4 zufällige Bildkritiken zum Thema Architektur:
Alle 88 Artikel zum Thema Architektur auf fokussiert.com:
Einfach ist besser – aber zu einfach sollte es nicht werden. Wie eine Zwiebel sollte ein Bild mehrere Schichten aufweisen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dirk Haunschild). – Panasonic DMC-FZ30 – 1/4000s – f/6.3 – ISO 80 – 31mm (?KB)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dirk Haunschild:
Grade habe ich ein Plädoyer für einfachere Bilder geschrieben. Und jetzt muss ich mir bereits widersprechen? Grundsätzlich gefällt mir Dirks Bild – aber das ist eine persönliche Ansicht. Objektiv gesehen muss man aber bemerken, dass die Aufnahme nicht genug bietet:
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Dynamische Linienführung und Zentralperspektive ziehen den Betrachter in das Bild hinein: Verlassen kann er es erst wieder, wenn auch ein Zug den Bahnhof verlässt. Der aber fehlt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Timo Schäfer). – Leider keine Exif-Daten vorhanden
Kommentar des Fotografen:
Bild Name: The Longe Edge – Ort: Berlin HBF September 2006 Technik: Canon EOS 1 mit Sigma 12-24mm @ 12mm f/8 auf Fujifilm Velvia 50. Postproduktion Adobe Lightroom und Photoshop, Anpassungen Gradationskurve, Anpassung der Tonwerte, sowie zugeschnitten.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Timo Schäfer:
Ich muss zugeben, ich bin ein Freund von klaren Linien und Strukturen, deshalb hat mich dieses Bild spontan in seinen Bann gezogen. Die Linienführung nimmt einen mit an den Eingang zum Tunnel, sozusagen mit auf die Reise.
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Gebäude werden durch Weitwinkel-Objektive sehr rasch verzerrt. Ein höherer Standpunkt und ein Normalobjektiv – oder die Bearbeitung in der digitalen Dunkelkammer – schaffen Abhilfe.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Federi). – NIKON D70s – 1/2000s – f/4 – ISO 200 – 18mm (27mm)
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Patrick Federi:
Wie ich so oft sage, ist es besser, man kommt dem Foto, das man haben will, schon bei der Aufnahme so nah wie möglich, als später alle Fehler in der Dunkelkammer ausbessern zu müssen.
Dies gilt sogar heutzutage, wo die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung nur noch durch unsere Vorstellungskraft begrenzt sind, und uns die meisten Nachbearbeitungs-Tricks viel, viel leichter machen.
Dieses Foto, das in Kanada aufgenommen wurde, hätte verbessert werden können, wenn der Fotograf entweder ein Tilt/Shift-Objektiv benutzt hätte, oder mithilfe einer Leiter, eines Autos, etc. ein paar Meter höher gestiegen wäre und dabei ein «Standardobjektiv« wie ein 50mm benutzt hätte.
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Langzeitbelichtungen fahrender Autos sind ein beliebter Effekt. Umso erfrischender, wenn er mit einer sorgfältig geplanten Komposition und einem Naturelement angereichert wird.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Heuckeroth). – Canon 400D – EF-S10-22mm f/3,5-4,5 USM 10mm – ISO 100 f/8,0 – 1/3 sec. für den Himmel – f/22 – 30 sec. für den Rest
Kommentar des Fotografen:
Schon lange wollte ich mal eine Langzeitbelichtung von einer Autobahn machen. Als ich eines Tages über diese Brücke fuhr, meine Ausrüstung und Zeit dabei hatte, nutzte ich die Gelegenheit. Da es noch recht hell war, musste ich ca. eine halbe Stunde warten, bis erste spannungsvolle Bilder möglich waren. Also genug Zeit, um die richtige Perspektive zu finden. So kam mir die Idee, doch nicht nur wie immer die Autobahn zu zeigen, sondern die zweite Straße mit ins Bild einzubeziehen.
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Fotografie ist ein weites Feld: Sie kann mit Mustern, Farben oder einfach nur mit dem Licht spielen, sie kann aber auch dokumentieren oder Geschichten erzählen. Dazu muss indes der Kontext geliefert werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Markus Mayer).
Nikon D300 – 1/80s – f/3.5 – ISO 720 – 35mm (54mm)
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild entstand im Berliner Bezirk Wedding in einem Haus, das irgendwo zwischen Verfall und Aufräumarbeiten steht. Es zeigt den Hausflur mit Blick auf die Straße.
Semi-Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Markus Mayer:
Die Emotionalität ist gegeben: Aufbruchstimmung, früher Morgen, fröhlicher Zerfall am Rande des biederen Alltags – wofür auch immer dieses Bild steht, es erwischt mich zunächst mal durch diesen Kontrast, der in der Schärfentiefe ganz konkret eingebettet ist.
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Schwarz-Weiss-Fotografie kann Dramatik vorspiegeln, wo keine ist – oder bewusst zur Betonung von Elementen eingesetzt werden, die in Farbe untergehen. Der Blickwinkel dieses Bildes ist fast klassisch Bauhaus.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Chikatze**). – Leider keine Exif-Daten vorhanden
Kommentar des Fotografen:
“Gehry-Haus” Nikon D50 | 31.März 2007 | Düsseldorf Medienhafen ISO 200 | 55 mm | f/8,0 | 1/25 Sek.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Chikatze**:
Dies ist die Sorte Foto, die so gut wie jeder, der je eine Kamera in der Hand hatte, schon ein mal gemacht hat. Der Inhalt des Bildes ist nicht wirklich das Wichtige:
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Nahezu perfekt in Aufteilung und Moment. Aber irgendwie fehlt doch der Kontrast, das echte Weiss.

Leserfoto (Klick für Vollansicht): Reichstag, Berlin (© Bastian Widmer). – Nikon D200 (Direkt S/W Modus) – 1/125s – f/5.6 – ISO 100 – 18mm (27mm)
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Bastian Widmer:
Sehr spannende Aufteilung des Bildes: Die Spiegelsäule führt einen von oben nach unten durch- und auch in das Bild hinein. Der Anschnitt läßt genügend Raum, die Besucher noch in das Bild einzubeziehen und zusätzlich zu den architektonischen Elementen eine Geschichte zu erzählen.
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Architekturfotografie ist ein sehr spezielles Feld: Stürzende Linien und geometrische Formen bieten einzigartige Möglichkeiten, verlangen aber auch viel Planung.

Leserfoto (Klick für Vollansicht): “Erdölarchitektur” (© Daniel Ebneter). - Olympus uD800,S800 – 1/640s – f/5.6 – ISO 64 – 80mm
Kommentar des Fotografen:
“Erdölarchitektur” in Calgary, Alberta, Canada
Profi Joachim Graf von Arnim meint zum Bild von Daniel Ebneter:
Zu diesem Architekturfoto gibt es einiges zu sagen. Grundsätzlich gefällt mir die Perspektive. Das Kunstwerk zwischen den Hochhäusern scheint Einfluss auf die Form der Gebäude zu nehmen – gut gesehen.
In der Ausführung gibt es jedoch einiges, was man hätte besser machen können. Fangen wir mit der Farbumgebung an: Erst beim zweiten hinschauen wird deutlich, dass es sich um ein Farbfoto handelt.
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