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Leserfoto:
Nachdenken im Dunkeln

Bei Low-Key-Aufnahmen wird nur sehr spärlich Licht genutzt und die dunklen Bereichen im Bild überwiegen sehr stark. Manchmal können dann aber auch wichtige Bilddetails verschwinden, wie dieses Beispiel hier zeigt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Groth).

Kommentar des Fotografen:

Low-Key Portrait um eine düstere und nachdenkliche Stimmung einzufangen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Michael Groth:

Fotografieren bedeutet – wie die meisten der Leser sicher schon wissen – wörtlich ungefähr „Zeichnen mit Licht“. Weiterlesen

Leserfoto:
Schnappschuß am Abend – Mehr Raum

Nahe an das Motiv heranzugehen, ist grundsätzlich richtig. Allerdings braucht es immer noch Raum zum Atmen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Heiko Priebe).

Kommentar des Fotografen:

Hallo, mir gefiehl das Motiv, da es eine alte kleine Lagerhalle zeigt, die Wölbung der Straße, nicht durch Objektivverzerung. Die Stimmung der Wolken war mir auch sehr wichtig, deshalb habe ich einen Winkel von etwa 70cm vom Boden gewählt um die Dynamik zu behalten oder zu erzeugen. Aufgenommen mit meiner alten Canon 20d, 1/25s, f8, ISO 100 am 06.6.2012 um 20:40 Uhr. Seht ihr ja alles in den EXIF. Würde mich freuen, wenn es Anregungen (Anmerkungen) dazu gibt. LG

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Heiko Priebe:

Mir gefällt die Stimmung in Deinem Foto, es ist düster, geheimnisvoll, und macht aus einem Motiv, das sonst gewöhnlich gewirkt hätte ein Bild, das „etwas hergibt“. So, wie Du es gehalten hast, wirkt es wie ein HDR, die Farben sind unwirklich, es liegt ein Grauschleier über allem. Aufnahmen wie diese eignen sich sehr gut für eine Schwarzweißumwandlung, und ich würde anregen, das hier einmal auszuprobieren – es würde den Charakter des Fotos noch verstärken.

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Leserfoto:
Landschaftsfoto – Zu viel Mitte

Wenn man die Zeit hat, ein Foto perfekt zu kombinieren, sollte man sich diese auch nehmen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Arnold).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist ein HDR aus einer 5er Belichtungsreihe und mit Photomatix zusammengesetzt. Als Objektiv ist ein Sigma 10-20 an einer Sony Alpha 55 zum Einsatz gekommen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Arnold:

Ich freue mich persönlich immer, wenn ich ein perfekt nachbearbeitetes Foto sehe, besonders, wenn es sich um ein Genre handelt, das oft von Mängeln geplagt wird. Du hast hier ein HDR eingereicht, das NICHT an den üblichen Dingen krankt, die man sonst zu sehen bekommt: Grauschleier, Aureolen, unwirkliche Farben. Die Farben in Deinem Bild sind zwar auch unwirklich, aber man kann sie fast glauben. Das Wasser ist weich gezeichnet, der Horizont leuchtet in Pastellfarben.

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Leserfoto:
Zen Garten – Was ist das Motiv?

Es ist unterm Strich gleichgültig, mit welcher Absicht ein Foto gemacht worden ist. Das Motiv sollte allerdings für den Betrachter ersichtlich sein.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Magnussen).

Kommentar des Fotografen:

HDR-Aufnahme des Zen-Gartens des Ryan-ji-Tempels in Kyoto. Sukzessive Rückeroberung der Natur (verwitterte Mauer, in den Garten hineinragende Bäume) des vom Menschen kultivierten Raumes (Anordnung der Steine, der geharkte Kies).

(SONY NEX-5N; F/5,6; 1/125 Sek.; ISO-100)

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Tobias Magnussen:

Was mir an Deiner Aufnahme grundsätzlich gefällt, ist die Farbstimmung, und die geometrischen Elemente, die allerdings bereits durch den Zen Garten selbst vorgegeben sind. Und dann ziehe ich weiter und frage mich, was Du mir hier eigentlich zeigen wolltest. Einen Zen Garten irgendwo? Die ihn umgebende Mauer? Der Kies, der perfekt geharkt ist? Die melancholische Stimmung, die in diesem zur Meditation bestimmten Raum herrscht?

