Thema: Gesicht

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Gesicht:


 

Alle 68 Artikel zum Thema Gesicht auf fokussiert.com:

Leserfoto:
Mit der Unterhose in den Alpen

Wenn nackte Haut reichen soll, um einen Überraschungseffekt zu provozieren, wird eine ansonsten gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Egg).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Egg).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand aus einer Idee, Winterequipment in einer etwas ungewohnten Umgebung zu präsentieren. Es soll die Verbindungen zwischen Bergen, Wintersport und deren Attraktivität vermitteln, und das halt in einem nicht-winterlichen Umfeld.
(Leider leider hatten wir zu dem Zeitpunkt nur das harte Sonnenlicht zur Verfügung)

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Martin Egg:

Der eine Teil der Idee ist ja gut: Wintersportequipment in ungewohnter Umgebung zu fotografieren, hat das Potential, gelungene Fotos zu erzielen, die darauf abzielen, zwei Mal hinzuschauen, zu überlegen und dann zu lachen. Wenn dann aber doch nur der Berg in den Alpen im Sommer statt im Winter genommen wird und obendrein noch eine junge, blonde Frau im knappen Top und einer Unterhose, gerät die gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Martin Egg – nein, sicher nicht der schwäbische Dichter – hat hier vermutlich die Attraktivität des Models mit der des Sportgeräts verwechselt, als er die Frau darum bat, mal die Hose auszuziehen. So wirkt das Bild wie aus einem dieser Amateur-Akt-Kalender, in denen sich Bäuerinnen, Sportlerinnen, Studentinnen oder Handwerkerinnen leicht bekleidet in der dazugehörigen Kulisse räkeln – natürlich immer für einen guten Zweck. Etwas mehr Überraschungseffekt und etwas weniger plumpe Hautbeschau hätten der Idee viel mehr abringen können. Ein gutes Beispiel ist das Künstlerpaar Claudia Ficca und Davide Luciano, die sich in ihrer Heimatstadt Montreal über die vielen Schlaglöcher geärgert hatten und diese dann fotografisch neu in Szene setzten (www.mypotholes.com).

Das zu starke Sonnenlicht hat der Fotograf schon selbst bemerkt. Es zeigt wieder, dass zu einer guten Idee auch die Planung gehört, um die Idee passend umzusetzen. In dem Fall wäre mindestens ein Reflektor, besser noch ein Aufhellblitz von vorne sinnvoll gewesen. Zur allergrößten Not hätte der Fotograf versuchen können, den linken Ski so zu drehen oder zu positionieren, dass durch dessen weiße Fläche etwas mehr Licht ins Gesicht des Models fällt.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

Bildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2)

Der nachfolgende Artikel befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im vorangegangenen ersten Teil ging es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im heutigen zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.

Praktische Umsetzung
Die zuvor schon angeführte, schonendere Methode besteht im Grundsatz darin, zwei neue Ebenen mit 50% Grau zu füllen und diese der eigentlichen Bildebene zu überlagern. Die als “Weich” bezeichnete Ebene wird dabei im Modus “Weiches Licht”, die als “Hart” bezeichnete Ebene im Modus “Ineinanderkopieren” mit 100% überlagert. Wie sich in den Ebenenbezeichnungen andeutet, kann durch Wahl der Arbeitsebene eine sanftere oder energischere Bearbeitung durchgeführt werden.
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Christian Patterson:
Redheaded Peckerwood

Christian Pattersons rekonstruierte mit Fotografien und historischem Material einen Kriminalfall, der in den Fünfzigern Amerika erschüttert hatte: Redheaded Peckerwood.

Christian Patterson - House at Night aus der Serie Redheaded Peckerwood

Christian Patterson - House at Night aus der Serie Redheaded Peckerwood

Der Titel Redheaded Peckerwood lässt sich ungefähr mit “rotgesichtiger Prolet” übersetzen und es mag jeder selbst herausfinden, was es damit auf sich hat. Mit einem Begriff von subjektiver dokumentarischer Fotografie lässt sich das Projekt etwas einordnen.

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Leserfoto:
Spontanes Baby-Portrait

Bei Babyfotos braucht man als Fotograf meist keine Angst zu haben, das Ergebnis könnte nicht schön werden. Aber scharf sollte das Bild trotzdem an der richtigen Stelle sein.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Fritz Rene).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Fritz Rene).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt meinen 2 Wochen alten Neffen. An diesem Tag hatte ich ihn das erste Mal gesehen und musste diesen Augenblick sofort festhalten.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Fritz Rene:

Manche Dinge brauchen Zeit. Landschaftsfotografen stehen teilweise mehrere Stunden an einem Ort, nur um auf das richtige Wetter zu warten. Aber auch als Portfätfotograf muss manchmal auf die richtige Mimik oder den passenden Augenblick gewartet werden.

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Leserfoto:
Frau mit wehendem Tuch

Halbnackte Frauen mit wehenden Tüchern gehören zum Standardrepertoire vieler Aktfotografen und auch in Foto-Workshops wird das Thema gerne umgesetzt. Was es zu beachten gibt, wird an diesem Bild sichtbar.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Kölsch).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Kölsch).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto ist im Rahmen eines Akt-Workshops mit einem großartigen Model entstanden. Irgendwann haben wir angefangen, mit diesem Tuch zu experimentieren, das im Studio lag. Bei diesem Bild hat ein Helfer auf Kommando das hintere Ende dees Tuches in die Luft geworfen, während von rechts ein Ventilator für Bewegung des Stoffes sorgte. Leider hatte das Model etwas zu viel Spray im Haar, so dass dieses nicht ganz so toll flog. Dennoch bin ich dem Ergebnis sehr zufrieden, aber auch sehr gespannt auf Verbesserungsvorschläge.

