Thema: Heimat

 

1 Bildkritik zum Thema Heimat:


 

Alle 13 Artikel zum Thema Heimat auf fokussiert.com:

Leserfoto:
Mit der Unterhose in den Alpen

Wenn nackte Haut reichen soll, um einen Überraschungseffekt zu provozieren, wird eine ansonsten gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Egg).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Egg).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand aus einer Idee, Winterequipment in einer etwas ungewohnten Umgebung zu präsentieren. Es soll die Verbindungen zwischen Bergen, Wintersport und deren Attraktivität vermitteln, und das halt in einem nicht-winterlichen Umfeld.
(Leider leider hatten wir zu dem Zeitpunkt nur das harte Sonnenlicht zur Verfügung)

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Martin Egg:

Der eine Teil der Idee ist ja gut: Wintersportequipment in ungewohnter Umgebung zu fotografieren, hat das Potential, gelungene Fotos zu erzielen, die darauf abzielen, zwei Mal hinzuschauen, zu überlegen und dann zu lachen. Wenn dann aber doch nur der Berg in den Alpen im Sommer statt im Winter genommen wird und obendrein noch eine junge, blonde Frau im knappen Top und einer Unterhose, gerät die gute Idee schnell zur Karikatur ihrer selbst.

Martin Egg – nein, sicher nicht der schwäbische Dichter – hat hier vermutlich die Attraktivität des Models mit der des Sportgeräts verwechselt, als er die Frau darum bat, mal die Hose auszuziehen. So wirkt das Bild wie aus einem dieser Amateur-Akt-Kalender, in denen sich Bäuerinnen, Sportlerinnen, Studentinnen oder Handwerkerinnen leicht bekleidet in der dazugehörigen Kulisse räkeln – natürlich immer für einen guten Zweck. Etwas mehr Überraschungseffekt und etwas weniger plumpe Hautbeschau hätten der Idee viel mehr abringen können. Ein gutes Beispiel ist das Künstlerpaar Claudia Ficca und Davide Luciano, die sich in ihrer Heimatstadt Montreal über die vielen Schlaglöcher geärgert hatten und diese dann fotografisch neu in Szene setzten (www.mypotholes.com).

Das zu starke Sonnenlicht hat der Fotograf schon selbst bemerkt. Es zeigt wieder, dass zu einer guten Idee auch die Planung gehört, um die Idee passend umzusetzen. In dem Fall wäre mindestens ein Reflektor, besser noch ein Aufhellblitz von vorne sinnvoll gewesen. Zur allergrößten Not hätte der Fotograf versuchen können, den linken Ski so zu drehen oder zu positionieren, dass durch dessen weiße Fläche etwas mehr Licht ins Gesicht des Models fällt.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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Hiroshi Sugimoto:
Das Meer senkrecht

Nur für die bessere Übersichtlichkeit stellen wir diesem Beitrag ein waagrechtes Bild vornedran: Ansonsten hat Hiroshi Sugimoto seine Meerbilder in die Senkrechte gestellt.

Hiroshi Sugimoto, Landschaft 004, 1989, Silbergelatineabzug, 119.5 x 211 cm © 2012 Hiroshi Sugimoto

Hiroshi Sugimoto, Landschaft 004, 1989, Silbergelatineabzug, 119.5 x 211 cm © 2012 Hiroshi Sugimoto

“Revolution” heißt diese Serie des Japaners und die großformatigen Werke stürzen in der Tat Sehweisen um. Die Bilder sind aktuell in München zu sehen.

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Inessa Dolinskaia:
Geheimnisvolles Wunderland

Morgens um Fünf ist in Berlin die Welt geheimnisvoll, jedenfalls für Inessa Dolinskaia. Sie geht spazieren und fotografiert ihr Wunderland.

Inessa Dolinskaia
: Wunderland # 1, 2009 © Inessa Dolinskaia, Galerie Hilaneh von Kories

Inessa Dolinskaia
: Wunderland # 1, 2009 © Inessa Dolinskaia, Galerie Hilaneh von Kories

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es sind flüchtige Momente aus Großstädten wie Berlin, Moskau oder Florenz, die Inessa Dolinskaia einfängt, schwarzweiss, unscharf, subjektiv, poetisch (was nichts anderes heißt, als dass es sich einer sprachlichen Beschreibung entzieht).

