Thema: Fokus

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Fokus:


 

Alle 14 Artikel zum Thema Fokus auf fokussiert.com:

Bildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2)

Der nachfolgende Artikel befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im vorangegangenen ersten Teil ging es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im heutigen zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.

Praktische Umsetzung
Die zuvor schon angeführte, schonendere Methode besteht im Grundsatz darin, zwei neue Ebenen mit 50% Grau zu füllen und diese der eigentlichen Bildebene zu überlagern. Die als “Weich” bezeichnete Ebene wird dabei im Modus “Weiches Licht”, die als “Hart” bezeichnete Ebene im Modus “Ineinanderkopieren” mit 100% überlagert. Wie sich in den Ebenenbezeichnungen andeutet, kann durch Wahl der Arbeitsebene eine sanftere oder energischere Bearbeitung durchgeführt werden.
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Leserfoto:
Wegweiser in Schwarzweiß – Und jetzt was?

Manchmal kommen auch einfache Kompositionen “einfach nicht rüber”.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christopher Rohde).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christopher Rohde).

Kommentar des Fotografen:

Ein Rest von Zivilisation symbolisiert dieser “Wegweiser” für mich. Wichtig und interessant fand ich das Gras im unteren Bereich. Die Betonung durch die Schärfe liegt deshalb dort. Ich mag auch das man nicht erwartet das dort solche Gas oder Wasserleitungen verlaufen, das dort so eine technisierte Welt vorhanden ist.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Christopher Rohde:

Man sollte immer und überall eine Kamera griffbereit haben, denn man weiß nie, was einem an Motiven über den Weg läuft. Und als Teil dieser Philosophie gefällt mir Dein Foto zunächst außerordentlich gut. Es genügt schon, ein Smartphone oder ein iPhone dabeizuhaben, denn die Kameras sind mittlerweile so gut, daß man damit wirklich brauchbare Bilder machen kann. Du hattest sogar Deine Canon dabei, mußt also “auf der Pirsch” gewesen sein. Ich selbst gehe gerne auf “photo walks” oder Fotospaziergänge, und lasse mich dabei von dem leiten und beeinflussen, was mir unterwegs begegnet.

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Fotografien aus 24 Stunden:
Eis, Nebel und Blumen

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder keystone)


Das schmelzende Eis des Titlis Gletschers, Nebel, der die Regenzeit ankündigt und Blumen für Vietnam.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten Pressebilder der vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach fotografischen Kriterien.

Floris Neusüss:
Traumbilder

Seit den späten Fünfzigern experimentierte Floris Neusüss damit, statt fotografischer Abbilder Traumbilder herzustellen. Also lange vor den Möglichkeiten der digitalen Ära.

Floris Neusüss, Wurzelgesicht, Akademiegarten, München 1959

Floris Neusüss, Wurzelgesicht, Akademiegarten, München 1959


Bekannt ist Floris Neusüss vor allem mit seinen lebensgroßen Fotogrammen. Die Akt-Fotogramme wurden als „Nudogramme“ bezeichnet und vielfach ausgestellt, die „Traumbilder“ bisher nur selten.

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Fünf Stühle, vier Tassen, drei Gestaltungsebenen

Besondere Perspektiven machen selbst einfache Bilder schnell zu Hinguckern.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Krenner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Krenner).

Kommentar des Fotografen:

Ein Tisch, vier leergetrunkene Tassen auf einem Tablett, aber fünf Stühle – Platz für Interpretationen! Das ganze auf dem graphischen Untergrund, fotographiert genau von oben.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Martin Krenner:

Martins Bild stach aus den ganzen hoch geladenen Fotografien durch die klaren Strukturen und die relativ aussergewöhnliche Perspektive ziemlich schnell heraus. Auf den zweiten Blick kommt dann auch noch die ungewöhnliche numerische Aussage des Bildes zu Tage.

