4 zufällige Bildkritiken zum Thema Belichtungsreihe:
Alle 7 Artikel zum Thema Belichtungsreihe auf fokussiert.com:
Liebe zum Detail lohnt sich, auch wenn das Ergebnis nicht vollkommen perfekt ist.
Kommentar des Fotografen:
Mein Ziel war es, von der Rialtobrücke aus die wunderbare Architektur Venedigs, das Leben am und auf dem Wasser und gleichzeitig auch die Ruhe des Canale auf meinem Bild festzuhalten. Dies “by night”. HDR Software macht mich meistens nicht glücklich. Ich habe eine Belichtungsreihe von 3 Fotos erstellt und diese manuell in CS5 zusammengefügt. Ich bin gespannt, was Profis zu meinem Bild sagen. Bei der Wahl der Kategorie bin ich unschlüssig.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Claudia Portmann-Caminada:
Zunächst einmal Glückwunsch zu diesem meines Erachtens beeindruckenden Foto. Wie schon oft erwähnt ist es extrem schwierig, von bekannten Motiven noch interessante Fotos zu machen, und wenn sie dann noch so bekannt sind wie der Canale, fast unmöglich. Trotzdem hast Du es geschafft, mir hier etwas Neues zu bieten – Hut ab!
Du schreibst, HDR Software mache Dich meistens nicht glücklich. Wenn ich Dir auch insofern recht geben muß, daß oft unerwünschte Effekte mit ins Bild kommen, hätte HDR, etwa durch Photomatix hergestellt, hier sicherlich auch einen interessanten Effekt ergeben:
» weiterlesen
Kameras und das menschliche Auge sind ähnlich, aber doch so verschiedenen. Diese Fotografie illustriert gut, wo die Grenzen einer Kamera liegen, während das Auge das Szene in ihrer vollen Schönheit wahrnehmen kann.
Kommentar des Fotografen:
Ich liebe Alleen und versuche hin und wieder, eine gute Bildumsetzung von diesem Motiv. Probleme habe ich mit den hier herrschenden hohen Kontrastunterschieden. Daher stelle ich zeitgleich eine Fachfrage: Lohnt sich die Verwendung eines nicht allzu starken Graufilters? Bei der Aufnahme habe ich die kamerainterne automatische Belichtungszeit etwas korrigiert. Vielleicht bewirkt der Graufilter auch nur das Gleiche? Die Kamera- und Objektivdaten sind in der Bilddatei hinterlegt. Ich freue mich über Hinweise!
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sophie Wolter:
Das Prinzip ist ähnlich, aber die Unterschiede sind enorm. Wer das menschliche Auge mit dem System einer Kamera vergleicht, wird viele Parallelen, aber auch Differenzen finden. Ein sehr wichtiger Unterschied für Fotografen ist die Tatsache, dass das menschliche Auge gleichzeitig einen deutlich höheren Kontrastumfang wahrnehmen kann und sich so schnell an unterschiedliche Lichtgegebenheiten anpasst, dass wir zum Beispiel verschiedene Farbtemperaturen kaum wahrnehmen.
» weiterlesen
Technische Effekte wie High Dynamic Range schaffen neue Möglichkeiten für Digitalfotografen. Dazu gehört leider auch, falsche Akzente zu setzen.
Kommentar des Fotografen:
Habe ich kurz vor einem Gewitter aufgenommen. HDR Bild aus drei verschiedenen Belichtungen. Mich fasziniert vor allem die Wasserspiegelung unten im Bild.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Pfenninger:
Ein Holzsteg führt aus der Bildmitte dieser Aufnahme frontal durch Schilfbüsche hinaus auf einen See, dessen gegenüberliegendes Ufer unter einem drohenden grauen Wolkenband liegt.
Die Revolution der Digitaltechnik in der Fotografie liegt nicht in neuen Effekten – auch wenn es die eine oder andere gibt, die herkömmlichen Fotografen bisher so nicht zur Verfügung stand, wie HDR – sondern in erster Linie darin, dass faktisch alle Möglichkeiten, die man früher mit viel Zeit- und Materialaufwand erlernen musste, auf Mausklick zur Verfügung stehen. Das ist Segen und Fluch zugleich, und hier zeigt sich der Fluch:
» weiterlesen
Eine junge Frau tanzt gedankenversunken Ballett im romantischen Ballsaal – bis sie die Zeit um sich herum vergisst und der Verfall einsetzt. Eine gut gewählte Geschichte lässt selbst das Klischee von “jungen Frauen in alten Gemäuern” gut dastehen.
