Thema: Gebäude

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Gebäude:

Romantisches Porträt: Beständige Perfektion à la NewtonParkfoto: Vom Baum zum SchlossRuine: Zu gewöhnliche LeereFokus-Porträt: Blick in den (strengen) Raum

 

Alle 21 Artikel zum Thema Gebäude auf fokussiert.com:

Urbane Archäologie:
Die Qual der Wahl des Ausschnitts

Sofie Dittmann, 6. Januar 2010 um 11.03 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Bei der Wahl des Ausschnitts ist es wichtig, sich VOR dem Fotografieren darüber klar zu sein, wie die bestimmenden Geraden und Diagonalen im Bild verlaufen.

Kommentar des Fotografen:

Hallo liebe Kritiker, ich komme gleich zum Wesentlichen, will aber dennoch vorher sagen, dass ihr fantastische Kritiken liefert. Mir helfen die Kritiken sehr mein Wissen in der Fotografie weiterzuentwickeln. Ich lese mittlerweile seit ein paar Wochen regelmäßig jede Kritik. Weiter so! Das Bild wurde im HDR-Verfahren erstellt. Das Bild wurde in Photoshop zusammengefügt und zusätzlich mit einem Sepia-Filter versehen.

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Fokus-Porträt:
Blick in den (strengen) Raum

Peter Sennhauser, 3. Dezember 2009 um 11.03 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Geraden und Rechtecke in ausserordentlich spannender Wechselwirkung sorgen hier für Tiefe in einem Konzeptbild mit grosser Wirkung.

Kommentar des Fotografen:

“Werk im Focus” ist der Titel diese Bildes. Aufgenommenn in dem IG-Farbenhaus der Universität Frankfurt, anlässlich des Campusfestes 2009. Die Aufnahme gehört zu einer Serie, bei der nicht der Portraitierte, sondern der Focus des “Selben” im Mittelpunkt der Arbeit steht. Die Spannung baut sich durch den Gegensatz des Künstlers vor seinem Werk, in Bewegung, unruhig und unfocusiert und der betont konzentrierten Betrachterin auf der Treppe auf. Die Kamera sieht durch die Augen des Portraitierten, vermittelt den Eindruck der jungen Frau beim Betrachten der Installation im Nachbarraum. Noch zögerlich abwartend, noch nicht bereit in den Raum herein zu treten und die Kommunikation mit dem Ausstellenden aufzunehmen. Der Ausgang offen, überlassen der Phantasie des Betrachters.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Frank Bäume:

Eine Frau steht, mit dem Rücken zum Betrachter, im Zentrum einer Aufnahme aus dem Treppenhaus eines Museums-/Verwaltungsbaus.

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Griechisches Blau-Weiss:
Formen und Farben in Harmonie

Peter Sennhauser, 5. Oktober 2009 um 11.30 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Griechische Dörfer sind ein beliebtes Motiv für Fotografien mit starker Reduktion: Flächen, Formen und wenige Farben bieten Spielraum für kompositorische Reduktion. Stürzende Linien sind darin meist ein behebbares Übel.

Kommentar des Fotografen:

Auf Naxos aufgenommenes Foto. Kirche in der Stadt Chora. Mich faszinierten die Formen und das leuchtende Blau bei der Aufnahme.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Fabian Rouwen:

Die verwinkelte Ecke einer kleinen Kirche im typischen Weiss der griechischen Inselbauten – darüber ein knallblauer Himmel. Die Aufnahme ist stark nach rechts gewichtet und lässt die Linien zweier Giebeldach – Flügel der Kirche vor einer runden Kuppel von links unten nach rechts oben verlaufen. Ausser dem knalligen Hellblau des Himmels sind lediglich Weiss und Creme-Farbtöne in der Aufnahme zu finden.

Ich kann gut verstehen, wieso Dich dieser Anblick als Motiv gereizt hat. Hier treffen einfache Muster und Flächen, Geraden und Kurven, Linien und Verläufe aufeinander und bieten in einfacher Verbindung ein Mass an Komplexität, dem das Auge einfach folgen muss:

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Parkfoto:
Vom Baum zum Schloss

Robert Kneschke, 27. August 2009 um 11.03 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Statt einer typischen Schloss-Aufnahme gibt es hier auch das Drumherum: Die ausgedehnten Parkanlagen, die mehr über das Schloss erzählen als das Gebäude allein.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist im Park bei Leeds Castle, England, entstanden. Der Park und seine Fauna und Flora sind fast beeindruckender als das Schloss selbst. Insbesondere dieser Baum hatte es mir angetan, spiegelt er doch das Alter und die lange Geschichte dieses Ortes sehr gut wieder. Leider war auch mit viel rumlaufen keine bessere Perspektive, die das Schloss unverdeckt gezeigt hätte, zu bekommen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jan Thomas Michaelsen:

Diese Landschaftsaufnahme lebt von der Tiefe. Im Vordergrund steht ein wuchtiger, knorriger Baumstamm, dahinter kommt eine Wasserfläche, danach ein gepflegter englischer Rasen mit einem ebenfalls grünen Baum und dahinter kommt das Schloss, in diesem Fall das Leeds Castle in England. Hinter dem Schloss bilden eine Baumreihe und ein bedeckter Himmel den Abschluss des Bildes.

Diese Staffelung ist es auch, welche die Geschichte des Fotos erzählt.