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Phoneography:
Einfach und schnell gute Fotos mit dem Smartphone

Die Kamera am Smartphone ist nur das technische Hilfsmittel. Mit unzähligen Apps können wir bereits bei der Aufnahme mehr aus dem Bild herausholen. Und wenn man die paar Tricks kennt, wie man die Kamera am iPhone oder Android-Phone richtig bedient, gelingen grossartige Fotos. Und diese Tricks will ich euch jetzt zeigen. Denn die beste Kamera ist ja im Grunde die, welche man immer dabei hat.

Aus der Handy-Kamera kommen leider nicht automatisch gute Bilder heraus. Bei der Phoneography müssen einige Punkte beachtet werden, die nur hier gelten.

Die richtigen Einstellungen
Für die besten Ergebnisse sollte man die Auflösung und Bildqualität auf hoch stellen. Das eröffnet nicht nur mehr Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung, sondern verhindert auch ein böses Erwachen, wenn man seine Fotos vergrößert oder entwickeln lässt. Bei einem iPhone ist standardmässig die vollste Auflösung eingestellt.
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Nachtfotografie mit digitaler Ausrüstung (3/3):
HDR im Dunkeln

Das folgende, dreiteilige Tutorial beschreibt zum einen die technischen Aspekte der digitalen Nachtfotografie im Stadium der Ausrüstung, Vorbereitung und Aufnahmemeisterung, zeigt zum anderen Ausarbeitungsmöglichkeiten im Sinne einer um HDR‐ und Ebenentechniken erweiterten Schwarzweißfotografie auf.

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3. Möglichkeiten der Ausarbeitung

Nun sind „alle Aufnahmen im Kasten“, wir sind ebenso glücklich wie erschöpft (unterschätzt bitte nicht, wie anstrengend eine solch konzentrierte Tätigkeit ist!) nach Hause gekommen – und jetzt ist alles gut? Leider nicht, denn die Vertreter der unverfälschten „out‐of‐camera‐Philosophie“ (daß das Bild also mit der Aufnahme bereits fertig zu sein habe) werden bei der Nachtfotografie meines Erachtens nicht unbedingt glücklich werden. Ein Gutteil der Anstrengung (gefühlt ein Drittel bis eine Hälfte des gesamten Zeitaufwandes) steht uns im Sinne der Ausarbeitung noch bevor. Maßgeblich für den zu leistenden Aufwand bei der Ausarbeitung ist natürlich der Zweck, den wir mit unseren Fotografien verfolgen. Jemand, der seine Bilder nur kleinformatig im Internet präsentieren möchte und darauf baut, daß in diesem Medium viele Artefakte verschluckt werden, kann sich da kürzer fassen. Mein Anspruch ist hingegen, daß meine Nachtaufnahmen auch im großformatigen Druck (also im Auge des Kritikers, Galeristen und Ausstellungsbesuchers) hinsichtlich ihrer Artefaktüberlagerung bestehen können und daß die mit digitalen Mitteln angefertigten Aufnahmen sich dem Ideal der monochromen Analogfotografie (mit weicher und ansehnlicher Lichterzeichnung sowie einer den plastischen Eindruck unterstreichenden Körnigkeit) möglichst annähern. !–more–>

