Thema: Bildjournalismus

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Bildjournalismus:

Indiskreter Porträt-Ersatz: Omas NähzimmerStrassenszene mit Bär:Verschenktes PotentialBahnhofsszene: Grelles Licht lenkt abKinder in Afrika: Mehr Kreativität

 

Alle 37 Artikel zum Thema Bildjournalismus auf fokussiert.com:

Fotografien aus 12 Monaten:
Worldpressphoto Awards 2010

Peter Sennhauser, 13. Februar 2010 um 9.12 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Die besten Presse-Fotos des Jahres 2009 sind gekürt. Alle sind dramatisch, viele sind leider blutig und schockierend. Das Top-Bild allerdings ist ebenso stimmungsvoll wie politisch bedeutend.


Die World Press Photo-Organisation hat die Siegerbilder des Jahres 2009 bekannt gegeben. Es handelt sich bei diesen Fotos um ausgesprochen journalistische Arbeiten:

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Sylvia Plachy:
Liebend leicht und expressiv

Uli Eberhardt, 7. Februar 2010 um 23.27 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Die amerikanische Fotografin Sylvia Plachy hat den Salomon-Preis 2009 gewonnen. Ihre Bilder stehen in der dokumentarischen Tradition eines Robert Frank.

Die Amerikanerin aus Budapest mischt sich auf ergreifende Art mit der liebenden Leichtigkeit eines Jacques Henri Lartigue und der expressiven Weltsicht von André Kertész , ihrem großen Vorbild und Förderer, begründete die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) die Preisvergabe.

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Swiss Press Photo 2009:
Ist das die neue Bildsprache
im Zeitalter des Bürgerjournalismus?

Peter Sennhauser, 26. November 2009 um 6.02 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Der Bildjournalismus ist “in der Defensive”: Der Schweizer Pressefoto-Preis soll zeigen, dass sich die Bildsprache in den Medien weiter entwickelt. Die preisgekrönten Bilder bringen das nur teilweise zum Ausdruck.


“Was ist ein Pressebild noch wert in einer Zeit, da jeder zufällige Zeitzeuge von jetzt auf gleich zum Bildreporter werden kann?”

Auf diese Frage aus der Laudatio von Hans-Michael Koetzle, Mitglied der Swiss Press Photo-Jury, soll der jährliche Wettbewerb des Schweizer Verlags Espace Media eine Antwort geben.

Das ist ihm meiner Ansicht nach in diesem Jahr nur sehr bedingt gelungen.

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Nikon D3s:
Schnell, leise und empfindlich

Peter Sennhauser, 14. Oktober 2009 um 22.52 Uhr , 11 Kommentare Kommentare

Nikon setzt mit der überarbeiteten D3s-Vollformat-Kamera auf die Newsfotografie: Die Auflösung beträgt “nur” 12 Megapixel, die Nachtsicht dagegen sagenhafte 102′400 ISO.

Ja, sie beherrscht Video, und das auch im kleinen HD-Standard 720p. Aber vor allem ist sie unheimlich empfindlich, rasend schnell und angeblich jetzt auch noch leise: Die überarbeitete Nikon D3 mit dem Zusatz “s” zielt eindeutig auf Fotografen im News- und Sportbereich.

Vom Megapixel-Rennen, wo sich bisher vor allem Sony im DSLR-Feld hervorgetan hat, scheinen sich Canon und Nikon ohnehin weitgehend verabschiedet zu haben: Weil die Pixelzahl im Quadrat steigen muss, um wirksame Vergrösserungssteigerungen zu ermöglichen, investiert man die Forschungsenergie besser auf andere technische Bereiche, wo mehr für die Fotografen herauszuholen ist. Zum Beispiel auf Empfindlichere Kameras und höheren Kontrastumfang.

Nikon D3s
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (10 Bilder)

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Pferderennen:
Künstlerisch künstlich

Peter Sennhauser, 3. April 2009 um 12.03 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Nachträglich mit Photoshop eingefügte Bildeffekte können aus manchem brauchbaren Bild einen Hingucker machen. Als “Dokumentation” darf sowas dann aber nicht mehr deklariert werden.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild habe ich auf einer Pferderennbahn in Nordfrankreich aufgenommen. Mir gefielen hier vor allem die Farben und das Licht, welches ich nur minimal korrigiert habe. Den Bewegungsunschärfeeffekt jedoch habe ich nachträglich in Photoshop erstellt, weil ich es versäumt habe die Kamera bei der Aufnahme mitzuziehen. Ich finde dadurch wird das Bild noch dynamischer und spannender. Ich interessiere mich für Sportfotografie und versuche so viele Sportarten wie möglich abzulichten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Willems:

Man muss bei diesem Bild hingucken: Die Dynamik ist mitreißend, die Farben im Fokus sind stechend. Und trotzdem bin ich mit der Aufnahme insgesamt so gar nicht einverstanden.

Wie, nicht einverstanden?

