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Inszenierung:
Einsamkeit?

Von Jan Zappner am 13. August 2008 um 10:10 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Künstlerische Fotografie eröffnet einen breiten Interpretationsspielraum. Aber eben für für beide Seiten: Den Betrachter wie auch den Fotografen.

Sabine Sowieja
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sabine Sowieja). - Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar der Fotografin:

ich versuche, den situationen eine eigene geschichte zu geben, ich inszeniere keine szene, sondern versuche sie so wahrzunehmen, wie sie sich in der “wirklichkeit” darstellen, diese aufnahme erzählt von einsamkeit… belichtungsdaten weiß ich nicht mehr..

Profi Jan Zappner meint zum Bild von sabine sowieja:

Mit diesem Bild möchte die Fotografin von der Einsamkeit erzählen. Von der technischen und oberflächlich inhaltlichen Seite ist das Bild spannend aufgebaut:

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24 Stunden:
Emotion total

Von Peter Sennhauser am 13. August 2008 um 08:02 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Ästhetik

24 Stunden Pressebilder
Gori, Georgien; Srinagar, Kaschmir, Indien; Gori, Georgien; San Sebastian, Spanien; Santiago de Chile, Chile. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Krieg und Konflikt in Symbolhafter Kunstfotografie, emotionaler Berichterstattung, magazinhafter Reportage und nachrichtengerechtem Schnappschuss. Jedes dieser Bilder ist voller Emotionalität - wo die Technik aufgrund der Situation nicht optimal ist, macht die Geschichte dies problemlos wett.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.


 


Canon EF 135 mm 1:2,8 Softfocus im Test:
Portraitlinse für Wasserleichen

Von Wolf-Dieter Roth am 12. August 2008 um 12:45 Uhr Kommentare (2)
Kategorien: Test

Romantische Fotos mit sanftem Weichzeichner will das Canon EF 135 mm 1:2,8 Softfocus erzeugen. Was kommt dabei raus?

Canon EF-2.8 135 mm Softfocus
Das Canon Canon EF 135 mm 1:2,8 Softfocus, beim Klick aufs Bild zum Vergleich neben einem Canon EF-S 17-85 mm 1:4,0 - 5,6 IS USM (Bild: W.D.Roth)

Zum Test der Canon 40D, die wir von Lens Avenue bestellt hatten, hatten wir uns auch noch einige ausgefallene Objektive hinzubestellt. Darunter eine “Romantiklinse”, das Canon EF 135 mm 1:2,8 Softfocus. “Softfocus” bedeutet, daß das Objektiv (auf Wunsch) nicht wirklich scharf stellt und so romantische Weichzeichnerbilder fabrizieren soll.

Seit den 70er-Jahren mit den süßlichen Kitsch-Softpornofilmen und -fotos des David Hamilton (”Bilitis”) ist die Idee des Weichzeichners als Bildverbesserer in der Fotografie fest verankert. Während dieser Effekt einst automatisch durch weit offene Blenden und schlecht korrigierte Objektive an Großformatkameras entstand, wird er heute technisch gezielt hervorgerufen. Klappt das?

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Mittagsfoto:
Wider die Regeln

Von Douglas Abuelo am 12. August 2008 um 10:32 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Regeln sind da, um gebrochen zu werden. Das gilt manchmal sogar für die Regel, hartes Licht zu vermeiden. Ausserdem gibt es Hilfsmittel, um selbst mittags etwas weichere Kontraste hinzukriegen.

Edwin Wipfli
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Edwin Wipfli). - Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Ein Ort zum Verweilen, die Bank im Vordergrund lädt ein sich zu setzen und man sieht in einen in sich geschlossenen und doch offenen Abschnitt der Natur, der Sicherheit vermittelt.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Edwin Wipfli:

Mit einer einzelnen Bank im Schatten, dem grünen Gras und den Blättern, einem mit Blumen gefüllten Tal und Bergen in der Ferne fängt dieses Bild auf respektable Weise die Ruhe und den Frieden ein, die man in der Natur finden kann.

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24 Stunden:
Kleine Unterbrechung

Von Peter Sennhauser am 12. August 2008 um 10:22 Uhr Kommentare (5)
Kategorien: Ästhetik

Die Bildagentur flutet uns mit Olympia-Bildern - wir sind gleich zurück…

Überschwemmungen in den USA, Juni 2008 (Keystone)
Das fokussiert.com-Häuschen im Ozean der Olympia-Bilder (Überschwemmungen in den USA Juni 2008, Keystone / Jeff Roberson)

Tut mir leid, Leute: Bisher waren es täglich vielleicht 2500 Bilder, die ich für “24 Stunden” durchsehen konnte/musste; mit den olympischen Spielen allerdings ist der Bilderfluss zum Strom angeschwollen und droht mich wegzuspülen.

