4 zufällige Bildkritiken zum Thema Erinnerung:
Alle 12 Artikel zum Thema Erinnerung auf fokussiert.com:
Wenn auf Urlaubsfotos die Familie zu sehen ist, sollte sie auch zu erkennen sein. Hier versuchte die Fotografin einen Spagat zwischen Erinnerungsfoto und Landschaftsaufnahme, die leider misslungen ist.
Kommentar des Fotografen:
Ich bin Hobbyfotografin und lese seit langem mit grossem Interesse die Bildkritiken und versuche die Tipps auch bei meinen Bildern umzusetzen. Dieses Bild entstand im Dänemark-Urlaub im letzten Herbst an der ruhigen Ostsee beim Standspaziergang mit einer einfachen Compact-Kamera. Es gefällt mir vom Bildaufbau sehr gut. (Als Kategorie hätte ich Urlaubsbild gewählt, zu sehen sind meine Lieben. ;-))
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sara Obornik:
Das gezeigte Foto ist ein Urlaubsfoto mit der Familie der Fotografin drauf für das heimische Fotoalbum. Ihr gefällt der Bildaufbau sehr gut – und damit hat sich die Sache erledigt. Schönes Bild, Klebe-ecken ran und rein ins Album. Da es aber für eine ausführliche Bildkritik eingesandt wurde, können wir es dabei nicht belassen. Ich habe nun das schwere Los, der Fotografin zu sagen, dass mich der Bildaufbau überhaupt nicht überzeugt. Das hat mehrere Gründe. Aber erst mal das Positive:
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Mit Magnum-Fotograf Thomas Hoepker blicken wir zurück die deutsche Geschichte: in Ansichten aus der verflossenen DDR.
Die Bildserien des ersten deutschen Magnum-Fotografen zeigen den klassischen humanistischen Fotojournalismus. Wir sehen die Fotos aktuell in Berlin.
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Fotografie richtet sich an unseren Sehsinn. Durch den Einbezug der Erinnerung an eigene Erlebnisse können wir aber mit Bildern auch andere Sinne ansprechen.
Kommentar des Fotografen:
Frühmorgens im Wald beim spazieren. Habe mal versucht mit meiner Kamera das Lichtspiel mit der morgendliche Sonne und den Bäumen einzufangen, Licht und Schatten in schwarz-weiss in Szene zu setzten und die Stille im Wald mystisch hinüber zu bringen.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Robert Kiener:
Unser Sehsinn ist mit Abstand unser stärkster Sinn. Trotzdem gewinnt ein Bild an Wirkung, wenn es uns gelingt, auch andere Sinne (z.B. den Gehörsinn oder den Geruchssinn) anzusprechen. Das geht allerdings nur indirekt über unsere Erinnerung:
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Manche Bilder erzählen Geschichten. Manchmal “erzählen” jedoch auch Geschichten erst die Bilder. Hier wird zum Beispiel durch die Erklärung des Fotografen die geplante Geschichte hinter dem Bild erkennbar. Ohne diese Beschreibung jedoch würde etwas fehlen.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist unscharf, dies war zwar nicht geplant, aber es war bei der Umsetzung für das Bild, für mich auch nicht wichtig. Die Umsetzung in s/w war von Anfang an geplant. Das Bild soll eine Leichtigkeit transportieren, etwas unwahres. Es ist manchmal so, das man etwas/Jemanden irgendwo nur ganz kurz sieht und sich dann am nächsten Tag versucht daran zu erinnern. Da hat man selber dann nur ein unsauberes Schema (unscharf) vor den Augen. Eine Erinnerung, einen kleinen Moment. Ich habe versucht, das zu vermitteln.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Ufuk Tekin:
Manche Bilder erzählen Geschichten. Manchmal erzählen jedoch auch Geschichten erst die Bilder. Hier wird zum Beispiel durch die Erklärung des Fotografen die geplante Geschichte hinter dem Bild erkennbar. Ohne diese Beschreibung jedoch würde etwas fehlen. Das heißt:
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Ein typisches Urlaubsbild: Für die Fotografin ein wunderbarer Moment, für die Betrachter ein lauer Sonnenaufgang mehr. Kann man das ändern?
