2 Bildkritiken zum Thema Effekt:
Alle 4 Artikel zum Thema Effekt auf fokussiert.com:
Photomontagen und Photoshop-Spielereien setzen vor allem eines voraus: Eine gute Idee. Erst sie rechtfertigt weitreichende Manipulationen, welche sich im Bild aber gleichsam auflösen.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand aus zwei einzelnen Bildern, die per Ebenen in Photoshop übereinander gelegt wurden. Der Hintergrund ist ausgetauscht um die langweilige, einfache Farbe meiner Kellerwand zu ändern. Ein weißer Durchlichtschirm von oben und ein silberner Reflektor leuchteten das Gesicht aus. Hinter mir stand ein weiterer Blitz (Nikon SB-25), der die Wand ausleuchtete und dabei wahrscheinlich auch ein bisschen die Decke, was ein leichtes Glanzlicht auf den Haaren verursachte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Horst Fuchs:
Dieses Bild ist ein Hingucker, bei dem sich der Betrachter nicht einfach nur fragt, wie es entstanden ist. Das durch die Hände scheinende Gesicht ist eine Herausforderung für unser logisches Sehen: Was macht eigentlich ein Gesicht aus? Reichen Nase, Mund und Augen, um einen Menschen zu erkennen? Und wieviel sagen die Hände über einen aus?
Du lieferst uns zwar nicht viel Information über deine Beweggründe, grade dieses Bild zu machen, die Entstehungsgeschichte der Idee, sozusagen:
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Digitaltechnik erlaubt uns beinahe beliebige Tricks und Manipulationen auf Bilder anzuwenden. Aber statt Photoshop-Stunden bringt häufig eine gute Idee hinter der Kamera den wirklich tollen Effekt.
Kommentar des Fotografen:
Ich stand mitten im leuchtenden Herbstwald und suchte nach einer Möglichkeit, die wunderbaren Farben auf eine andere neue Art zu visualisieren. So habe ich während der Belichtungszeit von 0.3 Sekunden die Kamera leicht nach oben gezogen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dietmar Käppeli:
Ich kann nur sagen: Ich platze fast vor Neid. Wieviel Energie doch eine simple Idee, am richtigen Ort und in der richtigen Art angewandt, entwickeln kann.
Weil mir heute mein Desktop-PC sozusagen um die Ohren geflogen ist (kleine Explosion im Netzteil), sitze ich vor meinem Winz-Notebook, das ich aber an den 24-Zoll-Monitor angehängt habe. Weil das Vaio die Auflösung nicht ganz hinkriegt, wird Dietmars Bild in die Breite gezogen - und wirkt vielleicht nochmals besser als es real schon ist:
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“Mit den Augen der Fotografen” ist eine der wenigen bereits in HDTV verfügbaren Dokumentationen, in Deutschland auf Premiere Discovery HD zu empfangen. Leider leidet sie am Mac-Syndrom.

Premiere Discovery HD kann auch anders: Die Kurzdokus “Küstenflug” zeigen die Möglichkeiten von HDTV beeindruckend (Bild: W.D. Roth)
Mit HDTV tut man sich in Deutschland noch etwas schwer: ProSiebenSat1 hat seine HDTV-Sendungen eingestellt, die ARD stahlt vor 2010 nur vereinzelte Testsendungen zu Feiertagen und Messen aus. Nur beim Bezahl-TV-Anbieter Premiere kann man die beiden Kanäle “Discovery HD” und “Premiere HD” buchen.
Das Angebot bei Discovery HD ist allerdings noch mau: Wiederholungen, von “Jeff Corwins tierische Abenteuer” über “Gigantisch”, “Matt Rogers fette Maschinen” bis “American Chopper”. Das typisch amerikanische “Doku”-Sortiment.
“Mit den Augen der Fotografen” klang daher vielversprechend. Etwa vergleichbar mit der Arte-Serie Kontaktabzüge, in der in 25 Minuten jeweils zwei bekannte Fotografen präsentiert wurden?
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Fisheye - Objektive ermöglichen aussergewöhnliche Effekte. Der Australier Neil Creek ist Meister des Über-Weitwinkels.

Planet Tekapo © 2006 Neil Creek - Mehr Bilder
Fotograf Neil Creek aus Melbourne, Australien, bezeichnet das Sigma 8mm f4 - Fischauge als sein liebstes Objektiv. Fisheye-Aufnahmen sind in “ernsthaftem” Umfeld wie der Naturfotografie von National Geograpic verhältnismässig selten, denn der Effekt kann sich leicht abnutzen - Neil beweist mit seinen Bildern, dass das nicht sein muss:


Sigma 8mm f4 © Neil Creek
Neil schreibt als Gastautor in einem Beitrag über das Objektiv in der “Digital Photography School”:
Das mag überraschen, aber dieses Ultra-Weitwinkelobjektiv ist erstaunlich vielseitig und erlaubt eine eigene Perspektive auf praktisch jedes Motiv. Wichtiger allerdings ist, dass ich noch nie so viel Spass mit meiner Kamera hatte wie damit.
Das ist den Bildern mit 180-Grad-Winkel absolut anzusehen.
Neil macht dafür folgende Eigenschaften verantwortlich:
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Der Superweitwinkel von 180 Grad bringt alles in den Ausschnitt - wunderbar, um den Kontext zu zeigen
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Die Verzerrung der Linse kann für humoristische Effekte eingesetzt werden
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Kombiniert man die ultrakurze Brennweite mit einer kleinen Blende, dann können sogar Dinge im Fokus sein, welche die Linse beinahe berühren
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Ein riesiges Blickfeld mit einer relativ kleinen Kamera erlaubt Aufnahmen aus ansonsten nicht zugänglichen Standorten
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Mit vernünftiger Entzerrung und einer guten Stitching-Software können 360-Grad Panoramen mit wenigen Aufnahmen erstellt werden.
Die gesamte Serie von 15 Fotos ist auf Digital Photography School zu sehen.
Mehr von und über Neil Creek ist zu finden in seinem Blog.