Heute/gestern habe ich es schlicht nicht geschafft, die 7000 oder mehr Bilder zu sichten; die olympischen Spiele einfach gänzlich auszuschliessen, finde ich auch schade. Ich werde mir deswegen heute eine Strategie überlegen, um das Gefäss bis zum Abschluss der Spiele einigermassen effizient betreuen zu können.

Wir bitten, wie gesagt, um Verständnis für die Unterbrechung…


Ruud van Empel:
Märchenhaftes Wunderland

Von Uli Eberhardt am 11. August 2008 um 15:36 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen

Der niederländische Fotograf Ruud van Empel überrascht uns mit einer fantastischen Sicht auf die Welt und auf die Menschen. Eine Ausstellung von ihm gibt’s derzeit in Halle an der Saale zu sehen.

Ruud van Empel: World # 17, 2006
Ruud van Empel: World # 17, 2006

Auf den ersten Blick weiß man nicht so recht, wohin mit den Bildern Ruud van Empels. Sie werden als Fotografien bezeichnet und sich doch irgendwie keine. Sind wirkliche Menschen darauf abgebildet oder sind es Kunstwesen? Wer sich auf den Zweifel einlässt, kann “hinter den Spiegeln” in das märchenhafte “Wunderland” des Amsterdamer Fotografen eintauchen.

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Farbenrausch:
Mutige Entscheidung

Von Jan Zappner am 11. August 2008 um 10:39 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Bildkritik

Farben und Formen machen dieses Bild zu einem gelungen Foto und Hingucker. Das ist eine sehr effektive Form der Vereinfachung. Sie braucht aber vor Ort oft mehr “Mut” als das Resultat verrät.

Tobias Kopp
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Kopp). - Canon EOS 20D - 1/15s - f/4 - ISO 100 - 25mm (37mm)

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme entstand vor einigen Jahren bei einem China-Festival im Olympistadion in München. Das tolle Rot vor dem abendlichen Himmel hat mich mächtig beeindruckt und mich dazu bewegt, es mit der Kamera einzufangen. Das Bild ist unbearbeitet. Ich freue mich auf das Feedback, vielen Dank im Voraus!

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Tobias Kopp:

Bei diesem Foto passt vieles zusammen. Natürlich ist die Kombination aus rot und blau immer ein kontrastreicher Hingucker. Hier kommen aber zusätzlich zu der Farbe auch noch andere Punkte, die das Bild hervorheben:

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24 Stunden:
Realität und Ikonen

Von Peter Sennhauser am 10. August 2008 um 23:59 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Ästhetik

24 Stunden Pressebilder
Gori, Georgien; Chapare, Bolivien; Balad Ruz, Irak; Peking, China; Kabul, Afghanistan -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Pressebilder bringen nicht selten Ikonen für einzelne Ereignisse hervor. Manchmal durch einen eindeutigen Moment der Zeitgeschichte, vielfach aber auch einfach durch brutalen Realismus und zugleich eine starke Symbolik für ein Ereignis. Die hilflose Frau in den Trümmern ihres Hauses, die mit ausgestrecktem Arm um Hilfe bittet, könnte dieses Bild für den Krieg in Georgien werden; die Silhouette von Evo Morales ist bereits eine Ikone in Südamerika, amerikanische Soldaten, die in einem verlassenen Dorf Palmen abfackeln, wurden durch “Apocalypse Now” zum Bilder-Synonym für Vietnam. Die Plakatwand der chinesischen Mauer dient als Symbol der olympischen Spiele in peking, und die merkwürdige Verbindung von braunen Bergen und städtischen Überresten stehen inzwischen für Aghanistan und Kabul.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

 


 


Leonard Freed:
Der Weltanschauer

Von Uli Eberhardt am 10. August 2008 um 12:41 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen, Tipps und Tricks

Leonard Freed, Ende 2006 verstorbener Magnum-Fotograf, hat zeitlebens mit der Kamera auf die Welt geschaut. Sein Werk, seine “Weltanschauung”, ist nun in Berlin zu sehen.

Leonard Freed: West Germany, 1965, By a Canal Alle Bilder © Leonard Freed / Magnum Photos
Leonard Freed: West Germany, 1965, By a Canal
Alle Bilder © Leonard Freed / Magnum Photos

Das fotografische Schauen war für Freed das geeignete Mittel, um die Welt besser zu verstehen – einerseits für seine eigene Identität, andererseits um soziale Interaktion und Strukturen zu entwirren und Klarheit zu bekommen. Die Ausstellung im Berliner C/O bis zum 5. Oktober ist die erste und einzige Station mit Freeds Bildern in Deutschland.

