
Tanzprojekt «Octopus» in Singapur (Keystone/AP Photo/Wong Maye-E)
Tanz, Feuer und die Finanzkrise
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Der nachfolgende Artikel will zu einer Klärung der oben genannten, oftmals etwas widersprüchlich bzw. verwirrend verwendeten Begriffe beitragen und einige praktische Anwendungsbeispiele geben.
Lokalkontrast
Der Lokalkontrast (womit ich also die an anderer Stelle geläufigen Begriffe “Mikrokontrast” bzw. “Klarheit” subsummiere) steht nach meinem Verständnis an mittlerer Stelle zwischen Schärfung und Globalkontrast. Diese Auffassung bezieht sich auf das Verhalten der Parameter “Stärke” und “Radius”, wie ich es nun nachstehend erläutern möchte.
Konzeption
Das Verblüffende ist, daß sowohl die Schärfung wie auch die Verstärkung des Lokalkontrasts mit ein und demselben Instrument erfolgen kann, nämlich dem “Unscharf Maskieren” – es hängt maßgeblich von der Aussteuerung der Parameter ab.
Ich darf nochmals rekapitulieren (und aus dem dritten Teil meinem Tutorials zur Bildschärfung wie folgt zitieren): “Ein guter Ausgangswert bei ‘Unscharf Maskieren’ und ‘Selektivem Scharfzeichner’ sind Bildauflösung / 2 für die Stärke und Bildauslösung / 200 für den Radius. Für die Ansicht am Monitor oder im Internet errechnen sich daraus Werte von 36 bis 48 (72 bis 96 ppi/2) für die Stärke, 0,4 bis 0,5 für den Radius (72 bis 96 ppi/200), für den Tintendruck hingegen Werte von 150 bis 180 (300 bis 360 ppi/2) für die Stärke, 1,5 bis 1,8 für den Radius (300 bis 360 ppi/200).” » weiterlesen

Modeschau in Rio de Janeiro, Brasilien (Keystone/AP Photo/Felipe Dana)
Mode, Kunst und Frühlingslicht
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Kompositorische Überlegungen bestimmen nochmals die heutige Bildbesprechung. Am Ende wartet aber auch noch eine kleine Frage zur Aufnahmetechnik auf die Leser.
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Unser Leser Martin Göbe aus Berlin hat uns das obige Bild unter dem Titel “Duck shadows” (Entenschatten) zur Besprechung eingereicht. Er schreibt dazu: “An einem See ist mir die Grenze zwischen dem noch zugefrorenen Teil und dem schon aufgetauten kleinen Streifen am Rand aufgefallen. Die Spiegelung der Umgebung faszinierte mich. Aber viel mehr war es eine Ente auf der Eisfläche, die sich ebenfalls spiegelte. Diese Spiegelung sah aber mehr wie ein Schatten aus, welcher für mich imposant und majestätisch wirkte. Nach mehreren Versuchen bewegte sich die Ente an die richtige Stelle. Genau an den Rand der Eisfläche, wo die Spiegelung ihre volle Wirkung entfaltete. Zunächst noch in Farbe geschossen, habe ich mich schon beim Ansehen für eine Entsättigung entschieden, um die Wirkung des Schattens noch zu verstärken. Ebenso wurde das Bild an den Seiten beschnitten.”
Zur Aufnahme wurde eine Canon EOS 600D mit der Festbrennweite EF 50 mm f/1.8 II verwendet (entsprechend einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 80 mm), die Belichtungsdaten waren 1/1000 Sekunde bei Blende f/1.8 und ISO 100.
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Der in Martins Beschreibung deutlich werdende Ansatz, das vor Ort Gegebene ebenso wachsam wahrzunehmen wie in seine bildgestaltenden Überlegungen einzubinden, gefällt mir sehr gut. Hier klingt etwas an, was ich als ‘den fotografischen Blick’ zu bezeichnen nicht müde werde. Martin mag dabei das einzelne Bild vielleicht als Ausgangpunkt eines künftig noch besseren Bildes auffassen (“das Bessere ist des Guten Feind”). Doch betrachten wir im Sinne der klassischen Bildanalyse zunächst wieder die grundsätzlichen Elemente … » weiterlesen

SCHWEIZ VERKEHR A2
Fotografien aus 24 Stunden: Landschaftsaufnahmen. Mit und ohne Menschen.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Der nachfolgende Artikel will zu einer Klärung der oben genannten, oftmals etwas widersprüchlich bzw. verwirrend verwendeten Begriffe beitragen und einige praktische Anwendungsbeispiele geben.

