Thema: Bildkritik

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Bildkritik:


 

Alle 73 Artikel zum Thema Bildkritik auf fokussiert.com:

Der Sinn oder Unsinn eines Fotoclubs:
Bildkritikabend, Exkursion und Stammtisch

Fotoclub Bildkritk

Fotoclub Bildkritk

So wie alles im Leben hat ein Verein seine Vor- und Nachteile. Wenn man diese kennt, kann man für sich selbst entscheiden, ob ein Fotoclub das Richtige für einen ist. Als ich mir 2009 meine erste DSLR zulegte, bin ich bei der Suche nach Gleichgesinnten auf den örtlichen Fotoclub gestoßen. Das doch recht hohe Durchschnittsalter der Mitglieder wirkte etwas abschreckend, aber ich war blutiger Anfänger und hatte auch nichts zu verlieren. Ich durfte mir die Sache unverbindlich anschauen, bin dann nach einiger Zeit auch Mitglied geworden und es bis heute geblieben. » weiterlesen

Leserfoto:
Reflexion im doppelten Sinne

Unsere heutige Bildbesprechung zeigt ein einfühlsames Spiegelporträt mit einem bedachten Regelbruch.

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Bernard Ksiazek aus Gießen hat uns das obige Bild unter dem Titel “Nachdenklicher Affe” zur Besprechung eingereicht. Er beschäftigt sich vernehmlich mit dem Wesen des hier Abgebildeten, zeigt tiefe Einfühlung und Erkenntnis, wenn er schreibt: “Im März gelang mir diese Aufnahme im Kölner Zoo … Die Spiegelung macht diese Aufnahme so besonders. Es ermöglicht einem, die Augen zu sehen und sich zu fragen, woran der Affe gerade denkt?”. Es sind solche Überlegungen, die mich bewogen, seine Einreichung in der Kategorie ‘Natur/Tier’ in die Kategorie ‘Porträt’ zu überführen.

Zur Aufnahme wurde eine Canon EOS 60D mit Zoomobjektiv EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS verwendet. Die Brennweite betrug 135 mm (~216 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1.6), die Belichtungsdaten waren 1/200 Sekunde bei Blende f/5.6 und ISO 800.

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Betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Leserfoto:
Ein Augenblick großer Konzentration und Innigkeit

In der heutigen Bildbesprechung widmen wir uns Fragen der experimentellen Fotografie.

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Ein sehr interessantes, experimentelles Bild hat unsere Leserin Yvette Hummel aus Jena unter dem Titel “Total verZOUKt” zur Besprechung eingereicht. Sie schreibt ergänzend: “Dieses Bild entstand auf dem Zouk-Floor einer unserer Salsapartys. Zouk ist ein in Europa noch relativ neuer Paartanz, der sehr expressiv ist. Dementsprechend schöne Motive können beim Fotographieren entstehen (im Vergleich zur motivisch relativ schnell ausgelutschten Salsa). Ich versuche in meinen Bildern immer, die Stimmung der Tänzer einzufangen. Daher finden auch solche Bilder wie dieses hier Eingang in meine Auswahl. Die Tänzer schauen zwar ernst, gerade das ist für uns Tänzer aber meist ein Gütesiegel für die Qualität des grad erlebten Tanzes – völlige Versunkenheit in die Musik, die Bewegung und das Miteinander mit dem/der Tanzpartner/in.”

Zur Aufnahme wurde eine Nikon D5000 mit Zoomobjektiv 18.0-50.0 mm f/2.8-4.5 verwendet. Die Brennweite betrug 27,0 mm (40 mm Kleinbildäquivalent bei einem Formatfaktor von 1.5), die Belichtungsdaten waren 0.3 Sekunde (hallo!) bei Blende f/8 und ISO 250. Die Aufnahme erfolgte freihändig und offensichtlich mit einem Mitzieheffekt. Ein Blitz wurde laut Exif-Daten nicht verwendet.

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Yvettes Begeisterung und Ernsthaftigkeit für das dargestellte Thema teilt sich – wie ich meine – in Bild und Text sehr schön mit. Ich persönlich wußte zwar nicht, ‘wo Salsa endet und Zouk beginnt'; und ich meinte auch, in der hochkonzentrierten und innigen Versunkenheit und in der dargestellten Neigefigur (nennt man das so?) eher Elemente des Tangos wiederzuerkennen, aber ‘so what?’ … es mag uns hier eher darum gehen, wie wir eine expressive Szene mithilfe eines emperimentellen bzw. unkonventionellen Ansatzes überzeugend umsetzen können. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Leserfoto:
Reisefotografie, wie man sie sich wünscht

Noch ein Bild einer bemerkenswerten Äthiopienreise soll hier besprochen werden, da sich hierin Prinzipien guter Reisefotografie aufzeigen lassen.

