4 zufällige Bildkritiken zum Thema Australien:
Alle 6 Artikel zum Thema Australien auf fokussiert.com:
Farbe, Formen, Tiefe sind wichtige Elemente der Landschaftsfotografie. Die lassen sich mit technischen Effekten verstärken, welche aber diskret bleiben müssen.
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen in Port Hedland, Western Australien um 5:30 am Morgen. Wunderschöne Himmel sind hier keine Seltenheit, und trotzdem hat mich gerade dieser beeindruckt. Das Bild ist aus 3 Einzelaufnahmen entstanden und als Panorama zusammengesetzt, da ich kein UWW besitze aber den Effekt sehr mag. Außerdem vereinfacht es, den Betrachtet ins Bild hinein zu ziehen und den Vordergrund mit ins Bild zu bekommen. Anschließend bei der Bearbeitung in Richtung DRI “entwickelt”. Ich hab mir bei der Aufnahme und Bearbeitung einige Gedanken gemacht, jedoch möchte ich gerne den Eindruck eines Profis lesen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Philipp Pohl:
Ein stürmisch-regenbogenhaft-morgendlicher Himmel über einer Flachlandschaft prangt in diesem Bild und weckt Aufmerksamkeit durch starke Farbkontraste von rotgelb in der linken oberen Bildecke mit einem abklingenden Sturm und dem dunklen, blauen Dämmerungshimmel zwischen den Wolken auf der rechten Bildseite.
Den Mittel- und Vordergrund des Bilds machen ein knallgelber Lastcontainer und ein Blatt Sperrholz aus, das unmittelbar vor dem Fotografen liegt.
Dies ist eine sehr vielschichte Aufnahme, worin ihre Stärken ebenso wie ihre Schwächen liegen:
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Sonnenauf- und Untergänge, so überwältigend sie im Leben sein mögen, kommen in Fotos häufig nicht richtig zur Geltung. Das liegt an den Beschränkungen der Kamera.
Kommentar des Fotografen:
Wir waren daran in einem kleinen Waldstück hinter einem Hügel unser Nachtlager aufzuschlagen, als ich den knallgelben Himmel durch die Bäume wahrnahm. Ich schnappte die Kamera und lief den Hügel hinauf und wurde von der fantastischen Weite der Landschaft und dem noch gelben, wolkenverhangenen Himmel fast erschlagen. Was ich nun miterleben durfte war ein unbeschreibliches Spektakel, das mir erschien als ob ich in ein riesiges Lagerfeuer starren würde. Leider hatte ich kein Stativ dabei, um noch etwas mit der Belichtung zu experimentieren. Ich denke aber dass ich das Feuer so einfangen konnte wie ich es erlebt hatte. Ort: Balaklava, South Australia
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Martin Lüthi:
Ein abendlicher Himmel, kurz nach Sonnenuntergang, im Süden Australiens. Die oberen zwei Drittel der Fotografie bilden in glühendes Rot und Gelb getauchte Wolkenstränge, die parallel zum Horizont verlaufen. Darunter ist eine Gruppe von Bäumen nur als Schattenriss zu sehen vor einem Horizont-Himmel, der in ein noch dunkleres Glutrot getaucht ist.
Sonnenauf- und Untergänge ziehen uns – obwohl sie täglich vorkommen – grundsätzlich in ihren Bann. Nur zwei mal am Tag ist das Licht so weich, so anders. Und wenn dann noch ein bewölkter Himmel mithilft, ist die Show häufig buchstäblich überwältigend.
Kein Wunder, stehen jeden Abend (und etwas weniger am Morgen) überall auf der Welt schätzungsweise Millionen Menschen mit ihren Kameras bereit, das Schauspiel einzufangen.
Und die wenigsten von ihnen werden zufrieden sein mit dem, was sie auf den Sensor gebannt haben.
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Wasserfälle eignen sich hervorragend für Langzeitbelichtungen, die aus weißer Gischt weiche Wattesträhnen machen. Allerdings vernebeln 30 Sekunden auch den Blick auf den Seegrund.