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24 Stunden:
Bewegung im Bild

Von Peter Sennhauser am 10. August 2008 um 10:13 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Allgemein, Ästhetik

Pressebilder der letzten 24 stunden
Biel, Schweiz; Cordoba, Spanien; Peking, China (2x) -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.



Pieter Hugo:
Hyänen an der Leine

Von Uli Eberhardt am 9. August 2008 um 13:56 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Hingehen

Männer mit Hyänen an der Leine: Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo hat sie fotografiert - und wir können uns diese sehr befremdlich wirkende afrikanische Wirklichkeit auf seiner Website anschauen.

Pieter Hugo: Mallam Mantari Lamal mit Mainasara, Nigeria 2005
Pieter Hugo: Mallam Mantari Lamal mit Mainasara, Nigeria 2005

Irgendwo in Nigeria: Ein Trupp zieht mit Hyänen, Affen und Python-Schlangen übers Land. Es stellt sich heraus: Die Männer und ein kleines Mädchen unterhalten die Leute auf den Märkten als Volkssänger und Schausteller mit ihren Tieren und verkaufen traditionelle Medizin. So verdienen sie sich ihren Lebensunterhalt.

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24 Stunden:
Das normale Leben

Von Peter Sennhauser am 8. August 2008 um 22:38 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Ästhetik

24 stunden Pressebilder
Kabul, Afghanistan; Shanghai, China; Hyderabad, Indien; Luzern, Schweiz. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.



Canon 40D bei Nacht:
Nachtaufnahmen mit Automatik?

Von Wolf-Dieter Roth am 8. August 2008 um 14:05 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Test

fokussiert.com hat ein Wochenende lang die Semiprofi-DSLR Canon 40D getestet. Tag und Nacht. Die Resultate der nächtlichen Übungen sind hier zu bewundern - mit der Fragestellung, was die Automatik taugt.

Canon 40D Nachtaufnahhme
Nächtliche Gegenlichtaufnahme mit Mond (halbvoll), Straßenlaterne (linksmittig unten) und Hausbeleuchtung (rechts unten): Das Objektiv ist mit dieser Extremlichtsituation leicht überfordert und zeigt einen grünen Reflex, Belichtungsautomatik und Weißabgleich komme dagegen gut zurecht. Blende 1,2, 50 mm, 1/5 s, ISO 3200, EF 50 mm 1:1,2L USM (Bild: W.D.Roth)

Nachtaufnahmen sind eigentlich eine Wissenschaft für sich. Klar, man braucht normalerweise ein Stativ. Doch auch die Belichtung ist eigentlich nur mit manuellen Belichtungsreihen richtig zu treffen, da die Automatik entweder gnadenlos überbelichtet oder aber bei den schwachen Lichtwerten nachts einfach aussteigt und bei nicht ausreichenden Belichtungswerten “stehenbleibt”.

Umso überraschender die Canon 40D:

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Der Stahlkrake:
Tolle Linien

Von Peter Sennhauser am 8. August 2008 um 10:03 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Bildkritik

Industrieanlagen bieten eine Vielfalt an Motiven dank der Häufung von Linien, mit denen sich ein Bild komponieren lässt. Sie eignen sich noch dazu nicht selten für S/W-Aufnahmen.

Marco Stuewe
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Marco Stuewe). - NIKON D300 - f/4 - ISO 200 - 150mm (225mm)

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen an einem Winterabend (nach einem der raren Schneefälle) schienen sich die stahlgeschützten Förderbänder dem Betrachter entgegenzustrecken … Wie die Arme eines gewaltigen, mechanischen Kraken der mit hydraulischer Leblosigkeit, lärmend und zischend zu einem unheimlichen Leben erwacht ist.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Marco Stuewe:

Der Schnee- war hier zugleich ein Glücksfall (respektive wohl der Grund für die Aufnahme): Durch den starken Kontrast erst werden die Linien des Stahlkrakens deutlich sichtbar, die Schienen unter den Förderbändern ergänzen die ansonsten vielleicht etwas zu direkte Linienführung mit den Feinheiten, die einen im Bild halten.

An der Aufnahme fallen mir drei Dinge auf:

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24 Stunden:
Fotojournalismus-Formen

Von Peter Sennhauser am 7. August 2008 um 23:10 Uhr Kommentare (0)
Kategorien: Allgemein, Ästhetik

24Stunden Pressbilder am 8.8.2008
San Pedro Sula, Honduras; Bukarest, Rumänien; Berlin, Deutschland; Peking, China. -> Bildgalerie (Bilder Keystone)

Ein Entdeck- und Erzählbild ist diese Aufnahme aus dem Haus der Sexworkerin Dona Pestora in Honduras. Darunter Feature, Pressekonferenz- und Sportbild. Pressefotografie hat viele Facetten.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.