Thema: Inszenierung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Inszenierung:

Romantisches Porträt: Beständige Perfektion à la NewtonInszenierung: Einsamkeit?Klischees: Fluch und SegenBaustellen-Fotografie: Bürokraten-Insel

 

Alle 26 Artikel zum Thema Inszenierung auf fokussiert.com:

Todd Hido:
Trauriges Amerika

Wenn es Nacht wird in Amerika, drückt Todd Hido auf den Auslöser. Er zeigt traurige Vororte, menschenleere Straßen und einsame Porträts.

Nachts fährt Todd Hido im Auto durch die Straßen und lässt sich inspirieren. “Househunting” nennt er die Jagd nach diesen nächtlichen Szenen. Die Serie ist aktuell zusammen mit seinen Frauenporträts – “Nudes” – in Köln zu sehen.

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Carsten Sander:
Fantasy-Porträts

Carsten Sanders Porträts bekannter Gesichter aus Film, Mode, Sport, Gesellschaft entführen uns ins Reich der Fantasy.

In seinen fotografische Inszenierungen weist Carsten Sander seinen Modellen fantastische Rollen zu – seien es solche aus der Kunst- und Filmgeschichte oder der Märchen- und Sagenwelt.

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Andreas Mühe:
Überwältigende Porträts

Wuchtige Inszenierungen schafft Andreas Mühe für seine Porträts – schicksalsschwer und überwältigend.

Andreas Mühe, Sohn des jüngst verstorbenen Schauspielers Ulrich Mühe, zeigt seine mitunter wagnerisch anmutenden Werke aktuell in Berlin.

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Paolo Ventura:
Fantastische Wintergeschichten

In den Bildern des Italieners Paolo Ventura zeigt sich eine fantastische Welt – vielleicht Erinnerung an eine Kindheit im Italien der Vierziger- oder Fünfzigerjahre.

“Winter Stories” heißt Venturas Serie, die den Zirkus und seine Artisten zeigt. Die Fellini-Filme fallen uns ein, sicherlich besonders das melancholische “La Strada”, nur dass Venturas Bilder bunt sind.

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Wüstenrot-Dokufotopreise:
Anerkennung und Ansporn

Die Wüstenrot-Stiftung verfolgt mit ihren Föderpreisen zur Dokumentarfotografie eine spezielle Absicht: Einerseits anerkennt sie die eingereichten Fotoarbeiten, andererseits gibt sie Ansporn für neue Projekte.

Die Preisträger 2009/2010 heißen: Tanja Jürgensen (Kunsthochschule Kassel), Mathias Königschulte (Ostkreuzschule für Fotografie, Berlin), Maziar Moradi (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) und Kim Sperling (Fachhochschule Dortmund).

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Baustellen-Fotografie:
Bürokraten-Insel

Baustellen sind wie Ruinen oder andere uns eigentlich bekannte und dennoch exotische Orte eine Fundgrube für spannende Motive.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen im Ihmezentrum (Sommer 2008) – Hannovers aktueller Baustelle, bei der es mal wieder nicht vorangegangen war. Ein provisorischer Pausenplatz mitten auf der Baustelle, eingerichtet von Arbeitern mit Möbeln aus den umliegenden, abgerissenen Geschäften. Ein unwirklicher, öffentlicher, verlassener Ort mit dem Bedürfnis nach einer geordneten “Bürgerlichkeit”.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christoph Ermisch:

Ein bunter Haufen von Stühlen, zusammengewürfelt und wie zur Konferenz bereitgestellt, inmitten einer staubigen Baustelle. Ein skurriler Anblick, der die wildesten Assoziationen erlaubt. Zweifellos ein spannendes Motiv, das noch dazu durch die Buntheit der kleinen Versammlung in der betongrauen Rohbaustelle farblich reizvoll sein könnte.

Es stellt sich die Frage, ob die Aussage, die Du treffen wolltest, nicht mit verschiedenen Massnahmen besser hätte umgesetzt werden können. Dabei geht es nicht darum, jede Fotografie bis auf das letzte Korn zu planen und zu arrangieren:

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Alison Jackson:
Der gefälschte Prinz

Die britische Fotografin und Filmemacherin Alison Jackson inszeniert mit Doubles prominente Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Gerne in kompromittierenden Situationen.