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Fassaden-Stilleben:
Pastellfarbene Geometrie

Jan Zappner, 29. August 2008 um 13.01 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Ein Blick nach rechts und links lohnt sich immer. Auch wenn man wegen etwas ganz anderem unterwegs ist.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Pascal Reis). – Canon EOS 400D – 1/80s – f/7.1 – ISO 100 – 31mm

Kommentar des Fotografen:

Auf einer Hochzeitsreportage in Italien habe ich auch die Aufgabe gefasst, das Heimatdorf zu portraitieren. Dieses alte Bergdorf hatte viele alte Häuser, aber diese Fassade hat es mir angetan. Der Wechsel der Farben, die abstrakt verlaufenden Treppen und die vielen Unstimmigkeiten (alle Fenster und Türen sind komplett verschieden) machen für mich das Bild interessant.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Pascal Reis:

Schöne Stilleben zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Hier ist es gelungen: Nicht nur überzeugt die Symmetrie, sondern auch die ausgewaschenen Pastellfarben an den Wänden. Insgesamt ergibt sich dadurch ein sehr ruhiges, entspanntes Bild.

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Schweissfoto:
Vorbereitung bringt Perfektion

Jan Zappner, 27. August 2008 um 20.00 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Je mehr sich der Fotograf mit seinem Thema auseinandersetzt, desto besser wird das Ergebnis.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Udo Kibele). – NIKON D2X – 1/250s – f/5.6 – ISO160 – 52mm

Kommentar des Fotografen:

Bin durch Zufall auf Eure Website gestossen und finde die Idee und den “Service” der Bildbeurteilung durch Profis prima. Mein Foto stammt aus einer ganzen Serie von “Schweiss-Fotos”. Hintergrund war die umfangreiche Zusammenstellung von Fotos verschiedener Schweisstechniken. Bei diesem Foto handelt es sich um eine Aufnahme beim MAG-Schweissen. In meiner kleinen Fotoserie gäbe es dann auch noch WIG-, Autogen- oder Plasma-Schweissen.

Mit der Aufnahme wollte ich die Dynamik und die Farbevielfalt zeigen. Das große Thema bei der Aufnahme war die Problematik der Überbelichtung:

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Richtiger Moment:
Falsche Perspektive

Jan Zappner, 18. August 2008 um 10.03 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Wenn er einen besonderen Moment erlebt, muss ein Fotograf alles geben, um diese Stimmung auch im Bild zu transportieren. Diskretes Vorgehen ist immer vorteilhaft, aber Hemmungen sind hinderlich.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Patrick Figaj). – Canon EOS 350D DIGITAL – 1/40s – f/5.6 – ISO 400 – 45mm (67mm)

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme entstand in einem kleineren Tempel in Bangkok, abseits der “Schauzeremonien” schon zu recht später Stunde. Nach einem freundlichen Blick eines seitlich betenden Mönchs kniete ich mich in die letzte Reihe und wartete erst einige Minuten ab, bevor ich ein paar Bilder schoss – inzwischen saßen auch betende Mönche hinter mir. Für mich ein magischer und auch authentischer Moment in einer sonst hektischen Stadt.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Patrick Figaj:

Dieses Bild funktioniert meiner Meinung nach nicht. Vor allem aber deckt sich die emotionale Beschreibung des Moments nicht mit dem transportierten Inhalt des Fotos. Dies hat mehrere inhaltiche Gründe:

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Konzertbild:
Stimmung, kompakt

Jan Zappner, 15. August 2008 um 9.03 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Ein klasse Konzertbild, das durch Aufteilung und Farbgebung eine besondere Stimmung transportiert.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nick Lobeck). NIKON D300 – 1/80s – f/3.5 – 175mm (257mm)

Kommentar des Fotografen:

Konzert von Justice am Openair St. Gallen 2008 Aus grosser Distanz mit einem 70-200 2.8 Tele von Nikon.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Nick Lobeck:

Konzertfotografie ist etwas sehr eingängiges, dankbares. Die Zuschauer haben Spass, die Musiker machen ihren Job gern und wenn man vom Veranstalter nicht nach 10 Minuten des ersten Liedes aus dem Fotograben hinauskomplimentiert wird, kann man sogar einen Schweißtropfen auf der Stirn des Sängers fotografieren.

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Inszenierung:
Einsamkeit?

Jan Zappner, 13. August 2008 um 10.10 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Künstlerische Fotografie eröffnet einen breiten Interpretationsspielraum. Aber eben für für beide Seiten: Den Betrachter wie auch den Fotografen.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sabine Sowieja). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar der Fotografin:

ich versuche, den situationen eine eigene geschichte zu geben, ich inszeniere keine szene, sondern versuche sie so wahrzunehmen, wie sie sich in der “wirklichkeit” darstellen, diese aufnahme erzählt von einsamkeit… belichtungsdaten weiß ich nicht mehr..

Profi Jan Zappner meint zum Bild von sabine sowieja:

Mit diesem Bild möchte die Fotografin von der Einsamkeit erzählen. Von der technischen und oberflächlich inhaltlichen Seite ist das Bild spannend aufgebaut:

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