4 zufällige Bildkritiken zum Thema Gebäude:
Alle 32 Artikel zum Thema Gebäude auf fokussiert.com:
Je mehr gleichförmige Flächen ein Motiv aufweist, desto bedeutender wird eine bewusste Bildaufteilung.
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Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist während eines Urlaubs in St. Petersburg entstanden. Das “Paradise Café” steht an einer tristen, von Plattenbauten gesäumten Standpromenade am Golf von Finnland. Die Temperaturen waren sehr niedrig, ein kalter Wind wehte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Denis Gerlach:
Ein Flacher Pavillon mit Wellblechdach und Fensterfront voller Vorhänge steht auf einem Parkplatz. Das in kyrillischer und lateinischer Schrift als «Café Paradise» angeschriebene Gebäude in der horizontalen Bildmitte wirkt trotz des modernen Werbebanners heruntergekommen; der leere, von Frost bedeckte Parkplatz zwischen dem Fotografenstandort und dem Kaffee und der triste, graue Himmel dahinter sorgen für eine Stimmung der Einsamkeit und Kälte.
Die einfachsten Bilder sind oft die besten.
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Sorgfältiger Technikeinsatz und Lichtoptimierung sind wesentlich, aber nicht die Hauptelemente eines Bildes.
Kommentar des Fotografen:
Die Kapelle unseres Dorfes in der Abendstimmung. Mit Stativ aufgenommen. Anschliessend hab ich ein hdr gemacht und im Photoshop die nötige Korrektur vorgenommen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Rabea Kessler:
Eine kleine Kapelle im Tiefschnee eines offensichtlich kalten Winterabends: Diese vom Blau des Himmels und der Reflexionen aus dem Schnee dominierte Farbaufnahme ist kristallklar und dank des Einsatzes von HDR schon fast plastisch.
Das Kirchlein ragt einem vermeintlich aus dem Bild entgegen, die Schneemassen türmen sich in weichen Rundungen auf der Landschaft, und das warme Licht der Fenster, des Vorplatzes und des Weihnachtsbaums sorgen für einen idealen Farbkontrast zum kühlen, satten Blau des Schnees.
Hier ist HDR für einmal zum schonenden Einsatz gekommen, die ganze Belichtung macht zwar die Nacht zum Tage, aber das stört auf den ersten Blick nicht:
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Es ist schlimmer, keine Bilder zu machen als schlechte. Deshalb sollte man immer seine Kamera dabei haben.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Foto habe ich nach einem schrecklich verregneten Sommertag 2010 in New York gemacht. Den ganzen Tag hat man sich nur mit Regencape und wasserdichten Schuhen herausgetraut, keine Touristen unterwegs – und noch eine Karte für das Empire-State Building. Kaum jemand da oben – außer einem einsamen, nassen Wärter – und plötzlich riss der Himmel über dem Hudson auf! Nur für ganz wenige Sekunden sah es aus, als Schickte der Himmel einen Gruß nach unten. Zum Glück war das richtige Objektiv auf meiner Nikon…
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Dr. Timo Kaan:
“Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.” Und wer seine Kamera nicht dabei hat, der bestraft sich selbst. Wie oft hätte ich mich anfangs selbst ohrfeigen können, weil ich sie das eine Mal dann doch zu Hause gelassen hatte? Da war das dramatische Wolkenspiel über einem Sumpf hier in der Nähe mit Farben, die mir heute noch vor Augen sind. Ich mußte daran vorbeifahren. Oder das seltsam deplatzierte Schild am Straßenrand. Als ich, dieses Mal mit Kamera bewaffnet, wieder hinkam, war es weg.
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Das Spiel mit Gegensätzen ist so alt wie die Kunst. Das Gegenüberstellen unterschiedlicher Teile ist sehr wirkungsvoll und deshalb auch bei Fotografen sehr beliebt.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild ist im Vorbeigehen entstanden, ich hatte nur einen kurzen Moment zur Aufnahme. Dennnoch habe ich versucht, in der kurzen Zeit einen interessanten Ausschnitt und Perspektive zu wählen. Es zeigt das Vordach eines sehr bekannten Wiener Kunsthauses. Kein Beschnitt, als Bildbearbeitung nur die sw Umwandlung.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Dominik Dobler:
Gegenüberstellungen sind in der Fotografie zu Recht sehr populär. Sie geben den Bildern eine spezielle Wirkung und erklären dem Betrachter, wieso der Fotograf die Aufnahme auch gemacht hat. Dieser erzählende Aspekt solcher Gegenüberstellungen ist für das Verständnis und die Wirkung eines Bildes genauso wichtig wie die formalen Faktoren der beiden Bildbereiche.
Dominik Dobler zeigt uns bei seiner Aufnahme einen grafisch sehr klar und stark wirkenden Ausschnitt des von Hans Hollein entworfener Dachflügel namens „Soravia Wing“. Dieser sehr moderne Bauteil (Baujahr 2003) steht im Gegensatz zu den älteren Bauteilen des Gebäudes aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
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An grossartigen Lokalitäten braucht der Fotograf häufig gar keine aufwändig inszenierte Pose des Modells. Ein einfaches Situationsbild ist oft wirksamer.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild entstand, als ich mit einer Freundin ein paar Photos in einer alten Ziegelfabrik gemacht habe. Ich habe noch einen Stuhl mit zurück genommen und konnte dann die zufällig entstandene Distanz für dieses Bild nutzen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Simon Schmitz:
Eine junge Frau in leuchtend orangem Trägershirt, schwarzem Jupe und hohen Absätzen spatziert in dieser Farbaufnahme durch eine schmale, offenbar verfallende Fabrikhalle. Die Frau geht von der Kamera weg und richtet mit beiden Händen ihr Haar.
