4 zufällige Bildkritiken zum Thema Gegenlicht:
Alle 44 Artikel zum Thema Gegenlicht auf fokussiert.com:
Serien sind wie Sahne auf der Torte. Eine gute Serie vermag es, dem gelungenen Einzelbild durch das Hinzustellen weiterer gelungener Einzelbilder einen roten Faden zu verleihen, der jedes Foto noch intensiver wirken lässt. Das setzt jedoch voraus, dass dieser “rote Faden” auf dem Bild inhaltlich oder kompositorisch erkennbar ist.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist ein Teil einer Bildstrecke/Streetphotogr. zum Thema Kältewelle in Zürich.
Ich wollte Menschen, die bei diesen tiefen Temperaturen unterwegs waren, bildnerisch festhalten um in einem Gesamtbild (siehe Homepage)die Stimmung dieses Tages in Zürich wiedergeben zu können.
Ich habe diese Bild augewählt, da die 3 Personen zwar zusammen waren, gedanklich dennoch für sich standen. Des Weiteren finde ich die Herkunft der Menschen interessant. Es war offensichtlich, das die Personengruppe aus dem Ausland stammte und sich zwangsweise an das neue Umfeld (Temperatur) gewöhnen musste.
Über konstruktive Kritik und Tipps würde ich mich sehr freuen.
Blende 1.8
Verschlusszeit 250
(Bin mir nicht mehr ganz sicher)
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von lucas ziegler:
Serien sind wie Sahne auf der Torte. Eine gute Serie vermag es, dem gelungenen Einzelbild durch das Hinzustellen weiterer gelungener Einzelbilder einen roten Faden zu verleihen, der jedes Foto noch intensiver wirken lässt. Das setzt jedoch voraus, dass dieser “rote Faden” auf dem Bild inhaltlich oder kompositorisch erkennbar ist.
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Um ein effektvolles Foto zu machen, muß man sich schon mal Aug’ in Auge mit seinem Motiv begeben.
Kommentar des Fotografen:
Habe versucht, den kommenden Frühling einzufangen, und dabei aber die kalte Erde bzw. Seele des Winters nicht zu vergessen.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Schlembach:
Viele Amateure machen den Fehler, das sich ihnen offensichtlich bietende Motiv von ihrer Warte aus aufzunehmen, also von oben, unter Umständen auch noch unter Lichtverhältnissen, die dem Motiv nicht gerecht werden. Pflanzen, insbesondere Blumen, fotografieren sich am besten unter indirektem Licht oder im Gegenlicht, je nachdem, welcher Effekt gewollt ist.
Dein Foto von Krokussen zeigt, was man aus einer einfachen Pflanze fotografisch machen kann, wenn man sich buchstäblich Aug’ in Auge mit seinem Motiv begibt:
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Auch, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, oder wie hier den Strauch vor lauter Blättern, sollte man sich in der Komposition auf das Wesentliche konzentrieren.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild zeigt die gefärbten Blätter eines Perückenstrauchs im Gegenlicht. Ziel war es, die Adern in den Blättern und den negativen Raum zwischen den Blättern einzufangen. Leider sind es insgesamt zu viele Blätter, rechts im Bild herrscht Unschärfe, und eine Vergrößerung daher ist nicht sinnvoll möglich. Wie kann es zusammengehen, dass große Abzüge trotz unscharfe Bildteile nicht schlecht aussehen? Hätte doch alles richtig scharf sein sollen? (“Wow-Faktor”) Auf dem Monitor ist es okay, aber in 30*45cm macht es keinen Spaß mehr.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Tilman Hesse:
Blätter im Gegenlicht haben einen besonderen Reiz. Man sieht alle Adern, und wenn dann noch Farbenspiel dazukommt, ist es für den Betrachter schwer, sich davon loszureißen. Viele Amateure machen den Fehler, solche Motive so zu fotografieren, wie sie sich auf den ersten Blick darstellen (Blatt von oben), sie gehen um die Dinge nicht herum, suchen anderen Perspektiven. Je nach Lichtsituation kommen dann dabei die typischen Pflanzenfotos in hartem Licht heraus.