Doch zuerst einmal die Frage, was hat mich auf den ersten Blick von diesem Bild eingenommen. Klar, die erwähne Draufsicht. Diese sind wir nicht gewohnt, weil sie nicht unserem normalen Blickfeld entspricht. Wir sehen alles aus „Augenhöhe“. Da Martin mit der 42er Brennweite schon eine sogenannte Normalbrennweite verwendete, hat er sich mit dieser Vogelperspektive wieder etwas Spannendes einfallen lassen.

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Bildkritik:
Landschafts-Schnappschuß:
Regelbrüche bewußt einsetzen

Die Krux mit Regelbrüchen ist, daß sie bewußt und gekonnt eingesetzt werden müssen, wenn sie eben genauso wirken sollen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Christian Huber).” title=”© Christian Huber Canon – Canon EOS 5D – 1/100 – f16 – ISO 500 – 17mm” width=”208″ height=”300″ class=”alignnone size-large wp-image-27959″ />

Kommentar des Fotografen:

Bild entstand kurz vor Sonnenuntergang im Aargauischen Fricktal. Freihandaufnahme, 1/100 sek. / ISO 500 / f16 -> damit auch Gräser im Vordergrund bzw. Landschaft im Hintergrund scharf sind.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Christian Huber:

Du hast hier einen Baum im Gegenlicht so fotografiert, daß die Sonne als Sonne und nicht bloß als heller Fleck im Bild erscheint. Viele Leute hätten in dieser Situation die Blende möglichst weit geöffnet, eine schnellere Verschlußzeit zu erreichen. Du hast das Problem damit gelöst, daß Du den ISO heraufgeschraubt hast, und bei einer Blende von f/16 entstehen so Sonnenstrahlen anstatt einer Sonnenaura. Da Du schreibst, die Wahl der Blende sei dadurch zustande gekommen, daß Du den Vordergrund scharf abbilden wolltest, nehme ich einmal an, daß es sich um einen “glücklichen Zufall” handelt, daß die Sonne so “ausfiel” – oder, wie man es im Amerikanischen ausdrückt, “you got lucky”. Es wirkt auch alles im Vordergrund leicht verschwommen, was allerdings an der Größe des Bildes liegen kann, das mir zur Verfügung stand – das sei also dahingestellt.

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Bildkritik:
Künstlerische Freiheit

In der Kunst ist alles erlaubt. Es gilt nur jemanden zu finden, dem es gefällt, wenn man damit an die Öffentlichkeit treten will.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Egbert M. Reinhold).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Egbert M. Reinhold).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto ist natürlich auch scharf gemacht worden, ich habe aber dieses Bild bevorzugt, weil hier die Farben viel besser für den Betrachter rüberkommen. Die Blume ist in Wirklichkeit etwa drei Zentimeter groß.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Egbert M. Reinhold:

Als Fotograf, der im Auftrag handelt, bin ich natürlich immer bestrebt, scharfe Bilder abzuliefern, die meine Kunden zufrieden stellen, die wenigsten nämlich können schon allein mit selektiver Schärfe etwas anfangen. Doch wenn es in die künstlerisch und abstrakte Richtung geht, darf es auch einmal komplett unscharf sein. Dein Bild wirkt auf jeden Fall als Hingucker, schon als kleines und auch in groß.

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Vietnamesischer Tempel:
Zuviel Symmetrie – oder zuwenig?

Wenn man ein Motiv in perfekter Symmetrie aufnimmt, sollte diese eben auch perfekt sein. Die Frage ist aber, ob Symmetrie von vorneherein die richtige Entscheidung war.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Mack).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Mack).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand im verganenen Herbst in der wunderbaren Stadt Hoi An in Zentralvietnam. Abseits der Touristenpfade kamen wir an diesem Tempel vorbei, der nicht im Lonely Planet stand und außer uns von keinem anderen Reisenden besucht wurde. Welch ein kleines Juwel!