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Strassen-Wirrwarr:
Tourismusfotografie anders

Thomas Rathay, 20. August 2009 um 11.03 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Reduktion auf das Wesentliche erübrigt meist die Bildunterschrift, ist aber nicht immer einfach.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen im April 2009 auf St.Kitts, östl. Karibik. Als Reisekamera diente mir eine Nikon D90. Aufnahme mit Interessant finde ich den Kontrast zwischen Inselarchitektur und modernen Kreuzfahrtschiffen. Gegen die Dimensionen des Schiffes wirken die größten Gebäude der Insel (Häuser) eher wie winzige Hütten. Dies erzeugt meiner Meinung nach eine gewisse Spannung im Geiste eines Christof Columbus des 21ten Jahrhunderts.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Kuno Hendrich:

Das Beeindruckende an Karibikaufenthalten ist die dort vorherrschende Fremdartigkeit. Es ist alles bunter, alles lauter, alles verwirrender und auch verwirrter als in unseren mitteleuropäischen Gefilden.

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Urbex:
Räume für die Vergangenheit

Peter Sennhauser, 12. August 2009 um 12.42 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Urban Exploration, oder Urbex, nennen Insider ihre Leidenschaft für die Fotografie verlassender und zerfallender Gebäude und Einrichtungen. Reginald Van der Velde hat Urbex zu seinem Hobby gemacht.

Gerade wurde Reginald Van der Velde mit dem Amateur-Foto des Monats von den Sony World Photography Awards ausgezeichnet. Sein Bild zeigt die Halle in der stillgelegten Zeche Hugo in Deutschland, wo die Kumpels ihre Kleidung in Kauen, den Kleiderkörben aus Stahl, in die Decke hochzogen. Wie Gerippe hängen die Kauen in Reginalds Bild in dem Gebäude der Zeche. Und es ist nicht das einzige faszinierende Bild des Belgiers, der sich weniger als Fotograf, denn als Betreiber von Urban Exploration.

Das interessante Daran: Reginald sieht sich nicht als Fotograf.

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Benedikt Steinmetz:
Architektur der Staatsgewalt

Uli Eberhardt, 8. August 2009 um 12.40 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Der Saarbrücker Fotograf Benedikt Steinmetz widmet sich Gebäuden der Staatsgewalt – Behörden, Verwaltungen, Amtsstuben.

“Von Amts wegen” heißen die Serie und die aktuelle Ausstellung von Steinmetz. Er konzentrierte sich nicht auf eine neutrale Darstellung der Architektur, sondern fand in der saarländischen Landeshauptstadt skurrile, hintersinnige, auch einschüchternd anmutende Einzelheiten – in Schwarzweiß.

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Architekturfotografie:
Geometrie in der Fotografie

Thomas Rathay, 6. August 2009 um 11.01 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Ein Architekturfoto, an welchem kaum etwas auszusetzen ist – kleine Verbesserungsvorschläge und eine Variante gibts dennoch.

Kommentar des Fotografen:

Fischauktionshalle Hamburg Altona

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Hans-Juergen Porsch:

Wie allseits bekannt sein sollte, verlangt Architektur-Fotografie nach entweder ausgewogenen oder eben ausgefallenen Perspektiven.

Hier haben wir es mit einem sehr ausgewogenen Bildaufbau zu tun. Alle Seiten können gespiegelt werden, und doch gibt es ein paar kleine Unregelmässigkeiten, die auch als Hingucker dienen können und sicher auch sollen:

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Romantisches Porträt:
Beständige Perfektion à la Newton

Douglas Abuelo, 10. Juli 2009 um 11.02 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Kontinuität von Botschaft, Stil und Atmosphäre: Warum Inszenierung perfekt sein muss.

Kommentar des Fotografen:

Florian Sprengers Bild war die Grundlage für dieses Shooting. Nach seiner Bildbesprechung hier bei fokussiert war er so freundlich, mir die Adresse in Wien zu nennen. Eine Freundin und ein befreundetes Modell aus Wien ermöglichten dann dieses Shooting “on Location” in dieser surrealen Umgebung. Fotografiert habe ich mit einer D80 und dem 24-70 2.8 sowie einem SB-600 auf einem Gorillapod, der die Personen zusätzlich zum Abendlicht ausleuchtete.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Pascal Reis:

Einer der berühmtesten Figuren im historischen Pantheon der Fotografie, nämlich Helmut Newton, schuf Fotos reich beladen mit Stil und Atmosphäre. Zudem, was ebenfalls von großer Wichtigkeit ist, verfügen Newtons Bilder über Kontinuität.

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Nürnberger Kaiserburg:
Harry Potter lässt grüssen

Peter Sennhauser, 22. Mai 2009 um 11.02 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Im Winter und in Schneelandschaften, die das spärliche Licht reflektieren, lassen sich spektakuläre Nachtaufnahmen machen. Die vornübergeneigte Kaiserburg wird zur Zauberschule aus einem Harry-Potter-Film.

Kommentar des Fotografen:

Als ich auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier war, bin ich an der verschneiten Burg vorbeigekommen. Die Lichtstimmung war gerade so mystisch, dass ich meine Nikon und das Stativ geholt habe, und ein paar Aufnahmen von der Nürnberger Burg gemacht habe. Das war auch das erste Mal, dass ich RAW Bilder gemacht habe um Sie in Lightroom etwas nachzuarbeiten. Soweit ich mich noch erinnere habe ich Farb-, Tonwert- und Kontrastkorrekturen gemacht und einen Verlaufsfilter angewendet. Ich finde das Bild ganz gelungen, bis auf den Bus, der da noch steht. Den konnte ich leider nicht wegfahren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Günther:

Den Bus kannst Du nicht wegfahren – aber wegzaubern kannst Du ihn. Und bei einem Bild, das die Kulisse für einen Harry-Potter-Film abgeben könnte, wird man Dir das ja auch verzeihen:

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