Du hast den Strauch im Gegenlicht aufgenommen, wodurch das Foto erst seinen Reiz erhält. Eine Menge mehr oder weniger konform aussehender Dinge zu fotografieren, stellt jedoch besondere Herausforderungen an den Fotografierenden, was Komposition angeht. Worauf konzentriert man sich?
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Regelbrüche machen aus Szenen, die sonst nicht so besonders aufregend gewesen wären, manchmal aufregende Bilder.
Kommentar des Fotografen:
Hi! Dieses Bild ist während einer Kletertour am Gardasee entstanden. Mir gefiel die Perspektive, da sie dem Bild mehr Dramatik verleiht als in einer Frontalaufnahme. Die Schwarz-Weiß-Wandlung habe ich gewählt, um den Fokus auf diese Perspektive zu konzentrieren. Interessant erscheint für mich dadurch auch die Wolkenformation, die dadurch etwas “bedrohlicher” wirkt.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Florian Tetschke:
M.C Escher war ein Meister des negativen Raums und der veränderten Perspektive. Ich liebe seine Zeichnungen noch heute, denn sie sind auf der einen Seite hoch mathematisch, auf der anderen dann doch im Konzept so simpel.
Dein Bild spielt ebenfalls mit Raum und Perspektive und einem simplen Bildgegenstand:
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Ungewöhnliche Perspektiven sind eine gute Wahl für Pflanzenfotos. Auch wenn es inzwischen nicht mehr zu viel “Ungewöhnliches” gibt.
Kommentar des Fotografen:
Darstellung einer Distel aus Ameisensicht. Im schönen herbstlichen Sonnenuntergangs-Gegenlicht erscheint diese eher unscheinbare Pflanze goldumwoben. Und ich glaube (hoffe), daß verblühte Disteln auf diese Art noch nicht so oft fotografiert wurden.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Gisela Diederichs:
Ein wildes Gewirr eines Stoffs wie Watte ragt in dieser Farbaufnahme von links oben in den Bildvordergrund, der in einer deutlichen Unschärfe liegt. Im oberen Mittelteil des Bildes ist die Sonne zu erkennen, die durch den Pflanzenbestand hindurch scheint. Sie glänzt in den feinen Haaren der nur auf der rechten Bildhälfte als solche erkennbare Distelblütenständen.
Wir haben die Tendenz, Blumen und Pflanzen generell aus der Sicht zu fotografieren, aus der wir sie am häufigsten sehen:
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Kinder mit bunten Luftballons sind meist wegen der vielen knalligen Farben ein sehenswertes Fotomotiv. Aber auch in Schwarz-Weiß kann man der Szene etwas abgewinnen, indem zum Beispiel der Größenkontrast genutzt wird.
Kommentar des Fotografen:
Lola und die Ballons Treffen mit einer Flasche Helium, einigen Ballons und der Tochter einer Freundin im Park um die Mittagszeit. Die Lichtsituation war etwas schwierig, aber dafür hat Lola so viel Spaß am posen gehabt daß es eine Freude war mit ihr diese Fotos zu machen.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sally Lazic:
Kinder mit Luftballons sind immer ein dankbares Fotomotiv. Selbst wenn wie hier auf dem Schwarz-Weiß-Foto von Sally Lazic keine Farben verwendet werden, die meist für genug Aufmerksamkeit sorgen. Stattdessen ist das Bild sehenswert durch den Größenkontrast, vor allem zwischen dem größten Luftballon direkt neben dem Kopf des Mädchens, der wiederum durch das junge Alter etwas kleiner als der Kopf eines Erwachsenen ist.
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Es scheint paradox: Blumen zu fotografieren sollte sehr einfach sein. Sie sind klein, von Natur aus schön und halten ziemlich still, wenn nicht gerade ein Unwetter herrscht. Trotzdem ist es sehr schwer, gelungene Blumenbilder zu machen. Hier wurde die Blume in einem Zustand fotografiert, den nicht jeder Fotograf sofort nachmachen kann.