Je nach besagtem Anspruch werden sich Eure und meine Wege hier möglicherweise trennen, aber ich will meinen Workflow doch zumindest in Grundzügen beschreiben, mit dem Fokus auf Artefaktminderung und ohne in die „allerletzten Niederungen der Schwarzweiß‐ und HDR‐Fotografie sowie der Druckerprofilierung und ‐steuerung“ einzusteigen – vieles wäre hierzu noch zu sagen, würde den Rahmen dieses Übersichtsartikels aber sprengen. Planmäßig beginnt die Ausarbeitung mit der RAW‐Konvertierung. Ich arbeite derzeit noch mit Adobe Camera Raw auf Basis von Photoshop CS5 und bin damit soweit zufrieden. Als Grundeinstellung für die Bildspeicherung haben sich der Farbraum Adobe RGB (1998), eine Farbtiefe von 16 Bit pro Kanal, eine Auflösung von 360 Pixeln pro Zoll sowie das unkomprimierte TIFF‐Format bewährt. Standardmäßig hebe ich den Kontrast um 25 Punkte, die Dynamik und Sättigung um jeweils 20 Punkte an. Der Rest bleibt unverändert, denn der Feinschliff der Tonalität erfolgt in Photoshop. Eine erste bzw. Grundschärfung ist allerdings zu empfehlen, die an das jeweilige Kameramodell angepaßt sein sollte – bei der 5D Mark II sind „50 | 1.0 | 50 | 0“ gute Werte. Das Luminanzrauschen korrigiere ich an dieser Stelle nicht, weil es mir zu grob und zu wenig selektiv ist (sich also nicht auf die rauschanfälligen Schatten beschränkt, sondern auch die bildwichtigen Mitten weichspült). Das Farbrauschen hingegen kann man ohne wesentlichen Detailverlust mit Werten von „10 | 50“ in der Regel gut abfangen.

Als nächster Schritt erfolgt die Verrechnung der Belichtungsreihe zu einem HDR‐Bild in Photomatix. Hierbei kommen besagte 16‐Bit‐TIFF‐Bilder zur Anwendung, Das ist zwar rechnerintensiv, bringt aber die besten Ergebnisse. In den dortigen Grundeinstellungen setze ich die Häkchen bei „Rauschen reduzieren (nur unterbelichtete Bilder)“ und bei „Chromatische Aberrationen reduzieren“. Bei der nachfolgenden Rückrechnung des HDR‐Bildes in den Niedrigkontrastraum ist Zurückhaltung angesagt. Die Regler sollten sehr behutsam ausgesteuert werden, um jene ebenso gruseligen wie in Amateurkreisen leider weitverbreiteten HDR‐Artefakte wie „Mickey‐Mouse‐Farben wie im LSD‐Rausch, heiligenscheinartige Halos an den Kontrastkanten oder massive Rauschverstärkung in den dunklen und mittleren Partien“ zu vermeiden (Sofie Dittmann hat hier schon Segensreiches zu diesem Thema geschrieben).

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Die HDR‐Technik verwende ich also nicht, um damit irgendwelche surrealistischen Effekte zu erzielen, die in ihrer steten Wiederholung sowieso schon längst schal geworden sind und in professionellen Kreisen allenfalls noch belächelt werden. Mir geht es eher darum, den in der Nachtfotografie immensen Dynamikumfang behutsam auf ein im Monitor und Ausdruck darstellbares Normalmaß zusammenzustauchen, dabei die natürliche Lichtstimmung zu erhalten und insbesondere die sich durch Anhebung des Mikrokontrastes in den bildwichtigen Partien ergebenden Möglichkeiten zu nutzen, da die Feinstruktur in einfachen Nachtaufnahmen oft flau bleibt.

Dies waren bisher samt und sonders Vorbereitungen, nun kommen wir langsam zur „Kür“. An Material habe ich, um dies nochmals zu rekapitulieren …

  • Drei Rohaufnahmen als CR2
  • Eine normalbelichtete Aufnahme als 16‐Bit‐TIFF
  • Eine um zwei Blendenstufen überbelichtete Aufnahme als 16‐Bit‐TIFF
  • Eine um zwei Blendenstufen unterbelichtete Aufnahme als 16‐Bit‐TIFF
  • Eine aus den drei vorgenannten Aufnahmen errechnetes HDR‐Bild
  • Eine in den Normalkontrastraum zurückgerechnetes Bild als 16‐Bit‐TIFF
  • Dieser Datenbestand umfaßt bei der 5D Mark II gut 600 MB pro Einstellung, was die Festplattenindustrie freut

