4 zufällige Bildkritiken zum Thema Horizont:
Alle 21 Artikel zum Thema Horizont auf fokussiert.com:
Mit so vielen interessanteren Bereichen im Bild ist es gut, den Regeln zu folgen und von der Mitte fern zu bleiben.
Kommentar des Fotografen:
Ein Sonnenuntergang auf dem Land, erste Versuche, frei Hand
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Chris Wallnitz:
Ein leuchtend roter Sonnenuntergang füllt die obere Bildhälfte, während die untere von einem alles schluckenden Meer von schwarz bedeckt wird. Die beiden fast gleich großen Hälften werden von einer leicht gebogenen, nach oben strebenden Linie unterbrochen.
Leider ergeben die beiden gegensätzlichen Hälften kein überzeugendes Ganzes.
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Wer als Landschaftsfotograf bei vermeintlich “schlechtem” Wetter den inneren Schweinhund niederringt, dem winkt als Belohnung die Energie für Monate voller Motivation. Ein Erlebnisbericht.
Ich habe mir am Wochenenden auf dem Rückweg von Las Vegas (von der Elektronikmesse CES) einen Umweg durch die östliche Sierra Nevada gegönnt, um noch ein oder zwei Landschaftsshootings mitzunehmen. Die Fahrt durchs Death Valley nach Lone Pine und von da aus nach Norden via Bishop an den Mono Lake bietet eine Strecke voller versteckter Schönheiten. Aber häufig verstecken sich die grössten Schönheiten hinter nichts anderem als dem inneren Schweinehund. Wie wir gleich sehen werden.
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Bei der Anordnung von Bildelementen ist es oft hilfreich, ein Objekt von verschiedenen Blickwinkeln aus zu fotografieren. Meistens kommt dabei eine Komposition heraus, die man sonst nicht gesehen hätte, oder Elemente, die später als störend auffallen, werden korrigiert. Und oft genügt ein kleiner Schritt zurück, oder eine Bewegung nach oben oder unten.
Kommentar des Fotografen:
Eigentlich war es frustierend, sich am Morgen um 5 aus dem Bett zu quälen und dann eine triste und neblige Gegend zu fotografieren, bis ich diesen Schuh gesehen habe. 3/4h habe ich damit verbracht, den passenden Ausschnitt und die Platzierung des Horizonts zu finden. Das Bild bot schon einigen Gesprächstoff, ob die Platzierung des Horizonts nun wirklich passt.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Pascal Reis:
Als ich dieses Foto sah, fiel mir unwillkürlich eine amerikanische Handywerbung ein („More bars in more places“), und daß Fotograf Reis dieses Motiv an einem nebligen Morgen am See auffiel, läßt auf ein gutes Auge schließen.
Das Panoramahafte des Fotos verrät, daß es vermutlich entweder zusammengesetzt oder unten beschnitten wurde, was aber dem Bildaufbau nicht abträglich ist (Canon Kameras dieses Modells nehmen Bilder im Verhältnis 2:3 auf).
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Auch aus dem Ferienflieger lassen sich durchaus spannende Fotografien machen. Was dabei an Sorgfalt beim Auslösen fehlen muss, muss im digitalen Labor nachgeholt werden.
Kommentar des Fotografen:
Auf dem Flug von Frankfurt nach Chicago hatte ich rechtzeitig einen Fensterplatz reserviert um ein paar Luftaufnahmen machen zu können. Leider saß ich direkt hinter dem Flügel, sodass ein Teil der Sicht verdeckt war. Beim Überfliegen von Grönland konnte ich dann doch einige Bilder machen. Diese karge, menschenfeindliche und vermeintlich unberührte Landschaft hat mich beeindruckt. Mit den Reglern in Lightroom habe ich die Farbe aus diesem Bild gezogen und die Kontraste erhöht, um die Wirkung zu erhöhen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Jakob Adler:
Eine Landschaft auf Felsklötzen in einer Schneeebene – oder sind es Bergspitzen in einem gigantischen Nebelmeer?
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Fotografien mit Horizont-Schichtung gelingen am besten, wenn genau die richtige Menge Luftfeuchtigkeit für den Kontrast an den Kanten sorgt.
© Matthias Schaffner – Canon EOS 350D – 1/400s – f/11 – ISO 100 – 58mm (90mm)
Kommentar des Fotografen:
Diese Bild entstand eher zufällig. Auf dem Weg um die 3 Zinnen in Südtirol läuft man (in diesem Falle morgens) um die kleine Zinne und der Blick öffnet sich ins Ansiei-Tal. Mir gefielen vor allem die unzähligen Horizonte, die durch den Morgendunst sichtbar geworden sind. Das Foto wurde zugeschnitten und die Tonwerte wurden angepasst.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Schaffner:
Wer sich bisweilen fragt, woher die Redewendung von einer “Fahrt ins Blaue” rührt, bekommt mit solchen Bildern eine Antwort.
