4 zufällige Bildkritiken zum Thema Dokumentation:
Alle 24 Artikel zum Thema Dokumentation auf fokussiert.com:
Reportage- oder Strassenfotografie muss vor allem eines: In jeder Aufnahme eine Geschichte erzählen.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto ist in einer Discothek am Nürburgring aufgenommen worden und zeigt GoGo-Girls bei der Arbeit. Eine Freundin von mir ist nebenberuflich GoGo-Tänzerin und hat mich eines schönen Samstagabends zum Fotografieren mitgenommen. Heraus gekommen ist ein kleines Essay, das auf meiner Flickr-Seite zu sehen ist.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Nicolas Bruckmann:
Eine Schwarz-weiss-Aufnahme im Reportage-Stil zeigt, eindeutig mit Blitz aufgenommen, zwei knackige junge Tänzerinnen im Disco-Outfit. Die Fotografie, aufgenommen aus einem tiefen Blickwinkel von der Bühne, auf der die beiden tanzen, nimmt in der linken Bildhälfte im Dunkel des Raums, an dessen hinterem Ende eine Bar zu sehen ist, ein paar junge Männer mit, die sich von der Bühne ab- und einem Gespräch oder einem Bildschirm an der nicht sichtbaren linken Wand zugewandt haben. Unmittelbar am Bühnenrand vor den beiden mehr als formathohen Tänzerinnen ist ein weiterer Besucher der Disco zu sehen, der über seine linke Schulter hinweg die eine der beiden jungen Frauen mustert. Im Halbdunkel hinter ihm sind schemenhaft weitere Zuschauer erkennbar.
Diese Fotografie zeigt eine möglicherweise typische Nachtclub-Szene in einem Stil, der zeitlich überholt scheint:
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Allüberall sehen wir fotografische Erinnerungen an den Mauerfall vor zwanzig Jahren. Interessant ist vielleicht ein Blick von außen – der des Amerikaners Fredrik Marsh auf Dresden.
Die Fotografien von Fredrik Marsh spiegeln die Veränderungen im Dresdner Stadtbild als Folge der Umbrüche nach 1989. “Transitions – Übergänge” – so lautet auch der Titel der aktuellen Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden.
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Der verletzte Emilio Morenatti ist in den USA in ein Rehabilitationsspital verlegt worden und guter Dinge. Wir werfen einen weiteren Blick auf seine Arbeit.
AP-Fotograf Emilio Morenatti, lange vor seiner schweren Verletzung durch eine Strassenbombe Mitte August beim Einsatz in Afghanistan mit amerikanischen Truppen ein Star, ist in den USA in ein Rehabilitationszentrum in Baltimore eingeliefert worden – und fotografiert dort unentwegt weiter.
Morenatti und seine Frau Marta Ramoneda scheinen guter Dinge zu sein:
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Nicht jedes Bild eines Menschen ist gleich ein gelungenes Porträt. Inhalt und Ästhetik müssen zueinander passen, um einen Charakter zu zeigen.
Kommentar der Fotografin:
Das Foto entstand im Heizraum eines Eisbrechers, in den über eine 2 Etagen höher gelegene Luke nur minimal Licht einfiel. Der Eisbrecher ist vor ein paar Jahren stillgelegt worden und liegt nun im Flensburger Hafen und kann besichtigt werden. Er wird von Fans unterhalten, die mit Herz und Seele ihrem Hobby nachgehen – und auch mit dem Schiff noch reisen. Bevor das Schiff losfahren kann, muss es drei Tage lang mit Kohle geheizt werden, bis es betriebsbereit ist. Mir war es wichtig, den Stolz des Heizers wiederzugeben, mit dem er über seine Aufgabe erzählte (und sie dann auch noch vorgeführt hat). Dazu war es mir auch wichtig, den Ofen im Hintergrund mit auf das Foto zu bekommen. Leider ist das Rauschen nicht wegzubekommen.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Petra Nölle:
Wenn ich die Einleitung richtig verstanden habe, ist das Porträt auf Tour durch einen spärlich beleuchteten Heizraum entstanden, in dem ein Heizer Kohle in einen riesigen Ofen schüttete.
Allein, das alles sehe ich dem Portrait nicht:
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Fotografie ist, nüchtern betrachtet, ein simpler Vorgang. Warum also sind wir so fasziniert vom Knöpfedrücken? Weil wir mehr lernen können als bei irgendeiner anderen Tätigkeit.
