Thema: Inszenierung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Inszenierung:

Baustellen-Fotografie: Bürokraten-InselBrautkleidporträts: Licht und Schatten - Nähe und FerneBergbach gegen Wiese: Gegensätze inszenierenInszenierung: Einsamkeit?

 

Alle 26 Artikel zum Thema Inszenierung auf fokussiert.com:

Picasso im Fotoportrait:
«Ichundichundich»

Eigentlich ist «Ichundichundich – Picasso im Fotoportrait» (Hatje Cantz) ein Ausstellungskatalog. Das Buch ist jedoch auch für Fotografen von großem Interesse. Denn auf knapp 280 Seiten vereint er den Blick von 34 namhaften Fotografen auf einen Titanen des 20. Jahrhunderts.

Fast alle großen Fotografen des 20. Jahrhunderts haben Pablo Picasso im Bild festgehalten, unter anderem Richard Avedon, René Burri, Robert Capa, Herbert List, Dora Maar, Man Ray und Irving Penn. Sie alle haben Picasso seit 1916 immer wieder fotografiert, haben mit ihm Zeit verbracht. Manchmal nur sehr kurz, manchmal nur einmalig, manchmal aber auch öfter und über Jahre hinweg.

«Ichundichundich - Picasso im Fotoportrait
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Blumenwiese:
Spannung zur Farbe

Bunte Blumenwiesen sind ein schöner Anblick, aber nicht automatisch ein gutes Foto. Die richtige Inszenierung macht’s.

Kommentar des Fotografen:

eine wunderschöne wildblumenwiese. hier habe ich versucht, durch schärfe-unschärfe auf das eigentliche objekt zu leiten.

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Stefan Christmann:

Eine bunte Wildblumenwiese wurde in diesem Farbbild mit einem Tele ungefähr auf Höhe der Blüten horizontal fotografiert. knallige Farben verlaufen vom unschärfen Vorder- bis in den Hintergrund, daszwischen liegt der Fokusbereich mit einigen zentral platzierten Blumen.

Blumenwiesen, unendliche Flächen bunter Farbkleckse, wunderschöne Einzelblüten oder einfach unfassbar tiefe Farben – die wenigsten Fotografen können einen Bogen um sie herum machen. Und die wenigsten finden ein Weg, die Pracht so zu fotografieren, dass auch ein spannendes Bild entsteht.

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Gregory Crewdson:
Amerikanischer Alptraum

Leere Straßen, verfallene Häuser, sprachlose Menschen in namenlosen Vorstädten: Gregory Crewdson inszeniert einen amerikanischen Alptraum.


“In a Lonely Place” heißt die aktuelle Ausstellung in Berlin. Mysteriös, kalt und beklemmend erscheinen uns diese einsamen Orte in Crewdsons Bildern. » weiterlesen

Konzeptfoto:
Originelle Hochzeitsinszenierung

Die Hochzeitsfotografie ist voller Stereotypen und Klischees. Ralf Menzel verweigert sich diesen und beweist, dass auch ein gängiges Thema wie die Hochzeitsfotografie künstlerischen Freiraum bietet – sofern man Kunden findet, die das auch unterstützen und mögen.

Kommentar des Fotografen:

Hier mal ein anderes Bild zum Thema Hochzeitsfotografie… Warum immer Posengymnastik und Hinstellzwang? Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass sich viele Paare unzufrieden über ihre Hochzeitsbilder äussern. Auch im Web tauchen Fotografien als Referenzen (auch von angeblichen Fotografen-Meisterinnen) auf, bei denen man sich wirklich für die Zunft schämen muss! Bis vor 2 Jahren habe ich es auch vehement abgelehnt, Heiratswillige abzulichten, da ich kein “Hochzeitsfotograf” sein wollte. Inzwischen bin ich überzeugt, vom Bedarf und der Sehnsucht nach neuen Sichtweisen in diesem Bereich. Es ist schliesslich auch der “schönste Tag im Leben” und der bedarf meiner Meinung nach, einer besonderen Sichtweise. Aus dem Grund habe ich mir einen eigenen Arbeitsstil erarbeitet, mit dem ich einen solchen Tag in Lichtbildern umsetze. Ich arbeite gern mit zeitlosen Sujets, bei denen man kleine Geschichten oder andere Nebeninformation einbauen kann. Weiterhin mag ich es, wenn man mit Licht und Schatten aus der Realität ein Stück Surrealismus schaffen kann… Hinstellen war gestern!

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von fLy_Ralf Menzel:

Ralf Menzel hat absolut recht. Die Hochzeitsfotografie ist sehr stark “genormt”, einerseits von den üblichen Arbeitsweisen der Fotografen, andererseits auch von den Wünschen und Erwartungen der Kunden. Das ist eine Huhn und Ei-Geschichte und es ist müssig darüber zu diskutieren, was wohl zuerst kam:

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Brautkleidporträts:
Licht und Schatten – Nähe und Ferne

Farben und Kontraste gut eingesetzt, bringen einem Bild oft viel mehr als eine pompöse Ausstattung.

