Thema: Genre

 

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Alle 11 Artikel zum Thema Genre auf fokussiert.com:

Teil 2 von 2:
Essen in Szene setzen

PfannekuchenIm ersten Teil habe ich ein paar allgemeine Ausführungen zu Food Styling gemacht. Mit ein wenig Übung kann auch ein Anfänger schnell effektvolle Essensfotos aufnehmen.

Was aber soll man tun, wenn man eine winzige Küche oder unattraktive Möbel hat? Oder wenn man einfach nur das gesamte Set von A bis Z kontrollieren will? Ich habe mir ein paar Pressfaserplatten „antik“ weiß und in anderen Texturen angestrichen, die ich als „Tisch“ benutze. Außerdem kann man sie bequem auf den Boden legen, wenn man eine Aufnahme direkt von oben machen möchte.

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Infrarotfotografie:
Tipps für Einsteiger

Für gute Infrarotfotografie benötigt man nicht viel: eine Kamera, die Infrarot fotografieren kann, ein Stativ und Tageslicht. In der Nachbearbeitung kann man entscheiden, wie man mit einem Bild weiter verfährt.

  1. Kamera und Einstellungen Für Infrarotfotografie braucht man eine Kamera, die das Infrarotspektrum des Lichtes aufnehmen kann. Um festzustellen, ob Deine Kamera geeignet ist, nimmst Du eine Fernbedienung, richtest sie auf die eingeschaltete Kamera und drückst einen Knopf. Wenn Du nichts siehst, kann Deine Kamera Infrarot (IR) nicht einfangen.Es gibt dann zwei Möglichkeiten: entweder Du besorgst Dir eine Kamera, die Infrarot „kann“. Ich habe mir vor Jahren eine kleine Minolta DiMage7 auf eBay ersteigert, die zwar nur 5.2 Megapixel hat, aber dafür im Gegensatz zu meiner Canon IR sieht. Alternativ kannst Du eine Kamera so umarbeiten lassen, daß ihr Sensor nur noch IR und sonst nichts anderes einfängt (Vorsicht, ist meines Wissens nicht reversibel). Im Internet gibt es alle möglichen Firmen, die diese Dienste anbieten. Ich werde mich im folgenden auf die Option der nicht veränderten Kamera konzentrieren.

    Im Fall der kleinen Minolta oder einer anderen Kamera, die nicht umgearbeitet wurde, braucht man noch einen IR Filter. Hier wird typischerweise ein Hoya 72 verwendet. Es gibt auch andere, die sich dadurch unterscheiden, wieviel IR sie durchlassen.

    Ich fotografiere auf der Minolta im vollen Programmmodus und in Farbe. Ersteres, weil die Kamera von sich aus meistens die richtigen Einstellungen wählt, und letzteres, weil ich in der Nachbearbeitung bessere Kontrolle darüber habe, wie ich das Foto in Schwarzweiß umwandele. Weil hier nur das Infrarotspektrum aufgenommen wird, empfiehlt es sich auch, im RAW Format zu arbeiten (RAW Dateien enthalten mehr Bildinformationen).

  2. Hier zur Veranschaulichung dasselbe Modell in “normalem” Schwarzweiß, unbearbeitetem IR und IR-Schwarzweiß:

    das Modell im Original

    das Modell im Original

    das Modell in Infrarot, nicht umgewandelt

    das Modell in Infrarot, nicht umgewandelt

    das Modell in Infrarot und Schwarzweissumwandlung

    das Modell in Infrarot und Schwarzweissumwandlung

  3. Stativ Belichtungszeiten mit IR sind sehr lang, da durch einen fast undurchsichtigen Filter fotografiert wird. Es ist unerläßlich, mit Stativ zu fotografieren, weil man sonst verwackelte Fotos riskiert.
  4. Tageslicht Wenn Du kannst, fotografiere bei Sonnenlicht im Freien, denn künstliches Licht hat in der Regel nicht genügend IR-Anteil. Alternativ kannst Du Dir Glühbirnen zulegen, die das Tageslichtspektrum imitieren.
  5. Motivwahl Wie bei anderen Genres der Fotografie eignet sich nicht alles gleichermaßen für IR. Es bietet sich an, bevorzugt Landschaften aufzunehmen, denn dann wird der Effekt besonders sichtbar: der Himmel wird fast schwarz, Blätter leuchten weiß und so weiter.Ich persönlich fotografiere gerne Porträts in IR. Der Effekt ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher gesehen habe. Weil ja nur das Licht im IR-Bereich abgebildet wird, das von der Person reflektiert wird, bekommt jeder automatisch kalkweiße Haut und Lippen. Augen haben alle ein dunkles Leuchten und Sonnenbrillen sind durchsichtig. Wegen der oft langen Belichtungszeiten (2 Sekunden und mehr sind keine Seltenheit) muß jedoch darauf geachtet werden, daß das Modell vollkommen still sitzt.
  6. Nachbearbeitung Wie oben erwähnt hat meine kleine Minolta nur 5.2 MP. Das bedeutet im Klartext, daß ich Fotos nicht über etwa DIN A4 hinaus ausdrucken kann. Ich fotografiere in Farbe und wandele dann die Bilder in Photoshop in Schwarzweiß um, weil ich so bessere Kontrolle habe. Allerdings muß erwähnt werden, daß ich an den Aufnahmen generell nicht viel herumfeile, sondern einfach nur eine Schwarzweißumwandlung vornehme.

