4 zufällige Bildkritiken zum Thema Farbe:
Alle 22 Artikel zum Thema Farbe auf fokussiert.com:
Es gibt viel zu sagen über den simplen Akt, das Ambiente eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Zeit festzuhalten.
Kommentar des Fotografen:
Ein Sonntagsspaziergang im März. Eigentlich ein langweiliges Bild… aber mich hat das seltsame flache allgegenwärtige Nachmittagslicht fasziniert. Und soweit möglich, konnte ich die ruhige Stimmung glaube ich auch festhalten. Wollte mal wissen, ob die Stimmung auch transportiert wird?
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas Fischer:
Von diesem Foto wendet man sich allzu schnell ab. Es gibt hier nichts Sensationelles oder Außergewöhnliches zu sehen. Obwohl es eine gewöhnliche Szene abbildet, vermittelt es eine Art atmosphärische Banalität. Dabei steckt einiges drin:
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Zweideutigkeit kann ein starkes Mittel im Foto sein. Familienbilder sind aber wohl die falschen Objekte dafür.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild entstand am 11. März 1993, an meinem Geburtstag. Es wurde von meinem Vater im Krankenhaus aufgenommen. Ich habe es eingescannt und bearbeitet. Zu sehen ist mein Großvater, der mich in seinen Armen hält. Dieses Bild ist das erste und wertvollste Bild von mir. Die Haltung meines Großvaters finde ich besonders faszinierend. Mein Kopf liegt behutsam in seinen Armen, seine linke Hand umschließt vorsichtig, fast schon elegant meinen Unterkörper. Die rechte Hand hält fest, aber dennoch sanft meine kleinen Füßchen. Sein stolzer Blick auf seinen Enkel ist ihm ins Gesicht geschrieben. Ein sehr gefühlvolles Bild. Mein Großvater starb 2001. Dieses Bild spiegelt seine Persönlichkeit. Auf eine schöne Art und Weise. Zwar habe ich das Bild nicht aufgenommen, aber mein Vater hat mir natürlich erlaubt, es zu modifizieren. Weil keine EXIF-Daten existieren, habe ich das “Original” mitgeliefert.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Abdullah Sevik:
Ein einfaches schwarz-weißes Quadrat, inmitten dessen ein Mann sitzt, der ein Baby im Arm hält. An der Wand hinter den beiden hängen keine Bilder, stehen keine Pflanzen, nichts gibt der Szene einen Kontext.
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Zu viel Harmonie und zuviel Beachtung der Regeln können ein Bild sterilisieren.
Kommentar des Fotografen:
Linde mit Stockhorn Aufgenommen im Juni 2004 auf dem Uttiggut, Bern, Schweiz an einem wunderbaren, warmen Abend.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Marcel Zaugg:
Eine grosse, grüne, saftige Linde in einem knallgelben Kornfeld vor einer glasklaren Kulisse der Schweizer Alpen unter einem blauen Himmel mit Schäfchenwolken. Die Beschreibung des Bildes klingt fast zu perfekt.
Und so ungern ich das sage:
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Die Farbfotografie wurde im vorletzten Jahrhundert erfunden, war aber lange ein aufwändiges Verfahren und wurde deshalb häufig durch Handkolorierung ersetzt.
Dank sei der Fuzzy-Logic: Manchmal ist es erfreulich, dass die Suchmaschinen im Internet nicht vollständig kapieren, wonach wir suchen – und so stolpert man bisweilen über Fundstücke und Artikel, die man ansonsten nie zu Gesicht bekommen hätte. Wie diesen aus Popular Mechanics und dem Jahr 1949 über das Foto-Kolorierungsverfahren “Flexichrome” von Kodak:
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Mit Belichtungs- und Blitzsynchronzeiten lassen sich vermeintlich banale Motive in abstrakte Kunstwerke verwandeln.
Kommentar des Fotografen:
Durch den Einsatz einer langen Blitzsynchronzeit wollte ich dem Mohn der sich im Wind bewegte eine gewisse Dynamik verleihen es würde mich sehr interessieren wie das Ergebniss von euch gesehen wird und was ich beim nächsten mal besser machen könnte vg F.P
Peter Sennhauser meint zum Bild von Friedhelm Peters:
Du hast das Bild in der Kategorie “abstrakt” eingereicht und strebst demnach selber nicht nach einer “Blumenfotografie”.
