Thema: Genre

 

3 Bildkritiken zum Thema Genre:

Landschaftsfotografie: Sehen statt denkenAktfoto: Abwandernde BlickeDie Krähe: Foto Noir

 

Alle 7 Artikel zum Thema Genre auf fokussiert.com:

Julius Shulman:
Architektur-Ansichten

Das abendliche Los Angeles setzt sich im Fenster eines Hauses scheinbar fort. Eine Fotografie von Julius Shulman, der als einer der bedeutendsten Architekturfotografen gilt.

Julius Shulmans “Ansichten” von der Architektur prägt das Genre bis heute. In diesem Oktober wäre er hundert geworden, sein Lebenswerk wird aktuell in Mannheim gezeigt.

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Fotografien in der Profikritik:
Mehr und genauere Kategorien

Ab sofort stehen für den Upload von Fotos zur Kritik auf fokussiert.com deutlich mehr Kategorien zur Auswahl. Hier sind die Definitionen dazu.

Wir kriegen nicht genug von Euren Bildern – in jeder Hinsicht. Das könnte auch ein bisschen darauf zurückzuführen sein, dass wir bislang eine sehr beschränkte Auswahl an Kategorien angeboten haben.

Das ändern wir jetzt: Wir haben die Liste der fotografischen Genres, zu denen wir gerne Eure Bilder hätten, deutlich ausgebaut. Man könnte weitere zufügen: Akt, Makro, Mode etc. – aber wir finden, dass sich in unserer Auswahl alles unterbringen lässt.

Damit Hundefotos in Zukunft nicht mehr als “Porträt” und Konzertbilder als “Bildjournalismus” eingereicht werden, hier die Liste der Kategorien und unsere einfache Definition:

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Landschaftsfotografie:
Sehen statt denken

In der Landschaftsfotografie zählt allein das Sehen. Wer zuviel nachdenkt, läuft Gefahr, in die Dokumentarfotografie zu verfallen.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand im vergangenen Sommer in den Alabama Hills, einem Gebiet mit einer Unzahl abgerundeter Felsformationen vor der aufragenden Sierra Nevada in Kalifornien. Die Gegend diente bereits als Kulisse zahlreiche Filme (unter anderem: Gladiator). Es gibt einige schön anzuschauende Felsbögen. Dieser hier wird Boot Arch genannt. Das Bild entstand am Abend, da nur zu dieser Tageszeit das Licht von der richtigen Seite kommt. Den Standort habe ich versucht, so zu wählen, dass die Form der Öffnung genau so zu sehen ist, damit sich der Name des Arches erklärt. Als Brennweite wurden 10 mm gewählt. Damit auch der Hintergrund noch einigermaßen scharf ist, wurde die Blende 14 verwendet. Ich freue mich auf eine kritische Betrachtung.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Roland Wagner:

Ein verwitterter Steinbogen in einer rundgeschliffenen Felsformation steht in der linken Hälfte dieses Farbbildes vor dem Hintergrund einer Gebirgskette unter einem von Schleierwolken durchzogenen blauen Himmel. » weiterlesen

Aktfoto:
Abwandernde Blicke

Aktfotografie ist ein schweres Genre der Fotografie, in der viele Fehler gemacht werden können. Dieses Foto illustriert einige davon.

Kommentar des Fotografen:

Name “Lowlightlamp”, Aktfoto

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Steffen J.:

Die Aktfotografie ist nicht ohne Grund eine der schwersten Genres der Fotografie. Paradoxerweise ist dieser Bereich auch einer der beliebtesten bei Fotografie-Neulingen, was ich ihnen nicht verübeln kann, da der Anblick schöner menschlicher Körper ein Genuss für sich ist. Auch ein Blick in die Fotografie-Abteilung der Buchläden lässt einen deutlichen Schwerpunkt auf Aktfotografie erkennen.

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fokussiert.com-Bildkritik:
Jetzt seid Ihr dran!

Die Bildkritik soll noch besser werden, und wir wollen von Euch wissen, wie. Was können wir anders und besser machen?

Soso. Du liest hier also wochentäglich die Bildkritik – und hast noch nie etwas dazu gesagt? Du warst anderer Meinung und hast keinen Kommentar abgegeben? Du hast bessere Bilder, und hast noch keins davon hochgeladen?

Warum eigentlich nicht?

In den nächsten Wochen möchten wir einige Dinge verändern und hoffentlich verbessern, und wer ist eher dazu berufen uns zu sagen, was wir besser machen könnten, als Ihr? Jede Idee und jeder Vorschlag zählt, und als kleine Anregung habe ich am Ende dieses Artikels eine Liste mit Möglichkeiten und Fragen erstellt (die sehr gerne erweitert werden darf).

Die Idee zu Änderungen kommt nicht von ungefähr. Wir haben in 18 Monaten fast 400 Bilder von fast ebenso vielen Fotografinnen und Fotografen besprochen, und dabei selber auch ein paar Dinge gelernt:

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Zena Holloway:
Wasser und Licht

Unterwasser-Fotografie der speziellen Art hat die britische Fotografin Zena Holloway zu ihrem Markenzeichen gemacht: Sie kam von der Tauch- zur Studiofotografie – blieb aber im nassen Element.

“Ich hab kürzlich ein Trocken-Shooting ausprobiert und mich überhaupt nicht zurechtgefunden”, sagt Zena Holloway: “Ich hatte permanent das Gefühl, alle unterhalten zu müssen, damit die Modelle bei der Stange bleiben.” In ihrer normalen Studio-Umgebung habe sie dagegen immer 110 Prozent der Aufmerksamkeit.

Das liegt daran, dass Zena Holloways “normale” Umgebung alles andere als gewöhnlich ist: Sie fotografiert ausschliesslich unter Wasser. Allerdings sind ihre Motive schon lange keine Papagei- und Kofferfische mehr, sondern Fussballer, Ballerinas oder auch nur Kleidungsstücke. Die Autodidaktin ohne fotografische Ausbildung hat die Unterwasserfotografie zu einem völlig neuen Genre gemacht.

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Die Krähe:
Foto Noir

Die Annäherung an bestimmte Genres der Fotografie oder des Films ist eine ideale Methode, um rasch Effekte und ihre Ursachen zu erkennen.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild habe ich bei einer kleinen Fototour in Böblingen gemacht. Unter dem Baum lag Fallobst, das die Krähen gefressen haben, dann musste ich nur noch so lange warten bis die Krähe an der perfekten Stelle war.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Johannes Senn:

Die Zwischensequenz aus einem Film Noir. So wirkt dieses Bild auf mich, und das ist zweifelsohne, was seinen Reiz ausmacht:

Wir alle kennen diese triste Stimmung, hören die Krähen Krächzen und den Wind leise säuseln, während die Dämmerung über den Friedhof herabs.. – oha. Nun, es ist kein Friedhof. Aber der Stimmung nach könnte es einer sein.

Drei Dinge machen das Bild motivseitig aus: Krähe, einsamer Baum, Acker. Keines dieser Elemente allein würde eine Aussage ergeben:

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