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Vor und nach Sonnenauf- oder Untergang findet ein Spektakel von Farben, Formen und Licht statt, das oder gerade einfachen Bildern viel Emotionalität verleiht.
Kommentar des Fotografen:
Früh morgens ging es zum Gipfel des Kellerjochs. Die Sicht war nicht gerade berauschend, jedoch wirkt dies -meiner Meinung nach – sehr gut auf die aufgehende Sonne. Man sieht dadurch die Sonne sehr gut und man meint, sie gehe zwischen den Bergen auf.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Torsten Muehlbacher:
Die Sonne geht auf und scheint durch den Dunst über den Bergen nur knapp und grellrot hindurch. Die Gipfel der Alpen um den Fotografen herum erscheinen als blosse Schemen in verschiedenen Blau- oder Grautönen, wobei sich die Kanten zum jeweils ferneren Berghang durch leichten weissen Dunsthauch abgrenzen. Der Himmel über der Sonne erstrahlt in einem knalligen Verlauf von Rot zu einem von Federwolken durchzogenen Gold.
Ich finde nicht, dass die Sicht nicht berauschend war, als Du diese Aufnahme gemacht hast – im Gegenteil:
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Mondbilder aus San Francisco: Diesmal hat’s fast rundherum geklappt. Die letzte Knacknuss bei der Planung von Vollmond-Bildern bleibt die Höhe des Mondes zu einer bestimmten Zeit.
Es hat sich diesmal wirklich gelohnt: Ich habe zum wiederholten Male ausgiebig mit Winkelmesser und Mondstandstabellen herumprobiert und in Google Earth nach Standorten gesucht – und diesmal sogar den wichtigsten in der Stadt vorgängig ausgekundschaftet. Am ersten der beiden Mondshooting-Tagen war der Erdtrabant zwar ein bisschen hoch über meinem Motiv, aber der flammende Himmel – Waldbränden in Südkalifornien sei Dank – hat mich mehr als entschädigt. Die Bilder in der Stadt am Donnerstag gelangen fast genau so, wie ich sie geplant hatte.
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Landschaftsaufnahmen können von Leere leben. Aber sie muss umso stärker inszeniert und durch Tiefe zur Geltung gebracht werden.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild habe ich in Belgien aufgenommen. Habe dem Himmel die Farbe entzogen für mehr Kontrast. Die Stimmung ist herbstlich, was mir besser gefällt. Als fortgeschrittener Anfänger freue ich mich auf die Kritik.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Miro K.:
Landschaftsfotografie ist eine scheinbar einfache Bildgattung: Eine tolle Landschaft als Motiv, die richtige Belichtung – fertig ist das Bild.
Häufig – wie hier – geht es aber gar nicht um die Elemente der Landschaft, sondern um die Stimmung, um Linien, Licht oder Farben. Dann muss der Fotograf die bestimmenden Elemente finden.
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Gegenlicht-Bilder mit hohem Kontrast können Bilder zu Tage fördern, die anders gar nicht zu sehen wären.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist während des Sonnenaufgangs im Sept. 2007 auf Rügen am Thiessower Strand gemacht worden, es ist ein Fischerboot, das zu Fang ausfährt. Bearbeitung in Photoshop mittels Tonwert- und Gradationskurve. Die Stimmung des Lichts und der Morgendunst haben im Wesentlichen zu dem Ergebnis beigetragen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Günter Kutschke:
Was hier die Blicke anzieht, ist ohne Zweifel der Morgennebel vor dem Leuchtturm in der Ferne, der sich in der Luft über dem Wasser spiegelt und zu der keulenförmigen Erscheinung über dem Horizont führt.
Das einfache Bild hat aber weit mehr zu bieten:
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Ferienzeit, Fliegerzeit: Wer am Fenster sitzt, darf ruhig mal abdrücken. Bisweilen sind die Luftaufnahmen aus dem Strandexpress durchaus brauchbar.
Je mehr ich über Fotografie lerne, desto seltener klaube ich die Kamera hervor – das Licht ist nicht weich genug, das Motiv nicht interessant… Das ist grundfalsch, denn gelegentlich gelingen spannende Bilder auch unter suboptimalen Bedingungen.
Luftaufnahmen aus Touristen-Flügen
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (14 Bilder)
Zum Beispiel aus dem Flugzeug, und wenn’s auch nur schöne Erinnerungen werden. Nachdem ich beim Abflug in die Schweiz vor zwei Monaten schon recht brauchbare Bilder geschossen habe, versuchte ich es beim Heimflug erneut:
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