4 zufällige Bildkritiken zum Thema Berlin:
Alle 22 Artikel zum Thema Berlin auf fokussiert.com:
Marianne Breslauers fotografisches Werk entstand mitten im Umbruch der Fotografie zur eigenständigen Kunst: in den wilden Zwanziger- und Dreißigerjahren.
Die Berlinerin, die vor den Nazis in die Schweiz emigriert ist, fotografierte nur ungefähr zehn Jahre lang. Die Fotostiftung Schweiz zeigt aktuell ihr Werk aus diesen Umbruchjahren.
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Städte bieten nicht nur endlos Motive für Architektur- und Streetfotografie. Unter anderem sind hier Lichtverhältnisse zu finden wie sonst nirgends.
Kommentar des Fotografen:
Check Point Charlie in Berlin. Spontan aufgenommen, mit Aperture bearbeitet.Viel mit dem Definitions- Regler gemacht und am Blau geschraubt. Das Soldatengesicht in der Mitte nachbelichtet. Es soll ein etwas unwirklicher, leicht amerikanischer Eindruck entstehen. Ich bin eher ein Spontanfotograf, Kompositionen entstehen eher aus dem Augenblick. Ich mag Festbrennweiten, weil ich da auch wirklich gute Abbildungsqualität bekomme, die ich auch noch bezahlen kann. Im nachhinein hätte ich das Bild lieber mit einer kleineren Blende gemacht (3,5), dann hätte ich sicher noch etwas mehr Grundschärfe aus dem Objektiv raus bekommen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Fabian Lenné:
Eine Strassenschlucht mit dominanten Fluchtpunktlinien. Der Fotograf scheint mitten in der Strasse zu stehen, ihm gegenüber das überdimensionale Bild eines Soldaten in knalligen Farben – Checkpoint Charlie. Die Aufnahme ist geprägt von einem harten Licht und gleichzeitig unreal anmutenden Glanzeffekten. Die Szene scheint aus Stahl und Glas zu bestehen.
Auch wenn mir nicht ganz klar ist, was Du mit “amerikanischem Eindruck” meinst – ein “unwirklicher Anblick” ist Dir jedenfalls gelungen. Die Aufnahme hat eine starke Tiefenwirkung – ich würde behaupten, durch den Blickwinkel, der für ausgeprägte Fluchtlinien sorgt.
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In Berlin ist jetzt erstmals Herlinde Koelbls ganzes vielfältiges Werk aus 35 Jahren zu sehen.
Die Freiheit des Denkens und für ihre Arbeit war Herlinde Koelbl immer entscheidend wichtig. Die große Ausstellung der Münchner Fotokünstlerin präsentiert über 450 Fotografien, darunter ihre berühmten Porträtbilder und Serien, aber auch viele unbekannte Aufnahmen.
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Seit Anfang der Siebzigerjahre fotografieren Gabriele und Helmut Nothhelfer gemeinsam Menschen und Ereignisse in Berlin. So ist bis heute ein deutsches Gesellschaftspanorama entstanden.
Bereits 1977 nahmen Gabriele und Helmut Nothhelfer an der Kasseler documenta 6 teil, die erstmals den Bereich Fotografie, Film, Video einbezogen hatte. Mit der Ausstellung “Momente und Jahre”, die die Zeit von 1970 bis 2008 umfasst, wird erstmals das gesamte Werk des Künstlerpaars vorgestellt – in Köln.
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Hannes Kilian wurde bekannt als Fotograf des Stuttgarter Balletts mit seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, die kunstvolle Bewegung festzuhalten.
Die Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt mit 320 Schwarzweiß-Fotografien einen Querschnitt aus 50 Jahren von 1937 bis 1987. Hannes Kilians Sichtweise auf die Dinge und sein Talent, Situationen festzuhalten und Schicksale in ihrer Vielschichtigkeit aufzuspüren, sind einzigartig. In diesem Jahr wäre er hundert geworden.