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“Markt in Lalibela” nennt unsere Leserin Jacqueline von Manteuffel ihr Bild und schreibt darüber: “Diese Bauern sind 30km zu Fuss zum Markt nach Lalibela/Äthiopien gelaufen. Abends laufen sie wieder zurück in ihr Dorf … aber jetzt ist Zeit, auf dem Markt die Hirse zu verkaufen, Kontakte zu knüpfen und wichtige Neuigkeiten auszutauschen. Was sie sich wohl erzählen? Das Foto habe ich nur geschnitten, nicht bearbeitet. Mir gefällt der Kontrast schwarz/weiss und die ‘sprechenden’ Gesichter und Hände.”

Wiederum (wie schon im Bild der Schulklasse) mag man Jacqueline einen guten Blick für die Dynamik bzw. Dramatik einer Szene zusprechen. » weiterlesen

Leserfoto:
Ein lebendiger Augenblick

Wie läßt sich die Flüchtigkeit einer Szene in einem ausdrucksstarken Bild festhalten?

“Dorfschule in Äthiopien” nennt unsere Leserin Jacqueline von Manteuffel ihr Bild. Sie hat es in der Kategorie ‘Schnappschuß’ eingereicht, doch scheint ihr eine solche Zuordnung nicht ganz zu behagen, wie wenn ihr dies ‘zu sehr im Vorübergehen, zu aufschnappend und wegnehmend’ vorkäme. Eine Kategorie “mit den Augen des Reisenden gesehen” wäre ihr lieber, wie sie selbst anmerkt. So dürfen wir wohl zwischen den Zeilen lesen, daß Jacqueline ‘das Gesehene respektvoll aufnehmen und uns mitbringen’ wollte.

Laßt uns die Szene einmal in Ruhe anschauen und prüfen, was sich uns auf dem Bild mitteilt. Und vielleicht können wir miteinander überlegen, ob und wie sich das Bild in seiner Aussage evtl. noch weiter verdichten ließe. » weiterlesen

Leserfoto:
Die verborgenen Schnappschüsse der Festplatte

Oft ist von längst verloren geglaubten Perlen der Fotografie die Rede, die jahrelang unbemerkt auf der heimischen Festplatte schlummerten und erst durch eine spätere Bildbearbeitung zu vollem Glanz emporsteigen. Nur: Nicht jedem Foto ist dieses Märchen vergönnt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Kommentar des Fotografen:

Winziger Ausschnitt aus Schnappschuss. Sonntäglicher Trödelmarkt Boxhagener Platz Berlin-Friedrichshain. weitgehende Bearbeitung mit Picasa 3, um die techn. Unzulänglichkeiten in Vorzüge zu verwandeln, die durch professionell perfekte Aufnahmen mit Qualitätskamera kaum zu erreichen. Wie oftmals, habe ich das Motiv erst beim durchmustern des Originalfotos entdeckt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Peter Keit:

Der berühmte Fotograf Robert Capa hat gesagt: “Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht dicht genug dran.” Und dieser Mann war Kriegsfotograf, kein Flaneur, der beim Spazierengehen hofft, zufällig einige schöne Bilder machen zu können. Ein sicheres Zeichen, dass dieser Spruch auf die eigenen Fotos zutrifft, ist, wenn man das Bild stark beschneiden muss oder nur “winzige Ausschnitte” aus dem Originalfoto nehmen kann, damit es einem selbst zusagt.

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Leserfoto:
Bild des Montas Dezember

Jeden Monat erhalten wir eine Vielzahl Bildeinsendungen zur Besprechung in unserer Kategorie Bildkritik. Die Autoren von fokussiert.com wählen sich ein Bild aus, welches sie sich gerne genauer anschauen möchten und beschreiben dann, was der Fotograf gut gemacht hat und wie er vielleicht mit einem kleinen Schritt nach links einen optimaleren Ausschnitt hätte kreieren können oder mit etwas mehr – oder manchmal auch weniger – Bildbearbeitung noch mehr aus seinem Bild herausgeholt hätte.

Die Autoren haben nun auch das letzte Bild aus 2012 gewählt. Und das Rennen auf das beliebteste Bild des Monats Dezember war sehr knapp – so viele wirklich gute Fotografien wurden eingesandt.

