4 zufällige Bildkritiken zum Thema Abendlicht:
Alle 5 Artikel zum Thema Abendlicht auf fokussiert.com:
Sanft sollte dieses Porträt eines jungen Mädchens sein – und das hat die Fotografin Petra Jaldon auch durch Kontrastarmut und geringe Tiefenschärfe erreicht. Nur der bei Porträts so wichtige Gesichtsausdruck sitzt noch nicht ganz.
Kommentar des Fotografen:
Eine meiner ersten Porträtaufnahmen, die mir am besten gefallen hat! Ich wollte dieses sanfte Mädchen (13J., Model)irgendwie in eine sanfte Umgebung einbetten! Mit dem weichen Abendlicht konnte ich meine Idee gut umsetzen.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Petra Jaldon:
Sanft sollte dieses Portrait eines jungen Mädchens sein, und das hat die Fotografin Petra Jaldon auch erreicht. Das Foto ist durch die Abendsonne sehr weich von hinten angeleuchtet, erzeugt so an den Armen einen leichten Lichtsaum, und das Getreidefeld scheint von innen zu leuchten.
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Erst Licht – das besondere Licht – haucht Fotos eine besondere Stimmung ein. Und das muss man finden.
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Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist mit einer 50mm Brennweite bei Offenblende 1.4 entstanden. An die Belichtungszeit kann ich mich leider nicht mehr erinnern und Exifs sind nicht mehr da. Die Bearbeitung ist nicht unbedingt subtil, trotzdem denke ich (zumindest habe ich das versucht), dass ich keine Stimmung in das Bild hineinbearbeitet habe, die im Ausgangsbild nicht schon vorhanden war. Im nachhinein hätte ich die Blende vielleicht lieber noch ein Stückchen weiter geschlossen aber nun mag ich es einfach so wie es ist. Ich habe versucht den Blick und seine leichte Melancholie einzufangen und sie durch die Farben des Waldes im Hintergrund zu unterstreichen. Bei der Bearbeitung habe ich die vorhandene grüne Farbwelt noch etwas verstärkt, etwas Korn hinzugefügt und an manchen stellen eine Papiertextur eingearbeitet. Was ich selbst an diesem Bild mag ist die harmonische Farbwelt und die Ruhe, die es ausstrahlt.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von David Sanwald:
Ein klassisches Portrait, das auf den ersten Blick fesselt. Das hat vor allem zwei Gründe. Auf der technischen Seite natürlich die Blende von 1,4, was einen unglaublichen geringen Teifenschärfebereich zur Folge hat, das wiederum zu dieser Konzentration auf die Augen des Jungen führt. Auf der anderen Seite die Art wie das Licht hier genutzt wurde. Und dieses Licht macht den eigentlichen Zauber des Fotos aus.
Nur eine Kleinigkeit stört den Gesamteindruck:
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Lichtflecken geben Fotos ein interessantes Muster, und eine Tiefe und Bildbearbeitung steigert die Dramatik.
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Kommentar des Fotografen:
Das Bild zeigt die Fähre, die jeden Tag nach Mombasa (Kenia) übersetzt. Dabei werden zig Autos und hunderte Menschen transportiert. Beim Anlegen der Fähre marschierten uns die Menschen förmlich hinterher, was ich vom Aufmarsch her recht spektakulär empfand. Man beachte dabei die verschiedenen Charaktere im Bild und deren Treiben. Ich griff also zu meiner D200 mit 18-70mm Objektiv und versuchte das Treiben bei 1/250s (ISO 400) einzufangen. Da mir die Farben zu kühl erschienen, habe ich dem Bild einen Warmton eingehaucht. Das Schiff im Hintergrund wird von der Nachmittagssonne angestrahlt und war gleissend hell.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Christian Loose:
Eine alltägliche Situation. Menschen verlassen eine Fähre und drängen sich Schulter an Schulter zum Ufer.
Das Schöne an diesem Bild ist das Licht. Einmal beleuchtet es am späten Nachmittag nur eine Seite der Gesichter, was den Gesichtern Spannung verleiht. Außerdem wechseln sich in dem Bild Bereiche im Schatten mit sonnendurchfluteten Stellen ab, was dem Bild nicht nur eine Dreidimensionalität gibt, sondern auch automatisch das Auge auf bestimmte Bereiche lenkt. Diese Stellen unterstreichen die Intention des Fotografen, das Gedränge zu zeigen.
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Starke Linien in einer Landschaft öffnen den Weg zur ungewöhnlichen Komposition.
Kommentar des Fotografen:
Diese Landschaftsfotografie ist auf meiner Reise durch Amerika entstanden. Mich faszinierten die abgebrannten Bäume, kombiniert mit der Abendstimmung und den letzten Sonnenstrahlen. Für eine bessere Linienführung und um das Bild ein wenig spannender zu gestalten, richtete ich meine Linse so aus, dass sich die Strasse so gut wie’s ging durchs Bild schlängelte. Die Unschärfe im linken Bildteil muss wohl am preiswerten Objektiv liegen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Damian Byland:
Ein typischer amerikanischer Highway irgendwo im Westen schlängelt sich in weichen Mäandern durch einen Nadelholzwald im Abendlicht. Die Stämme der Bäume ragen in seltsamer Nacktheit gegen den blauen, von Wolkenfetzen durchzogenen Himmel. Der Wald ist abgebrannt, die Stämme werden vom flachen Sonnenlicht zum Leuchten gebracht.
Eine attraktive und zugleich verstörende Panorama-Landschaftsfotografie: Es gleicht den Bildern, die während der Waldsterbe-Debatte in den achtziger Jahren eine Horrorvision toter Wälder vermittelten. Dabei sind Waldbrände in den Weiten des amerikanischen Westens nicht nur normal, sondern für das Ökosystem sogar nötig.
Deine Aufnahme bricht in mehrerer Hinsicht mit den Regeln:
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Jahrmärkte bieten Lichter und Menschen, bewegte Objekte und glänzende Kinderaugen en masse. Sie einzufangen ist eine grössere Herausforderungen als erwartet. Ein Erfahrungsbericht von der Basler Herbstmesse.
Ein Jahrmarkt ist ein gefundenes Fressen für den Hobbyfotografen. Und eine ziemlich schwierige Angelegenheit, wie ich schnell merke. Ich war mit der Nikon D300 und dem 18-200 Zoomobjektiv (und gelegentlich dem Sigma 10-20mm) ausgezogen, “typische” Jahrmarktsbilder von der Basler Herbstmesse zu machen, einem zwei Wochen lang die ganze Innenstadt bedeckenden Grossmarkt.
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