Einführung in die Street Fotografie/Straßenfotografie – Teil 1:
Wie definiert man Street?

Der folgende Artikel richtet sich an Fotografen, die gerne mit der Kamera einen Ort erkunden, aber nur eine vage Vorstellung davon haben, was genau Street eigentlich ausmacht.


Hier auf fokussiert bekommen wir oft Bilder geboten, die jemand sozusagen im Vorbeigehen in einer Großstadt geschossen hat. Diese werden gerne unter „Straßenfotografie“ eingereicht, auch wenn es sich eher um einen Urlaubsschnappschuß handelt. Und konsequenterweise bekomme ich als Kritiker dann die Frage gestellt, was Street Fotografie denn eigentlich sei. Berühmte Vertreter des Genres, man denke an Henri Cartier-Bresson, haben Street ihren Stempel aufgedrückt, ohne den Begriff in eine Form zu gießen, die es für andere leichter macht, ihn zu erfassen.
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Einführung in Essensfotografie (Food Fotografie) und Food Styling

Der folgende Artikel richtet sich an Fotografinnen und Fotografen, die sich für Food Fotografie und Styling interessieren und damit Erfahrungen sammeln möchten.

Food Fotografie ist eine Kunst für sich, wie viele andere Genres innerhalb dessen, was man mit Kameras alles ablichten kann. Wenn man an Essen und Aufnahmen desselben denkt, kann schnell der Eindruck aufkommen, es handele sich ja „nur“ um ein Stilleben – und streng genommen ist es das auch, allerdings ein spezielles. Das Ziel der Food Fotografie ist, das dargestellte Gericht oder die dargestellten Zutaten möglichst so aussehen zu lassen, daß der Betrachter nicht nur einen Eindruck des Lammragouts, Weins oder Müeslis gewinnt, sondern daß ihm das Wasser im Mund zusammenläuft und er versucht ist, was er da sieht auch zu probieren und/oder zu kaufen. Das ganze soll also möglichst lecker und ansprechend aussehen, und damit es diesen Ansprüchen genügt, greifen professionelle Food Stylisten schon mal tief in die Trickkiste.

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Julius Shulman:
Architektur-Ansichten

Das abendliche Los Angeles setzt sich im Fenster eines Hauses scheinbar fort. Eine Fotografie von Julius Shulman, der als einer der bedeutendsten Architekturfotografen gilt.

Julius Shulman/Jürgen Nogai: Blue Jay Way House, Los Angeles, 2006, Architekt: Zoltan Pali © J. Nogai

Julius Shulman/Jürgen Nogai: Blue Jay Way House, Los Angeles, 2006, Architekt: Zoltan Pali © J. Nogai

Julius Shulmans “Ansichten” von der Architektur prägt das Genre bis heute. In diesem Oktober wäre er hundert geworden, sein Lebenswerk wird aktuell in Mannheim gezeigt.

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Fotografien in der Profikritik:
Mehr und genauere Kategorien

Ab sofort stehen für den Upload von Fotos zur Kritik auf fokussiert.com deutlich mehr Kategorien zur Auswahl. Hier sind die Definitionen dazu.

Wir kriegen nicht genug von Euren Bildern – in jeder Hinsicht. Das könnte auch ein bisschen darauf zurückzuführen sein, dass wir bislang eine sehr beschränkte Auswahl an Kategorien angeboten haben.

Das ändern wir jetzt: Wir haben die Liste der fotografischen Genres, zu denen wir gerne Eure Bilder hätten, deutlich ausgebaut. Man könnte weitere zufügen: Akt, Makro, Mode etc. – aber wir finden, dass sich in unserer Auswahl alles unterbringen lässt.