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder )

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Leserfoto:
Standhafte Möwen – schräg im Wind

Der kreative Einsatz von Farben und Bildaufbau entbinden den Fotografen nicht von den restlichen technischen Anforderungen an ein gelungenes Foto.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniela Popoaie).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniela Popoaie).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto wurde auf Long Island New York im Robert Moses State Park im September 2010 aufgenommen. Das Licht war sehr besonders an diesem Tag, der Himmel zeigte sich in vielen verschiedenen Blautönen, das Meer war sehr unruhig, es ging ein starker Wind und dann kamen plötzlich noch tausende von Monarchfalter geflogen die auf Ihrer Wanderung von den Rocky Mountains zu den Bergen der Transvolcanic Region in Zentral-Mexico unterwegs waren. Es war sehr beindruckend. Ich wollte so viel wie möglich in einem Bild einfangen.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Daniela Popoaie:

Daniela tut auf jeden Fall gut daran, immer die Kamera parat zu haben. Wenn ich ihre Bemerkungen zum Bild lese, erkenne ich auch, dass sie sich für das Drumherum interessiert und sich viele Gedanken macht. » weiterlesen

Leserfoto:
Die Frau mit dem weißen Pelz

Nicht sonderlich originell, aber immer wieder schön anzusehen: Frau mit Pelz. Nur auf die vielen Feinheiten kommt es jetzt an.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Maximilian Weddigen).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Maximilian Weddigen).

Kommentar des Fotografen:

Ein Shooting im Allgäu mit einem tollen Modell. Es war eines der letzten Bilder des Tages, aus ca 40cm Entfernung mit aufgestecktem Speedlight 43. Die Augen wollte ich bei diesem Bild besonders zur Geltung bringen, da sie wirklich sehr blau sind und es durch den Blitz stark verstärkt wurde. Auch das lächeln finde ich sehr gut, da die strahlend weißen Zähne den Farbverlauf im Bild gut unterstützen. Was mich etwas an dem Bild stört ist der Jackenansatz unterm Kinn, aber das wollte ich nicht beschneiden. Einige Fotografen meinten, das Bild sei zu hell geraten, andere finden es sehr gelungen.
Was denkt ihr?

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Maximilian Weddigen:

Ein Portrait einer lachenden jungen Frau in einem weißen Pelzmantel? Wirklich originell ist das Motiv nicht, wie diese drei fast identisch aussehenden Bilder beweisen. (http://us.fotolia.com/id/28507792 http://de.fotolia.com/id/37146430 http://us.fotolia.com/id/28861149). Aber ich muss zugeben, dass ich es trotzdem für ein sehr dankbares Motiv halte und wenn die Augen dann noch blau und das Lächeln zauberhaft ist, gibt es keinen Grund, es nicht festzuhalten.

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Leserfoto:
Mit der Unterhose in den Alpen

Wenn nackte Haut reichen soll, um einen Überraschungseffekt zu provozieren, wird eine ansonsten gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Egg).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Egg).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand aus einer Idee, Winterequipment in einer etwas ungewohnten Umgebung zu präsentieren. Es soll die Verbindungen zwischen Bergen, Wintersport und deren Attraktivität vermitteln, und das halt in einem nicht-winterlichen Umfeld.
(Leider leider hatten wir zu dem Zeitpunkt nur das harte Sonnenlicht zur Verfügung)

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Martin Egg:

Der eine Teil der Idee ist ja gut: Wintersportequipment in ungewohnter Umgebung zu fotografieren, hat das Potential, gelungene Fotos zu erzielen, die darauf abzielen, zwei Mal hinzuschauen, zu überlegen und dann zu lachen. Wenn dann aber doch nur der Berg in den Alpen im Sommer statt im Winter genommen wird und obendrein noch eine junge, blonde Frau im knappen Top und einer Unterhose, gerät die gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Martin Egg – nein, sicher nicht der schwäbische Dichter – hat hier vermutlich die Attraktivität des Models mit der des Sportgeräts verwechselt, als er die Frau darum bat, mal die Hose auszuziehen. So wirkt das Bild wie aus einem dieser Amateur-Akt-Kalender, in denen sich Bäuerinnen, Sportlerinnen, Studentinnen oder Handwerkerinnen leicht bekleidet in der dazugehörigen Kulisse räkeln – natürlich immer für einen guten Zweck. Etwas mehr Überraschungseffekt und etwas weniger plumpe Hautbeschau hätten der Idee viel mehr abringen können. Ein gutes Beispiel ist das Künstlerpaar Claudia Ficca und Davide Luciano, die sich in ihrer Heimatstadt Montreal über die vielen Schlaglöcher geärgert hatten und diese dann fotografisch neu in Szene setzten (www.mypotholes.com).

Das zu starke Sonnenlicht hat der Fotograf schon selbst bemerkt. Es zeigt wieder, dass zu einer guten Idee auch die Planung gehört, um die Idee passend umzusetzen. In dem Fall wäre mindestens ein Reflektor, besser noch ein Aufhellblitz von vorne sinnvoll gewesen. Zur allergrößten Not hätte der Fotograf versuchen können, den linken Ski so zu drehen oder zu positionieren, dass durch dessen weiße Fläche etwas mehr Licht ins Gesicht des Models fällt.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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