4 zufällige Bildkritiken zum Thema Gebäude:
Alle 9 Artikel zum Thema Gebäude auf fokussiert.com:
Es gibt Objektive, die möchte man unbedingt mal ausprobieren. Das Shift/Tilt PC-E NIKKOR 24 mm 1:3,5D ED ist so ein Fall: Zum Kaufen ist das Perspektiven-Korrekturobjektiv, das für Architektur und Landschaft geeignet ist, etwas zu teuer. Doch man kann ja mieten.
Das Nikkor PC-E 24 mm 1:3,5D ED (Bild: W.D.Roth)
Das Nikkor PC-E 24 mm 1:3,5D ED ist eine sehr neugierig machende Linse: Es bietet einen starken Weitwinkel, als Perspektiven-Korrektur-Künstler aber noch mehr: Die beim Kippen entstehenden stürzenden Linien sollen sich durch die Kompensation mittels der Shift-Funktion wie bei großen Plattenkameras korrigieren lassen.
Ebenso kann die Schärfenebene mit der Tilt-Funktion geneigt werden, so dass ebenso geneigte Motivebenen von vorn bis hinten scharf werden.
Doch da gibt es ein Problem: Das edle Stück kostet über 2000 Euro. Die wollen erstmal verdient sein.
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Gänge ins Unbekannte und eine interessante Gebäudestruktur lassen uns mehr erwarten, als ein reines Situationsbild leisten kann.
Kommentar des Fotografen:
Die Aufnahme machte ich in der Ruine des Frauensanatoriums der Belitzer Heilstätten. In all dem Verfall und der düsteren Atmosphäre reizte mich die Anziehungskraft des Lichts in dem verfallenen Treppenaufgang, wie die Hoffnung auf einen Ausweg.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Bodo Viebahn:
Was haben alte Gebäude an sich, dass sie so viele von uns zum Fotografieren animieren? Selbstverständlich haben sie dieses Unbekannte, dieses mysteriöse Flair. Wir sehen sie an und fragen uns, wie es passiert ist, dass sie in so schlechtem Zustand geraten sind, wer darin gelebt oder gearbeitet hat und wer die Arbeiter waren, die jeden Ziegelstein an Ort und Stelle gebracht haben.
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Bei Architekturbildern wird eine gute Komposition erleichtert, weil der Architekt die halbe Arbeit schon gemacht hat. Aber eben nur die halbe. Zu viele Einzelheiten in ein Bild zu packen kann dazu führen, dass alle Elemente des Fotos schwach wirken.
Kommentar des Fotografen:
Eingangsfront des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL), Schweiz. Der französische Architekt Jean Nouvel hat das KKL Luzern entworfen und zwischen 1995 und 2000 nach seinen Plänen bauen lassen. In der Spiegelung erkennt man das Luzerner Seebecken und die Stiftskirche.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von J?rg B?hlmann:
Für jeden, der halbwegs über kompositorische Fähigkeiten verfügt, ist es relativ leicht, ansprechende Fotos von Gebäuden oder anderen Strukturen zu machen. Da Architekten die Außenwände von Gebäuden ästhetisch interessant und symmetrisch gestalten, ist für Fotografen die halbe Arbeit schon gemacht.
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Nebelbilder wirken am besten, wenn etwas aus der Suppe herausragt. Und wenn man in sie hineinzoomt.
Kommentar des Fotografen:
Nebel, nasskaltes Wetter, Baustellen und pures Stadtleben (Frankfurt) verleiten leicht zu solch düsteren, mysteriösen Aufnahmen. Die Schwarz/Weiß-Aufnahme zeigt mehrere Hochhäuser im Stadtkern von Frankfurt am Main.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Urs Mücke:
Die Bankenkrise ist noch nicht vorbei, die Weltwirtschaft taumelt, und in Frankfurt versinken mächtige Kreditinstitute im Nebel. Auch ohne Krise würde dieses Bild eine enorme Stimmung ausstrahlen. Denn wenn das Wetter nicht gefällig ist, werden Fotos zuerst außergewöhnlich und dann spannend.