Damit Hundefotos in Zukunft nicht mehr als “Porträt” und Konzertbilder als “Bildjournalismus” eingereicht werden, hier die Liste der Kategorien und unsere einfache Definition:

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Landschaftsfotografie:
Sehen statt denken

In der Landschaftsfotografie zählt allein das Sehen. Wer zuviel nachdenkt, läuft Gefahr, in die Dokumentarfotografie zu verfallen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Roland Wagner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Roland Wagner).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand im vergangenen Sommer in den Alabama Hills, einem Gebiet mit einer Unzahl abgerundeter Felsformationen vor der aufragenden Sierra Nevada in Kalifornien. Die Gegend diente bereits als Kulisse zahlreiche Filme (unter anderem: Gladiator). Es gibt einige schön anzuschauende Felsbögen. Dieser hier wird Boot Arch genannt. Das Bild entstand am Abend, da nur zu dieser Tageszeit das Licht von der richtigen Seite kommt. Den Standort habe ich versucht, so zu wählen, dass die Form der Öffnung genau so zu sehen ist, damit sich der Name des Arches erklärt. Als Brennweite wurden 10 mm gewählt. Damit auch der Hintergrund noch einigermaßen scharf ist, wurde die Blende 14 verwendet. Ich freue mich auf eine kritische Betrachtung.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Roland Wagner:

Ein verwitterter Steinbogen in einer rundgeschliffenen Felsformation steht in der linken Hälfte dieses Farbbildes vor dem Hintergrund einer Gebirgskette unter einem von Schleierwolken durchzogenen blauen Himmel. » weiterlesen

Aktfoto:
Abwandernde Blicke

Aktfotografie ist ein schweres Genre der Fotografie, in der viele Fehler gemacht werden können. Dieses Foto illustriert einige davon.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Steffen J.).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Steffen J.).

Kommentar des Fotografen:

Name “Lowlightlamp”, Aktfoto

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Steffen J.:

Die Aktfotografie ist nicht ohne Grund eine der schwersten Genres der Fotografie. Paradoxerweise ist dieser Bereich auch einer der beliebtesten bei Fotografie-Neulingen, was ich ihnen nicht verübeln kann, da der Anblick schöner menschlicher Körper ein Genuss für sich ist. Auch ein Blick in die Fotografie-Abteilung der Buchläden lässt einen deutlichen Schwerpunkt auf Aktfotografie erkennen.

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fokussiert.com-Bildkritik:
Jetzt seid Ihr dran!

Die Bildkritik soll noch besser werden, und wir wollen von Euch wissen, wie. Was können wir anders und besser machen?

Alle bisher auf fokussiert.com kritisierten Leserbilder.Soso. Du liest hier also wochentäglich die Bildkritik – und hast noch nie etwas dazu gesagt? Du warst anderer Meinung und hast keinen Kommentar abgegeben? Du hast bessere Bilder, und hast noch keins davon hochgeladen?

Warum eigentlich nicht?

In den nächsten Wochen möchten wir einige Dinge verändern und hoffentlich verbessern, und wer ist eher dazu berufen uns zu sagen, was wir besser machen könnten, als Ihr? Jede Idee und jeder Vorschlag zählt, und als kleine Anregung habe ich am Ende dieses Artikels eine Liste mit Möglichkeiten und Fragen erstellt (die sehr gerne erweitert werden darf).

Die Idee zu Änderungen kommt nicht von ungefähr. Wir haben in 18 Monaten fast 400 Bilder von fast ebenso vielen Fotografinnen und Fotografen besprochen, und dabei selber auch ein paar Dinge gelernt:

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Zena Holloway:
Wasser und Licht

Unterwasser-Fotografie der speziellen Art hat die britische Fotografin Zena Holloway zu ihrem Markenzeichen gemacht: Sie kam von der Tauch- zur Studiofotografie – blieb aber im nassen Element.

Klick für Legende und Vollansicht. (© Zena Holloway)

Klick für Legende und Vollansicht. (© Zena Holloway)

“Ich hab kürzlich ein Trocken-Shooting ausprobiert und mich überhaupt nicht zurechtgefunden”, sagt Zena Holloway: “Ich hatte permanent das Gefühl, alle unterhalten zu müssen, damit die Modelle bei der Stange bleiben.” In ihrer normalen Studio-Umgebung habe sie dagegen immer 110 Prozent der Aufmerksamkeit.

Das liegt daran, dass Zena Holloways “normale” Umgebung alles andere als gewöhnlich ist: Sie fotografiert ausschliesslich unter Wasser. Allerdings sind ihre Motive schon lange keine Papagei- und Kofferfische mehr, sondern Fussballer, Ballerinas oder auch nur Kleidungsstücke. Die Autodidaktin ohne fotografische Ausbildung hat die Unterwasserfotografie zu einem völlig neuen Genre gemacht.

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