Kommentar des Fotografen:

Die Idee, Frauen mit ihren Brautkleidern zu portraitieren, verfolgt mich schon lange. Jetzt soll daraus eine Art Portraitreportage entstehen. Die ausgewählten Frauen sollen mit Hilfe eines Interviews (standardisierte Fragen), zum Erzählen ihrer „Ehe- und Lebensgeschichte” gebracht werden. Das Brautkleid soll materiell vorhanden sein und im Foto seinen Platz finden. Es ist Anlaß, Motor und der Punkt, auf den man immer wieder kommt. Spannend wird die Reportage durch die Unterschiedlichkeit im Alter und Herkommen der Frauen, so etwa, wenn eine 70 Jährige noch einmal in ihr noch vorhandenes Brautkleid schlüpft. Dieses Foto entstand mit einer Arbeitskollegin, die, von der Idee begeistert, sich dass Brautkleid ihrer Freundin aus England schicken ließ. Ihr eigenes hat die Jahre nicht überlebt… Es dauerte einige Zeit, bis sie so bei sich war, dass dieser eher eindringliche Moment entstanden ist.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von André Nicke:

Als Erstes muss ich sagen ich finde die Idee von André sehr gut, sich mit den Brautkleidern zu beschäftigen und daraus eine Serie, ein Langzeitprojekt, zu erstellen:

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David LaChapelle:
Vergängliche Pracht

David LaChapelle überzeichnet und überhöht bis an den Rand des Erträglichen. Aber die gezeigte Pracht ist eine vergängliche.

“Die Erde lacht in Blumen”, so lautet der übersetzte Titel von LaChapelles aktueller Ausstellung in Hannover: Sie lacht über den Menschen, der meint, sie besitzen zu können. » weiterlesen

Reiner Riedler:
Künstliche Ferien

Wer an grauen Tagen Sehnsucht nach einem Traumstrand hat, kann erwsatzweise auch einen Freizeitpark benutzen. Reiner Riedler hat solche künstlichen Ferienlandschaften fotografiert.

“Faked Holidays” – künstliche Ferien nennt der Österreicher Reiner Riedler seine über mehrere Jahre hinweg entstandene Fotoserie. Aktuell sind die Bilder in Ulm ausgestellt.

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Dokumentation:
Beissende Neugier

Fotografien mit inhaltlicher Bedeutung sind eine spannende Übung für Fotografen: Wie setzt man einen Buchtitel oder eine historische Legende wirksam um?

Kommentar des Fotografen:

Zitat aus Heinrich Bölls Irischem Tagebuch: “Einige hundert Meter oberhalb dieses Hauses die Überreste eines abgestürzten Flugzeu- ges: amerikanische Flieger hatten, um den Bruchteil einer Sekunde zu früh, geglaubt, den freien Ozean vor sich zu haben, die glatte Fläche, die noch zwischen ihnen und der Heimat lag: Europas letzte Klippe wurde ihnen zum Verhängnis, der letzte Zacken dieses Erdteils, den Faulkner in seiner “Legende” ‘jene winzige Eiterstelle, die den Namen Europa trägt’, nennt…”

Die Photographie zeigt die Überreste der Turbine jenes in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts abgestürzten Flugzeugs. Die Aufnahme entstand 1989; es handelt sich um einen Scan einer 6*6 cm Mittelformat-SW-Aufnahme, welche ich mit einer Rolleiflex-Kopiekamera gemacht hatte. Die literarische Verarbeitung dieses Unfalls hat mich immer sehr berührt; die Überreste der Turbine bilden nach über 30 Jahren eine fast organische Einheit mit der Umgebung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Tom Jung:

Ein weitgehend zerstörter Sternmotor liegt in einer kargen, möglicherweise küstennahen Umgebung in diesem Schwarz-Weiss Bild. Durch den geringen Kontrast des im Nebel, im Schatten oder nach Sonnenuntergang aufgenommenen Bildes scheint sich der Motor in die Umgebung einzufügen, geradezu zu tarnen. » weiterlesen

Stefan Burger:
Halbfotografische Missverständnisse

Stefan Burger arbeitet mit Fotografie als Installation oder mit fotografierten Installationen. So genau lässt sich das nicht immer auseinanderhalten.

Eine “Konstellation halbfotografischer Missverständnisse” nennt Stefan Burger seine Installationen manchmal. Dieses können wir aktuell im Fotomuseum Winterthur besichtigen.

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Vera Mercer:
Stillleben mit Schädel

Vera Mercers Stillleben bestehen aus Nahrungsmitteln, aus Gemüse und Fleisch und mitunter aus Tierschädeln.

Die großformatigen Stillleben der deutsch-amerikanischen Fotografin werden aktuell zusammen mit Mercers Porträts von Künstlern wie Andy Warhol, Marcel Duchamp und Niki de Saint-Phalle in Berlin gezeigt.

Obwohl beide Themen auf den ersten Blick gänzlich verschieden zu sein scheinen, so seien sie bei näherer Betrachtung doch eng miteinander verwoben. » weiterlesen