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Urlaubsfoto:
Auf- statt über die Schulter

Fotos vom Typ „Blick über die Schulter“ müssen etwas zeigen, wohin zu blicken es sich lohnt. Oder eine interessante Schulter. Das fehlt hier.

Mädchen mit Fernglas

Olympus E-450, 1/500s bei Blende 8 mit 43mm Brennweite und ISO 100. © Oliver Diallo

Oliver Diallo aus Hamburg: Ich habe das Bild in Laboe an der Ostsee aufgenommen. Das Mädchen auf dem Bild ist die Tochter meiner Freundin.

In unserer WordPress-Installation für dieses Blog gibt es ein Werkzeug, mit dem man den wichtigsten Teil eines Fotos markieren kann – die Software sorgt dafür, dass in allen möglichen Bildschnitten dieser Teil enthalten bleibt. Wenn ich bei einer Fotografie nicht weiss, wohin ich das Fadenkreuz setzen soll, stimmt etwas an dem Bild nicht.  Weiterlesen

Frauenporträt extrem:
Wenig schmeichelhaft

Experimentierfreudigkeit ist lobenswert, sofern sie nicht das Ergebnis so verzerrt, dass man nicht weiß, wo man als Kommentator anfangen soll.

Zur Technik: Nikon F100, Nikkor AF-S 70-300mm f/3.5-5.6 VR bei 250mm f/5.6 1/80s, Kodak Portra 160 NC aus ISO 160, Scan vom Negativ.

Zur Technik: Nikon F100, Nikkor AF-S 70-300mm f/3.5-5.6 VR bei 250mm f/5.6 1/80s, Kodak Portra 160 NC aus ISO 160, Scan vom Negativ.

Christian Fehse aus Bramsche schreibt zu diesem Bild:

Das Foto ist aus Juni 2016. Ich würde es mal in die Kategorie „Beauty“ verorten – allerdings versehen meinem relativen rauen Look. Diese Art der Bilder kann man jetzt mögen oder nicht, aber darum geht es mir hier nicht. Fotografiert wurde dieses Portrait draußen bei natürlichem, leichtem Gegenlicht und mit langer Brennweite, um einen gesamt weichen Eindruck zu erreichen. Das Negativ ist leicht unterbelichtet und für meinen Geschmack zu grün geworden (wahrscheinlich dem 1998 abgelaufenen Film geschuldet). Mein Problem ist jetzt: irgendwas fehlt und ich weiß nicht was. Deswegen reiche ich es ein, das es mal so richtig auseinandergenommen wird.

Wir sind bei fokussiert grundsätzlich bemüht, alle Fotos positiv zu besprechen, denn nur durch konstruktive Kritik kann der Fotograf diese annehmen und etwas von dem Geschriebenen für sich verwenden. Hier ist mir das, kurz gesagt, leider etwas schwer gefallen; doch schreibst Du, es solle richtig auseinandergenommen werden, und das werde ich denn auch tun. Weiterlesen

„2“ – Abstrakte Realität:
Geht das?

Funktioniert Abstraktion, wenn man sie sieht und fotografiert? Selbstverständlich. Und wie! Eigentlich IST Fotografie Abstraktion. Immer.

Abstrakte Containerwand. X100T Aufnahmedaten: 1/70s bei Blende 8 mit 23mm Brennweite und ISO 200

Fuji X100T Aufnahmedaten: 1/70s bei Blende 8 mit 23mm Brennweite und ISO 200

Michael Gündling aus Neulussheim schreibt zu diesem Bild: Ich bin sehr an abstrakter Malerei interessiert, und seit einiger Zeit probiere ich, Abstraktion auch in der Photographie umzusetzen. Mich interessiert vor allem die Emotionalität von Farbe an Alltagsgegenständen auf unseren Straßen. Dieses Bild ist ein Ausschnitt eines Containers, den ich an der Psychiatrie in Heidelberg gefunden habe. Sofort zog mich das intensive Blau, die Ziffer und der kontrastierende Rost an. Mit der schwingenden Kette hatte ich noch eine Ebene. Meine Frage: Funktioniert diese Art von Aufnahme als Foto?