Er wisse doch gar nicht, was er eigentlich wolle, klagte ein Freund kürzlich , dessen Leben durch die Trennung von Frau und Kindern auf den Kopf gestellt worden ist: Vorher hatte sich alles um Familie und Job gedreht. “Ich brauche etwas anderes”, sagte er.
Ich begann nachzudenken, welche Dinge denn in meinem Leben eine grosse Rolle spielen – und warum.
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Die amerikanische Fotojournalistin Elyse Butler erzählt visuelle Geschichten vom Rand der Gesellschaft. Die Pornoindustrie schockiert dabei weniger als die Partykultur der Teenager. Und vielleicht, deuten die Bildserien an, besteht ja ein Zusammenhang.
Extreme am Rand der eigenen Hemmschwelle haben die Menschen immer fasziniert. So gesehen, ist die erste grosse Dokumentararbeit der amerikanischen Bildjournalistin Elyse Butler über die Pornoindustrie die Kriegsberichterstattung von der Front der modernen Überflussgesellschaft. » weiterlesen
Nachträglich mit Photoshop eingefügte Bildeffekte können aus manchem brauchbaren Bild einen Hingucker machen. Als “Dokumentation” darf sowas dann aber nicht mehr deklariert werden.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild habe ich auf einer Pferderennbahn in Nordfrankreich aufgenommen. Mir gefielen hier vor allem die Farben und das Licht, welches ich nur minimal korrigiert habe. Den Bewegungsunschärfeeffekt jedoch habe ich nachträglich in Photoshop erstellt, weil ich es versäumt habe die Kamera bei der Aufnahme mitzuziehen. Ich finde dadurch wird das Bild noch dynamischer und spannender. Ich interessiere mich für Sportfotografie und versuche so viele Sportarten wie möglich abzulichten.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Willems:
Man muss bei diesem Bild hingucken: Die Dynamik ist mitreißend, die Farben im Fokus sind stechend. Und trotzdem bin ich mit der Aufnahme insgesamt so gar nicht einverstanden.
Wie, nicht einverstanden?
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Wenn Kunst und Technik eine Verbindung eingehen, wird oft etwas Grosses daraus.
Kommentar des Fotografen:
Buchdruckpresse: Dingler´sche Kniehebelpresse, 1828, Zweibrücke. Die Presse wird immer noch von Künstlern benutzt. Ich bin selbst gelernter Buchdrucker und gelernter Maschinenschlosser, und ich war einfach von der Schönheit der Mechanik fasziniert. Ich habe Fotos von der ganzen Presse gemacht, aber dann gefiel mir das Foto mit den wichtigsten mechanischen Details am besten.
Profi Horst Kloever meint zum Bild von Reinhard Schnetzer:
Viele Profis stehen oft vor der scheinbar unlösbaren Aufgabe, technische Apparaturen, ihre Eigenarten und Funktionen in Bildern lebendig werden zu lassen oder diese aus einer scheinbar chaotischen Umgebung optisch “herauszuschälen”.
Deine Aufnahme leistet hier schon beachtliches:
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Arte zeigt einige Beiträge über Fotografie und Fotografen und berichtet von verwahrlosten und von wunderbaren Welten. Ein Kontrastprogramm zum Höhepunkt der Fastnacht an diesem Wochenende.
Tobias Zielony haben wir kürzlich auf fokussiert.com vorgestellt – mit seinen Bildern aus einer hoffnungslosen amerikanischen Stadt namens Trona: Ist es leicht jung zu sein? Untätige Menschen, verlassene und verwahrloste Orte – Zielony interessiert sich für alles, was sich der Gesellschaft entzogen hat und oft jenseits des Sichtfeldes bleibt – am Stadtrand.
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Architekturfotografie soll Eigenschaften von Bauten möglichst ästhetisch dokumentieren. Und wenn man keine Architekturfotografie machen will, sollte man das vor dem Auslösen wissen.
Kommentar des Fotografen:
Auf der Suche nach geeigneten Drehorten für meinen Filmclub bin ich zufällig über dieses Motiv gestolpert. Das Treppenhaus der Spandauer Arcaden in Berlin.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Christopher Grieser:
Das ist ein spannendes Bild. Zu den vielen Linien und Bögen, welche die Perspektive nicht sofort erkennbar machen, den Betrachter aber umso mehr vom Rand nach innen hineinziehen, gesellt sich ein leises Rätselraten, was hier Illusion ist und was Realität. Gut gesehen, gelungen umgesetzt.
Ich habe zwei Probleme:
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