Die Aufnahme hat etwas Gewinnendes, weil sie auf den ersten Blick nicht sofort preisgibt, was sie darstellt – oder wie sie entstanden ist.
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Ein gutes Food-Foto erweckt beim Betrachter, auch dem nicht hungrigen, einen unbändigen Appetit auf die gezeigte köstliche Speise oder das verlockende Getränk. In dieser Hinsicht gibt es bei diesem Foto viel zu verbessern.
Kommentar des Fotografen:
In der Adventszeit habe ich selber Pralinen gemacht. Das Christkind hat mir eine Canon EOS 1000D unter den Weihnachtsbaum gelegt, mit der ich meine ersten Gehversuche unternommen habe und die Pralinen fotografiert habe.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Barbara Krausz:
Die Fotografin hat zu Weihnachten eine digitale Spiegelreflexkamera geschenkt bekommen und dieses Foto ist eins der ersten Versuche. Lange habe ich überlegt, ob es fair ist, deshalb jetzt gleich harsche Kritik zu üben.
Da ich jedoch davon ausgehe, dass jemand, der sein Foto zu einer Bildkritik einsendet, nicht automatisch Lobhudelei erhofft, sondern an einer ehrlichen Meinung interessiert ist, die bei den weiteren Fotoversuchen hilft, folgt nun “starker Tobak”:
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Reduktion, Nahaufnahme und Abstraktion können aus den einfachsten Dingen kleine Weltwunder machen. Die Farbe, die Struktur und die Beleuchtung dieser Pflanze erschaffen gemeinsam eine andere Welt.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand im Botanischen Garten in Krefeld und zeigt die Blüte einer so genannten Kaiserkrone. Mehr als auf die realistische Abbildung der Pflanze kam es mir hier auf die Farbwirkung verschiedener Schattierungen von Rot an. Ob mir das gelungen ist, würde ich gern von Euch wissen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Rüdiger Schütz:
Wie durch Reduktion etwas grösseres entstehten kann – dafütr ist dieses Bild ein perfektes Beispiel. Deine Entscheidung, statt der ganzen Blüte oder gar der ganzen Pflanze nur das Rot der Kaiserkrone aufzunehmen, verschafft diesem Naturwunder mehr Aufmerksamkeit als jedes Vollporträt.
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Colorkey-Effekte in dokumentarischen Bildern machen genau dann Sinn, wenn die Farbe eine klare Aussage im Bild ergänzt. Das ist hier sehr gut gelungen.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild ist während der praktischen Ausbildung von Feuerwehrtruppführern entstanden. Das Bild soll das Ungewisse, das Besondere wiedergeben, das jeder Feuerwehrmann empfindet, wenn es in den Einsatz geht und er nicht weiß, was ihn erwartet.
In Photoshop habe ich den Bildausschnitt neu gewählt, die Blau und Grüntöne reduziert sowie den Kontrast etwas erhöht. Das Ursprungsbild habe ich im Hochformat aufgenommen.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Henning Welslau:
Was reizt kleine Jungen, Feuerwehrmann zu werden? Die Spannung, das Ungewisse, das Heldentum, wenn die uniformierten Feuerwehrmänner in das brennende Haus stürmen, um das Feuer zu löschen. Diese Faszination hat Hennig Welslau treffend eingefangen.
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Farbenfrohes und spannende Linien aus der Welt am Dienstag, 14. April.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Landschaftsfotografie bietet als Motiv auch natürliche Farben, auf die man sich konzentrieren kann. Was sich vor und nach Sonnenuntergang finden lässt, ist phänomenal.
Ich bin eine Nachteule. Nicht nur wegen der Zeitverschiebung zu Europa – ich habe schon immer gerne ganze Nächte durchgearbeitet (und ganze Tage verschlafen.)
Das hat Vor- und Nachteile: Einkaufen im Safeway geht um drei Uhr morgens herrlich entspannt (leider habe ich noch keinen 24h-Waschsalon in meiner Umgebung gefunden). Samstägliche Wanderungen mit Freunden, die frühmorgens aufbrechen wollen, fallen dagegen häufig aus.
Der Workshop im Death Valley hat meinen Rhythmus völlig umgedreht:
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