Versteinerte Dialoge von Häberle und Pfleiderer
Die Verwirrung beginnt schon mit dem Begriff des sogenannten “Mikrokontrasts”: Zwar finden sich dazu im Internet manche Ausführungen im Rahmen der elektronischen Bildbearbeitung, doch ist es eigentlich ein Begriff, der aus der Objektivfertigung stammt und etwas über die Abbildungsgüte aussagt; und wie wenn dies noch nicht genug wäre, gibt es im Modul Camera Raw von Adobe Bridge und im Entwicklungsbereich von Adobe Lightroom noch den Begriff der sogenannten “Klarheit”. Aus anderen Programmen lassen sich noch weitere Bezeichnungen wie “Smart Contrast”, “HDR-Kontrast” oder schlicht “Details” ableiten …
Wie sollen wir – sofern wir den Anspruch haben, unseren Bildern durch sorgfältige Bearbeitung von Hand Geltung zu verschaffen und nicht alles den Automatiken zu überlassen – mit Werkzeugen arbeiten, deren Bauart und Auswirkungen uns nicht wirklich klar sind und die an verschiedenen Stellen auch noch unterschiedlich benannt sind? » weiterlesen

Kirschblüte in Seoul (AP Photo/Lee Jin-man)
Kirschblüte, Flugschau, Mode
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.
Im Rahmen der heutigen Bildbesprechung wollen wir einige Überlegungen zur Komposition anstellen.

Ausgangsbild
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Unser Leser Alexander Kade aus Berlin hat uns das obige Bild unter dem Titel “Teehaus am Hemkund Sabi” zur Besprechung eingereicht. Er schreibt dazu: “Das Bild habe ich in Indien aufgenommen, am See Hemkund Sahib, einer Pilgerstätte der Sikh im Himalaya … Der Mann auf dem Bild schenkte in einer Hütte neben dem See Tee aus und die verdampfte Atmosphäre schien mir gut für ein Foto geeignet zu sein. Da ich mehrere Fotos gemacht habe, hat nach einiger Zeit auch sein Gehilfe im Hintergrund in die Kamera geguckt … Ich habe das Foto bereits beschnitten und die RAW-Datein mit Lightroom bearbeitet (Temperatur, Tönung, Belichtung, Kontrast, Rauschreduzierung u.a.) … Für Verbesserungsvorschläge wäre ich sehr dankbar.”
Zur Aufnahme wurde eine Canon EOS 1000D mit EF-S 18-55 mm f/3.5-5.6 IS verwendet. Die Brennweite betrug 24 mm (~ 38 mm Kleinbildäquivalent), die Belichtungsdaten waren 1/25 Sekunde bei Blende f/4.5 und ISO 800.
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Sogar zwei Bildteile eignen sich besonders für den Blickeinstieg – zum einen der rechts unten so prominent positionierte und aus dem Halbdunkel hervorstechende Kessel, zum anderen das etwa im Goldenen Schnitt gelegene Gesicht der den Fotografen (und damit stellvertetend auch uns Betrachter) interessiert und zugleich streng musternden Hauptperson. » weiterlesen

Weizenernte in Palästina (AP Photo/Mohammed Ballas)
Bilder vom frühen Morgen und anderes
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Ein Leben als fotografisches Projekt: Knut Wolfgang Maron begleitete seine schwer kranke Mutter in ihren letzten Lebensjahren.

Knut Wolfgang Maron, Ein Leben (1997-2012) Original Handabzüge des Künstlers auf Farbfotopapier, Typ C, Vintage-Prints. © Knut Wolfgang Maron
Marons Blick richtet sich nicht in Trauer auf seine Mutter. Sein Blick gilt dem Leben und nicht dem Tod.
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