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Berlin ist mehr als einen Schnappschuss wert. Ein gutes Bild in einer Serie zum Beispiel.
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen habe ich das Bild abends am Alexanderplatz in Berlin; Es ist aus der Hand mit einer Brennweite von 20mm aufgenommen. Ursprünglich wollte ich noch mehr von der Treppe zeigen, habe mich dann später aber doch für einen quadratischen Beschnitt entschieden; So “fehlt” etwa die Hälfte des ursprünglichen Bildes. Die aufgrund des Aufnahmewinkels stürzenden Linien habe ich ebenfalls nachträglich korrigiert. Gereizt hat mich an dieser Szene die Tristheit des Plattenbaus, die dennoch durch die unterschiedlichen Fenster und die beiden fast vorsichtig aufgehängten, farbigen Flaggen unterbrochen wurde. Diese sind wohl noch Überbleibsel der Fußball-Europameisterschaft gewesen.
Profi Horst Kloever meint zum Bild von Markus Mayer:
Nein, ich möchte nicht in die Diskussion über die deutschen Fahnen im öffentlichen Raum einsteigen, die ich mir auf deinem flickr stream durchgelesen habe. Dein Bild ist gut – super ist, dass es eine solche Kontroverse auslösen kann. Was mir nicht gefallen hat, ist wie das Bild unter vielen, vielen belanglosen Schnappschüssen dort untergeht. » weiterlesen
In unserer an Rekorden nicht armen Zeit ist nun auch von einem langen Foto zu berichten – mit hundert Metern buchstäblich eines der längsten. Schön, dass es dem Fotografen Simon Hoegsberg gar nicht um einen Weltrekord ging.
Das Werk hat den beziehungsreichen Titel “We’re All Gonna Die” – wir müssen alle mal sterben. So geht es hier sichtlich und hundert Meter weit um die menschliche Existenz, eben um “100 meters of existence”, so auch der Untertitel.
Der dänische Fotograf Simon Hoegsberg nahm die Protagonisten seines längsten Bildes 2007 in Berlin auf – auf einer Eisenbahnbrücke in der Warschauer Straße. 178 Menschen wurden es im Laufe von 20 Tagen. Simon Hoegsberg: “Nur wenige schienen zu bemerken, dass ich Bilder von ihnen aufnahm.”
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Eine viel zu wenig benutzte Perspektive – die eines Froschs von ganz unten – eröffnet häufig total neue Ansichten.
Kommentar des Fotografen:
Das Mahnmal in Berlin aus einer etwas anderen Perspektive. Zum Glück schien die Sonne an diesem Tag.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Reinhold Jakobs:
Wenn es in Fotografie um Farbe, Form, Linien und Schattierungen geht, dann erfüllt diese Aufnahme so ziemlich alle Ansprüche. Jedenfalls für die künstlerische Fotografie mit Abstraktion.
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Ausstellungseröffnung an Halloween – und es ist wohl ein passender Termin: Julia Kissina mit “Ich sehe was, was du nicht siehst”.
Julia Kissina ist Schriftstellerin, Fotografin, Videokünstlerin. Sie beschäftigt sich mit dem Absurden und erzählt fantastische Geschichten. Sie lässt in ihren Bilder das Unheimliche ins Heimelige eindringen – die aktuelle Ausstellung ist in der Berliner Galerie Bereznitsky zu sehen.
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Wir wissen nicht, ob Nordrhein-Westfalen ein Freizeitpark ist. Sabine Wild zeigt in Düsseldorf jedenfalls ihre Bildreihen über sogenannte Freizeit-Architektur aus NRW.
Architekten zeigen Bilder über Architektur: Unter dem Titel “Freizeit.Architektur.NRW” sind Sabine Wilds Fotografien im Düsseldorfer Haus der Architekten versammelt – bis zum 2. Oktober.
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