Abstraktion ist Reduktion. Und Fotografie reduziert immer: Die Welt auf einen kleinen Ausschnitt. Also ist Fotografie per se Abstraktion. (Affiliate-Link) Manchmal sehr gute, manchmal unverständliche. Die hier ist sehr gut. Weiterlesen

Bachlauf-Foto:
Das Motiv isolieren

Landschaftsfotografie bietet viele Nischen für spannende Detailansichten – es muss nicht immer das Tal von vorne bis hinten sein. Gerade bei Wasserläufen ist wesentlich, dass sich der Fotograf für ein Motiv entscheidet.

Kamera: Canon EOS 600D Aufnahmedaten: 25/10s bei Blende 11/1 mit 104/1mm Brennweite und ISO 100

Canon EOS 600D, 2.5s bei Blende 11 mit 104mm Brennweite und ISO 100.

Fabian Rose aus Bingen: Diese Fot ist in unserem Urlaub im Harz entstanden. Es zeigt die Ilse etwas anders. Dies war mit der erste Versuch Bilder mit längerer Verschlusszeit und Stativ zu machen.

Ein Ausschnitt aus einem Bachverlauf zeigt diese Farbaufnahme. Der Fotograf scheint im Gewässer drin zu stehen und hat das Bächlein  aufwärts der Flussrichtung fotografiert. Ungefähr in der horizontalen Mitte der Aufnahme fliesst der Bach übher eine kleine Schwelle aus mehreren Steinen, von denen zwei mit herbstlich-buntem Laub bedeckt sind. Die Belichtungszeit hat das Wasser zu weissen Vorhängen verwischt. In den ruhigen Wasserpartien spiegelt sich ein eigenartig hellgrünes Licht. Weiterlesen

Randkontrolle bei Panoramaaufnahmen:
Elphi im Sommer

Auch bei Panoramaaufnahmen sollte man auf die Bildränder achten und diese zumindest in der Nachbearbeitung bereinigen, wenn dadurch die Komposition verdichtet werden kann.

© SVEN MAHN – Hasselblad H5D-40, 23 s, f/11, 50 mm, ISO100

© SVEN MAHN – Hasselblad H5D-40, 23 s, f/11, 50 mm, ISO100

Sven Mahn aus Hamburg schreibt zu diesem Bild:

Bei einem Abendshooting vor ein paar Tagen ist mir die ruhige Elbe und die nun fast Ohne Einrüstung stehende Elbphilharmonie aufgefallen. Ich denke in ein paar Jahren wird sie eine der meisten abgelichteten Objekte in Deutschland werden. Kosten und Mühen des letzten Jahrzehnts werden vergessen sein, wenn sie im Januar eröffnet wird. Das Bild wurde mit eine H5D40 und einem ND Filter geschossen.

Einleitende Anmerkungen

Die Elbphilharmonie in Hamburg reiht sich in eine ganze Liste von baulichen Großvorhaben der letzten 10-plus Jahre ein, die sich am Anfang gut anhörten und aber dann nach Kostenexplosionen, Verzögerungen und anderen Kontroversen bereits VOR ihrer Fertigstellung (im Fall des Berliner Flughafens bezweifeln wohl die meisten, ob und wann er jemals fertig werden wird) einen Ruf im Sinne von „berühmt-berüchtigt“ entwickelt haben. Ich bin allerdings wie Du der Meinung, dass die Elbphilharmonie in ein paar Jahren wie geplant zum neuen Wahrzeichen Hamburgs werden wird – schon jetzt wird sie begeistert besucht und fotografiert, obwohl sie erst im Januar 2017 eröffnet werden soll. Weiterlesen

Zu knapper Bildausschnitt:
„Burgen-Romantik“

Einen knappen Bildausschnitt zu wählen, ist grundsätzlich richtig – wenn man so nichts „amputiert“.

img_8630-burg

Karsten Zolk aus Düren schreibt zu diesem Bild:

Tv 1/250, Av 10,0, ISO 125, 24,0 mm

Auch die heimische Landschaft bietet schöne Aussichten.
Durch die Schwarzweisskonvertierung gewinnt das Motiv eine graphische Klarheit, die an alte Kupferstich-Darstellungen erinnert.

Eine Freundin meinerseits bemerkte einmal, die Deutschen würden sich im Ausland – im Sinne von typischen Urlaubsländern – besser auskennen als daheim. Bei mir stimmte das leider auch; ich bin im Ausland mehr unterwegs gewesen als in Deutschland. Dein Foto zeigt, dass das ein Fehler ist, denn die heimische Landschaft bietet in der Tat viele schöne Motive. Weiterlesen