Thema: Blumen

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Blumen:

Trauernde Blumen: Klassische FehlerSchmetterlingsporträt: Freigestellt für mehr WirkungBlumenfoto: Weniger ist mehrBlumenbild: Warum so konservativ?

 

Alle 27 Artikel zum Thema Blumen auf fokussiert.com:

Blumenfotografie:
Absichtlich unscharf

Erst wer weiß, wie technisch gelungene Fotos entstehen, kann sich an die Grenzen rantasten und versuchen, auch den fotografischen Fehlern eine Ästhetik zu entlocken.

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Kommentar des Fotografen:

Titel: Rosen für Vincent II – Versuche mich in der Wischtechnik und bin über die Ergebnisse oftmals überrascht. Würde mich über eine Beurteilung, ob dies wirklich ein interessantes Foto ist, sehr freuen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Gisela Diederichs:

Wie meine letzten Fotokritiken gezeigt haben, bin ich kein Freund von missglückten Fotoaufnahmen, die der Fotograf nachträglich als “Kunst” zu deklarieren versucht, in der Hoffnung, sein technisches Unvermögen würde nicht bemerkt werden. Manchmal, aber nur manchmal, kommen durch fehlerhafte Fotos jedoch Bilder zustande, die es doch wert sind, genauer betrachtet zu werden. Und bisweilen entsteht daraus eine neue Technik.

Nach technischen Gesichtspunkten ist das hier gezeigte Foto eindeutig unscharf und somit misslungen:

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Naturfoto:
Reines Farbenspiel

Bilder können schon alleine aufgrund ihrer Farben eine besondere Wirkung auf den Betrachter ausüben. Diese Aufnahme mit Blumen und Insekten vor einem blauen Himmel erinnert mich an die Gemälde des Künstlers Jeff Koons.

Kommentar des Fotografen:

Bei einem Besuch des tollen Wildparks Edersee in Nord-Hessen traf ich erst am Ausgang auf das schönste Motiv des Tages. Auf einer Blume teilten sich zwei völlig unterschiedliche Insekten den Nektar. Ich gab dem Bild den Titel “Share the sweet things in life”. Es dauerte einige Minuten, bis die beiden Hauptdarsteller so platzgenommen hatten und der Wind sich beruhigt hatte, dass ich mit dem Foto zufrieden war. Bereits auf dem Display gefielen mir die Farben und auch der Farbverlauf im Hintergrund sehr, der übrigens durch einen dunklen Wald vor strahlend blauem Himmel entstand. Besonders interessant fand ich auch die Pflanze, auf der die beiden Platz genommen haben. Geschossen habe ich das Foto mit einem 70-200 2.8 bei strahlendem Sonnenschein. Kein Problem mit der Belichtungszeit, die hier bei einem Maximum von 1/8000 Sekunde liegt. Leider war ich so von der Gelegenheit euphorisiert, dass ich erst nach ein paar Bildern die viel zu hohe Empfindlichkeit von ISO 1000 (!) bemerkte, die natürlich völlig überflüssig war. Dieses Bild war da bereits im Kasten. Glücklicherweise hat es dem Bild am Ende kaum geschadet.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Florian Kleinschmidt:

Als ehemaliger Entomologe sprechen mich Bilder mit Insekten immer an:

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Bewegte Sonnenblumen:
Zu Schwach für Schwarz-Weiss

Sonnenblumen sind kein typisches Schwarz-Weiss-Motiv. Vor allem vor einem blauen Himmel kommen sie bunt besonders zur Geltung. Um auf die Farbe zu verzichten, braucht es Gründe.



Kommentar des Fotografen:

Es handelt sich hier um ein Sonnenblumenfeld an einem wechselhaften Tag. Da es recht windig war wollte ich darstellen wie sich die Sonnenblumen im Feld durch den Wind bewegen. Für mich wirkt das S/W-Bild noch eindrucksvoller, da die Farben nicht von dem sich bewegenden Motiv ablenken und sich ein schön ruhiger Himmel darstellen lässt.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Molzar:

Ein Sonnenblumenfeld ist in dieser Scharz-Weiss-Fotografie auf Blütenhöhe fotografiert worden. Die Blütenstände belegen mit einer Horizontalen etwas mehr als das unterste Bilddrittel. Auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass sie fast alle stark bewegt und dadurch unscharf sind.