Kommentar des Fotografen:
Ich bin gerade auf Reisen durch Australien und hatte das Glück, den McKenzie Wasserfall zu besuchen. Das ist aus meinem 30 min Aufenthalt geworden. Ich wollte den massiven und imposanten wasserfall mitsamt See so ablichten, dass es zu einem spannenden Bild wird. Darum habe ich das Panorama-Hochformat gewählt und den Stein im Vordergrund. Das Panorama-Format unterstützt die Blickführung, da man fast gezwungen wird, von unten nach oben zu schauen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Daniel Solari:
Wann immer eine Fotografie etwas zeigt, was wir von bloßem Auge gar nicht sehen können, sind wir speziell fasziniert. Grade Wasser liefert mit seinen diversen Aggregatzuständen von Gas (Dampf) bis Festkörper (Eis) fast endlose Möglichkeiten. Namentlich in flüssigem Zustand kann es mit sehr kurzer Belichtungszeit entweder als glasharte Struktur mitten in der Luft eingefroren werden, oder aber mit Langzeitbelichtungen zu einer weichen, weißen Masse verwandelt werden.
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Architekturfotos sollen Besonderheiten darstellen. Die Oper in Sydney ist dafür perfekt geeignet.
Kommentar des Fotografen:
16 Einzelbilder mit Stativ photographiert und mit dem Tool hugin zusammengefügt. Mit Photoshop zugeschnitten. Speziell: Durch die Position und die 180-Grad-Ansicht wirken das Haupthaus und das Restaurant gleich gross, obwohl das Haupthaus einiges grösser ist…
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Daniel Solari:
Eins haben gute Architektur-Fotos gemeinsam: Sie sind präzise und sehr dokumentarisch. Vor allem aber müssen sie etwas Besonderes zeigen. Die Oper von Sydney gehört sicherlich zu den am häufigsten fotografierten Gebäuden in Australien. Insofern kann man ja nicht falsch liegen.
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Mirboo Nord, Australien; Cisarua, Bogor, West Java, Indonesien; Roseville, Kalifornien, USA; Coeur d'Alene, Idaho, USA; Belovezhskaya Pushtsha, Weissrussland; New York, USA. Klick für Vollansicht (Bilder Keystone)
Nicht immer stehen Menschen im Zentrum der Nachrichten. Tierbilder sind die schönste Abwechslung in den Agenturströmen.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Fisheye – Objektive ermöglichen aussergewöhnliche Effekte. Der Australier Neil Creek ist Meister des Über-Weitwinkels.

Planet Tekapo © 2006 Neil Creek
Fischauge: Spass mit Rundungen
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)
Fotograf Neil Creek aus Melbourne, Australien, bezeichnet das Sigma 8mm f4 – Fischauge als sein liebstes Objektiv. Fisheye-Aufnahmen sind in “ernsthaftem” Umfeld wie der Naturfotografie von National Geograpic verhältnismässig selten, denn der Effekt kann sich leicht abnutzen – Neil beweist mit seinen Bildern, dass das nicht sein muss:


Sigma 8mm f4 © Neil Creek
Neil schreibt als Gastautor in einem Beitrag über das Objektiv in der “Digital Photography School”:
Das mag überraschen, aber dieses Ultra-Weitwinkelobjektiv ist erstaunlich vielseitig und erlaubt eine eigene Perspektive auf praktisch jedes Motiv. Wichtiger allerdings ist, dass ich noch nie so viel Spass mit meiner Kamera hatte wie damit.
Das ist den Bildern mit 180-Grad-Winkel absolut anzusehen.
Neil macht dafür folgende Eigenschaften verantwortlich:
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Der Superweitwinkel von 180 Grad bringt alles in den Ausschnitt – wunderbar, um den Kontext zu zeigen
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Die Verzerrung der Linse kann für humoristische Effekte eingesetzt werden
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Kombiniert man die ultrakurze Brennweite mit einer kleinen Blende, dann können sogar Dinge im Fokus sein, welche die Linse beinahe berühren
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Ein riesiges Blickfeld mit einer relativ kleinen Kamera erlaubt Aufnahmen aus ansonsten nicht zugänglichen Standorten
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Mit vernünftiger Entzerrung und einer guten Stitching-Software können 360-Grad Panoramen mit wenigen Aufnahmen erstellt werden.
Die gesamte Serie von 15 Fotos ist auf Digital Photography School zu sehen.
Mehr von und über Neil Creek ist zu finden in seinem Blog.