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Den Rahmen zu füllen kann eine gute Sache sein, aber wir sollten nicht vergessen, unserem Blick ausreichend Raum zu lassen, um im Bild umher wandern zu können und den Objekten, die wir abbilden Platz zum Atmen zu geben.
Kommentar des Fotografen:
Nächtliche Eindrücke aus dem Tagebau Garzweiler. Es ist die Kirche von Gustorf, die das Braunkohlektraftwerk Frimmersdorf überstrahlt. Hier treffen zwei Energien aufeinander und komponieren eine heftige Symbolik.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Reinhold Jakobs:
Ein Foto, das sofort Aufsehen erregt. Dies ist ein wunderbarer Kontrast zwischen neu und alt, Farbe und Einfarbigkeit und geistlich und wissenschaftlich.
Was als erstes unser Augenmerk auf sich zieht, ist die gelbe Kirche:
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Ein tieferes Verständnis dessen, was Du fotografieren willst, kann zu einer größeren Wertschätzung Deines Publikum führen.
Kommentar des Fotografen:
Bauhaus in Dessau.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Harald Kellner :
Auf den ersten Blick machen die Farben und Formen der Fenster dieses Bild interessant. Aber dann muss unser Blick umherwandern, zuerst zu den Fenstern und den Rahmen, dann zu dem Dreieck des Himmels auf der linken Seite und dann zurück zur unteren Bildkante zu einem merkwürdigen Gerät, das wir hinter den Fenstern sehen können. Meine Frage:
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Zwei sehr verschiedene, konträre Elemente in einen Kontext zu setzen, ist oft eine effektive Art, um einem Foto ein Gefühl von Stimmung und Atmosphäre zu geben.
Kommentar des Fotografen:
Astragebäude in Hamburg, in neuem Quartier zwischen Reeperbahn und Landungsbrücken. Idee war, die etwas verlorene Stimmung zwischen diesen neuen Häusern einzufangen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Jan-Alexander Milz:
Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie verschiedene Leute ähnliche Szenen oder Objekte sehen, und wie sie abstrakte Konzepte oder Gefühle visuell interpretieren:
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Aussage und Bildinhalt sollten nicht verwechselt werden: Auch wenn ein Bild lange Weile ausdrücken soll, darf es selbst nicht langweilig sein. Hier fehlt ein klarer Bezugspunkt für den Betrachter.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Romano Zoppi). - Konica Minolta Dynax 7D - 1/50s - f/4.5 - ISO100 - 28mm (39mm)
Kommentar des Fotografen:
Soundcheck an einem Outdoor Konzert in Atlanta (USA). Dieses Bild spiegelt die Langeweile, welche sich vor einem Konzert für die Anwesenden abspielt, wieder.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Romano Zoppi:
In dieser Situation war großes Potential für ein interessantes Foto vorhanden. Aber ich glaube, Du hast zu wenig Zeit dafür aufgebracht, nach interessanten Kompositionsmöglichkeiten zu suchen, so dass dieses Bild als spontaner Schnappschuss gemacht wurde:
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Nächtliche Langzeitaufnahmen könnten häufig einen Aufhellblitz - meist auf dem Vordergrund-Objekt - vertragen. Alternative wäre die Lightbrush-Technik.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Oliver Raupach). - Canon EOS 350D - 25s - f/13 - ISO100 - 18mm (27mm)
Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist eine nächtliche Langzeitaufnahme und zeigt das Trojanische Pferd vor der Antikensammlung in München. Belichtungsdaten siehe EXIF. Das Bild ist als Teil einer Belichtungsreihe entstanden - hier plus 2/3.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Oliver Raupach:
Dieses Foto hätte sehr von einer etwas anderen Perspektive, einem grösseren Weitwinkel und einem Blitz, der das Holzpferd aufhellt, profitiert.
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