Strassenmöbel:
Spannung erzeugen

Manche Alltagsszene aus unserem Stadtleben gibt sogar ohne Menschen ein gutes Motiv ab. Aber was nicht Teil einer Serie ist, muss durch die Komposition Spannung gewinnen.

Sebastian Bartels

Sebastian Bartels


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sebastian Bartels). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Eigentlich schon ein schönes Motiv, vor allem bleiben solche Sachen in Berlin nicht lange auf der Straße stehen). Trotzdem fehlt mir etwas am Bild, etwas Spannung vielleicht? Hätte ich z.B. einen anderen Winkel wählen sollen?

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Sebastian Bartels:

Ich glaube, dass das bloße Verändern der Perspektive nicht viel geholfen hätte, um dieses Foto aufregender zu gestalten.

Aufregung und Spannung wird normalerweise in Fotos vom Inhalt übertragen:

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Deutsche Guggenheim:Aktuelles aus Amerika

Die Deutsche Guggenheim in Berlin zeigt über den Sommer aktuelle amerikanische Kunst – das meiste Fotografie und Video, aber auch Skulptur und Installation.

Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995

Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995


Sara Gilbert: Mexico City #9, 1995

Jaja, das da oben auf Sara Gilberts Foto, das ist Leonardo DiCaprio – und er war ihr Freund. Die Bilder entstanden noch vor dem Aufstieg des Schauspielers zum Superstar. Die Ausstellung, in der unter vielen anderen die Bilder von DiCaprio zu sehen sind, heißt “Freeway Balconies”. Übersetzt etwa: “Balkone über der Schnellstraße”. Das soll den Schnittpunkt zwischen Spektakel und Voyeurismus in der amerikanischen Kultur meinen.

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F/Stop-Festival in Leipzig:
Viele Kilometer Fotografie

In Leipzig beginnt am 16. Juli 2008 das zweite F/Stop-Festival für internationale künstlerische Fotografie. 84 Künstler aus 15 Ländern gibt es dort zu sehen.

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)

Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)


Josef Schulz: Form 10 (Ausstellung reGeneration)

Gut zu Fuß sollte man sein und sich auf eine kleine Wanderung einstellen: Den 30 Ausstellungsorten auf dem Gelände der Spinnerei im Leipziger Stadtteil Plagwitz schließt sich ein weiterer Kunstparcours von rund zwei Kilometern Länge an. Bis Sonntag, 20. Juli.

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Tanz auf dem Vulkan:
Nicht zu viel wollen

Was war zuerst: Das Bild oder seine Botschaft? Amateure überfordern sich häufig, weil sie unbedingt eine Aussage in ein Bild fassen statt nach Bildern mit Aussage suchen wollen. Beide Ansätze sind möglich – aber der erste ist ungleich aufwändiger.

Caro Nadler

Caro Nadler


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Caro Nadler). – Nikon D200, 10mm (Sigma-Zoom 10-22 mm), f 8.0, 1/250 Sek

Kommentar des Fotografen:

Fuerteventura, Casas El jablito. An diesem Motiv faszinierte mich der Kontrast zwischen der sehr einfachen Hütte, dem Auto und dem Vulklankegel im Hintergrund. Mit der 10mm-Brennweite hatte ich versucht, eine Spannung ins Bild zu bringen, bin aber nicht wirklich glücklich: die Hütte ist mir zu mittig, das Auto kommt nicht zur Geltung. Eine Änderung der Position war schwierig, da sonst das Gebäude links von mir (siehe Schatten) auf das Bild gekommen wäre. Muss man manchmal einfach vor den örtlichen Gegebenheiten kapitulieren?

Peter Sennhausermeint zum Bild von Caro Nadler:

Die Antwort auf Deine Frage lautet zweifellos Jein. Du musst nicht vor den Gegebenheiten kapitulieren – aber vielleicht vor der Beschränkung der Möglichkeiten durch Zeit und Aufwand:

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Konica Museum of Beauty3D-”Fotografie”

Werbeseiten von Kameraherstellern sind selten interessant, wenn man nicht gerade eine neue Kamera kaufen will. Mit dem “Museum of Beauty” hat Konica allerdings ein virtuelles Kunstwerk geschaffen – das an Ort und Stelle inspiziert werden kann.

Konica Future is here

Konica Future is here


“Future is here”: Die virtuelle Stadt von Konica

Flash-Websites kann ich gar nicht leiden: Lange Ladezeiten, nervige Geräusche, und Menüs, die nie so funktionieren, wie man es erwartet. Wie Konica die Venus von Milo virtualisiert und geflasht hat, ist allerdings sehenswert:

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Bahnhofsszene:
Grelles Licht lenkt ab

Helle Flächen in unseren Fotos sollten Dingen vorbehalten sein, die im Zentrum stehen – denn wir lenken unweigerlich die Augen dort hin. Grade bei langer Belichtungszeit ist deshalb sehr darauf zu achten, das Motiv nicht mit einer Weissfläche zu konkurrenzieren.