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Daniel Mack:

Bei manchen Aufnahmen möchte ich den Fotografen im Nachhinein schütteln. Weil es ein so sehr anderes, so viel besseres Bild hätte werden können. Dein Foto ist so eines.

Ihr wart also in Vietnam, und Ihr seid an diesem Tempel vorbeigekommen, abseits des Weges. Das sind die die “Fotosafaris”, die ich persönlich liebe. Man findet Dinge, die eben in keinem Reiseführer stehen. Gebäude, Menschen, Situationen… Wenn man sich die Zeit nimmt, diese zu erkunden, sich die Zeit nimmt, eine Aufnahme zu durchdenken, bevor man sie macht, können außergewöhnliche Bilder dabei herauskommen, die zwar Schnappschußcharakter haben, aber auch für andere interessant sind.

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Stilleben:
Antik und schön

Ausgetretene Schuhe, verstaubte Töpfe, abgesessene Polster, verwittertes Holz… Antiquitäten eignen sich wunderbar als Fotosujets.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Harry Keller).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Harry Keller).

Kommentar des Fotografen:

Ganz gezielt bin ich mit meiner damals neuen 7D zu dem Ort gegangen, wo dieser Stuhl und diese Bank stehen. Ich sah sie bei einem Spaziergang einige Wochen zuvor und hatte ein Bild im Kopf, was ich auf den Sensor bannen wollte. Trotz der mir bewusten “Mängel” (falsch sitzender Fokus, kompositorisch optimierungswürdig) – die ich heute hauptäschlich auf die neue “Hardware” schiebe ;-) – mag ich das Bild sehr, da es meines Erachtens sehr gut die Stimmung ausdrückt, die dort vorherschte udn meinem “Bild im Kopf” sehr nahe kommt.

Profi Barbara Hess meint zum Bild von Harry Keller:

Ausgetretene Schuhe, verstaubte Töpfe, abgesessene Polster, verwittertes Holz… alles Objekte, die sich wunderbar als Fotosujets eignen. Du bist gezielt nochmals dorthin, wo du diese Relikte aus alter Zeit gefunden hast, um sie mit deiner neuen Kamera festzuhalten. Antiquitäten haben uns immer etwas zu sagen, der Betrachter überlegt sich: welche Geschichte würde diese Bank uns wohl erzählen?

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Kircheninterna:
Das reale Leben

Eine Verschiebung der inhaltlichen Perspektive und ein Bruch mitden Erwartungen ist ein interessantes fotografisches Werkzeug. Allerdings muss der Fokus dann eindeutig klar werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Pietruk).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Pietruk).

Kommentar des Fotografen:

Mit Fotografien von Kirchen versuche ich, nicht nur das touristische Interessante abzubilden. Vielmehr soll erfassbar werden, dass Kirchen nicht einfach Denkmäler sind, in denen Kunstschätze zu finden sind, sondern dass sie auch als heute immer noch zur Religionsausübung genutzte Orte zu respektieren sind.

Um dies darzustellen, habe ich bei diesem Foto aus dem Dom St. Blasien das alte, vergoldete und prächtig geschnitzte Tabernakel zusammen mit den in einer Runde davor aufgestellten schlichten Holzstühle moderner Bauart und dem Einbauschrank mit billigen Griffen aufgenommen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Peter Pietruk:

Ein goldenes Tabernakel steht in dieser Farbfotografie in der Nische einer schmucklosen Wand auf einem weissen Möbelstück, das aufgrund seiner kreisrunden Türgriffe wie ein Badezimmer-Beistelltischchen wirkt. Davor sind die Rückenlehnen solider, ebenso schmuckloser brauner Holzstühle im angedeuteten Halbkreis zu sehen.

Diese Fotografie appelliert an keinen meiner Foto-Rezeptoren. Sie ist weder ästhetisch, noch zeigt sie einen spannenden Sachverhalt, noch hat sie einen verblüffenden Effekt aufzuweisen. Darin liegt eine Stärke, aber auch sehr viel Schwäche:

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