Nun gilt es, in Photoshop das „Beste aus allen Bildarten“ herauszuholen. Ich nehme dazu standardmäßig das in den Normalkontrastraum zurückgerechnete Bild (Nr. 6 in der obigen Liste) als Ausgangsbild für die weitere Bearbeitung, da sich dort in den mittleren Tonwertbereichen jene Verstärkung des Mikrokontrastes findet, welche die Feinstruktur bei erträglichem Artefaktniveau hervorhebt. In der 100%‐Ansicht von Photoshop lassen sich dann aber oftmals typische „Problembereiche“ erkennen …

  • Eine problematische, weil ausgestanzte und strukturlose Zeichnung der Spitzlichter
  • Ein merkliches Luminanzrauschen im Bereichs der Objektschatten, weniger im Himmel
  • Bisweilen ein deutliches Moiré im Himmelsbereich

Hier hilft nun die eingangs erwähnte Kombination mit der „Ebenentechnik“. Sofern artefaktüberlagert, übernehme ich also die Himmelspartie aus der überbelichteten (Nr. 3 in der obigen Liste), die Bereiche tiefer Schatten aus der normalbelichteten (Nr. 2 in der obigen Liste) und die Spitzlichter aus der unterbelichteten Aufnahme (Nr. 4 in der obigen Liste). Praktisch geht dies so vonstatten, daß die jeweilige Aufnahme in Photoshop als separate Ebene unter dem Ausgangsbild liegt. Auf der Ebene des Ausgangsbildes werden dann mit einem als Pinsel mit weicher Kante und angepaßter Deckkraft (80‐100% für die groben, 30‐50% für die feinen Ausarbeitungen) konfigurierten Radiergummi die artefaktträchtigen Bereiche mit behutsamem Blick auf das Gesamtbild und unter Wahrung der Lichtstimmung gelöscht und durch die bessere Darstellung der darunterliegenden Hilfsebene ersetzt. Besondere Beachtung verdienen dabei die Übergänge zwischen der Ausgangsebene und der darunter durchscheinenden Hilfsebene, damit es an diesen Stellen keine stilistischen Brüche gibt. Wenn dann alles soweit stimmt, läßt sich dieses „Komposit“ als Ausgangsmaterial für die Schwarzweißausarbeitung, Tonwertanpassung und Endschärfung auf eine Ebene reduzieren und in einer separaten Datei speichern. Die Schwarzweißkonvertierung nehme ich dann in Photoshop mit dem Nik‐Plugin „Silver Efex Pro“ vor. Natürlich gibt es dazu auch bewährte Bordmittel in Photoshop, aber Funktionsvielfalt und Akkuratesse des besagten Plugins werden dadurch nach meinem Eindruck nur mit Mühe erreicht (vielleicht ist es aber auch eine Frage der Gewohnheit). Als letzte Schritte erfolgen dann in Photoshop noch die Umwandlung in den Farbraum „Gray Gamma 2.2“ (das Bild weist nun wegen der Einschmelzung der Farbkanäle trotz weiterhin 16 Bit Farbtiefe mit etwa 40 MB nur noch ein Drittel der Ausgangsgröße auf), Anpassungen im Bereich des globalen Kontrasts, einige behutsame Ausarbeitungen im Sinne lokalen Abwedelns und Nachbelichtens (mittels eines speziellen Dodge‐and‐Burn‐Scripts) sowie die Endschärfung mit Werten um „0.4 | 80“. Somit steht das Bild zum Druck bereit, der dann nach Größenanpassung, Filmkornüberlagerung und nochmaliger Druckschärfung bei mir auf barytbeschichtetem Papier mittels eines Epson‐Großformatdruckers erfolgt.

Wichtig erscheint mir noch der Hinweis, daß wir uns bei all diesen Bearbeitungsschritten vorbehaltlos auf unseren Monitor verlassen können müssen. Wenn dieser also falsche Farben und Tonwerte anzeigt, bleibt unser Bemühen letztlich „ein Blindflug im Nebel“. Um wirklich anspruchsvolle und gültige Resultate über die ganze Wegstrecke von Aufnahme, Ausarbeitung und Ausdruck hinweg zu erzielen, wird ein einfacher Büromonitor auf Dauer kaum genügen, sondern ein spezieller Grafikmonitor mit Kalibrierungs‐ und Profilierungsmöglichkeiten vonnöten sein.