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen in einer location aus dem 19 jahrhundert, schon seit jahrzenten leerstehend. War früher ein ballsaal und vergnügungsstätte mit allem drumherum. Dieses bild entstand aus einer belichtungsreihe (1/60, 1/250, 1/15), in der das model die pose hielt. Ich wartete auf den tag, an dem sonne schien und in das große fenster hinter der bühne fiel. Den staub ein bißchen aufgewedelt und das model positioniert. Die belichtungsreihe wurde im photoshop per hand (ebenen und masken) bearbeitet. Durch die handarbeit konnte ich lichter und tiefen gezielt herausarbeiten. Wir hatten 7 grad minus draussen und das model war sehr tapfer!
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von heike brauer:
Willkommen zur gefühlt 3756. Folge von “Junge Frau in alten Gemäuern”. Warum das oft nicht gut geht, hatte ich in einer früheren Bildkritik ausführlich erklärt.
Warum es manchmal doch klappt, zeigt das Foto von Heike Brauer. Bei vielen Varianten der “Reine Haut und verfallene Häuser”-Fotos passen die Umgebung und die Person nicht zueinander. Hier passt beides im Gegenteil perfekt zueinander:
» weiterlesen
Der Sonnenauf- oder Untergang als Hauptmotiv verlangt einer Fotografie besonders viel ab. die Majestät des Vorgangs muss im Bild erlebbar werden und toleriert keine technischen Makel.
Kommentar des Fotografen:
Aussicht von der Rigi (CH) auf das Nebelmeer. Der Pilatus schickt seinen Schatten über das Nebelmeer.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Matthias Wassermann:
Ein schöner Ort und ein gutes Licht sind zwei Grundvoraussetzungen für ein interessantes und wirkungsvolles Bild. Ich kenne diesen Aufnahmeort auf Rigi Kulm sehr gut, denn ich hatte 10 Jahre lang auf Rigi Staffel eine Ferienwohnung.
Die Rigi ist die Königin der Berge und seit Mark Twains Schilderung der Sonnenauf- und -untergänge auch weltberühmt. Kann diese Aufnahme die besondere Magie dieses Ortes genügend gut wiedergeben? So ganz gelingen will dieses Unterfangen mit diesem Bild noch nicht. Die technische und gestalterischen Mängel beeinflussen die Bildwirkung zu stark:
» weiterlesen
HDR ist auf den ersten Blick ganz einfach. Der Teufel liegt hier allerdings in der Nachbearbeitung.
Kommentar des Fotografen:
New Zealand, Tekapo “Church of the Good Shepherd”. Das Bild zeigt eine bekannte Kirche in Neuseeland. Ich habe das Foto kurz vor Sonnenuntergang gemacht. Mir gefällt an dem Bild die starke Dramatik, und es ist auch eins meiner Favoriten-Bilder meines New Zealand trips. Viel Spass beim bewerten – und liebe Grüsse aus Basel.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Daniel Solari:
Dein Bild zeigt eine kleine, aus grob behauenen Steinen gefertigte Kirche an einem See im letzten Licht des Tages. Es wirkt melancholisch, aber der HDR-Himmel verleiht der Szene eine fast bedrohliche Stimmung.
Eine meines Erachtens gelungene Aufnahme, die alles hat, was man sich von einem guten Foto wünscht. Was grade bei HDR nicht immer passt:
» weiterlesen
Fliessendes Wasser ist Herausforderung und Spielfeld für Fotografen. Die Verschlusszeit erlaubt dabei völlig verschiedene Aufnahmen vom genau gleichen Objekt zu machen.
Kommentar des Fotografen:
Eine Nahaufnahme von einem kleinen Wasserfall. Ich wollte die Wasserbewegung einfrieren, aber auch die Spiegelung der Umgebung aufnehmen. .
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Steven Long:
Die Spiegelung mehrere Bäume in einer gekrümmten, glänzenden Oberfläche, die im Vordergrund in eine dynamische Reihe von Bläschen in einer wie Chrom glänzenden Wasseroberfläche übergeht, welche sich offensichtlich in Bewegung befindet.
Ein spannendes Bild voller Bewegung und Verwirrung, Detail und Impression. Zur Idee, Dich mit einem Detail des Wasserflusses zu befassen und die Umgebung als Spiegelung indirekt einzubeziehen, bist Du zu beglückwünschen:
» weiterlesen