4 zufällige Bildkritiken zum Thema Gesicht:
Alle 62 Artikel zum Thema Gesicht auf fokussiert.com:
Für effektvolle Fotos braucht man nicht viel. Mit einfachen Hilfsmitteln und einer guten Idee lassen sich beeindruckende Aufnahmen machen.
Kommentar des Fotografen:
Bei einem privaten Test-Shooting mit meinem Sohn, um das selbst gebastelte Grid für mein Blitzgerät zu testen, entstand dieses Bild. Mir gefällt besonders sein Blick in diesem Foto, der in Schwarz-Weiss besser zur Geltung kommt. Unter Photoshop mit Nik Silver Efex in Schwarzweiss umgewandelt.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Oktar Özkartal:
Du hast hier ein meines Erachtens sehr gelungenes Foto geschossen. Aus irgendeinem Grund war “Damien” das erste, was mir durch den Kopf ging, als ich dieses Porträt sah – und dabei bin ich kein Fan von Horrorfilmen, und “Omen” habe ich nie wirklich zuende gesehen.
Dein Sohn sieht hier aus, als wäre er zu allem fähig, und die gewählte Beleuchtung trägt ihren Teil dazu bei. Meine Kinder fanden es auch immer ganz klasse, wenn ich sie so fotografiert habe – sie durften so furchterregend, verrückt oder wie auch immer sie wollten aussehen, und heraus kamen immer super Bilder.
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Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Allerdings muß man das gekonnt tun.
Kommentar des Fotografen:
Mich haben hier sofort die Lichtpunkte fasziniert, die durch den Strohhut auf die Nase gefallen sind. Die S/W Umsetzung habe ich gewählt, weil ich dadurch die Kontraste schöner schärfen konnte. Den Bildschnitt habe ich so gewählt, um das Auge auf das Wesentliche, die Lichtpunkte, zu wälen. Das Bild ist unbemerkt gemacht, allerdings ist mir das Model bekannt.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabine Reuss:
Bei Porträts soll man sich auf die Augen konzentrieren. Und alles im Goldenen Schnitt halten… Hier mußte ich sofort an Asterix und Kleopatra denken: “Diese Nase…” Bei diesem Foto stimmt praktisch nichts, und doch alles. Um Regeln gekonnt zu brechen, muß man sich dieser bewußt sein. Das kommt in Deinem Bild für mich zum Ausdruck.
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Wenn Babys fotografiert werden, sollten sie auch der Hauptbestandteil des Bildes sein. Hier stielt die Faust dem Gesicht die Show und sorgt für Irritationen.
Kommentar des Fotografen:
Das ist mein 2 Wochen alter Sohn und ich hatte keine bestimmte Absicht als nur die, ein schönes Foto von ihm zu machen. Ich liebe die Gesichtchen und Körper von Neugeborenen im allgemeinen. Ich kann mich an ihnen nicht satt sehen. Neugeborene berühren mein Herz. Das wollte ich irgendwie dass es durchdringt. Das Bild wurde nachbearbeitet. Belichtungsdaten nicht vorhanden.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Luciana Orsini:
Was sehen wir auf diesem Bild? Eine große, fast überdimensioniert abgebildete Hand auf schwarzem Hintergrund. Ach ja, da war noch was. Irgendwo am rechten Bildrand ist auch noch ein kleiner Säuglingskopf.
Das ist jetzt übertrieben, aber es zeigt gleich, was am Bild komisch ist. Es geht ja nicht um eine Hand, die eher zufällig ein Baby streichelt, sondern um ein niedliches, süßes, herzallerliebstes Baby, was in seinem friedlichen Schlummer gezeigt wird:
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Pose und Ausdruck machen ein Porträt. Insbesondere bei Schwarzweißporträts, bei denen Farbe nicht ablenken kann.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild zeigt meine damalig 12 jährige Nichte Jana. Sie liebte es über alles für mich Modell zu stehen. Solche “Posen” blieben eher die Seltenheit. Deshalb hat es für mich auch eine größere Bedeutung, als viele Hundert andere Bilder von ihr. Ich nannte das Bild später “Hurt”. Nicht unbedingt, weil jetzt das Pflaster darauf hinweisen könnte, sondern auch wegen des Ausdrucks, den man mit “Warum?” definieren könnte. Den Ausschlag dieses Bild zu veröffentlichen hat aber ihre immer wieder faszinierende Natürlichkeit gegeben. Und um diese noch zu verstärken, habe ich eine Textur darüber gelegt. Wird vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber meinen triffts…
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Reinhard Witt:
Glückwunsch zu diesem insgesamt gelungenen Porträt Deiner Nichte. Ich persönlich neige zu Schwarzweißfotografie, und der Gesichtsausdruck der jungen Frau hatte es mir angetan:
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Ein wunderschönes Gesicht und ein weiches Beautylicht sind die Basis für ein klassisches Beautyporträt. Wenn allerdings mit der Weichzeichnung so stark eingegriffen wird, verliert das Gesicht seine Persönlichkeit.
