Thema: Freistellung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Freistellung:

Lokomotiv-Porträt: Der Tiefe Raum gebenBlumenbild: Freistellung und RedundanzBlume vor schmiedeisernem Zaun: Eine Frage der TiefeInsektenbild: Wichtige Bildelemente freistellen

 

Alle 10 Artikel zum Thema Freistellung auf fokussiert.com:

Blumenfotografie:
Die volle Tiefe nutzen

Es lohnt sich bei Blumenfotografie, auf die Knie oder sogar auf den Bauch zu gehen, um eine andere Perspektive zu erreichen. Bei Freistellungen muss der Schärfentiefe viel Beachtung geschenkt werden.

Kommentar des Fotografen:

Auf dem Bauch liegend diese kleine Blume fotografiert.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Egbert Reinhold:

Eine rote Blüte mit vier Blättern und knallgelben Stempeln im Gegenlicht ist in diesem Farbfoto vor dunklem Hintergrund zu sehen. Die Stempel der Blume liegen im Fokus, die vorderen und vor allem die hinteren Blütenblätterteile befinden sich bereits im Unschärfebereich. Auf den glänzenden Wölbungen der gebogenen Blätter glänzt die Sonne und brennt die Stellen weiss aus.

Blumen anders als von oben zu fotografieren ist das erste Gebot, um zu besseren Blumenfotografien zu kommen:

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Blumenbild:
Freistellung und Redundanz

Wildblumen, die in grösserer Menge wachsen und dadurch prächtige Blumenteppiche bilden, lassen sich mit selektiver Schärfe besonders gut inszenieren.

Kommentar des Fotografen:

Auf diesem Bild sind Flocks zu erkennen. Um das Bild interessanter ausehen zu lassen, habe ich mit selektiver Schärfe gespielt. Beim Fotografieren habe ich versucht, die Blume möglichst prachtvoll und schön darzustellen.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Birkle:

Eine Lila Blüte steht in diesem fast quadratischen Bild aus einem im Hintergrund in der Unschärfe aufgehenden Teppich der gleichen Pflanzensorte heraus.

Du hast dieses Bild in der Kategorie Naturfotografie eingereicht, die wir in unserer Definition als Fotos von Pflanzen und Tieren in freier Wildbahn definiert haben.

Ich habe in einem kürzlichen Workshop in Nordkalifornien realisiert, dass sich das Genre bis zu einem gewissen Grad mit der Landschaftsfotografie überschneidet. Prächige Blumenteppiche in freier Wildbahn lassen sich nämlich am besten in einer für die Landschaftsfotografie eher untypischen Art fotografieren:

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Pelikane in Pink:
Das Hirschgeweih-Syndrom

Menschen und Tieren sollte man in Fotografien möglichst keine Körperteile abschneiden. Aber auch keine Bäume, Hirschgeweihe oder zweite Köpfe wachsen lassen.

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Kommentar des Fotografen:

mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbeck

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Sucker:

Drei orange-rosa farbene Pelikane sitzen in diesem fast quadratischen Bild vor einem sehr dunklen Hintergrund freigestellt auf etwas, was wie ein Ast aussieht. Zwei der Vögel putzen sich intensiv das Gefieder; der dritte, in der linken Bildhälfte leicht von einem der beiden vorderen, nebeneinander sitzenden Vögel verdeckte, legt den Schnabel vom Betrachter abgewendet mit hochgrecktem Kopf an den Hals.

Was dieses Bild zum Blickfang werden lässt, sind die Farben und die Freistellung der drei Vögel:

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Insektenbild:
Wichtige Bildelemente freistellen

Bei einem Foto sollten die bildwichtigsten Elemente nicht von anderen Objekten überlagert werden.

Kommentar des Fotografen:

Bilder der Gemeinen Heidelibelle gibt es wahrscheinlich sehr viele, da dieses Libelle recht verbreitet ist. Durch das schöne warme Gegenlicht kurz vor Sonnenuntergang wird dieses Bilder meiner Meinung nach jedoch zu etwas besonderem, da die feinen Strukturen der Libelle und des “Schlafplatzes” schön herausgearbeitet werden.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Kassal Stefan:

Ein Naturfoto wie aus dem Bilderbuch. Schönes Abendsonnenlicht beleuchtet die Flügel der Libelle von hinten, so dass deren feine Struktur sichtbar und fühlbar wird. Der Hintergrund verschwindet in einer braun-grünen Unschärfe, die der Libelle die nötige Bedeutung verleiht. Eine Sache hätte man jedoch beachten können, die das Bild ein wenig besser gemacht hätte:

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Gräser im Morgenlicht:
Feuer und Flamme

Landschaftsfotografie kann auch aus simplen Details bestehen – wesentlich ist das Spiel des Lichts und die richtige Isolation des Motivs.

Kommentar des Fotografen:

Das Foto wurde mit einer Nikon F100 und einem AFs2,8/80-200 mm bei Blende 4 auf Fuji Velvi50 gemacht. Es ist aus einer Serie Gräser im Morgenlicht entstanden. Die kleine Blende und das rote Abendlicht wirkt wie ein Feuer. Danke im voraus, Robert

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Robert Kalb:

Grashalme – aufgeteilt in eine Gruppe im linken Bilddrittel und einen alleinstehenden Halm auf der rechten Seite – scheinen im seitlichen Gegenlicht der flach stehenden Sonne zu glühen. Sie heben sich in der Schärfenebene der bei weit offener Blende und mit langer Brennweite aufgenommenen Fotografie vom verwischten Hintergrund deutlich abgehoben:

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Schlosstor:
Goldene Aussichten

Es ist nicht alles Gold was glänzt, doch selbst das glänzende Gold braucht etwas Aufmerksamkeit.