Kommentar des Fotografen:
Ich habe diese Blume in den Bergen am Morgen nach einem heftigen Gewitter aufgenommen. Der Himmel wurde plötzlich aufgerissen, dies wird wunderbar in den Wassertropfen gespiegelt. Ich wollte speziell gestalten, mit Gegenlicht, Spiegelungen und Aufnahmestandort (am Boden liegend mit Einbeinstativ).
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Claudia Portmann-Caminada:
Es scheint paradox: Blumen zu fotografieren sollte sehr einfach sein. Sie sind klein, von Natur aus schön und halten ziemlich still, wenn nicht gerade ein Unwetter herrscht. Trotzdem ist es sehr schwer, gelungene Blumenbilder zu machen.
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Tierfotografie kann auch im Zoo entstehen, und dort sind Tiger, Löwen und Eisbär gar nicht immer das attraktivste Motiv.
Kommentar des Fotografen:
dieses Bild ist im Tierpark Schönbrunn Wien entstanden. Diese “Racker” sind relativ schwer zu fotografieren, weil extrem schreckhaft und richtig schnell in deren Bewegungen. Unser kleiner Held hielt dann doch einen Augenblick still, denn ihm dürfte etwas besonders peinlich gewesen sein…;-)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Wenter:
Ein Nagetier von nicht einfach zu bestimmender Grösse (und Art, nebenbei gesagt) sitzt in dieser Farbfotografie in relativ hohem, fetten Gras. Das Tier hat die Vorderpfoten – Finger fast – offenbar mit Nahrung vor den Mund geführt und blickt mit grossen Knopfaugen direkt in die Kamera.
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Mit dem Bruch von einfachen Klischees kann Spannung aufgebaut und ein inhaltlicher Kontrast erstellt werden. Wie wenig es dazu braucht, zeigt dieses Bild.
Kommentar des Fotografen:
Bergbauer beim mähen seiner Wiese am frühem Morgen, nach einem Unwetter in der Nacht, am Ischlberg in Bad Aussee
Peter Sennhauser meint zum Bild von Alois Peer:
Ein unentschlossener Morgen in den Österreicher Alpen nahe Innsbruck: Die Sonne bricht durch die Wolken, Nebelfetzen ziehen durch die Täler. Die Farbfotografie zeigt im Gegenlicht beinahe nur Schwarz und Weiss und hebt den unmittelbaren Vordergrund als Silhouette von der Tiefe ab: Von rechts unten zieht sich der Grasbewachsene Berghang nach links ins Bild hoch, wo ein Baum steht und mit den untersten Ästen einen Rahmen entlang der oberen Bildkante zeichnet. Etwas links der Bildmitte ist ein Mann zu erkennen, der an der Steuerung einer Mähmaschine den Hang hoch geht und gerade die Hand nach dem Schalthebel ausstreckt.
Die Stimmung dieser Fotografie ist unbestritten stark, der Morgen nach einer Regennacht auf den ersten Blick nicht nur erkenn-, sondern schon fast riechbar:
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Das Bild erinnert mich an eine Studienaufgabe. Hier lernten wir gutes Sehen von Lichtsituationen, die wir immer wieder anwenden können.
Kommentar des Fotografen:
Guter Espresso, ganz einfach. Ich mag den Kaffee aus der guten alten Bialetti noch immer. Hier in Aktion in meiner Küche. Ich habe versucht durch das morgendliche Gegenlicht des Fensters den Dampf sichtbar zu machen.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Michael Simon:
Wenn ich, wie gerade jetzt auch, am Computer sitze und langsam die Müdigkeit zuschlagen will (wie jetzt im Moment nicht), gehe ich gerne in meine Küche und stell mir einen Espresso auf die Herdplatte. Das sieht in etwa genauso aus wie auf Michaels Bild.
Schon deswegen möchte ich was zu dem Foto der Bialetti sagen. Aber auch, weil wir während unserer Ausbildung so einiges an genau diesem Beispiel der Lichtführung gelernt haben:
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