses Foto ein bisschen an die surrealistischen Arbeiten des französischen Fotografen Eugene Atget:

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Martin Fengel:
Am Rand des Faktischen

Martin Fengels neue Bilderserie “Journal of Science” erweckt den Anschein wissenschaftlicher Genauigkeit, führt aber tatsächlich an den Rand des Faktischen.

fengelabb4.jpg

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Martin Fengel: Abb. 4 und Abb. 2

Zu sehen sind rätselhafte Objekte, die aus dem Inventar von Museen der Naturkunde oder Technik oder anderen Gebäuden mit sonst offizösem Zweck stammen könnten. In der Fotografischen Sammlung des Münchner Stadtmuseums bis 21. September.

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Strassenmöbel:
Spannung erzeugen

Manche Alltagsszene aus unserem Stadtleben gibt sogar ohne Menschen ein gutes Motiv ab. Aber was nicht Teil einer Serie ist, muss durch die Komposition Spannung gewinnen.

Sebastian Bartels

Sebastian Bartels


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sebastian Bartels). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Eigentlich schon ein schönes Motiv, vor allem bleiben solche Sachen in Berlin nicht lange auf der Straße stehen). Trotzdem fehlt mir etwas am Bild, etwas Spannung vielleicht? Hätte ich z.B. einen anderen Winkel wählen sollen?

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Sebastian Bartels:

Ich glaube, dass das bloße Verändern der Perspektive nicht viel geholfen hätte, um dieses Foto aufregender zu gestalten.

Aufregung und Spannung wird normalerweise in Fotos vom Inhalt übertragen:

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Deutsche Guggenheim:Aktuelles aus Amerika

Die Deutsche Guggenheim in Berlin zeigt über den Sommer aktuelle amerikanische Kunst – das meiste Fotografie und Video, aber auch Skulptur und Installation.

Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995

Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995


Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995

Jaja, das da oben auf Sara Gilberts Foto, das ist Leonardo DiCaprio – und er war ihr Freund. Die Bilder entstanden noch vor dem Aufstieg des Schauspielers zum Superstar. Die Ausstellung, in der unter vielen anderen die Bilder von DiCaprio zu sehen sind, heißt “Freeway Balconies”. Übersetzt etwa: “Balkone über der Schnellstraße”. Das soll den Schnittpunkt zwischen Spektakel und Voyeurismus in der amerikanischen Kultur meinen.

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F/Stop-Festival in Leipzig:
Viele Kilometer Fotografie

In Leipzig beginnt am 16. Juli 2008 das zweite F/Stop-Festival für internationale künstlerische Fotografie. 84 Künstler aus 15 Ländern gibt es dort zu sehen.

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)


Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)

Gut zu Fuß sollte man sein und sich auf eine kleine Wanderung einstellen: Den 30 Ausstellungsorten auf dem Gelände der Spinnerei im Leipziger Stadtteil Plagwitz schließt sich ein weiterer Kunstparcours von rund zwei Kilometern Länge an. Bis Sonntag, 20. Juli.

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Tanz auf dem Vulkan:
Nicht zu viel wollen

Was war zuerst: Das Bild oder seine Botschaft? Amateure überfordern sich häufig, weil sie unbedingt eine Aussage in ein Bild fassen statt nach Bildern mit Aussage suchen wollen. Beide Ansätze sind möglich – aber der erste ist ungleich aufwändiger.

Caro Nadler

Caro Nadler


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Caro Nadler). – Nikon D200, 10mm (Sigma-Zoom 10-22 mm), f 8.0, 1/250 Sek

Kommentar des Fotografen:

Fuerteventura, Casas El jablito. An diesem Motiv faszinierte mich der Kontrast zwischen der sehr einfachen Hütte, dem Auto und dem Vulklankegel im Hintergrund. Mit der 10mm-Brennweite hatte ich versucht, eine Spannung ins Bild zu bringen, bin aber nicht wirklich glücklich: die Hütte ist mir zu mittig, das Auto kommt nicht zur Geltung. Eine Änderung der Position war schwierig, da sonst das Gebäude links von mir (siehe Schatten) auf das Bild gekommen wäre. Muss man manchmal einfach vor den örtlichen Gegebenheiten kapitulieren?

Peter Sennhausermeint zum Bild von Caro Nadler:

Die Antwort auf Deine Frage lautet zweifellos Jein. Du musst nicht vor den Gegebenheiten kapitulieren – aber vielleicht vor der Beschränkung der Möglichkeiten durch Zeit und Aufwand:

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Konica Museum of Beauty3D-”Fotografie”

Werbeseiten von Kameraherstellern sind selten interessant, wenn man nicht gerade eine neue Kamera kaufen will. Mit dem “Museum of Beauty” hat Konica allerdings ein virtuelles Kunstwerk geschaffen – das an Ort und Stelle inspiziert werden kann.

Konica Future is here

Konica Future is here


“Future is here”: Die virtuelle Stadt von Konica

Flash-Websites kann ich gar nicht leiden: Lange Ladezeiten, nervige Geräusche, und Menüs, die nie so funktionieren, wie man es erwartet. Wie Konica die Venus von Milo virtualisiert und geflasht hat, ist allerdings sehenswert:

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