Kommentar des Fotografen:

Bei der Kategorieauswahl bin ich mir nicht sicher, zählt das schon zu Architektur? Das Foto zeigt das “Goldene Tor” im Großen Garten Hannover. Im großen und ganzen gefällt mir das Bild, dafür das es mehr oder weniger ein Schnappschuß aus der Hand ist, sehr gut. Hätte aber gerne ein paar Anregungen, wie ich das Tor noch besser in den Vordergrund rücken kann. Werde es bei der nächsten Gelegenheit sicher noch mal mit längerer Brennweite und Stativ versuchen, aber weiter Tips sind willkommen :-)

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Britta Barke:

Gut ist bereits, Britta, dass du dieses Bild gemacht hast und es auch zur Besprechung stellst. Du hast in den Herrenhäuser Gärten ein schönes Motiv gefunden und auch schon richtige Ansätze für das Foto gehabt – oder im Hinterkopf, für die nächste Fototour.

Wie du selber sagst, ist das Tor noch nicht so richtig im Vordergrund.

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Pflanzenfoto in Schwarz/Weiss:
Traditionsreiche Kunst

Auch ohne großen Aufwand können wunderschöne, stimmungsvolle Pflanzenportraits entstehen.

Kommentar des Fotografen:

Eigentlich war ich zu “meinem” See gefahren um ein paar Vögel zu fotografieren, aber dort tat sich so rein gar nichts. Also experimentiert ich ein wenig mit meinem Makroobjektiv, meinem neuen Metz Makroblitz und dem Metz 48AF. Als “Opfer” musste dieser Huflattich herhalten. Die Freistellung gelang schon recht ordentlich durch eine kleine Blende, der Rest konnte problemlos mit dem RAW Konverter erledigt werden, anschliessend noch eine SW Umwandlung, und jetzt würde mich eure Meinung zu dem Bild brennend interessieren.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Friedhelm Peters:

Schon im 19. Jahrhundert widmete sich Karl Blossfeldt der Pflanzenfotografie, wobei er sich der streng formalen Fotografie verschrieben hat und als Vertreter der neuen Sachlichkeit gilt. Sie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nüchternheit des Fotografen gegenüber seinem Sujet aus.

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Lokomotiv-Porträt:
Der Tiefe Raum geben

Die Telefotografie bietet sich an, um Objekte in der Raumtiefe zu zeigen – wozu man ihnen den nötigen Platz einräumen sollte.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich aufgenommen, weil ich mich sehr für Lokomotiven interessiere und ich beruflich auch damit zu tun habe. Diese Aufnahme entstand in einer kurzen Arbeitspause und musste ohne große Vorbereitung abgelichtet werden.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Hömske:

Eine Lokomotive der Deutschen Bahn steht vor einer leichten Gleiskurve vor einem Güterzug inmitten anderer Züge. Die rote Front der Lok füllt den Bildausschnitt der Telefotografie weitgehend aus. Im Vordergrund sind in der Unschärfe die Geleise zu erkennen, auf denen die Lok wahrscheinlich dicht am Fotografen vorbeirollen würde.

Die Aufnahme mutet ein bisschen an wie ein Porträt einer Lokomotive:

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Mohnblütenfoto:
Verführung statt Zwang

Ausbleichen und Weichzeichnen sind starke Effekte, die deswegen mit Mass angewandt werden wollen.

Kommentar des Fotografen:

Eines meiner liebsten Sommermotive. Objektiv: das Canon 100-400 bei 400mm. Beschnitten, entsättig. Die Tiefenschärfe verringert, obwohl die 400mm und f5,6 eh schon gering war.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andrea Schneider:

Eine Mohnblüte in einem grünen Feld, stark weichgezeichnet im Zentrum eines fast quadratisch geschnittenen Bildes. Im Hintergrund sind in der Unschärfe weitere Mohnblüten erahnbar. Auf der Blüte sitzt, bei genauem Hinsehen zu erkennen, eine Hummel.

Ein sehr impressionistisches Bild, das wir – wohl erworben aus der Anwendung in Filmen – mit Illusion oder Traum zu assoziieren tendieren.

Sehr gut funktioniert hier die Entsättigung der Farben, welche das Grün der Wiese auf eine feine Pastellfarbe reduziert, dabei aber die Leuchtwirkung des Klatschmohns nicht herabmindert.

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Blume vor schmiedeisernem Zaun:
Eine Frage der Tiefe

Blumenbilder und Nahaufnahmen gewinnen – wie Porträts – fast immer durch eine gekonnte Freistellung mit Schärfentiefe und Farbkontrast.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde mit Blende 1,4 und 1/1250s Belichtungszeit aufgenommen. Mir gefiel der so entstandene Schärfeverlauf und der Kontrast zwischen der Blume und dem eisernen Zaun.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Jenny Pohl:

Eine einsame rote Blüte an einem emporstrebenden grünen Pflanzenstamm vor einem leicht unscharfen, mehrheitlich grünen Hintergrund. Dieser wird in einer Diagonalen aus der Bildtiefe von einem schmiedeisernen, schwarzen Zahn geschnitten, dessen zierende Fleurons ebenso treffend mit der Staude im Vordergrund korrespondieren wie seine Farbe einen Kontrast zu ihr bildet.

Es gibt viel zu entdecken in diesem Bild – es steckt voller geschwungener Linien, denen das Auge folgen und neue Ornamente ausfindig machen kann; dabei bilden Pflanze und Zaun nicht nur einen optischen, sondern auch einen inhaltlichen Kontrast, indem künstlerische Ornamentik und Natur direkt aufeinander stossen und sich auf harmonische Art ergänzen.

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