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Leserfoto:
Konkurrierende Elemente im Bild

Hübsche Frauen mögen meistens keine Konkurrenz, das ist im Wahren Leben so und auch in der Fotografie.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alfons Federspiel).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alfons Federspiel).

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstammt einer Serie mit Portraits, die in einem Park in Hamburg aufgenommen wurden. Es war das erste Mal, dass ich mich gezielt an Portraitaufnahmen versucht habe, dazu dann noch in der Öffentlichkeit. Die Belichtungsdaten: Blende: 5,6, Verschlusszeit: 1/350. Brennweite: 53mm. Das Bild wurde nur minimal bearbeitet (Gradationskurve, Aufhellung an einigen Stellen, leichte Schärfung).

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Alfons Federspiel:

Portraitaufnahmen leben ja bei Menschen und Tieren von den Augen. Diese hast du, Alfons, schon gut ins Bild gesetzt. Sie schauen in die Kamera, sind ziemlich im „Goldenen Schnitt“ angeordnet, haben einen kleinen Reflex und bringen dem Gesicht der jungen Frau die nötige Aufmerksamkeit.

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KEYSTONE präsentiert World Press Photo 12:
fokussiert.com verlost Eintritte

Samuel Aranda hat das beste Pressefoto des Jahres 2011 geschossen. Der World Press Photo Contest ist der renommierteste Pressefoto-Wettbewerb der Welt. Eine internationale 19-köpfige Jury prämierte die besten Werke in 9 Kategorien aus 101‘254 Vorschlägen, eingereicht von 5‘247 Fotografen aus 124 Ländern.

Das Siegerbild, welches letzten Oktober in der New York Times abgebildet wurde, zeigt eine Frau in Vollschleier, die in einer zum Lazarett umgebauten Moschee in Sanaa ihren verletzten Sohn im Arm hält. Dieser leidet nach einer Demonstration während der Massenproteste gegen den inzwischen abgetretenen Herrscher Ali Abdullah Salih an den Folgen von Tränengas. » weiterlesen

Schwarzweiß-Porträt:
Das Teufelskind

Für effektvolle Fotos braucht man nicht viel. Mit einfachen Hilfsmitteln und einer guten Idee lassen sich beeindruckende Aufnahmen machen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Oktar Özkartal).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Oktar Özkartal).

Kommentar des Fotografen:

Bei einem privaten Test-Shooting mit meinem Sohn, um das selbst gebastelte Grid für mein Blitzgerät zu testen, entstand dieses Bild. Mir gefällt besonders sein Blick in diesem Foto, der in Schwarz-Weiss besser zur Geltung kommt. Unter Photoshop mit Nik Silver Efex in Schwarzweiss umgewandelt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Oktar Özkartal:

Du hast hier ein meines Erachtens sehr gelungenes Foto geschossen. Aus irgendeinem Grund war “Damien” das erste, was mir durch den Kopf ging, als ich dieses Porträt sah – und dabei bin ich kein Fan von Horrorfilmen, und “Omen” habe ich nie wirklich zuende gesehen.

Dein Sohn sieht hier aus, als wäre er zu allem fähig, und die gewählte Beleuchtung trägt ihren Teil dazu bei. Meine Kinder fanden es auch immer ganz klasse, wenn ich sie so fotografiert habe – sie durften so furchterregend, verrückt oder wie auch immer sie wollten aussehen, und heraus kamen immer super Bilder.

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Porträt in Schwarzweiß:
Gekonnter Regelbruch

Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Allerdings muß man das gekonnt tun.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sabine Reuss).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sabine Reuss).

Kommentar des Fotografen:

Mich haben hier sofort die Lichtpunkte fasziniert, die durch den Strohhut auf die Nase gefallen sind. Die S/W Umsetzung habe ich gewählt, weil ich dadurch die Kontraste schöner schärfen konnte. Den Bildschnitt habe ich so gewählt, um das Auge auf das Wesentliche, die Lichtpunkte, zu wälen. Das Bild ist unbemerkt gemacht, allerdings ist mir das Model bekannt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabine Reuss:

Bei Porträts soll man sich auf die Augen konzentrieren. Und alles im Goldenen Schnitt halten… Hier mußte ich sofort an Asterix und Kleopatra denken: “Diese Nase…” Bei diesem Foto stimmt praktisch nichts, und doch alles. Um Regeln gekonnt zu brechen, muß man sich dieser bewußt sein. Das kommt in Deinem Bild für mich zum Ausdruck.

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Schwarzweiss-Porträt:
Der Ausdruck macht das Bild

Pose und Ausdruck machen ein Porträt. Insbesondere bei Schwarzweißporträts, bei denen Farbe nicht ablenken kann.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Reinhard Witt).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Reinhard Witt).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt meine damalig 12 jährige Nichte Jana. Sie liebte es über alles für mich Modell zu stehen. Solche “Posen” blieben eher die Seltenheit. Deshalb hat es für mich auch eine größere Bedeutung, als viele Hundert andere Bilder von ihr. Ich nannte das Bild später “Hurt”. Nicht unbedingt, weil jetzt das Pflaster darauf hinweisen könnte, sondern auch wegen des Ausdrucks, den man mit “Warum?” definieren könnte. Den Ausschlag dieses Bild zu veröffentlichen hat aber ihre immer wieder faszinierende Natürlichkeit gegeben. Und um diese noch zu verstärken, habe ich eine Textur darüber gelegt. Wird vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber meinen triffts…

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Reinhard Witt:

Glückwunsch zu diesem insgesamt gelungenen Porträt Deiner Nichte. Ich persönlich neige zu Schwarzweißfotografie, und der Gesichtsausdruck der jungen Frau hatte es mir angetan:

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