Kommentar der Fotografin:
Mein erstes Beauty Shooting mit einer Freundin in meinem Low-Budget Studio. Fotobearbeitung mit Gimp
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Diana Roscher:
Die Maler hatten es viel leichter als die Fotografen. Sie konnten ihre Porträts nach Belieben beeinflussen und so unschöne Stellen weglassen und ihre Kunden viel schöner Malen, als sie eigentlich waren.
Die Fotografie wurde auch erst dann für das Porträtieren von Menschen interessant, als auf der einen Seite die Belichtungszeiten kürzer wurden (aufgrund lichtstarker Objektive und lichtempfindlicheren Filmen) und es möglich wurde, die Bilder nachträglich zu retuschieren:
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Babys sind für Fotografen von Natur aus dankbare Geschöpfe. Vom Motiv her kann kaum etwas misslingen, so muss sich der Fotograf nur auf Technik und Komposition konzentrieren.
Kommentar des Fotografen:
Das erste Mal habe ich die Möglichkeit in aller Ruhe Babyfotos zu schießen – es soll zeitlos sein und Harmonie ausstrahlen. Bei leider schlechten Indoor-Lichtverhältnissen habe ich diesen friedlichen Moment im Leben meiner kleinen Nichte festgehalten. Bearbeitet in Gimp, um das schlafende Gesicht und die Hände in den Mittelpunkt zu rücken.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Nadine-Sophie Keller:
Babys sind für Fotografen von Natur aus dankbare Geschöpfe. Das Kindchenschema macht sie mit ihren großen Augen und dem überproportional großen Kopf automatisch niedlich:
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Wie ein altes Jazzer-Porträt wirkt dieses schlichte Personenbild, das dennoch wirkungsvoll ist.
Kommentar des Fotografen:
Berlin – Jan. 2011
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Alex Fechner:
Porträts, die einfach aussehen, haben manchmal ihren besonderen Reiz. So auch hier. Zu sehen ist ein junger afrikanisch aussehender Mann mit einer Art Hut, der leicht melancholisch nach links schaut. Mehr gibt es auf dem Foto nicht zu sehen und trotzdem ist es sehr reizvoll:
Der Grund ist eben genau diese Reduzierung auf das Wesentliche:
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Das Zufällige an einem Schnappschuss ist die Situation, die er einfängt – nicht die Handhabung der Ausrüstung durch den Fotografen. Den resultierenden Qualitätsunterschied zeigt dieses Bild.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand an einem Sommerabend, hatte gerate meine Kamera in der Hand und dann kam mir dieser Blick entgegen. Konnte noch rechtzeitig den Auslöser bestätigen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Roman Sebulke:
Ein sehr kleines Mädchen blickt in diesem Farbbild mit grossen, dunklen Augen direkt von schräg unten in die Kamera, ohne dazu den Kopf genau in die Bildachse zu drehen. Die Farben des Bildes sind fast ausschliesslich warme Braun- und Hauttöne und das Weiss des T-Shirts der Kleinen.
Kinderschnappschüsse gehören wohl zu den Fotos, von denen die meisten von uns genug gesehen haben – und zwar in allen Varianten:
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Das Seitenporträt hat eine lange Tradition in der Kunst. Es zeigt den Kopf wie ein Scherenschnitt. Solche Bilder haben eine starke formale Kraft, die aber von der Gesichtsform des Models abhängt.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild wurde damals speziell für einen Wettbewerb zum Thema “Stille” in unserem örtlichen Fotoclub erstellt. Aufgenommen habe ich es mit einfachem Dauerlicht (Baustrahler!) in meinem Arbeitszimmer zuhause. Modell stand mir die zauberhafte Romina.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Alexander Gohlke:
Ich freue mich schon, die ganze Bildserie anlässlich der Photo Münsingen 2011 bewundern zu dürfen. Die Grundidee, ein Gesicht von der Seite aufzunehmen und so dem Bild eine grosse Ruhe zu vermitteln, finde ich interessant.
Die Seitenansicht war in der ägyptischen Kunst die Regel:
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Oft sind wir begeistert von der Kraft eines Motivs, vernachlässigen dann aber vielleicht die technischen Aspekte der Aufnahme. Wieweit lassen sich solche “Aufnahmefehler” mit den heutigen Möglichkeiten der Bildbearbeitung wieder korrigieren?
Kommentar des Fotografen:
Ein relativ spontanes Portrait mit wenig Vor-, aber umso mehr Nachbereitung. Schwarzweiß war von vornherein geplant; wichtig war mir einseitiges Fensterlicht. Die BEA ist kein Filter, o.ä., sondern ist “von Hand” ´reingewedelt. Ich wollte einen Grat zwischen Realität (normale Kids-Kleidung / Fensterrahmen,…) und Verträumten (eben durch die BEA) erreichen. Der Fokus sollte auf dem Blick liegen. Dank denen, die sich mit dem Foto beschäftigen!
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Rafael Scheidle:
Rafael Scheidle hat recht. Sein Motiv wirkt sehr spontan und natürlich. Der scheue, aber trotzdem neugierige Blick des Mädchens, das grosse Auge, das skeptisch in die Kamera blickt, der abgedrehte Kopf (der so auf uns sehr attraktiv und sympathisch wirkt) und das durch die Haare abgedeckte Auge:
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