Sonnenblumen sind vor allem durch eines beindruckend: Ihre knallgelbe Farbe und die mächtigen Blütenköpfe mit den schwarz-Weissen Kernen. Zusammen mit dem meist satten Grün der Stängel ergeben sie vor einem blauen Himmel einen natürlichen Blickfang, weil wir auf Kontraste wie Blau-Ror und Blau-Gelb besonders stark reagieren.

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Blumenwiese:
Spannung zur Farbe

Bunte Blumenwiesen sind ein schöner Anblick, aber nicht automatisch ein gutes Foto. Die richtige Inszenierung macht’s.

Kommentar des Fotografen:

eine wunderschöne wildblumenwiese. hier habe ich versucht, durch schärfe-unschärfe auf das eigentliche objekt zu leiten.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Stefan Christmann:

Eine bunte Wildblumenwiese wurde in diesem Farbbild mit einem Tele ungefähr auf Höhe der Blüten horizontal fotografiert. knallige Farben verlaufen vom unschärfen Vorder- bis in den Hintergrund, daszwischen liegt der Fokusbereich mit einigen zentral platzierten Blumen.

Blumenwiesen, unendliche Flächen bunter Farbkleckse, wunderschöne Einzelblüten oder einfach unfassbar tiefe Farben – die wenigsten Fotografen können einen Bogen um sie herum machen. Und die wenigsten finden ein Weg, die Pracht so zu fotografieren, dass auch ein spannendes Bild entsteht.

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Blumenfotografie:
Die volle Tiefe nutzen

Es lohnt sich bei Blumenfotografie, auf die Knie oder sogar auf den Bauch zu gehen, um eine andere Perspektive zu erreichen. Bei Freistellungen muss der Schärfentiefe viel Beachtung geschenkt werden.

Kommentar des Fotografen:

Auf dem Bauch liegend diese kleine Blume fotografiert.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Egbert Reinhold:

Eine rote Blüte mit vier Blättern und knallgelben Stempeln im Gegenlicht ist in diesem Farbfoto vor dunklem Hintergrund zu sehen. Die Stempel der Blume liegen im Fokus, die vorderen und vor allem die hinteren Blütenblätterteile befinden sich bereits im Unschärfebereich. Auf den glänzenden Wölbungen der gebogenen Blätter glänzt die Sonne und brennt die Stellen weiss aus.

Blumen anders als von oben zu fotografieren ist das erste Gebot, um zu besseren Blumenfotografien zu kommen:

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Blumenbild:
Freistellung und Redundanz

Wildblumen, die in grösserer Menge wachsen und dadurch prächtige Blumenteppiche bilden, lassen sich mit selektiver Schärfe besonders gut inszenieren.

Kommentar des Fotografen:

Auf diesem Bild sind Flocks zu erkennen. Um das Bild interessanter ausehen zu lassen, habe ich mit selektiver Schärfe gespielt. Beim Fotografieren habe ich versucht, die Blume möglichst prachtvoll und schön darzustellen.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Birkle:

Eine Lila Blüte steht in diesem fast quadratischen Bild aus einem im Hintergrund in der Unschärfe aufgehenden Teppich der gleichen Pflanzensorte heraus.

Du hast dieses Bild in der Kategorie Naturfotografie eingereicht, die wir in unserer Definition als Fotos von Pflanzen und Tieren in freier Wildbahn definiert haben.

Ich habe in einem kürzlichen Workshop in Nordkalifornien realisiert, dass sich das Genre bis zu einem gewissen Grad mit der Landschaftsfotografie überschneidet. Prächige Blumenteppiche in freier Wildbahn lassen sich nämlich am besten in einer für die Landschaftsfotografie eher untypischen Art fotografieren:

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Blumenfoto:
Weniger ist mehr

Wenn sich ein Foto auf nur einen Bildgegenstand reduziert, sollte man Einzelheiten besondere Beachtung schenken. Dazu gehören auch Dinge, die sich unbeabsichtigt ins Bild schleichen.