Mazhiqi Besim

Mazhiqi Besim


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Besim Mazhiqi). – Nikon D80 – 1/3s – f/18 – ISO 100 – 35mm (53mm)

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto wurde am 21.06.2008 in Bielefeld am Hauptbahnhof aufgenommen. Die Absicht war, das Leben am Bahnhof, das Kommen und Gehen, das Sich-wiedersehen und das Warten wie das Vergehen der Zeit zu dokumentieren. Speziell an dem Foto ist die Klarheit der Person, die wartet, und die Unklarheit, die die gehenden Personen mit sich ziehen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Besim Mazhiqi:

Dieses Foto hat einige positive Aspekte aufzuweisen, ist aber insgesamt aufgrund eines typischen Fehlers in der Komposition nicht völlig überzeugend. Bahnhöfe waren schon immer gute Orte, um nach interessanten Fotos Ausschau zu halten. Leider werden zu viele Bahnhöfe wie der Rest der Welt zum Einheitsbrei:

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Firmwareupdate für Casio Exilim EX-F1:
Stasi-Maschinengewehr

Mit der neuesten Firmware 1.10 kann die Casio Exilim EX-F1 nicht nur Serienbilder in Videogeschwindigkeit aufzeichnen – sie kann dies auch noch “vorbeugend” tun …

Casio Exilim EX-F1

Casio Exilim EX-F1

Die Casio Exilim EX-F1 wurde auf unserem Schwesterblog neuerdings.com bereits als Maschinengewehr tituliert.

Mit ihren bis zu 60 Serienbildern pro Sekunde und Hochgeschwindigkeits-Videos von bis zu 1200 Bildern pro Sekunde statt deren 25 beim normalen Fernsehen kann sie sicherlich auch in Zeitlupe zeigen, wie eine Handgranate “dick wird”.

Als ob das nicht schon militaristisch genug klänge, kann sie nun aber auch wie die Olympus SP-570 noch Vorratsdatenspeicherung betreiben:

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Man Ray:Unbekümmert, aber nicht gleichgültig

Man Rays Grabspruch wurde als Titel für die aktuelle Ausstellung in Berlin ausgewählt: “Unbekümmert, aber nicht gleichgültig”.

mray_NoireBlanche.jpg

mray_NoireBlanche.jpg


Man Ray: Noire et Blanche, 1936
Alle Bilder: © Man Ray Trust, Paris / VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Man Rays Bilder sind zusammen mit dem Werk Alexander Rodtschenkos (fokussiert.com berichtete) im Berliner Martin-Gropius-Bau bis zum 18. August ausgestellt. Die Ausstellung setzt Man Rays künstlerische Arbeiten mit den Gegenständen und Bildern in Beziehung, aus denen er seine Inspiration schöpfte: die Melone, der Spazierstock, Gegenstände aus seinem Pariser Studio, seine Sammlung erotischer Fotografien und Objekte, die er für seine Rayografien verwendete.

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Guckst du mal fern? Herrinnen und Herren des Lichts

Die TV-Programme verzeichnen in den nächsten Tagen eine ganze Reihe von Beiträgen über Fotografen. Eine Zusammenfassung – von Gabo, der “Herrin des Lichts”, über die Herren Malick Sidibé und Titarenko bis zu Parr.

Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976 Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf

Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976 Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf


Malick Sidibé: Friends fighting with stones, 1976
Bildrechte: ZDF / © Malick Sidibé/CAAC/The Pigozzi Collection, Genf

Am Freitag, 11. Juli, gibt’s bei Arte um 22.25 Uhr einen Film über den großen alten malischen Fotografen Malick Sidibé – Titel: Dolce Vita Africana.

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Strukturlandschaft:
Konzentration aufs Objekt

Muster, Linien und Strukturen in der Landschaft sind beliebte und dankbare Motive. Sie müssen aber so stark wie möglich betont werden und dürfen in der Aufnahme nicht zum Nebenaspekt verkommen.

Johannes Treeck: Einfach Niederrhein

Johannes Treeck: Einfach Niederrhein


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Treeck). – Sony DSC-R1 – 1/40s – f/16 – ISO 160 – 71.5mm

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in Kranenburg/Niederrhein am 21.05.2008. Titel “einfach Niederrhein”. Auf der Suche nach interessanten grafischen Strukturen in den Feldern fand ich diesen Ort; das Foto sollte einen möglichst hohen Schärfentiefenbereich bekommen, daher die maximale Blende (f16) der Sony-DSC-R1, die bei dieser Belichtungszeit(1/40) auf das Stativ kam. Mir gefällt das spannungsvolle im Bildaufbau. Gerne geändert hätte ich die Lichtverhältnisse, aber das stand nicht in meiner Macht. Versuch in SW habe ich gemacht, allerdings nicht so erfolgreich, dass ich die Version einsenden könnte.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Johannes Treeck:

Die grundlegende Idee, die hinter diesem Bild steckt, ist nicht schlecht, aber die Umsetzung leidet unter zu viel grüner, offener Fläche:

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