Auch wenn Dein Modell hier einen klaren Blickfang setzt – das eigentliche Motiv der Fotografie ist die Fabrikhalle – und es ist ein grossartiges dazu:
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Altstädte sind für Fotografen ein bisschen wie Wald: In allen Lichtsituationen schwierig zu fotografieren. Umso mehr fallen gute Fotos auf.
Kommentar des Fotografen:
Blick auf die Frauenkirche in Dresden, aus Richtung Fürstenzug. Aufgenommen im Winter – meine Finger sind immernoch kalt!
Peter Sennhauser meint zum Bild von Frieder Haenisch:
Der Dom einer Kirche ist in diesem Farbbild im Hintergrund durch den Spalt in verwinkelten Gassen mit neoklassizistischen Bauten in der linken Bildhälfte, die von der untergehenden Sonne beleuchtet werden, und Barockfassaden in der rechten Bildhälfte zu sehen.
Wer sich schon mal in Stadtlandschaften versucht hat, wird sofort erkennen, welche Kombination an Qualitäten in diesem Bild steckt:
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Manche Genres der Fotografie haben bestimmte Regeln, nach denen Profis auf dem Gebiet vorgehen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Architekturfotografie ist eines davon.
Kommentar des Fotografen:
Architekturfoto in Essen, Ruhrgebiet, fotografiert mit Medion Kamera
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Lehmann:
Zunächst einmal im Sinne voller Transparenz, dieses Bild wurde ursprünglich unter “Architektur” eingereicht, und ich bin von Haus aus kein Architekturfotograf. Das muß man aber auch nicht sein, um bestimmte Regeln und ihr Fehlen hier zu (er)kennen.
Was mir an Deinem Foto gefallen hat, war die bunte Fassade, die mich auch in ihren Bann gezogen hätte. Das Foto hat allerdings für mich keinen Architektur-, sondern einen Schnappschußcharakte:
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Das Spiel mit starken geometrischen Formen und Gegensätzen sind beliebte wirkungsverstärkende Massnahmen in der Fotografie. Und wenn sie so kraftvoll und gezielt eingesetzt werde wie bei diesem Bild, so ist das Resultat auch ein Genuss für den Betrachter.
Kommentar des Fotografen:
Mit diesem Bild möchte ich die Allianz Arena aus einer neuen Perspektive zeigen. Durch die kühle Tonung soll die plastische Wirkung des Stadions verstärkt werden.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Monika Metzger:
Diese Aufnahme von Monika Metzger verdeutlicht auf sehr gute Weise die Bedeutung und Wirkung der vier “Augen” meines Bildanalysesystems (Vier-Augen-Modell mit Form-Auge, Erzähl -Auge, Gefühls-Auge und Ich-Auge). Die kraftvollen Formen des runden Gebäudes und der geschwungenen Betonrampen sprechen uns sehr stark auf der Formseite an:
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Babylon ist überall, meint Architekturfotograf Tim Griffith. Er fotografiert weltweit Wolkenkratzer und andere Gebäude, die etwas von Größenwahn haben.
“Babel Town” heißt die Ausstellung, die aktuell in Stuttgart zu sehen ist. Tim Griffith zeigt uns Ansichten aus boomenden Städten, wo die Hochhäuser wie Pilze in die Höhe schießen. » weiterlesen
Viele Bildideen leben von Gegensätzen. Eine überwältigende Architektur wirkt nur überwältigend, wenn wir auch die Grösse abschätzen können. Und wenn diese Grössenbezüge gleichzeitig auch noch plakativ wirken, verstärkt sich der Gesamteindruck.
Kommentar des Fotografen:
Bei einem Besuch des Taj Mahals früh morgens während der Monsunzeit waren nur sehr wenige westliche Touristen anwesend, dafür viele interessante indische Menschen. Diese Gruppe Herren in Orange ließ sich an verschiedenen Orten rund um das Mausoleum zu Gesprächen nieder und ermöglichte mir diese Aufnahme vor einem Seitenportal. Was mir an dem Bild gefällt, sind zum einen die Details der Fassade und zum anderen die Mächtigkeit des Gebäudes, die in Relation zur Größe der Personen gut zum Ausdruck kommt. Das Bild habe ich nachträglich gerade gerichtet. Dadurch mussten die unteren Ecken ergänzt werden. Ausserdem haben mich zwei sitzende Touristen gestört, die ich digital entfernt habe.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Christian Birkmeier:
Die Zentralperspektive ist sowohl in der Architektur wie auch in der Fotografie eine sehr stark wirkende Gestaltungsform, die aber gleichzeitig auch ein hohes Mass an Genauigkeit verlangt. Dies ist dir bei dieser Aufnahme sehr gut gelungen:
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