Nachtfotografie mit digitaler Ausrüstung (2/3):
Schwarz-Weiss ganz anders

Dieses Tutorial beschreibt zum einen die technischen Aspekte der digitalen Nachtfotografie im Stadium der Ausrüstung, Vorbereitung und Aufnahmemeisterung, zeigt zum anderen Ausarbeitungsmöglichkeiten im Sinne einer um HDR‐ und Ebenentechniken erweiterten Schwarzweißfotografie auf.


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2. Meisterung der Aufnahmesituation

Ich überspringe an dieser Stelle die Aspekte der inneren Einstimmung, speziellen Motiverarbeitung und Bildkomposition (diese lassen sich vielleicht in der Diskussion, ggf. auch einem weiterführenden Artikel aufgreifen) und skizziere Euch nun stattdessen mein Aufnahmesetup. Sobald die Szene eingestellt ist und die Kamera‐Objektiv‐Einheit solide auf dem Stativ ruht, beginnt es mit der Betätigung der Spiegelvorauslösung. Der optische Sucher ist nun ausgeschaltet, das Sensorbild wird auf das Display als „LiveView“ projiziert. Die automatische Fokussierung ist dadurch ausgehebelt, aber wir können sowieso besser von Hand scharf stellen und daher auf diese Funktion getrost verzichten. Der 3‐Zoll‐Monitor der 5D Mark II mit der Möglichkeit der Cursorauswahl und zehnfachen Detailvergrößerung erlaubt dabei auch ein komfortables Arbeiten. Mit diesen Möglichkeiten gilt es nun zwei verschiedene Bereiche des Bildes darzustellen, die manchmal, aber nicht notwendigerweise übereinstimmen. Zum Ersten zoomen wir an die Stelle des Hauptmotivs, welches im Bild die größte Schärfe aufweisen soll. Sofern dieses ausreichend beleuchtet ist, können wir gleich scharfstellen, ansonsten hilft uns die Taschenlampe, diesen Teil vorübergehend ins Licht zu tauchen. Weiterlesen

Nachtfotografie mit digitaler Ausrüstung (1/3):
Licht und Schatten total

Das folgende, dreiteilige Tutorial beschreibt zum einen die technischen Aspekte der digitalen Nachtfotografie im Stadium der Ausrüstung, Vorbereitung und Aufnahmemeisterung, zeigt zum anderen Ausarbeitungsmöglichkeiten im Sinne einer um HDR‐ und Ebenentechniken erweiterten Schwarzweißfotografie auf.

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1. Ausrüstung und Vorbereitung

Die Nachtfotografie ist ein ebenso faszinierendes wie anspruchsvolles Gebiet der Fotografie. Mit der heute verfügbaren Digitalausrüstung geraten wir allerdings oft in Grenzbereiche ausreichender Darstellbarkeit und erträglicher Artefaktüberlagerung. Wie diese Herausforderungen mit guter Ausrüstung und sauberer Arbeitsweise zu meistern sind, soll dieser Artikel vermitteln. Die folgende Aufstellung zeigt zunächst exemplarisch die Ausrüstung, welche ich derzeit für die Nachtfotografie verwende. Einzelne Aspekte greife ich dann im Text nochmals auf. Weiterlesen

Leserfoto:
Die Brücke am Fluss

Blaue Stunde und warmes Licht dank zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Weissabgleich

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sascha Pihan).

Kommentar des Fotografen:

Die Theodor-Heuss-Brücke in Mainz bei Nacht. Ich liebe den Kontrast der warmen und kalten Farben durch die unterschiedliche Beleuchtung der Brücke. Um diesen Effekt in einem Bild zu erzielen, wurden hier zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Weißabgleich übereinander gelegt.

Profi Barbara Hess meint zum Bild von Sascha Pihan:

Die sogenannte blaue Stunde präsentiert sich hier im schönsten Licht. Am Himmel sind noch die letzten Sonnenstrahlen und ein paar Wolken zu sehen und die Beleuchtung der Stadt hat bereits eingesetzt, was dem kalten Blau die nötige Wärme zurück gibt.

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