Kommentar der Fotografin:
Am Morgen in Mallorca
Peter Sennhauser meint zum Bild von Melanie Steiner:
Es gibt wohl kaum ein typischeres Urlaubsbild als der Sonnenauf- oder Untergang am Meer, mit Wolken am Himmel, Spiegelung im Wasser und wenig, das uns im Bild festhält.
Und das, obwohl hier einiges passiert: Die Sonnenstrahlen schiessen über den Wolken durch den Himmel, die Sonne selber ist halb verdeckt von den Wolken, unten links ist ein Fischerboot und gradeaus in der Bucht etwas anderes, vielleicht ein Schwimmer, im Wasser zu sehen.
Aber Bilder wie dieses haben wir alle zu oft gesehen, meist wissen wir sogar, was die Fotografin ablichten wollte und leiden ein wenig mit ihr, weil auf dem Papierabzug einfach nicht ein Hauch der Stimmung aufkommen will, wie sie an diesem Morgen herrschte. Und meistens sagen wir jetzt irgendwas wie “ja, diese herrliche Morgenstimmung!” und versuchen vom Bild abzulenken, um nichts über die Fotografie selber sagen zu müssen:
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“Das Istanbul meiner Kindheit habe ich wie ein Schwarzweißfoto erlebt”, schreibt der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk. Ara Güler, das “Auge Istanbuls”, hat die Stadt genau so fotografiert.
Ara Güler ist der große alte Fotograf der Türkei, und er arbeitete im Lauf seines langen Lebens unter anderem für die Fotoagentur
Magnum. Die Bilder aus seiner Heimatstadt Istanbul sind aktuell in Stuttgart zu sehen.
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Wie Fotografien zu Bildern im Kopf werden und das Bewusstsein ganzer Generationen prägen, zeigt uns das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.
Zwei Tage nach dem Beginn des Mauerbaus springt der 19-jährige DDR-Bereitschaftspolizist Conrad Schumann an der Bernauer Straße in Berlin über den provisorisch ausgerollten Stacheldraht in den Westen. Bildikonen wie dieser “Sprung in die Freiheit” haben sich als Schlüsselbilder in das kollektive Gedächtnis der Deutschen in Ost und West eingebrannt und prägen unser Geschichtsbewusstsein.
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Seit Anfang der Siebzigerjahre fotografieren Gabriele und Helmut Nothhelfer gemeinsam Menschen und Ereignisse in Berlin. So ist bis heute ein deutsches Gesellschaftspanorama entstanden.
Bereits 1977 nahmen Gabriele und Helmut Nothhelfer an der Kasseler documenta 6 teil, die erstmals den Bereich Fotografie, Film, Video einbezogen hatte. Mit der Ausstellung “Momente und Jahre”, die die Zeit von 1970 bis 2008 umfasst, wird erstmals das gesamte Werk des Künstlerpaars vorgestellt – in Köln.
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Haben Männer Kuscheltiere? Ja – sie haben, wie die Grafik-Designerin und Fotografin Dietlind Brödel-Waschke belegt.
Mitunter gleich eine ganze Menge, wie uns das Bild von Christoph (26) zeigt. Bei ihrer Expedition in diese Männerwelt erlebte Dietlind Brödel-Waschke Erinnerungen an Kindertage, an Wärme und Glück – eng verbunden eben mit dem “Kuscheltier des Vertrauens”.
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Bei Jessica Backhaus sind die Bilder Erinnerungen: an eine verlorene Zeit in Westpommern – oder an unbeachtete, vergessene Dinge.
Die in New York lebende Fotografin Jessica Backhaus zeigt ihre Bilder von der verlorenen Zeit und den vergessenen Dingen aktuell in Essen im Schloss Borbeck: “Jesus and the Cherries” und “What Still Remains” – so lauten die Titel der Serien. Ihr könnt Euch die Bilder auch auf Jessica Backhaus’ Website anschauen. Mit “One Day in November” zum Beispiel gibt’s da noch weitere, sehr sehenswerte Projekte.
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