Besonders gerne nimmt Jackson ihr englisches Königshaus auf die Schippe. Wie etwa Prinz William, der schon mal die Krone ausprobiert, obwohl Großmutter Königin Elisabeth längst nicht ans Aufhören denkt und Vater Charles der nächste in der Reihe wäre.

Aber der Prinz und die anderen vermeintlichen Prominenten sind keine Schnappschüsse von Paparazzi, sondern gefakte Inszenierungen. Alison Jackson, Jahrgang 1960, inszeniert die vorgeblich intimen und familiären Situationen mit täuschend ähnlich aussehenden Doubles. So zeigte sie zum Beispiel auch den ehemaligen amerikanischen Präsidenten George W. Busch bei der Ausübung einer Tätigkeit, die seinem Stand gar nicht so recht entsprechen will: hinterm Präsidenten-Schreibtisch beim Zauberwürfel-Drehen. Oder bei Schießübungen auf Zielscheiben mit den Konterfeis von Hillary Clinton oder Wladimir Putin.

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Romantisches Porträt:
Beständige Perfektion à la Newton

Kontinuität von Botschaft, Stil und Atmosphäre: Warum Inszenierung perfekt sein muss.

Kommentar des Fotografen:

Florian Sprengers Bild war die Grundlage für dieses Shooting. Nach seiner Bildbesprechung hier bei fokussiert war er so freundlich, mir die Adresse in Wien zu nennen. Eine Freundin und ein befreundetes Modell aus Wien ermöglichten dann dieses Shooting “on Location” in dieser surrealen Umgebung. Fotografiert habe ich mit einer D80 und dem 24-70 2.8 sowie einem SB-600 auf einem Gorillapod, der die Personen zusätzlich zum Abendlicht ausleuchtete.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Pascal Reis:

Einer der berühmtesten Figuren im historischen Pantheon der Fotografie, nämlich Helmut Newton, schuf Fotos reich beladen mit Stil und Atmosphäre. Zudem, was ebenfalls von großer Wichtigkeit ist, verfügen Newtons Bilder über Kontinuität.

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Thomas Wrede:
Immer zweimal hingucken

Bei Thomas Wrede gilt es zweimal hinzugucken. Seine Landschaften heißen zwar “Real Landscapes”, aber wer weiß schon, was hier wirklich real ist?

Ähnliches gilt für seine Fotografien aus Manhattan: Hier vermischen sich Plakatwände und Straßenszenen zu Bildern mit neuen Identitäten. Thomas Wredes Bildwelten sind zur Zeit in zwei Ausstellungen zu sehen – in Berlin und in Düsseldorf.

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Bergbach gegen Wiese:
Gegensätze inszenieren

Landschaftsfotografie verlangt bewusste Komposition ohne vermeidbare Kompromisse. Eine laut ausgesprochene Bildbeschreibung vor dem Auslösen hilft, sich nicht ablenken zu lassen.

Kommentar des Fotografen:

Auf der Suche nach Kristallen tat sich unter mir plötzlich dieses Bild auf……ein kraftvoll schäumender und rauschender Bergbach mit wilder Natur links, eine frisch gemähte Wiese rechts (die Bergbauern sind leider grad gegangen), welche friedlich wartet, bis das Gras von der Sonne getrocknet wird!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Kurt Worni:

Das hier ist ein Klassiker: Du hast zwei Dinge gesehen, die es Dir angetan haben und die Du als Gegensatz empfandest. Also hast Du die beiden Dinge fotografiert. Und noch ein bisschen Wald dazu, damit die Szenerie stimmt, und ein wenig Himmel, weil es doch eine Landschaftsaufnahme ist, etwas Vordergrund … und schon hast Du Dein Bild verwässert.

Das ist deswegen schade, weil Du im Kommentar ohne Umschweife auf den Punkt kommst. Wilder Bergbach, ruhige Wiese. Dem Betrachter aber servierst Du:

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