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Peter Bialobrzeski:
Lebens(t)raum des Menschen

Peter Bialobrzeski, neuer Träger des Erich-Salomon-Preis 2012, beschäftigt sich mit dem Lebensraum des modernen Menschen: mit Zivilisation und Natur, mit der Globalisierung und den damit verbundenen Umwälzungen.

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Mario Giacomelli:
Orte, Landschaften, Seelenzustände

Mario Giacomellis Bilder entstanden im kleinen Radius seiner italienischen Heimat und gingen doch um die Welt.

Mario Giacomelli: Priesterserie 1961-1963 © Simone Giacomelli

Mario Giacomelli: Priesterserie 1961-1963 © Simone Giacomelli

Grobe Körnung, Unschärfen, Über- und Unterbelichtung – Giacomellis Fotos verstoßen gegen gängige technische Standards. Er verbindet damit grafische Wirkung und realistische Darstellung – diese Seelenzustände, die er damit ausdrücken wollte.

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Yto Barrada:
Zwischen Poesie und Politik

Ihre Heimatstadt Tanger und die Sehnsucht der jungen Marokkaner nach Freiheit und Wohlstand – das sind die Themen von Yto Barrada in Bildern zwischen Poesie und Politik.

Yto Barrada: Briques (Bricks), 2003/2011

Yto Barrada: Briques (Bricks), 2003/2011

Yto Barrada setzt sich schon über ein Jahrzehnt mit den politischen Realitäten in Nordafrika auseinander. Jetzt haben ihre Fotografien, Filme und Skulpturen noch besondere Aktualität gewonnen.

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Anastasia Khoroshilova:
Suche nach der russischen Seele

Auf der Suche nach der russischen Seele fotografierte Anastasia Khoroshilova die Bewohner dieses weiten, ein Sechstel der Erde umfassenden Landes.

Anastasia Khoroshilova: Russkie #17

Anastasia Khoroshilova: Russkie #17

Die aus Russland stammende Anastasia Khoroshilova zeigt uns dabei in der Tradition August Sanders die Menschen des ländlichen Russlands. “Russkie” heißen ihr Projekt und die aktuelle Ausstellung in Bonn – “Russen”.
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Loan Nguyen:
Stille Gesten

Die Schweizer Fotografin Loan Nguyen inszeniert vielsagende Bilder, in denen sie meist selbst zu sehen ist und uns in stillen Gesten auf ihre Absichten hinweist.

Loan Nguyen - aus: Mobile

Loan Nguyen - aus: Mobile

Die Kunsthalle Erfurt zeigt Loan Nguyens Arbeiten unter dem Titel “Stellenweise” zum ersten Mal in Deutschland. Ihre Bildwelten müssen wir intuitiv begreifen. Sie sind “Work in Progress”, also noch nicht beendet.

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Klaus Staeck:
Der entlarvende Blick

Klaus Staeck, bekannt mit seinen politisch-satirischen Plakaten und Fotomontagen, zeigt Fotografien aus 30 Jahren. Die meisten sind entlarvende Blicke auf das Groteske im Alltag.

Klaus Staeck: Vaterland, Bitterfeld, 1991. © Klaus Staeck

Klaus Staeck: Vaterland, Bitterfeld, 1991. © Klaus Staeck

Daneben hat Klaus Staeck auch seine Begegnungen mit prominenten Zeitgenossen in zahlreichen Porträts festgehalten. Die Fotos sind aktuell zusammen mit Plakaten und Drucken in Berlin zu sehen.

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Larry Strungs Jahresprojekt:
Täglich ein neues Porträt

Der kanadische Fotograf Larry Strung hatte sich für 2008 eine dicke Herausforderung vorgenommen – und er hat sie erfüllt: An jedem Tag des Jahres fotografierte er einen anderen Einwohner seiner Stadt Hamilton.

Larry Strung: Taylor, 17. 20. April 2008 - brillianter Pianist

Larry Strung: Taylor, 17. 20. April 2008 - brillianter Pianist

Es entstanden 365 verschiedene Porträts der Einwohner von Hamilton im kandadischen Bundesstaat Ontario. Und weil 2008 ein Schaltjahr mit 366 Tagen war, nahm Larry Strung für Silvester noch sein Selbstporträt in die Galerie mit auf.

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