Kommentar des Fotografen:

Flowers for my Flower Fotografiert im Botanischen Garten auf Teneriffa mit meiner Canon Eos 350d. Leider weiß ich nicht mehr wie diese Blume hieß :-( dann hätte ich einen Schriftzug im Bild mit dem Namen untergebracht. Nachbearbeitet habe ich es ein wenig mit Photoscape.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Elwenholl Marcel:

Eine schöne Blume, insgesamt schön fotografiert. Ein Freund von mir, der jahrelang auf den Kanarischen Inseln lebte, hat einen großen Teil seiner Zeit damit verbracht, die dortige Flora fotografisch zu erkunden. Es ist auch schwer, sich von so etwas loszureißen.

Daß Du die Blume hier mittig ins Bild gesetzt hast, paßt, denn sie hat für mich genug Interessantes, um das Bild trotzdem nicht langweilig werden zu lassen – etwa, wie sie nach unten hin abfällt.

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Digitale Kunst:
Gänseblümchen einmal ganz anders

Um effektive Fotos zu schießen muß man manchmal nur vor die Haustür gehen. Und dort etwas sehen.

Kommentar des Fotografen:

Mich fasziniert, wie die im Frühling alle Pflanzen mit aller Macht den ersten Sonnenstrahlen entgegenwachsen, mögen sie noch so klein sein. In diesem Fall ist es eine kleines Gänseblümchen, welche seine Blüte der Sonne entgegen streckt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Leisi:

Mein Kunstmaler-Vater hat einmal gesagt, die Welt bestünde aus denen, die schauen, und denen, die sehen. Du siehst. Glückwunsch zu diesem beeindruckenden Foto, das wieder einmal beweist, daß für gute Bilder eigentlich nur ein gutes Auge und die Fähigkeit, mit der Kamera das Gesehene wiederzugeben, gehört.

Die Nachbearbeitung gibt, zusammen mit den fast ausgebrannten Blütenblättern, dem Ganzen den Charakter digitaler Kunst.

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Blumenbild:
Zeitdimension durch Bokeh

Mit langer Brennweite, kurzer Fokusdistanz und weit offener Blende lassen sich die typischen Bokeh-Kreise im Hintergrund erzeugen – was durchaus eine vierte Dimension schaffen kann.

Kommentar des Fotografen:

Bei diesem Bild reizte es mich besonders, die im von der Sonne beleuchteten Hintergrund stehenden Blüten als Kontrast mit einzubeziehen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Annemarie Berlin:

Eine Krokus-Blüte stösst in dieser Tele-Farbaufnahme im Schatten im rechten Vordergrund durch den von dürrem Laub bedeckten Boden. Dahinter ist in der linken Bildhälfte in der Unschärfe der Tiefe eine weitere gelbe Doppelblüte zu erkennen, die sich gegen oben in den grossen Bokeh-Kreisen vor einem hell erleuchteten Hintergrund auflöst.

Bokeh stammt aus dem Japanischen und steht für “unscharf, verschwommen”;

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Blumenbild:
Verborgener Blick

Noch eine raffinierte Art, Blumenbilder zu machen: Der Blick ins Unsichtbare, das Subjekt als Entdeckung, macht Banales spannend.

Kommentar des Fotografen:

…blühen, im Verborgenen. Die ersten Frühlingsboten unter einer blühenden Azalee

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Becker:

Ein Paar Osterglocken sind in dieser Farbfotografie im Halblicht der Sonnenstrahlen zu sehen, welche zwischen dem Bewuchs eines Gartens hindurch scheint. In der unmittelbaren Vordergrund-Unschärfe sind die violetten Blütenblätter einer Azalee mehr zu erahnen als zu sehen. Sie bildenen einen Rahmen um die gelben Osterglocken, die deutlich ausserhalb des Bildzentrums oben links angeordnet sind.

Es gibt unzählige Arten, wie man Blumen spannend fotografieren kann. Leider ist ihre natürliche Anmut meistens so vereinnahmend, dass die wenigsten Fotografinnen und Fotografen auf die Idee kommen, die Umgebung einzubeziehen oder einen frischen Blickwinkel zu wagen.

Du hast hier eine besonders raffinierte Methode gewählt, welche aus der hinlänglich bekannten Osterglocke eine Entdeckung macht:

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